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Zu hohe Werte für Typ2

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    am 11.10.2016 19:56:48 | IP (Hash): 1254116127
    Ich lese hier ja auch Querbeet. Was mir auffällt, dass es oft heißt, für Typ 2 sind die Werte (eigentlich) zu hoch.

    Gibts da was zum Nachlesen? Meine Werte sind ja kacke zur Zeit. Aber ich kenne das aus meiner Familie. Also Werte von 200 - 300 sind für mich eher "normal" (wenn Diabetes diagnostiziert wurde). Alles Typ2 Patienten und teils jahrelang schon. Meist erst Tabletten, dann Langzeitinsulin. Ich kenne keinen in der Familie, der mit schnell wirkendem Insulin korrigiert.

    Meine Werte gingen ja über 450. Das fand ich dann auch nicht mehr lustig. Wäre ich nicht in diesem Forum, wäre es für mich völlig normal, dass ich jetzt immer noch Werte zwischen 200 + 300 Zucker habe, trotz Insulin und Tabletten.


    Bearbeitet von User am 11.10.2016 19:57:43. Grund: .
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    am 11.10.2016 21:22:31 | IP (Hash): 1103963417
    450mg/dl sind in der Gegend, die bei Typ1 eher in ner akuten Ketoazidose vorkommen. Typ2 sind auch schon zuverlässig belegt mit 1.000 und mehr höchst selbst ins kranke Haus gegangen. Und häufig als normal angesehene Behandlungs-Werte wie Du sie beschreibst, kenne ich auch reichlich. Von daher hab ich auch bis heute nicht begriffen, warum hier immer wieder mal behauptet wird, dass solche Werte mit Typ2 nicht vorkämen.

    Noch mal zu Deinen und zu Deinen "familiären" Werten: Dir ist schon klar, dass gesunde Menschen mit maximal 100mg/dl morgens aufstehen und in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einfüllen von mehr KHs als beim Zuckerwassertest für ein paar Minuten um 140 messen? Und dass wir mit unserem Diabetes getrost dafür sorgen können, unseren Blutzucker die meisten Stunden von 24 wenigstens weniger als 100mg/dl über dem gesunden zu steuern? Steuern geht nämlich mit passend Medis und Essen und Bewegen.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 11.10.2016 21:50:07 | IP (Hash): 739181815
    Ja, das weiß ich.

    Aber... Und hier kommt meine Begründung, warum ich diese Werte bisher als normal angenommen habe...

    Zum einen beobachte ich bei meiner Mutter (57 J. alt, seit 21 Jahren Diabetikerin Typ 2, fit und fröhlich, jungebliebene 57 jährige), dass ihre Werte an sich kacke sind. Nicht so wie meine. Aber das nur, weil sie nach 15 Jahren Tabletten mit diesen Werten endlich mal zur Diabetologin weiter gereicht wurde und Langzeitinsulin gespritzt hat und durch meine LC Ernährung ein bisschen mehr auch bei sich drauf geachtet hat

    Zum anderen ich ja nun selbst jetzt in ärztlicher Behandlung bin. Während manch einer ein riesen Drama in meinen Werten sieht (egal, ob diejenigen Diabetes nur vom Hörensagen kennen oder quasi von Fach sind - Krankenschwester intensiv), hab ich das Gefühl, dass die Ärzte völlig gechillt sind.

    Meine Hausärztin fand ja nu 180 als Wert nach Kaffee mit Kondensmilch bei Metformineinnahme völlig normal.

    Der Diabetologe fand meine Messwerte übertrieben. Zu viel. Er bräuchte nur die Nüchternwerte. Gut, die sind nach wie vor blöd (180 - 220). Da ich aber nunmal ein eigenes Gerät habe und auch Teststreifen selbst gekauft habe, Messe ich eben trotzdem noch. Und meine Werte sind immer zwischen 250 - 350.

    Ich laufe abends eine Zusatzrunde mit den Hunden, ich esse bewusst. Ich habe keine Anweisung bekommen. Ich soll "normal" essen. Ich esse kein Obst, reduziert Kohlenhydrate (ich esse Nudeln, aber eben kleinere Mengen, weil dann eben Werte von über 400 raus kommen), nix Süßes. Trinke ausschließlich Kaffee, Tee und Cola light. Keine Milch, keine Säfte oder gezuckertes. Wenn ich Süße, dann mit Süßstoff.
    Ich habe selbst bei ketogener Ernährung einen Wert von 180 gehabt (nach diesem Kaffee eben).
    Aber ich hab das Gefühl, das interessiert keinen.
    Mir wäre das vielleicht auch Wurscht, aber ich habe gesehen, was Folgeschäden bei Diabetes bedeuten. Das will ich vermeiden. Geht aber nur, wenn die Ärzte das genauso sehen.

    Ich hab einfach n bissi Bammel, dass das so eine Standardbehandlung wird, nehmen sie mal ab, füttern die Tabletten und dann gucken wir mal weiter.
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    am 11.10.2016 23:37:28 | IP (Hash): 1103963417
    Mein Diabetes betrifft meinen Arzt nur beruflich, nicht persönlich, ist nicht sein engster Lebenspartner. Und beruflich sieht und behandelt er meinen Diabetes wie die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen das auch tun würden. Keine mögliche Folge meines höher als gesunden BZ würde sie persönlich betreffen.

    Mein Diabetes betrifft mich persönlich, ist mein engster Lebenspartner. Jede Folge meines höher als gesunden BZ würde ausschließlich mich persönlich betreffen. Wie ich mit ihm umgehe, entscheide daher ich - z.B. so, dass mein BZ wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich verläuft und nach menschlichem Ermessen keine miesen Folgen generiert.


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    Bearbeitet von User am 11.10.2016 23:40:29. Grund: Ergänzung
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