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Anfänger --> was bedeutet das genau?

  • Angie

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 09:24:59
    Hallo allesamt hier.

    ich weiss noch sehr wenig über diabetes, bin aber dabei, mich einzulesen, das mal vorweg. es ist kompliziert :-(

    vor ca. 1 monat wurde bei mir bei einem bluttest, bei dem ein augenmerk auf den ferritinspiegel gelegt wurde, ein "zu hoher blutzucker" vorgefunden. da ich nicht nüchtern war für die ferritinbestimmung, musste ich am nächsten tag noch einmal antreten. dann war der wert bei "7.1". die ärztin hat mich angerufen, dies mitgeteilt und meinte, das sei nach wie vor erhöht (so ein HDA1-test was das anscheinend), aber nicht so, dass was gemacht werden müsse.

    zu mir: ich bin nicht gertenschlank, aber bei 172cm und 73 kg auch nicht dick, mache relativ viel sport (ca. 4-6h/woche). nehme aber kaum ab, bzw. sehr schwer.

    ich solle viel sport machen und mich gesund ernähren! mache ich...aber ist die ernährung gut für den blutzucker, das kann ich natürlich noch nicht beurteilen.

    meine Fragen: muss ich mich sorgen?
    was ich nicht verstehe, sind khyd so wichtig für diabetes? bzw. ich ernähre mich quasi ohne nudeln, kartoffel, reis und co. hauptsächlich eiweisse und gemüse/früchte.

    für ein paar antworten wäre ich extrem dankbar. dies ist ein ernst gemeinter beitrag und ich möchte gerne wissen, ob ich da einiges umstellen/ändern muss beidiesem einen wert?

    LG Angie
  • Karl

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 09:51:15
    hallo du!
    also erstmal, ich denke dieser EINE wert reicht nicht aus.
    man sollte bei dir einen zuckerbelastungstest machen. das heisst du trinkst eine lösung und dann wird eine stunde und 2 stunden danach dein BZ gemessen. anhand dieser werte sieht man wie gut dein körper diese stoffe abbaut. und anhand dieser werte wie hoch sie sind, sieht man ob etwas vorliegt.
    generell machst du das mit sport ja schon gut, dein gewicht ist denke ich auch ok. wichtig ist, dass man seinen stoffwechsel ankurbelt. das tust du.
    wegen der ernährung:
    kohlehydrate sind sehr wichtig, bei diabetes. ok es gibt unterschiedliche meinungen. aber ich denke eine ist richtig: es gibt kohlehydrate die sehr schnell ins blut schiessen, d.h. hohe zuckerspitzen verursachen. dazu gehören dinge wie weissbrot (!!!), reis, nudeln, kartoffeln usw. und dann gibt es kohlehydrate die langsam ins blut gehen und diese spitzen nicht so hochjagen: vollkornprodukte in jeder hinsicht sind hier geeignet, gemüse usw. du musst ja auch energie tanken ;o))
    zu viel fettes in kombination mit zucker ist auch nicht ratsam. es gibt verschiedene ansichten ob NUR fett oder NUR zucker nicht so schlimm ist. und eben nur in der kombination schlecht ist. das musst du selber für dich herausfinden.
    generell würd ich dir empfehlen, wenn es da anlass zur besorgnis gibt, einen diabetologen aufzusuchen. der kann dann mal einen zuckerbelastungstest machen. ich denke, nur darüber bekommst du eine SINNVOLLE aussage. und der kann dir dann auch termine für schulungen geben, wo du alles wissenswerte lernst. etc.
    aber diesen test kannst du jederzeit machen lassen und er ist aussagekräftiger. es werden dir hier sicher noch einige antworten :o))))
    aber geh ma zum dia-doc!!!
    alles liebe! von Karl
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 10:21:35
    Hallo Angie,

    der Wert von 7,1 mmol/l ist als Nüchtern-BZ definitiv zu hoch. Ich denke nicht, dass das der HbA1c war, aber auch der wäre mit 7,1 % ungesund hoch. Lass bei deiner Hausärztin oder gleich beim Diabetologen einen oGTT (Zuckerbelastungstest) machen.

    Wenn du Kartoffen und Co. weglässt und dafür Gemüse bevorzugst, ernährst du dich perfekt. Wenn du Diabetes oder auch nur Prädiabetes hast, dann musst du noch bei den Früchten vorsichtig sein. Die kannst du dann nur in kleineren Mengen verzehren. Aber lass das erst einmal prüfen, vielleicht war ja auch nur der eine Wert falsch.

    Alles Gute, Rainer
  • Angie

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 10:32:34
    Hallo ihr beiden!
    vielen dank für eure antworten

    ich war bei diesem ferritinwert in einer 24stunden-klinik, da ich keinen hausarzt habe (umzüge und nie gebraucht!). ich habe am 26.märz wieder einen termin (wegen Ferritin checken, ok OK) und dann mit ihr nochmals über diese werte reden, die sie mir gesagt hat. ich denke, bis dahin kann ich auch noch warten.

    ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob es dieser hda1 wert war, sie sprach von einem 3monatigem durchschnitt...habe dann nach nachforschungen darauf geschlossen.

    ich nehme mal an, zu einem diabetologen kommt man nur mit überweisung?

    trotzdem vielen dank für eure hilfe!

    Liebe Grüsse
    Angie
  • Karll

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 10:36:27
    nein,zu einem diabetologen kannst du immer gehen!!! musst halt wenn du keine überweisung hast deine 10 euro bezahlen.
    also der wert ist wirklich zu hoch, ich würde mir unabhängig von deinen anderen terminen jetzt beim diabetologen anrufen, du wirst da sicher nicht sofort gleich heute einen termin kriegen und dann dort hingehen, völlig unabhängig von den anderen untersuchungen. und son 3monatswert is ein anhaltspunkt aber keine gute diagnose. du musst einen belastungstest machen lassen!! das ist aussagekräftig! alles liebe von Karll
  • Rainer.

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 10:56:08
    Wenn das wirklich der HbA1c (Langzeitwert) war, dann ist das noch bedenklicher.

    Karl hat recht, besorge dir schnell einen Termin beim Diabetologen,. Es dauert sowieso noch eine ganze Weile, bis du drankommst. Oder suche dir doch einen Hausarzt, dass geht bestimmt schneller. Oder mache gleich beides, den Termin beim DiaDoc kannst du immer noch absagen, wenn der Hausarzt feststellt, dass alles o.k. ist.

    Gruß, Rainer von Rainer.
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 11:03:56
    hallo ,
    die ddg empfiehlt für diabetiker einen hba1c unter 6,5%
    daß der hba1c "kein" diagnosekriterium ist, haben dir die anderen ja schon geschrieben, was verblüfft ist die aussage du warst nicht nüchtern, denn das ist bei der hba1c bestimmung völlig egal.(daher wohl auch die zweifel was es war.)
    aber ! wo liegt das problem einer überweisung zum diabetologen ? dafür bedarf es absolut keiner diskussion. da wird der helferin an der theke gesagt schreiben sie mir eine überweisung, der doc unterschreibt und fertig. niemand hat es nötig soetwas zu begründen, oder sich zu rechtfertigen.
    mfg. klaus
    ps manche diabetologen nehmen nämlich nur überwiesene pat. an, von klausdn
  • Karl

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 11:18:31
    das sind die ausschlagkräftigen worte: man empfiehlt für diabetiker (!) einen wert unter 6,5. d.h. man IST diabetiker und sollte damit unter diesem wert sein. bei dir ist es noch nicht diagnostiziert, aber dennoch so ein hoher wert.
    aber dennoch: so ein langzeitwert ist nicht die diagnose. allerdings ein anhaltspunkt bei dem ich SCHNELLSTENS zum diabetologen gehen würde. und der kann dann wirklich fundiert und zuverlässig mit dir arbeiten.
    klaus hat recht, manche dias nehmen nur mit überweisung an..notfalls rufst vorher an und fragst. und wenn du keine brauchst nimmst zehn euro mit und fertig. und ansonsten, du bist echt keine rechenschaft schuldig, dein hausarzt solls ausschreiben und fertig. es wundert mich SEHR dass bei einem wert von 7,1 wars glaub ich, jemand sagt, das sei net weiter tragisch. dieses verhalten eines arztes verwundert mich.
    naja langer rede kurzer sinn: geh zum diabetologen, glukosebelastungstest, abchecken und dann bist du auf der sicheren seite!!!!
    alles liebe von Karl
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 13:49:44
    Hallo Angie, da muß ja auch erstmal bestimmt werden, welchen Typ Diabetes du hast.
    Steht die Diagnose ist glaub´ich immer erstmal eine Schulung angesagt.

    Hab´die Erfahrung gemacht, wenn ich eher eiweiss- und fettreiche Nahrung zu mir nehmen, verschlechtert sich mein Blutzuckerspiegel innerhalb weniger Tage.
    Kohlenhydrate mit gutem glykämischem Index ( gibt Tabellen im Netz ) sind wichtig für den Stoffwechsel, auch wenn du sie berechnen mußt.

    mfg von Astrid
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 15:31:11
    @ Astrid

    wie und wann misst Du ne Verschlechterung in welcher Größenordnung? von Jürgen
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 16:28:59
    Nochmal HbA1c:

    Der HbA1c ist zur Diagnose nicht geeignet, weil der Wert in manchen Fällen noch gut ist, obwohl schon Diabetes vorliegt.

    Aber andersherum bedeutet ein HbA1c von 7,1% ganz eindeutig, dass du Diabetes hast. Deshalb musst du handeln.

    Rainer
  • Angie

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 17:52:12
    Hallo alle ihr lieben Helfer

    ich bin dabei, einen termin für einen gOTT test zu bekommen, was nicht so einfach ist. aber ich möchte gerne gewissheit.

    wenn ich nun keinen ohne überweisung bekomme, werde ich mir eine besorgen! aber scheint schwer ohne ;-)

    mir ist etwas noch nicht klar, was mich aber schonmal wunder nimmt: wenn regelmässige langsame kohlenhydrate gut bei diabetes sind...warum bei insulinresistenz nicht? das ist doch der vorbote von diabetes?

    Liebe Grüsse
    Angie
  • Karl

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 18:03:04
    wer sagt dass langsame KH nicht gut bei ner vorstufe sind!?!!? das is nen ammenmärchen. es is egal ob du prädiabetes hast oder manifesten diabetes oder gesund bist! langsam ins blut gehende KH sind IMMER gesünder und besser von Karl
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 02:15:41
    Hallo Jürgen,

    wenn ich das Frühstück weglasse, steigt mein BZ nach dem Mittagessen ziemlich an und hält sich länger auf hohem Niveau, als wenn ich richtig vollwertig frühstücke. Immer vorausgesetzt, ich spritze diesselbe Menge an Insulin und esse die gleiche Anzahl an BE´s.
    Der BZ ist bei mir einfach niedriger ( um 100 ), wenn ich regelmäßig KH zu mir nehme.
    Hab´manchmal keinen Bock auf das Spritzen gehabt und dann keine KH gegessen, bin erst seit 10 Monaten Typ 1.
    Esse ich hingegen fettarm ( keine Diätprodukte ), brauche ich fast gar kein Insulin zum Essen. Wußte nicht das fettes Essen ( bin schlank, und muß keine Kalorien zählen ) die Insulinwirkung so beeinflußt.
    Bin eben noch in der Experimentierphase.

    mfg von Astrid
  • Angie

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 08:41:53
    Karl,
    ich lese überall wo ich etwas herumforsche extrem unterschiedliche sachen. teilweise fast gegenteilige. das problem ist dann halt, dass ein "noch-nicht-kenner" ohne schulung und nichts das halt nicht beurteilen kann, drum habe ich gefragt. das mit den khyd habe ich ebenfalls irgendwo gelesen, wie aber auch, dass andere sagen, sehr gut sind, natürlich die, die langsam ins blut tröpfeln.

    danke eineweg!
    LG Angie
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 11:23:54
    Moin Astrid,

    wie ich's verstehe, spritzt Du nur nach Plan und KHs, und entsprechend misst Du nur vor den Mahlzeiten. Aber Fett und Einweiß brauchen auch Insulin. Und vor allem braucht der Organismus auch ohne zu essen beständig welches, das im Anfang oft mit den regelmäßigen Injektionen zum Essen praktisch mit gespritzt wird. Und die größten und krankmachendsten Ausflüge veranstaltet der BZ nicht vor, sondern nach dem Essen.

    Wofür Du also unterm Strich pro 24 Stunden mehr Insulin brauchst, kannst Du eigentlich nur rausfinden, wenn Du Deinen BZ in einem bestimmten Rahmen hältst, also z.B. immer und auch ne Stunde nach jedem Essen zwischen 100 und 200 mg/dl und jeweils nach 2 Stunden wieder unter 140 mg/dl (offizielle DDG-Empfehlung).

    Bisdann, Jürgen


    Unbehandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil er seinen Blutzucker ungesund hoch verlaufen lässt.
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 14:15:12
    Hallo Jürgen, bin ja auch noch ein Neuling ( seit 10 Monaten Typ1 ).
    Da hat man manchmal noch so seine Probleme mit der ganzen Piekserei:-/. Ich versuche herauszufinden wie mein Stoffwechsel tickt, und auch dank dieses Forums gibt es da immer wieder ein paar gute Anregungen.
    Was heißt "Spritzen nach Plan"? Man nimmt ja normalerweise diese Mahlzeiten zu sich, so unterschiedlich ist das bei mir nicht. Mein c-peptid ist im letzten Quartal stark angestiegen, nachdem meine Insulineigenproduktion fast 10 Monate nicht vorhanden war.
    Kann man auch erst nach 10 Monaten eine Remissionsphase bekommen? Der Diadoc sagt nein und meint, ich habe vielleicht auch einen Lada.

    Aber keine Bange, ich mache auch Basalratentest, Nachtprofil und wenn ich mich irgendwie nicht ganz wohl fühle wird sofort gemessen. Mein Hba1C ist seit 10 Monaten zw. 6,1-6,3, und seit Monaten ist bei keiner meiner Messungen ( auch ein/zwei Std. nach dem Essen ) ein Wert über 180 gewesen.
    Ich kann eben Eiweiss und Fett nicht in meine Mahlzeit einrechnen, da ich sonst total unterzuckere ( 20 min nach dem Essen BZ unter 30 ). Und 1IE macht da wirklich viel aus. Vielleicht ist es ja doch eine Remission?
    So langsam begreife ich wie komplex die ganze Angelegenheit ist

    mfg von Astrid
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 15:34:18
    das klassische spritzen nach plan ist eine ct, also be um soundsoviel uhr mit soundsoviel ie abdecken, es gibt da noch erleichterungen.

    fett und eiweiß benötigen je 200 kcal über üblichem verbrauch je 1 ie über 9 stunden. von thomas2002
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 19:49:16
    Moin Astrid,

    wie das Ding heißt, is eigentlich egal. Fakt ist, dass auch Typ1 noch nach vielen Jahren immer wieder mal ein paar funktionierende Beta-Zellen entwickeln können. Schließlich weiß ja bis heute niemand, was die Autoimmunreaktion zur Vernichtung der großen Menge auslöst und steuert. Und im übrigen ist das Netz voll von den widersprüchlichsten Typ1-Erfahrungen, vor allem in den ersten bis zu 3 Jahren.

    Einstellen heißt das ärztliche Rausfinden einigermaßen passender Spritz-Faktoren noch aus der Zeit, als damit nicht mehr und nicht weniger eingestellt wurde, als der morgentliche Nüchternwert. Den konnte nicht mal der normale Dok messen, sondern dafür ging's ins kranke Haus mit dem Labor. Mit der eigenen Messmöglichkeit hat man mit der ICT in den letzten 20 Jahren wenigstens bei uns hier in D die Anzahl der Nüchternwerte um die vor den regelhaften Mahlzeiten erhöht und auch noch den Messwert vor dem Zubettgehen planmmäßig hinzu genommen. Wer sich danach richtet, spritzt nach Plan.

    Alternativ kann man nach Bedarf spritzen. Fangen wir mit dem Basal an, so passt das, wenn man bei der nacht um 1-2 Uhr zuverlässig gut über der Hypo bleibt, also etwa 70-80 mg/dl. Ab 0,5 IE/Std funktioniert das meistens mit 1 Gabe Lantus in 24 Stunden. Wenn nicht, muss man halt die halbe Tagesdosis alle 12 Stunden spritzen. Mit Levemir sowieso, weil das auch in höheren Dosierungen eher keine 24 Stunden reicht. Mit Protaphane passt am ausgeglichendsten, wenn man alle 8 Stunden 1/3 der Tagesdosis spritzt. Dabei funktioniert das Basale vor allem in der unregelmäßigen Anfangszeit meistens am einfachsten. Denn die noch mögliche eigene Insulinproduktion springt nicht einfach zusätzlich zu dem gespritzten ein, auch wenn man manchmal den Eindruck hat. Aber dieser Eindruck entsteht in aller Regel nur im Esszusammenhang. Wenn das basale Insulin für den gesunden BZ ausreicht, bleibt die eigene Restausgabe einfach geschlossen, und dann kann es nur zu Hypos kommen, wenn man sich z.B. dazu hinreißen lässt und mit mehr Basal einen ausreißenden morgentlichen Nüchternwert jagen zu wollen. Dann gibt’s halt ganz logisch nächtliche Hypos.

    Und Hypos kann man sich in der Remissionsphase auch noch sehr schnell schießen, wenn man in eine mit der Spritzentlastung wiederbelebte eigene Insulinausgabe hinein fein nach BE-Faktor den Bolus spritzt. Denn mit dem Essen richtet sich die eigene Insulinausgabe wesentlich NICHT nach dem BZ, sondern nach der Vorbestellung aus dem Darm (Inkretin-Effekt). Und in dem Maße, in dem die ja dann schon mit der gegessenen Glukosemenge zusammen gepasst hat, wenn die Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wurde, fehlt Deinem gespritzten Insulin anschließend die Glukose. Denn die hat das eigene Insulin ja schon - wenigstens zum Teil - weggeputzt. Zu welchem Teil, kannst Du dann rausfinden, indem Du in kleinen Zeitschritten (z.B. alle 10 Minuten - verlängern, wenn die Beobachtung zeigt, dass sich der BZ gar nicht so schnell verändert, aber Vorsicht: zuerst steigt er mal an!) nach dem Essen misst und dann immer beim Absinken unter z.B. 80 z.B. 1/2 BE isst, bis Du kein weiteres Absinken mehr feststellst. Dann kannst Du zusammenzählen, für wie viele BEs weniger Du das nächste mal spritzen kannst, wenn Du die Menge nicht wieder nachessen willst ;-)

    Bisdann, Jürgen


    Unbehandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil er seinen Blutzucker ungesund hoch verlaufen lässt.
  • dd

    Rang: Gast
    am 14.03.2009 15:22:39
    „““fett und eiweiß benötigen je 200 kcal über üblichem verbrauch je 1 ie über 9 stunden.“““

    Nein.

    Die Teupe’sche Regel lautet :

    200 kcal Fett/Eiweiß über der üblichen Mahlzeit sind das Äquivalent für 1 BE. Die Insulinmenge bestimmt sich entsprechend BE/IE-Faktor individuell. Diese muss dann gleichmäßig auf 9 Stunden verteilt werden.
    Ansonsten Chaos auf der ganzen Linie.
  • karl

    Rang: Gast
    am 14.03.2009 19:01:32
    @angie:
    ich weiss schon, das ist schwer..überall stehen verschiedene dinge..aber was du getrost glauben kannst:
    gesunde kohlenhydrate sind IMMER besser..und zwar egal bei welcher stufe..ob prädia oder diabetes oder gesund..das wasfür "normale" menschen gesund ist, ist es genauso für den diabetiker oder den in der vorstufe...GRADE in der vorstufe achte auf eine ernährung, die dem zucker nicht schadet! von karl
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 14.03.2009 20:03:36
    Moin Karl,

    wenn der Blutzucker nach ner Scheibe gesunden Vollkornbrot auf 200 mg/dl steigt, ist das genau so ungesund, wie wenn er das nach einer Scheibe Weißbrot tut. Und am Zucker im Blut kann kein Chemiker mehr feststellen, ob der aus Vollkorn- oder Weißbrot, Kartoffeln, Reis, Obst oder direkt aus der Zuckertüte kommt.

    Bisdann, Jürgen


    Unbehandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil er seinen Blutzucker ungesund hoch verlaufen lässt.