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Anfänger --> was bedeutet das genau?

  • Rainer

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 16:28:59
    Nochmal HbA1c:

    Der HbA1c ist zur Diagnose nicht geeignet, weil der Wert in manchen Fällen noch gut ist, obwohl schon Diabetes vorliegt.

    Aber andersherum bedeutet ein HbA1c von 7,1% ganz eindeutig, dass du Diabetes hast. Deshalb musst du handeln.

    Rainer
  • Angie

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 17:52:12
    Hallo alle ihr lieben Helfer

    ich bin dabei, einen termin für einen gOTT test zu bekommen, was nicht so einfach ist. aber ich möchte gerne gewissheit.

    wenn ich nun keinen ohne überweisung bekomme, werde ich mir eine besorgen! aber scheint schwer ohne ;-)

    mir ist etwas noch nicht klar, was mich aber schonmal wunder nimmt: wenn regelmässige langsame kohlenhydrate gut bei diabetes sind...warum bei insulinresistenz nicht? das ist doch der vorbote von diabetes?

    Liebe Grüsse
    Angie
  • Karl

    Rang: Gast
    am 12.03.2009 18:03:04
    wer sagt dass langsame KH nicht gut bei ner vorstufe sind!?!!? das is nen ammenmärchen. es is egal ob du prädiabetes hast oder manifesten diabetes oder gesund bist! langsam ins blut gehende KH sind IMMER gesünder und besser von Karl
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 02:15:41
    Hallo Jürgen,

    wenn ich das Frühstück weglasse, steigt mein BZ nach dem Mittagessen ziemlich an und hält sich länger auf hohem Niveau, als wenn ich richtig vollwertig frühstücke. Immer vorausgesetzt, ich spritze diesselbe Menge an Insulin und esse die gleiche Anzahl an BE´s.
    Der BZ ist bei mir einfach niedriger ( um 100 ), wenn ich regelmäßig KH zu mir nehme.
    Hab´manchmal keinen Bock auf das Spritzen gehabt und dann keine KH gegessen, bin erst seit 10 Monaten Typ 1.
    Esse ich hingegen fettarm ( keine Diätprodukte ), brauche ich fast gar kein Insulin zum Essen. Wußte nicht das fettes Essen ( bin schlank, und muß keine Kalorien zählen ) die Insulinwirkung so beeinflußt.
    Bin eben noch in der Experimentierphase.

    mfg von Astrid
  • Angie

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 08:41:53
    Karl,
    ich lese überall wo ich etwas herumforsche extrem unterschiedliche sachen. teilweise fast gegenteilige. das problem ist dann halt, dass ein "noch-nicht-kenner" ohne schulung und nichts das halt nicht beurteilen kann, drum habe ich gefragt. das mit den khyd habe ich ebenfalls irgendwo gelesen, wie aber auch, dass andere sagen, sehr gut sind, natürlich die, die langsam ins blut tröpfeln.

    danke eineweg!
    LG Angie
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 11:23:54
    Moin Astrid,

    wie ich's verstehe, spritzt Du nur nach Plan und KHs, und entsprechend misst Du nur vor den Mahlzeiten. Aber Fett und Einweiß brauchen auch Insulin. Und vor allem braucht der Organismus auch ohne zu essen beständig welches, das im Anfang oft mit den regelmäßigen Injektionen zum Essen praktisch mit gespritzt wird. Und die größten und krankmachendsten Ausflüge veranstaltet der BZ nicht vor, sondern nach dem Essen.

    Wofür Du also unterm Strich pro 24 Stunden mehr Insulin brauchst, kannst Du eigentlich nur rausfinden, wenn Du Deinen BZ in einem bestimmten Rahmen hältst, also z.B. immer und auch ne Stunde nach jedem Essen zwischen 100 und 200 mg/dl und jeweils nach 2 Stunden wieder unter 140 mg/dl (offizielle DDG-Empfehlung).

    Bisdann, Jürgen


    Unbehandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil er seinen Blutzucker ungesund hoch verlaufen lässt.
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 14:15:12
    Hallo Jürgen, bin ja auch noch ein Neuling ( seit 10 Monaten Typ1 ).
    Da hat man manchmal noch so seine Probleme mit der ganzen Piekserei:-/. Ich versuche herauszufinden wie mein Stoffwechsel tickt, und auch dank dieses Forums gibt es da immer wieder ein paar gute Anregungen.
    Was heißt "Spritzen nach Plan"? Man nimmt ja normalerweise diese Mahlzeiten zu sich, so unterschiedlich ist das bei mir nicht. Mein c-peptid ist im letzten Quartal stark angestiegen, nachdem meine Insulineigenproduktion fast 10 Monate nicht vorhanden war.
    Kann man auch erst nach 10 Monaten eine Remissionsphase bekommen? Der Diadoc sagt nein und meint, ich habe vielleicht auch einen Lada.

    Aber keine Bange, ich mache auch Basalratentest, Nachtprofil und wenn ich mich irgendwie nicht ganz wohl fühle wird sofort gemessen. Mein Hba1C ist seit 10 Monaten zw. 6,1-6,3, und seit Monaten ist bei keiner meiner Messungen ( auch ein/zwei Std. nach dem Essen ) ein Wert über 180 gewesen.
    Ich kann eben Eiweiss und Fett nicht in meine Mahlzeit einrechnen, da ich sonst total unterzuckere ( 20 min nach dem Essen BZ unter 30 ). Und 1IE macht da wirklich viel aus. Vielleicht ist es ja doch eine Remission?
    So langsam begreife ich wie komplex die ganze Angelegenheit ist

    mfg von Astrid
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 15:34:18
    das klassische spritzen nach plan ist eine ct, also be um soundsoviel uhr mit soundsoviel ie abdecken, es gibt da noch erleichterungen.

    fett und eiweiß benötigen je 200 kcal über üblichem verbrauch je 1 ie über 9 stunden. von thomas2002
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.03.2009 19:49:16
    Moin Astrid,

    wie das Ding heißt, is eigentlich egal. Fakt ist, dass auch Typ1 noch nach vielen Jahren immer wieder mal ein paar funktionierende Beta-Zellen entwickeln können. Schließlich weiß ja bis heute niemand, was die Autoimmunreaktion zur Vernichtung der großen Menge auslöst und steuert. Und im übrigen ist das Netz voll von den widersprüchlichsten Typ1-Erfahrungen, vor allem in den ersten bis zu 3 Jahren.

    Einstellen heißt das ärztliche Rausfinden einigermaßen passender Spritz-Faktoren noch aus der Zeit, als damit nicht mehr und nicht weniger eingestellt wurde, als der morgentliche Nüchternwert. Den konnte nicht mal der normale Dok messen, sondern dafür ging's ins kranke Haus mit dem Labor. Mit der eigenen Messmöglichkeit hat man mit der ICT in den letzten 20 Jahren wenigstens bei uns hier in D die Anzahl der Nüchternwerte um die vor den regelhaften Mahlzeiten erhöht und auch noch den Messwert vor dem Zubettgehen planmmäßig hinzu genommen. Wer sich danach richtet, spritzt nach Plan.

    Alternativ kann man nach Bedarf spritzen. Fangen wir mit dem Basal an, so passt das, wenn man bei der nacht um 1-2 Uhr zuverlässig gut über der Hypo bleibt, also etwa 70-80 mg/dl. Ab 0,5 IE/Std funktioniert das meistens mit 1 Gabe Lantus in 24 Stunden. Wenn nicht, muss man halt die halbe Tagesdosis alle 12 Stunden spritzen. Mit Levemir sowieso, weil das auch in höheren Dosierungen eher keine 24 Stunden reicht. Mit Protaphane passt am ausgeglichendsten, wenn man alle 8 Stunden 1/3 der Tagesdosis spritzt. Dabei funktioniert das Basale vor allem in der unregelmäßigen Anfangszeit meistens am einfachsten. Denn die noch mögliche eigene Insulinproduktion springt nicht einfach zusätzlich zu dem gespritzten ein, auch wenn man manchmal den Eindruck hat. Aber dieser Eindruck entsteht in aller Regel nur im Esszusammenhang. Wenn das basale Insulin für den gesunden BZ ausreicht, bleibt die eigene Restausgabe einfach geschlossen, und dann kann es nur zu Hypos kommen, wenn man sich z.B. dazu hinreißen lässt und mit mehr Basal einen ausreißenden morgentlichen Nüchternwert jagen zu wollen. Dann gibt’s halt ganz logisch nächtliche Hypos.

    Und Hypos kann man sich in der Remissionsphase auch noch sehr schnell schießen, wenn man in eine mit der Spritzentlastung wiederbelebte eigene Insulinausgabe hinein fein nach BE-Faktor den Bolus spritzt. Denn mit dem Essen richtet sich die eigene Insulinausgabe wesentlich NICHT nach dem BZ, sondern nach der Vorbestellung aus dem Darm (Inkretin-Effekt). Und in dem Maße, in dem die ja dann schon mit der gegessenen Glukosemenge zusammen gepasst hat, wenn die Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wurde, fehlt Deinem gespritzten Insulin anschließend die Glukose. Denn die hat das eigene Insulin ja schon - wenigstens zum Teil - weggeputzt. Zu welchem Teil, kannst Du dann rausfinden, indem Du in kleinen Zeitschritten (z.B. alle 10 Minuten - verlängern, wenn die Beobachtung zeigt, dass sich der BZ gar nicht so schnell verändert, aber Vorsicht: zuerst steigt er mal an!) nach dem Essen misst und dann immer beim Absinken unter z.B. 80 z.B. 1/2 BE isst, bis Du kein weiteres Absinken mehr feststellst. Dann kannst Du zusammenzählen, für wie viele BEs weniger Du das nächste mal spritzen kannst, wenn Du die Menge nicht wieder nachessen willst ;-)

    Bisdann, Jürgen


    Unbehandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil sein Blutzucker ungesund hoch verläuft.
    Behandelt wird ein Mensch mit Diabetes immer mehr krank, weil er seinen Blutzucker ungesund hoch verlaufen lässt.
  • dd

    Rang: Gast
    am 14.03.2009 15:22:39
    „““fett und eiweiß benötigen je 200 kcal über üblichem verbrauch je 1 ie über 9 stunden.“““

    Nein.

    Die Teupe’sche Regel lautet :

    200 kcal Fett/Eiweiß über der üblichen Mahlzeit sind das Äquivalent für 1 BE. Die Insulinmenge bestimmt sich entsprechend BE/IE-Faktor individuell. Diese muss dann gleichmäßig auf 9 Stunden verteilt werden.
    Ansonsten Chaos auf der ganzen Linie.