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Hba1c wert gesunken..Blutzuckerwerte gleich???

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    Mitglied seit: 09.04.2015
    am 25.04.2015 10:19:27
    Hallo zusammen...

    ich habe vor ca. 3 Wochen schon mal geschrieben und wollte mal kurz was mitteilen und fragen was denn da los ist...Aaaalso ich habe ab der Diaganose meine Ernährung drastisch umgestellt..Allerdings so das ich angst hatte zu essen und kam meistens nur auf 1000 Kcl. Ich habe praktisch fast nur Gemüse, etwas Fleisch und Nudeln, Reis, Kartoffeln drastisch reduziert..Mir geht es allerdings nicht gut dabei...
    Hatte einen Unfall kann mich nicht richtig bewegen und dadurch merke ich, dass meine Blutzuckerwerte nicht besonders toll sind...Aber mein Hausdoc hatte nach drei Wochen meinen Langzeitwert gemessen und der ist von 6,7 auf 6,3 gesunken...(er konntrolliert mich engmaschig weil ich so unsicher bin)
    Das freut mich aber auf diese Weise kann ich mich nicht mein ganzes Leben ernähren...Ich war auch bei einem Diabetologen (angeblich der beste der stadt) und der machte mir die gleiche Aussage wie mein Hausdoc...Angeblich brauche ich keine Medikamente und soll mich mehr bewegen und Übergewicht abbauen...
    Gut aaaaber was mich wirklich nervt und mich fertig macht sind meine Blutzuckerwerte...Morgens nüchtern 130/140 nach dem Frühstück mit Vollkornbrot etwas Gurke, Frischkäse und Tee ungesüßt nach zwei Std. 220 vor dem nächsten Essen also Mittag habe ich einen Wert von 90-110 dann nach dem Mittag mit reduzierten Kohlenhydraten nach zwei Std. 150/140 kommt drauf an...vor dem Abendessen wieder 90/110 dann nach dem Abendessen die gleichen Werte nach dem Mittag..allerdings vor dem Schlafen wieder 140 ....Sooo diese Werte habe ich meinem Hausdoc und meinem Diabetologen mittgeteilt..beide haben nix dazu gesagt...Aaaaber ich verstehe nicht, warum sich mein Langzeitwert gebessert hat und mein Blutzuckerwert nicht...Bishier habe ich 3 Kilo abgenommen und hoffe mich nächste Woche wieder mehr zu bewegen zu können...Ich muss doch bei solchen Werten irgendwas unternhemne...Achso...ich soll eigentlich die Metformin 1 x 500 morgens auch absetzten...aber kann sie auch nehmen wenn ich möchte...Tja hat jemand einen Rat???

  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 25.04.2015 11:22:13
    Hallo fanzimmy,
    zu erst einmal; mit Diabetes kann man steinalt werden und kerngesund bleiben. Am Anfang mag das zwar alles schockierend sein aber wenn Du ein wenig lockerer damit umgehst, wirst Du Deinen Diabetes gar nicht mehr so wahrnehmen. Du musst einen Weg finden wie du gesund leben kannst ohne dich vom Diabetes treiben zu lassen. Dieses ständige Werte vergleichen wird Dir nichts bringen. Abgesehen davon, daß ein hba1c alle 3 Wochen medizinischer Nonsens iSt. Normale Bewegung, gesunde Ernährung und Deine Medikamente -und gut ist. Ach ja, las Dir eine Diätberatung verschreiben.



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  • ferrato

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    am 25.04.2015 11:31:12
    famzimmy schrieb:
    .Aaaalso ich habe ab der Diaganose meine Ernährung drastisch umgestellt..Allerdings so das ich angst hatte zu essen und kam meistens nur auf 1000 Kcl. Ich habe praktisch fast nur Gemüse, etwas Fleisch und Nudeln, Reis, Kartoffeln drastisch reduziert..Mir geht es allerdings nicht gut dabei...


    Hallo,

    das erscheint mir zu wenig...
    Bei einer so geringen Nahrungsaufnahme ist der JoJo Effekt praktisch vorprogrammiert. Sieh mal hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jo-Jo-Effekt

    oder auch hier:

    http://www.fitness-und-gesundheit.com/woher-der-jojo-effekt-wirklich-kommt/

    Ansonsten haben Deine Ärzte eigentlich recht und ich kann mich nur der Meinung von DM1Diabetes anschließen. Und Verzicht auf etwas, was man immer gerne gegessen hat, lässt sich auf Dauer ohnehin nicht durchhalten.


    Bearbeitet von User am 25.04.2015 11:33:39. Grund: Korrektur
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    am 25.04.2015 13:00:33
    Moin Famzimmy,

    hier findest Du eine mögliche Erklärung für eine Veränderung des HBA1c-Wertes bei gleichbleibenden täglichen BZ-Messwerten.

    Und für das Verständnis Deiner Ärzte hältst Du dir vielleicht einmal vor Augen, dass eine Einstellung mit dem Ergebnis besser als 6,5 als sehr gut und besser als 7,5 als gut gilt. Und dass sie gewöhnt sind, erst dann die Medikation zu verstärken, wenn die Einstellung nicht mehr gut ist.
    Bei Dir besteht demnach mit Deinen HBA1c 6,7-6,3 für den Arzt überhaupt kein Behandlungs-Bedarf.

    Das gilt genauso für die BZ-Werte, die Du misst. Ziel für eine gute bis sehr gute Diabetes-Einstellung ist morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten meistens 80-120 und in der Spitze nach dem Essen meistens unter 200. Und mancher Arzt ist auch bei manchen Patienten schon zufrieden, wenn die wenigstens 2 Stunden nach dem Essen meistens unter 200 kommen.

    Du siehst, vor diesem normalen Behandlungs-Hintergrund sind die Werte spitzenmäßig gut, die Du misst und die Du gern verbessert hättest.
    Zu längerfristig etwas mehr Be-Handlungs-Freiheit könnte folgende Strategie verhelfen:
    Schritt 1
    wie normal empfohlen KH-betont essen und höhere BZ-Verläufe und HBA1cs provozieren
    Schritt 2
    den Dok dieses Mehr an KHs medikamentös gut einstellen lassen
    Schritt 3
    Nur noch so viele von den vielen KHs essen, wie Du gern magst, und nur noch so viel von den Medis nehmen, wie Du dann noch für den BZ brauchst, den Du haben willst :)

    Daumendrück, Jürgen

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    am 25.04.2015 13:39:35
    Hallo Jürgen...also habe ich das so verstanden..ich fange jetzt an wieder mehr Kohlenhydrate zu essen so, das ich auch satt werde nicht in Massen aber etwas mehr! (Ich rede von Nudeln, Brot usw...keine Süßigkeiten oder gezuckerte Gertänke)
    Ich denke mein Langzeitwert wird dann wieder steigen denn ich habe nur zur info am Tag höchstens 1 Vollkornbrot mit ca. 54 gramm und Mittags dann zu einem Gericht ca. 80 Gr. Kartoffeln oder Vollkornnudeln gegessen...Sonst nur Kohlenhydrate aus Joghurt, etwas Obst nicht mehr wie 1,5 Hände voll am Tag...den Rest nur noch an Gemüse und eben Eiweiß...Aaaaber ich schiebe total den Hunger...Ich muss ständig zwei mal am Tag kochen denn Abends esse ich überhaupt kein Brot was eigentlich einfacher wäre denn mir fällt auf die Dauer einfach nichts mehr ein...
    Dann werden sich meine Tageswerte wieder verschlechtern, das weiß ich aber sooo kann ich doch keine 50 Jahre mehr weiter machen...Mache ich damit nicht meine Bauchspeicheldrüse noch mehr kaputt wenn ich jetzt wieder mehr Kohlenhydrate esse????
    Und was ist mal mit Kuchen...morgen sind wir eingeladen....Ich möchte mal sooo gerne...sonst esse ich überhaupt kein Süßes!!! Ist es dann gut wenn ich morgen mittag nur Spargel mit Ei und Schinken esse und dann eben morgen Nachmittag mal ein kleines Stück Kuchen? Ich finde einfach nicht den richtigen Weg damit ich zufrieden bin..ich habe schon versucht morgens nur Quark oder Eier usw zu essen davon wird mir sehr übel! Mein Doc meinte auch am Anfang ich sollte gar nicht messen hätte ich es besser nicht gemacht dann würde ich mich nicht sooo bekloppt machen....Aber ich möchte auch richtig handeln...Denn ich habe schon einiges über diese Blutzuckerspitzen gelesen und möchte nicht in drei Jahren einen Fuß abgenommen bekommen oder Blind werden...Desshalb bin ich einfach vorsichtig..
    Der Doc und die Diabetologin sagen ja auch ich muss abnehmen, dann wird es wohl auch besser...Da bin ich bei...Also habe ich deine Wege richtig verstanden???
    Vielen Dank...
  • DM1Diabetes

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    am 25.04.2015 14:47:28
    Darf ich fragen wie hoch dein BMI ist?

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    am 25.04.2015 15:10:16
    hallo..jaaaa bmi 33...lg
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    am 25.04.2015 15:54:57
    Moin Famzimmy,

    abnehmen geht nur mit weniger Essen. Nach meiner persönlichen Erfahrung nur mit sehr viel weniger Essen. Hab vor etwa 2 Jahren mit etwa 1/5 von meiner üblichen Tagesmenge angefangen und die auf den Tag verteilt.

    Nein, davon bin ich nicht satt geworden, und dvon hab ich mich die ersten 2-3 Tage mies gefühlt. Aber schon nach ner Woche deutlich wacher und unternehmungslustiger als vorher. Und für meinen Blutzucker kam ich mit seeehr viel weniger Insulin aus. Wenn ich noch keins gebraucht hätte, wie Du, dann hätte ich vielleicht sogar völlig ohne Medis damit einen gesunden Blutzucker erreicht.

    Ich hab in der Art 25kgs abgenommen und bis heute fern gehalten, BMI 24. Aber wenn ich heute meinen Tagesteller mit dem vollen von vor 2 Jahren vor dem Abnehmen vergleiche, dann ist darauf heute etwa die Hälfte von damals. Und besonders wenig von allem, was meinen Blutzucker nach dem Essen besonders hoch antreibt. Denn mit mehr auf dem Teller und vor allem auch mit mehr KHs auf dem Teller, sitzt Freund Jojo hier mit am Tisch.

    Mit meinen Essensmengen heute werde ich nicht satt in dem Sinne, dass ich dann für eine Weile nichts mehr mag. Sondern ich bin dann für bis zur nächsten Mahlzeit nur nicht hungrig. Aufhören zu essen, wenn ich unhungrig bin, auch wenn es noch so lecker schmeckt, ist die wichtigste Lehre, die sich für mich aus meinen letzten 2 Jahren ergeben hat.

    Bisdann, Jürgen

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  • ferrato

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    am 25.04.2015 16:33:47
    hjt_Jürgen schrieb:
    Denn mit mehr auf dem Teller und vor allem auch mit mehr KHs auf dem Teller, sitzt Freund Jojo hier mit am Tisch.



    Das ist wohl der größte Unsinn, den Du hier jemals verbreitet hast. Es ist heute längst erwiesen, wie der Jojo Effekt zustande kommt. Dies mit der Menge Kohlenhydrate in Verbindung bringen zu wollen, ist unglaublich! Der JoJo Effekt hängt EINZIG von der Anzahl der Kalorien ab. Hör bitte auf, hier Leute, die ohnehin verunsichert sind, so perfide in die Irre zu führen, nur um Deine Verdammung von Kohlehydrate wieder mal ins Spiel zu bringen.
    Daher ist Dein Ratschlag, mit einem Fünftel der normalen Tagesration an Kalorien zu beginnen, absolut Unsinnig.


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    am 25.04.2015 18:10:46
    ferrato schrieb:
    Daher ist Dein Ratschlag, mit einem Fünftel der normalen Tagesration an Kalorien zu beginnen, absolut Unsinnig.


    600-800 kcal pro Tag sind die normale Futtermenge, die in der ersten Zeit nach einer bariatrischen Operation eingefüllt werden kann. Und bariatrische Operationen gelten inzwischen weltweit als hervorragende Maßnahme zur weitgehenden Normalisierung der Stoffwechselsituation bei übergewichtigen Menschen mit Typ2 Diabetes in den ersten Jahren um die Diagnose-Reife.

    Und weil diese Verbesserung auch ohne OP "einfach" eben mit so wenig Futter erreicht werden kann, entscheiden sich immer mehr Betroffene für diesen VLCD (Very Low Caloric Diet) Einstieg.

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  • ferrato

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    am 25.04.2015 19:04:29
    hjt_Jürgen schrieb:

    600-800 kcal pro Tag sind die normale Futtermenge, die in der ersten Zeit nach einer bariatrischen Operation eingefüllt werden kann. Und bariatrische Operationen gelten inzwischen weltweit als hervorragende Maßnahme zur weitgehenden Normalisierung der Stoffwechselsituation bei übergewichtigen Menschen mit Typ2 Diabetes in den ersten Jahren um die Diagnose-Reife.



    Nicht zu glauben....
    Wo hast Du in Deinem vorherigen Beitrag etwas von bariatrischen Operationen geschrieben? Damit willst Du wohl durch die Verwendung von Fachbegriffen Fachkenntnis suggerieren? Oder willst Du Melanie hier zu einer solchen Operation raten?
    Das war also ein schlechter Versuch, den von Dir verbreiteten Unsinn zu relativieren.

    Und damit es zu keinen Missverständnissen kommt:
    Wenn im Rahmen einer Crash Diät jeglicher Form weniger als 1200 Kcal pro Tag gegessen werden, schaltet der Körper sozusagen auf Sparflamme. Der Grundumsatz sinkt. Wenn die Diät dann irgendwann beendet und wieder ausreichend gegessen wird, bleibt der Körper noch sehr lange auf diesen niedrigen Grundumsatz. Dadurch steigt das Gewicht sehr schnell wieder und meist nimmt man sogar noch weiter zu. Und das ist UNABHÄNGIG VON DER KOSTFORM UND HAT MIT KOHLENHYDRATEN ABSOLUT NICHTS ZU TUN!!!!!
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    am 25.04.2015 19:40:37
    ferrato schrieb:
    Daher ist Dein Ratschlag, mit einem Fünftel der normalen Tagesration an Kalorien zu beginnen, absolut Unsinnig.


    Warum bleibst Du nicht einfach bei Deiner Schreibe? Darauf hab ich Dir direkt geantwortet. Ich hab Dir ein weltweit mit großem Erfolg verprobtes Beispiel für Crash-Diät gegeben, in der weit überwiegenden Mehrzahl noch vermittels einer Operation. Und Professor Taylor in Newcastle hat halt nachgewiesen, dass nicht die OP an sich den Erfolg macht, sondern die damit SOFORT erreichte Beschränkung der Nahrungs-Zufuhr.

    Und Du schreibst also, dass das, was Ärzte weltweit machen, absolut unsinnig sei?

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    am 25.04.2015 19:54:57
    Wie du gleich ausflippst :-)

    Grundsätzlich könnte man schon durch VLCD einen raschen Einstieg in eine Gewichtsreduktion erreichen und diese dann mit Bedacht durch veränderte Ernährungsgewohnheiten gewichtsmäßig verstetigen. Scheint ja bei Jürgen zu funktionieren. Aber ist schon etwas tricky, wegen des verringerten Grundumsatzes, da hast du nicht unrecht. Die Jojo-Gefahr wäre bei 1200kcal und etwas darüber aber auch gegeben. Das ist nämlich ebenfalls ganz schön wenig!

    Ansonsten nicht das zweite Standbein vergessen. Eine umfassende Diät besteht aus (1) Kalorienreduktion und (2) Bewegung/Umsatzerhöhung. Mit 1 _oder_ 2 wird es viiiel schwieriger.
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  • ferrato

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    am 25.04.2015 20:20:58
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ich hab Dir ein weltweit mit großem Erfolg verprobtes Beispiel für Crash-Diät gegeben, in der weit überwiegenden Mehrzahl noch vermittels einer Operation. Und Professor Taylor in Newcastle hat halt nachgewiesen, dass nicht die OP an sich den Erfolg macht, sondern die damit SOFORT erreichte Beschränkung der Nahrungs-Zufuhr.



    Nein, ich habe gar nichts von Operationen geschrieben, das warst schon Du.
    Mein Hinweis mit 1200 Kcal bezieht sich eben nicht auf solche Eingriffe, sondern betrifft alle, die durch Kalorienreduktion abnehmen wollen. Dabei sollte diese Grenze, die zudem bei gedem etwas anders sein kann, eben nicht unterschritten werden.
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    am 25.04.2015 20:35:36
    Bei den OPs geht es um nichts anderes als um die in diesem Fall zwangsweise Verringerung der Nahrungszufuhr. Alle übrigen Deutungen sind vom Tisch, seit erwiesen ist, dass das Ergebnis systematisch allein mit ner gleichen Verringerung der Nahrungszufuhr nachgebaut werden kann.

    Es ging mir deswegen zu keinem Zeitpunkt unserer Diskussion um die OPs, sondern immer nur um die drastisch verringerte Füllmenge.

    Und Jojo kommt IMMER und genau in dem Maße, wenn und in dem man anschließend ans Abnehmen mehr isst als man verbraucht. Wie weit die entsprechenden Berechnungen unterm Strich zutreffen, zeigt immer die Waage.

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  • ferrato

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    am 25.04.2015 23:10:37
    hjt_Jürgen schrieb:

    Es ging mir deswegen zu keinem Zeitpunkt unserer Diskussion um die OPs, sondern immer nur um die drastisch verringerte Füllmenge.


    Und eben diese drastisch verringerte Füllmenge ist für Leute, die ohne OP einfach nur etwas abnehmen wollen, das KO Kriterium. Unter 1200 Kcal geht es so lange gut, solange man bei dieser Kalorienzahl bleibt, allerdings mit der zwangsläufigen Folge permanenten Hungers. Debb der Körper befindet sich im "Hungersnot" Modus. Und solange die zugeführte Kalorienzahl dem Körper weiterhin "Hungersnot" vorgaukelt, kann man natürlich nicht zunehmen. Erst wenn die Diät beendet und wieder ausreichend Kalorien zugeführt werden, zeigt sich der JoJo effekt. Denn der Körper bleibt noch sehr lange im "Hungersnot" Modus und nutzt das Mehr an Kalorien, um seine Speicher wieder aufzufüllen. Die Folge ist, man nimmt mehr zu, als man vorher abgenommen hat.
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    am 25.04.2015 23:16:54
    ferrato schrieb:
    ...Erst wenn die Diät beendet und wieder ausreichend Kalorien zugeführt werden, zeigt sich der JoJo effekt. ..


    Sorry, aber das sind dann eindeutig mehr als ausreichend Kalorien :(

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  • ferrato

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    am 26.04.2015 06:05:22
    hjt_Jürgen schrieb:

    Sorry, aber das sind dann eindeutig mehr als ausreichend Kalorien :(



    Wieso?
    Wenn jemand, sagen wir, normalerweise 2000 Kcal bräuchte, aber 2500 Kcal isst, nimmt er im Lauf der Zeit zu. Wenn er dann abnehmen will, muss er einfach weniger als 2000 Kcal essen. Mit z.B. 1500-1600 Kcal macht er dann nichts falsch und wird im Lauf der Zeit auch abnehmen. Macht er aber z.B. eine Crashdiät, wie etwa FDH, isst also längere Zeit nur 1000 Kcal, dann schaltet der Körper um auf Sparflamme. Wird diese Diät nach einiger Zeit wieder aufgegeben, ist der Grundumsatz deutlich gesunken und bleibt auch noch lange in diesem Zustand. Wenn derjenige wieder seine 2000 Kcal (die er ja biologisch auch brauchen würde) isst, werden alle Kalorien über 1200 zum Auffüllen der Depots genutzt statt zur Aktivierung der Muskeln und nur der Rest zur Energiegewinnung genutzt. Die Folge ist, man nimmt schneller und auch mehr zu.
    Dieser Mechanismus war in früheren Zeiten, als es noch tatsächliche Hungersnöte gab, für den Menschen sinnvoll zum Erhalt der Leistungsfähigkeit, wird uns heute aber in unserer Überflussgesellschaft zum Verhängnis.
  • DM1Diabetes

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    am 26.04.2015 13:02:26
    Ich schließe mich purea an das zweite Standbein, Sport, sollte nicht vergessen werden. Denn das hat gleich zwei Effekte
    1. Es erhöht den notwendigen Energieverbrauch der aus Erhaltungsenergie für den Körper besteht und der Energie für Bewegung/Sport/körperlicher Arbeit.
    2. Baut Muskeln auf die zwar mehr wiegen aber auch mehr Energie verbrennen als anderes Gewebe wodurch die Erhaltungsenergie steigt.


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    Mitglied seit: 23.09.2014
    am 26.04.2015 13:19:50
    famzimmy schrieb:
    Hallo zusammen...

    ich habe vor ca. 3 Wochen schon mal geschrieben und wollte mal kurz was mitteilen und fragen was denn da los ist...Aaaalso ich habe ab der Diaganose meine Ernährung drastisch umgestellt..Allerdings so das ich angst hatte zu essen und kam meistens nur auf 1000 Kcl. Ich habe praktisch fast nur Gemüse, etwas Fleisch und Nudeln, Reis, Kartoffeln drastisch reduziert..Mir geht es allerdings nicht gut dabei...
    Hatte einen Unfall kann mich nicht richtig bewegen und dadurch merke ich, dass meine Blutzuckerwerte nicht besonders toll sind...Aber mein Hausdoc hatte nach drei Wochen meinen Langzeitwert gemessen und der ist von 6,7 auf 6,3 gesunken...(er konntrolliert mich engmaschig weil ich so unsicher bin)
    Das freut mich aber auf diese Weise kann ich mich nicht mein ganzes Leben ernähren...Ich war auch bei einem Diabetologen (angeblich der beste der stadt) und der machte mir die gleiche Aussage wie mein Hausdoc...Angeblich brauche ich keine Medikamente und soll mich mehr bewegen und Übergewicht abbauen...
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    Dass ist leider so beim hba1c, einen genaue Blutzuckerverlauf stellt er nicht da, sondern nur Tendenzen. Dies ist auch dass Problem in Diagnose mit diesem Verfahren, weswegen dort nach 4 jähriger Probezeit Abstand genommen wir, ihn zB zum Ausschluss zu nutzen.
    Da ist er nicht genau genug, nichts geht über ein anständiges Tagesprofil.
    Gruß pbine
  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 26.04.2015 15:17:47
    @Jürgen
    Ich verstehe nicht warum Kohlehydrate den Jo-Jo Efekt provozieren sollten. Kann es nicht sein, das die Motivation nah läßt, nach dem das Zielgewicht erreicht ist, weiterhin sich gesund zu ernähren?

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    am 26.04.2015 15:54:42
    @DM1Diabetes

    Nach meinem Verständnis ist bei mir Jojo, wenn die Waage nach dem Abnehmen wieder ansteigt und damit anzeigt, dass ich mir mehr Kalorien einverleibe, als ich verbrauche. Das geht selbstverständlich auch mit LCHF.

    Nach meiner Waagen-Erfahrung provoziere ich mir mein Jojo geradezu, wenn ich meine LCHF-Futter-Zusammensetzung Richtung weniger Fett und mehr KHs verändere.

    Wo ich weder wiege noch rechne, sondern nach dem einfachen Sichtvergleich von gewohnten Standard-Mengen auf meinem Teller gehe, kann ich allerdings nicht ausschließen, dass ich mit einem größeren KH-Anteil den Fett-Anteil nicht im kalorienmäßig gleichen Maße reduziere und so mit den mehr KHs dazu neige, insgesamt mehr zu essen.

    Aber auch diese Fehler-Möglichkeit spricht ja dafür, dass LCHF die für mich passende Ernährungsform mit dem geringsten Jojo-Risiko ist.

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  • DM1Diabetes

    Rang: Gast
    am 26.04.2015 17:49:22
    Dann ist es gut wenn es Wahlmöglichkeiten gibt, oder? Wobei das natürlich bedeutet das der Patient vollumfassend intoniert sein muss um die richtige Entscheidung für sich zu treffen zu können.


    😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂
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    am 26.04.2015 19:54:05
    DM1Diabetes schrieb:
    Dann ist es gut wenn es Wahlmöglichkeiten gibt, oder? Wobei das natürlich bedeutet das der Patient vollumfassend intoniert sein muss um die richtige Entscheidung für sich zu treffen zu können.


    😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂
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    super wie ihr garnicht auf die fragestellung der patientin eingeht :(
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    am 26.04.2015 20:38:02
    Aber nach Diagnose oder Ausschluss, worauf Du geantwortet hast, hatte sie gefragt?

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