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am 17.12.2014 10:42:56
Ich gehe schon den "steinigen Weg" und mein Hba1c Wert ist 6,3.
Und doch habe ich noch immer diese Ausrutscher, sowohl nach oben wie auch nach unten.
Die nach unten werden seltener, die Medikamente wurden reduziert und ich achte sehr darauf mich so wenig wie möglich zu bewegen und keine Kohlenhydrate zu essen.
Die Ausrutscher nach oben machen mir noch ein bisserl Sorgen, die begleitenden Symptome sind doch erheblich und kommen auch überfall-artig. Ich hatte halt gehofft es gäbe für erhöhten BZ etwas das ich tun kann um den Wert schnell zu senken und die Beschwerden ebenfalls schnell in den Griff zu bekommen.
Aber auch gut wenns nichts gibt in der Richtung dann muss es halt so funktionieren.
Danke für die Mühe
Gruss, holi -
am 17.12.2014 12:03:29
holi schrieb:
die Medikamente wurden reduziert und ich achte sehr darauf mich so wenig wie möglich zu bewegen und keine Kohlenhydrate zu essen.
Regelmäßige Bewegung ist da eher das Zaubermittel.
Für die Bewegung könntest du in Absprache mit dem Arzt die Medikamente noch etwas senken, oder mal schauen wieviel BE (Broteinheiten) oder KH (Kohlenhydrate) du für z.B. eine halbe Stunde Spazierengehn brauchst, und diese dann vorm losgehen essen.
schrieb:
Ich hatte halt gehofft es gäbe für erhöhten BZ etwas das ich tun kann um den Wert schnell zu senken und die Beschwerden ebenfalls schnell in den Griff zu bekommen.
Dafür gibt es Insulien.
Paul
Bearbeitet von User am 17.12.2014 12:05:17. Grund: . -
am 17.12.2014 13:58:40
holi schrieb:
Ach ja, gibt es eine Möglichkeit den zu hohen BZ aktiv zu reduzieren? Ähnlich wie bei zu niedrigem BZ Traubenzucker usw.
ich weiß nicht, wie fit du körperlich bist. aber das mittel der wahl ist hier eine an die leistungsgrenze gehende, intensive sporteinheit. der BZ sinkt dann ohne medikamente sofort drastisch. wichtig ist, dass die leistungsgrenze angepeilt wird. dazu ist körperliche vorfitness entsprechend unbedingt erforderlich. sonst würdest du dir nur an anderer stelle schaden, den teufel mit dem belzebub austreiben ;-)
besonders effektiv ist zb. sprinttraining. gerade auch intervalltraining. geht auch auf dem fahrrad, ist gelenkschonender. falls du allgemeines krafttraining machst, solltest du zwischen den übungen aktive pausen machen, puls hochhalten. je nachdem was du gegessen hast wäre es noch wichtig, dass du die intensität geeignet lange aufrecht erhältst, weil ja immer wieder zucker nachschießt aus der verdauung. andernfalls, also bei zu kurzer trainingseinheit, bekommst du sehr unschöne schwankungen. also 1 mal die straße rauf und runter sprinten, puls bei 90%, wird deinen BZ sofort senken. aber danach wird er sofort wieder steigen, wenn die belastung wegfällt. den fehler habe ich mal gemacht und bin dann mehrere male zwischen 170 und 100 rumgesprungen, quasi im minutentakt.
das ist aber auch nur ein akutratschlag. grundsätzlich sollte gelten, dass du akutsituationen gar nicht erst entstehen lässt. und außerdem nochmal der hinweis, dass du in entsprechender form sein musst. pulsbelastungen über 90% sind nicht ohne für deinen körper und setzen gutes vortraining voraus. dann kommt es noch aufs alter an: ab einem gewissen alter sind solche pulsbelastungen grundsätzlich eher tabu.
aber um deine frage eindeutig zu beantworten: ja, "leistungs"sport :-) -
am 17.12.2014 14:12:38
holi schrieb:
Ich nehme noch :
Diabetes:, Janumet, Forxigo, Novonorm + Lantus
Bluthochdruck: Belsar, Vasexten, Concor, Cardioaspirine
Colesterol : Simvastatine
und
Arcoxia wegen Entzündung im Knie (Kreuxbandriss und Arthrose)
Da ist das Purea-Ausdauerprogramm genau das richtige..... -
am 17.12.2014 14:32:12
ja, deshalb auch meine warnhinweise bezüglich notwendiger körperlicher vorfitness. kann ja nicht schaden, dass du das nochmal herausstellst ;-)
das ist übrigens weit davon entfernt, ein ausdauerprogramm zu sein. -
am 17.12.2014 14:39:46
purea schrieb:
....andernfalls, also bei zu kurzer trainingseinheit, bekommst du sehr unschöne schwankungen. also 1 mal die straße rauf und runter sprinten, puls bei 90%, wird deinen BZ sofort senken. aber danach wird er sofort wieder steigen, wenn die belastung wegfällt. den fehler habe ich mal gemacht und bin dann mehrere male zwischen 170 und 100 rumgesprungen, quasi im minutentakt.
Solche Minuten-Takt-Schwankungen kommen mir ziemlich komisch vor - und wir Typ-1-Einser sind die Schwankungs-Experten.
Die Nummer mit dem Sofort-BZ-Senken beim Typ2er kenne ich so nicht - und ich bin oft sportlich mit einigen Typ 2 unterwegs. -
am 17.12.2014 14:57:58
naja, es könnten natürlich auch messfehler gewesen sein. halte ich aber eher für unwahrscheinlich. ich hatte davor tortellini gegessen, die gier war groß. mit entsprechendem bz-resultat. danach kurz sprinten, bz wieder runter. dann dauerte es nicht lange und der bz war wieder oben. dann wieder sprinten, bz wieder unten. nicht lange und bz war erneut oben...und so weiter. macht meines erachtens auch sinn, weil die tortellini ja ständig nachgeschossen haben. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 17.12.2014 15:13:18
das ist mal wieder von der selbsternannten diabetes expertin der grösste schwachsinn den es gibt, aber naja. Wenn Du Diabetes hättest wüßtest Du das Sport nicht bei allen Diabetikern gleich wirkt. Bei mir geht beim Sport leider der Blutzucker hoch, was bei vielen Diabetikern keine Seltenheit ist, aber wie soll das auch jemand erklären können der slbst nicht betroffen ist. -
am 17.12.2014 15:20:11
purea schrieb:
danach kurz sprinten, bz wieder runter. dann dauerte es nicht lange und der bz war wieder oben. dann wieder sprinten, bz wieder unten. nicht lange und bz war erneut oben...und so weiter. macht meines erachtens auch sinn, weil die tortellini ja ständig nachgeschossen haben.
Hmmmm.... bist Du sicher, keinen Typ 1 zu haben (LADA) zu haben?
Beim Laufen sind 2 schlanke, fitte Typ2 dabei - und da bewegt sich am BZ frühestens nach 45 Minuten was.
Mit so einer hohen Empfindlichkeit und schnellem Einschleusen von Glukose würde ich dann mal den Doc fragen. -
am 17.12.2014 15:39:15
sicher kann man sich da nie sein. man weiß ja nicht, ob ich zu jenen zähle, die gerade keine AK haben und trotzdem einen lada ausbrüten. werden wir in ein paar jahren wissen ;-). bis dahin verlasse ich mich da lieber auf eine astreine diagnosestellung einer uniklinik und bin weiter proaktiv.
du sprichst vom _laufen_. das ist eine gänzlich andere nummer als leistungstraining. du bist im aeroben bereich, pulsbelastungen bis um die 70%. je nachdem, wie fit ihr seid und welches alter ihr habt, testet doch mal spaßeshalber mit leistungstraining. du wirst staunen, wie sehr der körper nach schneller energie verlangt und den zucker im blut wegballert, wenn du in den anaeroben leistungsbereich vordringst.
wie gesagt: 2 verschiedene paar schuhe. aerob = sauerstoff und fettverbrennung zur energiebereitstellung (puls 50-70%), anaerob glukose als energie (puls 80-100%). bei solchen trainingseinheiten sei immer der ratschlag einer pulsuhr angebracht. im aeroben bereich kann man gerne die faustregel "so lange ich mich beim laufen problemlos unterhalten kann" anwenden.