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Nackenkopfschmerzen nach dem Aufwachen
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am 04.03.2014 10:09:26
Hallo!
In letzter Zeit habe ich folgendes Problem.
Nach dem Aufwachen oder schon in der halb wach Phase habe bekomme ich immer diese Kopfschmerzen die vom Nacken ausgehen und gefühlt bis in die Augen strahlen.
Das komische ist, dass ich sie scheinbar nur habe wenn ich mit einem guten Morgenwert raus komme. Wenn ich zB. zu wenig Basal Abends spritze und mit einem zu hohen Wert raus komme habe ich diese Kopfschmerzen scheinbar nicht. Ich spritze abends immer 4IE Huminsulin Basal und habe morgens meistens einen 4,8-5,9mmol Wert. Ich habe Diabetes Typ1.
Die Kopfschmerzen gehen auch meistens Weg wenn ich mich nach dem Aufstehen etwas bewege und Frühstücke.
Manchmal kommen die Kopfschmerzen auch am Tag/Abend. Ich habe mich schon gefragt ob es von Unterzuckerungen kommen kann aber meistens habe ich nur einen niedrigen Wert, der aber noch kein Unterzucker ist (zb. 4,4mmol).
Vielleicht kommt es auch weil ich den ganzen Tag vorm Rechner sitze, aber komisch finde ich dass ich morgens bei zu hohen Werten keine Kopfschmerzen habe. -
Gast
Rang: Gastam 04.03.2014 14:55:04
Bei Kopfschmerzen, die vom Nacken ausgehen, würde ich auch erst mal an Nackenverspannungen denken.
Wichtig ist eine gute Matratze und ein gutes Nackenstütz-Kopfkissen. Ansonsten hilft da gezielte Gymnastik, bzw. jede Art von Sport, die deine Verspannungen löst.
Nicht alles im Leben kommt vom Diabetes!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 04.03.2014 21:06:35
Binbougami schrieb:
Ich spritze abends immer 4IE Huminsulin Basal und habe morgens meistens einen 4,8-5,9mmol Wert. Ich habe Diabetes Typ1.
Frage: Wann ist abends?
In der Regel liegt die Zeit des niedrigsten Insulinbedarfes im Tagesverlauf in der ersten Nachthälfte. Ab Einschlafen bis ca. 4 Stunden danach. Wenn dann die höchste Basalwirkung des Tages kommen sollte, kann das schon deutlich nach unten ziehen.
4IE NPH-Insulin haben ihren höchsten Wirkgipfel 2-3 Stunden nach dem Spritzen.
Gruß
Joa1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.03.2014 14:17:28
Danke euch beiden für die Antwort!
Ich spritze das Insulin immer direkt vorm schlafen, damit es möglichst in den späteren Morgenstunden noch wirkt, da eine Langzeitmessung ergeben hat, dass mein Zucker immer ca. nach 6 Stunden Schlaf ansteigt. In letzter Zeit lege ich mich mich immer so gegen 2 Uhr schlafen, was heißt, dass der Zucker ca. 8Uhr anfängt anzusteigen.
Ich habe eigentlich immer gedacht, dass das Insulin erst nach 2 Stunden anfängt überhaupt zu wirken und den Gipfel ab 4-6 Stunden hat. Ist die Menge auch entscheidend?
Habe letzte Nacht mal nach 4 Stunden und nach 6 Stunden den Zucker gemessen. Bin mit 7 mmol schlafen gegangen (hatte noch ein Glas Wein am Abend, was wohl noch 1-2 mmol "verarbeitet" hat). Nach 4 Stunden Schlaf hatte ich einen 5,9er Wert. Nach 6 Stunden einen 6,1er Wert. Hab diesmal eine Stunde länger geschlafen als sonst und hatte nach dem Aufstehen einen 7,3er Wert. Ich muss dazu sagen, wenn ich länger als 7,5 Stunden schlafe habe ich meistens einen zu hohen Wert. Außerdem hatte ich keine Kopfschmerzen. -
Gast
Rang: Gastam 05.03.2014 21:10:14
Binbougami schrieb:
Ich spritze das Insulin immer direkt vorm schlafen, damit es möglichst in den späteren Morgenstunden noch wirkt, da eine Langzeitmessung ergeben hat, dass mein Zucker immer ca. nach 6 Stunden Schlaf ansteigt.
Was man auch ohne Langzeitmessung vermuten dürfte. Siehe auch:
http://www.chrostek.de/private-mitschriften/bedeutung-des-einschlafzeitpunktes.html
schrieb:
Ich habe eigentlich immer gedacht, dass das Insulin erst nach 2 Stunden anfängt überhaupt zu wirken und den Gipfel ab 4-6 Stunden hat. Ist die Menge auch entscheidend?
Ja, die Menge definiert die Wirkdauer und den Wirkkurvenverlauf. Je größer die Dosis, desto länger die Wirkung und umso später der Wirkgipfel.
Ggf. solltest Du als vermuteter noch recht neuer Diabetiker wohl mal ein langsamer und länger wirkendes Basalinsulin in Betracht ziehen?
Gruß
Joa1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.03.2014 17:53:21
Danke Joa, sehr aufschlussreich!
Ja ich bin noch recht neu im Diabetes Business, habe Typ1 seit ca. einem halben Jahr.
In den letzten Tagen klappt es ganz gut mit dem Basal Insulin. Habe meistens gute Morgenwerte.
Kopfschmerzen habe ich aber trotzdem ab und zu.
Aber nur aus Interesse, welches Insulin hätte denn eine etwas längere Wirkungsdauer?
Lantus hatte ich schon einmal, das wirkt zu lange. Tagsüber brauchte ich kein Basis Insulin. Nur abends bis morgens.
Danke! -
Gast
Rang: Gastam 09.03.2014 20:49:37
Das Insulin mit auch späterem Wirkgipfel aber nicht so langer Wirkung wie Lantus wäre Levemir.
Lantus lässt sich ggf. auch hinpfriemeln, wenn die Dosis auf zwei Stellen verteilt wird. Das macht einen höheren und früheren Wirkkipfel (ca. nach 6 Stunden), aber eine zusammen dann kürzere Wirkzeit. Muss man halt an- und austesten.
Gruß
Joa