Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Nichtspritzer Fragen Spritzer
-
am 10.03.2017 08:57:06 | IP (Hash): 283702437
Hi Mitbetroffene
wie ihr ja alle wisst bin ich ein Greenhorn als Typ 2er auf Tablette, und alles andere als ein Freund von Nadeln. Was mich schon immer mal interessiert hat, ist das tägliche Spritzen schmerzhaft, oder können sich die Einstichstellen auch mal entzünden , bzw. sieht die Haut dann an den Einstichstellen nicht irgendwann mal wie ein Streuselkuchen aus wie bei einem Junkie ?
Entschuldigt diese bescheuerten Fragen .
Wenn man nicht davon betroffen ist, nimmt man das nur so am Rande auf, kann sich aber nicht wirklich etwas darunter vorstellen.
Wie war das beim ersten mal, wie viel Überwindung hat es gekostet sich selbst die Nadel zu setzen ?
Ich weiß, " das sind fragen " hat der keine besseren ?
ich glaube das es bestimmt viele interessiert, nur fragen traut sich keiner,
weil jeder sagt " bin ja nicht betroffen, was interessiert´s mich also "
Man kann schneller dazu gehören als einem Lieb ist !!!
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
-
am 10.03.2017 09:17:55 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Das sind alles andere als bescheuerte Fragen!
Man hört ja sehr oft "mich selbst spritzen könnte ich nicht".
Und viele Insulinpflichtige haben am Anfang große Probeme mit dem "Selbstspritzen". Einige sind Spritzenphobiker, da ist die tägliche Insulingabe alles andere als zuverlässig.
Das tägliche Spritzen empfinden einige als schmerzhaft. Trifft man einen Nerv dann macht das ganze echt keinen Spaß. Mit der richtigen Technik kann man das minimieren – ich nutze Nadeln von BD und probiere mit leichten Druck auf die potentielle Einstichstelle, ob da freie Bahn ist. Dann Bauchdecke anspannen und die Nadel ist drin. Merke ich meist überhaupt nicht, ist es sieht irgendwie COOL aus wie die Nadel langsam kleiner wird!
Blaue Flecken gibt's manchmal, weiße T-Shirts haben manchmal rote Fleckchen nach dem Spritzen. Und Entzünden kann sich mal was. Das gehört zum Alltag dazu. Nerviger sind blöde Kommentare von ausgwiesen Diabetes-Fachleuten z.B. in der Eisdiele....
Gewiss gibt es schönere Gewohnheiten vor dem Essen als mit der Spritze zu hantieren, aber mit den aktuellen Hilfsmitteln sollte der Spritzen-Schrecken aus alten Tagen vorbei sein. Ausnahmen bestätigen die Regel...
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-17767181 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2017 09:58:15 | IP (Hash): 283702437
Hi
Danke ist echt hilfreich
Da gibt es doch auch diesen Pen ist das was anderes oder dasselbe
hab das damals mal kurz bei meinem Dad gesehen, da konnte man wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe hinten was einstellen an so einem Rädchen.
Funktioniert das so wie das mit dem BZ Messgerät da wo dann mal schnell eine Nadel rausschießt ?
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
-
am 10.03.2017 10:11:52 | IP (Hash): 2108455638
Spritze oder Pen
Die klassische Spritze wird auch heute noch benutzt.
Man muss die Spritze vorbereiten, Insulin in der richtigen Dosis aus Fläschchen aufziehen, dabei auf U100 oder U40 achten.
Der Insulinpen hat eine Insulinpatrone und ein Rädchen zum Einstellen der Insulindosis. Ist also viel einfacher in der Handhabung. Man muss nur ab und zu mal eine neue Kanüle aufschrauben oder dranklicken (im Idealfall für jede Injektion eine neue... ;-))
Die Injektion ist praktisch die gleiche wie mit der gewöhnlichen Spritze: Einpieksen, den Knopf (wie der Kolben an der Spritze) sanft drücken bis zum Anschlag und fertig. Die Banting-Gedenk-Minute einhalten und fertig (je mehr Insulin gespritzt wird, umso mehr muss man dem ganzen Zeit geben, sich im Gewebe zu verteilen. Frederick Banting war der Erste, der erfolgreich Insulin extrahieren und Menschen damit behandeln konnte, das war 1922).
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-17767181 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.03.2017 10:34:54 | IP (Hash): 283702437
Hi
das sind eigentlich schon sehr wichtige Hintergrundinfos .
Denn es steht ja immer nur der allseits bekannte Satz im Raum " ich muss spritzen "
aber was da alles dran hängt, da machen sich die meisten keine Gedanken.
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
-
am 10.03.2017 10:49:43 | IP (Hash): 2108455638
Zum "Ich muss spritzen" kommt ja dann auch die Frage, wieviel für was.
Ich finde es immer erstaunlich, wenn (gerade) ältere Herren an der Theke der Sprechstundenhilfe nach Rezepten fragen und keine Ahnung haben, welche Insuline denn gebraucht werden.
Die große Kunst ist es ja, die Kohlenhydrate der Mahlzeit (einige berechnen auch Kalorien aus Fett und Eiweiß zusätzlich) korrekt zu bestimmen und dann mit dem korrekten Insulinfaktor die Dosis zu berechnen. In oben genanntem Fall kann ich mir das nicht vorstellen...
Wenn man dann in der Zeitung liest
"Auto rast in Fußgängergruppe, Fahrer Diabetiker", dann kann man sich schon ein paar passende Antworten für blöde Kommentare "Wissender" zurechtlegen.
Zu dem ganzen kommen dann noch körperliche Einflüsse wie Sport, Krankheit, Stress, Trauer, maximal Freude, evtl. Schichtarbeit und viele andere Dinge, die den Blutzucker etwas unberechenbarer machen. Frauen haben z.B. vor der Periode häuftig Probleme mit dem BZ.
Urlaub ist auch so eine Sache...
Insgesamt ist das Insulinpflichtige Leben mit ICT oder CSII (Pumpe) und Selbst-BZ-Test aber deutlich entspannter geworden als mit Konventioneller Insulinintherapie (CT) mit starrem Spritz- und Essplan (und die wird heute noch oft angewendet...)
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
Bearbeitet von User am 10.03.2017 10:51:35. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Dibein
Rang: Gastam 10.03.2017 10:50:04 | IP (Hash): 67295628
also der "Überwindungsfaktor" war bei mir gleich null. Die PEN Nadel ist so dünn und kurz das man den Einstich kaum bis gar nicht bemerkt. Unangenehm ist es wenn man, wie T1ser schon schreibt, wenn man einen Nerv oder Gefäß erwischt. Da habe ich mich am Anfang beim Spritzen in den Oberschenkel etwas schwer getan, bis sich Technik und Nadellänge entwickelt haben. Da ich nur zwei mal täglich spritze habe ich auch keine Probleme mit den Spritzstellen. Aber auch hier gilt die Devise immer schön wechseln.
wenn mann dann noch gefühlvoll und gleichmäßig injiziert (macht mein Pendiq automatisch mit Motor) und das Insulin nicht zu kalt ist wird alles gut.
Zusammenfassend kann man sagen: Sollte das bei dir mal irgendwann anstehen,las dir das gut zeigen , und nehme Spritzangst nicht als Grund Insulin um jeden Preis vermeiden zu wollen.
Viele Grüße
Dirk
---
DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 10.03.2017 10:57:01 | IP (Hash): 283702437
Hi Dirk
na ja, mit deiner Vermutung hast du schon nicht ganz unrecht, bin jetzt zwar kein Schisser aber alleine der Gedanke mir jeden Tag 2,3 oder 4 mal eine Nadel da in
den ......... äääh wieso Oberschenkel ? ich dachte immer da irgendwo unterhalb von Bauchnabel ? egal ,.... also ich könnte mir da schon was angenehmeres vorstellen.
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
-
am 10.03.2017 11:02:16 | IP (Hash): 2108455638
Klassische Aufteilung:
Basal in den Oberschenkel
Bolus in den Bauch
An manchen Tagen sticht man 10 x zu.... ich bin ein Superheld! ;-))
Mal im Ernst: Das ist eine Kopfsache. Wenn man das ganze Normalität werden lässt ist das kein Problem. Rauchen wäre für mich eine größere Überwindung....
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 10.03.2017 11:05:40 | IP (Hash): 283702437
Wow, 10 x ?
Na da bist du aber wirklich ein Superhero !
Basal und Bolus höret sich an wie die Namen von zwei Kampfhunden !
Das mit dem Rauchen das habe ich mit meiner Frau zusammen vor ca. 17 Jahren aufgehört, und zwar radikal von einer Sekunde auf die andere !
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
Bearbeitet von User am 10.03.2017 11:07:14. Grund: Änderung -
Dibein
Rang: Gastam 10.03.2017 12:01:11 | IP (Hash): 67295628
General_Lee schrieb:
Wow, 10 x ?
Na da bist du aber wirklich ein Superhero !
Basal und Bolus höret sich an wie die Namen von zwei Kampfhunden !
Das mit dem Rauchen das habe ich mit meiner Frau zusammen vor ca. 17 Jahren aufgehört, und zwar radikal von einer Sekunde auf die andere !
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
Ganz simpel erklärt deckt das Basalinsulin den Leerlaufbedarf an Insulin und das Bolusinsulin den Arbeitsbedarf. Also der Körper braucht einen mindest Insulinspiegel der durch das Basalinsulin gedeckt wird und wenn was gegessen wird kommt Bolus, wird auch als Essinsulin bezeichnet, dazu. Das Bsalinsulin spritzt man sich in der Regeln nach einem festen Plan einmal (manche auch mehrmals) am Tag. Das Bolusinsulin in der Regel vor dem Essen und bei Bedarf.
LG
Dirk
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 10.03.2017 12:01:44. Grund: Korrektur -
am 10.03.2017 16:41:12 | IP (Hash): 283702437
Hi Dirk
ist wohl eine Wissenschaft für sich wenn ich das so lese.
Das da spritzen, das da spritzen, dann x- verschiedene Insulin Arten
Dann dieses ausrechnen wie viel von welchen Insulin man wo reinspritzen muss
...........also das ist schon heftig !
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
-
am 10.03.2017 17:03:25 | IP (Hash): 1315654453
Is wie Gasgeben und Bremsen. Das geht nach dem ersten bewussten Einüben völlig automatisch.
Hab grad 4IE fürn Apfel gespritzt, eben praktisch vollautomatisch ;)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 10.03.2017 17:10:21 | IP (Hash): 1775394170
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen..
Üben. Üben Üben....dan klappt es auch.
Mal 0,5 Liter Coke getrunkenen und eine Müsliriegel gegessen um nich in die Hypo zu fallen.
----'--'-----''-
DO NOT FEED THE TROLL!!! -
Dibein
Rang: Gastam 10.03.2017 18:37:58 | IP (Hash): 67295628
General_Lee schrieb:
Hi Dirk
ist wohl eine Wissenschaft für sich wenn ich das so lese.
Das da spritzen, das da spritzen, dann x- verschiedene Insulin Arten
Dann dieses ausrechnen wie viel von welchen Insulin man wo reinspritzen muss
...........also das ist schon heftig !
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
Hi GL,
Bevor es ans Insulin geht hat dein Diabetologe noch jede Menge Optionen wie z.B, DPP-4-Hemmer oder SGLT-2-Hemmer. In der Regel versuchen die Diabetologen erst immer diesen Weg bevor sie einen Spritz-unwilligen zum Insulin drängen.
LG
Dirk
---
DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 10.03.2017 18:38:25. Grund: Korrektur -
Elfe
Rang: Gastam 11.03.2017 01:50:09 | IP (Hash): 1194202248
General_Lee schrieb:
Hi Dirk
ist wohl eine Wissenschaft für sich wenn ich das so lese.
Das da spritzen, das da spritzen, dann x- verschiedene Insulin Arten
Dann dieses ausrechnen wie viel von welchen Insulin man wo reinspritzen muss
...........also das ist schon heftig !
Hallo General,
sind eigentlich nur zwei Insulinarten (bei ICT) - Spritzstellen Bauch und Oberschenkel, je nach dem.
Man donnert sich die Spritze ja auch nicht einfach doll so in den Körper.
Die Insulin-Pens haben ganz feine Kanülen = Nadeln in unterschiedlicher Dicke und Länge, jeweils auf das Unterhautfettgewebe angepasst.
Eine Hautfalte wird zuerst gebildet - mittels Daumen und Zeigefinger = Gewebe auf Spannung - Nadel hinein damit ...
http://www.diabetes-facts.de/diabetes-ratgeber/richtig-insulin-spritzen/
Brauche 2 x Basal (morgens + abends Oberschenkel), bei 3 Mahlzeiten 3 x Insulin Bauch (+ Korrektur), überschaubar, mit 8 mm-Kanülen
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 11.03.2017 01:54:30. Grund: Formatierung -
Dibein
Rang: Gastam 11.03.2017 02:35:30 | IP (Hash): 67295628
Elfe schrieb:
[......]überschaubar, mit 8 mm-Kanülen
Gruß Elfe
Waaaaas?;) Also ich bin zwar ein wenig pummelig aber für die Oberschenkel geht bei mir mit max. 5mm oder ich muss mit 8mm extrem schräg in die Hautfalte stechen sonst pieks ich mit bei jedem zweiten Versuch in den Muskel oder in irgendwelche Gefäße.
Bauch geht auch mit 8mm passt aber auch mit 5mm. Hast du schon mal kürzere Nadeln probiert?
Liebe Grüße
Dirk
---
DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 11.03.2017 08:51:13 | IP (Hash): 1370677394
apropos "Reindonnern", macht dieser Apparat super automatisch https://haselmeier.com/de/produkte/softpen-3/ auch mit 4 oder 5mm Kanülen und einem absoluten Minimum an Pieksgefühl selbst dann, wenn da mal ein Nerv getroffen wird
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 11.03.2017 10:57:48 | IP (Hash): 1510790508
General_Lee schrieb:
Hi Mitbetroffene
wie ihr ja alle wisst bin ich ein Greenhorn als Typ 2er auf Tablette, und alles andere als ein Freund von Nadeln. Was mich schon immer mal interessiert hat, ist das tägliche Spritzen schmerzhaft, oder können sich die Einstichstellen auch mal entzünden , bzw. sieht die Haut dann an den Einstichstellen nicht irgendwann mal wie ein Streuselkuchen aus wie bei einem Junkie ?
Entschuldigt diese bescheuerten Fragen .
Wenn man nicht davon betroffen ist, nimmt man das nur so am Rande auf, kann sich aber nicht wirklich etwas darunter vorstellen.
Wie war das beim ersten mal, wie viel Überwindung hat es gekostet sich selbst die Nadel zu setzen ?
Ich weiß, " das sind fragen " hat der keine besseren ?
ich glaube das es bestimmt viele interessiert, nur fragen traut sich keiner,
weil jeder sagt " bin ja nicht betroffen, was interessiert´s mich also "
Man kann schneller dazu gehören als einem Lieb ist !!!
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
Es gibt keine dummen Fragen, aber dumme Sprüche, wie z.B
-Spritzen, das könnte ich nie.
-Meine Oma hatte auch Diabetes und hat gespritzt. Sie hat eine Diät gemacht und nun muss sie nicht mehr spritzen. (In der schule offt gehört).
-Iiiiiii insulin, das stinkt.
- Es gibt ein Mittel xyz. Wenn du das nimmst, dann brauchst du nicht mehr spritzen.
Als der Diabetes bei mir Manifest wurde, war ich 5 Jahre alt, und ich hatte richtiggehend Panik vorm Stechen und Spritzen. Diese Aufgabe übernehmen, in der ersten Zeit, meine Eltern für mich. Besonders wenn die falsche Stelle getroffen wird, schmerzt es schon. Entscheidend ist, dass
-eine frische Nadel genutzt wird
-die Nadel die richtige Länge und Durchmesser hat. Zu lange Nadeln, können bei Menschen mit wenig Fettpolstern, dazu führen, dass Adern oder Nerven getroffen werden. Das führt zu größeren Schmerzen und im schlimmsten Fall zu Unterzuckerung.
Dünne Nadeln verletzen die Haut weniger als dicke Nadeln. Da aber bei dünnen Nadeln mehr Druck entsteht schmerzt, das Spritzen, stärker als bei dickeren Nadeln.
Ich nutze eine Pumpe. Das Insulin wird über ein Infusionset abgegeben. Das Infusionset muss alle 2 -3 Tage gewechselt werden. Neben der Länge des Schlauches kann mann auch unterschiedliche Nadeln aussuchen. Bei den Nadeln, der Infusionsets, kann sowohl die Länge als auch das Material viriationen unterliegen. Stahlnadeln verletzen die Haut weniger als Tefflon-Nadeln. Aber manche spüren mit Stahlnadeln ein unangenehmes ziehen und entscheiden sich für eine Tefflon-Nadel.
In der Pumpentherapie wird nur ein Insulin verwendet. Aber es gibt eine kontinuierliche Abgabe von Insulin (Basalrate) und eine Abgabe zum Essen (Bolus).
Würde man versuchen die Insulintherapie mit einem Auto zu vergleichen, dann gibt es dort nicht nur das Gaspedal und dIE Bremse sondern, auch die Gangschaltung und das Lenkrad. Und bis heute gibt es kenen Automatik und keine Schienen. Ja, es muss einiges bedacht und geplannt werden wenn ene Insulintherapie verordnet wird. Aber, für Typ 1, gibt es keine Alternative.
----'--'-----''-
DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 11.03.2017 13:04:54. Grund: - -
Elfe
Rang: Gastam 11.03.2017 18:58:57 | IP (Hash): 1194202248
Dirk_B. schrieb:
Elfe schrieb:
[......]überschaubar, mit 8 mm-Kanülen
Waaaaas?;) Also ich bin zwar ein wenig pummelig aber für die Oberschenkel geht bei mir mit max. 5mm oder ich muss mit 8mm extrem schräg in die Hautfalte stechen sonst pieks ich mit bei jedem zweiten Versuch in den Muskel oder in irgendwelche Gefäße.
Bauch geht auch mit 8mm passt aber auch mit 5mm. Hast du schon mal kürzere Nadeln probiert?
Hallo Dirk,
stimmt wirklich, ich benutze NovoFine-Kanülen 0,3 x 8 mm (auf NovoPen 3).
Nur in der Anfangszeit habe ich 6er Nadeln benutzt, als ich untergewichtig war.
Von BMI 17 habe ich mir nun BMI 20 angefuttert und benutze nun 8er.
Hatte bei den 6er Nadeln das Gefühl, daß die Nadel nicht tief genug ins Gewebe eindringt und habe auf 8er gewechselt.
Zwischenzeitlich hatte ich von der Praxis BD Microfine Ultra Pen-Nadeln 0,25 x 5 mm zum testen erhalten, da ich besonders an den Oberschenkeln viele blaue Flecken habe - wohl Adern getroffen.
Bei diesen kurzen Nadeln stieg jedoch ca. 1 Einheit Insulin wieder aus der Einstichstelle, blöd, da die Menge dann nicht stimmt.
Kommt wohl auch auf die Herstellerfirma an.
Die NovoFine-Kanülen sind ultraspitz geschliffen, poliert und silikonbeschichtet.
Die BD werben auch damit, habe dennoch einen Unterschied spüren können.
Du hast im übrigen als Mann einen ganz anderen Körperbau und mehr Muskeln in den Oberschenkeln, als ich.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 11.03.2017 19:00:06. Grund: Korrektur -
Dibein
Rang: Gastam 11.03.2017 23:38:53 | IP (Hash): 706496345
Hi Elfe,
ich bin da echt überrascht. Aber ich dachte das Frau da auch am OS mit 4 oder 5mm hinkommen müsste. Das mit dem Insulinrückfluss ist natürlich ein Argument. Ich muss wenn ich im 90° Winkel steche auch wirklich die 10sec warten und die Nadel langsam aus der Haut ziehen. Aber mit der 8mm geht das schmerzfrei nur am Bauch. Und bedenkt man das die Haut nur max. 1,7 bis 2,7mm dick ist reicht die kurze Nadel alle mal aus. Ich habe da zu mal was interessantes bei BD dazu gefunden das die Dicken der Haut in den verschieden Körperregionen und unterschiedlichen Altern und BMIs aussagt.
http://www.bd.com/resource.aspx?IDX=20063
Gruß
Dirk
---
DO NOT FEED THE TROLL!!! -
am 12.03.2017 00:09:45 | IP (Hash): 1662128011
Also um auch meinen Senf dazu zu geben, einfach unsortiert, was mir gerade in den Sinn kommt:
Nadeln länger 5mm werden mit einer Hautfalte genommen. Geht bei mir schwer und man braucht eine Hand mehr und überhaupt ... heutzutage können hinreichend stabile 4mm Nadeln hergestellt werden, die nimmt man ohne Falte. Studien haben recht klar herausgefunden, daß die Oberhaut, durch die man durch muß, bei jedem Menschen in etwa gleich ist (also nicht von Statur etc abhängt). Und man macht ja nicht ohne Grund bei den langen Nadeln eine Falte: Weil die Nadel halt eben nicht so tief (8mm oder gar 12mm rein soll). Kürzere Nadeln sind oft auf dünner und damit schmerzarmer. Ich nutze die Terumo 22x4mm.
Es gibt Stellen, da ... AUAAAAAA. Nerv. Blutgefäß, keine Ahnung. Merkt man aber sofort und nimmt dann eine andere Stelle.
Bloß nicht nur unter dem Bauchnabel oder in der Nähe rundrum. Das führt zu Hautveränderungen, weil man zuoft diesselbe Stelle nimmt. Den GANZEN Bauch ausnutzen! Beispiel: http://insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=28972&pageNo=1
Im Bein hab ich Probleme, deshalb geht auch mein Basal in den Bauch, obwohl das da schneller ins Blut geht. Würde ich aber nur mit Levemir machen, weil das auch noch im Blut einen Mechanismus hat, der das Zerfallen in die aktive Form aufhält. Andere Basal-Insuline sind dann zu schnell aktiv.
Ja, irgendwie ist der erste Stich komisch. Bei mir haben die Schwestern die ersten gemacht und ich hab zugesehen. Ich war aber Spritzen zur Blutabnahme schon lange gewohnt und früher wurde ich mit (aus heutiger Insulin-Sicht) echt fiesen Spritznadeln gegen Allergien behandelt. Iiiiieeh.
Langsam drücken. Sowohl die Nadel in den Bauch als auch das Insulin.
Gegen den Rückfluß: 10sec warten. Keine Menge größer 7-10 IE auf einmal. Dann lieber stoppen, an neuer Stelle stechen und den Rest reinhaun. Dann hat man auch nicht das Problem, daß übergroße Mengen die Wirkzeit enorm steigen läßt.
Nadeln sind zur Einmalnutzung! Klar, beim Teilen (s.o.) nehm ich keine zweite Nadel. Und manchmal lasse ich sie auch drauf, auf dem Nachttisch, wenn ich gegen den Morgenanstieg mehr als eine Dosis nehme. Aber normalerweise: no no. Nicht nur wegen der Nadelverformung und dem Verlust der Gleitschicht, sondern auch weil mit der Nadel drauf immer eine Luftverbindung zwischen Insulin und Außenwelt existiert, durch die das Insulin konterminiert werden kann. Nadel raus = Membran wieder zu.
Bearbeitet von User am 12.03.2017 00:12:33. Grund: .2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 12.03.2017 00:21:52 | IP (Hash): 1194202248
Ach Maxim, was erzählst du da nun wieder.
Hatte was von BD 0,25 x 5 mm geschrieben = 3 mm kürzer, trotzdem schlechte Erfahrungen.
Die Epidermis = Oberhaut ist eigentlich kleiner als 2 mm dick, die Fettschicht darunter wird bei Subkutan dazu addiert.
http://flexikon.doccheck.com/de/Epidermis
http://flexikon.doccheck.com/de/Subkutane_Injektion
Für Basalinsuline (auch Lantus) werden besser die Oberschenkel als Spritzstellen genutzt, Bauchregion eher für kurzwirkendes Mahlzeiteninsulin.
http://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Insulin-richtig-spritzen-54136_6.html -
Elfe
Rang: Gastam 12.03.2017 00:48:14 | IP (Hash): 1194202248
Tarabas schrieb:
Nadeln länger 5mm werden mit einer Hautfalte genommen. Geht bei mir schwer und man braucht eine Hand mehr und überhaupt ... heutzutage können hinreichend stabile 4mm Nadeln hergestellt werden, die nimmt man ohne Falte. Studien haben recht klar herausgefunden, daß die Oberhaut, durch die man durch muß, bei jedem Menschen in etwa gleich ist (also nicht von Statur etc abhängt). Und man macht ja nicht ohne Grund bei den langen Nadeln eine Falte: Weil die Nadel halt eben nicht so tief (8mm oder gar 12mm rein soll). Kürzere Nadeln sind oft auf dünner und damit schmerzarmer. Ich nutze die Terumo 22x4mm.
Es gibt Stellen, da ... AUAAAAAA. Nerv. Blutgefäß, keine Ahnung. Merkt man aber sofort und nimmt dann eine andere Stelle.
Bloß nicht nur unter dem Bauchnabel oder in der Nähe rundrum. Das führt zu Hautveränderungen, weil man zuoft diesselbe Stelle nimmt. Den GANZEN Bauch ausnutzen! Beispiel: http://insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=28972&pageNo=1
Nadeln sind zur Einmalnutzung! Klar, beim Teilen (s.o.) nehm ich keine zweite Nadel. Und manchmal lasse ich sie auch drauf, auf dem Nachttisch, wenn ich gegen den Morgenanstieg mehr als eine Dosis nehme. Aber normalerweise: no no. Nicht nur wegen der Nadelverformung und dem Verlust der Gleitschicht, sondern auch weil mit der Nadel drauf immer eine Luftverbindung zwischen Insulin und Außenwelt existiert, durch die das Insulin konterminiert werden kann. Nadel raus = Membran wieder zu.
Hautfalte bilden, sollte doch kein Problem sein, oder ?
Kann so mittlerweile selbst eine 20 mm-Nadel in Bauchgegend versenken (B12-Injektion), kostet allerdings Überwindung ;-)
'Luftverbindung', du meinst Keime ? sind eigentlich kein Problem.
Vor Injektion muss man eh ein Tröpfchen Insulin weggeben. Dieses Tröpfchen an der Nadelspitze nicht wegtupfen, sondern sozusagen auf Hauteinspritzstelle auflegen, reicht zum desinfizieren.
Nutze für Levemir Oberschenkel morgens links, abends rechts - an unterschiedlichen Stellen Seite, oben, weiter unten ...
Novorapid ringsherum um Bauchnabel, bis zu den Seiten Richtung Hüfte.
Wechsel die Nadeln Basal nach 2 x, Bolus ca. nach 3 x. -
am 12.03.2017 06:22:53 | IP (Hash): 283702437
Hi Elfe
"Nutze für Levemir Oberschenkel morgens links, abends rechts - an unterschiedlichen Stellen Seite, oben, weiter unten ...
Novorapid ringsherum um Bauchnabel, bis zu den Seiten Richtung Hüfte. "
Sorry, als Tablettenjunkie hört sich das an wie " Ein Tag im Folterkeller "
fehlt nur noch glühendes Eisen auf Fußsohlen ausdrücken !
Frühling !
Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !