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    am 07.02.2015 23:49:28
    hjt_Jürgen schrieb:

    Und welchen Vorteil hätte ich, wenn ich mit einem OGTT vielleicht 3 Monate früher als mit dem Nüchtern- oder dem HBA1c-Test wüsste, dass mein höher als gesunder Blutzucker von nun an Diabetes heißt? Dafür gute 2 Stunden beim Dok? Und wenn ich davor ein bisschen KH-ärmer als normal gegessen hätte, womöglich gar ketogen, dann auch noch völlig unzutreffend, weil u.U. viel zu hoch?

    Warum reicht zum Start in die systematisch gesunde BZ-Führung, für die man ja auch nicht mehr an Messausrüstung hat als das eigene Testgerät, nicht der einfache Messwert tunlichst dann, wenn er wahrscheinlich am höchten ist, also in der Zeit von ner halben bis zu 3 Stunden (halt in Halbstundenschritten mal durchprobieren) nach dem Einfüllen von vielen KHs?
    Du schreibst doch selbst, je früher desto besser. Da wär doch Blödsinn, erst bis zum Überschreiten eines viel höher als gesund definierten Diagnose-Grenzwertes zu warten, oder?



    Zum Vorteil: Wir reden hier mit Sicherheit nicht von 3 Monaten, Jürgen. Meine Diagnose ist nun ein Jahr her durch oGtt. Ich wäre bei meinen Werten doch niemals auffällig bis zum heutigen Tage. Da ziehen bei allen T2 Jahre ins Land bis zur Diagnose bzw. bis zu dem Tag, an dem ganz offensichtlich etwas nicht stimmt (Wasserlassen etc).

    Zum eigenen Messwert: Das habe ich hier immer wieder, ständig wiederholt. Mein Vorschlag war sogar, dass ganze humorvoll in eine oGtt-Party zu rahmen. Der Rentnerclub trifft sich zum wöchentlichen Bridge-Abend, dazu gibt es Kaffee und Kuchen, und dann wird getestet. Bei Jugendlichen wird es dann eher Vodka-RedBull.

    Zum Warten: Das verstehe ich nicht. Wer proaktiv seinen hba1c kontrollieren lässt und den Arzt um Flankierung durch oGtt bittet, der wartet nicht. Wer sich zutraut den oGtt zu Hause selbst durchzuführen, umso besser. Es ist nicht nur extrem einfach, sondern man hat dann auch sowieso eine sinnvolle Erweiterung seines Medizinschrankes zu Hause. Ein Messgerät braucht wegen des geringen Preises eigentlich in keinem Haushalt zu fehlen, ähnlich einem Fieberthermometer.
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    am 08.02.2015 00:24:54
    Ein OGTT dauert 2 Stunden, und ne halbe für Vor- und Nach-Bereitung muss man da auch noch mitbringen und krankenkässlich als Praxis-Leistung abzurechnen.

    Wieso Du ne OGTT-Party machen wolltest, hat sich mir eh nie erschlossen. Warum würd Dir nicht einfach reichen, den BZ gezielt gesund zu begrenzen, wenn denn auffällt, dass er darüber hinaus ansteigen will?

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    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
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    am 08.02.2015 03:18:42
    Weil ich den spielerischen gemeinschaftlichen Umgang mit dem Thema als deutlich niedrigere Schwelle betrachte als das individuelle Vorgehen. Da werden die meisten sowieso aufschieben: "ja, so ein Messgerät sollte ich mir auch mal kaufen"

    Ich habe es ein paar mal gemacht. In entspannter Runde das Messgerät rausgeholt und gefragt "na, wer wills Wissen nach dem ganzen Schrott?". Die Neugierde ist plötzlich ganz groß, jeder will sich stechen lassen. Niemals hätte auch nur einer davon sich selbst ein Messgerät gekauft. Und das hättest du auch nicht damals. Ich selbst ebenfalls nicht. Bei einer Party allerdings, wenn eine Gruppendynamik entsteht, dann hätte ich wahrscheinlich auch mitgemacht.

    Dann gilt wieder für nicht wenige vermutlich, dass sie die professionelle Atmosphäre eines oGtt in der Arztpraxis brauchen. Es geht um die Gesundheit und ich glaube, dass viele so etwas nur in ärztlichem Umfeld machen möchten.

    Ziel bleibt, den Typ zwei frühestmöglich zu erkennen. Wie das erreicht wird, ist eigentlich völlig egal. Wer es zu Hause hinkriegt gut, wer dazu zum Arzt möchte ebenfalls gut.

    "Wie sollte man Prädiabetiker behandeln?

    Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden. Dies sind insbesondere folgende Personengruppen:

    • Z.n. Gestationsdiabetes
    • Adipositas
    • Metabolisches Syndrom
    • Manifeste Gefäßkrankheit
    • Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
    • Gestörte Nüchternglukose

    Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund."

    Autor: Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, 1. Med. Abt., Hanusch-Krankenhaus, Wien
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 08:23:59
    purea schrieb:
    Weil ich den spielerischen gemeinschaftlichen Umgang mit dem Thema als deutlich niedrigere Schwelle betrachte als das individuelle Vorgehen. Da werden die meisten sowieso aufschieben: "ja, so ein Messgerät sollte ich mir auch mal kaufen"

    Ich habe es ein paar mal gemacht. In entspannter Runde das Messgerät rausgeholt und gefragt "na, wer wills Wissen nach dem ganzen Schrott?". Die Neugierde ist plötzlich ganz groß, jeder will sich stechen lassen. Niemals hätte auch nur einer davon sich selbst ein Messgerät gekauft. Und das hättest du auch nicht damals. Ich selbst ebenfalls nicht. Bei einer Party allerdings, wenn eine Gruppendynamik entsteht, dann hätte ich wahrscheinlich auch mitgemacht.

    Dann gilt wieder für nicht wenige vermutlich, dass sie die professionelle Atmosphäre eines oGtt in der Arztpraxis brauchen. Es geht um die Gesundheit und ich glaube, dass viele so etwas nur in ärztlichem Umfeld machen möchten.

    Ziel bleibt, den Typ zwei frühestmöglich zu erkennen. Wie das erreicht wird, ist eigentlich völlig egal. Wer es zu Hause hinkriegt gut, wer dazu zum Arzt möchte ebenfalls gut.

    "Wie sollte man Prädiabetiker behandeln?

    Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden. Dies sind insbesondere folgende Personengruppen:

    • Z.n. Gestationsdiabetes
    • Adipositas
    • Metabolisches Syndrom
    • Manifeste Gefäßkrankheit
    • Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
    • Gestörte Nüchternglukose

    Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund."

    Autor: Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, 1. Med. Abt., Hanusch-Krankenhaus, Wien



    Du waerst doch jetzt schon lange dedektiert worden wenn du deinen Lebensstil Deiner Krankheit entsprechend nicht lange schon geändert hättest. Dann würdest Du nämlich jetzt schon mit nem hohen hba1c ´erwischt´ werden....merkst Du eigentlich selber manchmal was Du schreibst?
    Gruß
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 08:29:11
    Ist auch Blödsinn ich will keine Diskussion mit Dir.
    Ich kann hier nur allen raten sich nicht verrückt machen zu lassen. Bei Werten unter 5,7 sind im Normalfall Blutzuckerwerte über gesund nicht zu erwarten, dass wird jeDer Diabetologe sagen. Es gibt immer Ausnahmen in jedem medizinischen Bereich. Ich würde da die Variante von Jürgen und allen Fachleuten nehmen dass bei diesen Werten Diabetes ausgeschlossen ist. Mir tuts auch leid für die Ausnahmefälle, die gibt s immer.
    Gruß Michael
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 08:33:49
    purea schrieb:

    gekürzt
    "ja, so ein Messgerät sollte ich mir auch mal kaufen"





    Solche Geräte haben eine Abweichung von bis zu 15 %. Wie soll denn mit solch einer Abweichung eine Diagnose erteilt werden? Die Laboranalysen sind sehr viel genauer und aussage kräftiger als die Messgeräte, die es so auf den Markt gibt. Im Übrigen: Hba1c Werte von 5,5 und darunter Schädigen den Körper nicht. Warum soll das krankhaft sein? Selbst bei werten bis zu 6,0 gibt es keine Schädigung am Körper, wieso soll das eine Krankheit sein?

    Bearbeitet von User am 08.02.2015 08:46:05. Grund: -
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 09:41:32
    Dass und desweiteren sind diese hba1c Geschichten nicht von irgendwelchen Trotteln erfunden worden sondern von Experten..wie gesagt finde es schon anmassend sich einfach so darüber zu stellen und nachts so einen schwachsinn wie purea zu verfassen
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 09:53:17
    http://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?J=2010&S=43
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    am 08.02.2015 11:02:45
    DM1Diabetes schrieb:
    Solche Geräte haben eine Abweichung von bis zu 15 %. Wie soll denn mit solch einer Abweichung eine Diagnose erteilt werden? Die Laboranalysen sind sehr viel genauer und aussage kräftiger als die Messgeräte, die es so auf den Markt gibt.


    Aber Du richtest dich doch für Deine alltägliche BZ-Steuerung nach so einem Gerät, oder gehst Du für jede Messung zum Dok? Wie sind uns doch längst einig, dass es nicht mehr um Diagnose oder nicht geht, sondern um höher als gesunden und gesunden BZ. Und dafür reichen bis zu 15% Abweichung lang aus.


    DM1Diabetes schrieb:
    Im Übrigen: Hba1c Werte von 5,5 und darunter Schädigen den Körper nicht. Warum soll das krankhaft sein? Selbst bei werten bis zu 6,0 gibt es keine Schädigung am Körper, wieso soll das eine Krankheit sein?


    Für Typ1 trifft das weitgehend zu. Beim Typ2 haben wir schon im oberen Gesund-Bereich einen fehlgesteuerten und stark erhöhten Glukose- und Insulin-Umsatz mit einem überproportional zunehmenden Anteil von intaktem Proinsulin, das den BZ zwar nur unwesentlich senkt, dafür aber als sehr förderlich für Adipositas und Arteriosklerose gilt.
    Wer diese Förderung so weit wie möglich einschränken will, hat praktisch nur die Möglichkeit, seinen BZ möglichst viele von 24 Stunden im unteren Teillastbereich der Betas zu steuern, also unter 90mg/dl und damit bei HBA1c 5,5 und besser.
    UND an keiner Stelle wird behauptet, dass erst ab den Diagnose-Grenzwerten Folgekrankheiten eintreten. Gut 10 von 100 Prädiabetikern haben bei Erreichen der Diabetes-Diagnosereife schon wenigstens 1 voll ausgebildetete Folgekrankheit!

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  • DM1Diabetes

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    am 08.02.2015 11:53:32
    @hjt_Jürgen

    Das ich mich an das Gerät halte, wehrend meiner täglich Insulinspritzerei, liegt nur daran, dass mir nichts besseres/genaueres zur Verfügung steht und Trends sind dennoch erkannbar und wichtig für mein Handeln . Den hba1c lasse ich dennoch einmal im Quartal überprüfen und kontrolliere damit den Erfolg meiner Bemühungen. Liebend gern würde ich eine Kontinuierliche BZ Messung durchführen, auch wenn die Werte mit ca 30 Minütiger Verspätung ankommen. Aber dass wollen die Krankenkassen noch nicht, einfach so, bezahlen.

    Zugegeben: Mit Diabetes Typ 2 kenne ich mich nicht aus. Da sind die Grenzwerte und auch die Empfohlenen Zielwerte andere als bei Typ 1 Diabetikern z.B. spielt bei Typ 1 Diabetikern der postprandiale Anstieg eine geringere Rolle als bei Typ 2 Diabetikern.
  • DM1Diabetes

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    am 08.02.2015 12:00:47
    Nachtrag:
    Ich erstelle mit der BZ Messung keine Diagnose also ich sage nicht Diabetes oder nicht Diabetes.
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    am 08.02.2015 12:39:20
    Für meine persönliche Behandlung finde ich den HBA1c-Wert wertlos, weil er die Spitzen nicht berücksichtigt, die ich vermeiden will. Deswegen steuere ich meinen BZ vor allem nach den Messungen nach dem Essen praktisch in der selben Art, in der das hier auch mit Prädiabetes schon super funzt. Dafür braucht man keine Diagnose und auch keine besonders genaue Anzeige, sondern einfach nur ne verlässliche Tendenz :)

    Für Dein CGM-Interesse hilft vielleicht, dass bei kranken Kassen angeblich die Möglichkeit diskutiert werden soll, dass FreeStyle Libre in den etwas allgemeineren Leistungskatalog mit auf zu nehmen. Allerdings kann der Hersteller wohl aktuell nicht halb so schnell liefern wie schon völlig normal verkaufen :(

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    am 08.02.2015 13:34:53
    Wird ja immer eigenartiger was du schreibst jürgen, erst sagst du dass der hba1c zur diagnose und ausschluss von werten über gesund geeignet ist, jetzt aber wieder für dich nicht.......bist Du ne andere Art Mensch?
    Gruß
  • Kato01

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    am 08.02.2015 13:44:13
    Thomas999 schrieb:
    Wird ja immer eigenartiger was du schreibst jürgen, erst sagst du dass der hba1c zur diagnose und ausschluss von werten über gesund geeignet ist, jetzt aber wieder für dich nicht.......bist Du ne andere Art Mensch?
    Gruß





    Wertlos,weil er die Spitzen nicht berücksichtigt!!!!(die sind Wichtig,nach der Diagnose )
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil 😜
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    am 08.02.2015 15:43:03
    Moin Thomas und Kato,

    140mg/dl in der Spitze etwa ne Stunde nach dem Essen ist mein Ziel, das ich in 9 von 10 Fällen meistens noch mit etwas Luft einhalte. Und 3 Stunden nach dem Essen ist mein Ziel wieder deutlich unter 100 nach Möglichkeit so um 90.
    5,2 sagt der Dok zum HBA1c, und der bliebe auch, wenn die Stundenspitze 200 oder 300 anzeigen würde, wenn nur nach so um 3 Stunden wieder so um 80 erreicht würden. Ist mit nem über 20 Jahre alten Diabetes und Insulin aus dem Pen absolut keine Kunst.
    Aber ein völlig unbehandelter gesunder Mensch wird mit einem Nüchtern-BZ um 80 eher einen Spitzen-BZ von 120 für ein paar Minuten nach dem Einfüllen von viiiiielen KHs messen und 2 Stunden danach wieder um 80.

    Wenn Ihr das mal mit nem OGTT vergleicht:
    Nach 1 Stunde uninteressant, kann gesunde 100-140 sein, aber genauso gut auch 200 oder 300, wird überhaupt nicht bewertet.
    Nach 2 Stunden über 200 heißt der BZ Diabetes, bis 140 nicht Diabetes, nicht einmal Prädiabetes, obwohl wirklich gesunde Menschen, die morgens mit max 90 aufstehen, da längst schon wieder 90 und weniger messen.
    Wegen dieser tollen OGTT-Logik wird ja noch heute von vielen Laien und Ärzten behauptet, dass Gesunde häufig nach mehr KHs BZs in der Spitze über 200 haben.

    Bin ganz besonders auf Eure pro OGTT-Argumente gespannt, Jürgen

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    am 08.02.2015 16:16:55
    hjt_Jürgen schrieb:
    Moin Thomas und Kato,

    140mg/dl in der Spitze etwa ne Stunde nach dem Essen ist mein Ziel, das ich in 9 von 10 Fällen meistens noch mit etwas Luft einhalte. Und 3 Stunden nach dem Essen ist mein Ziel wieder deutlich unter 100 nach Möglichkeit so um 90.
    5,2 sagt der Dok zum HBA1c, und der bliebe auch, wenn die Stundenspitze 200 oder 300 anzeigen würde, wenn nur nach so um 3 Stunden wieder so um 80 erreicht würden. Ist mit nem über 20 Jahre alten Diabetes und Insulin aus dem Pen absolut keine Kunst.
    Aber ein völlig unbehandelter gesunder Mensch wird mit einem Nüchtern-BZ um 80 eher einen Spitzen-BZ von 120 für ein paar Minuten nach dem Einfüllen von viiiiielen KHs messen und 2 Stunden danach wieder um 80.

    Wenn Ihr das mal mit nem OGTT vergleicht:
    Nach 1 Stunde uninteressant, kann gesunde 100-140 sein, aber genauso gut auch 200 oder 300, wird überhaupt nicht bewertet.
    Nach 2 Stunden über 200 heißt der BZ Diabetes, bis 140 nicht Diabetes, nicht einmal Prädiabetes, obwohl wirklich gesunde Menschen, die morgens mit max 90 aufstehen, da längst schon wieder 90 und weniger messen.
    Wegen dieser tollen OGTT-Logik wird ja noch heute von vielen Laien und Ärzten behauptet, dass Gesunde häufig nach mehr KHs BZs in der Spitze über 200 haben.

    Bin ganz besonders auf Eure pro OGTT-Argumente gespannt, Jürgen

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    Aber ein völlig unbehandelter gesunder Mensch wird mit einem Nüchtern-BZ um 80 eher einen Spitzen-BZ von 120 für ein paar Minuten nach dem Einfüllen von viiiiielen KHs messen und 2 Stunden danach wieder um 80.

    und was hätte erjenige mit solchen werten für nen hba1c?
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    am 08.02.2015 16:28:26
    unter 5,5 ;)

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    am 08.02.2015 16:37:06
    DM1Diabetes schrieb:

    Solche Geräte haben eine Abweichung von bis zu 15 %. Wie soll denn mit solch einer Abweichung eine Diagnose erteilt werden? Die Laboranalysen sind sehr viel genauer und aussage kräftiger als die Messgeräte, die es so auf den Markt gibt. Im Übrigen: Hba1c Werte von 5,5 und darunter Schädigen den Körper nicht. Warum soll das krankhaft sein? Selbst bei werten bis zu 6,0 gibt es keine Schädigung am Körper, wieso soll das eine Krankheit sein?


    Die Toleranz von 15% ist für den Privatanwender ohne Belange, sie ist nur technisch interessant. Ob du als T2 am Messgerät zu Hause 180 oder 170 misst ändert an der qualitativen Aussage ja nichts: viel zu hoch! Aber du hast das ja oben eigentlich schon selbst gut auf den Punkt gebracht mit der Tendenz. Zeigt mir also ein Messgerät zu Hause eine überhöhten Wert an, so habe ich einen handfesten und verlässlichen Anhaltspunkt, und das ist natürlich ausdrücklich keine Diagnose.

    Zum HbA1c: Es ist ja so zu sagen nicht EIN Wert, sondern ein Durchschnittswert. Wie Jürgen das lakonisch auf den Punkt gebracht: Der HbA1c bringt mir nichts, wenn du die gefährlichen Spitzen observieren möchtest. Bei 5,5 können auf jeden Fall Spitzen über gesund auftreten und diese sind dann trotz gutem HbA1c Wert genauso schädlich, wie bei einem ungesunden HbA1c Wert.
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    Zitat Jürgen: 5,2 sagt der Dok zum HBA1c, und der bliebe auch, wenn die Stundenspitze 200 oder 300 anzeigen würde, wenn nur nach so um 3 Stunden wieder so um 80 erreicht würden.

    Schön dass das auch mal jemand außer mir so klar auf den Punkt bringt. Das wird einigen jetzt sicher gar nicht gefallen :-))
    Bearbeitet von User am 08.02.2015 16:47:09. Grund: .
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    am 08.02.2015 16:58:22
    schrieb:
    ... Ist mit nem über 20 Jahre alten Diabetes und Insulin aus dem Pen absolut keine Kunst.
    Aber ein völlig unbehandelter gesunder Mensch wird mit einem Nüchtern-BZ um 80 eher einen Spitzen-BZ von 120 für ein paar Minuten nach dem Einfüllen von viiiiielen KHs messen und 2 Stunden danach wieder um 80.


    hier mal der Rest vom Zusammenhang, aus dem Du's da so munter und verfälschend auf Deine HBA1c-Kritik-Ebene gezottelt hast ;)

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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 17:09:50
    Jürgen schreibt über die Behandlung seines Diabetes, wenn ich das richtig verstehe, nicht über die Diagnose.

    Zu den Typ 2 Diabetes und den "Spitzen" kann ich wenig sagen.
    Bei Typ 1 Diabetikern gibt es keine wissenschaftliche Evidenz diese Spitzen 30 Minuten oder 1 - 1,5 - 2,0 Stunden nach dem Essen abzufangen. Dennoch sind viele Typ 1 Diabetiker davon überzeugt, dass sie diese tuen müssen. Eventuell weil diese Spitzen bei Typ 2 Diabetikern zu Problemen führen.

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    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 08.02.2015 17:13:58
    Leider nein, Jürgen. Den Rest habe ich mir deshalb gespart, weil völlig klar ist, dass das auch bei Diagnoseschwellen-Gesunden vorkommt. Siehe joralo, siehe purea, siehe gerne auch alle anderen beginnende T2er. Deshalb hat deine endlich öffentlich gemachte Einschränkung beim HbA1c genauso bestand, wie ich es zitiert habe. Verfälscht ist da gar nichts.

  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 17:44:13
    Liebe Purea,

    wie schon in TV-Berichten zu sehen war, so können vollkommen gesunde Menschen Blutzuckerwerte erreichen die an Diabetiker herankommen wenn sie sich z.B. zu wenig bewegen. Diese Menschen leiden an keiner Insulinresistenz oder Insulinmangel und sind deswegen auch keine Diabetiker. Ihr hba1c ist im Gesunden bereich dennoch würden sie in der Phase mit wenig Bewegung und Stress bei der Arbeit hohe Einzelwerte und Spitzen erreichen. Sie würden bei einen OGTT, eventuell, falsch Krank erkannt. Welchen vorteil hat also das OGTT zum hba1c bei der Diagnose Diabetes?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 106
    Mitglied seit: 05.11.2014
    am 08.02.2015 17:46:37
    purea schrieb:
    Leider nein, Jürgen. Den Rest habe ich mir deshalb gespart, weil völlig klar ist, dass das auch bei Diagnoseschwellen-Gesunden vorkommt. Siehe joralo, siehe purea, siehe gerne auch alle anderen beginnende T2er. Deshalb hat deine endlich öffentlich gemachte Einschränkung beim HbA1c genauso bestand, wie ich es zitiert habe. Verfälscht ist da gar nichts.




    Tja provozieren wollen purea ist dass einzige was du kannst. Jürgen hat wohl schon häufig genug erklärt wie er den hba1c bei der Diagnose sieht, aber Hauptsache anderen Leuten Dinge in den Mund legen.....setz Dich weiterhin als junge Frau Samstags nacht um 3.00 Uhr vor den Rechner und schreib Dokumentationen über dieses Thema. (Bemittleidenswert)
    Schon traurig wie Du Aussagen von Jürgen auf so eine linke Art verändern willst Schäm Dich!
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 08.02.2015 19:09:05
    Hi Thomas
    Sicherlich hast Du mit Deiner Aussage recht, aber willst Du Dich jetzt auf diese NIveau begeben-lass doch Purea denken was sie möchte und ich glaube ein Jürgen wird auch darüber stehen wenn sie seine Aussagen einfach mal schnell verändert. Mach es einfach wie die anderen und ignorier sie einfach, dies ist daß einzigst probarte Mittel gegen sie.
    Gruß Michael
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 08.02.2015 22:30:31
    DM1Diabetes schrieb:
    Liebe Purea,

    wie schon in TV-Berichten zu sehen war, so können vollkommen gesunde Menschen Blutzuckerwerte erreichen die an Diabetiker herankommen wenn sie sich z.B. zu wenig bewegen. Diese Menschen leiden an keiner Insulinresistenz oder Insulinmangel und sind deswegen auch keine Diabetiker. Ihr hba1c ist im Gesunden bereich dennoch würden sie in der Phase mit wenig Bewegung und Stress bei der Arbeit hohe Einzelwerte und Spitzen erreichen. Sie würden bei einen OGTT, eventuell, falsch Krank erkannt. Welchen vorteil hat also das OGTT zum hba1c bei der Diagnose Diabetes?



    Hi DM1,

    schließt sich das nicht irgendwie aus: Werte eines Diabetikers aber vollkommen gesund ;-)
    Wer die Werte eines Diabetikers hat, der ist nicht gesund. Da sind wir uns vermutlich einig. Überhöhte Blutzuckerwerte sind mit einer Reihe von gesundheitlichen Risiken verbunden, die wohl allen im Forum mehr oder weniger bekannt sind. Ob die überhöhten Werte durch Insulinresistenz, durch Insulinmangel, oder eine andere nicht bekannte Variante verursacht werden..... nun ja, das Ergebnis bleibt gleich: ungesund.

    Die Antwort gibst du dir eigentlich selbst: Der Vorteil liegt in der Erkennung der Spitzen, die mit erhöhten gesundheitlichen Risiken einhergehen. Und falsch krank gibt es bei deinem Beispiel nicht. Der Betroffene ist richtig krank. Nur kommen die überhöhten Werte halt nicht durch Insulinmangel oder Insulinresistenz zu Stande, wie du es beschreibst. Genauso wie ein Diabetiker Typ 1,2,3 muss aber auch der Diabetiker Typ Z (nenn ich jetzt mal so) seinen Blutzuckerspiegel unter Kontrolle bringen. Da kann der Betroffene sehr froh sein, dass ein oGtt veranlasst wurde. Denn mit HbA1c only wäre er falsch gesund nach Hause gegangen.

    Jürgen hat ein Beispiel genannt, wie der HbA1c gesund verläuft trotz erheblicher Spitzen. Nichts anderes findet bei allen Prädiabtikern statt. Nur dass wir dafür (noch) kein Insulin brauchen, weil unsere BSD das erledigt. Joralo als einziger prädiabetischer user neben mir bestätigt dies anhand guter Dokumentation ebenfalls. Versteift euch nicht auf Diagnoseschwellen. Die sind vollkommen uninteressant und helfen lediglich der kassenärztlichen Einordnung. Für den Patienten haben sie keinerlei Bedeutung, um es mal schwarz-weiß auszudrücken. Wichtig ist allein die Früherkennung eines gestörten Blutzuckerverlaufs spätestens im Stadium des Prädiabetes. Es besteht dann eine mehr als 50%ige Chance durch Lebenstiländerung eine Manifestation weit oder gar für immer zu verschieben.

    Der HbA1c hat bei der Erkennung von Prädiabetes Schwächen. Jürgens Beispiel ist auf (frühen) Prädiabetes übertragbar. Hier sind 2 Prädiabetiker angemeldet, die Jürgens Beispiel exakt bestätigen mit der Einschränkung, dass die BSD für den schnellen Abfall des krankhaft erhöhten Blutzuckers sorgt. Würden sich außer uns noch mehr Prädiabetiker melden, dann wäre das Bild noch klarer, da bin ich mir absolut sicher. Warum melden sie sich nicht? Das liegt wohl auf der Hand: Sie werden nicht erkannt!! Und melden sich dann einige Zeit später als manifeste Diabetiker hier an.

    Die Aussage von Prof. Wascher wiederhole ich gerne:

    "Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden.
    Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund."

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