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Kribbeln in Extremitäten

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    Mitglied seit: 01.12.2016
    am 01.12.2016 11:53:26 | IP (Hash): 772771125
    Vor mehr als einem Jahr fing plötzlich eine Hand an, nachts einzuschlafen. Dann kam untertags ein sehr unangenehmes Kribbeln dazu.

    Der Hausarzt, den ich aufsuchte, vermutete Probleme mit der Wirbelsäule (ich habe eine Vorerkrankung) und schickte mich zu Orthopäden, der dann die gesamte Diagnostik anleiern wollte (MRT etc.).

    In der Zwischenzeit fing dann auch die andere Hand an zu kribbeln und einzuschlafen, schließlich kamen die Füße hinzu, ausstrahlend bis in die Waden, manchmal auch Schmerzen.

    Da ich mir sicher war, dass das nichts mit orth. Problemen zu tun haben konnte, wartete ich daher einfach mal ab. Die Beschwerden kamen und gingen, waren insgesamt sehr beeinträchtigend.

    Schließlich stolperte ich rein zufällig über einen Artikel über Diabetes, im dem als eines der Symptome besagtes Kribbeln aufgeführt war.

    Ich erinnerte mich zudem, dass bei einer Routineuntersuchung ein Blutzuckerwert von 106 festgestellt worden war (der Kontrollwert war jedoch wieder im Normbereich).

    Daher ging ich zur Apotheke und ließ meinen BLutzucker testen: 127.

    Daraufhin machte ich in Eigenregie (auf Ärzte hatte ich keine rechte Lust mehr) eine Diätumstellung (in Richtung Low-Carb) und habe seitdem um die 25 kg abgenommen. Zudem mache ich auch viel Sport.
    Meine Symptome sind über die Zeit immer weniger geworden und sind mittlerweile völlig verschwunden. Mein letzter Blutzuckerwert (nüchtern) lag bei 94.

    Bei der letzten Routineuntersuchung vor ein paar wochen sprach mich meinen Hausarzt auf diese Thematik an - er meinte jedoch, das Kribbeln könne nichts mit meinen Blutzuckerwerten zu tun haben.

    Mich würde daher sehr interessieren, was andere dazu sagen.

    Danke fürs Lesen!

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    am 01.12.2016 12:25:57 | IP (Hash): 1577661772
    Hallo,

    also ich hatte vor wenigen Wochen auch ein extremes kribbeln und einen "inneren" juckreiz in den Füßen.
    Der Arzt meinte bei mir kommt es durch den hohen Zuckerwert, den ich über Wochen (vor meiner Diabetesdiagnose) hatte. Dieser betrug aber über 500 und der Langzeitwert war 19,5 (bei Gesunden beträgt er 4-5, bei einem gut eingestellten Diabetiker 6-7).

    Ich bin kein Mediziner und will auch keine Ferndiagnose erstellen, aber ich denke nicht dass es an deinen Blutzuckerwerten lag (die ja im Normalbereich liegen)...jedoch muss auch gesagt werden, dass einzelne Blutzuckerwerte keine Aussagekraft haben. Wichtig hierbei ist auch der Langzeitwert
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    am 01.12.2016 12:35:38 | IP (Hash): 991063678
    Hallo carmelona,

    Glückwunsch zur Abnahme und der damit vebundenen Verbesserung deiner Gesamtgesundheit. :=)

    Ich sehe es wie dein Hausarzt und halte es für unwahrscheinlich, dass das Kribbeln bei dir von Diabetes oder Prädiabetes gekommen ist. Es ist richtig, dass so ein Kribbeln zu Diabetes dazu gehört. Es entwickelt sich aber fast immer in der Reihenfolge: Fußsohlen, Füße und dann weiter. Wenn die Störungen am Knie angekommen sind, dann fängt es auch an den Händen an. Die Reihenfolge kommt durch die Länge der Nerven, genauer durch den Abstand der Nervenenden zur Wirbelsäule zustande. Zuerst fängt die Störung an den Enden der längsten Nerven an und wandert dann langsam den Nerv weiter hoch. Der Verlauf bei dir wäre für diabetische Neuropathie viel zu untypisch.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 01.12.2016 12:47:59 | IP (Hash): 772771125
    interessant, was du schreibst.

    Ich könnte natürlich sagen: egal, woran es lag, Hauptsache es ist wieder weg. Aber interessieren würde es mich schon. Und auffällig ist natürlich, dass ich diese Symptome fast ein Jahr hatte und sie dann mit der Gewichtsabnahme (und auch den sinkenden Zuckerwerten) weniger wurden und schließlich verschwanden.

    Sollten sie in Zukunft trotz gleichbleibender Werte und identischen Gewichts wieder auftreten, habe ich natürlich den Beweis, dass es nicht daran lag.

    Andernfalls werde ich wohl weiter im Dunkeln tappen. Aber wie auch immer - ich hatte den perfekten Anlass abzunehmen und es war dadurch auch ein echter Selbstläufer. Allein wegen der Optik hätte ich es nämlich nicht gemacht.
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    am 01.12.2016 12:53:09 | IP (Hash): 2108455638
    Der Zucker ist an allem Schuld... hört man immer wieder.

    Und ja, es gibt Fälle, wo nach kurzer Diabetes-Zeit Folgeschäden auftreten – da reden wir dann aber über richtig hohe Werte über Jahre.


    Wenn Du das öfters hast, dann sollte das abgeklärt werden - für solche Dinge gibt es ja nun auch etliche andere Auslöser.
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    am 01.12.2016 13:00:31 | IP (Hash): 772771125
    ich war ja seinerzeit bei Hausarzt, Orthopäden (zwei Stück davon) und sogar beim Neurologen - es kam nichts raus dabei. Daher dann auch meine Selbsttherapie in Form von Ernährungsumstellung, nachdem ich vorher auch schon - vergebens - diverse Vitamine ausprobiert hatte (der Mangel bestimmer Vitamine kann ja auch solche Symptome erzeugen).

    und das Eigenartige war, dass im vergangenen Sommer, als ich urlaubsbedingt vermehrt Kohlenhydrate zu mir nahm, wieder das Kribbeln auftrat.
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    am 01.12.2016 14:11:16 | IP (Hash): 2064770221
    Liebe Camelona
    Das Phänomen kenne ich sehr gut aus praktischer Erfahrung und es gibt
    etwas das da sofort hilft und eigentlich alle Diabetiker anwenden sollten,
    aber es kostet was und die Krankenkassen wenn nicht +Plus versichert
    für Alternative Sachen mit eingeschlossen, dann auch nicht bezahlen.

    Das Phänomen beruht auf Durchblutungsstörungen verursacht durch
    Blutglukose höher 115mg/dl wo die Roten-Blutkörper vermehrt zusammen-
    kleben und so besonders die Feinen-Blutgefässe wie Kapillar-Gefässe davon
    betroffen sind, von welchen man besonders viele in den Extremitäten wie
    Füsse, Hände aber auch Weichorgane und Retina hat !
    Das Phänomen geht auch mit erhöhten Druck im Kopf einher.

    Deshalb folgendes.

    1. Für Nicht Insulin Diabetiker :
    Täglich 600-1000mg Vitamin-E mit Aspirin 100-250mg ( 250mg mit Tablettenteiler
    von den üblichen runden 500mg Tabletten. )
    Die Vitamin-E Dosis wird so eingestellt bis dass nicht nur das Kribbeln verschwindet,
    sonder die Fusssohle und Waden die gleiche Temperatur haben und man auf den
    Füssen auch ein schönes Venenbild sieht.

    2. Für Insulin Diabetiker :
    Nehmen das Vitamin-E von täglich 600-1000mg unter obiger Handhabung, aber
    mit dem Aspirin 250mg wenn es auch genommen werden möchte, sind da etwas
    aufmerksam betreffend den Glukose-Werten um zu sehen was für Insulin
    Korrekturen eventuell vorgenommen werden sollten.
    Siehe hier Aspirin by US NIH.Gov : https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6355137/

    Besondere Beachtung :
    Vor operativen Eingriffen muss 24 Std. vorher die Einnahme eingestellt werden,
    um übermässige Blutungen zu vermeiden ! ! !

    Vitamin-E bekanntlich reduziert das zusammenkleben der Roten-Blutkörper und
    auf diese Weise erhöht es die Fliessfähigkeit des Blutes und wird deshalb auch
    seit Jahren von Fluggesellschaften mit Einnahme von Vitamin-E Pillen besonders
    für Langstreckenflüge auch für Nicht Diabetiker so Jedermann empfohlen.
    Dazu sollten Diabetiker noch täglich Viatamin-D3 500 IU einnehmen.

    Happy Day
    .
    Bearbeitet von User am 02.12.2016 03:53:56. Grund: .
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    am 01.12.2016 14:33:44 | IP (Hash): 2108455638
    Nur der Ordnung halber.... ;)


    Vitamin E: Statt einer Pille gehen auch Nüsse und Pflanzenöle. Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl und Sesamöl sind gute Lieferanten.
    Deswegen gibt's auf Langstreckenflügen meist ein Tütchen Nüsse oder Studentenfutter.


    Aspirin kann die Wirkung von Insulin verbessern – keinesfalls aber reduzieren!
    Wer dauerhaft Aspirin einwirft kann die Basalversorung anpassen.

    http://www.netdoktor.at/therapie/acetylsalicylsaeure-8731

    Zitat:
    "Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?
    Besondere Vorsicht ist geboten bei der Kombination von Acetylsalicylsäure mit folgenden Medikamenten:
    .....
    AntiDiabetika, z.B. Insulin und Sulfonylharnstoffe: Sie werden in ihrer Wirkung verstärkt, was zu einer schweren Unterzuckerung führen kann."

    Gute Schulungen vermitteln dieses Wissen.
    Bearbeitet von User am 01.12.2016 14:48:06. Grund: .
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    am 01.12.2016 14:59:14 | IP (Hash): 2064770221
    .
    Bearbeitet von User am 02.12.2016 15:07:07. Grund: .
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    am 01.12.2016 15:13:34 | IP (Hash): 2108455638
    ChrisP schrieb:
    Bitte TypEinser, mach keine Falschinformationen hier.
    .




    Auch ChrisP kann sich ja mal irren.

    Aspirin kann die Wirkung von Insulin/AntiDiabetika erhöhen.

    http://www.diabetes-rhein-erftkreis.de/pdf-dateien/downloads/pdf_lbef_blutzucker.pdf
    Hier auf Seite 14/15, les ruhig alles, sehr informativ.


    http://www.onmeda.de/Medikament/Aspirin+Complex--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html

    http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=27766

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/wirklich-eine-superpille-aspirin-der-kopfschmerzkiller-der-auch-krebs-vorbeugen-soll_id_5688894.html


    Bitte verbreite keinen Unsinn. Gerade bei Kindern kann das böse Folgen haben!
    http://www.doktorkarl.de/lexikon/inlets/inletdiabeteswechselwirkungen.html


    PS. ChrisP meint wohl das hier (aus der Packungsbeilage):
    "
    Relative Gegenanzeigen von Aspirin 500mg Tabletten
    Relative Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstände, bei denen das Arzneimittel nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf."
    – hier aufgeführt Diabetes mellitus

    Genau da geht's um die Hypogefahr. Und Hypo = zu Niedriger Blutzucker = bessere Insulinwirkung = Risiko für den Hersteller.

    Also alles gut.
    Bearbeitet von User am 01.12.2016 15:27:35. Grund: PS.