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Arbeitskollege stört das Blutzuckermessen

  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.09.2012 19:03:10
    Neulich in einer Umfrage gesehen, dass sich jeder zweite Deutsche daran stört, wenn Diabetiker in der Öffentlichkeit Blutzucker messen oder Insulin spritzen. Über solche Leute rege ich mich schon lange nicht mehr auf. Ein Großteil denkt sogar beim Anblick eines Insulinpen, wir seien Drogensüchtige. Einfach ignorieren! Wenn sich der "nette Kollege" stört soll er wegsehen oder den Raum verlassen und hoffen, dass er selbst nie krank wird.

    Gruß, Johann
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.09.2012 19:11:49
    Moinmoin,

    wer nen Horror vor Blut hat, wird sich den nicht abgewöhnen lassen, und der Chef wird froh sein, dass er seinen da raus halten und den Schwarzen Peter an den Betriebsarzt weiter geben kann.

    Blut ist seit Jahren in der öffentlichen Meinung zunehmend risikobehaftet und gehört abgetupft und der Tupfer in den Sondermüll und desinfiziert und nur mit Einmalhandschuhen angepackt. Und wenn man sich in unseren Zucker-Kreisen umschaut, wie eifrig da für die keimfreie Entsorgung von Kanülen und für BZ-Messgeräte geworben wird, bei denen man den blutigen Teststreifen ohne Anfassen entsorgen kann, kann sich höchstens noch wundern, dass wir den Finger um die Stichstelle nicht längst mit nem OP-Tuch abdecken müssen.

    Persönlich teste und spritze ich nach meinem Bedarf jeweils an Ort und Stelle, und bis jetzt ist selten vor gekommen, dass mich jemand gebeten hat, das doch für ihn verborgener zu tun. Da hab ich allerdings dann auch kein Problem, dem zu entsprechen :)

    Bisdann, Jürgen
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 271
    Mitglied seit: 01.01.2012
    am 12.09.2012 19:59:48
    Na wenn das so ist, dann sollte man aber auf gar keinen Fall ins Restaurant essen gehen. Köche und Küchenpersonal schneiden sich ständig in die Finger und vermutlich bluten sie auch. Ein Wunder, daß nicht ständig weltweite Epidemien ausbrechen.
    Man kann alles übertreiben und wer sich wirklich von dem winzigen Tropfen Blut beim Messen stört, der hat vermutlich ein Problem, aber bestimmt nicht mit dieser winzigen Menge Blut. Aber andere Menschen zu schickanieren, das wird ja immer moderner.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.09.2012 21:04:22
    erstmal ein groooßes danke, für eure antworten und eure unterstützung!!! :-)
    manche kommentare haben mich echt zum lachen gebracht, so schön gemein und zynisch waren die :-D (nochmals ein großes danke dafür)

    morgen früh gehe ich gleich zu einem vom betriebsrat und werd das mit dem besprechen. werd versuchen nicht defensiv zu diskutieren, sondern punkt für punkt tatsachen vorbringen. bin gespannt, wo das hinführt :-)

    der kollege ekelt sich nicht vor blut. ich habe eher den eindruck, dass er sich gelangweilt hat und mich zum zeitvertreib schikaniert. der macht öfter so kleine "aufstände" und pickt sich was raus, mit dem er den andren ein paar tage auf die nerven geht.
    grundsätzlich würd ich meinen, dass ich keinen grund mehr habe, diesem kollegen besondere aufmerksamkeit zu schenken. hab ihm heut auch gesagt, dass wir dann wohl nicht zusammenarbeiten können, wenn es "sein wohlbefinden so stark beeinträchtigt" (das waren seine worte!!!).

    bin auf den morgigen tag gespannt :-)
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 12.09.2012
    am 12.09.2012 21:05:56
    @vorigen post: hab vergessen mich einzuloggen :-(
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 12.09.2012
    am 14.09.2012 15:15:51
    ich war gestern beim betriebsrat und die dame dort war extrem nett!!!
    sie meinte sie erkundigt sich, wie das rechtlich aussieht für mich und auch beim betriebsarzt, ich habe, wie mir hier auch geraten wurde, ganz ruhig und sachlich punkt für punkt tatsachen aufgeführt (die gesundheitskontrolle alle 3 monate fand ich am wichtigsten!) und auch gesagt, dass ich mich diskriminiert fühle und persönlich angegriffen. das hat sie alles verstanden und meinte sogar, dass ich mich auf keinen fall wie eine aussätzige behandeln lassen muss :D

    sie meinte, sie meldet sich bei mir, wenn alles abgeklärt ist und redet auch mit meinem kollegen, dass das so nicht geht.
    danach hat sie gleich meinen chef angerufen und sich bei dem über den besagten kollegen erkundigt.
    nach dem gespräch war mein chef dann voll und ganz auf meiner seite (weil ich ja jetzt den betriebsrat hinter mir habe) und hat sogar von mobbing gesprochen! offensichtlich hat er jetzt den ernst der lage erkannt und merkt, dass ich das nicht so einfach hinnehme.

    ich hoffe und denke, dass die dame vom BR sich nächste woche meldet und die geschichte dann für imemr vom tisch ist.

    der kollege hat mich gestern übrigens angesprochen, ob ich denn böse auf ihn sei deswegen. daraufhin meinte ich ganz ruhig (hat mich selbst überrascht :-) ), dass ich nicht mehr als nötig mit ihm reden will. auf seine frage, warum denn, habe ich gesagt: weil das mein wohlbefinden beeinträchtigt. :D
    seitdem reden wir nur noch über berufliches, wenn es sich nicht vermeiden lässt und ich fühle mich wieder halbwegs wohl im büro.

    danke euch allen!!! ihr habt mir sehr geholfen, denn ich habe mich, dank euren tipps, nicht mehr so überfordert gefühlt mit der situation :-)

    GLG und schönes wochenende,
    noxi
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.01.2013 17:30:55
    Noxaline schrieb:
    ich war gestern beim betriebsrat und die dame dort war extrem nett!!!
    sie meinte sie erkundigt sich, wie das rechtlich aussieht für mich und auch beim betriebsarzt, ich habe, wie mir hier auch geraten wurde, ganz ruhig und sachlich punkt für punkt tatsachen aufgeführt (die gesundheitskontrolle alle 3 monate fand ich am wichtigsten!) und auch gesagt, dass ich mich diskriminiert fühle und persönlich angegriffen. das hat sie alles verstanden und meinte sogar, dass ich mich auf keinen fall wie eine aussätzige behandeln lassen muss :D

    sie meinte, sie meldet sich bei mir, wenn alles abgeklärt ist und redet auch mit meinem kollegen, dass das so nicht geht.
    danach hat sie gleich meinen chef angerufen und sich bei dem über den besagten kollegen erkundigt.
    nach dem gespräch war mein chef dann voll und ganz auf meiner seite (weil ich ja jetzt den betriebsrat hinter mir habe) und hat sogar von mobbing gesprochen! offensichtlich hat er jetzt den ernst der lage erkannt und merkt, dass ich das nicht so einfach hinnehme.

    ich hoffe und denke, dass die dame vom BR sich nächste woche meldet und die geschichte dann für imemr vom tisch ist.

    der kollege hat mich gestern übrigens angesprochen, ob ich denn böse auf ihn sei deswegen. daraufhin meinte ich ganz ruhig (hat mich selbst überrascht :-) ), dass ich nicht mehr als nötig mit ihm reden will. auf seine frage, warum denn, habe ich gesagt: weil das mein wohlbefinden beeinträchtigt. :D
    seitdem reden wir nur noch über berufliches, wenn es sich nicht vermeiden lässt und ich fühle mich wieder halbwegs wohl im büro.

    danke euch allen!!! ihr habt mir sehr geholfen, denn ich habe mich, dank euren tipps, nicht mehr so überfordert gefühlt mit der situation :-)

    GLG und schönes wochenende,
    noxi