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Insulin-Intoleranz
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am 07.10.2014 13:07:45
Erst mal Hallo !
Ich bin NEU hier.
Im Krankenhaus hat man vor 4 Wochen Diabetes melitus Typ 2 diagnostiziert.
(Mein Hausarzt hatte vor ca. kanpp 2 Jahren schon mal eine Glukose-Intoleranz festgestellt, die seiner Meinung nach aber nicht behandlungsbedürftig wäre. Das Blutbild, insbesondere Zucker und Nierewerte, waren [noch] in normalem Bereich).
Ich bin recht übergewichtig und habe ziemlich viel "Fett" (starke Adipositas).
Interessant ist, daß bei mir sowohl das schlechte LDL als auch das gute HDL erhöht sind.
Meine Bauchspeicheldrüse produziert genügend Insulin. Ich habe fast doppelt soviel Insulin im Blut, wie für die Nahrungsaufnahme benötigt wird.
Allerdings habe (hatte) ich auch viel zu viel Zucker im Blut. Der Zucker wird nicht richtig in die Zellen transportiert, d.h. die Muskeln habe eine Intoleranz entwickelt und die Energie kommt nicht da an, wo sie soll.
Seit 4 Wochen muss ich Insulin VOR dem Essen spritzen. Seitdem sind meine Blutzucker-Werte absolut ok.
Das heisst aber doch: Nun ist noch mehr Insulin in meinem Körper.
Wieso wirkt das gespritze Insulin anders als das vom Körper selbst produzierte ?
Wird das besser angenommen ?
Der Arzt meinte, wenn ich in ferner Zeit mal so 20-30kg abgenommen habe, müsste ich eventuell nicht mehr spritzen und man käme mit Tabletten aus oder auch nur mit Nahrungsumstellung.
Bearbeitet von User am 07.10.2014 13:19:36. Grund: Einige (Umlaut-) Tasten an der Tastatur klemmen etwas -
am 07.10.2014 15:13:44
Alfons schrieb:
Erst mal Hallo !
Meine Bauchspeicheldrüse produziert genügend Insulin. Ich habe fast doppelt soviel Insulin im Blut, wie für die Nahrungsaufnahme benötigt wird.
Wieso wirkt das gespritze Insulin anders als das vom Körper selbst produzierte ?
Wird das besser angenommen ?
Interessante Frage. Die Antwort interessiert mich auch... -
am 07.10.2014 17:18:36
Alfons schrieb:
Meine Bauchspeicheldrüse produziert genügend Insulin. Ich habe fast doppelt soviel Insulin im Blut, wie für die Nahrungsaufnahme benötigt wird.
Allerdings habe (hatte) ich auch viel zu viel Zucker im Blut. Der Zucker wird nicht richtig in die Zellen transportiert, d.h. die Muskeln habe eine Intoleranz entwickelt und die Energie kommt nicht da an, wo sie soll.
Seit 4 Wochen muss ich Insulin VOR dem Essen spritzen. Seitdem sind meine Blutzucker-Werte absolut ok.
Das heisst aber doch: Nun ist noch mehr Insulin in meinem Körper.
Wieso wirkt das gespritze Insulin anders als das vom Körper selbst produzierte ?
Wird das besser angenommen ?
Schon mal überlegt, wie Dein BZ nur mit den gespritzten Einheiten und ohne die eigene Produktion aussehen würde? -
am 07.10.2014 18:08:01
Schon klar, mit Sicherheit höher, aber dies ist nun auch keine Antwort auf die Frage... -
am 08.10.2014 10:39:16
Belli schrieb:
Schon klar, mit Sicherheit höher, aber dies ist nun auch keine Antwort auf die Frage...
Vielleicht hilft dir das weiter:
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Diabetes/Ursachen/Diabetes-mellitus-Typ-2-Ursach-7336.html -
am 09.10.2014 09:16:41
Interessant ist, daß bei mir sowohl das schlechte LDL als auch das gute HDL erhöht sind.
Meine Bauchspeicheldrüse produziert genügend Insulin. Ich habe fast doppelt soviel Insulin im Blut, wie für die Nahrungsaufnahme benötigt wird.
mohsin -
am 09.10.2014 10:17:17
So is das eben mit der "Insulinresistenz" (I-Intoleranz hab ich hier zum ersten Mal gelesen ;) ), bei manchen von uns noch sehr viel mehr. Übrigens müssen die INSULINER unter uns auch meistens ein Vielfaches von der Dosis spritzen, die einem Typ1 für eine Scheibe Brot ausreicht. Wird standardmäßig als mit dem angesetzten Fett gewachsen erklärt, was die Verbraucher-Zellen unempfindlich für das Insulin macht. Abnehmen wird dann standardmäßig zur Abhilfe angesagt.
Interessant, dass der größte Teil solcher Unempfindlichkeit im Rahmen von ner Woche nach ner bariatrischen OP oder dem Beginn von nem Leberfasten-Durchgang irgendwie verfliegt und häufig sogar ein völlig unauffälliger HOMA-Index erreicht wird. Also BZ und Insulin im völlig gesunden Rahmen, ohne dass bis dahin zählbar an Kilos abgeschmolzen wären. Und auch die Blutfette finden sich dann häufig wieder im ganz normalen Rahmen. -
am 09.10.2014 16:53:44
auch ein gutes beispiel, dass man bereits glukosetoleranzstörung als handlungsanweisung begreifen muss. wie war denn dein hba1c damals?
meine einstellung dazu ist je bekannt....also lasse ich weitere ausflüge.
mich würde aber interessieren, ob es langzeitbeobachtungen gibt bezüglich einer resensibilisierung der zellen. ob eine resistenz zb. nach jahren sich wieder abschwächt bei konsequenter einhaltung von gesunden zuckerverläufen. oder wird das "resistenzniveau" eingefroren?
man könnte das mit drogen vergleichen. es stellt sich eine toleranz ein mit zunehmendem konsum. wenn der alkohol dann abgesetzt wird und man nach 3 jahren wieder etwas trinken würde, dann hat sich die toleranz wieder abgebaut. -
am 09.10.2014 17:16:20
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß sich die Resistenz mit den Jahren verschlechtert. Es ist auch nicht einfach, bzw. schlicht nicht möglich, über Jahre hinweg einen gesunden Zuckerverlauf zu erreichen. Es wird immer wieder Zeiten geben, wo es eben nicht so gut klappt. -
am 09.10.2014 18:44:25
ja, immer klappt es natürlich nicht. wäre die frage, ob ein ausreißer zb. alle 4 wochen sehr schlimm ist. möglich wäre es.
in welchem stadium hat man es bei dir denn erkannt?
mich würde sehr interessieren, ob eine manifestation tatsächlich verhindert werden kann, wenn die störung frühzeitig erkannt wurde. oder verschlechtert sich die resistenz in wahrheit, man sieht sie nur aufgrund kh-reduktion nicht? wenn man dann, rein hypotethisch, nach 20jähriger konsequenter kh-reduktion/ gesundem blutzuckerverlauf wieder kh tankt, wäre dann eine manifestation gegeben?
mal abgesehen davon, dass 20 jahre ohne medikamente und spritzen sicher ein zugewinn an lebensqualität waren, wäre es schon ernüchternd, wenn sich die resistenz trotz der anstrengungen sukzessive im hintergrund weiterentwickelt hat.
naja, ein langzeitselbsttest ist bei mir ja schon am laufen. -
am 09.10.2014 18:56:14
purea schrieb:
mich würde aber interessieren, ob es langzeitbeobachtungen gibt bezüglich einer resensibilisierung der zellen. ob eine resistenz zb. nach jahren sich wieder abschwächt bei konsequenter einhaltung von gesunden zuckerverläufen. oder wird das "resistenzniveau" eingefroren?
Die weitgehende bis gänzliche Normalisierung von Nüchtern-BZ und Insulin schon ne Woche nach bariatrischer OP/VLCD wird damit erklärt, dass in dieser Zeit überschüssiges Fett in Leber, Pankreas und Hypothalamus verbraucht und damit die gesunde Regelfunktion dieses "Triotops" wiederhergestellt wird. An der Glukose-Aufnahme der peripheren Zellen und deren Insulinempfindlichkeit kann sich in dieser kurzen Zeit noch gar nix ändern.
EH schrieb:
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß sich die Resistenz mit den Jahren verschlechtert. Es ist auch nicht einfach, bzw. schlicht nicht möglich, über Jahre hinweg einen gesunden Zuckerverlauf zu erreichen. Es wird immer wieder Zeiten geben, wo es eben nicht so gut klappt.
Widerspruch:
Mach mir seit über 10 Jahren einen HBA1c von 5,5 und besser, im vorigen Jahr im Sommer noch mit 40 IE Basal und seitdem mit 10 bis aktuell 14 IEs plus je nach Bedarf 10-30 IEs Bolus. Und ich kenne noch ne Reihe Typ2 INSULINER, die das ähnlich machen. -
am 09.10.2014 19:04:00
womit sich eine anschlussfrage ergibt: was machen normalgewichtige t2er? und wenn du sagst "kann sich NOCH gar nix ändern" implizierst du scheinbar, DASS sich was an der resistenz ändern kann.
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am 09.10.2014 19:32:51
hjt_Jürgen schrieb:
EH schrieb:
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, daß sich die Resistenz mit den Jahren verschlechtert. Es ist auch nicht einfach, bzw. schlicht nicht möglich, über Jahre hinweg einen gesunden Zuckerverlauf zu erreichen. Es wird immer wieder Zeiten geben, wo es eben nicht so gut klappt.
Widerspruch:
Mach mir seit über 10 Jahren einen HBA1c von 5,5 und besser, im vorigen Jahr im Sommer noch mit 40 IE Basal und seitdem mit 10 bis aktuell 14 IEs plus je nach Bedarf 10-30 IEs Bolus. Und ich kenne noch ne Reihe Typ2 INSULINER, die das ähnlich machen.
Moment Jürgen, du kannst meinen Erfahrungen (darüber schrieb ich in dem Beitrag) nicht widersprechen, denn du kennst meine Erfahrungen nicht.
Ich hab mit Anfang dreißig meinen Diabetes entdeckt (ja ich, denn die Ärzte damals haben Typ2 nicht besonders ernst genommen). Das ist jetzt 40 Jahre her und ich bin immer noch von Folgeschäden verschont, also kann mein Umgang mit dem Diabetes nicht sooo falsch gewesen sein.
Ich hab mich immer normal ernährt, denn eine Ernährung ohne KH, das macht mein Magen nicht mit. Ich hatte keine Lust und auch keine Zeit, mein Leben dem Diabetes zu widmen. Das wäre mir auch sehr schwer gefallen mit Familie und Ganztagsarbeit (nachdem mein Mann krank wurde).
Ich lebe mit dem Diabetes, nicht für ihn. Jeder kann das halten wie er will, eine Patentlösung gibt es nicht. -
am 09.10.2014 21:19:47
Moment EH, ich hätte nicht widersprechen sondern Dich einfach nur bitten sollen, Deine Erfahrung nicht so zu verallgemeinern. -
am 09.10.2014 21:35:47
hjt_Jürgen schrieb:
Moment EH, ich hätte nicht widersprechen sondern Dich einfach nur bitten sollen, Deine Erfahrung nicht so zu verallgemeinern.
Aber hallo, wer verallgemeinert hier seine Erfahrungen mit dem gesunden Blutzucker und den eigenen Ernährungsgewohnheiten?
Das bist doch du, hjt_jürgen mit deinem Kollegen Rainer und der Kollegin Purea. Ihr habt doch die Angewohnheit, euch als Diabetesexperten aufzuspielen und damit Fragesteller zu verunsichern.
EH darauf hinzuweisen, ihre Erfahrungen nicht zu verallgemeinern, ist schlichtweg vermessen!1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.10.2014 10:19:46
Diabeti schrieb:
Das bist doch du, hjt_jürgen mit deinem Kollegen Rainer und der Kollegin Purea. Ihr habt doch die Angewohnheit, euch als Diabetesexperten aufzuspielen und damit Fragesteller zu verunsichern.
EH darauf hinzuweisen, ihre Erfahrungen nicht zu verallgemeinern, ist schlichtweg vermessen!
Hallo Diabeti,
vielen Dank für die Schützenhilfe. Ich finde es einfach einen schlechten Witz, wenn ausgerechnet Jürgen mir vorwirft, ich würde meine Erfahrungen verallgemeinern. Genau das tue ich nämlich nicht. Ich schreibe das, was ich den langen Jahren meiner Erkrankung erlebt und erfahren habe und vergesse nie anzugeben, daß das ausschließlich meine Erfahrungen sind. Davon kann jeder das mitnehmen, was ihm gerade hilft oder auch nicht. Das ist in meinen Augen der Sinn eines Forums.
Jürgen und andere hier werden einfach sauer, wenn jemand nicht wie sie irgendwelchen Werten nachjagt, die sich sowieso ständig ändern, sondern seinen Diabetes als das nimmt, was er ist. Nämlich eine chronische Stoffwechelerkrankung. Wenn dann derjenige auch noch guten Erfolg damit hat wie ich, dann ist er sowieso unten durch.