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  • Michaelheuer

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    am 05.03.2015 22:47:00
    hjt_Jürgen schrieb:
    Aber Michael, das haben wir doch schon längst durch. Hier geht es um Prädiabetes, also um das Ding, wenn HBA1c und BZ höher als gesund sind.

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.



    und wieder mal ne antwort die sich nicht auf meinen inhalt fokusiert sondern wieder daher kommt das jegliche interpretation möglich ist.......stark
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 06.03.2015 07:48:02
    Michaelheuer schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Aber Michael, das haben wir doch schon längst durch. Hier geht es um Prädiabetes, also um das Ding, wenn HBA1c und BZ höher als gesund sind.

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.



    und wieder mal ne antwort die sich nicht auf meinen inhalt fokusiert sondern wieder daher kommt das jegliche interpretation möglich ist.......stark



    ich weiss wirklich nicht jürgen wieso du da nicht mal ein klares statement abgibst so wie Typ einser der sich positiv zum hba1c geäusser hat; dann wäre die kuh vom eis
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    am 06.03.2015 09:43:19
    1. Die Prozesse, die zum ungesunden immer höheren Ansteigen des Blutzuckers führen, sind dann schon sehr weit fortgeschritten, wenn z.B. mit nem oGTT noch überhaupt kein noch so kleiner Anstieg über gesund provoziert werden kann, also auch kein noch so klein über gesunder Spitzenwert im Bereich von 1 Stunde nach dem Trinken von 160mg/dl. Auch ein völlig gesunder oGTT kann also nicht ausschließen, dass da nicht schon über 50% der Betas samt Steuerung irreparabel hin sind.
    2. Deswegen würde ich einen Menschen in der Familie, der mit einem HBA1c von 5,5 vom Dok käme, nicht extra noch zum oGTT schicken, denn
    a) die 5,5 bedeuten, dass ein Typ2 Diabetes völlig ausgeschlossen ist. WICHTIG: Diabetes heißt der höhere BZ erst ab Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte!
    b) die 5,5 bedeuten in den weitaus meisten aller Fälle einen völlig gesunden BZ-Verlauf.
    c) die 5,5 bedeuten in den seltenen werdenden Typ2 Fällen, in denen der BZ in den Spitzen schon höher ansteigt, dass in den folgenden 1-2 Jahren akut nichts gravierendes passieren wird, was sich mit früherem passendem Reagieren hätte verhindern lassen können.

    Eine eindeutige Messzahl wie X=gesund und X+1=Diabetes gibt es sachlich inhaltlich nirgendwo in der Medizin. Die gibt es nur als willkürliche Definition, wie sie in der Medizin für's formale Festlegen von Behandlungs-Grundlagen gebraucht wird.

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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 06.03.2015 10:18:00
    hjt_Jürgen schrieb:


    Eine eindeutige Messzahl wie X=gesund und X+1=Diabetes gibt es sachlich inhaltlich nirgendwo in der Medizin. Die gibt es nur als willkürliche Definition, wie sie in der Medizin für's formale Festlegen von Behandlungs-Grundlagen gebraucht wird.

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    Genauso wie es nicht den eindeutig Gesunden Blutzuckerverlauf Verlauf gibt, wie er z.B. bei Wikipedia zu finden ist. Es ist eine Idealisierung eines Gesunden BZ Verlaufs. (In Wirklichkeit viele BZ Verläufen von Gesunden die übereinander gelegt werden und geglättet).
    Bearbeitet von User am 06.03.2015 10:22:06. Grund: Erläuterung
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    am 06.03.2015 10:20:59
    Hat man eigentlich mal Gesunde Leute an ein CGMS gehangen?
  • DM1Diabetes

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    am 06.03.2015 10:23:23
    TypEinser schrieb:
    Hat man eigentlich mal Gesunde Leute an ein CGMS gehangen?

    für studien zwecke, ja.
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    am 06.03.2015 12:12:45
    Naja, und dann gibt es ja auch ein paar seit langem in der Medizin bekannte harte Fakten - hier einfach mal 3:
    1. Betas mögen keine Stunden über 140mg/dl. Als Glukotoxizität wird ihr Abnibbeln an zu viel Glukose bezeichnet.
    2. Betas können kurzfristig mit ca.50% Mehrausgabe auf Bedarfsspitzen reagieren und vermehren sich entsprechend dem zusätzlichen Insulin-Bedarf (z.B. Gesunde Schwangerschaft), wenn der länger anhält.
    3. Überforderte Betas geben weiter volle Pulle Suppe aus. Nur wirken 10 Einheiten dann nur noch wie 1 Einheit. Also praktisch plötzlich bei den betroffenen nahe Null Wirkung, weil mit der Überforderung das Proinsulin nicht mehr ordentlich in voll wirksames Insulin und C-Peptid geteilt wird.

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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 06.03.2015 12:23:50
    hjt_Jürgen schrieb:
    Naja, und dann gibt es ja auch ein paar seit langem in der Medizin bekannte harte Fakten - hier einfach mal 3:
    1. Betas mögen keine Stunden über 140mg/dl. Als Glukotoxizität wird ihr Abnibbeln an zu viel Glukose bezeichnet.
    2. Betas können kurzfristig mit ca.50% Mehrausgabe auf Bedarfsspitzen reagieren und vermehren sich entsprechend dem zusätzlichen Insulin-Bedarf (z.B. Gesunde Schwangerschaft), wenn der länger anhält.
    3. Überforderte Betas geben weiter volle Pulle Suppe aus. Nur wirken 10 Einheiten dann nur noch wie 1 Einheit. Also praktisch plötzlich bei den betroffenen nahe Null Wirkung, weil mit der Überforderung das Proinsulin nicht mehr ordentlich in voll wirksames Insulin und C-Peptid geteilt wird.

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    Das entlastet ja nicht davon, dass die Kurve idealisiert ist und es einen gesunden Bereich gibt und nicht eine scharfe Linie. Da der Körper keine Maschine ist, oder anders wer mit einer Grippe z.B. einen viel zuhören Morgenblutzucker hat, der ist nicht unbedingt ein Diabetiker.
    Bearbeitet von User am 06.03.2015 12:25:44. Grund: .
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    am 06.03.2015 13:09:38
    Geht ja auch nicht so sehr um entlasten, als vielmehr um verstehen. Gibt ja auch viele gesunde Menschen, deren BZ nüchtern immer um 60 verläuft und in der kurzen Spitze beim oGTT für ein paar Minuten nicht mal 110.
    Nach oben sehe ich da die Obergrenze, wo Betas konkret gefährdet bzw. überfordert werden. Denn damit müsste der BZ praktisch von selbst immer höher ansteigen und schließlich die Grenzwerte für die Diagnose Diabetes überschreiten.

    Hab übrigens vorhin erst wieder in nem Blog gelesen, wie man die Insulin-Resistenz sehen kann. Bei IR und Typ2 würde der BZ nach dem Essen nämlich deswegen zuerst so hoch ansteigen, weil die normale Insulin-Menge dafür nicht ausreiche. Da müsse dann erst einmal bis zu ner Stunde praktisch auf Vorrat produziert werden, bis die Menge groß genug wäre, die IR zu überwinden. - Liest sich ja recht plausibel. Aber passt überhaupt nicht zu der Tatsache, dass Insulin im Blut schon nach 5 Minuten nur noch weniger als die Hälfte wirkt.

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    am 06.03.2015 13:14:04
    In wieweit spielt die Up-/Down-Regulation bei T2 eigentlich eine Rolle?
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    am 06.03.2015 15:40:35
    Praktisch per Definition haben wir 2er ne beständige Down-Regulation. Denn wie sonst wollte man Insulin-Resistenz erklären?

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    am 06.03.2015 19:16:10
    hjt_Jürgen schrieb:
    c) die 5,5 bedeuten in den seltenen werdenden Typ2 Fällen, in denen der BZ in den Spitzen schon höher ansteigt, dass in den folgenden 1-2 Jahren akut nichts gravierendes passieren wird, was sich mit früherem passendem Reagieren hätte verhindern lassen können.



    Um, WAS?

    Das widerspricht völlig deiner propagierten selbstverantwortlichen BZ-Steuerung 140-120-100.

    Warum sollte ich damit noch "1 - 2 Jahre" warten und nicht jetzt bereits "passend reagieren"? Das macht null Sinn. Ich habe keine Lust, im Sinne der Glukotoxizität jetzt noch mehr Betas zu verlieren, ich habe keinen Bock auf Langzeitschäden - und du sagst, aktuell lässt sich NICHTS verhindern? I beg to differ. Was soll ich jetzt noch 1 - 2 Jahre warten und weiter so leben wie vorher, anstatt jetzt schon den gesunden Verlauf weitgehend selbst in die Hand zu nehmen?

    Und wie man hier sieht, ist ein 5.5 tatsächlich keine Garantie für einen gesunden Verlauf. Nichtmal 5.0 sind es. Würde ich jedoch ahnungslos und ohne BZ-Messgerät sein, und würde ich dem "1-2 Jahre locker aussitzen" Rat folgen, wäre ich also gemütlich zum Hausarzt zum checkup, der hätte meinen NBZ gemessen - nix festgestellt. Ok, vielleicht ist er gewissenhaft und sagt sich, machen wir mal den hba1c auch noch - wieder hätte er nichts festgestellt.

    Ich wäre also rausgegangen mit der Versicherung, völlig gesund zu sein und absolut keine abnormalen BZ-Verläufe haben zu können. Hätte mich weiterhin unbesorgt "spätrömisch dekadent" vollgestopft, anstatt wie jetzt schon etwas zu unternehmen und meinen lifestyle zu optimieren.

    Um dann in 2 Jahren vielleicht abnormale Nüchternglukose und einen hba1c von was weiß ich attestiert zu bekommen - wogegen ich jetzt aber steuern kann.

    Also echt. 1 - 2 Jahre aussitzen statt bei Kenntnis nix zu unternehmen - und das von dir? Die 140-120-100 sind ne super Gebetsmühle von dir - als ich das erste Mal im Dezember nach Diabetes googelte, bin ich so häufig über deine Beiträge gestolpert, dass ich dich in meinem ersten Posting ja auch direkt addressiert hatte, gerade weil du so viel Ahnung vermittelt hattest und PRO Prävention (oder zumindest: für proaktives Verhalten) schienst. Und nun das: zurücklehnen, abwarten?

    Sei's drum, ich werde den oGTT beim Diabetologen aus einem einzigen Grund durchführen (wie er ausfallen wird, ist mir ja bereits durch meine postprandialen Spitzen bekannt): nur dadurch komme ich an Untersuchungswerte und Behandlungsmethoden, an die ich so einfach nicht komme, d.h.:

    a) ist es LADA wie beim Michael. Dann ist sowieso der Kuchen sprichwörtlich und im wahrsten Sinn des Wortes bald gegessen und die Betas lassen sich nicht retten, egal wie sehr man sich einschränkt. Auch: bald Insulin.

    b) ist es "nur" Prediabetes: durch Lifestyle Optimierung und Begrenzung der Spitzen besteht zumindest die Hoffnung, die Werte noch möglichst lange so zu halten, womöglich sogar zu verbessern. Ziel: Vermeidung Folgeschäden und weiterer Betazellen-Untergang.

    Warum also genau sollte man sich 1 - 2 Jahre zurück lehnen und warten?

    TypEinser schrieb:
    Hat man eigentlich mal Gesunde Leute an ein CGMS gehangen?



    Ja, hat man: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2769652/

    "CGMS_Studie" schrieb:
    "Minimum and maximum interstitial glucose values, observed under everyday life conditions, were 59 and 168 mg/dl, respectively."



    (Also nix mit "Gesunde steigen NIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEE über 140, ever". Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass "In our study, tissue glucose concentrations in nondiabetic subjects were below 140 mg/dl during 99.2% of the total day", also die über 140 waren im wahrsten Sinn des Wortes wohl Sekunden- bis Minutenpeaks.)

    Dr. Freckmann äußert sich über diese Studie hier (http://www.lauber-methode.de/?cont=05_09-04-28_Messung) auch nochmal im Detail:

    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Was passierte nach dem „schnellen“ Frühstück?

    Nach dem „schnellen“ Frühstück erhöhte sich der Zuckerwert bei einzelnen Probanden rasant von rund 80 mg/dl vor dem Frühstück, auf bis zu 160 mg/dl bei einzelnen Probanden"






    Und was sagt eigentlich der Dottore zu uns besorgten Prediabetikern, die euch hier im Forum ja sooo sehr nerven? Sind wir wirklich "paranoid" (Michaels Worte), machen wir tatsächlich "einen Aufriss um Nichts" (Jürgens Worte)?

    Lasst uns hören, was der Spezi Doc Freckmann dazu sagt:

    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Macht es aus diesem Grund auch für Gesunde Sinn, den Blutzucker zu messen?

    Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber im Sinne einer präventiven Diabetes-Strategie und eines langfristigen Gewichtsmanagements kann die Blutzuckermessung eine ganz neue Bedeutung bekommen. Es wundert mich, dass angesichts der volkswirtschaftlichen Dimension des Übergewichtes, des Lebensstil-Diabetes, was ja Milliardenausgaben bedingt, nur wenige Studien zu diesem Thema existieren.

    Die Blutzuckermessung als Teil eines Lifestyle-Managements?

    Warum nicht. Mit einer Ernährungsschulung und chicen Geräten, welche die Leute stolz auf den Tisch legen, nach dem Motto „Ich messe, ich weiß, ich handle“.





    :)

    Bearbeitet von User am 06.03.2015 19:41:47. Grund: .
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 06.03.2015 19:39:16
    hjt_Jürgen schrieb:
    Geht ja auch nicht so sehr um entlasten, als vielmehr um verstehen. Gibt ja auch viele gesunde Menschen, deren BZ nüchtern immer um 60 verläuft und in der kurzen Spitze beim oGTT für ein paar Minuten nicht mal 110.
    Nach oben sehe ich da die Obergrenze, wo Betas konkret gefährdet bzw. überfordert werden. Denn damit müsste der BZ praktisch von selbst immer höher ansteigen und schließlich die Grenzwerte für die Diagnose Diabetes überschreiten.

    Hab übrigens vorhin erst wieder in nem Blog gelesen, wie man die Insulin-Resistenz sehen kann. Bei IR und Typ2 würde der BZ nach dem Essen nämlich deswegen zuerst so hoch ansteigen, weil die normale Insulin-Menge dafür nicht ausreiche. Da müsse dann erst einmal bis zu ner Stunde praktisch auf Vorrat produziert werden, bis die Menge groß genug wäre, die IR zu überwinden. - Liest sich ja recht plausibel. Aber passt überhaupt nicht zu der Tatsache, dass Insulin im Blut schon nach 5 Minuten nur noch weniger als die Hälfte wirkt.

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    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.



    Mit dem Sammeln des Insulins wird vermutlich die Produktion von Proinsulin gemeint sein. Also das Ding was ich hier zur Diskussion gestellt hatte.

    Manche Diskutieren sogar ob der Zeitpunkt, zur wirklich erfolgreichen Lifestyleänderung, nicht schon zuspät ist wenn das oGGT anschlägt. In meiner Beschreibung würde dieses erst im Stadium 2 anschlagen.
  • DM1Diabetes

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    am 06.03.2015 19:55:18
    joralo schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:


    Und was sagt eigentlich der Dottore zu uns besorgten Prediabetikern, die euch hier im Forum ja sooo sehr nerven? Sind wir wirklich "paranoid" (Michaels Worte), machen wir tatsächlich "einen Aufriss um Nichts" (Jürgens Worte)?

    Lasst uns hören, was der Spezi Doc Freckmann dazu sagt:
    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Was passierte nach dem „schnellen“ Frühstück?

    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Macht es aus diesem Grund auch für Gesunde Sinn, den Blutzucker zu messen?

    Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber im Sinne einer präventiven Diabetes-Strategie und eines langfristigen Gewichtsmanagements kann die Blutzuckermessung eine ganz neue Bedeutung bekommen. Es wundert mich, dass angesichts der volkswirtschaftlichen Dimension des Übergewichtes, des Lebensstil-Diabetes, was ja Milliardenausgaben bedingt, nur wenige Studien zu diesem Thema existieren.

    Die Blutzuckermessung als Teil eines Lifestyle-Managements?

    Warum nicht. Mit einer Ernährungsschulung und chicen Geräten, welche die Leute stolz auf den Tisch legen, nach dem Motto „Ich messe, ich weiß, ich handle“.



    Mit dieser Argumentation stelle ich nun eine Antrag zur Erstattung meines neun Samsung S 5 bei meiner Krankenkasse. Die App von accu chek aviva connect läuft nun mal nur mit Samsung Handys.
    Ernsthaft: wer soll die 100te Teststreifen bezahlen?




    Bearbeitet von User am 06.03.2015 19:59:45. Grund: .
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    am 06.03.2015 20:16:51
    Gesund bestellen die Inkretine das passende Insulin für neu gegessene Glukose, wenn die aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird. So treffen die Glukose und ihr Insulin in der Pfortader zusammen und gelangen in Sekunden direkt in die Leber, wo sie zum größten Teil verarbeitet werden. Auf der anderen Seite am Ausgang der Leber kommen maximal um 140mg/dl raus in den Ganzkörper-Umlauf. Und was danach dann an Glukose noch bei den Betas ankommt, bestellt dort sein eigenes Insulin.

    Mit nachlassendem Inkretin-Effekt wird für neu gegessene Glukose immer weniger Insulin bestellt, so dass immer weniger Glukose direkt in der Leber verarbeitet wird und immer mehr eben mit immer höher ansteigendem BZ in den Ganzkörper-Umlauf geht und sich auf dem Rückweg sein Insulin selbst bei den Betas abholen muss. Das ist der ganze Zauber hinter der sogenannten Rechtsverschiebung. Und mit dem Speicher-Teil der Erklärung der Insulin-Resistenz ;)

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    Bearbeitet von User am 06.03.2015 20:18:54. Grund: Ergänzung
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    am 07.03.2015 00:51:08
    hjt_Jürgen schrieb:
    Gesund bestellen die Inkretine das passende Insulin für neu gegessene Glukose, wenn die aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird. So treffen die Glukose und ihr Insulin in der Pfortader zusammen und gelangen in Sekunden direkt in die Leber, wo sie zum größten Teil verarbeitet werden. Auf der anderen Seite am Ausgang der Leber kommen maximal um 140mg/dl raus in den Ganzkörper-Umlauf. Und was danach dann an Glukose noch bei den Betas ankommt, bestellt dort sein eigenes Insulin.

    Mit nachlassendem Inkretin-Effekt wird für neu gegessene Glukose immer weniger Insulin bestellt, so dass immer weniger Glukose direkt in der Leber verarbeitet wird und immer mehr eben mit immer höher ansteigendem BZ in den Ganzkörper-Umlauf geht und sich auf dem Rückweg sein Insulin selbst bei den Betas abholen muss. Das ist der ganze Zauber hinter der sogenannten Rechtsverschiebung. Und mit dem Speicher-Teil der Erklärung der Insulin-Resistenz ;)

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    Zu meiner Zeit geht man davon aus, dass "Gesund" die Stimulation der Insulinsekretion durch vorhanden sein von:
    Glucose (mehr als 90 mg/dl (5 mmo/l) in extrazellulären Flüssigkeiten)
    Mannose
    Leucin
    und dem Vagusreitz
    beginnt.

    Ist auch logisch eine Hypo muss zuerst verhindert werden

    Verstärkend wirken:
    Inkretine; gastric inhibitory peptide (GIP), Cholecystokinin (CCK), Sekretin und Gastrin,
    Beta Mimetika, Acetylcholin,
    Arginin, Lysin,
    Fettsäuren und Ketonkörper
    3,5 AMP

    Und ganz viele andere Substanzen hemmen die Sekretion.

    Erst danach folgt die anabole Wirkung (Glykogensynthese) durch Insulin im Skeletmuskelgewebe oder der Leber statt. Dafür müssen aber die Insulinrezeptoren a) frei sein b) nicht Resistent sein. Beim Typ 2 Diabetes liegt eine Insulinresistenz bei allen wesentlichen Zielgeweben vor.

    Was nicht geklärt ist, ist die Frage ob die Resistenz oder die Sekretionsstörung primär bei Typ 2 primär auftritt. Die Resistenz ist vererbt und tritt auch bei nachkommen von Typ 2 Diabetikern auf, die keine Diabetiker sind. Sie tritt dort im Muskelgewebe auf. Erst im Stadium der Gluckoseintoleranz ist sie auch in der Leber messbar.







    Bearbeitet von User am 07.03.2015 00:54:00. Grund: .
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 07:32:07
    joralo schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    c) die 5,5 bedeuten in den seltenen werdenden Typ2 Fällen, in denen der BZ in den Spitzen schon höher ansteigt, dass in den folgenden 1-2 Jahren akut nichts gravierendes passieren wird, was sich mit früherem passendem Reagieren hätte verhindern lassen können.



    Um, WAS?

    Das widerspricht völlig deiner propagierten selbstverantwortlichen BZ-Steuerung 140-120-100.

    Warum sollte ich damit noch "1 - 2 Jahre" warten und nicht jetzt bereits "passend reagieren"? Das macht null Sinn. Ich habe keine Lust, im Sinne der Glukotoxizität jetzt noch mehr Betas zu verlieren, ich habe keinen Bock auf Langzeitschäden - und du sagst, aktuell lässt sich NICHTS verhindern? I beg to differ. Was soll ich jetzt noch 1 - 2 Jahre warten und weiter so leben wie vorher, anstatt jetzt schon den gesunden Verlauf weitgehend selbst in die Hand zu nehmen?

    Und wie man hier sieht, ist ein 5.5 tatsächlich keine Garantie für einen gesunden Verlauf. Nichtmal 5.0 sind es. Würde ich jedoch ahnungslos und ohne BZ-Messgerät sein, und würde ich dem "1-2 Jahre locker aussitzen" Rat folgen, wäre ich also gemütlich zum Hausarzt zum checkup, der hätte meinen NBZ gemessen - nix festgestellt. Ok, vielleicht ist er gewissenhaft und sagt sich, machen wir mal den hba1c auch noch - wieder hätte er nichts festgestellt.

    Ich wäre also rausgegangen mit der Versicherung, völlig gesund zu sein und absolut keine abnormalen BZ-Verläufe haben zu können. Hätte mich weiterhin unbesorgt "spätrömisch dekadent" vollgestopft, anstatt wie jetzt schon etwas zu unternehmen und meinen lifestyle zu optimieren.

    Um dann in 2 Jahren vielleicht abnormale Nüchternglukose und einen hba1c von was weiß ich attestiert zu bekommen - wogegen ich jetzt aber steuern kann.

    Also echt. 1 - 2 Jahre aussitzen statt bei Kenntnis nix zu unternehmen - und das von dir? Die 140-120-100 sind ne super Gebetsmühle von dir - als ich das erste Mal im Dezember nach Diabetes googelte, bin ich so häufig über deine Beiträge gestolpert, dass ich dich in meinem ersten Posting ja auch direkt addressiert hatte, gerade weil du so viel Ahnung vermittelt hattest und PRO Prävention (oder zumindest: für proaktives Verhalten) schienst. Und nun das: zurücklehnen, abwarten?

    Sei's drum, ich werde den oGTT beim Diabetologen aus einem einzigen Grund durchführen (wie er ausfallen wird, ist mir ja bereits durch meine postprandialen Spitzen bekannt): nur dadurch komme ich an Untersuchungswerte und Behandlungsmethoden, an die ich so einfach nicht komme, d.h.:

    a) ist es LADA wie beim Michael. Dann ist sowieso der Kuchen sprichwörtlich und im wahrsten Sinn des Wortes bald gegessen und die Betas lassen sich nicht retten, egal wie sehr man sich einschränkt. Auch: bald Insulin.

    b) ist es "nur" Prediabetes: durch Lifestyle Optimierung und Begrenzung der Spitzen besteht zumindest die Hoffnung, die Werte noch möglichst lange so zu halten, womöglich sogar zu verbessern. Ziel: Vermeidung Folgeschäden und weiterer Betazellen-Untergang.

    Warum also genau sollte man sich 1 - 2 Jahre zurück lehnen und warten?

    TypEinser schrieb:
    Hat man eigentlich mal Gesunde Leute an ein CGMS gehangen?



    Ja, hat man: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2769652/

    "CGMS_Studie" schrieb:
    "Minimum and maximum interstitial glucose values, observed under everyday life conditions, were 59 and 168 mg/dl, respectively."



    (Also nix mit "Gesunde steigen NIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEE über 140, ever". Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, dass "In our study, tissue glucose concentrations in nondiabetic subjects were below 140 mg/dl during 99.2% of the total day", also die über 140 waren im wahrsten Sinn des Wortes wohl Sekunden- bis Minutenpeaks.)

    Dr. Freckmann äußert sich über diese Studie hier (http://www.lauber-methode.de/?cont=05_09-04-28_Messung) auch nochmal im Detail:

    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Was passierte nach dem „schnellen“ Frühstück?

    Nach dem „schnellen“ Frühstück erhöhte sich der Zuckerwert bei einzelnen Probanden rasant von rund 80 mg/dl vor dem Frühstück, auf bis zu 160 mg/dl bei einzelnen Probanden"






    Und was sagt eigentlich der Dottore zu uns besorgten Prediabetikern, die euch hier im Forum ja sooo sehr nerven? Sind wir wirklich "paranoid" (Michaels Worte), machen wir tatsächlich "einen Aufriss um Nichts" (Jürgens Worte)?

    Lasst uns hören, was der Spezi Doc Freckmann dazu sagt:

    "Doc_Freckmann" schrieb:
    "Macht es aus diesem Grund auch für Gesunde Sinn, den Blutzucker zu messen?

    Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Aber im Sinne einer präventiven Diabetes-Strategie und eines langfristigen Gewichtsmanagements kann die Blutzuckermessung eine ganz neue Bedeutung bekommen. Es wundert mich, dass angesichts der volkswirtschaftlichen Dimension des Übergewichtes, des Lebensstil-Diabetes, was ja Milliardenausgaben bedingt, nur wenige Studien zu diesem Thema existieren.

    Die Blutzuckermessung als Teil eines Lifestyle-Managements?

    Warum nicht. Mit einer Ernährungsschulung und chicen Geräten, welche die Leute stolz auf den Tisch legen, nach dem Motto „Ich messe, ich weiß, ich handle“.





    :)



    Natürlich seit ihr paranoid joraldo und ihr macht andere auch zu dem. Was Jürgen doch dagt ist dass bei werten unter 5,5 der blutzuckerlverlauf gesund ist, nüchtern unter 90, nach 1 stunde unter 140, die ärzte raten zur einmaligen bestimmung des hba1c wertes obwohl dieser teurer ist als der nbz. Nun erklär mir doch mal in deiner weißheit weshalb sie dies tun.........wollen sie mehr diabetiker später haben? und in der medizin gibt es immer außnahmen. Es haben auch schon leute die krebsdiagnose erhalten die später keinen hatten und umgekehrt. Es gibt Außnahmen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 08:03:38
    Ich denke der Mehnert wird seine Meinung ändern wenn er hier die Beiträge von purea und joralado liesst:
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/654146/dient-diabetes-frueherkennung-heute-regel-hba1c.html

    Dieser Kerl und da schreibt er doch tatsächlich dass der hba1c auch prädiabetes entdecken würde (5,7-6,5) naja vielleicht lernt er es ja noch:)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 07.03.2015 09:21:20
    "der_Mehnert" schrieb:
    Bei unklaren Befunden sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden.



    +

    "der_Mehnert" schrieb:
    Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.




    Tja Michi, dit war wohl n Schuss in den Ofen, wa?
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 09:36:40
    joralo schrieb:
    "der_Mehnert" schrieb:
    Bei unklaren Befunden sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden.



    +

    "der_Mehnert" schrieb:
    Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.




    Tja Michi, dit war wohl n Schuss in den Ofen, wa?



    Lesen würde dich weiterbringen joralo................im prädiabetischen bereich, den er mit 5,7 bis 6,5 darstellt.liess doch bitte mal richtig bevor du schreibst. Du musst schom im Zusammenhang Texte kopieren
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 09:37:36
    Michaelheuer schrieb:
    joralo schrieb:
    "der_Mehnert" schrieb:
    Bei unklaren Befunden sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden.



    +

    "der_Mehnert" schrieb:
    Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.




    Tja Michi, dit war wohl n Schuss in den Ofen, wa?



    Lesen würde dich weiterbringen joralo................im prädiabetischen bereich, den er mit 5,7 bis 6,5 darstellt.liess doch bitte mal richtig bevor du schreibst. Du musst schom im Zusammenhang Texte kopieren



    Gehörst nicht zu den schlausten, oder?
  • Michaelheuer

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 09:41:06
    Michaelheuer schrieb:
    Michaelheuer schrieb:
    joralo schrieb:
    "der_Mehnert" schrieb:
    Bei unklaren Befunden sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden.



    +

    "der_Mehnert" schrieb:
    Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.




    Tja Michi, dit war wohl n Schuss in den Ofen, wa?



    Lesen würde dich weiterbringen joralo................im prädiabetischen bereich, den er mit 5,7 bis 6,5 darstellt.liess doch bitte mal richtig bevor du schreibst. Du musst schom im Zusammenhang Texte kopieren



    Gehörst nicht zu den schlausten, oder?





    Der HbA1c hat den Vorteil, dass er sich in einer einzigen Blutprobe unabhängig von Tageszeit und Mahlzeiten bestimmen lässt. Die Spezifität eines HbA1c von 6,5 Prozent ist nach Studiendaten groß genug, dass damit die Diagnose Diabetes gestellt werden kann. Die Sensitivität eines HbA1c unter 5,7 Prozent ist groß genug, dass damit der Ausschluss der Diagnose Diabetes möglich ist. Damit eignet sich HbA1c als primäres Diagnostikum.

    Bei Patienten mit HbA1c von 5,7 bis 6,4 Prozent wird empfohlen, den Diabetes und seine Vorstadien durch Blutzucker-Messung nach herkömmlichen Kriterien zu diagnostizieren. Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.


    Tja joralodo....lesen bildet
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 07.03.2015 09:56:20
    joralo schrieb:
    "der_Mehnert" schrieb:
    Bei unklaren Befunden sollte ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) vorgenommen werden.



    +

    "der_Mehnert" schrieb:
    Im prädiabetischen Bereich wird mit Recht der oGTT empfohlen, weil hier der HbA1c nicht zuverlässig genug ist.




    Tja Michi, dit war wohl n Schuss in den Ofen, wa?



    über andere sich lustig machen aber nicht in der Lage sein nen Text zu lesen joral.
    Super Michael!!!!
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 07.03.2015 11:12:01
    joralo schrieb:

    a) ist es LADA wie beim Michael. Dann ist sowieso der Kuchen sprichwörtlich und im wahrsten Sinn des Wortes bald gegessen und die Betas lassen sich nicht retten, egal wie sehr man sich einschränkt. Auch: bald Insulin.



    Ja, dann werden die Betas durch ein fehlgeleitetes Immunsystem zerstört. Und was willst du in der Zwischenzeit machen?
    Als Typ 1 Diabetiker, der an der Nadel hängt kann ich Dir nur ein sagen. Wenn ich Kuchen essen möchte, Pizza, Nuddeln, Eis, Schokolade dann spritze ich mir das Insulin und esse es. Und weist du was das Schöne ist. Ich esse so viel wie ich möchte, wann ich möchte und was ich möchte. Und wenn ich kein bock auf essen habe, dann esse ich halt nicht : Joralo, ich lebe, ich esse was ich will und wann ich das will, ich feire, ich flirte,
    Bearbeitet von User am 07.03.2015 12:39:24. Grund: .
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    am 07.03.2015 11:32:22
    DM1Diabetes schrieb:
    joralo schrieb:

    a) ist es LADA wie beim Michael. Dann ist sowieso der Kuchen sprichwörtlich und im wahrsten Sinn des Wortes bald gegessen und die Betas lassen sich nicht retten, egal wie sehr man sich einschränkt. Auch: bald Insulin.



    Ja, dann werden die Betas durch ein fehlgeleitetes Immunsystem zerstört. Und was willst du in der Zwischenzeit machen?
    Als Typ 1 Diabetiker, der an der Nadel hängt kann ich Dir nur ein sagen. Wenn ich Kuchen essen möchte, Pizza, Nuddeln, Eis, Schokolade dann spritze ich mir das Insulin und esse es. Und weist du was das Schöne ist. Ich esse so viel wie ich möchte, wann ich möchte und was ich möchte. Und wenn ich kein bock auf essen habe, dann esse ich halt nicht : Joralo, ich lebe, ich esse was ich will und wann ich das will, ich feire, ich flirte, ich treibe Sport.



    Nun, so ähnliche mache ich es auch, auch wenn ich kein Einser bin. Ich hab das beschränkte Essen etc. lange genug mitgemacht, einfach deshalb, weil es damals (in den Siebzigern keine Alternative für Zweier gab) und ich genieße meinen jetzigen Zustand. Warum soll ich in meinem Alter mein Leben vom Diabetes beherrschen lassen, hungern und trotz Arthrose sportliche Leistungen erbringen? Wenn es mit normalem Lebensstil nicht mehr geht, dann empfehle ich jedem Zweier auch Insulin. Man muß sich dabei natürlich von der Vorstellung lösen, Typ2er seien verfressene, faule Hohlköpfe. Eine Vorstellung, die auch noch in vielen Ärzteköpfen rumspukt (dick, dumm, Diabetiker). Manche Ärzte scheinen zu glauben, Zweier seien nicht in der Lage, ihren Diabetes mit Insulin selbst zu managen und versuchen sie deshalb mit Schauergeschichten vom Spritzen abzubringen,

    Purea haßt mich wegen dieser Einstellung und beschimpft mich mit bösen Worten, obwohl es ihr egal sein könnte, wie ich meinen Diabetes händle, aber Fanatikern fehlt es meist am gesunden Menschenverstand.
    Trotzdem empfehle ich jedem Zweier, meine Einstellung mal vorurteilslos zu betrachten.
    So, es war mir ein Bedürfnis, dies mal öffentlich kundzutun.