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Insulinwirkung - Stoffwechsel

  • kai5

    Rang: Gast
    am 26.11.2010 22:16:33
    Hallo Daniela,

    ich habe am 21.11. weniger Insuin gespritzt wegen bevorstehender anstrengender Radtour.
    Am 22.11. habe ich wieder "normal" zu den entsprechenden BE`s die Insulineinheiten gespritzt.

    Wie meinst Du das ?
  • Joa

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 01:42:21
    Hallo,

    ich würde da nicht über Up-Regulationen nachdenken.

    Bis sich leergeradelte Glykogenspeicher wieder
    aufgefüllt haben kann es auch schon mal über 24h hinaus brauchen.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 12:41:13
    Moin Joa,

    dass Glykogenspeicher leer sind, kommt nur kurzzeitig in tiefen Erschöpfungszuständen vor. Kaum nach 3 Stunden Radeln, wenn nicht gerade voll wettkampfmäßig.

    Denn wenigstens die Hälfte der Glukoneogenese, also die körpereigene Glukose-Produktion aus Eiweiß in Leber und Nieren, geht fortlaufend auf den Leberspeicher.

    Und noch unwahrscheinlicher ist doch, dass so ein Speicher 24 Stunden nach seiner Entleerung noch einmal mt einem besonders großen Bedarf auffallen sollte. - Gibt's da nichts einleuchtenderes in Dok Teupes Fundus?

    Bib neugierig, Jürgen
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 13:37:54
    Wenn der MIttelwert der Gesamtinsulindosis der letzten 3 Tage niedriger ausfällt, wie es davor war, wird eine Up-Regulation wahrscheinlich - dann ist man insulinempfindlicher. Ob es in diesem Fall hinkommt, muss man an den Morgenwerten und pp-Werten sehen können, insofern es nicht abends noch Fett und Eiweiß zu essen gab, sind die Morgenwerte am wichtigsten.
    Bei mir kommt es bereits nach 1 Tag weniger Insulin zur Up-Regulation.

    LG, Daniela
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 14:31:53
    Du hast mit erheblich ansteigenden BZ-Werten und weniger Insulin ne up-Regulation? von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 20:19:49
    Hallo Jürgen,

    > Gibt's da nichts einleuchtenderes ...

    ich finde so Standards wie den Muskelauffülleffekt eigentlich einleuchtend genug. Da hat Teupe auch kein Exclusiv-Abo drauf gebucht.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 21:38:18
    und der setzt erst 24 Stunden nach der Leerung auffällig stark ein? von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 28.11.2010 23:01:53
    Also Jürgen, das ist aber nun echt Dein Problem.
    Null Ahnung, aber da musst Du wohl selber mit klar kommen. ;-)

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 29.11.2010 11:42:13
    Moin Joa,

    ich weiß als Typ2 nur vom Auffüllen von Glykogenspeichern fortlaufend immer wenn die Platz haben. Aber der Themenstarter hatte von erheblich weniger Insulinbedarf nicht schon gleich nach der Radtour, sondern erst nach etwa 24 Stunden geschrieben.

    Wenn es da also einen speziellen Typ1-Mechanismusgibt, wäre schön, wenn Du dich nicht drücken, sondern uns schlau machen tätest ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • kai3

    Rang: Gast
    am 29.11.2010 20:34:40
    wieder ist es passiert

    Gestern zwischen 14:30 und 17 Uhr Rad gefahren; wieder gleiche Steigung und die Abfahrt war über Umwege etwas länger.
    Von zügig bis schnell gefahren. Heute gegen 17 Uhr +/- geht es mit dem BZ bergab, ohne Anstrengung gehabt zu haben oder zuviel Insulin gespritzt zu haben.
    Ich kann es nicht fassen.
  • Joa

    Rang: Gast
    am 29.11.2010 21:00:31
    > Ich weiß als Typ2 nur vom Auffüllen von
    > Glykogenspeichern fortlaufend immer
    > wenn die Platz haben.

    Die Glykogenspeicher werden nachgefüllt, wann immer die Bedinungen dazu bestehen.
    Wesentlichste Voraussetzung ist das Anliegen von entsprechend ausreichender Insulinwirkung, sowie fehlende Resistenzfaktoren in der jeweiligen Zelle.

    > der Themenstarter hatte von erheblich
    > weniger Insulinbedarf nicht schon gleich
    > nach der Radtour, sondern erst nach etwa
    > 24 Stunden geschrieben.

    Das ist halt individuell sehr schlecht planbar, wann die Speicher sich wieder aufladen.

    Da müsste man jetzt wohl diverse Faktoren berücksichtigen. U.a. auch den Trainingszustand des Probanden.

    Aber da bin ich wohl auch eher der "unsportliche" Typ 2 und empfehle eher die passenden Sportthreads in anderen Foren.

    > Wenn es da also einen speziellen
    > Typ1-Mechanismus gibt ...

    Gibt es nicht. Bei Euch Typ 2ern fallen Feinheiten der Steuerung aber wohl weniger auf wegen der grundsätzlich höheren Resistenzfaktoren (die Du nicht leiden kannst) und der besser funktionierenden Gegenregulation des körpereignen Glukagons aus den Alphazellen.

    Grundsätzlich vertritt Teupe, dass aufgrund der fehlenden Vorausplanbarkeit des Nachladens der Leberzellen eher eine Bewegunsanpassung über Bolusmanipulation, denn über Basalratensenkungen erfolgen sollte.

    Gruß
    Joa
  • kai4

    Rang: Gast
    am 29.11.2010 22:48:33
    Die Vermutung daß es nur mit Sport zu tun haben könnte ist das eine.
    Allerdings kam die Situation auch ca. 1 Tag nach einem anstrengenden Umzug vor.
  • Joa

    Rang: Gast
    am 29.11.2010 23:25:12
    Tja, so ein Umzug kann um einiges sportlicher ausfallen, als so popliges biken in der Landschaft.

    ;-)

    Gruß
    Joa
  • Joa

    Rang: Gast
    am 30.11.2010 00:25:35
    > wieder ist es passiert
    > ...

    Bei einem engagierten Typ 2er senkt schon eine regelmäßige Bewegung von 3 x 15 Minuten in der Woche merklich den Insulinbedarf. ;-)

    Und beim Typ 1 wirkt sich Bewegung ebenfalls insulinbedarfssenkend aus.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 30.11.2010 12:18:49
    Moin Noa,

    mein Paradebeispiel ist die Hundeome, die mit 20 Minuten Hundegang nach den Mahlzeiten statt 250 und mehr immer um 80mg/dl messen durfte.
    Und Beispiele, wie Typ1 mit Bewegung weniger Insulin braucht, ist hier auch schon an vielen Beispielen belegt worden.

    Aber in KEINEM mir bisher bekannten Fall hat die deutliche Wirkung erst 24 Stunden nach der Bewegung eingesetzt.
    Und Deine Erläuterungen haben diesen Umstand der 24-Stunden-Verzögerung, die Du damit erklären willst, einstweilen in keiner Weise verständnisfördernd beleuchtet.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 02:48:11
    Hallo Jürgen,

    > mein Paradebeispiel ist die Hundeome,
    > die mit 20 Minuten Hundegang nach den
    > Mahlzeiten statt 250 und mehr immer um
    > 80mg/dl messen durfte.

    Schön für die Hundeoma, aber lass die jetzt einfach mal links liegen. Hier ging es nicht um reine Bagatellbewegung auf voller Boluswirkung, sondern um die mögliche Auswirkung des Muskelauffülleffektes.

    Ansonsten hat ein Mehr an Bewegung noch so die Nebeneigenschaft, auch diverse metabolische Abläufe zu beeinflussen, so dass z.B. der zur Typ-2 Genese gehörendenen Resistenzproblematik entgegen gewirkt wird. Diese Faktoren, insbesondere den Fettstoffwechsel betreffende, erhöhen beim Typ 1 ebenfalls die Insulinsensitivität.

    Allerdings täte ich den letzteren Faktoren bei einmaligen Vorkomnissen keine besondere Aufmerksamkeit widmen.

    Nun und zum Thema Muskelauffüllung und so frag einfach mal bei Google an. ;-)

    Gruß
    Joa
    Und Beispiele, wie Typ1 mit Bewegung weniger Insulin braucht, ist hier auch schon an vielen Beispielen belegt worden.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 11:51:16
    Moin Joa,

    erst schreibst Du
    >Bei einem engagierten Typ 2er senkt schon
    >eine regelmäßige Bewegung von 3 x 15 Minuten
    >in der Woche merklich den Insulinbedarf. ;-)
    Ich weiß von einer Reihe von Studien mit so einer Aussage, die aber alle keine direkten BZs ausweisen, sondern nur marginale 1c-Verringerungen in der Größenordnung von max nem halben Prozentpunkt.

    Dann schreibst Du für insgesamt 1 Stunde täglich 7 Tage die Woche und ne 1c-Verbesserung von 6,5 auf 5,2.
    >Schön für die Hundeoma, aber lass die jetzt
    >einfach mal links liegen. Hier ging es nicht
    >um reine Bagatellbewegung auf voller
    >Boluswirkung, sondern um die mögliche
    >Auswirkung des Muskelauffülleffektes.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 18:41:55
    Hallo Jürgen,

    ich hab erst mal und nur die Möglichkeit von Muskelauffülleffekten angeführt.

    Von denen Du, wie ich Deine Äußerungen verstehe, noch nie gehört hast?
    Daher meine Empfehlung, dass Du erst mal bei Google nach diesen schaust. ;-)

    Gruß
    Joa

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 19:10:05
    Moin Joa,

    dass Glykogen mit körperlicher Belastung verbraucht und anschließend wieder nach gefüllt wird, hab ich nirgendwo bestritten. Dass das mehrere Tage dauern kann, hab ich in der Tat nicht gewusst.

    Aber nirgendwo im Netz oder sonstwo gibt es einen Hinweis darauf, dass das Auffüllen erst mit 24 Stunden Verzögerung einsetzt, und das müsste es, wenn es das vom Themenstarter nachgefragte Phänomen erklären sollte, wie Du durchgängig durch Deine Beiträge hier vorschlägst.

    Bisdann, Jürgen
  • kai2

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 22:02:54
    ja, das ist immer noch meine Frage, was es auf sich hat, daß ich ca. 24 Std. später eine Hypo entwickle

    Zur Zeit bin ich erkältet, es ist kälter und Schnee liegt; vielleicht schaffe ich nochmal eine Radtour in diesem Jahr
  • Joa

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 22:52:01
    Es bleibt weiterhin der Hinweis, mal nach Muskelauffülleffekt zu googeln. ;-)

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.12.2010 23:28:15
    Moin Joa,

    ich zitiere mal Deinen Heimdienst, diabetesinfo
    > Schlußendlich versucht die Muskelzelle nach
    > dem Sport, ihre erschöpften Glykogenspeicher
    > wieder aufzufüllen. Der Umstand einer erhöhten
    > Insulinsensibilität und verbesserter Ausnutzung
    > der GLUT-4 hält auch nach dem Sport an,
    > weswegen es bis zu 12 Stunden nach körperlicher
    > Anstrengung noch zu einer Hypoglykämie kommen
    > kann. Insulinspritzende Diabetiker müssen dies
    > berücksichtigen und nach individuellen
    > Erfahrungswerten auch ihre Insulingaben nach
    > dem Sport (Insbesondere ihre BE-Faktoren)
    > entsprechend anpassen.

    Kein einziger Hinweis auf die Möglichkeit eines verzögerten Eintritts der Auffüllung, erst recht nicht einer Verzögerung von 24 Stunden. Und wenn Du mehr Info hast, dann lass endlich das Versteckspiel und gib uns mal nen konkreten Link.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 02.12.2010 00:28:31
    Hallo Jürgen,

    Du bist so schön engstirnig monokausal fixiert. :-))
    Und das mit herrlich absoluter Zuverlässigkeit. ;-)

    > kein einziger Hinweis auf die Möglichkeit
    > eines verzögerten Eintritts der Auffüllung,
    > erst recht nicht einer Verzögerung von
    > 24 Stunden.

    Zu den Standards gehört es schon die nächtliche BR nach mehrstündiger, beanspruchender körperlicher Aktivität am Vortag abzusenken.

    Wenn ich am Morgen mit einem recht niedrigen BZ aufwache, rechne ich halt auch mit höherer Insulinwirkung.
    Und richte mich auf Eventualtitäten ein. *gg*

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.12.2010 00:50:41
    Moin Joa,

    Du meinst also, da spritzt jemand trotz sinkenden BZs über 24 Stunden immer fleißig weiter mit den selben Faktoren, bis er in ne Hypo kommt, und hält das dann für ne unerwartete Hypo?

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 02.12.2010 11:54:09
    Moin Jürgen,

    alles was ich meine ist, dass der Mukkireload durchaus auch am nächsten Tag noch Nachhwwirkung machen kann.

    Gruß
    Joa