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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.11.2016 18:53:48 | IP (Hash): 514356430
    Liebe EH,
    du hast bestimmt recht, ob deine Krankenkasse die Untersuchung übernimmt ?
    Zumal so oder so ja nur Insulin dir hilft.
    Du bist mit deinem Sohn bestimmt in persönlichem Kontakt und er weiß um deine Geschichte. Mal selber messen und auch die Hba1c-Werte im Rahmen des Checks zu bestimmen ist gut !
    Ist ja nur eine 'Kann'-Vererbung, muss aber nicht sein.

    Auf deine Nichten hast du bestimmt weniger Einfluss.
    Aber spätestens beim Auftreten eines Diabetes wird die familiäre Vorbelastung abgefragt, hoffentlich fällt den beiden dann die eventuelle MODY-Geschichte ein.
    In den USA eine gute Krankenversicherung zu haben, ist schon mal viel wert.
    Wissenschaftlich wird Diabetes im Burger-/Softdrink-Land durchaus kritisch gesehen, kommt aber leider bei dem Bürger nicht so unbedingt an.

    Herzlichst Elfe
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    am 13.11.2016 12:38:35 | IP (Hash): 1184935191
    hjt_Jürgen schrieb:
    Deswegen sind ja die Blutwerte zur Diagnose definiert. Keiner davon bezeichnet dabei den Anfang vom Diabetes. Beide Typen beginnen im völlig gesunden BZ-Bereich, und die BZ-Automatik hält den BZ über eine weite Strecke ihrer Entwicklung VÖLLIG unauffällig. Und wenn die Diagnosewerte schließlich überschritten werden, ist diese Entwicklung schon sehr weit fortgeschritten.

    Das ist vor allem für Typ2 deswegen problematisch, weil die Entwicklung unstreitig über Jahre bis Jahrzehnte vom gesunden BZ über den immer höheren bis schließlich zum Überschreiten der Grenzwerte braucht, die für die Diagnose definiert sind.
    Verständlich, dass die einen möglichst früh wissen wollen, ob sie dazu gehören, weil sie unbedingt irgendwas dagegen tun wollen und das natürlich am einfachsten geht, je eher man damit anfangen kann. Für sie wäre am besten, wenn sie’s schon wüssten, wenn ihr BZ noch im völlig gesunden Rahmen verläuft.


    Das ich das noch aus deinem Munde hören darf :))

    Der HbA1c ist ein Durchschnittswert. Der Beginn von Diabetes T2 ist dadurch gekennzeichnet, wie Jürgen darlegte, dass er lange recht normale Werte zeigt und sich allmählich über auffällige Spitzen nach dem Essen offenbart, völlig symptomfrei. Da diese Spitzen zu Beginn konsequent von schneller und übermäßiger Insulingabe durch die Betazellen glattgebügelt werden, ist der HbA1c am schlechtesten zur Früherkennung geeignet, wenn, wie Jürgen skizziert hat, der angehende T2er frühestmöglich von seiner Störung wissen möchte. Dafür gibt es, wie Jürgen darlegte, sehr gute Gründe: Denn der Kampf gegen den Diabetes kann nur im Frühstadium (Prädiabetes) faktisch gewonnen werden.

    Um eine beginnende Störung zuverlässig zu erkennen, sind Messungen mit deutlich höherer Sensitivität notwendig. Und das bietet der orale Glukosetoleranztest. Während der HbA1c noch über weite Strecken im derzeit als gesund definierten Rahmen verläuft, wird bei Vorliegen einer Störung der oGTT bereits eine deutliche Verschiebung der Blutzuckerkurve anzeigen.
  • Michael74

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    am 13.11.2016 13:12:39 | IP (Hash): 1290129327
    Hi purea
    schön dass du wieder hier bist.
    aber wir beide erinnern uns schon noch an Jürgens aussagen, die er ständig und ständig wiederholt hat?:
    bei einem hba1c unter oder gleich 5,5 wird kein anderer wert über gesund ausfallen, weder der NBZ (über 90) noch der ogtt (nach 1h über 140)....übrigends in hunderten Statements von ihm nachzulesen.
    Jetzt stellt er es aber wieder umschweifend so da, dass niemand was erkennen kann im Anfangsstadium und der hba1c am allerwenigsten......da muss man sich wirklich Tod lachen, anstatt das man dann mal einfach zugibt dass man sich mit der oben zitierten aussage getäuscht hat.
    Gruß Michael
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    am 13.11.2016 13:44:57 | IP (Hash): 1638492774
    purea schrieb:

    Das ich das noch aus deinem Munde hören darf :))



    Hilfreich, insbesondere auch für Michael74, wäre es aber nicht nur zu hören, sondern auch zu lesen :-/

    schrieb:

    Der HbA1c ist ein Durchschnittswert. Der Beginn von Diabetes T2 ist dadurch gekennzeichnet, wie Jürgen darlegte, dass er lange recht normale Werte zeigt und sich allmählich über auffällige Spitzen nach dem Essen offenbart, völlig symptomfrei. Da diese Spitzen zu Beginn konsequent von schneller und übermäßiger Insulingabe durch die Betazellen glattgebügelt werden, ist der HbA1c am schlechtesten zur Früherkennung geeignet, wenn, wie Jürgen skizziert hat, der angehende T2er frühestmöglich von seiner Störung wissen möchte.



    Das hat er NICHT SO geschrieben:

    schrieb:
    Keiner davon bezeichnet dabei den Anfang vom Diabetes. Beide Typen beginnen im völlig gesunden BZ-Bereich, und die BZ-Automatik hält den BZ über eine weite Strecke ihrer Entwicklung VÖLLIG unauffällig.



    Insbesondere hat er nicht geschrieben, daß bereits zu Beginn "auffällige Spitzen ... zu Beginn konsequent von schneller und übermäßiger Insulingabe durch die Betazellen glattgebügelt werden".
    Mein Wissensstand ist vielmehr, daß die Betazellen eines Gesunden derart viel freie Überkapazitäten haben, daß sie - bei beginnendem Diabetes, sprich also bei beginnender RESISTENZ(!) diese einfach mit gesteigerter Insulinproduktion ausgleichen. Und zwar ohne Spitzen zuzulassen (außer solchen, die auch ein gesunder hat). Sprich solange der 1c in normalen Bahnen ist, dürfte man mit einem oGTT auch nichts feststellen. Es sei denn man mißt dazu zB das c-peptid. Damit würde man tatsächlich ein Maß für das genutzte Eigeninsulin haben und könnte das mit Gesunden vergleichen.

    Wenn Ihr andere Erkenntnisse haben solltet, dann bitte zeigt sie.

    Michael74 schrieb:
    da muss man sich wirklich Tod lachen, anstatt das man dann mal einfach zugibt dass man sich mit der oben zitierten aussage getäuscht hat.
    Gruß Michael



    Hm, Meinungen wechseln und hinterher nieeee was anderes behauptet zu haben, hört sich für mich eher nach einer anderen Person an ...
    Bearbeitet von User am 13.11.2016 13:50:40. Grund: .
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    am 13.11.2016 18:39:50 | IP (Hash): 1543947072
    purea schrieb:
    Der Beginn von Diabetes T2 ist dadurch gekennzeichnet, wie Jürgen darlegte, dass er lange recht normale Werte zeigt und sich allmählich über auffällige Spitzen nach dem Essen offenbart, völlig symptomfrei.

    Genau das hat Jürgen doch aber sinngemäß gesagt! Ein T2 hat mitunter eine vieljährige unerkannte Vorgeschichte. Und ich fügte richtigerweise hinzu, dass insbesondere der HbA1c deshalb im "VÖLLIG unauffälligen" Rahmen verläuft gerade WEIL dieser Durchschnittswert kurzfristige Spitzen weit über normal, wie es für den beginnenden Diabetes T2 typisch ist, von "Natur aus" nicht abbilden kann.

    Mein HbA1c liegt bei 5,3%, zeitweise war ich mit LCHF sogar bei 5,0%. Ich kann nach dem Essen je nach Zusammensetzung aber ganz, ganz locker für weniger als eine Stunde Werte jenseits der 200 erreichen. Grießbrei wäre so ein Kandidat. Damit sich der HbA1c realitätsnah verändert, müssen die Blutzellen über _mehrere Stunden_ verzuckert sein. Das ist bei beginnendem Diabetes aber niemals der Fall. Erst später, praktisch vor der Diagnoseschwelle zum manifesten Diabetes, wird man beim Prädiabetes auch über den HbA1c Kenntnis über die Störung erlangen. Dann ist aber schon ziemlich viel Wasser den Rhein runtergelaufen.

    Ich kann immer wieder nur auf Holz klopfen bei meinem Glück, damals im Krankenhaus an einen aufmerksamen Arzt geraten zu sein, der trotz fehlender Symptome und gutem HbA1c auf den oGTT bestand. Da krachte ich dann auf über 200 nach 1h und die "Sensation" war perfekt. Dabei ist das eben gar keine Sensation, sondern der Regelverlauf bei T2. Ich hatte einfach nur das sensationelle Glück, per Zufall Kenntnis darüber zu erlangen.

    Das ist nun alles ca. 3 Jahre her, ich bin seit dem absolut stabil. Vorgestern habe ich seit Monaten mal wieder den NBZ gemessen. Dieser lag bei 91. Ich achte relativ konsequent auf low GI Nahrung und treibe ausgiebig Sport. Wie Jürgen eben angedeutet hat: Es ist sooooo viel einfacher, wenn man früh von der Störung weiß. Ich muss überhaupt nichts machen außer mich gesund zu ernähren, flankiert durch regelmäßigen Sport.
  • Michael74

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    am 13.11.2016 19:35:44 | IP (Hash): 867935522
    endlich räumst du hier wieder auf purea
    danke
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    am 13.11.2016 22:40:19 | IP (Hash): 653714075
    Mit dem ZWEI-Stunden-Wert über 200 heißt das Kind Diabetes. Wenn beim 1-Stunden-Wert über 300 der 2-Stunden-Wert unter 200 liegt, ist der Diabetes noch nicht diagnosereif :(

    Deswegen finde ich den Tanz um die Diagnose und Diagnose-Werte auch so absolut irrsinnig. Denn wer seinen BZ zuweilen über dem gesunden Rahmen entdeckt, kann seinen BZ lange Jahre und vielleicht sogar manchmal für immer allein mit Essen und Bewegen 24 von 24 Stunden im gesunden Bereich halten. Bedeutet nicht, dass damit was geheilt wäre, aber für viele von uns super be-handelt.
    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 13.11.2016 23:11:22 | IP (Hash): 1638492774
    purea schrieb:
    purea schrieb:
    Der Beginn von Diabetes T2 ist dadurch gekennzeichnet, wie Jürgen darlegte, dass er lange recht normale Werte zeigt und sich allmählich über auffällige Spitzen nach dem Essen offenbart, völlig symptomfrei.

    Genau das hat Jürgen doch aber sinngemäß gesagt! Ein T2 hat mitunter eine vieljährige unerkannte Vorgeschichte.



    Was heißt "Vorgeschichte"? Typ 2 ist eine gesteigerte Insulinresistenz. Wer mehr Insulin braucht als ein Gesunder, der hat eine Resistenz. Das ist die Vorgeschichte. Aber die merkt man (wenn nicht noch eine verzögerte Erstantwort dazu kommt) eben nicht. Nicht im 1c und auch nicht im BZ! Denn die BSD hat viel Reserven! Der Körper gibt zu Anfang einfach das Mehr Insulin ab, was gebraucht wird.

    schrieb:
    Da krachte ich dann auf über 200 nach 1h und die "Sensation" war perfekt. Dabei ist das eben gar keine Sensation, sondern der Regelverlauf bei T2. Ich hatte einfach nur das sensationelle Glück, per Zufall Kenntnis darüber zu erlangen.



    Kannst Du bitte eine Quelle dafür geben, daß ein 1h-Wert unter 200 sein muß? Ich finde auf die Schnelle ausschließlich Einstufungen, wo ein Wert nach ZWEI Stunden von Interesse ist.

    http://flexikon.doccheck.com/de/Oraler_Glukosetoleranztest

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    am 14.11.2016 00:17:43 | IP (Hash): 1543947072
    Tarabs schrieb:
    Was heißt "Vorgeschichte"?

    Vorgeschichte heißt Rechtsverschiebung des Blutzuckerverlaufs. Das wird dir Jürgen bestimmt gleich erklären ;). Die Rechtsverschiebung geht dem Diabetes T2 immer vor. Auch steigt natürlich irgendwann die Amplitude. Dass eine Insulinresistenz nur 1 oder 0 kennt, ist eine recht amüsante Behauptung. Der Prozess verläuft schleichend und nicht wie beim T1 rapid.

    Tarabas schrieb:
    Kannst Du bitte eine Quelle dafür geben, daß ein 1h-Wert unter 200 sein muß? Ich finde auf die Schnelle ausschließlich Einstufungen, wo ein Wert nach ZWEI Stunden von Interesse ist.

    Der 1h-Wert wird beim oGtt IMMER abgenommen. Je nach Arzt werden die Messintervalle sogar auf 30 Minuten verkürzt., das hatte ich auch ein Mal. In meinem Fall ist das auch angeraten, da ich sehr schnell verstoffwechsele. 60g gekochte Haferflocken haben bei mir z.B. nach ca. 20-30 Minuten ihren Peak, der so bei 190 liegt. Dann überschießt die Insulinausgabe und nach ca. 45 Minuten bin ich wieder bei um 140.

    Das macht deshalb Sinn, weil die Werte unter 2h sehr wichtige Informationen über das Ausmaß der Störung bereithalten. So kann es gerade zu Beginn der Störung vorkommen, dass der 0,5h oder 1h-Wert auf über 200 schießt, es dann zu einer alimentären Hypo kommt und der 2h-Wert sehr gut ausfällt. Würde man hier nur den 2h-Wert nehmen, hätte man ein völlig falsches Bild, nämlich das eines Kerngesunden. Das ist natürlich völliger Quatsch.

    In einem anderen Faden hatte eine Dame über ihren kürzlichen oGtt erzählt, welcher nach 1h 190 und nach 2h 137 hatte. Obwohl der für die Krankenkasse maßgebliche 2h-Wert noch unter der Diagnoseschwelle lag, hat der Arzt völlig korrekt einen Prädiabetes diagnostiziert.
    Bearbeitet von User am 14.11.2016 00:24:38. Grund: .
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.11.2016 02:16:09 | IP (Hash): 1858383829
    Bei 60 g !gekochten! Haferflocken muss man sich nicht wundern.
    Die Insulinreaktion als überschießend und als 'alimentäre Hypoglykämie' zu bezeichnen, ist gewagt.

    In den zu Anfang zitierten Praxisrichtlinien wird nicht von 'Prädiabetes' gesprochen, sondern von einem erhöhten Risiko. Und 140 nach 2 h wäre auf der Grenze.

    Damit laufen viele von uns herum, wenn man sich die Familiengeschichten ansieht, bzw. auch von hier im Forum berichtetem Schwangerschaftsdiabetes.
    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_DIfE___Deutscher_Diabetes-Risiko-Test__DRT__Online-PDF.pdf

    Auf Ernährung (Vollwert) zu achten plus Bewegung wird allgemein für die Gesundheit empfohlen und soll auch insbesondere als Vorbeugung zu Herzkreislauferkrankungen bis hin zu Osteoporose helfen.

    Mag für euch persönliche Gründe geben, den 'Prädiabetes' so zu befürchten.

    Wo vor habt ihr Angst ?
    Vor der Diagnose Diabetes ? Oder Spätschäden ?

    Diagnose ist nicht schön, lässt sich aber mit leben.
    Spätschäden lassen sich durchaus vermeiden, mit Einhaltung der berichteten HbA1c- und BZ-Werten.
    Die 'Verzuckerung' der Blutkörperchen tritt irreversibel erst nach 4 h hohen BZ-Werten auf.

    Bearbeitet von User am 14.11.2016 02:30:30. Grund: .