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Nachlauf
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am 30.01.2017 16:32:09 | IP (Hash): 2108455638
Maxim schrieb:
TypEinser
Es gibt auch Menschen die gerne die Vorteile einer Insulinpumpe nutzen
möchten und sich dann halt sowas leisten auch aus der eigenen Tasche
da ja die Krankenkassen . . . . . .
.
Auch dann gibt's eine Schulung. Und die ersten Basalraten programmieren sich auch nicht von alleine. -
am 30.01.2017 17:07:12 | IP (Hash): 1910541280
@Maxim
Gesund wirkt das Insulin ZUERST an den Alpha-Zellen und stoppt deren Glucagon-Ausgabe.
DANN gelangt es wenige Augenblicke später über wenige Zentimeter Pfortader direkt in die Leber (in vielfach höherer Konzentration als was wir spritzen!) und wird da drin zu um die 75% verbraucht zusammen mit der meisten der zuletzt gegessenen und getrunkenen Glukose. Und dann geht der Rest vom dann noch wirksamen Insulin seeeehr stark verdünnt zusammen mit weniger als 1g zusätzlicher Glukose pro Liter Blut in den Ganzkörper-Umlauf. Bei der Blutabnahme in der Vene lässt sich selbst bei GROOOOSSER Insulinresistenz nur noch ein winziger Bruchteil der jeweils ursprünglich ausgegebenen Menge messen.
Die natürliche Hauptwirkungsstätte für Insulin ist die Leber, und dahin schafft es in wirksamem Zustand nur ein winziger Bruchteil der Menge, die wir aus Pen oder Pumpe eingeben.
Intravenös würde das sehr viel schneller sehr viel mehr ankommen, und das haben alte INSULINER auch noch gelernt. Nur anschließend auch, dass das die Venen gewaltig schädigt. Ansonsten war’s super zum direkten Runterspritzen von Hypers selbst dann ohne anschließende Hypo, wenn man sehr großzügig geschossen hatte, weil 10 Einheiten Insulin nach 5 Minuten im Blut ja nur noch wie 5 Einheiten wirken, nach 10 Minuten nur noch wie 2,5 und nach ner viertel Stunde ja nur noch so gut wie 1.
Würde Dir aber auch nicht das passende Dosieren abnehmen. Denn was Du futterst, kommt ja nicht direkt auf einen Schlag in Deiner Leber an, sondern über ne halbe bis ne Stunde verteilt, und eigentlich müsste das Insulin fortlaufend in der Menge genau dafür passend da drin ankommen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.01.2017 17:35:29 | IP (Hash): 518379663
Maxim schrieb:
Du hast noch nicht verstanden, dass die heutigen Systeme einen Wurm
haben mit Namen Nachlauf und deshalb nicht tun können was sie
könnten und sollten.
Dieses technische Manko kann mit keiner Schulung behoben werden.
.
Du hast nicht verstanden, dass die Systeme auch mit Verzögerung sehr gut funktionieren.
Da wird auch nix verschwiegen. -
am 30.01.2017 17:47:16 | IP (Hash): 1670876420
Jürgen
Wenn ich alles betrachte und zwar besonders, dass wie schneller und kürzer
ein Insulin wirkt, es wie präziser vom timing her angewendet werden muss,
dann zur Handhabungsvereinfachung komme ich immer wieder aufs ältere
Insuman-Rapid mit seiner etwas breiteren Wirkungsdauer was einfacher
in der Handhabung ist und somit den idealeren Kompromiss darstellt.
Die perfekte Lösung gibt es nur im Labor und in der Realität aber
nur den idealen Kompromiss wie man weiss.
Es wäre noch interessant zu wissen, wie sind die Verkaufszahlen
z.B. Insuman-Rapid zu Apidra und dann hätte man vielleicht noch
eine Überraschung wo man sehen könnte, dass die Rapid-Insuline
mehr eine kommerzielle Modesache als eigentlich ein Nutzen sind.
Was Insulinpumpen anbelangt, weiss ich nur dass die Firma Ypsomed
im Moment an einer Injektionsnadel mit Glukose-Sensor arbeitet für
neuartige Insulinpumpen. Es würde mich nicht überraschen wenn
das für intravenöse Insulinpumpen wäre.
.
Bearbeitet von User am 31.01.2017 00:18:14. Grund: . -
am 30.01.2017 18:00:50 | IP (Hash): 1910541280
werner schrieb:
Leider verstehe ich deine Antwort nur teilweise.
Manchmal passt es nach dem Frühst und manchmal eben nicht da kommen so 200 werte.Es ist leider unberechenbar.
Außerdem wird meine Angst vor einer Hypo immer größer , nachdem meine Frau letztens den Notarzt gerufen hat.
33 Jhre Typ 1 ist ne lange zeit... machmal denke ich das Insulin wirkt überhaupt nicht mehr.
Wenn ich das Gefühl habe, dass das Insulin bei mir nicht so wie erwartet wirkt, mach (hab ich bis zum Libre immer so gemacht) ich ne Testreihe: Ich spritze meine Standardmenge für mein Standardfrühstück und messe dann in Halbstunden-Schritten und sehe, wie der BZ ansteigt, dann irgendwann oben die Kurve kriegt und wieder absinkt. Und wenn er auf dem Stand von vor dem Essen mit dem Absinken aufhört, haben die Mengen vom Essen und vom Insulin zusammen gepasst.
Ein Durchgang in der Art mit dem Auslauf 50mg/dl unter der Starthöhe würde mich direkt für den nächsten Durchgang ne kleinere Dosis wählen lassen, 50 drüber ne größere. Und so würde ich mich in ein paar Tagen an die aktuell passende ranschleichen. Und in der Art dann auch die Wirkung zu den übrigen Tageszeiten überprüfen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 30.01.2017 18:54:50 | IP (Hash): 518379663
Maxim schrieb:
Es wäre noch interessant zu wissen, wie sind die Verkaufszahlen
z.B. Insuman-Rapid zu Apidra und dann hätte man vielleicht noch
eine Überraschung wo man sehen könnte, dass die Rapid-Insuline
mehr eine kommerzielle Modesache als eigentlich ein Nutzen sind.
Was Insulinpumpen anbelangt, weiss ich nur dass die Firma Ypsomed
im Moment an einer Injektionsnadel mit Glukose-Sensor arbeitet für
neuartige Insulinpumpen. Das konnte ich erfahren.
.
Ich unterstelle jetzt Absicht im Unsinn-posten.
Keiner auf ICT wird sich freiwillig auf ein Altinsulin umstellen lassen. Wer das aus Überzeugung macht, gut und fein, aber die schnellen Insuline sind kein Marketing-Gag und haben ihren Nutzen.
Und Katheter + Sensoren als "1 Nadel" klappt nicht. Da muss ein bisschen Abstand schon sein.
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am 30.01.2017 19:13:43 | IP (Hash): 1910541280
Maxim schrieb:
Es wäre noch interessant zu wissen, wie sind die Verkaufszahlen
z.B. Insuman-Rapid zu Apidra und dann hätte man vielleicht noch
eine Überraschung wo man sehen könnte, dass die Rapid-Insuline
mehr eine kommerzielle Modesache als eigentlich ein Nutzen sind.
Habe mit Human-Insulin angefangen und hatte vor dem Frühstück einen SEA von 2 Stunden: Hab die passende Dosis um 6 Uhr gespritzt, konnte um 8 Uhr erste BZ-Senkung messen und essen und gegen 11 Uhr den Wirkauslauf beobachten. Den Tag über hatte ich statt der 2 Stunden zum Frühstück einen SEA von 1 Stunde.
Dann gab es Humalog als erstes schnelles Analog-Insulin. Damit konnte ich um 6 zum Frühstück spritzen und um 10 vor 7 die erste BZ-Senkung messen und zu frühstücken beginnen und so gegen 9 den Wirkauslauf beobachten. Den Tag über nur noch 20 Minuten SEA. Fand ich mehr als nur einen Werbegag. Hab dann mal Apidra ausprobiert, weil mir das als noch schneller angepriesen wurde. Wirkt aber bei mir nicht schneller als Humalog.
Welche Erfahrungen hast Du konkret zum Vergleich der verschiedenen Insuline am eigenen Leib?
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am 30.01.2017 20:04:22 | IP (Hash): 518379663
Maxim schrieb:
TypEinser
Ich hatte nicht von umstellen gesprochen, sondern dass es noch
interessant wäre zu wissen wie viele immer noch lieber das
Insuman-Rapid mit guten Gründen benützen.
Weiter hast Du geschrieben :
„Und Katheter + Sensoren als "1 Nadel" klappt nicht. Da muss ein bisschen Abstand schon sein.“
Und warum funktioniert es doch ?
Du solltest dich besser nicht zu physikalischen Sachen äussern.
Soviel zu deinem : „Ich unterstelle jetzt Absicht im Unsinn-posten.“
.
Altinsulin wird tatsächlich noch genutzt - wer auf ICT oder CSII eingestellt ist wird es nicht mehr nutzen. Die lange Wirkzeit und der lange SEA machen Altinsuline eher zu einem Pizza-Insulin. Dafür einen dritten Insulinpen zu nutzen...
Erkläre doch mal, wie Du im insulingefluteten Zellzwischenwasser mit dem Sensor vernünftige Werte messen willst.
Und dann les mal die "dicke Anleitung" vom Dexi - Abstand Sensor zu Katheter mindestens 7,5 cm.
ps. Du hast noch nie einen Insulinpen in der Hand gehalten geschweige denn einen Katheter oder Sensor gesetzt.
Wenn ich schon lese "Pumpe privat gekauft...." als wenn das alles wäre...
Bearbeitet von User am 30.01.2017 20:17:06. Grund: ps. -
Cracktros
Rang: Gastam 30.01.2017 20:17:50 | IP (Hash): 719202694
Maxim,
ja, es gibt Menschen, die sind nicht gewählt/in der Lage eigenständige Therapien durchzuführen.
ICT und CSII sind nicht rezeptiven Therapien, in denen die Patienten zum Arzt/Ärztin gehen, eine Verordnung über ein Medikament und dessen Dosierung erhalten und nach Plan konsumieren.
ICT und CSII erfordern aktive Mitarbeit und Skills, aber auch Mittel die, die Flexibilität - Flexibilität ist Zeil dieser Therapien- und Individualisierung ermöglichen. Moderne Insuline, FGM/CGM, oder Insulinpumpen gehören genau so dazu, wie die Bereitschaft zu lernen und die Therapie, wenn nötigt, eigenständig anzupassen.
Bearbeitet von User am 30.01.2017 20:21:37. Grund: + -
am 30.01.2017 20:35:03 | IP (Hash): 1670876420
Jürgen
Mit den langen Zeiten bei Apidra 50 Minuten nur bis dass Du eine Senkung
messen kannst, Entschuldigung aber das geht bei uns innerhalb 5-10 Min.
und das ist auch der Grund weshalb zum Essensbeginn höchstens 1E
gespritzt werden könnte und sonst in eine Hypo fällt bevor überhaupt
etwas richtig zu sich genommen.
Ich staune was da für Unterschiede von Mensch zu Mensch sein können.
Was sagt denn dein Arzt zu dem ?
Das bedeutet also, dass bei uns wenn wir Insuman Rapid nehmen würden
statt Apidra, dann wäre das wahrscheinlich mit 10-20 Minuten immer noch
schneller als bei Dir das Apidra.
Und wenn das so ist dann müsste man sagen, dass so einer wie Du dann
vielleicht doch auch das Ultra-Rapid mal versuchen sollte.
PS : Das erklärt auch weshalb bei uns das Apidra nur 1,5 Std wirkt.
Spricht sehr schnell an und ist aber dafür auch schnell verbraucht.
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Bearbeitet von User am 30.01.2017 21:14:18. Grund: .