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wie Gewicht zunehmen mit Diabetes
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am 22.04.2017 20:24:04 | IP (Hash): 1927884217
Cracktros schrieb:
@Jürgen, bist du nicht der, der -zurecht- kritisiert, dass beim Typ 2, bei der Diagnose, des Diabetes nur auf den BZ geachtet wir und physiologische Veränderungen, die ihn verursachen, außer acht gelassen werden. Warum sollen diese Veränderungen nicht Berücksichtigt werden in der Therapie, also warum achtest du hier nur auf den BZ und denkst nicht langfristig?
Aus meiner Sicht besteht Typ2 wesentlich in einer Sammlung von Störungen einiger Regelkreise. In der Folge mutieren die meisten Betroffenen zu sehr guten Futterverwertern: Ungewöhnlich viel von der aufgenommenen Energie wird in Form von Fett gespeichert und da besonders auch an Stellen, von denen bekannt ist, dass (nicht wie!) sie die BZ-Steuerung behindern, vor allem z.B. in Leber und Pankreas.
Habe selbst zu Anfang meiner INSULINER-Karriere bei HBA1c 7-8 einen BE-Faktor von um 10 gehabt, also 20 IE Humalog für 1 Scheibe Brot gebraucht. Und 20 IE Humalog/Apidra brauchen bei mir 4-5 Stunden bis zum Wirkauslauf, mehr gerne auch länger. Mit 2 Scheiben Brot zum Frühstück war ich dann mit dem Wirkauslauf schon im Frühen Nachmittag und hatte die entsprechend großzügige Ladung für’s Mittagessen schon gespritzt.
Hab dann mein Mantra max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen entwickelt und mir damit HBA1c 5,5 und besser gemacht, mit deutlicher Verringerung meiner KH-Aufnahme und nem BE-Faktor von 3-5.
Die letzte Verbesserung meines BE-Faktors auf etwa 2-3 hab ich mit meiner bariatrischen OP ohne Messer nach Roy Tailor, Newcastle, erreicht, mit der gezielten Befreiung meiner Leber von eingelagertem Fett und dem Abspecken auf BMI 24.
Und trotzdem hab ich bei meinem letzten größeren KH-Zuschlag zwar passend für ein großes Stück Apfelkuchen gespritzt, aber in der Spitze über 220 und den Auslauf erst nach gut 4 Stunden erreicht.
Zusammengefasst: Ich sehe zwar ne Menge Verbesserungspotenzial für uns Typ2, aber KEINE zur behandlungsfreien Normalisierung. ALLES an wirklich nennenswerter Verbesserung geht zu notwendigen Maß an Medis nur mit optimal passendem Handlungs-Verhalten.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 23.04.2017 12:32:57 | IP (Hash): 808681282
Menschen benötigen, im Ruhezustand, ca 200g Glucose am Tag.
Wird die Glucose nicht von außen zugeführt beginnt der Organismus Glucose, aus anderen -vorhandenen- Nährstoffen zu produzieren- Für Menschen, ohne eigene Insulinproduktion (zum Beispiel bei Diabetes Typ 1) , bedeutet es, dass gehungert werden kann, auf Kohlehydrate verzichtet werden kann oder was auch immer vorgenommen wird -um den BZ angeblich nicht zu erhöhen- nicht verfängt. Insulin muss immer von außen zugeführt werden, um den BZ im griff zu haben. Ein Verzicht auf Kohlehydrate bedeutet also keinen Verzicht auf Insulin.
Das wiederum bedeutet, dass auch bei vorliegen eines Typ 2 Diabetes der BZ nicht nur durch Kohlehydrate angehoben wird, wenn die Ursache des Diabetes die Beta Zellen wären.
Persönlich bin ich sehr Insulinsensitiv. Um eine Einheit Insulin abzugeben müsste ich 4 Scheiben Brot essen, oder eine Pizza. Dieses bedeutet, das kleinste Spritzfehler große Auswirkungen haben. Eine Herausforderung/ Problem der/dem ich mich stelle. Und um es gleich zu sagen, es ist nicht gut extrem Insulinsensitiv zu sein. Denn jeder Mensch hat einen idealen Bereich der Insulinsensitivität. Bei den meisten Menschen funktioniert dieses Automatisch. Wer aber den Diabetes als ständigen Begleiter hat muss -diese Ideale Insulinsensitiv, durch eine Up- oder Down- Regulation erzeugen. Und es darf nicht vergessen werden, dass beide Mechanismen wichtig sind.
Oft werden allgemeinverbindliche Aussagen, besonders wenn es um Werbung für Diäten geht aber auch für Gesetzesvorhaben wie der Besteuerung von Zucker geht, gemacht die, die physiologischen Unterschiede nicht berücksichtigen. Es wundert dann nicht, dass die Produkte à la "für Diabetiker geeignet" genau das gegenteil erreicht haben.
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
Bearbeitet von User am 23.04.2017 12:40:39. Grund: - -
am 23.04.2017 14:08:24 | IP (Hash): 813758933
Beim gesunden Stoffwechsel und sogenannt normal gesunder Mischkost liefern Leber und Nieren etwa 25% vom alltäglichen Glukose-Umsatz aus Glukoneogenese. Also nicht erst im Hungermodus, sondern schon bei völlig normaler Ernährung.
Reicht übrigens immer für die vollständige Versorgung ALLER Verbraucher, die sich nicht genauso gut aus Fett mit Energie versorgen können und ausschließlich auf Glukose angewiesen sind.
Beim Typ2 kann die Menge ein munteres Vielfaches erreichen und gerne mit ansteigendem BZ auch noch zunehmen.
Ich kann also 1 Scheibe Brot essen und für 3 spritzen müssen, weil meine Fehlsteuerung die Glukose von 2 weiteren Scheiben schlicht aus der Glukoneogenese dazu füllt.
Super Effekt, dieses Typ2-mäßige Gasgeben, während die gesunde Steuerung die Glukoneogenese nach jeder Glukosezufuhr von außen vorübergehend in den Leerlauf fährt.
Dazu liefern meine Typ2-Betas mit zunehmender Belastung=zunehmendem BZ immer mehr vom ausgegebenen Insulin in der Form von intaktem Proinsulin, also von der ungetrennten Produktionseinheit, die nur 10% von der Wirkung von der selben Menge ordentlich getrennten Insulins hat - praktisch also eine gewaltige Wirkungsverringerung.
Wenn ich diesen miesen Effekten entgegen wirken will, kann ich das am einfachsten, indem ich mir weniger Glukose einverleibe.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 23.04.2017 14:49:52 | IP (Hash): 808681282
"ABER mti weniger KHs werden die Insulin-Dosen kleiner, und kleinere Schätzmengen und kleinere Dosen machen auch kleinere Irtümer mit weniger BZ-Spitzen nach oben und unten. Das gilt für alle INSULINER.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung."
Aber.... Kleinere KH Mengen führen auch zu Up-Regulation, die so extrem ausfallen kann, dass Insuliner es nicht mehr spritzen können und somit Spitzen nach oben und unten vorprogrammiert sind. Siehe extreme Insulinsensitivität.
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DO NOT FEED THE TROLL!!
Bearbeitet von User am 23.04.2017 14:51:47. Grund: - -
am 23.04.2017 15:31:56 | IP (Hash): 813758933
Mag sein, dass der verringerte Insulinbedarf mit weniger KHs und gesünderem BZ wenigstens auch zum Teil durch ne Up-Regulation zustande kommt. Aber eh klar, dass mit abnehmendem KH-Anteil die BE-Faktoren-Rechnerei nicht mehr so schön funzt, weil ja automatisch ein größerer FPE-Anteil berücksichtigt werden will.
Geht aber mit etwas Üben ohne besondere Spitzen nach oben und unten, sagt meine persönliche Erfahrung und dazu auch die vieltausendfache von Doc Bernstein, dem Altmeister der kleinen Zahlen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 23.04.2017 23:22:45 | IP (Hash): 793555221
Ja, ja Freunde kleiner Zahlen. Warum laufen diese Freunde kleiner Zahlen immer Weg, wenn sie merken das Kleines ganz grosse Bewegungen auslösen kann?
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
Elfe
Rang: Gastam 24.04.2017 01:26:28 | IP (Hash): 292300910
Von der Ausgangsfrage "Zunehmen bei Diabetes 2" - Anfang !!! ist die Diskussion meilenweit weg.
Imebro ist per Definition nur fast Diabetiker.
Zuwenig Energieaufnahme (bei vermeintlicher Diabetes-Diät) zum Verbrauch, auch ev. zur (neuen) sportlichen Betätigung - Verbrennen der Energie durch Muskelarbeit.
So einfach - Energiebilanz, wie üblich.
Die gemessenen Blutzuckerwerte sind kleiner/gleich 100 = Super.
Also aus meiner Sicht ist mein Rat für Imebro, vollwertige Ernährung mit genügend kcal-Aufnahme und nur die superschnellen Zuckergetränke und Mahlzeiten lassen.
Bearbeitet von User am 24.04.2017 01:28:46. Grund: Korrektur Text -
am 24.04.2017 08:59:47 | IP (Hash): 861085875
Vielen Dank "Elfe" für Deinen Hinweis.
Vor allem der letzte Satz hat mich jetzt doch richtig positiv gestimmt :-)
Du hast Recht... ich habe mich doch auch sehr gewundert, welche Wendung dieser Thread genommen hat. Ich verstehe nur noch "Bahnhof" und einige User scheint eher wenig zu interessieren, was das Thema dieses Threads überhaupt ist ;-)
Heute findet die letzte Diabetes-Schulung statt und dann werde ich einen Termin mit der Ökotrophologin ausmachen für eine private Ernährungsberatung. Diese wird mir sicher helfen, mein Problem mit der ständigen Gewichtsabnahme zu lösen.
Gestern hatte ich nochmal 100g weniger auf der Waage, obwohl ich Freitag schon mehr gegessen hatte und obwohl ich Samstag schon absichtlich die KH-Aufnahme gesteigert hatte... und am Abend gab´s sogar ne Thunfisch-Pizza im Restaurant. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, wieder ein bisschen mehr Gewicht auf der Waage zu sehen und die weiteren 100g weniger haben mich dann doch etwas durcheinander gebracht.
Ich hoffe, dass ich das alles mit der individuellen Ernährungsberatung in den Griff bekomme...
Bin gerne auch für Tipps aus dem Forum hier offen ;-)
Danke und schöne Grüße,
imebro -
am 24.04.2017 09:37:47 | IP (Hash): 1311148595
Bitte um Enstschuldigung f+ür die Bahnhof-Schreibe und wünsche gutes Gelingen!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 24.04.2017 10:13:18 | IP (Hash): 861085875
...danke Dir und ich würde mich freuen, wenn Du noch was zum Thema sagen kannst ;-)
LG
imebro