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INSULINRESISTENT ODER NICHT ?
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am 22.08.2015 11:59:23
Ixh habe etwas Verständnisschwierigkeiten mit dem Begriff "Insulinresistenz". Was man daraunter versteht, ok, hab einiges gelesen. Vorstufe des Diabetes ok, Diabetiker sind immer insulinresistent, auch ok.
Da gibt es den HOMA-Index, der auf Insulinresistenz hinweisen soll. Wie er berechnetw ird,w eiß ich. Bei mir egab das bei Nüchternwert BZ 105 und dem Insulin-Nüchtern-wert im Blut von 10,6 einen Index von 2,8, und das bedeutet "InsulinresistenZ wahrscheinlich". Andererseits ist mein letztes OGTT im 2-Std.wert normal (125), wenn auchd er 1-Std. wert hoch lag (213). Hba1c bei 5,4 %.
Es gibt aber auch einen Stand-Biermann-Score zur Insulinresistenz. dabeiw erden so Werte wie Triglyzeride, GesaMTCholesterin, Bauchumfang und auch der BZ-Wert herangezogen. Bei mir ergibt das maximal 2Punkte, und das bedeutet "insulinsensitiv" oder "insulinresistenz unwahrscheinlich". Erst ab 4 Punkte ist Insulinresistenz anzunehmen, heißt es.
Zu diesen beiden Methoden heißt es, der HOMA-Index sei sensitiv. Über Spezifizität habe ich keine Angaben gefunden. dagegen heißt es zum Standl-Biermann-Scor, das sei nicht spezifisch. Da habe ich nichts zur Sensitivität gefunden.
Was heißt das nun für mich? Ich habe beispielsweise einen recht hohen HDL-Wert von 82 und einen sehr neidrigen Wert für die Triglyzeride von 53. Was haben dieise WEerte mit der Insilinresistenz zu tun? Sie werden ja bei dem test erfragt.
Bin dankbar für jede Antwort. Bitte nicht auf den Arzt verweisen, den kann ich auch noch fragen. Ich will aber aich nicht ständig dort antanzen. Es gibt ja hier durchaus erfahrene Leute, die so etwas wissen. Danke für die Antworten schon mal im Voraus.
Gruß
Erwin
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am 22.08.2015 12:47:57
Hallo Erwin,
ich glaube, dass du dir über diese Sachen viel zu viele Gedanken machst. Das hast du bei deinen Werten wirklich nicht nötig. Im Prinzip verfolgst du ja schon das richtige Rezept, du kannst es aber aus meiner Sicht viel lockerer angehen.
Mit dem HOMA-Index lässt sich die Insulinresistenz nicht beweisen, er gibt lediglich einen Hinweis darauf, dass eine IR vorliegen könnte. Wir hatten ja auch schon früher mal darüber diskutiert, dass der NBZ bei der Blutabnahme bei deinem Arzt durch Stress durchaus etwas höher ausgefallen sein kann, als normal, So ein durch Stresshormone hochgetriebener BZ wirkt sich dann auf den HOMA-Index doppelt aus: einmal durch den höhreren BZ-Wert, mit dem sich ein höherer Index ergibt. Außerdem wird ja bei einer gut funktionierenden BZ-Automatik bei einem BZ von 105 Insulin ausgegeben, um den BZ wieder auf den Normalwert abzusenken. Deshalb musst du in die Formel auch noch einen höheren Insulinwert ansetzen und kommst mit dem HOMA-Index ganz schnell in den Bereich, bei dem eine IR vermutet werden kann. Um jetzt wirklich die IR festzustellen oder auszuschließen, müsste ien oGTT mit Insulinmessung gemacht werden. Aber ehrlich gesagt wäre das bei dir unnötig und vollkommen übertrieben. Bei deinem fantastischen Triglyceridwert und dem wahrscheinlich auch schön niedrigem LDL-/HDL-Verhältnis ist eine Insulinresistenz wirklich sehr unwahrscheinlich. Zusammen mit der möglichen Erklärung für HOMA-Index, der bei den besonderen Umständen ausnahmsweise mal etwas zu hoch ausgefallen ist, kannst du davon ausgehen, dass bei dir keine oder nur eine sehr geringe Insulinresistenz vorliegt.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 22.08.2015 12:48:21. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.08.2015 13:02:48
Allerbesten Dank für diese ausführliche und m.E. auch sehr qualifizierte Antwort.
Ja, ich mache mir zuviel Gedanken. Aber der BZ ist da nicht das einzige Thema. Ist einfach so meine Art, ein gewisser Trend zum Perfektionismus :-)