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am 09.12.2014 10:45:47
Hallo zusammen,
*einen lieben Gruss in de Runde geschickt*
ich habe Diabetes Typ 2, nehme einiges an Medikamente, spritze Abends stets die gleiche Dosis Insulin und habe das folgende Problem :
- nach jedwegiger Form von Anstrengung fällt mein Blutzuckerwert in den Keller (zwischen 50-60).
Ich weiss wie ich ihn wieder in den NormalBereich bekomme, aber ich verstehe nicht wieso er jedes Mal so tief fällt. Ach ja mit Anstrengung meine ich eine halbe Stunde bügeln, oder Bild malen, 3 mal Treppe gehen, Spülmachine ausräumen. Nach jeder einzelner Tätigkeit/Anstrengung geht's los auf Talfahrt.
Hat da jemand einen Tipp eine Erklärung?
Gruss, holie -
am 09.12.2014 10:55:54
Hallo Holie,
die Erklärung ist einfach: Bei Bewegung wirkt das Insulin (eigenes und gespritztes) besser und senkt deshalb den BZ bei dir zu weit ab.
Was für Diabetesmedikamente nimmst du sonst noch? Welches Inslin spritzt du? Wahrscheinlich wirst du das Langzeitinsulin reduzieren müssen, weil zumindest bei Bewegung bei dir zu viel Insulin da ist.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 09.12.2014 10:56:14. Grund: . -
am 09.12.2014 12:58:50
Danke fürs antworten.
Ich nehme noch :
Diabetes:, Janumet, Forxigo, Novonorm + Lansur
Bluthochdruck: Belsar, Vasexten, Concor, Cardioaspirine
Colesterol : Simvastatine
und
Arcoxia wegen Entzündung im Knie (Kreuxbandriss und Arthrose)
Das Insulin ist : Lantus Solostar 30 Einheiten Abends
Das Novonorm wurde schon reduziert von 5 auf 3 Tabletten pro Tag.
Gruss, holi -
am 09.12.2014 13:43:11
Die Menge Deiner Zucker-Medis macht praktisch unmöglich, den Blutzucker jeweils der Situation angepasst zu steuern. Wenn der Blutzucker damit insgesamt ausreichend niedrig verläuft, sackt er mit etwas mehr Bewegung sofort in den Keller. Wenn Du so wenig z.B. Lantus nimmst, dass er mit Bewegung nicht mehr in den Keller sackt, ist er wahrscheinlich die übrigen Zeiten zu hoch.
Deutlich gezielter könntest Du mit Lantus zur Grundversorgung und statt der übrigen Tabletten einem kürzer wirkenden Insulin zum Essen umgehen. Schon mal mit Deinem Dok drüber gesprochen? -
am 09.12.2014 14:23:16
holi schrieb:
Ich nehme noch :
Diabetes:, Janumet, Forxigo, Novonorm + Lansur
Das Insulin ist : Lantus Solostar 30 Einheiten Abends
Hallo Holi,
Lansur sagt mir nichts, Hast du dich da nur verschrieben und meintest Lantus?
Ansonsten senken das Insulin (Lantus) und Novonorm den BZ und können zu Unterzuckerungen führen. Janumet (Januvia und Metformin) und Forxiga senken den BZ nur, wenn er zu hoch ist und verursachen keine Hypos.
Als erstes wäre das Weglassen von Novonorm sinnvoll und wenn das nicht ausreicht, müsste die Lantus-Dosis verringert werden. Rede mal mit deinem Arzt darüber, ob du Novonorm ab sofort weglassen kannst.
LG Rainer -
am 13.12.2014 11:17:49
hjt_Jürgen schrieb:
Die Menge Deiner Zucker-Medis macht praktisch unmöglich, den Blutzucker jeweils der Situation angepasst zu steuern. Wenn der Blutzucker damit insgesamt ausreichend niedrig verläuft, sackt er mit etwas mehr Bewegung sofort in den Keller. Wenn Du so wenig z.B. Lantus nimmst, dass er mit Bewegung nicht mehr in den Keller sackt, ist er wahrscheinlich die übrigen Zeiten zu hoch.
Das ist die perfekte Beschreibung meiner momentanen Situation.
hjt_Jürgen schrieb:
Deutlich gezielter könntest Du mit Lantus zur Grundversorgung und statt der übrigen Tabletten einem kürzer wirkenden Insulin zum Essen umgehen. Schon mal mit Deinem Dok drüber gesprochen?
Über diese Variante habe ich noch nicht mit meinem Dok gesprochen - er ist der Meinung, dass ich mit Bewegung und passender Ernährung so weit hin bekomme, dass ich kein Lantus mehr brauche. -
am 13.12.2014 11:25:56
Rainer schrieb:
Lansur sagt mir nichts, Hast du dich da nur verschrieben und meintest Lantus?
Sorry...mein Fehler, ich meinte tatsächlich Lantus
Rainer schrieb:
Ansonsten senken das Insulin (Lantus) und Novonorm den BZ und können zu Unterzuckerungen führen. Janumet (Januvia und Metformin) und Forxiga senken den BZ nur, wenn er zu hoch ist und verursachen keine Hypos.
Als erstes wäre das Weglassen von Novonorm sinnvoll und wenn das nicht ausreicht, müsste die Lantus-Dosis verringert werden. Rede mal mit deinem Arzt darüber, ob du Novonorm ab sofort weglassen kannst.
Ich gehe jetzt jede Woche zu meinem Hausarzt und er verringert meine Medikamente Schritt für Schritt, im Moment wird das Novonorm reduziert. Lantus soll langfristig komplett wegfallen, das ist der Plan.
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am 13.12.2014 11:59:01
Das ist ein guter Plan - ich wünsche dir viel Erfolg. :=)
Wenn du das Forxiga nicht allzu gut veträgst, dann würde ich nach Novonorm als nächstes das weglassen. Das wären Probleme mit Blase, Nieren und Genitalpilzinfektionen, die häufig auftreten. Forxiga senkt andererseits den BZ effektiv und ist, falls diese Nebenwirkungen bei dir nicht auftreten, ein gutes Medikament.
Wenn du schneller von den vilen Medikametnen wegkommen willst, dann solltest du besonders auf die Kohlenhydrate achten und die moderat reduzieren, sowie viel Sport treiben. Wenn du zur diabetersgerechten Ernährung ein gutes Buch lesen willst, dann kann ich dir dieses empfehlen.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 13.12.2014 12:54:09. Grund: . -
am 14.12.2014 08:15:04
Rainer schrieb:
Wenn du das Forxiga nicht allzu gut veträgst, dann würde ich nach Novonorm als nächstes das weglassen. Das wären Probleme mit Blase, Nieren und Genitalpilzinfektionen, die häufig auftreten. Forxiga senkt andererseits den BZ effektiv und ist, falls diese Nebenwirkungen bei dir nicht auftreten, ein gutes Medikament.
Zwei der von dir genannten gehäuft auftretenden Problemen bei Forxiga sind da, zur Zeit sogar sehr present...ich werde meinen Arzt nächsten Mittwoch darauf ansprechen. Danke für den Hinweis.
Rainer schrieb:
Wenn du schneller von den vilen Medikametnen wegkommen willst, dann solltest du besonders auf die Kohlenhydrate achten und die moderat reduzieren, sowie viel Sport treiben. Wenn du zur diabetersgerechten Ernährung ein gutes Buch lesen willst, dann kann ich dir dieses empfehlen.
Kohlenhydrate moderat reduzieren ist so ein BalanceAkt und braucht viel Planung meinerseits - immer wieder Pausen einlegen um den BZ wieder zu heben, die begleitenden Symptome abklingen zu lassen, oft springt der BZ zu hoch, also muss sich das wieder regulieren und mich dann auf den nächsten Kellerfall sprich Bewegung/Aktivität einzulassen.
Es ist im Moment eine richtige DetektivArbeit oder passender ein JonglierAkt.
Danke für die Buchempfehlung.
Ach ja, gibt es eine Möglichkeit den zu hohen BZ aktiv zu reduzieren? Ähnlich wie bei zu niedrigem BZ Traubenzucker usw.
Gruss, holi
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am 14.12.2014 09:08:17
Ach ja, gibt es eine Möglichkeit den zu hohen BZ aktiv zu reduzieren? Ähnlich wie bei zu niedrigem BZ Traubenzucker usw.
Klar, hat Rainer ja auch schon geschrieben: Kohlenhydrate reduzieren und Sport !
Abnehmen soll auch viel helfen.
Grundsätzlich nimmst Du ja Deine Medikamente, um Deinen BZ zu senken. Wenn Du aber aktiv etwas dafür tun möchtest (so wie ich), um weniger Medikamente oder niedrigere Dosen zu nehmen, bleibt Dir nur dieser steinige Weg.
Oder meintest Du Tipps in der Richtung: Zimt senkt den BZ ? Vergiss es.......mein Vater hat seit Jahrzehnten Diabetes und all dies ausprobiert, wenn überhaupt: Minimalste Ergebnisse. Erst als er unfreiwillig durch einen langen Krankenhausaufenthalt 15 Kg abgenommen und zur Physiotherapie gezwungen wurde, hatte er Traumwerte und hinterher einen Hba1c Wert von 6,3..........aber das war leider einmal.....danach ließ er es wieder schleifen......
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.12.2014 10:42:56
Ich gehe schon den "steinigen Weg" und mein Hba1c Wert ist 6,3.
Und doch habe ich noch immer diese Ausrutscher, sowohl nach oben wie auch nach unten.
Die nach unten werden seltener, die Medikamente wurden reduziert und ich achte sehr darauf mich so wenig wie möglich zu bewegen und keine Kohlenhydrate zu essen.
Die Ausrutscher nach oben machen mir noch ein bisserl Sorgen, die begleitenden Symptome sind doch erheblich und kommen auch überfall-artig. Ich hatte halt gehofft es gäbe für erhöhten BZ etwas das ich tun kann um den Wert schnell zu senken und die Beschwerden ebenfalls schnell in den Griff zu bekommen.
Aber auch gut wenns nichts gibt in der Richtung dann muss es halt so funktionieren.
Danke für die Mühe
Gruss, holi -
am 17.12.2014 12:03:29
holi schrieb:
die Medikamente wurden reduziert und ich achte sehr darauf mich so wenig wie möglich zu bewegen und keine Kohlenhydrate zu essen.
Regelmäßige Bewegung ist da eher das Zaubermittel.
Für die Bewegung könntest du in Absprache mit dem Arzt die Medikamente noch etwas senken, oder mal schauen wieviel BE (Broteinheiten) oder KH (Kohlenhydrate) du für z.B. eine halbe Stunde Spazierengehn brauchst, und diese dann vorm losgehen essen.
schrieb:
Ich hatte halt gehofft es gäbe für erhöhten BZ etwas das ich tun kann um den Wert schnell zu senken und die Beschwerden ebenfalls schnell in den Griff zu bekommen.
Dafür gibt es Insulien.
Paul
Bearbeitet von User am 17.12.2014 12:05:17. Grund: . -
am 17.12.2014 13:58:40
holi schrieb:
Ach ja, gibt es eine Möglichkeit den zu hohen BZ aktiv zu reduzieren? Ähnlich wie bei zu niedrigem BZ Traubenzucker usw.
ich weiß nicht, wie fit du körperlich bist. aber das mittel der wahl ist hier eine an die leistungsgrenze gehende, intensive sporteinheit. der BZ sinkt dann ohne medikamente sofort drastisch. wichtig ist, dass die leistungsgrenze angepeilt wird. dazu ist körperliche vorfitness entsprechend unbedingt erforderlich. sonst würdest du dir nur an anderer stelle schaden, den teufel mit dem belzebub austreiben ;-)
besonders effektiv ist zb. sprinttraining. gerade auch intervalltraining. geht auch auf dem fahrrad, ist gelenkschonender. falls du allgemeines krafttraining machst, solltest du zwischen den übungen aktive pausen machen, puls hochhalten. je nachdem was du gegessen hast wäre es noch wichtig, dass du die intensität geeignet lange aufrecht erhältst, weil ja immer wieder zucker nachschießt aus der verdauung. andernfalls, also bei zu kurzer trainingseinheit, bekommst du sehr unschöne schwankungen. also 1 mal die straße rauf und runter sprinten, puls bei 90%, wird deinen BZ sofort senken. aber danach wird er sofort wieder steigen, wenn die belastung wegfällt. den fehler habe ich mal gemacht und bin dann mehrere male zwischen 170 und 100 rumgesprungen, quasi im minutentakt.
das ist aber auch nur ein akutratschlag. grundsätzlich sollte gelten, dass du akutsituationen gar nicht erst entstehen lässt. und außerdem nochmal der hinweis, dass du in entsprechender form sein musst. pulsbelastungen über 90% sind nicht ohne für deinen körper und setzen gutes vortraining voraus. dann kommt es noch aufs alter an: ab einem gewissen alter sind solche pulsbelastungen grundsätzlich eher tabu.
aber um deine frage eindeutig zu beantworten: ja, "leistungs"sport :-) -
am 17.12.2014 14:12:38
holi schrieb:
Ich nehme noch :
Diabetes:, Janumet, Forxigo, Novonorm + Lantus
Bluthochdruck: Belsar, Vasexten, Concor, Cardioaspirine
Colesterol : Simvastatine
und
Arcoxia wegen Entzündung im Knie (Kreuxbandriss und Arthrose)
Da ist das Purea-Ausdauerprogramm genau das richtige..... -
am 17.12.2014 14:32:12
ja, deshalb auch meine warnhinweise bezüglich notwendiger körperlicher vorfitness. kann ja nicht schaden, dass du das nochmal herausstellst ;-)
das ist übrigens weit davon entfernt, ein ausdauerprogramm zu sein. -
am 17.12.2014 14:39:46
purea schrieb:
....andernfalls, also bei zu kurzer trainingseinheit, bekommst du sehr unschöne schwankungen. also 1 mal die straße rauf und runter sprinten, puls bei 90%, wird deinen BZ sofort senken. aber danach wird er sofort wieder steigen, wenn die belastung wegfällt. den fehler habe ich mal gemacht und bin dann mehrere male zwischen 170 und 100 rumgesprungen, quasi im minutentakt.
Solche Minuten-Takt-Schwankungen kommen mir ziemlich komisch vor - und wir Typ-1-Einser sind die Schwankungs-Experten.
Die Nummer mit dem Sofort-BZ-Senken beim Typ2er kenne ich so nicht - und ich bin oft sportlich mit einigen Typ 2 unterwegs. -
am 17.12.2014 14:57:58
naja, es könnten natürlich auch messfehler gewesen sein. halte ich aber eher für unwahrscheinlich. ich hatte davor tortellini gegessen, die gier war groß. mit entsprechendem bz-resultat. danach kurz sprinten, bz wieder runter. dann dauerte es nicht lange und der bz war wieder oben. dann wieder sprinten, bz wieder unten. nicht lange und bz war erneut oben...und so weiter. macht meines erachtens auch sinn, weil die tortellini ja ständig nachgeschossen haben. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 17.12.2014 15:13:18
das ist mal wieder von der selbsternannten diabetes expertin der grösste schwachsinn den es gibt, aber naja. Wenn Du Diabetes hättest wüßtest Du das Sport nicht bei allen Diabetikern gleich wirkt. Bei mir geht beim Sport leider der Blutzucker hoch, was bei vielen Diabetikern keine Seltenheit ist, aber wie soll das auch jemand erklären können der slbst nicht betroffen ist. -
am 17.12.2014 15:20:11
purea schrieb:
danach kurz sprinten, bz wieder runter. dann dauerte es nicht lange und der bz war wieder oben. dann wieder sprinten, bz wieder unten. nicht lange und bz war erneut oben...und so weiter. macht meines erachtens auch sinn, weil die tortellini ja ständig nachgeschossen haben.
Hmmmm.... bist Du sicher, keinen Typ 1 zu haben (LADA) zu haben?
Beim Laufen sind 2 schlanke, fitte Typ2 dabei - und da bewegt sich am BZ frühestens nach 45 Minuten was.
Mit so einer hohen Empfindlichkeit und schnellem Einschleusen von Glukose würde ich dann mal den Doc fragen. -
am 17.12.2014 15:39:15
sicher kann man sich da nie sein. man weiß ja nicht, ob ich zu jenen zähle, die gerade keine AK haben und trotzdem einen lada ausbrüten. werden wir in ein paar jahren wissen ;-). bis dahin verlasse ich mich da lieber auf eine astreine diagnosestellung einer uniklinik und bin weiter proaktiv.
du sprichst vom _laufen_. das ist eine gänzlich andere nummer als leistungstraining. du bist im aeroben bereich, pulsbelastungen bis um die 70%. je nachdem, wie fit ihr seid und welches alter ihr habt, testet doch mal spaßeshalber mit leistungstraining. du wirst staunen, wie sehr der körper nach schneller energie verlangt und den zucker im blut wegballert, wenn du in den anaeroben leistungsbereich vordringst.
wie gesagt: 2 verschiedene paar schuhe. aerob = sauerstoff und fettverbrennung zur energiebereitstellung (puls 50-70%), anaerob glukose als energie (puls 80-100%). bei solchen trainingseinheiten sei immer der ratschlag einer pulsuhr angebracht. im aeroben bereich kann man gerne die faustregel "so lange ich mich beim laufen problemlos unterhalten kann" anwenden. -
am 17.12.2014 15:47:18
purea schrieb:
du wirst staunen, wie sehr der körper nach schneller energie verlangt und den zucker im blut wegballert,
Glaub mir, je nach körperlicher Belastung sind schnelle oder mittelschnelle BE im Spiel -
Für aktive Typ 1 ist das Tagesgeschäft.
Mir kommt nur Dein schneller Umsatz komisch vor... finde ich untypisch.
Wer weiß da mehr? -
am 17.12.2014 15:58:13
Stelle mir gerade ne sprintende Hunde-Oma vor ;)
Hab ich vor Jahren mal betreut, alte Frau auf dem Weg in die Demenz, so lange sie noch in ihrer angestammten Wohnung lebte. Der Hausarzt wollte eigentlich bei HBA1c über 7 anfangen, Medis zu geben, hatte aber Bedenken, weil die gute Frau unregelmäßig mehrmals täglich ne Runde mit ihrem Hund ging. Und er fürchtete halt, dass sie unterwegs ne Hypo haben und in Panik verfallen könnte. Denn vor nichts hatte sie so viel Angst wie vor ner Fehlfunktion der Pumpe, an der ihr Mann gestorben war. Und wir konnten uns halt nicht vorstellen, wie wir sie auf das miese Gefühl mit ner beginnenden Unterzuckerung für sie wirklich verständlich hätten vorbereiten können.
Sie bekam regelmäßig Essen-auf-Rädern, also die Standardzusammensetzung mit wenigstens der Hälfte KHs, und ne Stunde weiter konnte ich so zwischen 250 und 300mg/dl messen, wenn sie die Stunde in ihrem Schaukelstuhl geruht hatte. Danach pflegte sie mit dem Hund zu gehen und hatte zur anschließenden Tasse Kaffee meistens so um die 150mg/dl.
Aus irgend einem Grund sind wir dann mal direkt nach dem Essen die Runde mit dem Hund gegangen, so um die 20 Minuten. Und als sie sich daran anschließend in den Schaukelstuhl gesetzt hat, konnte ich irgendwas um 80 oder 90mg/dl messen, auf jeden Fall unter 100. Hab ich noch einige Male mit praktisch gleichen Ergebnissen wiederholt und ihr in der Folge einreden können, dass der Hund regelmäßig nach ihren Mahlzeiten raus müsste. Sie könnte ja anschließend ungestört ruhen. Hat sie mir abgenommen und das Laufen direkt nach dem Essen später noch im Pflegeheim eingehalten, als sie schon längst keinen Hund mehr hatte. Mit HBA1c unter 6 ohne Medis :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.