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Nichtspritzer Fragen Spritzer

  • Dibein

    Rang: Gast
    am 11.03.2017 23:38:53 | IP (Hash): 706496345
    Hi Elfe,

    ich bin da echt überrascht. Aber ich dachte das Frau da auch am OS mit 4 oder 5mm hinkommen müsste. Das mit dem Insulinrückfluss ist natürlich ein Argument. Ich muss wenn ich im 90° Winkel steche auch wirklich die 10sec warten und die Nadel langsam aus der Haut ziehen. Aber mit der 8mm geht das schmerzfrei nur am Bauch. Und bedenkt man das die Haut nur max. 1,7 bis 2,7mm dick ist reicht die kurze Nadel alle mal aus. Ich habe da zu mal was interessantes bei BD dazu gefunden das die Dicken der Haut in den verschieden Körperregionen und unterschiedlichen Altern und BMIs aussagt.

    http://www.bd.com/resource.aspx?IDX=20063


    Gruß

    Dirk


    ---
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  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 168
    Mitglied seit: 12.08.2015
    am 12.03.2017 00:09:45 | IP (Hash): 1662128011
    Also um auch meinen Senf dazu zu geben, einfach unsortiert, was mir gerade in den Sinn kommt:

    Nadeln länger 5mm werden mit einer Hautfalte genommen. Geht bei mir schwer und man braucht eine Hand mehr und überhaupt ... heutzutage können hinreichend stabile 4mm Nadeln hergestellt werden, die nimmt man ohne Falte. Studien haben recht klar herausgefunden, daß die Oberhaut, durch die man durch muß, bei jedem Menschen in etwa gleich ist (also nicht von Statur etc abhängt). Und man macht ja nicht ohne Grund bei den langen Nadeln eine Falte: Weil die Nadel halt eben nicht so tief (8mm oder gar 12mm rein soll). Kürzere Nadeln sind oft auf dünner und damit schmerzarmer. Ich nutze die Terumo 22x4mm.

    Es gibt Stellen, da ... AUAAAAAA. Nerv. Blutgefäß, keine Ahnung. Merkt man aber sofort und nimmt dann eine andere Stelle.

    Bloß nicht nur unter dem Bauchnabel oder in der Nähe rundrum. Das führt zu Hautveränderungen, weil man zuoft diesselbe Stelle nimmt. Den GANZEN Bauch ausnutzen! Beispiel: http://insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=28972&pageNo=1

    Im Bein hab ich Probleme, deshalb geht auch mein Basal in den Bauch, obwohl das da schneller ins Blut geht. Würde ich aber nur mit Levemir machen, weil das auch noch im Blut einen Mechanismus hat, der das Zerfallen in die aktive Form aufhält. Andere Basal-Insuline sind dann zu schnell aktiv.

    Ja, irgendwie ist der erste Stich komisch. Bei mir haben die Schwestern die ersten gemacht und ich hab zugesehen. Ich war aber Spritzen zur Blutabnahme schon lange gewohnt und früher wurde ich mit (aus heutiger Insulin-Sicht) echt fiesen Spritznadeln gegen Allergien behandelt. Iiiiieeh.

    Langsam drücken. Sowohl die Nadel in den Bauch als auch das Insulin.

    Gegen den Rückfluß: 10sec warten. Keine Menge größer 7-10 IE auf einmal. Dann lieber stoppen, an neuer Stelle stechen und den Rest reinhaun. Dann hat man auch nicht das Problem, daß übergroße Mengen die Wirkzeit enorm steigen läßt.

    Nadeln sind zur Einmalnutzung! Klar, beim Teilen (s.o.) nehm ich keine zweite Nadel. Und manchmal lasse ich sie auch drauf, auf dem Nachttisch, wenn ich gegen den Morgenanstieg mehr als eine Dosis nehme. Aber normalerweise: no no. Nicht nur wegen der Nadelverformung und dem Verlust der Gleitschicht, sondern auch weil mit der Nadel drauf immer eine Luftverbindung zwischen Insulin und Außenwelt existiert, durch die das Insulin konterminiert werden kann. Nadel raus = Membran wieder zu.
    Bearbeitet von User am 12.03.2017 00:12:33. Grund: .
     2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 00:21:52 | IP (Hash): 1194202248
    Ach Maxim, was erzählst du da nun wieder.
    Hatte was von BD 0,25 x 5 mm geschrieben = 3 mm kürzer, trotzdem schlechte Erfahrungen.

    Die Epidermis = Oberhaut ist eigentlich kleiner als 2 mm dick, die Fettschicht darunter wird bei Subkutan dazu addiert.
    http://flexikon.doccheck.com/de/Epidermis
    http://flexikon.doccheck.com/de/Subkutane_Injektion

    Für Basalinsuline (auch Lantus) werden besser die Oberschenkel als Spritzstellen genutzt, Bauchregion eher für kurzwirkendes Mahlzeiteninsulin.
    http://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Insulin-richtig-spritzen-54136_6.html
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 00:48:14 | IP (Hash): 1194202248
    Tarabas schrieb:

    Nadeln länger 5mm werden mit einer Hautfalte genommen. Geht bei mir schwer und man braucht eine Hand mehr und überhaupt ... heutzutage können hinreichend stabile 4mm Nadeln hergestellt werden, die nimmt man ohne Falte. Studien haben recht klar herausgefunden, daß die Oberhaut, durch die man durch muß, bei jedem Menschen in etwa gleich ist (also nicht von Statur etc abhängt). Und man macht ja nicht ohne Grund bei den langen Nadeln eine Falte: Weil die Nadel halt eben nicht so tief (8mm oder gar 12mm rein soll). Kürzere Nadeln sind oft auf dünner und damit schmerzarmer. Ich nutze die Terumo 22x4mm.

    Es gibt Stellen, da ... AUAAAAAA. Nerv. Blutgefäß, keine Ahnung. Merkt man aber sofort und nimmt dann eine andere Stelle.

    Bloß nicht nur unter dem Bauchnabel oder in der Nähe rundrum. Das führt zu Hautveränderungen, weil man zuoft diesselbe Stelle nimmt. Den GANZEN Bauch ausnutzen! Beispiel: http://insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=28972&pageNo=1
    Nadeln sind zur Einmalnutzung! Klar, beim Teilen (s.o.) nehm ich keine zweite Nadel. Und manchmal lasse ich sie auch drauf, auf dem Nachttisch, wenn ich gegen den Morgenanstieg mehr als eine Dosis nehme. Aber normalerweise: no no. Nicht nur wegen der Nadelverformung und dem Verlust der Gleitschicht, sondern auch weil mit der Nadel drauf immer eine Luftverbindung zwischen Insulin und Außenwelt existiert, durch die das Insulin konterminiert werden kann. Nadel raus = Membran wieder zu.



    Hautfalte bilden, sollte doch kein Problem sein, oder ?
    Kann so mittlerweile selbst eine 20 mm-Nadel in Bauchgegend versenken (B12-Injektion), kostet allerdings Überwindung ;-)

    'Luftverbindung', du meinst Keime ? sind eigentlich kein Problem.

    Vor Injektion muss man eh ein Tröpfchen Insulin weggeben. Dieses Tröpfchen an der Nadelspitze nicht wegtupfen, sondern sozusagen auf Hauteinspritzstelle auflegen, reicht zum desinfizieren.

    Nutze für Levemir Oberschenkel morgens links, abends rechts - an unterschiedlichen Stellen Seite, oben, weiter unten ...
    Novorapid ringsherum um Bauchnabel, bis zu den Seiten Richtung Hüfte.

    Wechsel die Nadeln Basal nach 2 x, Bolus ca. nach 3 x.
  • Bild User
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    Mitglied seit: 27.01.2017
    am 12.03.2017 06:22:53 | IP (Hash): 283702437
    Hi Elfe
    "Nutze für Levemir Oberschenkel morgens links, abends rechts - an unterschiedlichen Stellen Seite, oben, weiter unten ...
    Novorapid ringsherum um Bauchnabel, bis zu den Seiten Richtung Hüfte. "

    Sorry, als Tablettenjunkie hört sich das an wie " Ein Tag im Folterkeller "
    fehlt nur noch glühendes Eisen auf Fußsohlen ausdrücken !



    Frühling !
    Wenn im Walde singt die Wachtel, und den Mädels juckt die Schachtel, und den Burschen steht der Ständer dann ist Frühling im Kalender !
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 11:07:45 | IP (Hash): 2123143553
    Elfe schrieb:
    Tarabas schrieb:

    Nadeln länger 5mm werden mit einer Hautfalte genommen. Geht bei mir schwer und man braucht eine Hand mehr und überhaupt ... .



    Hautfalte bilden, sollte doch kein Problem sein, oder ?
    .



    Motorische Einschränkung oder gar eine Amputation? Obwohl ich da Tarabas nichts andichten möchte!

    LG

    Dirk


    ---
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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 11:10:26 | IP (Hash): 2116120884

    ZITAT
    "Im Bein hab ich Probleme, deshalb geht auch mein Basal in den Bauch, obwohl das da schneller ins Blut geht. Würde ich aber nur mit Levemir machen, weil das auch noch im Blut einen Mechanismus hat, der das Zerfallen in die aktive Form aufhält. Andere Basal-Insuline sind dann zu schnell aktiv."


    Ich weiß gar nicht warum sich diese Vorstellung, dass Basal schneller wirkt, wenn es im Bauch gespritzt wird, so lange und hartnäckig bei Diabetikern hält.
    Diese Vorstellung wurde für Veraltete NPH Insuline in die Welt gesetzt. Es gibt keine Studie mit modernen Analoginsulinen die sie stützen können. Selbst bei Uralten NPH Insulinen, mit ihrer schlechten Wirkweise, sind die Unterschiede eher Minimal.
    Es gibt einige Gründe warum der Bolus in den Bauch gespritzt wird und das Basal in den Oberschenkel, diese haben nichts mit dem Wirkeintrit zu tun.
    Z.B.
    -alle die öffentlich (z.B. im Restaurant oder im Hörsaal ) Spritzen können schnell mal das T-Shirt hochziehen (oder durch das T-Shirt spritzen) um in den Bauch zu spritzen. Einen Rock hoch heben oder eine Hose ausziehen ist etwas ...hmmmmm...anrüchiger.

    -Es wird die Verwendte Fläche -für die Spritzstellen erhöht- wenn wenn weiter Körperteilen zur Verfügung stehen.

    Das alles hat aber nichts mit dem Wirkeintrit u tun.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 11:20:26 | IP (Hash): 2123143553
    Hallo Chraktros,

    Genau das wurde mir gestern an anderer Stelle auch so erklärt. Nur scheint das auch bei den Diabetologen, in der Breite der Masse, noch nicht angekommen zu sein.

    Gruß

    Dirk


    ---
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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 11:35:05 | IP (Hash): 2116120884
    Hallo Dirk,
    bei mir, ich werde in einer Schwerpunktpraxis Diabetologie behandelt, sind solche Themen -richtiges Spritzen, Schlauchwechsel usw., eher etwas für die Diabetesberaterin, als für die Ärzte.


    ----'--'-----''-
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  • Dibein

    Rang: Gast
    am 12.03.2017 11:47:02 | IP (Hash): 2123143553
    Cracktros schrieb:
    Hallo Dirk,
    bei mir, ich werde in einer Schwerpunktpraxis Diabetologie behandelt, sind solche Themen -richtiges Spritzen, Schlauchwechsel usw., eher etwas für die Diabetesberaterin, als für die Ärzte.


    ----'--'-----''-
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    In der Praxis in der ich "noch" bin ist das nicht anders, ändert aber am Ergebnis nichts. Die Auskunft "um Himmels willen Basal nur in den OS spritzen" kam aus beiden Ecken also von Frau Arzt und Frau EB. Zugegeben mit weniger Hysterie als von mir geschrieben aber energisch.;)

    Gruß

    Dirk




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