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Interpretation OGTT
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am 16.09.2016 20:53:38 | IP (Hash): 788012305
@Elfe
Leider habe ich keine Insulinwerte nach 180/240 Minuten, nichtsdestotrotz weiß ich natürlich das die Werte insgesamt "ganz ok" sind. Aber die "leichte" Ungereimtheit (laut Diabetologe) muß ich jetzt erst mal so akzeptieren.
Erstaunlich finde ich die die vielen unterschiedlichen (Nüchtern) Insulin Referenz Werte auf einigen Seiten.
Auf deiner vorgeschlagen Seite ist z.B 6 - 25 mU/l (µU/ml) vorgegeben.
Auf anderen Seiten nüchtern nur 2,6-11 mU/l (µU/ml).
Minimum 6 find ich deutlich zu hoch, da kommst du ja nie beim Homa Rechner unter den Koeffizienten von 1 bezüglich Insulin Resistenz. -
am 16.09.2016 23:22:40 | IP (Hash): 490855621
noch einmal:
all diese Größen sind keine biologischen Geseztmäßigkeiten, sondern aus den jeweiligen Beobachtungsmengen willkürlich gesetzte Definitionen und Formeln. Da ist NICHTS irgendwie und schon gar nicht rechnerisch aufeinander abgestimmt!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Elfe
Rang: Gastam 17.09.2016 01:22:59 | IP (Hash): 1532442561
Hallo Bedros,
was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist, daß die Insulinwerte bereits nach 1 - 2 h schon viel zu spät gemessen sind bzgl. Höhe, erst recht nach 3 - 4 h.
Wenn man Zuckerlösung - in der Menge - trinkt, reagiert die Bauchspeicheldrüse sofort. Und: "Die Insulinausschüttung erfolgt nicht linear, sondern oszillierend. Dabei wird alle 3 bis 6 Minuten Insulin in die Blutbahn abgegeben." (http://flexikon.doccheck.com/de/Insulin#Aussch.C3.BCttung
= 3.3 Ausschüttung des doccheck-Artikels zum Insulin)
Nach einer Stunde ist die Zuckerlösung großenteils mittels deines körpereigenen Insulins verarbeitet, interessant wären da eher Werte im 10 min-Takt, aber das sehen die Testbedingungen - leider - nicht vor.
Ich selber kann mit Insulin-Pen-Gabe die Reaktion nur unzureichend nachbilden. Und weil das so ist, ist flüssiger Zucker so nicht händelbar. Daß Zuckerlösung allerdings den Blutzucker sehr schnell anhebt, weiß ich daher, weil ich bei Unterzucker sofort handeln muss und nach 5 - 10 min bereits eine Besserung der Symptome eintritt, was sich durch Blutzuckermessung nach 10 min bestätigen lässt.
Das sind dann aber eher 20 g Traubenzucker, und nicht ein 75 g Paket wie bei deinem Test.
Und dein körpereigenes Insulin hat die große Zuckermenge sehr gut verarbeitet.
Das dann nicht zuviel Insulin in deinem Körper herum schwimmt, siehst du an deinen runden 30 mU/ml*.
Vielleicht hast du deinen Diabetologen nur falsch verstanden/interpretiert ?
Die 50er Blutzuckerwerte zeigen jedenfalls an, daß deine Bauchspeichdrüse gut gearbeitet hat und hohe Werte deinem Organismus nicht schaden können.
Die Testbedingungen sind schon extrem. Im normalen Leben sollte man eigentlich nicht so eine flüssige Zuckermenge zu sich nehmen. Eben auch, weil der Insulinspiegel erst ansteigt und stark abfällt und das dann Heißhungerattacken auslöst.
Du recherchierst Zahlen und Laborwerte.
Vieles was du dazu finden kannst, ist schon meist Diabetes-bezogen, dazu gibt es einfach mehr Daten, Zahlen, Studien.
Die Datenlage zu Insulin/Blutzucker bei Gesunden ist ungleich kleiner, deshalb gibt es wohl auch so große und auch unterschiedliche Bandbreiten in den Veröffentlichungen.
- siehe auch Jürgens Beitrag -
Und bitte schon gar nicht mal vorwärts, rückwärts und sonst wie rechnen, und etwas hinein zu interpretieren, die die Zahlenwerte gar nicht hergeben.
Nimm die Werte wie sie sind, und die sind alle gut !
Gruß Elfe
*P.S.: Stolper gerade so über die Einheiten deiner angebenen Insulinwerte mU/ml !?
Siehe Link: mU/l - 1000 ml sind 1 Liter
µU/ml ist durch 1000 geteilt in micro-U je milli-Liter -
am 17.09.2016 16:25:36 | IP (Hash): 1646227328
Die angegeben Einheiten standen so auf dem Laborblatt und u.a. auch auf diesen Seiten http://www.bioscientia.de/diagnostik-app/de/laboruntersuchungen/ogtt-mit-insulinglucosec-peptid/?a=listing&labor_id=2&all=1&leistung_nr=10460
und https://www.synlab.de/fileadmin/user_upload/general/DE/Fachinformationen/de/RS_labor_Werte_8_13_HOMA-Index_web-clean_RGB.pdf
Wenn man sich, und damit schließe ich es damit auch ab.., nur mal die ersten beiden Werte nach 60/120 Minuten anguckt dann sehen die mit 153/118 finde ich gar nicht mal so dolle gut aus.
Hatte im Vorfeld da auf max. 130/90 gehofft. Also eher so wie "Blutdruck-Werte.." :-)
Bei diesem super (nüchtern) Insulin Koeffizienten und das ja insgesamt nur max. 31 mU/ml Insulin abgegeben werden mußte, erstaunt es mich das er immerhin auf 153 "hochschoss".
Leute mit wesentlich schlechteren Insulinwerten, hatten da teilweise niedrigere BZ OGTT Werte.
Nehme das jetzt mal so hin... -
am 18.09.2016 00:32:44 | IP (Hash): 179299171
Oh mein Gott, wie krank bin ich doch.
Oh mein Gott.
Ehrlich, zieht man Messfehler und Toleranzen ab bleibt ein gesunder Mensch im Jammertal.
Somit Prost.
Es grüßt ein Langzeit-Typ 1 .
-
Elfe
Rang: Gastam 18.09.2016 01:09:53 | IP (Hash): 1532442561
Hallo Bedros,
bin noch mal den Insulin-Einheiten-Angaben hinterher getaucht.
Wir sprechen hier von einem Faktor von 1000 !
Link 2 zeigt µU/ml = Mikro-Unit(Einheit) je Milli-Liter (entspricht auch www-Recherche)
Link 1 enthält aus meiner Sicht einen Fehler mit mU/ml (milli ist 1000 x mehr als micro):
Könnte ein Schreibfehler sein: Für My = µ gilt die Tastenkombination Alt Gr + M
Könnte ein Konvertierungsfehler sein: Schriftart/Druckertreiber
Soweit so überlegendswert der Zahlen, soweit so schlecht bzgl. Zahl plus Einheit.
Deine Erwartungshaltung mit 130 oder 153 Blutzucker liegen doch gar nicht so weit auseinander.
Den Organismus in Formeln und Zahlen pressen zu wollen, ist nicht möglich - zu komplex.
Selbst - wie du sagst - sind Blutdruckwerte (Bedingung Ruhe/Bewegung, Weißkitteleffekt) auch nicht so einfach zu deuten.
Deine Datenlage und Stand der Wissenschaft zeigen summa summarum keinen Anlass zur Sorge.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 18.09.2016 01:12:50. Grund: . -
am 18.09.2016 12:56:14 | IP (Hash): 2002447446
Ich vermute mal einen Schreibfehler bei den Einheiten.
Aber nichtsdestotzot finde ich es spannend, aber auch irritierend, wie Personen
mit einer klaren Insulinresistenz ( zudem vielleicht noch adipös) bessere BZ Werte beim OGTT haben können wie andere ( schlanke) die KEINERLEI Insulinresistenz aufweisen.
Im Netz hat eine weibliche Person ihren OGTT gepostet....
BZ-0 nü. mg/dl 90,0
BZ-60mg/dl 99,0
BZ-120 mg/dl 67,0
Insulin-0 uU/ml 18,7
Insulin -60 uU/ml 136,4 p
Insulin- 120 uU/ml 45,5 p
Ergo, super klasse BZ Werte beim Test keine Frage.
Aber... bei diesen horrenden (Nüchtern) Insulin Werten hat diese Person eine Insulinresistenz die sich gewaschen hat.
Der Homa Index liegt bei über 4 (!). Also eine klare und "üble" Resistenz. Also eine klar schlechtere Voraussetzung als z.B. bei mir.
Ihr BZ steigt nach einer Stunde nur auf 99..Unglaublich wenig, wieso greift bei so einer derartigen Resistenz das Insulin sofort..??
Bei anderen Personen die wie gesagt Nullkommanull Resistenz haben (so wie eigentlich bei mir) ist der BZ wesentlich höher.
DAS verstehe ich nicht...!? -
am 18.09.2016 14:53:05 | IP (Hash): 12071955
Hallo Bedros,
bisher hast du immer nur über deine Werte geredet. Meine Frage wäre, hast du irgendwelche gesundheitlichen Probleme, gegen die du etwas unternehmen willst? Geht es dir nicht gut oder fühlst du dich lediglich nicht wohl, weil deine Werte aus deiner Sicht nicht ganz perfekt sind? Was war der Anlass für die aufwändige Untersuchung?
Deine Werte zeigen übrigens ziemlich klar eine leichte alimentäre Hypoglykämie, eine verspätete und dann überschießende Insulinreaktion auf die Mahlzeit. Alimentäre Hypoglykämien sind für manche sehr unangenehm, so dass sie unbedingt etwas dagegen unternehmen müssen. Wenn du im Allteg keine Probleme hast und sich dieser Effekt nur bei der besonderen Belastung auf die BZ-Automatik beim oGTT zeigt, dann brauchst du gar nichts zu machen.
Alimentäre Hypoglykämien können verschiedene Ursachen haben, unter anderem auch Insulinresistenz. Bei deinen Werten scheidet IR als Ursache ziemlich sicher aus, in diese Richtung brauchst du keine weiteren Gedanken zu verschwenden. Den normalen Verlauf von BZ und Insulin kannst du dir übrigens hier (aus Wikipedia, Insulin) sehr gut ansehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin#/media/File:Glucose-insulin-day-german.svg
Um auf die gleiche Maßeinheit zu kommen, musst du deine Insulinwerte mit 7 multiplizieren.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 18.09.2016 14:53:40. Grund: . -
am 18.09.2016 21:16:26 | IP (Hash): 2002447446
Den Test machte ich weil ich trotz 30 kg Gewichtsabnahme einen mimimalst schlechteren HBA1C Wert hatte. Aber natürlich immer noch auf völlig normalem Niveau.
Ich fühle mich häufig so 3-4 Stunden nach dem Essen unterzuckert und sehr flau.
Wobei die ab und zu gemessenen Werte das nicht so richtig ergeben.
Wenn ich z.b. mit nem BZ von 90 mg/dl spazieren gehe fühle ich mich dann so nach 10-15 Minuten komplett unterzuckert. Wieder zuhause messe ich dann so zwischen 75-80 und fühle mich als wenn ich aus den Latschen kippe. Sooo mega niedrig ist das ja nicht, aber gefühlt habe ich nen BZ von 25-30...
Teilweise fühle ich mich auch mies, selbst wenn der BZ zwischen 90-100 liegt, sehr merkwürdig. Als wenn mein Körper gewohnt wäre, das der BZ um die 200 liegen würde und mir mit Werten unter 100 ne Unterzuckerung dann "vorgauckelt".
Aber ausgerechnet beim OGTT merkte ich in der Praxis überhaupt nichts als ich 2 Stunden mit Werten um die 50 mg/dl herumsaß, und auch nicht als ich anschließend ohne Kohlenhydrataufnahme noch 1.5 Stunden bei 25 Grad nach Hause gelaufen bin...!
Da muß ich ja wohl wahrscheinlich mit Werten von um die 40 mg/dl zu Hause angekommen sein. Null gemerkt.
An anderen Tagen merke ich aber wie gesagt das "absinken" auf nen Wert von 90 mg/dl.
Ist irgendwie schon unlogisch so ein menschlicher Körper.... -
Elfe
Rang: Gastam 19.09.2016 01:32:12 | IP (Hash): 1532442561
Hallo Bedros,
so unlogisch ist unser menschlicher Körper nicht.
Man muss versuchen, die Symptome deuten zu können, nicht nur mit Zahlen, sondern mit Einbeziehung biologischer Erkenntnisse.
Daß hinter deinen im Alltag kein echter Unterzucker steckt, hast du schon selber gesehen.
Was der Organismus anzeigt, sind in der Tat Blutzuckerschwankungen.
Du schreibst zwar, daß du vor dem Spaziergang einen 90-100-Wert misst, dich 15 min nach mäßiger Bewegung unterzuckert fühlst.
Maßgeblich ist aber, was hast du gegessen, nach welcher Zeit hast du die 90-100 gemessen.
Wie ernährst du dich jetzt - nach der enormen Gewichtsabnahme ?
Was hattest du als Abendessen vor dem OGTT ?
Das ist wichtig. Der HbA1C-Wert zeigt nur die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der letzten acht Wochen an, dein Abendessen könnten auch den Test beeinflusst haben.
Diese 'gefühlten' Unterzucker zeigen eher an, daß deine Mahlzeitenzusammensetzung ev. nicht so optimal sind. Generell gilt (eigentlich für alle Menschen) eher 'vollwertige' Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Das wäre dann eher z.B. Vollkornbrot, Kartoffel ..., aber richtig kombiniert mit Eiweiß und Fett (schwerverdaulich) lassen sich auch Nudeln oder Reis 'entschärfen'.
Obst pur wäre je nach Sorte auch hinterfragbar.
Hinterfrage bitte deine jetzige Ernährung.
Nicht unbedingt mehr Augenmerk auf weitere Gewichtsabnahme (kcal), sondern auf gesunde Ernährung auch bzgl. Blutzucker.
Hauptmahlzeiten lassen sich gut zusammenstellen unter beiden Bedingungen, wenn's sein soll auch Zwischensnacks. Getränke sowieso. Nicht unbedingt Schorle oder so etwas, Kaffee/Tee eher mit Süßstoff, 'Light'Getränke usw.
Schreibe dir das aus persönlicher Erfahrung (INSULINER) mit wirklichen 30ern Unterzucker (nicht nur mies fühlen, sondern daß die Sinne nach und nach schwinden u.a.m. - übel)
Hatte daraufhin auch eine Hyposchulung, wobei Ernährung/Bewegung ein Thema war.
Gruß Elfe