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Stimmts?
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Michaelheuer
Rang: Gastam 07.02.2015 15:54:54
hjt_Jürgen schrieb:
Bitte hilf mir den Zusammenhang verstehen, Michael. Denn bisher ging es in diesem Fred nur um die sehr viel höheren Diagnose-Grenzwerte, oder?
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Naja wenn ich schreibe dass ich bei unter 5,5 bzw 5,5 Blutzuckerwerte über gesund ausschliesse, heisst es ja übersetzt dass kein ogtt sicherer ist als der hba1c? oder lieg ich jetzt falsch, da werte über gesund würde der ja erkennen.......deiner Meinung nach müsste sich dass dann ja aber wieder in einem hba1c über 5,5 wiederspiegeln, oder?
Gruß Michael -
am 07.02.2015 16:19:33
Aber als Diagnose-Grenzwert gilt nicht HBA1c 5,5 sondern 6,5!
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
Michaelheuer
Rang: Gastam 07.02.2015 16:32:20
hjt_Jürgen schrieb:
Aber als Diagnose-Grenzwert gilt nicht HBA1c 5,5 sondern 6,5!
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
dass ist ja jetzt mal gerade gar keine antwort -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 07.02.2015 17:33:24
hjt_Jürgen schrieb:
Aber als Diagnose-Grenzwert gilt nicht HBA1c 5,5 sondern 6,5!
Ich habe keine Ahnung von Typ 2 Diabetes aber der Grenzbereich ( 5,6 % - 6,4 % verzuckerter roter Blutkörper) soll, laut ddg, zusätzlich mit einem OGTT untersucht werden. Der Grenzwert von 6,5% gilt als sicher an Diabetes erkrankt .
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am 07.02.2015 17:40:57
Wenn im Medizinsprech von Ausschluss die Schreibe ist, bedeutet das immer den JETZT-Zustand.
Keine noch so gesunde BZ-Messung JETZT, auch kein noch so gesund absolvierter OGTT JETZT kann ausschließen, dass JETZT schon die Hälfte aller Betas hin sind oder eine andere Entwicklung im Gange ist, die sich morgen oder nächste Woche oder in 1 oder 2 oder noch mehr Jahren in über gesund ansteigendem Blutzucker manifestiert.
Wenn JETZT HBA1c 5,5 gemessen wird, entspricht das von seltenen Ausnahmen abgesehen JETZT einem Nüchtern-BZ unter 90mg/dl. Also JETZT so allermeistens kein anderer BZ über gesund, dass ich niemanden in der Familie damit zu weiteren Tests überreden wollte.
Und jetzt versuche doch bitte mal, genau die Stelle zu beschreiben, die Dir dabei unverständlich oder widersprüchlich erscheint.
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 07.02.2015 23:49:28
hjt_Jürgen schrieb:
Und welchen Vorteil hätte ich, wenn ich mit einem OGTT vielleicht 3 Monate früher als mit dem Nüchtern- oder dem HBA1c-Test wüsste, dass mein höher als gesunder Blutzucker von nun an Diabetes heißt? Dafür gute 2 Stunden beim Dok? Und wenn ich davor ein bisschen KH-ärmer als normal gegessen hätte, womöglich gar ketogen, dann auch noch völlig unzutreffend, weil u.U. viel zu hoch?
Warum reicht zum Start in die systematisch gesunde BZ-Führung, für die man ja auch nicht mehr an Messausrüstung hat als das eigene Testgerät, nicht der einfache Messwert tunlichst dann, wenn er wahrscheinlich am höchten ist, also in der Zeit von ner halben bis zu 3 Stunden (halt in Halbstundenschritten mal durchprobieren) nach dem Einfüllen von vielen KHs?
Du schreibst doch selbst, je früher desto besser. Da wär doch Blödsinn, erst bis zum Überschreiten eines viel höher als gesund definierten Diagnose-Grenzwertes zu warten, oder?
Zum Vorteil: Wir reden hier mit Sicherheit nicht von 3 Monaten, Jürgen. Meine Diagnose ist nun ein Jahr her durch oGtt. Ich wäre bei meinen Werten doch niemals auffällig bis zum heutigen Tage. Da ziehen bei allen T2 Jahre ins Land bis zur Diagnose bzw. bis zu dem Tag, an dem ganz offensichtlich etwas nicht stimmt (Wasserlassen etc).
Zum eigenen Messwert: Das habe ich hier immer wieder, ständig wiederholt. Mein Vorschlag war sogar, dass ganze humorvoll in eine oGtt-Party zu rahmen. Der Rentnerclub trifft sich zum wöchentlichen Bridge-Abend, dazu gibt es Kaffee und Kuchen, und dann wird getestet. Bei Jugendlichen wird es dann eher Vodka-RedBull.
Zum Warten: Das verstehe ich nicht. Wer proaktiv seinen hba1c kontrollieren lässt und den Arzt um Flankierung durch oGtt bittet, der wartet nicht. Wer sich zutraut den oGtt zu Hause selbst durchzuführen, umso besser. Es ist nicht nur extrem einfach, sondern man hat dann auch sowieso eine sinnvolle Erweiterung seines Medizinschrankes zu Hause. Ein Messgerät braucht wegen des geringen Preises eigentlich in keinem Haushalt zu fehlen, ähnlich einem Fieberthermometer. -
am 08.02.2015 00:24:54
Ein OGTT dauert 2 Stunden, und ne halbe für Vor- und Nach-Bereitung muss man da auch noch mitbringen und krankenkässlich als Praxis-Leistung abzurechnen.
Wieso Du ne OGTT-Party machen wolltest, hat sich mir eh nie erschlossen. Warum würd Dir nicht einfach reichen, den BZ gezielt gesund zu begrenzen, wenn denn auffällt, dass er darüber hinaus ansteigen will?
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Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 08.02.2015 03:18:42
Weil ich den spielerischen gemeinschaftlichen Umgang mit dem Thema als deutlich niedrigere Schwelle betrachte als das individuelle Vorgehen. Da werden die meisten sowieso aufschieben: "ja, so ein Messgerät sollte ich mir auch mal kaufen"
Ich habe es ein paar mal gemacht. In entspannter Runde das Messgerät rausgeholt und gefragt "na, wer wills Wissen nach dem ganzen Schrott?". Die Neugierde ist plötzlich ganz groß, jeder will sich stechen lassen. Niemals hätte auch nur einer davon sich selbst ein Messgerät gekauft. Und das hättest du auch nicht damals. Ich selbst ebenfalls nicht. Bei einer Party allerdings, wenn eine Gruppendynamik entsteht, dann hätte ich wahrscheinlich auch mitgemacht.
Dann gilt wieder für nicht wenige vermutlich, dass sie die professionelle Atmosphäre eines oGtt in der Arztpraxis brauchen. Es geht um die Gesundheit und ich glaube, dass viele so etwas nur in ärztlichem Umfeld machen möchten.
Ziel bleibt, den Typ zwei frühestmöglich zu erkennen. Wie das erreicht wird, ist eigentlich völlig egal. Wer es zu Hause hinkriegt gut, wer dazu zum Arzt möchte ebenfalls gut.
"Wie sollte man Prädiabetiker behandeln?
Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden. Dies sind insbesondere folgende Personengruppen:
• Z.n. Gestationsdiabetes
• Adipositas
• Metabolisches Syndrom
• Manifeste Gefäßkrankheit
• Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
• Gestörte Nüchternglukose
Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund."
Autor: Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, 1. Med. Abt., Hanusch-Krankenhaus, Wien -
Michaelheuer
Rang: Gastam 08.02.2015 08:23:59
purea schrieb:
Weil ich den spielerischen gemeinschaftlichen Umgang mit dem Thema als deutlich niedrigere Schwelle betrachte als das individuelle Vorgehen. Da werden die meisten sowieso aufschieben: "ja, so ein Messgerät sollte ich mir auch mal kaufen"
Ich habe es ein paar mal gemacht. In entspannter Runde das Messgerät rausgeholt und gefragt "na, wer wills Wissen nach dem ganzen Schrott?". Die Neugierde ist plötzlich ganz groß, jeder will sich stechen lassen. Niemals hätte auch nur einer davon sich selbst ein Messgerät gekauft. Und das hättest du auch nicht damals. Ich selbst ebenfalls nicht. Bei einer Party allerdings, wenn eine Gruppendynamik entsteht, dann hätte ich wahrscheinlich auch mitgemacht.
Dann gilt wieder für nicht wenige vermutlich, dass sie die professionelle Atmosphäre eines oGtt in der Arztpraxis brauchen. Es geht um die Gesundheit und ich glaube, dass viele so etwas nur in ärztlichem Umfeld machen möchten.
Ziel bleibt, den Typ zwei frühestmöglich zu erkennen. Wie das erreicht wird, ist eigentlich völlig egal. Wer es zu Hause hinkriegt gut, wer dazu zum Arzt möchte ebenfalls gut.
"Wie sollte man Prädiabetiker behandeln?
Der erste Schritt ist naturgemäß, Prädiabetiker überhaupt zu identifizieren. Dazu ist ein oraler Glukosetoleranztest unabdingbar. Er sollte daher bei allen Personen mit erhöhtem Risiko zur Evaluation des kardiovaskulären Risikos durchgeführt werden. Dies sind insbesondere folgende Personengruppen:
• Z.n. Gestationsdiabetes
• Adipositas
• Metabolisches Syndrom
• Manifeste Gefäßkrankheit
• Familiäre Belastung (erstgradig Verwandte)
• Gestörte Nüchternglukose
Als erster Schritt sollte eine Lebensstilintervention nach dem finnischen Muster mit besonderer Beachtung der körperlichen Aktivität angestrebt werden. Ziel ist es, die postprandialen Glukoseexkursionen möglichst zu minimieren. Der Effekt sollte nach 3–6 Monaten mittels oGTT überprüft werden. Dann könnte gegebenenfalls bei Persistenz der postprandialen Hyperglykämie eine medikamentöse Intervention angeschlossen werden. Parallel dazu sollten alle anderen kardiovaskulären Risikofaktoren leitliniengemäß zielorientiert therapiert werden. Insgesamt ist daher das Management prädiabetischer Personen von einem hohen Ausmaß an Eigenverantwortung der Betroffenen geprägt; von ärztlicher Seite stehen Aufklärung und adäquate Beratung im Vordergrund."
Autor: Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher, 1. Med. Abt., Hanusch-Krankenhaus, Wien
Du waerst doch jetzt schon lange dedektiert worden wenn du deinen Lebensstil Deiner Krankheit entsprechend nicht lange schon geändert hättest. Dann würdest Du nämlich jetzt schon mit nem hohen hba1c ´erwischt´ werden....merkst Du eigentlich selber manchmal was Du schreibst?
Gruß -
Michaelheuer
Rang: Gastam 08.02.2015 08:29:11
Ist auch Blödsinn ich will keine Diskussion mit Dir.
Ich kann hier nur allen raten sich nicht verrückt machen zu lassen. Bei Werten unter 5,7 sind im Normalfall Blutzuckerwerte über gesund nicht zu erwarten, dass wird jeDer Diabetologe sagen. Es gibt immer Ausnahmen in jedem medizinischen Bereich. Ich würde da die Variante von Jürgen und allen Fachleuten nehmen dass bei diesen Werten Diabetes ausgeschlossen ist. Mir tuts auch leid für die Ausnahmefälle, die gibt s immer.
Gruß Michael