Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Blutzucker-Selbstkontrolle bei Typ-2-Diabetes

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 20
    Mitglied seit: 02.12.2016
    am 16.12.2016 12:13:43 | IP (Hash): 584290254
    Hallo,
    ich bin neu hier und suche Infos. Die Diabetes Typ 2 Diagnose, vor 4 Wochen, hat mich total überrascht.
    Bin 70 Jahre alt, BMI von 38 und nehme 2 x täglich Metformin 1000 mg.
    Meine Frage:
    wann und wie oft sollte man, als Typ 2 Diabetiker, BZ messen?
    Im Netz sind sehr viele und unterschiedliche Aussagen zu diesem Thema. Vermute, abhängig von der Bindung zu Teststreifen Hersteller.

    LG
    Christian
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 16.12.2016 17:37:45 | IP (Hash): 421060426
    Hallo Christian,

    du brauchst deinen BZ gar nicht alleine zu messen. Es reicht aus, wenn du einmal im Quartal von deinem Arzt das HbA1c bestimmen lässt.

    Es ist nicht verkehrt, wenn du BZ trotzdem alleine messen willst, um ihn besser unter Kontrolle zu halten. Du wirst aber wahrscheinlich von deinem Arzt keine Teststreifen (außer vielleicht den ersten 50 Stück) verschrieben bekommen, so dass du selber entscheiden musst, wieviel dir das Wert ist. Wenn du misst, dann macht das nur Sinn, wenn du mit den Werten auch etwas machst. Du kannst z.B. beobachten, wie gut dein BZ sinkt, wenn du nach dem Essen Bewegung einbaust oder du kannst beobachten, welche Speisen deinen BZ stark ansteigen lassen und welche nicht, Wenn du solche Beobachtungen anstellst und dich dann so verhältst, dass dein BZ möglichst gut verläuft, dann macht das Messen viel Sinn. Wenn du die Werte nur aufschreibst und zur Seite legst, dann bringt es dir, solange du kein Insulin spritzen musst, nicht viel.

    Alles Gute, Rainer
    Bearbeitet von User am 16.12.2016 19:28:51. Grund: .
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 20
    Mitglied seit: 02.12.2016
    am 16.12.2016 18:59:07 | IP (Hash): 584290254
    Hallo Rainer,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    Du hast mir das Ganze sehr gut erklärt. Danke dafür.
    Als Neuling wusste ich nicht, dass ich die Teststreifen von der KK nicht erstattet bekomme.
    Ich kaufe mir diese selbst und werde mit dem Messen nicht übertreiben.

    LG
    Christian
    Bearbeitet von User am 16.12.2016 18:59:58. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 16.12.2016 19:46:56 | IP (Hash): 421060426
    Hallo Christian,

    dann würde ich dir am besten ein 4-Punkte-Tageprofil wöchentlich oder aller 2 Wochen empfehlen:
    - früh nach dem Aufstehen den Nüchternwert und jeweils
    - 2 Stunden nach den Mahlzeiten, gemessen ab dem Beginn der Mahlzeit.

    Mit diesen Werten siehst du gut, wenn etwas aus dem Ruder läuft und kannst reagieren. Aber Achtung: mach dir um einzelne Ausreißer keine Sorgen. Wenn du sie erklären kannst, dann kannst du daraus lernen. Es kommen aber auch Ausreißer vor, die man sich nicht erklären kann und die man abhaken muss. Am unzuverlässlichsten sind in dieser Beziehung die Nüchternwerte. Bei denen ist nur interessant, wie hoch sie gewöhnlich ausfallen. Du wirst auch feststellen, dass der BZ bei Erkältungen oder Entzündungen nach oben geht. Das ist nicht weiter schlimm und normalisiert sich, nachdem du wieder gesund geworden bist.

    Viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 16.12.2016 19:49:39. Grund: .
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 20
    Mitglied seit: 02.12.2016
    am 16.12.2016 20:05:27 | IP (Hash): 584290254
    Danke Rainer.
    Ich muss noch viel Lernen.
    Nach der Diagnose war ich schockiert und musste erst das ganze verdauen.
    Die Metformin Nebenwirkungen, wie Durchfall usw, waren schon heftig, haben sich aber wieder normalisiert.
    Ich habe jeden Tag 2 Stunden nach dem Frühstück BZ gemessen.
    Die BZ Werte pendelten in den letzten 3 Wochen zwischen 105 bis 149 mg/dL.
    Ab jetzt werde ich nur noch so machen, wie Du mir das empfohlen hast: alle 2 Wochen ein Tagesprofil.

    Ein schönes Wochenende
    LG
    Christian
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 200
    Mitglied seit: 01.01.2014
    am 18.12.2016 02:49:55 | IP (Hash): 1794196653
    ChrisOB schrieb:
    Als Neuling wusste ich nicht, dass ich die Teststreifen von der KK nicht erstattet bekomme.


    Man sollte dazu sagen das es bei der Verordnungsfähigkeit von Blutzuckerteststreifen beim Typ 2 auf die Therapieform, weitere Erkrankungen u. den Verlauf ankommt - Siehe Seite 33 der "nationale Versorgungsleitlinie Diabetes Typ 2 (Kurzversion" ( http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/dm-therapie-1aufl-vers4-kurz.pdf ).

    Wenn man regelmäßig "Magen-/Darm-erkrankungen u. schwere Infekte hat, dann kann der (Fach)Arzt problemlos 50 Blutzuckerteststreifen im Quartal verordnen - So als Wink mit dem Zaunpfahl. ^^

    Sofern man (überhaupt!) einen größeren Bedarf hat, so kann man bei Ebay u. Co, im Vergleich zu den Apothekenpreisen, bis zu 50% sparen.

    Auch wenn es Offtopic ist, aber ich fand damals (als bei mir die Diagnose gestellt wurde), die Seite http://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene.html sehr informativ.
    Außerdem ist die "nationale Versorgungsleitlinie Diabetes Typ 2" (zum. meiner Meinung nach!) lesenswert.

    Ps.: Unter http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/NVL_Therapie_DM2_lang_Aug_13_geae_Nov_2014.pdf findet man die Langversion der "nationale Versorgungsleitlinie Diabetes Typ 2".
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 19.12.2016
    am 20.12.2016 00:13:57 | IP (Hash): 1373399545
    soweit mir bekannt ist bekommt ein diabetiker typ2 messtreifen wenn er insulinpflichtig ist....DAS ist die regel..aber ein arzt kann sie TROTZDEM verschreiben wenn eine diagnose es erfordert.....

    bei ebay & co messtreifen zu kaufen, wäre ich sehr vorsichtig....Die dinger müssen nämlich fachgerecht gelagert werden sonst taugen die ermittelten messwerte GARNICHTS...das ist bei "ebayware" leider nicht (immer) gewährleistet.... wenn du wirklich kein geld für messtreifen haben solltes, bitte rede mit deinem arzt....soweit ich weiss sind die auch immer zuzahlungsfrei....
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 09:40:44 | IP (Hash): 1663231086
    Das kann ich so bestätigen. Ich habe auch Typ2 und habe ohne nachzufragen gleich erstmal 200 Teststreifen verschrieben bekommen. Wenn diese verbraucht sind soll ich mich bei meiner Diabetologin melden.
    Ich bin Insulinpfichtig. Ich fühle mich mit der Möglichkeit jederzeit meinen BZ Wert zu ermitteln auch erheblich sicherer. Wenn ich die Teststreifen aus eigener Tasche bezahlen müsste wäre ein ordentlicher Schlag in Buget.

    LG

    Dirk
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 28.12.2016 10:24:59 | IP (Hash): 503453179
    Aber der Themenstarter ist doch gar nicht insulinpflichtig. Wieso sollte ihm irgendjemand Teststreifen "schenken"? Das ist reines Privatvergnügen, wenn er seinen BZ misst. Obwohl man das auch sicher anders sehen kann, da er durch das Messen wahrscheinlich insgesamt deutlich ausgeglichenere Werte haben wird (Motivation) und dadurch auch insgesamt beiträgt, mögliche Kosten für aufwendige Eingriffe zu vermeiden (Langzeitschäden).

    Du bist dagegen insulinpflichtig. Wie solltest du denn bitte das Insulin spritzen, wenn du gar nicht wüsstest wie viel? Es wäre ja absurd, wenn man dir keine Teststreifen verschreiben würde zu dem Insulin. Das wäre, als würde man einem Rollstuhlfahrer die vorderen Räder nicht gewähren. Er könnte zwar sitzen, aber das Hilfsgerät wirklich nutzen, könnte er nicht.

    Zu ebay: Es ist völlig okay, die Teststreifen bei ebay zu erwerben. Die meisten dort angebotenen Streifen werden ja von Diabetikern eingestellt, die zB. bei den verordneten Streifen sparen und diese dann als kleines Zubrot dort einstellen. Die Ware ist also meist noch recht frisch und aus der Apotheke erworben.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 28.12.2016 11:35:47 | IP (Hash): 2108455638
    purea schrieb:

    Du bist dagegen insulinpflichtig. Wie solltest du denn bitte das Insulin spritzen, wenn du gar nicht wüsstest wie viel?


    Das wurde jahrzehnte lang so praktiziert... Mit Teststreifen ist das ganze natürlich komfortabler und (korrekte Ausführung der ICT/CSII vorausgesetzt) der Beste Schutz vor Langzeitschäden.



    purea schrieb:

    Zu ebay: Es ist völlig okay, die Teststreifen bei ebay zu erwerben. Die meisten dort angebotenen Streifen werden ja von Diabetikern eingestellt, die zB. bei den verordneten Streifen sparen und diese dann als kleines Zubrot dort einstellen. Die Ware ist also meist noch recht frisch und aus der Apotheke erworben.



    Das ist ÜBERHAUPT nicht OK. Da werden Teststreifen verkauft, die über die Krankenkassen bezogen wurden. Das ganze ist strafbar. Und ich habe keine Hemmungen, solche Leute anzuzeigen.

    PS. Siehe auch im Verlauf diese Links ein Statement einer Krankenkasse:

    http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=25944&pageNo=2
    Bearbeitet von User am 28.12.2016 12:10:03. Grund: Link ergänzt
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 28.12.2016 13:04:05 | IP (Hash): 503453179
    hrmmmrmm, was soll man darauf bloß antworten?
    TypEinser schrieb:
    Das wurde jahrzehnte lang so praktiziert...



    TypEinser schrieb:

    Das ist ÜBERHAUPT nicht OK. Da werden Teststreifen verkauft, die über die Krankenkassen bezogen wurden. Das ganze ist strafbar. Und ich habe keine Hemmungen, solche Leute anzuzeigen.


    Interessantes, anderes Thema ;-)

    Die Teststreifen auf ebay bleiben weiterhin technisch unbedenklich. Man müsste schon extrem viel Pech haben, dort eine Packung zu erwischen, die so drastisch falsch gelagert wurde, dass die Streifen erheblich andere Werte anzeigen. Also so, dass es gesundheitsschädlich werden könnte (wie oben suggeriert wurde).
    Bearbeitet von User am 28.12.2016 13:06:57. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 28.12.2016 13:31:25 | IP (Hash): 2108455638
    purea schrieb:
    hrmmmrmm, was soll man darauf bloß antworten?
    TypEinser schrieb:
    Das wurde jahrzehnte lang so praktiziert...






    Was gibt's da für Fragen?

    Man kann es durchaus völlig übertreiben. Viele Messungen bringen rein gar nichts, wenn man keinen Nutzen für die Therapie ziehen kann.

    Und etliche Insulinpflichtige Diabetiker haben es durchaus hingekriegt, eine CT ohne größere Folgeschäden hinzubekommen. Was einige an Disziplin abverglangte – allerdings sind heutzutage viele "Vielmesser" auch nicht mit besonders guten BZ-Verläufen gesegnet.

    Im Bezug auf Typ 2 ohne Insulin ist's dann wieder ein Messen von Werten, die man so auch aus dem eigenen Verhalten voraussagen könnte.
    Siehe Deine erhöhte Fett-Zufuhr und Deine Morgenwerte... man könnte das ganze auf die Gluconeogenese schieben...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 28.12.2016 13:33:20 | IP (Hash): 2108455638
    purea schrieb:

    Die Teststreifen auf ebay bleiben weiterhin technisch unbedenklich. Man müsste schon extrem viel Pech haben, dort eine Packung zu erwischen, die so drastisch falsch gelagert wurde, dass die Streifen erheblich andere Werte anzeigen. Also so, dass es gesundheitsschädlich werden könnte (wie oben suggeriert wurde).




    Es geht nicht um falsch gelagerte Teststreifen – es geht schlicht darum, dass Teststreifen auf Rezept ausschließlich für den Eigenbedarf des Patienten verwendet werden dürfen. Technisch gesehen gehören Teststreifen auf Rezept der Krankenkasse!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 891
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 28.12.2016 14:22:14 | IP (Hash): 1622656586
    Du kannst aber erst Voraussagen treffen, wenn du ausgiebig gemessen hast ;-)
    Ein bestimmtes Verhalten korreliert grob mit einem bestimmten Wert, der gemessen werden muss. Danach sagt man einen Wert lediglich aufgrund des Verhaltens voraus. Und auch das sollte man dann in bestimmten Abständen überprüfen.

    Wegen ebay: Du sprichst einen morlaischen Aspekt bzw. rechtlichen Aspekt an. Das mag ja durchaus diskutabel sein. Ich bezog mich aber auf die Aussage von oben, dass ebay-Teststreifen technisch minderwertig sein könnten. Das ist wirklich nicht sehr wahrscheinlich, meiner Meinung nach. Eben weil die meisten Streifen oft über den Umweg eines Diabetikers direkt aus der Apotheke kommen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 28.12.2016 14:38:26 | IP (Hash): 2108455638
    Voraussagen treffen ist auch mit häufigem Messen ziemlich schwierig.

    Dazu braucht man dann ein ordentlich geführtes Tagebuch mit Einträgen zu Befindlichkeit, Krankheit, Aktivitäten... für INSULINER kann häufiges Messen und (unabsichtlich) falsche Rückschlüsse dann eine heftige BZ-Achterbahn bedeuten mit viel Korekturinsulin und übermäßigem Hypo-Gegenfuttern und dann zu frühem Korrekturinsulin..

    Man sollte natürlich über "typische Verläufe" an "Standard-Tagen" bescheid wissen – dann läuft der Laden relativ störungsfrei. Ich messe an manchen Tagen 2 x... andere Tage wie z.B. bei Krankheit oder viel Sport oder auch im Urlaub können dann auch 6 – 8 x messen bedeuten.

    Blutzucker-Selbstkontrolle bei Typ 2 mit Tagesprofilen und mit Blick auf den aktuellen HbA1c ist bestimmt auch wichtig. Blöd ist dann aber, wenn man in dieser Zeit den Diätplan fein einhält und außerhalb dieser Zeiten dann fünfe gerade sein lässt... ;-))



    Zum Thema EBAY-Teststreifen: Gewiss sind diese Teststreifen nicht technisch minderwertig, solange das Verfallsdatum nicht erreicht wird und die Verpackung nicht geöffnet wurde.
    Und ein paar Euro sparen ist eine feine Sache.
    Aber bitte nicht den Sozialbetrug unterstützen!
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 16:43:52 | IP (Hash): 1663231086
    purea schrieb:
    Aber der Themenstarter ist doch gar nicht insulinpflichtig. Wieso sollte ihm irgendjemand Teststreifen "schenken"? Das ist reines Privatvergnügen, wenn er seinen BZ misst. Obwohl man das auch sicher anders sehen kann, da er durch das Messen wahrscheinlich insgesamt deutlich ausgeglichenere Werte haben wird (Motivation) und dadurch auch insgesamt beiträgt, mögliche Kosten für aufwendige Eingriffe zu vermeiden (Langzeitschäden).



    Das stimmt! Zu hastig gelesen.;)

    LG

    Dirk
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 16:59:42 | IP (Hash): 456135339
    TypEinser schrieb:
    purea schrieb:
    hrmmmrmm, was soll man darauf bloß antworten?
    TypEinser schrieb:
    Das wurde jahrzehnte lang so praktiziert...






    Und etliche Insulinpflichtige Diabetiker haben es durchaus hingekriegt, eine CT ohne größere Folgeschäden hinzubekommen. Was einige an Disziplin abverglangte – allerdings sind heutzutage viele "Vielmesser" auch nicht mit besonders guten BZ-Verläufen gesegnet.




    +Off Topic+
    Was ist das für ein Argument?
    Es waren Ärzte die sich weigerten die Kontrolle an Patienten abzugeben obwohl schon lange bekannt war, dass eine bessere Therapiekontrolle auch zur besserer Gesundheit führt.
    Letztendlich hat der wechsel von CT auf ICT sogar lebensverlängernde Wirkung, auf Typ 1 Diabetiker.

    +On Topic+
    Im Gegensatz zur Therapie mit Insulin, die fast Unmittelbar die Blutzuckerwerte verändert, bleiben die Möglichkeiten des Metformins beschränkt. Was kann also ein Blutzuckermessung bewirken?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 28.12.2016 19:28:32 | IP (Hash): 1872848557
    Cracktros schrieb:
    Im Gegensatz zur Therapie mit Insulin, die fast Unmittelbar die Blutzuckerwerte verändert, bleiben die Möglichkeiten des Metformins beschränkt. Was kann also ein Blutzuckermessung bewirken?

    Typisches Typ1er Gequatsche - warum hältst du nicht einfach mal deinen Mund bei Sachen, von denen du nicht verstehst. ;=(

    Der BZ-Verlauf ist nicht nur von den Medikamenten, sondern darüber hinas in einem hohen Maß von der geigneten Ernährung und Bewegung ab. Diese Wirkung lässt sich nur mit BZ-Selbstmessung beobachen und entsprechend nutzen.
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 19:48:22 | IP (Hash): 456135339
    Rainer schrieb:
    Cracktros schrieb:
    Im Gegensatz zur Therapie mit Insulin, die fast Unmittelbar die Blutzuckerwerte verändert, bleiben die Möglichkeiten des Metformins beschränkt. Was kann also ein Blutzuckermessung bewirken?

    Typisches Typ1er Gequatsche - warum hältst du nicht einfach mal deinen Mund bei Sachen, von denen du nicht verstehst. ;=(

    Der BZ-Verlauf ist nicht nur von den Medikamenten, sondern darüber hinas in einem hohen Maß von der geigneten Ernährung und Bewegung ab. Diese Wirkung lässt sich nur mit BZ-Selbstmessung beobachen und entsprechend nutzen.



    Reiner, deswegen steht dort ein Fragezeichen und kein Punkt oder Ausrufezeichen. Es geht darum, dass ich es verstehen möchte. Oft wird Menschen mit Typ 1 Diabetes eine Überhebliche Art angedichtet. Mag sein das da etwas dran ist. Aber ich lerne gern dazu. Ich kenne mich weder mit Diäten noch mit Metfotmin und wie sie alles heißen aus. Selbst eine Therapie, die nur auf Basalinsulin setzt, ist mir fremd. In ICT, etwas was ich von Kindesbeinen an kenne, macht mir aber keiner etwas vor. :-)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.12.2016 20:32:28 | IP (Hash): 1073598512
    @Cracktos
    Hab mal vor Jahren ne ältere Dame betreut und hier als Hunde-Oma beschrieben. Bekam Essen auf Rädern, also DDG/DGE-gesunden Standard, und ruhte nach dem Mittag gern ne Stunde in ihrem Schaukelstuhl, bevor sie so 20-30 Minuten regelmäßig mit ihrem Hund ging. Eigentlich ging der Hund mit ihr.

    Handeln sah der Dok bei nem HBA1c von 7und angezeigt, aber er hatte Bedenken, weil die gute Frau auf dem Weg in ne Demenz war und Medis nur recht unzuverlässig nahm.
    Hab dann mal mein Messgerät genutzt und nach der Stunde im Schaukelstuhl jeweils zuverlässig so etwa 250-280 gemessen. Nach dem Hundegang waren dann da immer noch 150-200 und bis zum Abend laaangsam weniger als 150.
    Mit dem Hundegang direkt nach dem Essen - also mit Vorbereitung und Gehen so ne 3viertel bis Stunde nach dem Essen - lagen danach dann zuverlässig nur noch 80-100 an, und normal ohne weiteres Essen blieben die auch bis zum Abend.

    Hab der Oma dann mit Erfolg einreden können, dass ihr Hund genauso regelmäßig wie sie nach den Mahlzeiten aus der Hose musste. Ergebnis, zuverlässig 3 Hundegänge pro Tag jeweils direkt nach den Mahlzeiten und HBA1c zuverlässig die nächsten Jahre um 5,5.

    Das gesunde Ergebnis völlig ohne Zuckermedis wäre ohne Selbstmessen und ohne die zuverlässige Konsequenz daraus nie zustande gekommen.


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.12.2016 20:38:03 | IP (Hash): 546227330
    Hallo Cracktros,

    so isser der Rainer, der meint, mit Tablettchen und KH-Vermeidung alles zu wissen.

    Wir als 1er sind nicht überheblich, sondern besser geschult, um Ernährung mit Inhaltsstoffen, Blutzuckerwirkung und Bewegung in Einklang zu bringen, weil wir Insulin äußerlich angewendet, fein dosieren müssen.
    Solange die Bauchspeicheldrüse noch eigenes Insulin produziert, sollte das auch beachtet werden.
    Gewichtsreduktion und Metformin kann durchaus einem 2er helfen, die Lage zu verbessern.

    Ersetzt jedoch nicht grundsätzliches Wissen zur Ernährung, bes. Zucker/Stärke bzgl. Blutzuckersteigerung.

    Bin auch ICTler, allerdings als LADA erst als Erwachsene (zu Anfang Mahlzeiteninsulin, + Basal erst später), in einem 2er Umfeld lebend bin ich schier verzweifelt, was sich die 2er so alles antun per 'Diät', festem Meß-/Insulinspritz-Plan ...

    Messe den Blutzucker ca. 6 x pro Tag: Nüchtern vor Frühstück und vor zu Bett gehen als Grundwerte und ca. 3 h nach Mahlzeit.

    Alle Jubeltage nur ein Tagesprofil ist zu wenig und wiegt in falscher Sicherheit.
    °~° Elfe
    Bearbeitet von User am 28.12.2016 20:49:18. Grund: .
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 29.12.2016 19:50:17 | IP (Hash): 208652103
    Cracktros schrieb:
    Reiner, deswegen steht dort ein Fragezeichen und kein Punkt oder Ausrufezeichen.


    Hallo Cracktros,

    okey, das Fragezeichen kann ich akzeptieren. Da ich davon ausgehe, dass du nicht wirklich etwas darüber wissen willst, spare ich mir die Spucke. Du kannst aber getrost Erklärungen von Leuten beiseite schieben, die nichts davon verstehen und sogar noch die Dextropur-Werbung aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts für pure Wahrheit halten*).

    Der Spruch meiner Vorschreiberin: "Alle Jubeltage nur ein Tagesprofil ist zu wenig und wiegt in falscher Sicherheit." ist natürlich vollkommen ohne Sinn. Man kann sich darüber streiten, ob solche Tagesprofile dem Threadertsteller etwas bringen oder nicht. Aber gefährlich sind sie nun wirklich in keinem Fall. Ich persönlich sehe keinen Grund, einem 70-jährigen mit einem noch relativ harmlosen Diabetes 6 Messungen am Tag zu empfehlen. Einem 40-jährigen Typ2-Diabetiker hätte ich das, zumindest für eine begrnzte Zeit so geraten. Ich denke auch, dass ein 70-jähriger von der Selbstmessung profitiert, indem er sich um seine BZ kümmert und nicht die Verantwortung vollständig an seinen Arzt abgibt.

    Geradezu lächerlich ist ihre Behauptung "Wir als 1er sind nicht überheblich, sondern besser geschult, um Ernährung mit Inhaltsstoffen, Blutzuckerwirkung und Bewegung in Einklang zu bringen, weil wir Insulin äußerlich angewendet, fein dosieren müssen." von jemanden, der zeitlgleich in einem anderen Thread die Behauptung aus besonders schlechten Diabetikerschulungen proklamiert, Gemüse müsse nicht berechnet werden. Sie bildet sich wohl wirklich ein, dass der Körper weiß, woher die KH ursprünglich stammen und großzügig über die KH aus Gemüse wegsieht. :lol: In Diabetesforen sieht man sich dann öfter mal mit verwunderten Diabetikern konfrontiert, die nicht verstehen, dass ihr BZ so sehr gestiegen ist, obwohl sie doch nur Gemüse gegessen haben.


    *) Elfe behauptet allen Ernstes und hat das hier im Forum versucht zu verteidigen, dass man mit Einwurf von Traubenzucker sein Denkvermögen steigern kann. Und das, obwohl jeder Diabetiker das ganz einfach für sich nachprüfen kann. Man braucht nur mal seinen BZ etwas höher ansteigen zu lassen, mehr und in besserer Form kann man dem Gehirn keine Glukose anbieten. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der über einen Anstieg des Denkvermögens bei hohem BZ berichtet hat - außer Dextropur in seiner Werbung aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts und bei der Elfe, die solche Werbeaussagen tatsächlich noch glaubt. :lol:
    Bearbeitet von User am 31.12.2016 15:33:09. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 30.12.2016 18:14:05 | IP (Hash): 546227330
    An den Dextros hängst du dich immer noch auf. Zum 1000 mal, INSULINER müssen dieses unterwegs immer bei sich haben.
    Ob's dir passt oder nicht, Gemüse-KHs werden nicht mit Insulin bedacht - ist so !

    Und in der Tat halte ich ein Tagesprofil alle Jubeltage für zu wenig.
    Daß ich als Insuliner bis zu 6 x am Tag messe muss ein 2er nicht, ab und zu statt nur Nüchternwerte schadet bestimmt nicht.

    Habe in direkter Umgebung einen 2er, der brav nach Arztanweisung selten misst, Insulin mit festen Einheiten spritzt aber nicht nach Mahlzeiten-KHs und gerade mal wieder die gesunden Mandarinchen isst - ohne Berechnung.

    Und dieser Mensch hat bereits keine Füße mehr - sehr traurig, auch jenseits der 70 !
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1008
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 30.12.2016 19:35:14 | IP (Hash): 1220485157
    Elfe schrieb:
    An den Dextros hängst du dich immer noch auf. Zum 1000 mal, INSULINER müssen dieses unterwegs immer bei sich haben.!



    Bin seit 36 Jahren Typ 1er, und habe schon seit vielen Jahren keine Dextros mehr dabei - erzeugen Brechreiz. Es gibt auch noch viele andere geeignete Hypohelfer!

    Elfe schrieb:

    Ob's dir passt oder nicht, Gemüse-KHs werden nicht mit Insulin bedacht - ist so !



    Auch das kann man so pauschal nicht sagen... Die meisten Sorten in üblichen Mengen werden nicht insuliniert. Aber bei größeren Mengen und zum Beispiel Kürbis, (Zuckerschoten), Erbsen, dicke Bohnen, Linsen ... ist etwas Insulin mit dem richtigen Timing für einen optimalen Verlauf schon sinnvoll.
    Bearbeitet von User am 30.12.2016 19:53:13. Grund: .
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.12.2016 19:50:35 | IP (Hash): 1700907435
    Warum sollte ich, wenn mein BZ mit egal welchem Essen ansteigt und ich diesen Anstieg als INSULINER mit Insulin ausgleichen will, erst fragen, ob dieser kleine "man"=irgendwelche Schulungsregeln das vorsehen oder nicht?


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.