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    am 10.03.2015 14:23:27
    Karl-Friedrich schrieb:

    Wir sprachen kurz über eine mögliche Therapie, Insulin sei in meinem Fall eher nicht geeignet, auf Grund der Gefahr einer Hypo. Das Thema Medis in Form von Tabletten sprach er nicht an, als das Ergebnis zum Hba1c-Wert feststand, ich fragte allerdings nicht explizit danach.





    Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.

    Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.

    Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.

    In der Anwendung einfacher wäre ein neues Medikament: Forxiga.

    Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...
  • ferrato

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    am 10.03.2015 14:49:32
    Karl-Friedrich schrieb:
    TypEinser schrieb:


    Wir sprachen kurz über eine mögliche Therapie, Insulin sei in meinem Fall eher nicht geeignet, auf Grund der Gefahr einer Hypo. Das Thema Medis in Form von Tabletten sprach er nicht an, als das Ergebnis zum Hba1c-Wert feststand, ich fragte allerdings nicht explizit danach.

    In der Tat, einen Kunden hat er jetzt mehr in der Kartei, allerdings konnte er mich so weit beruhigen, daß eine erneute Kontrolle erst in einem Jahr geplant wäre. Ich hatte dabei nicht den Eindruck, auch wenn er sehr engagiert war, daß er mich jetzt und sofort "behandeln" wollte, eine Dringlichkeit schien z.Z. nicht gegeben zu sein. Die Nahrungsumstellung, bzw. das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken scheint die Prioriät zu haben.

    Er hatte mir auch dargelegt, daß ich jetzt nicht als Diabetiker geführt werde (krankenkassenbezogen?), auch wenn meine Werte im Graubereich (NBZ, oGTT) liegen.



    Das glaub ich jetzt nicht wirklich.
    1. Du wirst nicht als Diabetiker geführt, weil Du (noch) keiner bist. Ein Prädiabetes ist eine Vorstufe, bei der nur geringe Auffälligkeiten vorliegen, die aber noch nicht mal zwingend zu einem Diabetes führen müssen!
    2. Deine Werte sind bis auf gelegentliche Spitzen gut. Wie sollen sich diese Werte auf einen HBA1C auswirken, der den durchschnittlichen BZ Verlauf der letzten 8-12 Wochen darstellt. Gelegentliche Spitzen wirken sich da gar nicht aus.
    3. Dein HA bestätigt Dir die guten Werte und Du denkst über Insulin nach, mit dem Du einen nicht vorhandenen Diabetes "bekämpfen" willst? Ja geht's noch???

    Zum Glück wird es keinen Arzt geben, der Dir Insulin verschreibt.


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    am 10.03.2015 14:53:59
    Viel spricht aus meiner Sicht dafür, dass der gesunde BZ-Verlauf seinen Deckel in der Spitze nach dem Einfüllen von viiiiiiiiiiielen KHs bei 140mg/dl hat, ganz bestimmt unterhalb der Nierenschwelle bei 160-180. Und dass die gesunden alltäglichen BZ-Schwankungen eher 40 als 60mg/dl weit reichen.

    Um Prävention und Zurückdrehen geht es zumindest gefühlt in wenigstens 8 von 10 Artikeln zum Prädiabetes und Typ2 in den medizinischen Portalen und Fachportalen. Immer mit den Hebeln mehr Bewegung, Abnehmen, Stärke-KH-ärmer essen in verschiedener anteilsmäßiger Ausprägung.
    Als Ziel wird dabei praktisch immer der nahe bis völlig gesunde BZ-Verlauf gesetzt und bei dessen Erreichen häufig messerscharfst geschlossen, dass eben entsprechend oder/und zu wenig Bewegung oder/und zu viel Gewicht oder/und zu viele Stärke-KHs den Prädiabetes oder Typ2 verursacht haben.

    Apropos Forxiga. Senkt die Nierenschwelle. Sorgt also dafür, dass ein Teil der zuvielen Glukose durch die Toilette entsorgt wird. Allerdings in BZ-mäßig messbarer Größenordnung erst so ab HBA1c 8 :(

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    am 10.03.2015 14:57:14
    TypEinser schrieb:
    Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.

    In der Anwendung einfacher wäre ein neues Medikament: Forxiga.

    Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...



    Danke Dir für diese neuen, zu diskutierenden Aspekte.
    Allerdings verstehe ich gerade nicht Deine Wortwahl bezüglich "Rest"-Leistung Deiner BSD. Wenn nach einem oGTT der C-Peptid normal, bzw. etwas höher als notwendig ist, heißt das nicht eher, daß noch ausreichendes Insulin produziert wird und in meinem Fall eher von einer Insulinresistenz zu sprechen wäre?
    Wäre hier dann Insulin überhaupt das Mittel der Wahl?

    So wie es bei mir scheint, kratze ich mit meinen NBZ seit vielen Jahren an der Grenze zum 100-Wert, vor 10 Jahren war der bei 92, im Serum. Der plasmareferenzierte Wert dürfte wohl etwas höher gewesen sein.

    In dem diagnostischen Loch zwischen den Ergebnissen zum NBZ/oGTT und der Blutuntersuchung zum C-Peptid, Antikörper und Hba1c kaufte ich mir aus Interesse preisgünstig den Accu-Chek Aviva und eine 50er-Dose Teststreifen. Bei meinen Messungen mit weniger glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken in den letzten Wochen ergab sich, mit einer einzigen Ausnahme, daß die Spitzenwerte nie über 140 lagen, weder beim 1h-Wert, noch beim 2h-Wert, sie lagen jeweils unter 130. Allerdings zeigte sich, daß der Peak bei diesen Speisen jeweils oft im 2h-Bereich lag. Liegt also hier die schon typische Rechtsverschiebung vor?
    Die NBZ-Messungen laen in meinem Fall bei diesem Gerät im Bereich von 94 bis 99, einmal bei 101 (Stress/Erkältung).

    Ich werde im Sommer, nach einigen Monaten Nahrungsumstellung und mehr Sport, wieder so eine 50-er Dose mit Teststreifen kaufen und "Vergleichsmessungen" durchführen, verrückt durch mich möchte ich mich bis dahin nicht machen lassen. Ggf. werde ich den Diabetologen dann vorzeitig aufsuchen, wenn sich eine Verschlechterung einstellen sollte und das bzgl. Medis ansprechen.
    Bearbeitet von User am 10.03.2015 15:08:37. Grund: Wortwahl
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    am 10.03.2015 15:04:01
    ferrato schrieb:

    Das glaub ich jetzt nicht wirklich.
    1. Du wirst nicht als Diabetiker geführt, weil Du (noch) keiner bist. Ein Prädiabetes ist eine Vorstufe, bei der nur geringe Auffälligkeiten vorliegen, die aber noch nicht mal zwingend zu einem Diabetes führen müssen!
    2. Deine Werte sind bis auf gelegentliche Spitzen gut. Wie sollen sich diese Werte auf einen HBA1C auswirken, der den durchschnittlichen BZ Verlauf der letzten 8-12 Wochen darstellt. Gelegentliche Spitzen wirken sich da gar nicht aus.
    3. Dein HA bestätigt Dir die guten Werte und Du denkst über Insulin nach, mit dem Du einen nicht vorhandenen Diabetes "bekämpfen" willst? Ja geht's noch???

    Zum Glück wird es keinen Arzt geben, der Dir Insulin verschreibt.




    Einen Moment bitte, die Zitate laufen vielleicht ein wenig durcheinander. Ich dachte bisher nie an Insulin, Der Diabetologe verwarf die Idee auch sofort, selbst noch zu einem Zeitpunkt, als die Bestimmung der Antikörper noch nicht vorlag. Vor dieser Bestimmung war allerdings noch nicht klar, ob es in Richtung T1, T2 oder eine andere Sonderform gehen könnte. Nach dieser Bestimmung waren von Medis (egal ob Tabletten oder Insulin) nicht die Rede. Lediglich die Ernährungsumstellung wurde erklärt.
    Ich denke persönlich gar nicht an Insulin ;-)

    Ergänzende Frage: Ab welcher Dauer wirken sich eigentlich schädigende Spitzen (größer/gleich 140) auf den Körper wie Gefässe (Augen), Nerven aus? Ab erst nach 2 Stunden, oder schon kürzer?
    Und bei "geringeren" Werte im Bereich von 120 bis 130? Wie bei mir, welche dann auch schon länger als 2 Stunden dauerten. Das mit dem fehlenden Einfluss der Spitzen auf den HBA1C konnte ich bis jetzt auch schon nachlesen, danke für den Hinweis!
    Bearbeitet von User am 10.03.2015 15:13:44. Grund: Ergänzende Frage
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    am 10.03.2015 15:12:51
    Rest-Leistung ist bei Diabetikern das, was die Beta-Zellen noch so an funktionierendem Insulin rausrücken.
    Deshalb bei Dir auch in " " ;-)

    Insulin ist zuverlässig und berechenbar in der Wirkung.

    Was die "Resistenz" angeht: Hier sehr gut beschrieben und funktioniert im Prinzip während der Entstehung von Typ 2 genauso:

    http://www.chrostek.de/neues-aus-althausen/up-und-down-teil-1.html

    Althausen ist sowas wie das Mekka der Insulinpflichtigen...


    Der BZ-Peak und der 1-Stunden-Wert – ich kenne keinen, der den genau da hat.
    Nach 2 Stunden haben die meisten den Peak, danach kommt ein schneller Abfall.

    Interessanterweise schreiben hier viele, den schnellen BZ-Abfall würden man bemerken... Ich kenne niemanden, der sowas bemerkt. Es sei denn, die Hypo naht... da reden wir dann aber von Werten unter 80 mg/dl, bei einem Ø von 120 – 130 mg.
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    am 10.03.2015 16:48:22
    Karl-Friedrich schrieb:

    Ergänzende Frage: Ab welcher Dauer wirken sich eigentlich schädigende Spitzen (größer/gleich 140) auf den Körper wie Gefässe (Augen), Nerven aus? Ab erst nach 2 Stunden, oder schon kürzer?
    Und bei "geringeren" Werte im Bereich von 120 bis 130? Wie bei mir, welche dann auch schon länger als 2 Stunden dauerten. Das mit dem fehlenden Einfluss der Spitzen auf den HBA1C konnte ich bis jetzt auch schon nachlesen, danke für den Hinweis!





    Wichtig ist vor allem Dingen ein gesunder Blutdruck. Und in den Gefäßen lagert sich ja so einiges ab – da ist die Verzuckerung nur ein Teil von.

    Schaut man sich jetzt mal langjährige Typ1er mit mehr als 40 Jahren Diabetes und dazu noch katastrophalen Werten an und schaut, was da so an Folgeschäden passiert, dann ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass Du, vorausgesetzt die Werte bleiben so, in den nächsten 40 Jahren blind im Rollstuhl zur Dialyse gefahren wirst.
    Was niemand wissen kann, ist, ob Du genetisch bedingt anfällig für Nierenprobleme bist, ob Deine Netzhaut neue Gefäße baut (das geht nämlich auch ohne Diabetes), und ob Deine Adern/Venen verstopfen hängt dann auch noch von verschiedenen Faktoren ab.

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    am 10.03.2015 17:06:44
    TypEinser schrieb:

    Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.


    Diese Aussage ist zu pauschal. Du musst die verschiedenen diabetischen Gruppen differenzieren.
    In der Gruppe der Prädiabetiker geht es darum, die Manifestation zu verhindern.

    TypEinser schrieb:
    Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.


    ...und zwar im Falle der Gruppe der Prädiabetiker (zur Zeit) ausschließlich durch Lifestyleänderung.

    TypEinser schrieb:
    Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.


    Siehe oben. Insulingaben wäre bei vielen Prädiabetiker ein Spiel mit dem Feuer und völlig ungeeignet. An meinen Verläufen hast du gesehen, dass Spitzen teilweise nur ein paar Minuten anhalten. Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
    20min/146
    30min/157
    40min/145

    Da kann zwischen BZ-Messung und anschließender Einstellung und Ansetzen des Pens schon zu viel Zeit vergangen sein und man ballert sich in die Hypo. Wäre nur ein Frage der Zeit.

    TypEinser schrieb:
    Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...


    Im Moment der einzige Weg (neben der impliziten Lifestyleänerung)
    Bearbeitet von User am 10.03.2015 17:08:19. Grund: .
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    am 10.03.2015 17:33:19
    purea schrieb:
    TypEinser schrieb:

    Oberstes Ziel in der Therapie ist die Vemeidung von Folgeschäden.


    Diese Aussage ist zu pauschal. Du musst die verschiedenen diabetischen Gruppen differenzieren.
    In der Gruppe der Prädiabetiker geht es darum, die Manifestation zu verhindern.

    Das geht vielleicht bei Typ 2b – da fällst Du schonmal raus....



    TypEinser schrieb:
    Da Du ja über die schädlichen Spitzen aufgeklärt wurdest ist natürlich der nächste Schritt die Vermeidung dieser Spitzen.


    ...und zwar im Falle der Gruppe der Prädiabetiker (zur Zeit) ausschließlich durch Lifestyleänderung.

    TypEinser schrieb:
    Insulin ist der beste und einfachste Weg, diese zu vermeiden – und die Hypo-Gefahr ist außerordentlich gering bei der "Rest"-Leistung Deiner BSD und den zu erwarteten Mengen, die für einen ordentlichen BZ-Verlauf notwendig wären.


    Siehe oben. Insulingaben wäre bei vielen Prädiabetiker ein Spiel mit dem Feuer und völlig ungeeignet. An meinen Verläufen hast du gesehen, dass Spitzen teilweise nur ein paar Minuten anhalten. Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
    20min/146
    30min/157
    40min/145

    Da kann zwischen BZ-Messung und anschließender Einstellung und Ansetzen des Pens schon zu viel Zeit vergangen sein und man ballert sich in die Hypo. Wäre nur ein Frage der Zeit.


    Insulin spritzt man VOR dem Essen. Mit passendem SEA bügelt man so manche BZ-Spitze platt.
    Hypos sind außerdem kein muss – sicheres BE-Schätzen, weiterer Tagesablauf geplant und einfache Mathematik vorrausgesetzt.


    TypEinser schrieb:
    Das Weglassen/Reduzieren von glykämisch lastintensiven Speisen und Getränken ist schon ein guter Weg, allerdings sehen wir an vielen geposteten Prä-Diabetiker-Werten, dass sich der Blutzucker nicht unbedingt nur am Glyx orientiert...


    Im Moment der einzige Weg (neben der impliziten Lifestyleänerung)



    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du mit Deinem Lifestyle auch nur 10 % der potentiellen Kandiaten begeistern kannst.
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    am 10.03.2015 17:49:52
    TypEinser schrieb:
    ...ob Deine Netzhaut neue Gefäße baut (das geht nämlich auch ohne Diabetes),...


    Aber meines Wissens nicht im völlig gesunden BZ-Rahmen mit völlig gesunden Schwankungen zwischen Minimum und Spitze nach dem Essen von 40-50 mg/dl, oder?
    Meines Wissens sind die Diagnose-Grenzwerte damals nach der Statistik so eingerichtet worden, dass darunter nur noch wenige überwucherte Netzhäute vorkamen. Aber sie kommen halt vor, und nicht weil sie ne andere organische Ursache hätten ohne Diabetes, sondern schlicht wegen der höher angesetzten Diabetes-Definition.
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    am 10.03.2015 18:05:51
    TypEinser schrieb:


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du mit Deinem Lifestyle auch nur 10 % der potentiellen Kandiaten begeistern kannst.


    Von welcher Grundgesamtheit gehst du aus? Alle Prädiabetiker in Deutschland? Oder alle Prädiabetiker, die sich hier anmelden und/oder mitlesen?

    Für letztere Gruppe: Ich bin allerdings davon überzeugt, dass mitlesende Prädiabetiker sehr aufmerksam verfolgen, was ich hier an prädiabetischem Lifestyle mitteile.
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    am 10.03.2015 19:44:12
    "Lichtgestalt der Forenszene" fast wäre ich vor Lachen vom Stuhl gefallen **gg**
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    am 10.03.2015 19:51:30
    Ja, eine geradezu angenehm zutreffende Hyperbel, was?

    Aber gut, du wolltest dich ja hier konsequent raushalten. Diesen kleinen Ausrutscher verzeihen wir dir natürlich. Bist ja auch nur Mensch, gell?
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    am 10.03.2015 19:52:33
    TypEinser schrieb:

    Wichtig ist vor allem Dingen ein gesunder Blutdruck. Und in den Gefäßen lagert sich ja so einiges ab – da ist die Verzuckerung nur ein Teil von.



    Danke Dir für Deine Antworten. Der RR ist ganz gut, mit Durchschnittswerten zuletzt von 111/77. Hier kann ich kaum mehr drehen, das kann auch als Ergebnis durch die Ernährungsumstellung gesehen werden. Erstaunlich, diese Werte habe ich eher im Sommer, infolge (Ausddauer-)Sport.

    Bezüglich Sport werde ich noch sehen, da mein BMI jetzt auf 18,5 runter ist, mehr darf nicht sein. Davor hatte mich Der Diabetologe auch gewarnt. Ich muß wohl verstärkt darauf achten, daß ich genügend Kohlenhydrate zuführe. Bei Touren in der Ebene verbrenne ich häufig so um die 1500 bis 2500 kcal, zum Größtenteil bei aerober Energiegewinnung. Im Gebirge mit dem MTB am Hang wird es schnell bei mir anerob, bei hohen, knieschonenden Kadenzen und einer damit verbunden hohen HF, da werden es oft 2500 bis 4000 (und mehr) kcal am Ende einer Tour. D.h. vor solchen Touren muß ich mir die Kohlenhydrate reinballern, z.B. mit Nudeln und zwischendrin ggf. eine Zwischenmahlzeit.

    Kennt sich jemand von Euch aus, bzw. hat Erfahrungen mit dem Verlauf des Blutzuckerspiegels während einer Ausdauersportart wie z.B. Radsport, Joggen, Schwimmen, etc.?
    Steigt der BZ etwas, infolge dem Glucagon zur Bereitstellung von weiterer Energie? Oder sollte er bei Gesunden im zweistelligen mg/dl-Bereich bleiben?
    Bearbeitet von User am 10.03.2015 19:56:11. Grund: erg
  • ferrato

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    am 10.03.2015 21:32:06
    purea schrieb:

    Hier noch mal ein Verlauf von Vorgestern, um es zu illustrieren:
    20min/146
    30min/157
    40min/145



    Alle heute in Deutschald auf dem Markt befindlichen Messgeräte dürfen gemäß ISO Norm 15197 bei Werten über 100 mg/dL eine maximale Abweichung von +-15% haben.
    Vom Diagnosegrenzwert 140 mg/dL ausgehend liegen also alle Werte zwischen 119 und 161 innerhalb dieser Messunsicherheit. Alle Deine oben genannten Werte fallen hier darunter.
    Nur mal so zur Info.
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    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 12.03.2015 01:26:54
    Hallo ferrato,

    das spielt in dem Kontext keine Rolle. Es geht hierbei um den qualitativen Aspekt der BZ-Bewegung, nicht um den Quantitativen. Es ist bei solchen Bewegungen nur eine Frage von kurzer Zeit, bis man sich in eine Unterzuckerung spritzen würde. Prädiabetiker bekommen dementsprechend keine Medis, das wäre sonst unverantwortlich.
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 12.03.2015 05:47:02
    purea schrieb:
    Hallo ferrato,

    das spielt in dem Kontext keine Rolle. Es geht hierbei um den qualitativen Aspekt der BZ-Bewegung, nicht um den Quantitativen. Es ist bei solchen Bewegungen nur eine Frage von kurzer Zeit, bis man sich in eine Unterzuckerung spritzen würde. Prädiabetiker bekommen dementsprechend keine Medis, das wäre sonst unverantwortlich.




    In mehren Studien mit Medikamenten und Insulin wurde nachgewiesen, dass es möglich ist Prädiabetiker mit Tableten oder Insulin zu behandeln. Aber mit hilfe von Diät und Bewegung sind die Therapieerfolge (eine länger anhaltendete Remision), in diese Phase, grösser. So können Patienten auch ohne Medikamente sehr gute BZ Werte halten ohne Medikamente oder Insulin einzunehmen. Überschreitet aber die hba1c Werte eine Schwelle muss auf Medikamente umgestellt werden.

    Und doch geht es um die Quantitative Ausschläge, denn bei jeden Menschen gibt es eine BZ Erhöhung nach dem Essen dann sind alle Menschen krank will es ja einen Qualitativen Ausschlag gibt. 100 % der Menschen ist nach deiner Aussage an Diabetes erkrankt.
    Bearbeitet von User am 12.03.2015 07:02:51. Grund: .
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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 12.03.2015 07:31:47
    purea schrieb:
    Hallo ferrato,

    das spielt in dem Kontext keine Rolle. Es geht hierbei um den qualitativen Aspekt der BZ-Bewegung, nicht um den Quantitativen. Es ist bei solchen Bewegungen nur eine Frage von kurzer Zeit, bis man sich in eine Unterzuckerung spritzen würde. Prädiabetiker bekommen dementsprechend keine Medis, das wäre sonst unverantwortlich.





    Entschuldige den Ausdruck, aber anders kann man es nicht ausdrücken:

    So ein Schwachsinn.

    Je mehr die Betazellen leisten, umso geringer die Hypogefahr.
    Der Bolus wird der BZ-Kurve angepasst – viele "Honeymoonler" brauchen Kleinst-Dosen, die Wirkzeit ist sehr kurz, und dann wird oft noch räumlich gesplittet...
    Da Prä-Diabetiker ja nun Super-Honeymoonler sind wäre die kleine "Vorsuppe" das ideale Mittel, um die Erstantwort effektiver zu machen.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------
    ""Insulin is a remedy which is primarily for the wise and not for the
    foolish, be they patients or doctors.
    Everyone knows it requires brains to live long with diabetes, but to
    use insulin successfully requires more brains"

    "Insulin In Hospital And Home", P. Joslin, H. Gray, H. F Root, Journal
    of Metabolic Research, 2, 1922 (p.652)"
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------

    Das ist das größte Problem. Wer bei Prä-Diabetes mit Messorgien dem Quark zuleibe rückt würde ich auch kein Insulin verpassen.

    Obwohl man weiß, dass die Schonung der Betazellen mittels kleiner Dosen Insulin den Massentod der Betas deutlich verzögern kann...
    Bearbeitet von User am 12.03.2015 07:33:06. Grund: .
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    am 12.03.2015 10:47:18
    Auf dem Weg zum Typ2 und in den ersten Jahren nach Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte geht es eher nicht um das Massensterben der Betas. Ok, das wird mit der alltäglichen Höhe und Dauer des BZ über etwa 140mg/dl befördert. Aber 5-6 Jahre mit Tabletten zur Ausgabeverstärkung als (zwar abnehmend, aber) wirksame Hauptmedikation im Bereich von HBA1c 7 zeigen, dass selbst unter medikamentös verstärkter Überforderung und langen alltäglichen Zeiten über 140 kein Massensterben ablaufen kann. Und bis in den Bereich von HBA1c 7 sind auch die direkten Schäden durch höheren BZ noch relativ dünn gesäht.

    In der Hauptsache geht es im prädiabetischen und anfänglich diabetischen BZ-Bereich doch darum, die Ausgabe von intaktem Proinsulin mit seiner Adipositas- und Arteriosklerose-Förderung aus den diabetisch defekten Betas möglichst gering zu halten. Das funktioniert am besten mit dem BZ im völlig gesunden Bereich.
    Und in den BZ-gesunden Bereich kommen und darin bleiben funktioniert noch bis in die ersten Jahre nach dem Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte häufig am wirksamsten mit mehr und gezielt eingesetzter Bewegung, angepasster Ernährung und ggf. erheblichem Abspecken.

    ------------------------------------------
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    Bearbeitet von User am 12.03.2015 10:49:11. Grund: Korrektur
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    am 12.03.2015 18:02:50
    hjt_Jürgen schrieb:
    Auf dem Weg zum Typ2 und in den ersten Jahren nach Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte geht es eher nicht um das Massensterben der Betas. Ok, das wird mit der alltäglichen Höhe und Dauer des BZ über etwa 140mg/dl befördert. Aber 5-6 Jahre mit Tabletten zur Ausgabeverstärkung als (zwar abnehmend, aber) wirksame Hauptmedikation im Bereich von HBA1c 7 zeigen, dass selbst unter medikamentös verstärkter Überforderung und langen alltäglichen Zeiten über 140 kein Massensterben ablaufen kann. Und bis in den Bereich von HBA1c 7 sind auch die direkten Schäden durch höheren BZ noch relativ dünn gesäht.

    In der Hauptsache geht es im prädiabetischen und anfänglich diabetischen BZ-Bereich doch darum, die Ausgabe von intaktem Proinsulin mit seiner Adipositas- und Arteriosklerose-Förderung aus den diabetisch defekten Betas möglichst gering zu halten. Das funktioniert am besten mit dem BZ im völlig gesunden Bereich.
    Und in den BZ-gesunden Bereich kommen und darin bleiben funktioniert noch bis in die ersten Jahre nach dem Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte häufig am wirksamsten mit mehr und gezielt eingesetzter Bewegung, angepasster Ernährung und ggf. erheblichem Abspecken.


    Absolut richtig und auch völlig klar. Es ging aber eher um TypEinser's abstruse und realitätsferne Behauptung, dass bei ungesunden BZ-Spitzen von wenigen Minuten und eine daraufhin (potentiell immer falsch) berechnete Insulingabe die Gefahr einer Unterzuckerung nicht erhöhe.
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    am 12.03.2015 18:51:36
    purea schrieb:

    Absolut richtig und auch völlig klar. Es ging aber eher um TypEinser's abstruse und realitätsferne Behauptung, dass bei ungesunden BZ-Spitzen von wenigen Minuten und eine daraufhin (potentiell immer falsch) berechnete Insulingabe die Gefahr einer Unterzuckerung nicht erhöhe.



    Wow purea, jetzt bist du also auch schon Expertin für Insulin! Seit wann spritzt du denn?
    Ich hab selten eine so steile Karriere gesehen.
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    am 12.03.2015 21:35:29
    Dann halten wir also fest, dass du obige Aussage bestätigst.

    Bist du nicht eigentlich auch die EH, die in anderen Threads immer am lautesten schreit, wenn sie meint, sie würde baren Unsinn erkennen :-))

    Na, dann empfehle Prädiabetikern mit Minutenspitzen mal schön weiter dein Insulin. Den Mitlesern sei versichert, dass das noch nie ein Arzt gemacht hat und es dafür gute Gründe gibt.
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    am 13.03.2015 07:35:09
    purea schrieb:

    Absolut richtig und auch völlig klar. Es ging aber eher um TypEinser's abstruse und realitätsferne Behauptung, dass bei ungesunden BZ-Spitzen von wenigen Minuten und eine daraufhin (potentiell immer falsch) berechnete Insulingabe die Gefahr einer Unterzuckerung nicht erhöhe.




    Ich habe erwartet, dass Du mitarbeitest. War wohl nichts...

    Hier ist Liprolog/Humalog, Apidra oder Novorapid gefragt.

    Natürlich NICHT als Bolus für die kompletten BE, sondern als Substition der Erstantwort.

    Vorgehensweise:
    Je nach Aktivität vor dem Essen wird eine halbe (nach Sport) oder ganze Einheit gespritzt, dann wartet man 10 – 15 Minuten bis zur Mahlzeit.
    Dieser Kleinst-Bolus hat eine Wirkzeit von maximal 2 Stunden, der Wirkhöhepunkt ist nach ca. 45 Minuten erreicht.
    Du beschreibst einen Peak nach ca. 30 Minuten – damit kommen wir prima hin.

    Über eine Hypo brauchen wir uns keinen Kopf machen, da die Betazellen bei einem geringen Überangebot an wirksamem Insulin in der Lage sind, einfach mal abzuschalten, dazu werden die Alphazellen aktiv. Zumal ja nun direkt nach der Mahlzeit Insulin fehlt.


    PS. Eventuell muss man den SEA weiter ausdehnen – Du bist ja auf dem Weg zum 2er...
    Bearbeitet von User am 13.03.2015 07:41:38. Grund: PS
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    am 13.03.2015 09:06:55
    purea schrieb:
    Dann halten wir also fest, dass du obige Aussage bestätigst.

    Bist du nicht eigentlich auch die EH, die in anderen Threads immer am lautesten schreit, wenn sie meint, sie würde baren Unsinn erkennen :-))

    Na, dann empfehle Prädiabetikern mit Minutenspitzen mal schön weiter dein Insulin. Den Mitlesern sei versichert, dass das noch nie ein Arzt gemacht hat und es dafür gute Gründe gibt.



    Tja, mir hätte klar sein müssen, daß Ironie an dich verschwendet ist.
    Trotzdem solltest du dich bemühen, wenigstens ein bißchen mehr verstehend zu lesen. Ich habe weder irgendetwas bestätigt noch irgendetwas empfohlen. Ich habe dir eine Frage gestellt.
    Ich dachte, du weißt, was ein Fragezeichen bedeutet.
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    am 13.03.2015 19:22:30
    hjt_Jürgen schrieb:
    In der Hauptsache geht es im prädiabetischen und anfänglich diabetischen BZ-Bereich doch darum, die Ausgabe von intaktem Proinsulin mit seiner Adipositas- und Arteriosklerose-Förderung aus den diabetisch defekten Betas möglichst gering zu halten. Das funktioniert am besten mit dem BZ im völlig gesunden Bereich.
    Und in den BZ-gesunden Bereich kommen und darin bleiben funktioniert noch bis in die ersten Jahre nach dem Überschreiten der Diagnose-Grenzwerte häufig am wirksamsten mit mehr und gezielt eingesetzter Bewegung, angepasster Ernährung und ggf. erheblichem Abspecken.



    Ja und? Genau das machen wir doch hier! Warum also im ersten Beitrag uns des "Riesen-Aufrisses" bezichtigen, wenn du nun in diesem Zitat hier (und im Übrigen auch in allen sonstigen Empfehlungen zum "proaktiven Steuern des gesunden Verlaufs") GENAU DIESEN "AUFRISS" empfiehlst?