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Verständnisfrage: Diabetes Typ-2
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Gast
Rang: Gastam 06.09.2012 14:17:45
Hallolo zusammen,
ich google mich seit Stunden durchs Netz und finde sämtliche Sachen zu Diabetes, aber keine Antwort auf meine Frage. Dabei ist es eine total banale Verständisfrage.
Vielleicht kann mir jemand von euch auf die Sprünge helfen.
Ich hab verstanden, das bei Diabetes Typ-2 eine Insulinresistenz in den Zellen vorliegt, das Insulin ergo nicht aufgenommen wird, der Pankrias meint es müsste mehr Insulin her, der das aber auf Dauer auch nicht aufrechthalten kann und so der Blutzuckerspiegel nicht aufrechterhalten werden kann.
Soweit vereinfacht korrekt, oder?
Insulin wird also gespritzt, um den BZ wieder zu senken. Hilft es auch, das Glykogen wieder in die Zellen zu befördern (die doch zunehmend resitent sind)?
Wann unterzuckert man denn und wo?
Unterzuckert man (auch) in den Zellen/Gewebe? Sprich, wenn sich die Speicher nicht mehr auffüllen, im Blut aber noch genügend Zucker ist?
Im Blut selbst unterzuckert man dann nur durch Insulinüberdosierung, bzw. wenn man die Dosis bei vermehrtem Ernergiebedarf nicht anpasst?
Doofe Fragen, aber irgendwie erschliesst sich mir das noch nicht so ganz :)
Danke schon mal!
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am 06.09.2012 16:07:10
Moin doofe Frage,
mal gaaaanz einfach:
Der Blutzucker ist normal, wenn 0,8 Gramm Glukose pro Liter Blut in Umlauf sind. Unterzucker beginnt unter 0,5g pro Liter Blut, weil sich dann einige Hirnzellen nicht mehr ausreichend mit Glukose versorgen können.
Bisdann, Jürgen
Glykogen ist übrigens die Speicherform von Glukose. Die bindet erheblich weniger Wasser als Glukose und braucht damit für's einlagern ohne Funktion(!) weniger Platz. -
am 06.09.2012 17:11:24
hjt_Jürgen schrieb:
Moin doofe Frage,
mal gaaaanz einfach:
Der Blutzucker ist normal, wenn 0,8 Gramm Glukose pro Liter Blut in Umlauf sind. Unterzucker beginnt unter 0,5g pro Liter Blut, weil sich dann einige Hirnzellen nicht mehr ausreichend mit Glukose versorgen können.
Bisdann, Jürgen
Glykogen ist übrigens die Speicherform von Glukose. Die bindet erheblich weniger Wasser als Glukose und braucht damit für's einlagern ohne Funktion(!) weniger Platz.
Das war aber leider nicht die Frage, lieber Jürgen. -
am 06.09.2012 17:57:23
Schon richtig, das war meine Antwort ;)
Bearbeitet von User am 06.09.2012 17:58:50. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 06.09.2012 18:03:37
besser wäre eine numerierung gewesen,
1.
2.....
und nicht fragen (xxx) das ist doch richtig,
so ist es eine mischung aus gedanken, und fragen, praktisch nicht in einem forun das kein
bch sein soll zu beantworten.
daher, besorge dir -das kleine lexikon der diabetologie- von ypsomed, und lies.
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Gast
Rang: Gastam 06.09.2012 18:24:55
Also ich weiß auch nicht so wirklich, was genau jetzt die eigentliche Frage ist. Vielleicht könntest du das nochmal konkretisieren? -
am 06.09.2012 18:53:26
hjt_Jürgen schrieb:
Schon richtig, das war meine Antwort ;)
Eine hochinteressante Antwort, aber sie paßt halt eben nicht zur Frage.
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am 06.09.2012 19:00:51
Gast schrieb:
Hallolo zusammen,
ich google mich seit Stunden durchs Netz und finde sämtliche Sachen zu Diabetes, aber keine Antwort auf meine Frage. Dabei ist es eine total banale Verständisfrage.
Vielleicht kann mir jemand von euch auf die Sprünge helfen.
Ich hab verstanden, das bei Diabetes Typ-2 eine Insulinresistenz in den Zellen vorliegt, das Insulin ergo nicht aufgenommen wird, der Pankrias meint es müsste mehr Insulin her, der das aber auf Dauer auch nicht aufrechthalten kann und so der Blutzuckerspiegel nicht aufrechterhalten werden kann.
Soweit vereinfacht korrekt, oder?
Insulin wird also gespritzt, um den BZ wieder zu senken. Hilft es auch, das Glykogen wieder in die Zellen zu befördern (die doch zunehmend resitent sind)?
Wann unterzuckert man denn und wo?
Unterzuckert man (auch) in den Zellen/Gewebe? Sprich, wenn sich die Speicher nicht mehr auffüllen, im Blut aber noch genügend Zucker ist?
Im Blut selbst unterzuckert man dann nur durch Insulinüberdosierung, bzw. wenn man die Dosis bei vermehrtem Ernergiebedarf nicht anpasst?
Doofe Fragen, aber irgendwie erschliesst sich mir das noch nicht so ganz :)
Danke schon mal!
Versuch's doch dort einmal: http://www.forum.diabetesinfo.de/forum/
Vielleicht hast du dort mehr Glück. -
am 06.09.2012 19:26:05
hallo Gast,
warum deine Fragen trotz Fragezeichen keiner erkennt ist mir etwas rätselhaft.
Ich versuchs mal im Schnellduchgang.
Frage1
Gast schrieb:
Ich hab verstanden, das bei Diabetes Typ-2 eine Insulinresistenz in den Zellen vorliegt, das Insulin ergo nicht aufgenommen wird, der Pankrias meint es müsste mehr Insulin her, der das aber auf Dauer auch nicht aufrechthalten kann und so der Blutzuckerspiegel nicht aufrechterhalten werden kann.
Soweit vereinfacht korrekt, oder?
Nicht ganz. Der BZ-Spiegel wird leider wegen des fehlenden Insulins bzw. der Resistenz gerade aufrecht erhalten bzw. steigt an anstatt auf normales Niveau gesenkt zu werden.
Frage2
Gast schrieb:
Insulin wird also gespritzt, um den BZ wieder zu senken. Hilft es auch, das Glykogen wieder in die Zellen zu befördern (die doch zunehmend resitent sind)?
Ob körpereigenes Insulin oder von aussen zugeführtes, die Wirkung bzw. der Mechanismus sind die gleichen.
Frage3
Gast schrieb:
Wann unterzuckert man denn und wo?
siehe Jürgen bzw. Gehirn.
Frage4
Gast schrieb:
Unterzuckert man (auch) in den Zellen/Gewebe? Sprich, wenn sich die Speicher nicht mehr auffüllen, im Blut aber noch genügend Zucker ist?
Die Antwort geb ich weiter.
Frage5
Gast schrieb:
Im Blut selbst unterzuckert man dann nur durch Insulinüberdosierung, bzw. wenn man die Dosis bei vermehrtem Ernergiebedarf nicht anpasst?
Ich nehm den Telefonjoker ;-)
Grüße Havier
--- schlampig erklärt aber sauber sortiert ---
Bearbeitet von User am 06.09.2012 19:32:32. Grund: Grammatikalische Gründe -
am 07.09.2012 08:05:51
Moin Havier,
super durchnummeriert :)
Ergänzend zur Frage 1:
Die alte Vorstellung ist, dass z.B. die Glukose aus einer Scheibe Brot beim Typ 2 immer mehr Insulin braucht, um verstoffwechselt zu werden. Das können die Betas zunächst locker ausgeben. Dieser Mehrbedarf wird als Insulinresistenz bezeichnet. Mit der Zeit wird die Mehranforderung immer größer, und in dem Maße, in dem sie die Kapazität der Betas zunehmend überschreitet, steigt der Blutzucker immer höher an und überschreitet schließlich den Grenzwert zum Diabetes.
Da ist nirgendwo die Schreibe davon, dass kein Insulin und damit keine Glukose mehr in die Zellen gelangt. Da muss der Frager was gründlich missverstanden haben.
Zur Frage 4:
Das kommt dem Typ1 am nächsten, wenn der noch nichts davon weiß und sich mit ner Ketoazidose in die Notaufnahme wiederfindet. Dann ist viel zu viel Glukose im Blut und viel zu wenig in den Zellen, weil es an Insulin fehlt, das den Übergang aus dem Blut in die Zellen ermöglichen. Dieser Zustand kommt beim Typ2 höchst selten vor, weil bei dem Null Insulinproduktion höchst selten und Null Insulinübergang nie vorkommt.
Bisdann, Jürgen