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wie Gewicht zunehmen mit Diabetes

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    am 24.04.2017 10:38:14 | IP (Hash): 1311148595
    Wenn ich mehr als bisher zur Sache beitragen soll, brauche ich mehr Info:

    Du schreibst, Du nimmst mit weniger KHs ab. Wie ich das bis jetzt verstehe, gehst Du z.B. von ner normalen Mittagsmahlzeit aus und lässt da mehr oder weniger KHs raus.

    Du ersetzt also die KHs nicht durch mehr Fett oder/und Protein? - Hab ich das so richtig verstanden?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 24.04.2017 11:42:39 | IP (Hash): 861085875
    Danke Dir...

    Vereinfacht ausgedrückt, habe ich mich vor der Diagnose Diabetes nicht so sehr gut ernährt.
    Oft Tiefkühlpizza, Nudeln mit Sauce, Reis mit Sauce, öfters Kuchen, Kaffeeteilchen, abends ab und zu ein Weizenbier, zwischendurch Schokolade, am Wochenende morgens helle Brötchen mit Nutella und Marmelade und mittags in der Pause ein belegtes Brötchen von MyBaker mit Käse nem Blatt Salat und Mayo :-))

    Nach der Diagnose habe ich dann alles umgestellt.
    Keine Fertiggerichte mehr, morgens ein paar Löffel Bio-Müsli mit etwas Joghurt und Beeren, in der Pause nur noch 2 Scheiben Vollkornbrot mit dünner Putenbrust, vielleicht mal nen Apfel oder ne Kiwi dazu und abends dann Fisch mit Gemüse oder Salat - bzw. mageres Hühnerfilet mit Salat oder Gemüse... das war´s.

    Keine Süßigkeiten, kein Kuchen, kein Bier, keine Pizza und auch am Wochenende morgens ein paar Löffel Müsli mit Joghurt und Beeren.

    Dann habe ich innerhalb von ein paar Wochen fast 5 kg abgenommen und irgendwie bekomme ich das jetzt nicht mehr gestoppt... obwohl ich seit Freitag meine KH-Zufuhr erhöht habe. Aber vielleicht braucht der Körper einfach ein paar Tage.

    Meine Hoffnung ist nun die Ernährungsberaterin.
    Ich möchte einfach wissen, was ich in welchen Mengen essen darf (und muß), um wieder 2 - 3 kg zunehmen zu können... aber ohne möglichst den BZ-Spiegel wieder zu hoch werden zu lassen.

    Ich bin wohl eher der Ausnahmefall, denn die meisten Diabetes-Patienten sollten ja eher abnehmen und müssen zum großen Teil ja auch abnehmen...

    Das soll´s zunächst mal sein an Info ;-)

    LG
    imebro
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    am 24.04.2017 12:08:41 | IP (Hash): 1311148595
    Hier hast Du mal ein Bild vom ganz normalen Blutzucker-Verlauf im Zusammenhang mit einer Mahlzeit http://www.phlaunt.com/diabetes/pics/164224951NormalBGGraphs.jpg

    Je auffälliger Deine Blutzucker-Automatik reagiert, desto höher verläuft Dein Blutzucker über dem blauen Durchschnitt und vielleicht auch schon über der braunen Obergrenze. Wenn über der braunen Obergrenze, ist hilfreich, die KH-Menge so weit zu begrenzen, dass wenigstens diese Obergrenze nicht überschritten wird.

    Allerdings nicht einfach KHs weglassen und damit insgesamt weniger essen, sondern statt der weggelassenen KHs eben entsprechend mehr Fett und mehr Protein essen! Und wie viel da zum Ausgleich passt, sagt keine noch so wissenschaftliche Rechnung, sondern ausschließlich die eigene Waage. Daumendrück :)

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     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 24.04.2017 12:25:01 | IP (Hash): 861085875
    Danke Dir...

    Werde mir den Link nachher mal in Ruhe anschauen.
    Aber das mit der zusätzlichen Fett-Zufuhr hat die Dame, welche die Diabetes-Schulung durchführt, auch schon gesagt ;-)

    Wenn ich es wenigstens mal schaffe, das immer weitere Abnehmen zu stoppen, bin ich schon beruhigt. Ich will ja nur 2 bis max. 3 kg wieder zunehmen und das sind ja keine Unmengen.
    Wenn ich wieder bei einem vernünftigen Gewicht angelangt bin, muss ich dann nur schauen, dass mein BZ im Rahmen bleibt und dann iss gut ;-)

    Habe auch schon etwas gefunden, was ich nach meinem Training (Kraftsport) einnehmen kann, um die verlorenen KH wieder aufzufüllen. Es gibt verschiedene Pulver, die zwar 50% oder etwas mehr an KH haben, aber dabei keinen oder fast keinen Zucker. Das ist dann Getränkepulver mit "Amylopektin Gerstenstärke (Vitargo®)" und zusätzlich noch Elektrolyte... Werde das mal bei der Ernährungsberatung ansprechen, ob ich sowas z.B. speziell für nach dem Sport einsetzen kann.

    LG
    imebro
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.04.2017 18:53:45 | IP (Hash): 1289373529
    imebro schrieb:

    Vereinfacht ausgedrückt, habe ich mich vor der Diagnose Diabetes nicht so sehr gut ernährt.
    Oft Tiefkühlpizza, Nudeln mit Sauce, Reis mit Sauce, öfters Kuchen, Kaffeeteilchen, abends ab und zu ein Weizenbier, zwischendurch Schokolade, am Wochenende morgens helle Brötchen mit Nutella und Marmelade und mittags in der Pause ein belegtes Brötchen von MyBaker mit Käse nem Blatt Salat und Mayo :-))

    Nach der Diagnose habe ich dann alles umgestellt.
    Keine Fertiggerichte mehr, morgens ein paar Löffel Bio-Müsli mit etwas Joghurt und Beeren, in der Pause nur noch 2 Scheiben Vollkornbrot mit dünner Putenbrust, vielleicht mal nen Apfel oder ne Kiwi dazu und abends dann Fisch mit Gemüse oder Salat - bzw. mageres Hühnerfilet mit Salat oder Gemüse... das war´s.

    Keine Süßigkeiten, kein Kuchen, kein Bier, keine Pizza und auch am Wochenende morgens ein paar Löffel Müsli mit Joghurt und Beeren.

    Dann habe ich innerhalb von ein paar Wochen fast 5 kg abgenommen und irgendwie bekomme ich das jetzt nicht mehr gestoppt... obwohl ich seit Freitag meine KH-Zufuhr erhöht habe. Aber vielleicht braucht der Körper einfach ein paar Tage.


    Hallo imebro,
    na so 'schlimm' war deine Ernährung gar nicht, so blutzuckermäßg..
    Pizza enthält neben den KHs aus dem Teig nun auch Belag mit Eiweiß und Fett, was die Blutzuckersteigerung abbremst,
    Nudeln (al dente) gehen auch nicht so schnell ins Blut, zumal wenn du dazu noch eine Fleisch-/oder Sahne-Soße isst, Reis ähnlich.
    Schokolade enthält auch viel Fett, genauso wie so mancher Kuchen.
    'Besser Buttercremetorte' wird heutzutage in der Schulung gesagt, nicht wie damals Obstbiskuit - viel zu schnell.
    Selbst Nutella enthält neben Zucker auch viel Fett. Und bei Brot und Brötchen gibt es unendliche Sorten, neben den üblichen Weizenbrötchen.

    Ob ein Weizenbier nach einer Grundlage klappt, könntest du ausprobieren.
    Du hast ja ein Messgerät. Und dein Körper scheint noch bestens mit KHs zurechtzukommen.

    'Probieren Sie es aus' war so einer der häufigsten Sätze, die meine Diabetesberaterin zu mir sagte, als ich sofort mit Insulin umgehen und meine Ernährung hinterfragen musste.

    Die üblichen Diabetesernährungs'diäten' nehmen einen übergewichtigen, fehlernährten, Couchpotato an. So weit die vielen vielen Vorurteile zu Diabetes.
    Aber viele Diabetiker kommen ganz wunderbar mit vollwertiger Ernährung klar mit ein wenig Sport - wie das eigentlich für jeden Menschen angeraten ist.

    Von deinem angedachten Protein-Pulver halte ich persönlich immer noch nichts.
    Bitte beachten, Eiweiß sollte bei Diabetikern nicht über 20 % der Ernährung ausmachen, da Protein die Nieren belastet. Kreatinin-Werte werden deshalb auch bei Diabetikern regelmäßig überprüft.
    Isoliertes Eiweiß halte ich deshalb für keine gute Idee.
    Protein aus natürlichen Lebensmitteln wie Milch, Milchprodukten, Ei, Fleisch, Fisch als Bestandteil der Ernährung ist da besser.

    Du könntest zur Arbeit auch Joghurt mitnehmen, statt Geflügel auch anderes Fleisch zu dir nehmen und auch Eierspeisen wie Spiegel-, Rühr-, gekochtes Ei (ev. auch als Frühstück).

    Gruß Elfe
    P.S.: Ich war zu Diagnose-Beginn (LADA + 3c) nur noch Haut und Knochen. Körperfett und Muskeln futsch, mit bereits Wassereinlagerungen als 'Ersatz'.
    Habe aber so mittlerweile auf Normalgewicht zugenommen, trotz Diabetes.






    Bearbeitet von User am 24.04.2017 23:59:56. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 26.04.2017 07:57:52 | IP (Hash): 861085875
    Hallo Elfe und danke für die sehr aufschlussreiche und detaillierte Antwort.

    So einige der Dinge, die Du genannt hast, hat man mir in der Diabetes-Schulung auch gesagt. Ich habe wohl tatsächlich am Anfang total übertrieben - aus lauter Panik, dass meine BZ-Werte zu hoch sein/gehen könnten.

    So langsam pegelt sich meine Ernährung ein und ich habe beim letzten Schulungstermin die Dame auch gefragt, ob sie eine private Ernährungsberatung für mich machen würde. Wir haben gleich einen Termin vereinbart. Thema ist dann "Ernährung - Diabetes".
    Eine zweite Ernährungsberatung mache ich dann mit der Ökotrophologin im Fitness-Studio. Dabei wird das Thema dann sein "Ernährung - Sport"... natürlich auch im Zusammenhang mit dem Diabetes.

    Ich habe mir jetzt vorgenommen, mich nicht täglich zu wiegen. Das könnte frustrierend sein. Erst am Freitag werde ich mich wieder wiegen und bin gespannt, ob sich meine - jetzt schon veränderte - Ernährung auswirkt. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass es schon etwas nach oben geht ;-)

    Danke und schöne Grüße,
    imebro
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    am 11.05.2017 10:45:38 | IP (Hash): 897825841
    Habe genau das selbe problem! Bin 1,78 groß wiege 68kg und nehme einfach nicht zu!