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Entgleister Diabetes ???

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    am 20.02.2017 08:06:20 | IP (Hash): 1469116844
    Auch wenn es bis zu deinem Termin beim Diabetologen noch eine Weile dauert u. du bis dahin vermutlich von deinem Hausarzt betreut wirst, aber du solltest dich dringendst jetzt schon in das Thema einlesen!

    ponti1979 schrieb:

    Datum Uhrzeit mg/dl Bemerkung
    17.02.17 7:15 280 Nüchtern
    9:00 306 Vor dem Frühstück 18 IE Actra dann 1 Scheibe Roggenbrot mit
    Kochschinken.
    12:30 385 14 IE Actra, kein Essen!
    14:30 266 6 IE Actra
    17:30 254 8 IE Actra vor dem Essen, Abendessen Gemüsesuppe
    20:20 253 20 IE Lantus
    23:54 228
    18.02.17 8:30 277 Nüchtern 14 Einheiten Actrapid
    10:15 263 Vor dem Frühstück 14 IE, 1 Scheibe Schwarzbrot mit Lachsschin.
    12:22 368 14 IE Actrapid , kein Mittagessen
    14:20 256
    17:30 190 3 Stunden spazieren gewesen dann 20 IE Actra und Sushi
    gegessen.
    21:10 255 12 IE Actrapic
    23:00 234 20 IE Lantus
    19.02.17 7:30 356 14 IE Actrapid
    9:40 309 16 IE Actrapid und Frühstück 1 Sch. Schwarzbrot mit Käse
    12:15 312 vor dem Essen 30 IE, Lachs mit Blumenkohl und 4 kl. Kartoffel
    15:47 285



    An deinem Tagesprofil erkennt man z.B. das du eine weitere Korrektur spritzt obwohl das zuvor gespritzte Korrektur-Insulin noch "aktiv" ist - Siehe https://www.diabetes-news.de/produkte/insuline/wirkprofile-der-insuline-2/wirkprofile-der-insuline

    Mit diesem Vorgehen spritzt du dich eventuell in die Unterzuckerung...

    Wenn ich mir dein Tagesprofil so ansehe, dann werde ich auch nicht so ganz schlau daraus nach welchem Therapieschema du spritzt (SIT od. ICT) - Am 18.02. spritzt du mittags (obwohl das Insulin von 10 Uhr noch "aktiv" ist) bei einem BZ von 368mg/dl 14IE, einen Tag später spritzt du mittags (obwohl das Insulin von 10 Uhr noch "aktiv" ist) bei einem BZ von 312mg/dl (nur mit der Angabe "Lachs mit Blumenkohl und 4 kl. Kartoffel" - Sagen wir mal (ohne Soße!) 2KE) 30IE.

    Könntest du deinen Spritzplan mal einstellen... dann kann man dir ggf. schon mal weiteren Lesestoffe empfehlen.
    Bearbeitet von User am 20.02.2017 08:20:20. Grund: .
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    am 20.02.2017 08:18:44 | IP (Hash): 1469116844
    Mal so grob überschlagen (um einen Vergleich zu haben; Zielwert von 120mg/dl u. Therapieschema ICT unterstellt).:

    18.02.
    368mg/dl (aktueller BZ) - 120mg/dl (Zielwert) = 248mg/dl
    248mg/dl : 14IE (die du gespritzt hast) = ~17mg/dl
    1IE würde hier (theoretisch!) deinen BZ um 17mg/dl senken.

    19.02.
    312mg/dl (aktueller BZ) - 120mg/dl (Zielwert) = 192mg/dl
    192mg/dl : 17mg/dl (weil laut 18.02. 1IE deinen BZ um 17mg/dl senkt) = 11IE

    Du hast also für 2KE ("4kl. Kartoffeln") 19IE gespritzt. Was bedeutet das du mittags einen KE-Faktor von 9,5 hättest... Das wäre ein wirklich extremer Wert - Typ 1er haben (i.d.R.) einen KE-Faktor von 0,5 bis 1 u. ein Typ 2er kann (i.d.R.) auch mal einen KE-Faktor zwischen 2 u. 4 haben können... 9,5 ist auf jeden Fall sehr extrem!


    Alternativ.: Du hast dich bei den KE/BE verschätzt. ^^


    //Edit// "Korrektur-Faktor" durch "KE-Faktor" ersetzt - Danke Dirk B.//Editend



    Bearbeitet von User am 20.02.2017 11:46:09. Grund: .
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  • Dibein

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    am 20.02.2017 09:58:16 | IP (Hash): 1152069644
    Poth schrieb:

    Du hast also für 2KE ("4kl. Kartoffeln") 19IE gespritzt. Was bedeutet das du mittags einen Korrektur-Faktor von 9,5 hättest... Das wäre ein wirklich extremer Wert - Typ 1er haben (i.d.R.) einen Korrektur-Faktor von 0,5 bis 1 u. ein Typ 2er kann (i.d.R.) auch mal einen Korrekturfaktor zwischen 2 u. 4 haben können... 9,5 ist auf jeden Fall sehr extrem!


    Alternativ.: Du hast dich bei den KE/BE verschätzt. ^^





    Hallo Poth,

    Mal eine Verständnisfrage. Sprichst du hier von Korrektur Einheiten oder vom Korrekturfaktor? Ich habe hier http://diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/korrekturinsulin/korrekturbolus-test.html gelesen das man einen "Faktor" ermittelt. Beginnen würde man mit dem Faktor 50.
    Das bedeutet in der Rechnung:
    "Aktueller PostPr.BZ-ZielBZ:Faktor" z.B. 140-110:50=0,6IE
    das Ergebnis würde man dann, je nachdem was der PEN ermöglicht, runden. Den Faktor würde mann dann anpassen (trial and error) bis das passt? Ich sage dazu das ich da "nicht Auskenner" bin. Daher ist das nur eine Frage.;)

    Gruß

    Dirk


    ---
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    Bearbeitet von User am 20.02.2017 10:00:08. Grund: Korrektur
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    am 20.02.2017 10:11:46 | IP (Hash): 1785697032
    @Poth und weitere Erbsenzähler ;)
    http://www.chrostek.de/curriculum/03_Schema%20A%20B%20C.pdf

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

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    am 20.02.2017 10:32:31 | IP (Hash): 1152069644
    hjt_Jürgen schrieb:
    @Poth und weitere Erbsenzähler ;)


    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.



    Erbsenzählen kann ich garnicht. 1974 gab es noch keine Mengenlehre. Ich kann Erbsen und Möhren im Magen addieren und das Ergebnis dann .............;)


    Gruß

    Dirk

    ---
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  • Cracktros

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    am 20.02.2017 10:55:55 | IP (Hash): 795802512
    Mir scheint es so als stimme die Basalrate nicht, da kannst du Bolus spritzen wie du willst es passt nie.
    Entweder ist das Basal zu hoch, dann kommt es zu Unterzuckerung -besonders in der Nacht- und Gegenreaktion mit hohen Werten, oder zu niedrig.

    ----'--'-----''-
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    am 20.02.2017 11:33:12 | IP (Hash): 1469116844
    @Dirk B.
    Du hast natürlich recht!
    Ich habe Korrektur-Faktor u. KE-/BE-Faktor durcheinander gebracht!

    Jedoch müsste man zuerst die korrekte Basal-Dosis ermitteln, denn es würde keinen Sinn ergeben wenn einem ein falsche dosiertes Basalinsulin bzw. der hierdurch verfälschte BZ einen Strich durch die Rechnung machen. Das selbe gilt natürlich auch beim Korrektur-Faktor.
    Zuerst sollte daher die korrekte Basaldosis ermittelt werden, danach wird der Korrektur-Faktor (z.B. 1IE senkt den BZ morgens um xx mg/dl, mittags um yx mg/dl u. abends um ab mg/dl) ermittelt u. erst zuletzt wird der KE-Faktor (z.B. morgens muss für 1KE/BE X IE gespritzt werden, mittags muss für 1KE/BE...).
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    am 20.02.2017 12:14:02 | IP (Hash): 1785697032
    Mal ein bisschen praktisch und einfach:
    Basal mit Lantus verändern bedeutet immer vergleichsweise kleine Schritte über einen langen Zeitraum. Wenn also z.B. 10 IEs mehr passen würden und man da mit 2 IEs pro 2-3 Tage ranschleicht, sind da schnell mal eben 2 Wochen im Land.

    Wenn man das Erhöhungs-Spiel z.B. mit Actrapid nachbaut, was dann im 10IE-Beispiel schließlich mit 5mal 2IE passen würde, lässt sich das mit 2x1IE zusätzlich vor den größten Spitzen anfangen, nach und nach auf 5x1IE und dann genauso nach und nach auf x2IE erweitern usw usw.

    Auf die Art lässt sich ein unbekannter Basalbedarf im Zeit-Rahmen einer Woche locker nach und nach und vor allem auch so flexibel ausgleichen, dass man die mögliche größere Bedarfs-Verringerung, wenn’s denn relativ plötzlich passen kann, sehr schön direkt mitbekommt und nur zu nem Fünftel wieder aufessen muss und schon mit dem folgenden Fünftel Actrapid passend verringern kann ;)

    ----------------------------------------------
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  • Cracktros

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    am 20.02.2017 12:17:37 | IP (Hash): 1998567832
    ...Wobei der Korrekturfaktor auch nebenbei ermitelt werden kann.
    Wenn ich in solch einer Situation wäre, würde ich als 1. Versuchen in der Nacht meine Zielwert zu erreichen. Dazu müssen auch die zu Bett geh Werte einigermaßen passen.

    ----'--'-----''-
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    Bearbeitet von User am 20.02.2017 12:18:51. Grund: .
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 20.02.2017 13:05:43 | IP (Hash): 1790136300
    Poth schrieb:
    @Dirk B.
    Du hast natürlich recht!
    Ich habe Korrektur-Faktor u. KE-/BE-Faktor durcheinander gebracht!

    Jedoch müsste man zuerst die korrekte Basal-Dosis ermitteln, denn es würde keinen Sinn ergeben wenn einem ein falsche dosiertes Basalinsulin bzw. der hierdurch verfälschte BZ einen Strich durch die Rechnung machen. Das selbe gilt natürlich auch beim Korrektur-Faktor.
    Zuerst sollte daher die korrekte Basaldosis ermittelt werden, danach wird der Korrektur-Faktor (z.B. 1IE senkt den BZ morgens um xx mg/dl, mittags um yx mg/dl u. abends um ab mg/dl) ermittelt u. erst zuletzt wird der KE-Faktor (z.B. morgens muss für 1KE/BE X IE gespritzt werden, mittags muss für 1KE/BE...).



    Hallo Poth,

    Das ist das erste mal in 2017 das ich recht habe.;)

    Viele Grüße

    Dirk

    ---
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    Bearbeitet von User am 20.02.2017 14:35:04. Grund: Ein "k" ergänzt
  • Cracktros

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    am 20.02.2017 14:27:39 | IP (Hash): 1356605999
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mal ein bisschen praktisch und einfach:
    Basal mit Lantus verändern bedeutet immer vergleichsweise kleine Schritte über einen langen Zeitraum. Wenn also z.B. 10 IEs mehr passen würden und man da mit 2 IEs pro 2-3 Tage ranschleicht, sind da schnell mal eben 2 Wochen im Land.

    Wenn man das Erhöhungs-Spiel z.B. mit Actrapid nachbaut, was dann im 10IE-Beispiel schließlich mit 5mal 2IE passen würde, lässt sich das mit 2x1IE zusätzlich vor den größten Spitzen anfangen, nach und nach auf 5x1IE und dann genauso nach und nach auf x2IE erweitern usw usw.

    Auf die Art lässt sich ein unbekannter Basalbedarf im Zeit-Rahmen einer Woche locker nach und nach und vor allem auch so flexibel ausgleichen, dass man die mögliche größere Bedarfs-Verringerung, wenn’s denn relativ plötzlich passen kann, sehr schön direkt mitbekommt und nur zu nem Fünftel wieder aufessen muss und schon mit dem folgenden Fünftel Actrapid passend verringern kann ;)

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    Bevor ch das Basal erhöhen würde, würde ich als erstes schauen ob nicht schon zuviel da ist. Könnte ja sein, dass er sich von einer Hypo- in die Hyperglykämie mit Resistenz bewegt und wieder in die Hypoglykämie. Kein schönes Spiel, oder? ;-)

    ----'--'-----''-
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    am 20.02.2017 14:42:20 | IP (Hash): 1785697032
    Hoffentlich isser schon beim kompetenten Diabetologen in der Mache!

    Ok, auch der muss mit ihm zusammen die nächsten Tage und Wochen erst einmal ausprobieren und bringt dafür hoffentlich etwas mehr Plan mit, als die bisher zuständige Ärztin.

    Bei den bislang geposteten Werten kann ich absolut keinen Hinweis auf ne Unterzuckerung sehen, auch keinen auf ne fälschlich empfundene, weil dafür die Gewöhnungszeit von November bis jetzt viel zu kurz war.
    Und von der berühmten Gegenregulation, wo auf nen 40ger Wert ein 240ger folgen soll, sind auch die größten Fans dieser Theorie längst abgerückt. Denn alle überprüfbaren Fälle in dieser Art haben nachgewiesen, dass der hohe BZ schlicht als gezielte Antwort auf den niedrigen angefressen wurde. Und das ist kein Ding, was regelmäßig bei der Nacht passiert, ohne dass man’s selbst mitkriegt.

    ----------------------------------------------
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  • Cracktros

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    am 20.02.2017 16:30:06 | IP (Hash): 2011730689
    hjt_Jürgen schrieb:
    Hoffentlich isser schon beim kompetenten Diabetologen in der Mache!

    Ok, auch der muss mit ihm zusammen die nächsten Tage und Wochen erst einmal ausprobieren und bringt dafür hoffentlich etwas mehr Plan mit, als die bisher zuständige Ärztin.

    Bei den bislang geposteten Werten kann ich absolut keinen Hinweis auf ne Unterzuckerung sehen, auch keinen auf ne fälschlich empfundene, weil dafür die Gewöhnungszeit von November bis jetzt viel zu kurz war.
    Und von der berühmten Gegenregulation, wo auf nen 40ger Wert ein 240ger folgen soll, sind auch die größten Fans dieser Theorie längst abgerückt. Denn alle überprüfbaren Fälle in dieser Art haben nachgewiesen, dass der hohe BZ schlicht als gezielte Antwort auf den niedrigen angefressen wurde. Und das ist kein Ding, was regelmäßig bei der Nacht passiert, ohne dass man’s selbst mitkriegt.

    ----------------------------------------------
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    Einwand.

    Oft selbst genug erlebt. Morgens hohe Werte, also nachts gemessen und siehe da Unterzuckert. Also Basal reduziert, umd siehe da -es passt.

    Mag sein, dass Typ 2, durch Eigeninsulin, so etwas nicht kennt. Und die hohen Werte nur angefuttert sind. Das kann ich nicht beurteilen.

    Ja, ich hoffe auch, dass eine kompetente Hand die Einstellung übernimmt.
    ----'--'-----''-
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    Bearbeitet von User am 20.02.2017 16:49:38. Grund: -
  • Elfe

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    am 21.02.2017 01:03:53 | IP (Hash): 1292333945
    ponti1979 schrieb:
    Vielen Dank für eure Antworten Cracktros und Jürgen ! :-)

    Hier mal die Blutzuckerwerte der letzten 3 Tage:
    Datum Uhrzeit mg/dl Bemerkung
    17.02.17 7:15 280 Nüchtern
    9:00 306 Vor dem Frühstück 18 IE Actra dann 1 Scheibe Roggenbrot mit
    Kochschinken.
    12:30 385 14 IE Actra, kein Essen!
    14:30 266 6 IE Actra
    17:30 254 8 IE Actra vor dem Essen, Abendessen Gemüsesuppe
    20:20 253 20 IE Lantus
    23:54 228
    18.02.17 8:30 277 Nüchtern 14 Einheiten Actrapid
    10:15 263 Vor dem Frühstück 14 IE, 1 Scheibe Schwarzbrot mit Lachsschin.
    12:22 368 14 IE Actrapid , kein Mittagessen
    14:20 256
    17:30 190 3 Stunden spazieren gewesen dann 20 IE Actra und Sushi
    gegessen.
    21:10 255 12 IE Actrapic
    23:00 234 20 IE Lantus
    19.02.17 7:30 356 14 IE Actrapid
    9:40 309 16 IE Actrapid und Frühstück 1 Sch. Schwarzbrot mit Käse
    12:15 312 vor dem Essen 30 IE, Lachs mit Blumenkohl und 4 kl. Kartoffel
    15:47 285



    Hallo Ponti,

    bin sehr besorgt.
    Dein Umgang mit Insulinen erscheint mir wie ein Blindflug oder Trapez ohne Sicherheitnetz.
    So hohe Insulingaben, egal was oder ob du etwas isst. Und die hohen BZ-Werte.

    Bis zum Termin in der Uniklinik solltest du nicht warten. Du brauchst einen niedergelassenen Arzt vor Ort. Dein Hausarzt sollte/könnte dir eine Überweisung schreiben und dich unterstützen zu einem baldigen Termin beim Diabetologen.

    Du startest schon mit hohen Blutzuckerwerten in den Tag. Und diese schleppst du weiter, weil du noch nicht mit Korrekturregeln vertraut bist. Anfänger beginnen mit der Korrekturregel 50 = 1 Einheit Insulin senkt den Blutzucker um 50 mg/dl. Aber das ist schon ein Eingriff in deine Behandlung, was mir nicht zusteht.

    So allgemein möchte ich dir sagen,
    daß Basal = Lantus vor dem Schlafengehen (ca. 22:00 Uhr) verabreicht wird, nicht 20 Uhr - später besser (23 Uhr auch ok), um morgendlichen Anstieg (hormonell) besser abfangen zu können,

    daß kurzwirkendes Mahlzeiteninsulin bei einem Blutzuckerwert größer 250 mg/dl erst gespritzt wird, bis zum Essen allerdings 15 min gewartet werden soll (Spritz-Ess-Abstand).

    Sehe auch nicht wirklich guten Umgang KE-/Insulin tageszeitlich.
    Insulin wird auf die Kohlenhydrate berechnet mit Berücksichtigung des Biorhythmus.
    Die selbe Menge Kohlenhydrate braucht unterschiedliche Insulinmengen - morgens und abends mehr, mittags und nachts weniger (berücksichtigt über Faktoren - z.B. morgens/abends ca. 1 KE/Insulin 1:2, mittags/nachts 1:1)

    Du brauchst unbedingt eine engmaschige Betreuung vor Ort, für den Umgang mit den Insulinen (+ Schulung).

    Gruß Elfe
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    am 21.02.2017 08:26:14 | IP (Hash): 2108455638
    Guten Morgen!

    Ich lese dauernd Actrapid.
    Wird aber wie Novorapid gehandhabt?

    Da passt die Basal-Versorgung nicht, um zum Essen braucht's bei der vorgehensweise ein schnelles Insulin. Mit passenden Spritz-Ess-Abständen.

    ---
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    am 21.02.2017 21:26:52 | IP (Hash): 23289871
    Guten Abend :-)))

    sorry, das ich mich jetzt erst melde, aber es ging mir mir nicht sooo toll. Ich möchte an dieser Stelle nochmal herzlich DANKE sagen !!!

    Ich war am Sonntagabend noch in der Notapotheke und habe mir Ketostix besorgt und was soll ich sagen, ich hatte einen +++ positiven Wert.

    Ich habe sofort begonnen, jede Stunde ein Liter Wasser zu trinken und habe mir 60 IE Actrapid gespritzt.

    Was das für eine Nacht war , könnt ihr euch sicher vorstellen. Gestern habe ich um 8:00 Uhr beim Diabetologen angerufen und die Situation geschildert. Daraufhin konnte ich sofort kommen.

    Das Actrapid wurde durch Liprolog ersetzt. Es wurde mir Blut abgenommen und der Ketotest in der Praxis war nur noch leicht positiv . Es wurde mir ein Insulinplan erstellt und ich soll absolute Ruhe halten und auch 2x nachts messen. Heute war ich wieder da und meine IE wurden anhand der gemessenen Werte nochmal geändert . Donnerstag muss ich wieder hin. Der Diabetologe vermutet anders als meine Hausärztin das ich ein Typ 1 Diabetiker bin . Lantus behalte ich nehme jetzt aber 26 IE um 23 Uhr.

    Nochmal Danke !!!!

    Liebe Grüße

    Ponti
  • Elfe

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    am 22.02.2017 01:52:25 | IP (Hash): 1347369559
    Hallo Ponti,

    uff tata, Gefahr erkannt und nun gebannt.

    Der Diabetologe kann nicht nur vermuten, sondern den Typ 1 Diabetes labortechnisch eindeutig bestimmen.
    http://www.labor-gaertner.de/uploads/media/201506_auto-antikkoerper_bei_typ-1-diabetes.pdf

    Ist aktuell bei dir der Beginn von ICT, wobei engmaschige Begleitung durch die Diabetes-Praxis wichtig ist, zu Anfang, unterstützt durch Schulung (Umgang als Patient), mit später vierteljährlicher Überprüfung ggfs. Anpassung.

    Beim Diabetologen bist du eindeutig besser aufgehoben als beim Hausarzt.
    Meine Hausärztin hat damals aufgrund meiner Daten (BZ über 400 mg/dl, Alter, Gewicht, Allgemeinbefinden) ihre Grenzen in Behandlung erkannt und mir sogar zeitnah einen Notfall-Termin in einer Diabetes-Praxis vermittelt, bei der ich bis heute geblieben bin.

    Gruß Elfe
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    Mitglied seit: 22.02.2017
    am 22.02.2017 07:59:35 | IP (Hash): 2083594226
    Hallo Nicklas,

    die Schilddrüse beeinflusst den BZ-Spiegel durch ihre Funktion leider ganz enorm. Obwohl Hashimoto eigentlich bedeutet, dass die Schilddrüsenfunktion runter geht, gibt es immer diese Phasen (Schübe), in denen man eine heftige Überfunktion hat.
    In dieser Zeit wird das Insulin durch das zu viele Schilddrüsenhormon im Blut praktisch "weg gefressen", das ist wohl das, was du mit deinen hohen BZ-Werte aktuell erlebst. Es bleibt nicht viel mehr, als oft zu messen und zu korrigieren - du machst das klasse!! Je nach Dauer dieser "Schübe" kann man auch das Basalinsulin nach Absprache mit dem Arzt entsprechend erhöhen. Das vermindert die BZ-Spitzen ein bisschen und man muss nicht alles über schnell wirkendes Insulin korrigieren.
    Sobald Hashimoto sich beruhigt, wird auch der BZ Spiegel sich automatisch wieder beruhigen.
    Noch mal, du machst das toll!!
    Mit Kohlenhydraten kannst du das Geschehen inmitten eines Schilddrüsen-Schubes nur ganz am Rande beeinflussen. Natürlich macht es Sinn, dann besonders auf die Kohlenhydrate zu achten, aber du darfst dich nicht frustrieren lassen, wenn die BZ Werte trotzdem nach oben schießen. Das ist dann keine Folge von "Fehlverhalten", sondern vom Schub.
    Ich drücke dir die Daumen, dass der Schub bald vorüber ist,

    herzliche Grüße Anke
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    Mitglied seit: 19.02.2017
    am 22.02.2017 09:24:31 | IP (Hash): 23289871
    Guten Morgen, :-)

    Danke Elfe und Anke für eure Antworten.

    Also liebe Elfe, mit " Diabetologe vermutet" , war gemeint das er mir Blut abgenommen hat, aber die Ergebnis noch nicht da sind. :-)

    Das was du geschrieben hast liebe Anke, habe ich auch gedacht und dieses wurde mir auch von meinem Arzt bestätigt.
    Er vermutet allerdings auch, da die Hashimototyreoitits eine Autoimmunerkrankung ist, das mein Körper eventuell nicht nur gegen meine Schilddrüse arbeitet, sondern auch gegen meine Inselzellen vorgeht.

    Ich werde euch auf dem laufenden halten.

    Ganz schönen Tag :-)))))
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    am 22.02.2017 09:48:14 | IP (Hash): 2108455638
    Hi!

    Hashimoto und Typ 1 sind oft als Team unterwegs.

    Der Weg zum Diabetologe war auf jeden Fall eine gute Idee!

    ---
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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 22.02.2017 11:01:46 | IP (Hash): 2116288603
    uiuii....

    An was alles gedacht werden muss!

    ... Und wie Interdisziplinäre erhöhte BZ -Werte sein können...

    Spannend! Und sicher keine 0/8/15 Angelegenheit.

    Hier könnten Unterschiedliche Erkrankungen (Schilddrüse oder Typ 1/ Typ 2 Diabetes) zum entgleisung des BZ führen. Das hat dann Auswirkungen auf die Behandlungen.


    ----'--'-----''-
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    am 07.03.2017 20:28:34 | IP (Hash): 23289871
    Guten Abend , :-)

    ich wollte wie zugesagt eine kurze Rückmeldung darüber geben, was sich so ergeben hat.
    In der zwischenzeit musste ich zum Hämatologen um weiteres abzuklären. Nun ist es so, das ich eine Eisenspeicherkrankheit habe. ich habe Ferritinwerte von über 1000 !!! und eine Heterozygote Mutation. Diese Diagnose passt zu 95 % zu all meinen Symptome . Meine Inselzellen sind Wahrscheinlich zum Großteil aufgrund der hohen konzentration von Eisen in den Organen untergegangen, auch die anderen Symptome die ich seit ca 1 1/2 jahren zunehmend habe, passen zu dieser Diagnose. Nun habe ich am 13.03. einen Termin beim Facharzt und dann wird wohl ein Termin zur Leberbiopsie anstehen um zu schauen wie stark die Belastung in den Organen nun ist.

    Soviel von mir für jetzt :-)))


    Liebe Grüße

    Ponti

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 08.03.2017 20:33:53 | IP (Hash): 1030002303
    Was es nicht alles gibt.

    Ich wünsche dir in jedem Fall gute Ergebnisse bei deinen Untersuchungen und eine erfolgreiche Therapie.

    Viele Grüße und gute Besserung.

    Dirk



    ---
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 09.03.2017 09:23:47 | IP (Hash): 586958000
    Daumendrück!

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 10.03.2017 00:42:29 | IP (Hash): 1194202248
    ponti1979 schrieb:
    Guten Abend , :-)

    ich wollte wie zugesagt eine kurze Rückmeldung darüber geben, was sich so ergeben hat.
    In der zwischenzeit musste ich zum Hämatologen um weiteres abzuklären. Nun ist es so, das ich eine Eisenspeicherkrankheit habe. ich habe Ferritinwerte von über 1000 !!! und eine Heterozygote Mutation. Diese Diagnose passt zu 95 % zu all meinen Symptome . Meine Inselzellen sind Wahrscheinlich zum Großteil aufgrund der hohen konzentration von Eisen in den Organen untergegangen, auch die anderen Symptome die ich seit ca 1 1/2 jahren zunehmend habe, passen zu dieser Diagnose. Nun habe ich am 13.03. einen Termin beim Facharzt und dann wird wohl ein Termin zur Leberbiopsie anstehen um zu schauen wie stark die Belastung in den Organen nun ist.

    Soviel von mir für jetzt :-)))


    Liebe Grüße

    Ponti




    Hallo Ponti,

    oh je, da musste ich mich erst einmal einlesen - Eisenspeicherkrankheit und so.
    Trotz allem, bitte auch positives sehen:
    1. Du hast eine klare Diagnose
    2. Die Eisenspeicherkrankheit lässt sich behandeln !

    Diabetes sowieso, mit Insulinen.
    Da du über deine Blutzuckerwerte noch nicht lange so hoch aufmerksam geworden bist, kann noch nicht so viel passiert sein.

    Weitere Untersuchungen und entsprechende Behandlungen werden folgen.
    Bitte dabei positiv konzentriert in der Gegenwart bleiben: Welche Behandlung ist notwendig und was kannst du selber tun.

    Herzlichst Elfe

    P.S.: Habe auch eine komplexe Diagnostik durchlaufen. Auch Hämatologie - allerdings gegenteilig zu deiner - Eisenspeicher leer, aber auch nicht gesund,.
    Werde entsprechend behandelt - Diabetes mit Insulinen und anderen Medikamenten.