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Suche Diabetiker des Typ 2 für Befragung über DMP

  • Carsten Friebe

    Rang: Gast
    am 13.01.2009 18:43:07
    Hallo Zusammen!

    Ich bin Student der Evangelischen Fachhochschule Bochum und suche für meine Diplomarbeit Diabetiker des Typ 2, die an einer schriftlichen Befragung teilnehmen können und wollen. Die Befragung wird definitiv anonym behandelt und bezieht sich auf das DMP.
    Es können alle Diabetiker des Typ 2 teilnehmen, unabhängig ob in einem DMP eingeschrieben.
    Die Befragung soll von Anfang bis Ende Februar erfolgen, zurzeit bearbeite ich noch den Fragebogen in Rücksprache mit meiner Professorin.
    Bei Interesse und Zeit würde ich Ende Januar / Anfang Februar den Fragebogen an Interessenten verschicken, mit einer Anleitung zum Ausfüllen.

    Ich bedanke mich vorab.

    Grüße Carsten von Carsten Friebe
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 13.01.2009 19:27:49
    nur eine frage,
    was wißt ihr über diabetes ?
    nur eine anmerkung,
    profs sind schreibtischtäter, alle und das waren nicht wenige ähnliche fragebögen waren überwiegend (schockierend) sinnlos.
    um etwas sinn in die sache zu bringen beteiligt betroffene "vorher".
    viele(alle) dieser fragebögen strotzten von ahnungslosigkeit.
    mfg. klaus von klausdn
  • Carsten

    Rang: Gast
    am 13.01.2009 19:40:55
    Hallo Klaus!!

    Die Frage ist berechtigt.
    Ich selbst, arbeite seit 13 Jahre im Krankenhaus und werde auch nach Beendigung meines Studiums im Krankenhaus tätig bleiben, allerdings in der Fortbildung. Meine Professorin kommt selbst aus der Krankenpflege.
    Von daher denke ich schon, dass uns der Diabetes bekannt ist.
    Aber danke für den Hinweis, der war berechtigt.

    Grüße
    Carsten
  • Tom

    Rang: Gast
    am 14.01.2009 15:05:15
    Hallo Carsten,

    schade um die Zeit, die Ihr für die Entwicklung des Fragebogens investiert.
    Ich kann dir meine meinung in EINEM Satz sagen:
    Die Krankenkassen werben höchst agressiv für DMP, locken mit finanziellen Rückerstattungen, weil sie vom Bund glaub ich je angeworbenen Patient 4.000 Euronen bekommen. An der Leistung ändert sich gar nichts! Man wird ebenso gut oder schlecht betreut wie vor BMP; ich empfehle dir, rufe die Kassen über die Servicenummern einfach mal an, frage ganz konkret nach den Detail des Programms und du wirst erleben, die sind NULL aussagefähig.
    Du musst nur fragen: Die Details? Was ändert sich konkret, nachdem ich Mitglied des DMP-programms bin. Es wird die Antwort kommen, Sie werden besser betreut! Dann frag mal nach: Wie, besser betreut, ich bin zufrieden, was heißt besser? Wie muss ich mir das konkret vorstellen?
    Du wirst ne Menge Spaß haben...aber es wird leider keine konkretenAntworten geben. von Tom
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 14.01.2009 17:52:42
    Hy Tom, vielleicht wollen sie durch den Fragebogen denau diese Erfahrung der T2-Patienten belegen (was hätte man denn sonst ohne Umfrage für eine Chance vs. KK + DMP zu agitieren - die werden doch bestätigen, wie tolllll das läuft [für sie]) GG von Grünkohl
  • Tom

    Rang: Gast
    am 15.01.2009 10:08:54
    Moin Grüni, dir noch ein gutes neues...
    OK, aber was nützt der Fragebogen? Die Hintergründe des DMP kennt der Patient nicht, die KK selbst auch nicht, zumindest sind sie definiv NICHT auskunftsfähig, wenn dir mal langweilig ist, ruf mal spaßeshalber bei der AOK oder 1,2 anderen Kassen an und frage ganz konkret nach dem Inhalt des Programms und frage vor allem nach bei Details. Du wirst sehen, es kommt nix.
    Wiesoll der Patient Auskunft geben, wenn er nix weiß?
    von Tom
  • Carsten

    Rang: Gast
    am 15.01.2009 10:09:48
    Hallo Tom!

    Genau darum geht es doch. Ich hatte 2007 schon einmal eine Umfrage im kleinen Stil ausgeführt, in Zusammenarbeit mit der Unabhängigen Patientenberatung Witten.
    Die Patienten die wir befragt haben waren primär sehr angetan vom DMP. Natürlich ist das subjektive Empfinden hiebei sehr unterschiedlich. Aber was als Anhaltspunkte heraus kam war:
    - es fehlt teilweise an Transparenz des DMP für Patienten, d.h. schlechte Info - meist noch mündlich durch den Arzt.
    - es gibt scheinbar zu wenig Schulungen
    - die Befragten wünschten sich mehr Schulungen gerade im Bereich der Ernährung- da fühlten sie sich sehr unsicher
    - die Befragten sind nicht wegen des Geldes im DMP, sondern um was für sich zu tun, bzw. erhoffen eine Besserung der Erkrankung - während einige Kassen und Ärzte eher denken, die Patienten sind aus finanziellen Gründen drin.
    - die Patienten schätzen den vermehrten Kontakt und die Kontinuität zum Arzt durch das DMP.

    Wie du siehst gibt es viele unterschiedliche Ansichten zum DMP, aber genau wie Grünkohl es schreibt. Man muss es aufzeigen können.
    Die Ergebnissse damals, haben der Unabhänigen Patientenberatung geholfen Ihre Beratung dahin gehend zu optimieren. Überlegt mal was es für Menschen mit Diabetes und Migrationshintergrund gibt!
    da gibt es fast nix -ich war erschrocken, als ich erfuhr, das bei Beendigung unseres Projektes- die erste Selbsthilfegruppe für türkische Diabetiker in NRW gegründet wurde.

    Es mag nicht alles rosig im DMP sein, aber wenn man Aussagen zum DMP geben kann die repräsentativ sind, hat man was an der Hand über das man Diskutieren kann.
    Und wer nicht fragt kriegt keine Antwort.
    Und da reicht nicht die Antwort eines einzelnen.

    Im übrigen hast du Recht, so in etwa bis 4300 ¤ bekamen die GKVen pro DMP Patienten im Jahr 2004 aus dem RSA, je nach Kasse. Aber bedenke auch, die Kassen zahlten zuvor in den RSA ein für sehr viele Versicherte nach bestimmten Merkmalen. Grob gesagt holen sie sich Ihr Geld wieder zurück, einige dabei mehr einige weniger. Könnt Ihr nachlesen auf der Homepage des BVA.
    Auch die Ärzte erhalten durch das Einschreiben,der Folgedokumentation und den Schulungen einen finanziellen Anreiz zwischen 10- 25 ¤, ja nach Vertrag der KVén mit den Kassen. Kann man bei den KVen auf der Homepage nachlesen.

    Durch die DMP Evaluation - d.h. die Überprüfung der Daten - werden erstmals im großen Umfang Daten erhoben und ausgewertet, die letzlich schwarz auf weiß zeigen, was sich durch das DMP verändert.
    Das gab es in solch einen großen Umfang vorher nie.

    Wie gesagt nicht alles ist rosig, aber man muss es auch aufzeigen können, schwarz auf weiß und auf Basis dieser Daten dann diskutieren.
    Und es sollte sich nicht immer nur um das Thema Geld alles drehen, das ist zwar wichtig aber bedingt nicht alles.

    Ich hoffe ich konnte einige Infos hier geben

    Grüße Carsten
  • Tom

    Rang: Gast
    am 15.01.2009 10:48:34
    Lieber Carsten, ich wollte auch nicht einfach nur mosern, sondern habe meinen persönlichen Eindruck wiedergegeben. Wäre es denn hilfreich, wenn Ihr zu dem Patientenfragebogen auch einen entwerft, der telefonisch abgefragt wird. Denn das gäbe doch eine Möglichkeit her, nach Deckungsgleichheit zu schauen? von Tom