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Trotz Schulung noch unsicher

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    am 08.12.2014 19:15:48
    Hallo,

    mein Name ist Tina und ich bin 38 Jahre alt. Bei mir wurde vor einigen Wochen Typ2 diagnostiziert.
    Ich war bereits beim Diabetologen und habe auch eine 12 stündige Schulung erhalten.

    Mir wurde Metformin verschrieben, ich habe es anfangs nicht gut vertragen, aber nachdem wir den Hersteller gewechselt haben, vertrage ich wenigstens abends eine 500´er. Eigentlich sollte ich morgens auch eine nehmen, aber das ging trotz wochenlanger Eingewöhnung nicht. Daher bleibt es bei einer abends.

    Bei der Schulung wurde uns nahegelegt so gut es geht unser Gewicht zu verringern, und uns nach den Ernährungsvorschriften die für alle (also auch Gesunde) gelten zu ernähren. Eine bestimmte Kalorienzahl wurde uns aber nicht genannt.

    Außer Sport (ich kuriere noch eine Knie-Op aus), setzte ich dies alles auch konsequent um. Es sind jetzt 6 Wochen seit der Schulung.

    Nun zu meiner Problematik:
    Ich nehme nichts ab, sondern ehrlich gesagt habe ich sogar 2 Kilo zugenommen. Obwohl ich wirklich auf die 30% Fett achte !

    Bei meinem Vater (schon seit etlichen Jahren Diabetiker) habe ich mit ihm gemeinsam mal meinen BZ 1 Stunde nach dem Familienessen gemessen und hatte schockierende 190 gehabt. Dabei hat meine Mutter extra nur in wenig Öl gebraten und ich habe den Fettrand überall abgeschnitten. Die KH (hier Kartoffeln und Blumenkohl) waren gewiss auch nicht mehr als 50% der Mahlzeit.

    Da ich ja als Typ2 kein eigenes Meßgerät habe, weiß ich ja nun gar nicht, ob ich häufiger so hohe Werte habe. Und wenn ja, wo liegt mein Fehler ? Was mache ich falsch ?

    Mein Tagesprotokol beim Diabetologen war aber in Ordnung (wurde zum Abschluß der Schulung gemacht). NBZ 108 1,5 Stunden nach Frühstück 153 nachmittags 126. Er war zufrieden.

    Mein Langzeitwert bei Diagnose war 8,5.....jetzt im Abschlußbericht für den Hausarzt (und in dem kleinen blauen Buch) 6,5. Damit war er auch zufrieden.

    Bin ich zu empfindlich mit dem Wert, oder soll ich noch mal zum Arzt. Reicht mein Metformin doch nicht aus ?

    Bin da jetzt verunsichert......

    Danke fürs Lesen.

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    am 08.12.2014 19:42:27
    Hallo Tina,

    es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wenn du schon von HbA1C 8,5 auf 6,5 gekommen bist, dann hast auf jeden Fall schon ganz viel richtig gemacht.

    Einer deiner Fehler liegt darin, dass du bereits 1 Stunde nach dem Essen gemessen hast. So weit ich weiß, ist dieser Wert nicht verwertbar, du solltes 1,5 bis 2 Stunden nach dem Beginn der Mahlzeit messen. Da hätte das wohl anders ausgesehen.

    Außerdem vermute ich, dass du die 30 % Fett falsch berechnet hast. Es wird nicht einfach nur gedrittelt, sondern der Gesamtfettanteil wie folgt berechnet:

    Immer ausgehend von 100 Gramm Lebensmittel

    Anzahl der Gramm Fett mal 900, geteilt durch die Gesamtkalorien = der Fettanteil

    oder andersrum: 100 Gramm Lebensmittel dürfen maximal 3 Gramm Fett haben, dann kommen 30 % der Kalorien aus Fett.

    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt...ansonsten einfach noch mal nachfragen, dann versuch ichs nochmal...

    Alles Gute dir!
  • Kato01

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    am 08.12.2014 19:48:23
    Hallo Tina,
    Du bekommst ein Messgerät beim Arzt,musst nur die Teststreifen selbst bezahlen wenn du kein Insulin benötigst.
    Vielleicht versuchst du es erst mal mit Kohlenhydrat freier Kost-ein paar Wochen .
    Damit kannst du Gewicht und Zuckerwerte regulieren.
    Und eventuell noch zu einem anderen Arzt........?
    Nicht jeDer Diabetologe gibt sich "Mühe"
    diese Erfahrung habe ich auch gerade gemacht,eine zweite Meinung kann bezüglich der Medikationen nicht schaden........
    LG
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    am 08.12.2014 20:03:43
    Ich lasse rechnen bei fddb ....................

    Ist halt nur etwas schwieriger, wenn man nicht selber gekocht/gewogen hat.....

    Aber es war ja ein Schulterbraten, von dem ich sichtbares Fett abgeschnitten hatte, und kein triefender Nackenbraten. Bratensauce macht meine Mutter übrigens inzwischen ohne Mondamin/Stärke, das weiß sie inzwischen.

    Ich dachte, die die messen, messen immer 1 Stunde und manchmal auch 2 Stunden nach der Mahlzeit, so wie mein Vater. Ich glaube, damit er das rechtzeitig mit seinem Insulin korrigieren kann ?

    Vielleicht hol ich mir auch mal so ein Gerät um zu schauen ? Und wenn die Werte zu hoch sind, lag es dann daran, dass die Portion zu gross war ? Ich glaube manchmal esse ich zuviel wenns lecker ist. Obwohl mein Übergewicht definitiv von zuviel Süßigkeiten/Fettigkeiten kommt, und ich das alles komplett weglasse.

    So, und der Vorschlag mit den KH weglassen....wäre aber schon ein deutlicher Einschnitt. Wir sollten ja 50 % KH vorzugsweise aus Vollkorn essen und max. 30% Fett.......da müsste ich dann aber seeehr viel Eiweiss essen.....schädigt das nicht die Nieren. Oder meinst Du nur für ein paar Wochen zum abnehmen macht das nix? Hast Du so abgenommen ?
  • Kato01

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    am 08.12.2014 21:36:02
    Du könntest den Focus auch auf Gemüse richten.............))
    Immer als Zwischenmahlzeit und Snack,
    dazu etwas Eiweißhaltiges,ein paar Wochen wirkt Wunder.
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    am 08.12.2014 21:48:00
    Wer krank auf Nahrungsbestandteile reagiert, kriegt normal empfohlen, die für ihn unverträglichen einfach raus zu lassen. Wer z.B. Laktose nicht verträgt, sollte ganz selbstverständlich drauf verzichten. Ebenso soll Gluten raus lassen, wer Gluten nicht verträgt.

    Aber wer Glukose nicht verträgt, SOLL sich fachoffiziell unbedingt empfohlen wenigstens die Hälfte seiner alltäglichen Energie in Form von Glukose einverleiben. Ganz schön sinnbefreit, oder?

    Für die fortschrittlichste Typ2-Anfangsbehandlung müssten wir zur Zeit über den Kanal nach Newcastle reisen. An der dortigen Uni-Klinik hat Professor Taylor in 2011 zum ersten mal gewichtigere Typ2 8 Wochen lang mit VLCD behandelt, Very Low Caloric Diet, so um 600kcal/Tag. Schon nach 1 Woche verringerter Energieaufnahme normalisierte sich der Nüchtern-BZ der Diabetiker bis in den gesunden Bereich. Nach 8 Wochen funktionierten Leber und Bauchspeicheldrüse für 7 von 10 Studienteilnehmern wieder praktisch gesund. Unter einer Voraussetzung: Dass anschließend nicht für das Übergewicht, sondern nur für das Normalgewicht weiter gegessen wurde.

    Und auch wenn die Erfolgsaussicht nicht mal 7 sondern nur 5 oder 4 von 10 wäre, würde ich das Konzept heute mit einer neuen Typ2 Diagnose und etwas mehr Gewicht sofort ausprobieren :)
    Bearbeitet von User am 08.12.2014 21:49:25. Grund: Korrektur
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    am 08.12.2014 21:48:36
    hm Tina, ich weiß nicht genau, was dir fddb so rechnet. Wobei geht es dir bei 30 % Fett? Fett oder Fettkalorien? Das ist ein Unterschied.

    Ein Käse mit z. B. tatsächlichen 30 % Fett (nicht i. Tr.) bei 370 kcal hat 73 % Fettkalorien und ist denkbar ungeeignet, wenn du auf deine Ernährung achten möchtest.

    Auch bei deinem Schulterbraten kommt es nicht darauf an, ob die Soße mit Stärke angedickt ist oder nicht. Es kommt vielmehr darauf an, ob das Fleisch in Fett oder in der trockenen Pfanne angebraten wurde.

    Deinem letzten Absatz stimme ich voll und ganz zu. KH weglassen ist eine Modeerscheinung und für manche Menschen sehr gefährlich, besonders für die Nieren, wie du schon richtig erkannt hast.

    Sprich das am Besten nochmal mit deinem Arzt ab, auch die 30 %-Geschichte.
  • Kato01

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    am 09.12.2014 07:54:16
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wer krank auf Nahrungsbestandteile reagiert, kriegt normal empfohlen, die für ihn unverträglichen einfach raus zu lassen. Wer z.B. Laktose nicht verträgt, sollte ganz selbstverständlich drauf verzichten. Ebenso soll Gluten raus lassen, wer Gluten nicht verträgt.

    Aber wer Glukose nicht verträgt, SOLL sich fachoffiziell unbedingt empfohlen wenigstens die Hälfte seiner alltäglichen Energie in Form von Glukose einverleiben. Ganz schön sinnbefreit, oder?


    GENAU SO!!!

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    am 09.12.2014 08:03:42
    Also, wir haben auf der Schulung folgendes gelernt (ich weiß jetzt nicht, ob das neu ist, oder immer schon so war ?):

    50 % der Kalorien sollen aus KH stammen
    max. 30 % der Kalorien aus Fett
    und halt die restlichen 20 % aus EW

    Zucker, Traubenzucker sollen wir eher meiden, und auf der Zutatenliste schauen, das sie frühstens an 5. Stelle stehen. Auch die versteckten "....osen" haben wir kennengelernt.

    Bis auf Sport beherzige ich dies alles und nehme trotzdem nicht ab, bzw. sogar etwas zu.........
    Und anscheinend sind meine Werte auch manchmal (?) über dem Sollwert......

    Und nun bin ich auf Fehler suche, was mache ich falsch, wo hat sich da was eingeschlichen ? Woran könnte es liegen ? Ich habe ja noch ein paar Jahre Diabetes vor mir.....da lohnt es sich, es von Anfang an richtig zu machen...

    Das mit den KH leuchtet schon ein, aber wir sollen ja die langsamen KH aus Vollkorn nehmen, die den BZ-Spiegel nicht so drastisch hoch treiben. Und irgendwas muss man ja essen. EW ist schlecht für die Nieren. Fett schlecht zum Abnhemen und den Blutfettwerten......

    Uns wurde von solchen radikalen Hungerkuren eigentlich dringend abgeraten......haben denn die Amerikaner damit schon Langzeiterfahrungen ?

    Aus eigener Diäterfahrung kann ich nur sagen, es ist hinterher eh alles wieder drauf und noch mehr.
    Ich hatte auch schon mal mit Almased 12 Kilo abgenommen und danach direkt SiS gemacht, also nicht "normal" wieder reingehauen......und trotzdem ging die Tendenz direkt wieder nach oben :-(

    Ich hätte aber auch kein Problem (bzw. schon Übung darin) abends die KH wegzulassen, wenn dies zu einer Abnahme führt......

    Hier hatten doch sicherlich auch viele 2´er Probleme mit dem Gewicht ? Wie habt ihr abgenommen ? So wie in der Schulung empfohlen, oder habt ihr andere Sachen ausprobiert ? Hatten hier denn Leute dauerhaft Erfolg ?

    Ich wäre da für Anregungen offen........
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    am 09.12.2014 08:47:14
    Hallo Tina,

    als Anregung kann ich dir gerne LOGI und LCHF empfehlen, wobei LOGI mit seiner moderaten KH-Reduzierung wahrscheinlich für dich passender ist. Beide Ernährungsformen sind dafür geeigenet, dass du deinen Diabetes langfristig mit möglichst wenig Mediakmenten gut im Griff behalten kannst. Als Buch, in dem die Zusammenhänge zwischen der Ernährung und den BZ-Werten gut beschrieben werden, ist "Stopp Diabetes" lesenwert. Bewegung ist neben der Ernährung aber auch ein sehr wichtiger Faktor. Es muss nicht unbedingt scharfer Sport sein, aber dazu solltest du auch etwas regelmäßiges suchen.

    Viel Eiweiß schadet nicht den Nieren, die Studienlage ist dazu eindeutig. Es handelt sich dabei um Vermutungen aus früheren Jahren, die längst widerlegt sind, sich aber ganz hartnäckig halten. Fett macht zusammen mit vielen KH fett. Bei moderater KH-Reduzierung macht es dich nicht fett. Damit lässt es sich sogar sehr gut abnehmen, weil Fett viel besser sättigt und du damit nicht andauernd hungern musst. Viel Fett (bei wenig KH) lässt unter Umständen dein GesaMTCholestrin etwas ansteigen. Es verbessert aber in jedem Fall die Zusammensetzung der Lipide, weil das gute HDL-Cholesterin ansteigt und die Triglyceride sinken. Wie positiv sich gerade das beides auf deinen Diabetes auswirkt, kannst du dir hier mal durchlesen..

    Ich denke, das sind erst mal genug Anregungen. Sieh dir alles in Ruhe an und melde dich, wenn du in diese Richtung weiter vorgehen willlst und noch Fragen hast.

    Viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 09.12.2014 10:17:20. Grund: .
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    am 09.12.2014 11:51:05
    Tina76 schrieb:
    Also, wir haben auf der Schulung folgendes gelernt (ich weiß jetzt nicht, ob das neu ist, oder immer schon so war ?):

    50 % der Kalorien sollen aus KH stammen
    max. 30 % der Kalorien aus Fett
    und halt die restlichen 20 % aus EW

    Zucker, Traubenzucker sollen wir eher meiden, und auf der Zutatenliste schauen, das sie frühstens an 5. Stelle stehen. Auch die versteckten "....osen" haben wir kennengelernt.

    Bis auf Sport beherzige ich dies alles und nehme trotzdem nicht ab, bzw. sogar etwas zu.........
    Und anscheinend sind meine Werte auch manchmal (?) über dem Sollwert......

    Und nun bin ich auf Fehler suche, was mache ich falsch, wo hat sich da was eingeschlichen ? Woran könnte es liegen ? Ich habe ja noch ein paar Jahre Diabetes vor mir.....da lohnt es sich, es von Anfang an richtig zu machen...

    Das mit den KH leuchtet schon ein, aber wir sollen ja die langsamen KH aus Vollkorn nehmen, die den BZ-Spiegel nicht so drastisch hoch treiben. Und irgendwas muss man ja essen. EW ist schlecht für die Nieren. Fett schlecht zum Abnhemen und den Blutfettwerten......

    Uns wurde von solchen radikalen Hungerkuren eigentlich dringend abgeraten......haben denn die Amerikaner damit schon Langzeiterfahrungen ?

    Aus eigener Diäterfahrung kann ich nur sagen, es ist hinterher eh alles wieder drauf und noch mehr.
    Ich hatte auch schon mal mit Almased 12 Kilo abgenommen und danach direkt SiS gemacht, also nicht "normal" wieder reingehauen......und trotzdem ging die Tendenz direkt wieder nach oben :-(

    Ich hätte aber auch kein Problem (bzw. schon Übung darin) abends die KH wegzulassen, wenn dies zu einer Abnahme führt......

    Hier hatten doch sicherlich auch viele 2´er Probleme mit dem Gewicht ? Wie habt ihr abgenommen ? So wie in der Schulung empfohlen, oder habt ihr andere Sachen ausprobiert ? Hatten hier denn Leute dauerhaft Erfolg ?

    Ich wäre da für Anregungen offen........



    Hallo Tina,

    deine Ausführungen sind exakt richtig.

    Allerdings glaube ich immer noch, dass dein Fehler beim Fett liegt. 30 % der Kalorien aus Fett ist richtig, allerdings solltest du trotzdem noch darauf achten, wieviel Fett du insgesamt verzehrst. Für einen erwachsenen Menschen werden 60 g Fett pro Tag empfohlen, außer der Mensch möchte sein Gewicht reduzieren, dann sollten bei 30 % Fettkalorien möglichst 30 g nicht überschritten werden. 30 g Fett hat man schnell, wenn du z. B. von einem 60 %igen Camembert 50 g isst, sind das schon 30 g, dabei hast du noch nicht einmal Butter drunter.

    Ich habe das mit dem Gewicht auch nicht hinbekommen, kann aber meinen HbA1c zwischen 5,8 und 6,2 halten. Damit bin ich ganz zufrieden. Das Gewicht hängt an vielen Faktoren, auch an der Körperzusammensetzung. Wenn du z. B. einen hohen Muskelanteil hast, ist es gaaaanz schwierig dein Gewicht zu reduzieren. Vielleicht kannst du das ja mal messen lassen...für mich war es sehr beruhigend, zu wissen, wieviel kg Muskeln ich habe, weiß ich doch jetzt, dass ich unter 100 kg gar nicht kommen kann...und auch nicht soll...

    Falls du dich tatsächlich für Logi oder lchf erwärmen solltest, möchte ich dir dringend raten, dies vorher mit deinem Arzt zu besprechen. Das sind extreme Ernährungsformen, die nicht für jeden geeignet sind.

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    am 09.12.2014 13:16:15
    So lange wir zunehmen, essen wir mehr als wir verbrauchen. Egal wovon. Und alle Kohlenhydrate, die wir nicht sofort verbrauchen und die nicht mit viel Wasser gespeichert werden, werden in der Leber in Fett umgewandelt (Triglyzeride) und in den Schwimmhilfen eingelagert :(

    In Bezug auf die Diabetes-Behandlung gibt es nur mit Insulin so etwas wie echte Langzeit-Erfahrung. Aber auch nur mit dem Stoff an sich, nicht mit den diversen Fabrikaten. Davon sind die wenigsten länger als 10 Jahre auf dem Markt.

    Langzeiterfahrungen mit KH-Reduzierung gibt es seit Atkins. Seitdem sind hunderte von Studien mit dem Ziel durchgeführt worden zu beweisen, dass der Verzicht auf KHs fett mache und der Verzicht auf Fett schlank. Keine davon hat das in irgendeiner Weise beweisen können. ALLE haben belegt, dass der BZ bei Diabetikern mit weniger KHs gesünder verläuft.

    Langzeiterfahrungen mit VLCD gibt es weltweit seit Beginn der bariatrischen OP-Welle bei schwertgewichtigen Typ2, also etwa seit 10 Jahren. Komplikationen damit gibt es reichlich, aber die kommen nicht davon, dass die Betroffenen mit verkleinertem Magen dauerhaft weniger essen können, sondern von der Operation.

    Das Verdienst von Professor Taylor ist, dass er mit der VLCD bewiesen hat, dass man auf die Operation verzichten kann :)
    Übrigens sind alle Formula Diäten, die zur VLCD empfohlen werden, recht KH-betont zusammen gesetzt. Die Einsparung ergibt sich dabei allein aus der insgesamten Verringerung der Energieaufnahme.

    Am intensivsten untersucht und medizinisch für unbedenklich befunden ist wohl LCHF, denn damit werden seit vielen Jahren epileptische Kinder behandelt.
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    am 09.12.2014 14:33:51
    VLCD? Das musste ich jetzt erst mal googeln...

    Nirgendwo wird so viel Werbung für Extremdiäten gemacht wie hier - und nirgendwo bekommt man so viele Abkürzungen um die Ohren gehauen wie hier...und nirgendwo kann ich lesen, dass Tina nach einer bariatrischen Operation gefragt hat...

    Jürgen, was wolltest du uns denn mit deinem Beitrag sagen?
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    am 09.12.2014 14:45:01
    hjt_Jürgen schrieb:
    Für die fortschrittlichste Typ2-Anfangsbehandlung müssten wir zur Zeit über den Kanal nach Newcastle reisen. An der dortigen Uni-Klinik hat Professor Taylor in 2011 zum ersten mal gewichtigere Typ2 8 Wochen lang mit VLCD behandelt, Very Low Caloric Diet, so um 600kcal/Tag. Schon nach 1 Woche verringerter Energieaufnahme normalisierte sich der Nüchtern-BZ der Diabetiker bis in den gesunden Bereich. Nach 8 Wochen funktionierten Leber und Bauchspeicheldrüse für 7 von 10 Studienteilnehmern wieder praktisch gesund. Unter einer Voraussetzung: Dass anschließend nicht für das Übergewicht, sondern nur für das Normalgewicht weiter gegessen wurde.

    Und auch wenn die Erfolgsaussicht nicht mal 7 sondern nur 5 oder 4 von 10 wäre, würde ich das Konzept heute mit einer neuen Typ2 Diagnose und etwas mehr Gewicht sofort ausprobieren :)


    aus Beitrag 72967
    Bearbeitet von User am 09.12.2014 14:46:46. Grund: Ergänzung
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    am 09.12.2014 15:15:37
    Naja, eine OP wäre dann doch etwas krass. Sooo dick bin ich nun auch nicht. Aber ich habe den Ansatz glaub ich verstanden. Aber so was extremes würde ich wenn nur mit ärzlicher Begleitung machen.....genau davor warnen ja eigentlich alle.....und ist der Effekt dann nur kurzfristig, und muss man das dann immer wieder machen ? Oder hält das für immer ?

    Stimmt die Abkürzungen hier zehren ein wenig an den Nerven, ich muss parallel immer einen Tab mit Google daneben haben, um schnell zu schauen.

    Ihr habt mich ertappt :-) Es stimmt, 30% meiner Kalorien sind Fett, aber das sind auf jedenfall mehr als 30g!

    Ich habe Logi und HFLC angeschaut, also die Websites und kurz das Forum. Logi klingt eigentlich ganz logisch.....viel Gemüse klingt gesund, und kann ja eigentlich nicht schaden. Da les ich noch mal genauer.

    Aber das andere klingt schon seeehr extrem. Also da kräuseln sich schon ein bißchen die Fußnägel, gerade jetzt, wo ich hier am Fett sparen bin wo es nur geht............
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    am 09.12.2014 17:34:45
    Tina76 schrieb:
    Naja, eine OP wäre dann doch etwas krass. Sooo dick bin ich nun auch nicht. Aber ich habe den Ansatz glaub ich verstanden. Aber so was extremes würde ich wenn nur mit ärzlicher Begleitung machen.....genau davor warnen ja eigentlich alle.....und ist der Effekt dann nur kurzfristig, und muss man das dann immer wieder machen ? Oder hält das für immer ?



    Viele Diabetologen wünschen sich heute schon sone OP für Typ2 mit BMI ab um 30. Und da kann man dann sein Lebtag lang nur noch recht eingeschränkt essen.

    So eine Extrem-Wenig-Ess-Kur wird inzwischen auch hier in D als Kurs mit ärztlicher Begleitung angeboten. Wie lange die Wirkung bei Dir anhalten würde, würde sich sehr stark danach richten, ob Du anschließend wieder die alte Tina füttern würdest oder eine leichtgewichtigere neue. Aber wie lange genau, könntest Du sicher erst in 5 oder 10 oder 20 Jahren sagen.

    Meine persönliche Erfahrung mit so einer selbstgemachten Extrem-Kur bei meinem über 20 Jahre alten Diabetes im Sommer 2013 zeigt im Vergleich zu vorher jetzt im Herbst 2014 recht stabil seit praktisch 1 Jahr etwa 1/3 (war direkt während der Kur auf 1/4 runter gegangen) vom täglichen Grundbedarf an Insulin. -
    Und mit dem Erfolg stelle ich mir vor, dass ich vielleicht heute noch keine Medis für meinen gesunden BZ bräuchte, wenn ich damals 1991 zeitnah zu meiner Diagnose so eine Kur gemacht und mich seitdem an etwas weniger KHs gehalten hätte.
    Bearbeitet von User am 09.12.2014 18:05:42. Grund: Ergänzung
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    am 09.12.2014 20:14:58
    Zuckerle schrieb:
    VLCD? Das musste ich jetzt erst mal googeln...

    Nirgendwo wird so viel Werbung für Extremdiäten gemacht wie hier - und nirgendwo bekommt man so viele Abkürzungen um die Ohren gehauen wie hier...und nirgendwo kann ich lesen, dass Tina nach einer bariatrischen Operation gefragt hat...

    Jürgen, was wolltest du uns denn mit deinem Beitrag sagen?



    Ich mußte auch googeln.
    Irgendwie komm ich da nicht mehr mit. Was soll denn so eine "Diät" bringen, wer soll denn mit 600 Kalorien arbeiten gehn, vor allem, da abzusehen ist, daß nach dieser Kur die Pfunde sofort wieder drauf sind. Oder soll man sich sein Leben lang von 600 Kalorien ernähren?
    Ich hab's mal mit der Atkins Diät versucht. Nie wieder. Mir ging es sehr schlecht und ich hab den fürchterlichsten Unterzucker meines Leben erlebt, obwohl ich damals noch keinerlei Medikamente oder gar Insulin genommen habe.
    Diabetes ist ein Stoffwechselkrankheit, und ich gehe davon aus, daß da nicht nur die BZ Werte betroffen sind. Es ist ja bezeichnend, daß niemand sagen kann. woher diese Krankheit kommt.

    Diese OP halte ich sowieso für Unfug. Warum soll man sich verstümmeln lassen (denn etwas anderes ist es nicht), nur um ein paar Einheiten Insulin einzusparen.
    Meinem Mann mußte wegen Magenkrebs ein Teil des Magens entfernt werden. Es hat Jahre gedauert, bis er wieder einigermaßen normal essen konnte.
    Eine gewisse Berechtigung kann ich da nur bei extremem Übergewicht sehen.

    Mit Diabetes kann man heutzutage gut leben. Warum also solche Absurditäten propagieren. Irgendwie ist jedes Maß verloren gegangen.
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    am 09.12.2014 21:58:53
    Damit es ein bisschen verständlicher wird, hab ich die Zusammenfassung zur ersten Studie von Professor Taylor laienhaft übersetzt:
    schrieb:
    Abstrakt

    Ziel/Hypothese
    Typ2 Diabetes wird als unausweichlich voranschreitend und mit unumkehrbarem Betazell-Versagen betrachtet. Die Hypothese wurde untersucht, dass sowohl Betazell-Versagen wie auch Insulinresistenz mit der Beschränkung der Energieaufnahme umgekehrt werden können.

    Methoden
    11 Menschen mit Typ2 (49.5 ± 2.5 years, BMI 33.6 ± 1.2 kg/m2, 9 männlich, 2 weiblich) wurden untersucht, und zwar 1, 4 und 8 Wochen nach einer 2.5 MJ(600kcal)/Tag Diät. Die basale Glukoseausgabe der Leber, die hepatische (Leber) und periphere Insulinsensitivität und die Betazellfunktion wurden gemessen. Der Fettgehalt von Pankreas und Leber wurde mit einem MRI-Verfahren bestimmt, mit dem Fett- und Wassergehalt getrennt werden können. Eine nach Alter, Geschlecht und Gewicht gleiche 8-köpfige Kontrollgruppe von Nicht-Diabetikern wurde zum Vergleich untersucht.

    Ergebnisse
    Nach 1 Woche verringerter Energieaufnahme normalisierte sich der Nüchtern-BZ der Diabetiker (von 9.2 ± 0.4 auf 5.9 ± 0.4 mmol/l; p = 0.003). Die Unterdrückung der Glukoseausgabe der Leber durch Insulin verbesserte sich von 43 ± 4% auf 74 ± 5% (p  = 0.003 vs baseline; Kontrollgruppe 68 ± 5%). Der Fettgehalt der Leber verringerte sich bei den Diabetikern von 12.8 ± 2.4% auf 2.9 ± 0.2% in der 8. Woche (p = 0.003). Die Insulin-Erstantwort verstärkte sich während des Studiendurchgangs (0.19 ± 0.02 to 0.46 ± 0.07nmol min−1m−2; p kl. 0.001) stark in die Richtung der Werte der Kontrollgruppe (0.62 ± 0.15nmol min−1m−2; p = 0.42). Der Fettgehalt des Pankreas verringerte sich von 8.0 ± 1.6% auf 6.2 ± 1.1% (p = 0.03).

    Schlussfolgerung/Interpretation
    Die Normalisierung von Betazellfunktion und Insulinsensitivität der Leber wurden beim Typ2 Diabetes allein durch Verringerung der Energieaufnahme erreicht. Diese Normalisierung wird im Zusammenhang gesehen mit der Verringerung der Fettansammlungen in Pankreas und Leber. Die unnormalen Funktionen, die dem Typ2 Diabetes zugrunde liegen, lassen sich mit der Verringerung der Energieaufnahme umkehren.


    Nein, keine Heilung, ABER für wenigstens 5 von 10 Betroffenen eine SUPER WIRKSAME BE-Handlung. Völlig ohne Medikamente und mit der guten Aussicht, viele weitere Jahre für den gesunden Blutzucker keine Medikamente zu brauchen :)

    Und viele Menschen fasten jedes Jahr mehrere Wochen und das voll im Arbeitsleben. Schlapp sind die meisten von ihnen dabei nur die ersten 3 Tage, in denen sich der Organismus von der Versorgung vorwiegend aus Glukose auf die vorwiegend aus gespeichertem Fett umstellt. Dann liefert jedes Kilo Speicherfett 9.000kcal Energie, voll ausreichend für die meisten von uns für 3 Tage - schon voll ohne die täglich 600kcal bei der VLCD ;)

    Und JA, wer nach einer Abnehm-Phase wieder wie vor der Abnehm-Phase isst, füttert halt wieder den vor der Abnehm-Phase ran :(
    Bearbeitet von User am 09.12.2014 22:03:50. Grund: Ergänzung
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    Mitglied seit: 08.12.2014
    am 10.12.2014 08:29:33
    Ui, hier gehts aber sehr wissenschaftlich zu.

    Ich hatte eher praktische Tipps von anderen Diabetikern erhofft, die bereits erfolgreich abgenommen haben, und dadurch ihre Werte verbessern konnten.

    Also OP = ausgeschlossen
    600 Kalorien = ausgeschlossen (bin bei WW = etwa 1200 Kalorien schon am Stock gegangen)
    LCHF = ausgeschlossen (zu extrem, zu "ungewöhnlich", zu weit von meiner normalen Ernährung entfernt)
    Logi = klingt bis jetzt am vernünftigsten bzw. gesündestens und kommt meiner Ernährung nahe

    Wer hat mit einer anderen Methode gute Erfolge für sich und seine Werte erzielt ?

    Bin wie gesagt erstmal offen, lese mir gerne einiges durch und suche dann etwas für mich passendes heraus....vielleicht mische ich auch "Methoden".......

    Denn eines erkenne ich jetzt nach ein paar Stunden intensiver Suche (bitte korrigieren, wenn ihr das anders seht):

    LowFat ohne Insulin ist schlecht für mich

    Denn wenn ich sehr wenig Fett esse, aber dafür viele Kohlenhydrate MUSS mein BZ ja aus dem Ruder laufen, und ich habe ja nichts zum gegensteuern, außer meiner schlappen Bauchspeicheldrüse, oder ?

    Beispiel:
    1 Teller Vollkornspaghetti mit fettarmer Tomatensauce (Tomaten, Möhren, Zwiebel, Knoblauch,Gewürze) sind LowFat, aber doch Kohlenhydrate pur, also schlecht für meine schlappe Bauchspeicheldrüse und mich ?

    1 Teller Hackfleischbällchen mit der selben Sauce, aber mit mehr Gemüse drin (zum sättigen) wäre doch besser, da wenig Kohlenhydrate, also wenig Qualen für meine Bauchspeicheldrüse, oder ?

    Habe die Kalorien bei fddb nachgeschaut, zum sättigen bräuchte ich persönlich entweder:

    100g VK-Spaghetti 351 kcal 2,5 g Fett 66,7 g KH 12,5 g EW

    oder

    200g Rinderhack 402 kcal 28 g Fett 2 g KH 36 g EW

    Da klingen jetzt die 50 Kalorien mehr nicht so dramatisch, denn es hätte mit dem Hack ja auch mehr EW, was ja zum Muskelerhalt beim abnehmen gut ist......
    Aber mein BZ bzw. meine Bauchspeicheldrüse würde sich doch freuen ?

    Mit Insulinspritzen sähe das natürlich anders aus, aber die habe ich ja nicht zur Verfügung.................

    Bitte sagen, wenn ich mich da verrenne oder etwas falsch verstehe....ich möchte mich natürlich nicht monatelang total falsch ernähren, nur um abzunehmen......deshalb hoffe ich auf Eure Erfahrungen/Meinungen......

    Bearbeitet von User am 10.12.2014 08:33:04. Grund: Tippfehler
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    am 10.12.2014 09:06:14
    Tina76 schrieb:
    Denn wenn ich sehr wenig Fett esse, aber dafür viele Kohlenhydrate MUSS mein BZ ja aus dem Ruder laufen, und ich habe ja nichts zum gegensteuern, außer meiner schlappen Bauchspeicheldrüse, oder ?


    Genau so ist es.

    Vollkorn bzw. Gemüse mit den vielen Ballaststoffen hilft ein kleines bisschen, weil die Glukose dann nicht alles auf einmal anflutet, sondern etwas langsamer im Blut ankommt. Aber einen größeren Effekt erreichst du dadurch, dass du weniger KH isst. Moderate KH-Reduktion reicht bei vielen Diabetikern dabei aus. Für deinen BZ tust du also das beste, wenn du auf die Menge und die Qualität der KH achtest.

    Beim Reduzieren der KH stehst du vor der Frage, was dann zum Essen übrig bleibt. Die Antwort ist nicht sehr schwer, weil sowohl Eiweiß als auch Fett den BZ nur wenig und langsam ansteigen lassen. Du kannst dir deshalb alle Ernährungen. mit moderater KH-Reduktion ansehen, die zum Abnehmen geeignet sind und die man auf Dauer durchhalten kann. Ich halte es auch für wichtig, dass man auf Erfahrungen von anderen bauen und sich über Rezepte und andere Fragen austauschen kann. Weil das alles bei LOGI gegeben ist, geht meine Empfehlung in diese Richtung. Vielleicht findest du ja noch was anderes, was für dich gut passt.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Suche nach einer diabetesgeeigneten und schmackhaften Ernährung, Rainer
    Bearbeitet von User am 10.12.2014 13:46:40. Grund: .
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    am 10.12.2014 11:31:04
    hjt_Jürgen schrieb:
    Damit es ein bisschen verständlicher wird, hab ich die Zusammenfassung zur ersten Studie von Professor Taylor laienhaft übersetzt:
    schrieb:
    Abstrakt

    Ziel/Hypothese
    Typ2 Diabetes wird als unausweichlich voranschreitend und mit unumkehrbarem Betazell-Versagen betrachtet. Die Hypothese wurde untersucht, dass sowohl Betazell-Versagen wie auch Insulinresistenz mit der Beschränkung der Energieaufnahme umgekehrt werden können.

    Methoden
    11 Menschen mit Typ2 (49.5 ± 2.5 years, BMI 33.6 ± 1.2 kg/m2, 9 männlich, 2 weiblich) wurden untersucht, und zwar 1, 4 und 8 Wochen nach einer 2.5 MJ(600kcal)/Tag Diät. Die basale Glukoseausgabe der Leber, die hepatische (Leber) und periphere Insulinsensitivität und die Betazellfunktion wurden gemessen. Der Fettgehalt von Pankreas und Leber wurde mit einem MRI-Verfahren bestimmt, mit dem Fett- und Wassergehalt getrennt werden können. Eine nach Alter, Geschlecht und Gewicht gleiche 8-köpfige Kontrollgruppe von Nicht-Diabetikern wurde zum Vergleich untersucht.

    Ergebnisse
    Nach 1 Woche verringerter Energieaufnahme normalisierte sich der Nüchtern-BZ der Diabetiker (von 9.2 ± 0.4 auf 5.9 ± 0.4 mmol/l; p = 0.003). Die Unterdrückung der Glukoseausgabe der Leber durch Insulin verbesserte sich von 43 ± 4% auf 74 ± 5% (p  = 0.003 vs baseline; Kontrollgruppe 68 ± 5%). Der Fettgehalt der Leber verringerte sich bei den Diabetikern von 12.8 ± 2.4% auf 2.9 ± 0.2% in der 8. Woche (p = 0.003). Die Insulin-Erstantwort verstärkte sich während des Studiendurchgangs (0.19 ± 0.02 to 0.46 ± 0.07nmol min−1m−2; p kl. 0.001) stark in die Richtung der Werte der Kontrollgruppe (0.62 ± 0.15nmol min−1m−2; p = 0.42). Der Fettgehalt des Pankreas verringerte sich von 8.0 ± 1.6% auf 6.2 ± 1.1% (p = 0.03).

    Schlussfolgerung/Interpretation
    Die Normalisierung von Betazellfunktion und Insulinsensitivität der Leber wurden beim Typ2 Diabetes allein durch Verringerung der Energieaufnahme erreicht. Diese Normalisierung wird im Zusammenhang gesehen mit der Verringerung der Fettansammlungen in Pankreas und Leber. Die unnormalen Funktionen, die dem Typ2 Diabetes zugrunde liegen, lassen sich mit der Verringerung der Energieaufnahme umkehren.


    Nein, keine Heilung, ABER für wenigstens 5 von 10 Betroffenen eine SUPER WIRKSAME BE-Handlung. Völlig ohne Medikamente und mit der guten Aussicht, viele weitere Jahre für den gesunden Blutzucker keine Medikamente zu brauchen :)

    Und viele Menschen fasten jedes Jahr mehrere Wochen und das voll im Arbeitsleben. Schlapp sind die meisten von ihnen dabei nur die ersten 3 Tage, in denen sich der Organismus von der Versorgung vorwiegend aus Glukose auf die vorwiegend aus gespeichertem Fett umstellt. Dann liefert jedes Kilo Speicherfett 9.000kcal Energie, voll ausreichend für die meisten von uns für 3 Tage - schon voll ohne die täglich 600kcal bei der VLCD ;)

    Und JA, wer nach einer Abnehm-Phase wieder wie vor der Abnehm-Phase isst, füttert halt wieder den vor der Abnehm-Phase ran :(



    Also wirklich Jürgen, soll das ein Witz sein?

    Eine "Studie" mit 11 Probanden?
    Jedermann weiß, daß eine derartige Kalorienbeschränkung bei Menschen mit erheblichem Übergewicht (und das hatten die Teilnehmer) die Pfunde purzeln läßt - besonders in der ersten Woche. Klar erreicht man damit eine gewisse Normalisierung, das hätte ich dir auch ohne Studie sagen können. Aber was bringt das auf lange Sicht? Sobald man einigermaßen normal ißt, hat man die Pfunde wieder drauf und möglicherweise noch eins oder zwei dazu. Kein Mensch kann auf Dauer mit 600 Kalorien leben.
    Der Diabetes meiner Mutter ist erst nach der Kriegs- und Nachkriegszeit ausgebrochen, logischerweise. Leider ist sie vorher fast verhungert, weil Mann und Kinder vorgingen bei den schmalen Essensrationen. Und das soll man sich freiwillig antun?
    Was das für ein Leben sein soll mit 600 Kalorien pro Tag, hast du mir leider nicht beantwortet. Ich jedenfalls verzichte darauf, lebe mit meinem Diabetes, ernähre mich vernünftig und maßvoll und spritze mein Insulin.
    Was versprichst du dir davon, wenn du solchen Unfug im Netz verbreitest? Machst du das aus Langeweile oder warum sonst?
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    am 10.12.2014 12:43:35
    Tina76 schrieb:
    Ui, hier gehts aber sehr wissenschaftlich zu.

    Ich hatte eher praktische Tipps von anderen Diabetikern erhofft, die bereits erfolgreich abgenommen haben, und dadurch ihre Werte verbessern konnten.

    ....deshalb hoffe ich auf Eure Erfahrungen/Meinungen......




    habe seit Februar 15 kg abgenommen, spritze morgens 16IE Lantus, danach zum Fühstück 2 Scheiben
    Eiweißbrot, (Vollkorn-Toast lässt den BZ auf 168 ansteigen) Mittags Pellkartoffel und viel Gemüse mit
    Putenfleich und Salat. Abends 3 Scheiben Eiweißbrot mit Schinken oder Käse zusätzlich Apfel. Habe jetzt
    mein Gewicht von 65 kg schon lange gehalten. Metformin wurde bei mir bor 8 Wochen kompl. abgesetzt.
    Der BZ ist nicht mehr über 140 angestiegen.

    mfG
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    am 10.12.2014 13:32:45
    @ EH: Da gibt es noch viel verrücktere Ideen, als nur 600 Kalorien zu essen. Ich durchforste ja gerade das Internet nach Abnehmmethoden......am beklopptesten finde ich bis jetzt immer abwechselnd einen Tag nichts zu essen, und am nächsten Tag dann 3000 Kalorien ! Machen wohl aber viele, man findet jede menge Beiträge.....für mich hieße das ein Tag lang Werte um die 100 und am nächsten um die 300....ich glaube meine Bauchspeicheldrüse würde sich bedanken.

    @Wolle: Du hast ja Insulin zur Hilfe, da kannst Du ja etwas "freizügiger" sein....schmeckt Dir das Eiweißbrot ? Ich hatte das mal zu SiS Zeiten von allen möglichen Supermärkten, aber ich fand es Igitt. Was ich wohl mal esse ist ein EW-Brötchen von Lidl, die gehen. Haben aber ordentlich Kalorien.
    Verfolgst Du denn ein spezielles Diätkonzept/Kalorienzahl oder einfach FDH ?

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    am 10.12.2014 17:42:49
    Tina76 schrieb:
    @ EH: Da gibt es noch viel verrücktere Ideen, als nur 600 Kalorien zu essen. Ich durchforste ja gerade das Internet nach Abnehmmethoden......am beklopptesten finde ich bis jetzt immer abwechselnd einen Tag nichts zu essen, und am nächsten Tag dann 3000 Kalorien ! Machen wohl aber viele, man findet jede menge Beiträge.....für mich hieße das ein Tag lang Werte um die 100 und am nächsten um die 300....ich glaube meine Bauchspeicheldrüse würde sich bedanken.

    gekürzt durch EH




    Zum Glück hab ich es schon vor langer Zeit aufgegeben, nach Diäten zu suchen. Ich hab ja eine Menge versucht, aber von dieser Diät habe ich noch nie gehört. Einen Tag nichts essen und am nächsten 3000 Kalorien? Ich wüßte beim besten Willen nicht, wie ich 3000 Kalorien runterbringen sollte. Der einzige "Erfolg" wäre ja wohl, daß mein BZ Achterbahn fahren würde, das muß ich wirklich nicht haben.
    Ich war ja sehr schlank früher, nachdem sich der Diabetes eingestellt hatte, hab ich in einem Jahr 18 kg zugenommen. Natürlich sollten die wieder weg, schließlich war ich damals noch eine junge Frau. Ich hab alles mögliche probiert, von Atkins, über Kohlsuppe bis Weizengel. Gebracht hat es nichts. Die 18 kg waren wohl meinem Stoffwechselproblem zuzuschreiben, da hilft keine Diät. Irgendwann hab ich dann aufgegeben. Seltsamerweise hab ich angefangen abzunehmen als ich in Rente kam. Gegessen hab ich übrigens immer dasselbe (bis auf die Diäten natürlich) und eher wenig.
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    am 10.12.2014 18:33:56
    EH schrieb:
    Also wirklich Jürgen, soll das ein Witz sein?

    Eine "Studie" mit 11 Probanden?


    Schon ein bisschen wenige, aber ich weiß von wenigen Studien, in denen die Teilnehmer so intensiv untersucht wurden, und bei dem Aufwand ist die Anzahl dann schon ein bisschen begrenzter. Aber die britische Diabetes Gesellschaft hat voriges Jahr 3 Mio Euronen für diese größere Studie ausgelobt. Darin werden über 5 Jahre Typ2 mit traditioneller Behandlung und mit der Taylorschen aufmerksam medizinisch begleitet und verglichen und 2018 ausgewertet.

    Übrigens, auch die ICT ist mal als kleiner Witz gestartet ;)
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    am 10.12.2014 19:16:46
    hjt_Jürgen schrieb:
    EH schrieb:
    Also wirklich Jürgen, soll das ein Witz sein?

    Eine "Studie" mit 11 Probanden?


    Schon ein bisschen wenige, aber ich weiß von wenigen Studien, in denen die Teilnehmer so intensiv untersucht wurden, und bei dem Aufwand ist die Anzahl dann schon ein bisschen begrenzter. Aber die britische Diabetes Gesellschaft hat voriges Jahr 3 Mio Euronen für diese größere Studie ausgelobt. Darin werden über 5 Jahre Typ2 mit traditioneller Behandlung und mit der Taylorschen aufmerksam medizinisch begleitet und verglichen und 2018 ausgewertet.

    Übrigens, auch die ICT ist mal als kleiner Witz gestartet ;)



    Naja, nun soll halt wieder mal das böse Übergewicht für alles verantwortlich sein. Das ist das Pferd von hinten aufgezäumt, ich jedenfalls kann die Idee eines einzelnen Arztes nicht als eine Offenbarung des Himmels ansehen.

    Viel wird die "Studie" sowieso nicht bringen, den viele der Probanden werden nach 5 Jahren verhungert sein. Allerdings haben sie dann ja auch keinen Diabetes mehr. so gesehen......

    Warum kommt eigentlich niemand auf nahenliegendste Idee: Typ2 wurde früher überhaupt nicht beachtet. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen an den Folgen dieser Krankheit verstorben sind, ohne daß jemand die wirkliche Ursache bemerkt hätte. Wenn dann wirklich mal ein Diabetiker Jahre nach der Erkrankung diagnostiziert wurde, dann war er natürlich dick, das ist nämlich eine Folge des Diabetes, nicht seine Ursache.
    Aber das ist ja viiiiel zu einfach.
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    am 10.12.2014 19:49:53
    Tina76 schrieb:


    @Wolle: Du hast ja Insulin zur Hilfe, da kannst Du ja etwas "freizügiger" sein....s


    @ Tina,
    Wolle hat mit Lantus ein Langzeitinsulin, das hilft ihm zu den Mahlzeiten nur sehr wenig.

    lg
    Paul
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    am 10.12.2014 19:51:06
    EH schrieb:
    Warum kommt eigentlich niemand auf nahenliegendste Idee: Typ2 wurde früher überhaupt nicht beachtet. Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen an den Folgen dieser Krankheit verstorben sind, ohne daß jemand die wirkliche Ursache bemerkt hätte.


    Trifft sich mit dem, was ich grad für nen Typ2 Guru geschrieben hab:
    "Nichtinsulinpflichtiger Diabetes wurde erst seit den 40ger Jahren des vorigen Jahrhunderts sehr vereinzelt diagnostiziert und systematisch bei uns in D erst seit Ende der 90ger Jahre. Mitte der 90ger haben übrigens die diabetischen Herzinfarkte und Schlaganfälle einen Riesensatz gemacht, weil von da an auch direkt nach dem Ableben nach dem BZ geschaut wurde. Die Gesamtzahl der Todesfälle hat sich damit natürlich nicht erhöht."


    EH schrieb:
    Wenn dann wirklich mal ein Diabetiker Jahre nach der Erkrankung diagnostiziert wurde, dann war er natürlich dick, das ist nämlich eine Folge des Diabetes, nicht seine Ursache.
    Aber das ist ja viiiiel zu einfach.


    In dem Zusammenhang noch eine interessante Auffällifkeit: Wir 2er haben ja in mehreren Wellen epidemiemäßig an Zahl zugenommen - aber seit so etwa 20 Jahren sind recht stabil 8-9 von 10 Neudiagnosen Typ2. Bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass der Typ1 im selben Maße zugenommen hat und legt immer noch die Vermutung nahe, dass die beiden Typen in ihrem Ursprung gar nicht soooooo weit von einander entfernt sein könnten?
    Bearbeitet von User am 10.12.2014 19:52:19. Grund: Ergänzung
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    am 11.12.2014 09:54:24
    Wenn ich behaupten würde, der Diabetes ist schuld an meinem Übergewicht, wäre das gelogen !
    Ich war schon immer recht kräftig ! Und bin auch eine gute Esserin...da gibt es nichts schön zu reden !

    Viele bei der Schulung hatten schon abgenommen und ALLE sagten, ihre Werte hätten sich deutlisch verbessert. Da MUSS es einen Zusammenhang geben !

    Ich werde es aufjedenfall versuchen und dann gerne berichten..............mit welcher Methode auch immer....

    Das mit den 3000 Kalorien wäre für mich ehrlich gesagt gar kein Problem. Aber der nächste Tag mit 0 Kalorien...ohoh.....aber goggle mal, das ist voll beliebt...aber ich hab noch von keinem Diabetiker gelesen, dass er das gemacht hat !

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.alternierendes-fasten-einen-tag-essen-einen-tag-fasten.e9953341-ca25-4637-bc19-ef2a604b5b0c.html
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    am 11.12.2014 15:17:59
    Tina76 schrieb:
    Wenn ich behaupten würde, der Diabetes ist schuld an meinem Übergewicht, wäre das gelogen !
    Ich war schon immer recht kräftig ! Und bin auch eine gute Esserin...da gibt es nichts schön zu reden !

    Viele bei der Schulung hatten schon abgenommen und ALLE sagten, ihre Werte hätten sich deutlisch verbessert. Da MUSS es einen Zusammenhang geben !

    Ich werde es aufjedenfall versuchen und dann gerne berichten..............mit welcher Methode auch immer....

    Das mit den 3000 Kalorien wäre für mich ehrlich gesagt gar kein Problem. Aber der nächste Tag mit 0 Kalorien...ohoh.....aber goggle mal, das ist voll beliebt...aber ich hab noch von keinem Diabetiker gelesen, dass er das gemacht hat !

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.alternierendes-fasten-einen-tag-essen-einen-tag-fasten.e9953341-ca25-4637-bc19-ef2a604b5b0c.html



    Vielen Dank für den Link. Ich hatte noch nie von dieser Methode gehört, aber ich finde, es ist eigentlich nichts neues. Es ist das übliche Kalorieneinsparen, denn ob ich an einem Tag 3000 Kalorien verzehre oder an 2 Tagen jeweils 1500, das kommt doch auf's selbe raus. Vielleicht kann man damit die Psyche täuschen, aber gesund ist es bestimmt nicht.

    Klar gibt es einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und den Zuckerwerten. Wer weniger wiegt, braucht weniger Insulin und die BSD muß keine Überstunden machen.
    Bei mir und meiner Schwester war es tatsächlich so, daß wir erst zunahmen, als der Diabetes sich bereits gemeldet hatte. Da meine Schwester 9 Jahre älter war als ich, tut es mir heute noch leid, daß ich ihr damals die Hölle heiß gemacht habe, daß sie abnehmen sollte. 9 Jahre später war ich dann soweit.
    Bei den 2 Kuren, die ich gemacht habe, habe ich auch eine Handvoll Leute getroffen, denen es auch so ging. Daher gehe ich davon aus, daß der Grund für dieses Phänomen der Mody-Typ war.
    Daß Diabetiker oft dick sind, kann aber auch dran liegen, daß viele Diabetiker erst erkannt werden, wenn die Krankheit schon monate- oder gar jahrelang manifestiert ist.

    Daß dir das Abnehmen schwer fällt, kann schon daran liegen, daß du eine Insulinresistenz hast, die den Gewichtsverlust verhindert. Bekanntermaßen ist ja Insulin ein Masthormon, da kann man sich schon vorstellen, was hohe Insulinspiegel ausmachen.
    Bevor jetzt wieder die "Wissenschaftler" hier über mich herfallen, das soll keine Behauptung sein, die ich beweisen kann, sondern entpringt nur den Gedanken eines Langzeitdiabetikers, der sich zeit seines Lebens seine Gedanken über seine Krankheit gemacht hat, weil die landläufigen Erklärungen überhaupt nicht auf ihn passen.

    Es ist vernünftig, wenn du versuchst abzunehmen, zumal du ja meinst, deine Ernährung sei nicht optimal. Mach aber bitte keine Crash-Diäten, die bringen nichts, außer ein paar Pfunden mehr.
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    am 11.12.2014 16:40:04
    Nein keine Crashdiät, dafür bin ich viel zu verfressen.

    Ich habe mir jetzt mein eigenes Testgerät bestellt, und werde erstmal meine Werte checken.

    Dann sehe ich ja, ob meine Vermutung stimmt, dass die teilweise zu hoch sind, und ich darum nicht abnehme......wenn die o.k. sind, muss ich neu überlegen.

    Aber Abnehmerfolge hat hier leider immer noch keiner gepostet .....
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    am 11.12.2014 16:45:35
    Abnahmeerfolge habe ich deshalb nicht gepostet, weil sie immer, aber wirklich auch immer, von Tante Jojo quittiert wurden *grummel*

    Einzig damit https://www.lowfett.de/ hatte ich schon mehrfach Erfolge. Aber für lebenslänglich reichts bei mir einfach nicht...
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    am 11.12.2014 16:50:23
    Tina76 schrieb:
    Nein keine Crashdiät, dafür bin ich viel zu verfressen.

    Ich habe mir jetzt mein eigenes Testgerät bestellt, und werde erstmal meine Werte checken.

    Dann sehe ich ja, ob meine Vermutung stimmt, dass die teilweise zu hoch sind, und ich darum nicht abnehme......wenn die o.k. sind, muss ich neu überlegen.

    Aber Abnehmerfolge hat hier leider immer noch keiner gepostet .....



    Ich meinte den Insulinspiegel im Blut, der erhöht ist, weil das in der BSD gebildete Insulin nicht in die Zellen gelangt. Ich glaube, das kann nur ein Arzt messen.
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    am 11.12.2014 16:51:37
    Zuckerle schrieb:
    Abnahmeerfolge habe ich deshalb nicht gepostet, weil sie immer, aber wirklich auch immer, von Tante Jojo quittiert wurden *grummel*

    Einzig damit https://www.lowfett.de/ hatte ich schon mehrfach Erfolge. Aber für lebenslänglich reichts bei mir einfach nicht...



    Genauso ging's mir auch. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr.
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    am 11.12.2014 17:04:30
    Ja, Jojo und ich sind alte Freunde. Wie gesagt war schon immer kräftig, das liegt nicht am Diabetes und habe schon oft abgenommen (und wieder zu).

    ABER was mich im Moment am meisten nervt: Ich esse keine Süßigkeiten, kein Kuchen, kein Eis, trinke nichts mit Zucker. Alleine dies ohne weitere Diät spart mir locker um die 400 Kalorien am Tag !!! Seit der Schulung habe ich zusätzlich das Fett der restlichen Nahrung reduziert und trotzdem nichts abgenommen .......

    Das nervt ! Da muss es doch was geben, was man auf Dauer durchhält und wo man was bei abnimmt....ich erwarte keine Wunderkur, wo ich Sahnetorte essen darf und trotzdem abnehme, aber ich kann auch nicht den Rest meines Lebens am Grünzeug nagen, nur um etwas abzunehmen.

    Ich schieb es mal auf die Zuckerwerte und die hohe Insulinausschüttung. Mit dem Messgerät werde ich ja sehen, wo ich stehe und ob es das sein könnte.
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    am 11.12.2014 17:25:15
    Tina76 schrieb:

    Aber Abnehmerfolge hat hier leider immer noch keiner gepostet .....


    hey, 25kg seit Sommer 13, allerdings mit Futter, von dem Du schon geschrieben hast, dass es nicht durch Deinen Hals gehen würde :(
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    am 11.12.2014 17:54:26
    Ja Jürgen, ich bin ja offen und lese mich schlau, aber wenn es etwas dauerhaftes sein soll, muss es ja auch dauerhaft zu mir und meinem Leben passen.

    Man kann auch abnehmen, in dem man sich bei diesem Wetter nackend auf den Balkon stellt und dabei ein Buch liest ! Ist wissenschaftlich erwiesen und erprobt......aber möchte ich das ?........dauerhaft?..............

    Ich wäre ja für einfrieren, und auftauen, wenn es es das Wundermittel gegen Diabetes, aber pro Abnahme gibt.......
  • Kato01

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    am 11.12.2014 19:27:24
    Hallo,
    bewegst du dich denn genug???
    Trinkst du genug..?
    Das ist nicht zu unterschätzen ,
    ich habe auch 2 und war noch nie übergewichtig,hab mich immer bewegt.....!
    Viel Erfolg ))
    LG
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    am 14.12.2014 09:23:39
    Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines eigenen Bz-Meßgerätes :-)

    Der erste Wert war nicht so toll, weil ich vor Neugierde sofort gemessen hatte, meine Mahlzeit aber noch nicht lange zurück lag: 172

    Abends sah es dann schon besser aus: 127 nach 2 Stunden

    Heute morgen ganz nüchtern war er 112.

    Tut auch nicht so weh wie befürchtet. Beim Arzt die Hilfe quetscht ja immer gleich so ein ganzes kleines Röhrchen voll....und bei meinem Vater hab ich Dussel natürlich direkt in die dickste Mitte der Zeigefingerkuppe gepickst.

    Heute werde ich dann mal mit verschiedenen Lebensmitteln schauen, wie die Werte dann sind.

    Ich werde dafür erstmal alle KH normal große Portionen essen, schauen wie die Werte sind, und dann evtl. die Portionen den Meßergebnissen anpassen.

    Ich richte mich da aber nach meinen Meßwerten, und nicht nach irgendwelchen Vorgaben: So und soviele KH DÜRFEN Sie essen. Entscheidet mein Körper dann selber :-)

    Denn eins weiß ich nun : Abnehmen (egal auf welche Art) funktioniert nur mit guten BZ Werten !

    Ich kann das nicht so wissenschaftlich erklären, wie andere hier, aber solange mein BZ zu hoch ist, und ich dadurch viel zu viel Insulin in mir habe, wird das nichts mit dem abnehmen...........

    Lag also wohl doch nicht an falscher Fettberechnung oder so ?

    Ich werde berichten......
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    Mitglied seit: 11.05.2014
    am 14.12.2014 10:52:04
    Hallo Tina!

    geh mal bitte auf arte.tv+7

    rechter Pfeil bis Samstag 13. Dezember X:enius
    Volkskrankheit Diabetes Typ 2
    dauert ca. 28 Minuten

    viele Grüße
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 14.12.2014 12:21:49
    Sehr interessant ,
    auch die Feinstaub Theorie ......
    Danke ))
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    am 14.12.2014 12:44:31
    Danke, wirklich sehr interessant !

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    am 14.12.2014 23:21:16
    machst du super, tina :-)

    beim stechen habe ich schnell herausgefunden, dass die seiten viel weniger wehtun. jeder hat da so seine lieblingsfinger. bei mir sind es die kleinen finger an der innenseite. da bin ich mir oft nicht sicher, ob es überhaupt "gesessen" hat, da es keinen pieks gibt. nach einer weile kann es sogar fast richtig spaß machen herauszufinden, welches lebensmittel wie anschlägt.

    wenn du dir noch langsam ein ordentliches sportprogramm aufbaust wirst du staunen, wie weit deine nüchternwerte runtergehen werden. da wirst du vermutlich locker unter die 100 kommen bei deinen ausgangswerten.
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    am 15.12.2014 19:56:27
    Sport geht nicht wegen meinem Knie. Ist mein Trumpf in der Hinterhand.

    Mit dem Messen/Piecksen bin ich jetzt auch schlauer.

    Ich werde jetzt auch erstmal essen und messen und messen und essen und dann berichten.
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    am 18.12.2014 12:07:41
    Ich habe den "Fehler" gemacht und hier mal quergelesen im Forum. Mit Verlaub: Ihr habt einen Knall.
    Wir sitzen doch alle im selben Boot, und anstatt sich gegenseitig zu unterstützen und Tipps zu geben, zerfleischt ihr Euch hier gegenseitig. Schade ! Sowas habe ich nicht erwartet oder gesucht !

    Stress erhöht den Zuckerspiegel ! Und Ihr stresst Euch hier noch zusätzlich !

    Jeder wie er meint ...... meine Lesezeit ist mir für sowas zu schade.

    Hier für alle ehrlich Interessierten, die sich ernsthaft mit dem Thema Diabetes und Verbesserung ihrer BZ-Werte durch Abnahme/Ernährung beschäftigen, meine gewonnen Erkenntnisse:

    Ich denke LowCarb, also eine Reduzierung von Kohlenhydrate bei der täglichen Ernährung ist das Sinnvollste bei Typ2 mit Metformin. Andere Medikamente und Insulin erlauben ja größere Mengen KH, aber ich möchte es solange wie möglich versuchen ohne so etwas auszukommem !

    Ich habe einiges gelesen und sehr viel gegessen und gemessen. Hier meine persönliche, total subjektive Meinung ohne irgendwelche medizinische Ausbildung und Diabetesneuling:

    LowCarb = Da gibt es keine genaue Definition wieviel nun eigentlich von was erlaubt ist. Zu schwammig.

    LCHF = Mehr Fett ist o.k. Aber sich Fett zwanghaft reinzuzwingen, zur Not sogar Butter im Kaffee zu trinken um auf seine Fettmenge zu kommen, ist mir zu extrem ! Andere Ansätze, wie die Auswahl guter Lebensmittel, keine chemische Zusätze usw. klingt gut. Zu extrem

    Atkins = Viel zu viele und zu starre Regeln und Verbote ! Mir auch viel zu viel EW ! Gerade Diabetiker sollten ja achtsam mit ihren Nieren umgehen. Die Niere wächst mit ihren Aufgaben ? Ich weiß nicht.
    Zu extrem

    Logi = Klingt bisher am gesündesten und vernünftigsten. Viel Gemüse, niedriger GL der KH, normale Mengen EW, normale Mengen Fett, aber mehr als üblich bei "Diäten". Wenn man es richtig machen will, enorme Mengen Gemüse nötig.

    Ich werde MEINE Form von Logi leben. Ich werde mir nicht zwanghaft 2/3 Gemüse bei meiner Mahlzeit reinstopfen. ABER ich werde normal mein Fleisch essen, nicht mehr so sparsam mit Fett sein, keine fettarmen Ekelprodukte mehr kaufen, und meinen Gemüseanteil DEUTLICH erhöhen, und meine Beilagen-KH DEUTLICH verringern !
    Eigentlich tausche ich die Menge der Beilage mit der Menge des Gemüses.

    So verzichte ich auf nichts, ernähre mit vollwertig und gesund UND war bei keiner Mahlzeit über meinen Sollwerten beim BZ !

    Da Gemüse kalorienarm den Magen sehr gut füllt, nimmt man auch automatisch weniger Kalorien zu sich, was natürlich gut für eine Abnahme ist. Ich darf heute aktuell stolze 2 Kg Gewichtsverlust in nicht ganz einer Woche vermelden ! Und das tollste ich war immer satt ! Konnte alles essen, nur die Gewichtung war eine andere !

    Bitte denkt mal darüber nach, Euch ALLE zu löschen und unter anderen (nicht ähnlich klingenden Namen) neu anzumelden, und so neu zu starten ! Ich sehe keinen anderen Ausweg für Euch, Eure Nerven und Euren Streßpegel !

    Tschüss, danke für die versuchte Hilfe !
    Und danke Rainer für den Stups in die richtige "logische" Richtung !!!!!!!!!!!!!
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    am 18.12.2014 12:45:05
    Doch, es gibt einen anderen "Ausweg", man muß ja nicht in diesem Forum schreiben, oder - besser noch - man sucht sich ein moderiertes Forum.

    Ich hab vor Jahren mal in diesem Forum geschrieben und bin dann gegangen, es war keine gute Idee, zurückzukehren.