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    am 30.01.2017 13:24:32 | IP (Hash): 1910541280
    Wieso gelingt häufig keine exakte BZ-Steuerung? Selbst dann nicht, wenn die Betroffenen ihr Futter genau abwiegen und genau nach BEs und IEs berechnen? Häufig z.B. wegen des Nachlaufs.

    Als Nachlauf wird in Prozessen die Zeit bezeichnet, die zwischen einer Eingabe und ihrer Wirkung vergeht. Bei der Blutzucker-Steuerung z.B. die Zeit zwischen Essen & Trinken und dem entsprechenden Blutzucker-Anstieg oder die Zeit zwischen der Einnahme eines BZ-senkenden Medis und dem entsprechenden Sinken des BZ.

    So kann z.B. die selbe Menge vom selben schnellen Analog-Insulin bei einem Betroffenen schon 10 Minuten nach dem Spritzen messbar zu wirken beginnen und bei einem anderen erst ne Stunde nach dem Spritzen. Und die Wirkung kann beim einen messbar nach anderthalb Stunden durch sein und beim anderen erst nach 3-4 Stunden.
    Und große Unterschiede kann es nicht nur zwischen mehreren Anwendern geben! Sondern mehr oder weniger große Unterschiede im Nachlauf kann mancher INSULINER schon bei bei seinem Bolus-Insulin bei sich selbst z.B. zu den verschiedenen Tageszeiten beobachten.

    So ein Nachlauf kann schon für sich selbst irritierend wirken. Und wenn er lang genug ist, kann man das Irritieren noch dadurch verstärken, dass man in der Zeit manches tut, was die laufende Wirkung beeinflusst. Und wenn man dann endlich die Wirkung misst, kann man locker zu berücksichtigen vergessen, womit man da zwischendurch den Verlauf wie beeinflusst haben könnte.

    Bedeutet:
    Allein für die zutreffende Einschätzung des Nachlaufs braucht jeder für sich selbst einiges an möglichst umfassenden Beobachtungs-Reihen.
    Und das selbe dann noch mal für die Intensität der Wirkung, denn was für den einen zum Ausgleich einer halben Scheibe Brot notwendig ist, kann beim anderen für 5 Scheiben vom selben Brot reichen. Und auch hier kann mancher Anwender schon bei sich selbst erhebliche Unterschiede zwischen den Wirkungen der selben Menge vom selben Insulin am Morgen, am Mittag und am Abend beobachten.


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    am 30.01.2017 14:41:49 | IP (Hash): 2108455638
    Sehr gut erklärt!

    Und das ist nur der Bolus – ohne zusätzliche Bewegung, Krank usw....
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    am 30.01.2017 14:50:43 | IP (Hash): 1670876420
    Jürgen
    In der Diabetes das Einzige verlässliche was man sagen kann ist nur,
    dass es sehr individuell sein kann.
    Ich habe da mit Pharmazeuten auch schon darüber gesprochen und
    es ist bekannt, dass die Verstoffwechselung von Substanzen sehr
    unterschiedlich von Mensch zu Mensch ist und so auch die
    effektiven Halbwertzeiten.
    Ich kann nur Jedem empfehlen mit verschiedenen Mahlzeiten mal
    ohne Insulingaben zu testen und das vom Essensbeginn innerhalb
    der ersten 1,5 Std. mit Messungen alle 15 Minuten um zu sehen wann
    wie der Anstieg effektiv kommt um dann minus der Zeitverschiebung
    bis das Insulin wirkt, so individuell den Spritzzeitpunkt bestimmt.
    Ohne Insulin zum Mahlzeitentest ist physikalisch zwingend um nicht
    ein mögliches objektives Resultat zu verfälschen. ( Nur mit Basalinsulin )
    Das bedeutet aber auch, dass der effektive Eintritt der Insulinwirkung
    mit separaten Test auch individuell ermittelt werden sollte.
    Bei mir nur als ein individuelles Beispiel, innerhalb 1 Std. nach dem
    Essensbeginn passiert nichts, als Resultat würde ich Rapid-Insulin
    zum Essensbeginn spritzen, würde ich nur in eine Hypo fallen um
    dann rasch mit Zucker zu reagieren und dann wäre die Komplikation
    perfekt. Es gibt kein Schema-F für Jeden gültig und das sollten
    die Schulungen viel besser berücksichtigen.
    .

    Bearbeitet von User am 30.01.2017 15:22:55. Grund: .
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    am 30.01.2017 14:54:13 | IP (Hash): 2108455638
    Maxim schrieb:

    Ich kann nur Jedem empfehlen mit verschiedenen Mahlzeiten mal
    ohne Insulingaben zu testen und das vom Essensbeginn innerhalb
    der ersten 1,5 Std. mit Messungen alle 15 Minuten um zu sehen
    wann der Anstieg effektiv kommt um dann minus der Zeitverschiebung
    bis das Insulin wirkt, so individuell den Spritzzeitpunkt bestimmt.




    BITTE SO NICHT!

    Der Spritz-Ess-Abstand (SEA) wird natürlich individuell eingestellt, aber nicht mit einem kompletten weglassen des Bolus.
    Da reicht es völlig, vor dem Essen und nach dem Essen– 1 Stunde – 2 Stunden – 3 Stunden zu messen und dann den SEA zu verschieben.
    Bearbeitet von User am 30.01.2017 15:01:48. Grund: .
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    am 30.01.2017 15:16:51 | IP (Hash): 1627884565
    Das heißt doch in der Konsequenz , das eine exakte BZ Steuerung kaum oder nur sehr schwer zu steuern ist.

    Ich merke zB wenn ich einen 200er Wert habe und ihn runter Spritze oft das es 0 Ausdwirkungen nach 2h hat.
    Mein Diabetologe / Nephrologe erzählt mir dann immer...das kommt von den Nieren. So langsam nach 33 Jahren Typ1 hab ich die Faxen dick und resigniere
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    am 30.01.2017 15:46:53 | IP (Hash): 1910541280
    werner schrieb:
    Das heißt doch in der Konsequenz , das eine exakte BZ Steuerung kaum oder nur sehr schwer zu steuern ist.

    Ich merke zB wenn ich einen 200er Wert habe und ihn runter Spritze oft das es 0 Ausdwirkungen nach 2h hat.
    Mein Diabetologe / Nephrologe erzählt mir dann immer...das kommt von den Nieren. So langsam nach 33 Jahren Typ1 hab ich die Faxen dick und resigniere


    Super, als auch die großen Dickschiffe nur mit dem Ruderblatt am Heck ihre Fahrtrichtung steuern konnten (heute können die auf der Stelle wenden), musste der Kapitän je nach Geschwindigkeit schon mehrere Kilometer vor der Stelle das Ruder voll auf den neuen Kurs einstellen, an der das Schiff schließlich einlenken sollte. Vor dem Aufprall auf ein Hindernis. Wenn im übertragenen Sinne 200 Dein Hindernis, hast Du halt nicht rechtzeitig in die niedrigere Richtung gelenkt, oder?

    Kann das sein, dass Du dich in all Deinen Jahren mit Deinem Diabetes immer nur nach Deiner Einstellung durch die Ärzte gerichtet hast?

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    am 30.01.2017 16:11:23 | IP (Hash): 1670876420
    Das des Nachlaufes ist auch bei heutigen Insulinpumpen ein Problem
    über welches die Hersteller nicht gerne reden.
    Aber die Realität wie es heute alles nur Subkutan gemacht wird, hat
    eben das Problem des Nachlaufes oder Zeitverzögerung genannt.
    Beim CGM System wenn man z.B. die umfangreiche Bedienungsanleitung
    mit dem klein gedruckten durchliest, dann ist eine Messverzögerung
    von 10 Minuten ausgewiesen und dass die Insuline je nach Person
    auch eine Wirkverzögerung haben wenn Subkutan verabreicht ist
    auch bekannt und muss den 10 Minuten dazu gezählt werden.
    Dass der Pankreas von Natur aus direkt intravenös sein Insulin
    abgibt ist auch bekannt. Das bedeutet wenn der Pankreas wirklich
    wenigstens auf der Insulinseite simuliert würde, dass das auch nur
    über intravenös mit der Messung auch intravenös in echter Real-Time
    funktionieren würde und die hierfür nötige Programmierung wesentlich
    vereinfacht wäre indem man nur eine Hysteresis von z.B. 90-95mg/dl
    eingeben müsste und das System egal was man macht oder essen tut
    würde max. 95mg/dl zulassen und einfach nichts darüber.
    Solche echte Real Time Intravenös Systeme werden noch kommen
    und wenn es dafür Gesetzänderungen braucht.
    .
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    am 30.01.2017 16:23:31 | IP (Hash): 2108455638
    Maxim_ICT_und_CSII_Anfänger schrieb:
    Das des Nachlaufes ist auch bei heutigen Insulinpumpen ein Problem
    über welches die Hersteller nicht gerne reden.
    Aber die Realität wie es heute alles nur Subkutan gemacht wird, hat
    eben das Problem des Nachlaufes oder Zeitverzögerung genannt.





    Wer in der Schulung nicht nur aus dem Fenster geschaut hat und seine BZ-Kurven auch nur halbwegs kennt, der weiß um die Verzögerung "Spritzen – Wirkbeginn".

    Pumpenträger wird man nicht, weil es die Dinger am Kiosk gibt, sondern weil die ICT ausgereizt ist (das Wissen um ICT wird überprüft). Zum Pumpen-Anlegen gibt es dazu eine umfangreiche Pumpenschulung.

    Außerdem ist der verzögerte Wirkeintritt nicht das Problem der Pumpenherstellung oder Kanülenfabrikanten...
    Bearbeitet von User am 30.01.2017 16:26:48. Grund: .
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    am 30.01.2017 16:27:55 | IP (Hash): 1627884565
    @ Jürgen

    dass Du dich in all Deinen Jahren mit Deinem Diabetes immer nur nach Deiner Einstellung durch die Ärzte gerichtet hast?

    Eindeutig nein. Leider verstehe ich deine Antwort nur teilweise.

    Manchmal passt es nach dem Frühst und manchmal eben nicht da kommen so 200 werte.Es ist leider unberechenbar.
    Außerdem wird meine Angst vor einer Hypo immer größer , nachdem meine Frau letztens den Notarzt gerufen hat.
    33 Jhre Typ 1 ist ne lange zeit... machmal denke ich das Insulin wirkt überhaupt nicht mehr.



    K

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    am 30.01.2017 16:31:13 | IP (Hash): 2108455638
    werner schrieb:

    33 Jhre Typ 1 ist ne lange zeit... machmal denke ich das Insulin wirkt überhaupt nicht mehr.





    Lass mich raten: Du nutzt NovoRapid?

    Wenn ja, dann lass Dir mal Apidra oder Humalog/Liprolog zu Testzwecken geben.


    Habe das bei zwei Typ1ern live mitbekommen. Der Arzt meinte was von Antikörpern gegen NovoRapid.