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Unerklärliche Hypoglykämie
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am 26.05.2017 09:59:14 | IP (Hash): 379616826
Danke :)
Honeymoon-Phase schließe ich persönlich für diese Unterzuckerung aus. Ich bin zwar in der Honeymoon-Phase und habe einen sehr niedrigen Insulinbedarf, aber ich habe nach dem Vorfall wieder wie gewohnt spritzen können ohne Hypo. -
Cracktros
Rang: Gastam 26.05.2017 10:03:48 | IP (Hash): 1602986466
Typisch für die Honeymoon-Phase sind diese "unerklärlichen" Hypos.
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DO NOT FEED THE TROLL!!! -
Elfe
Rang: Gastam 27.05.2017 01:48:37 | IP (Hash): 1027179772
TypEinser schrieb:
@Elfe
Claudia hat wohl das Basal in ein großes Gefäß gespritzt. Toujeo wirkt genau wie Lantus dann wie ein ultraschnelles Bolusinsulin.
Zum Spritzpunkt für Basal: Auch nach einer Hypo sollte man sein Basal zeitnah spritzen.
Die Reaktion auf die Hypo war völlig OK.
Sorry TypEinser,
ist mir vollkommen unverständlich, wie frau ein großes Gefäß beim Basal in den Oberschenkel treffen kann, ist ja nicht die Kniekehle, wo auch frau die Adern dicht unter der Oberfläche sehen kann.
Ist mir selbst in meinen Magerzeiten nicht passiert, bilde allerdings erst eine Hautfalte und spritze dann.
Ja, kleinere Gefäße habe ich auch schon getroffen: Gibt dann blaue Flecken oder auch schon mal bei kleinem Gefäß bluten aus der Einspritzstelle, dabei wird aber auch das gerade gespritzte Insulin wieder mit ausgespült. Bei meinen kleineren Mengen als Claudias Basal ist dann eher meine Befürchtung, mit ca. 1 Einheit zurück reicht das Gespritzte nicht.
Habe hier im Forum auch gelesen, daß Mann eher Probleme mit Basal in die Oberschenkel hat = schmerzhaft. Ihr trefft dabei aber eher einen Muskel als ein großes Gefäß.
Fettverteilung ist nun mal anders bei Männlein zu Weiblein.
Spritztechnik wie und wo zu erlernen ist wichtig, eingeschlossen optimale Pennadel-Länge.
Erst nach einer Hypo, wenn diese bewältigt ist, spritze ich persönlich erst Insulin(e).
Gruß Elfe -
am 27.05.2017 09:02:54 | IP (Hash): 543117001
Die unmittelbare Insulinwirkung - sehr viel schneller als beim schnellen Analog, z.B. Apidra - habe ich bisher nur im Zusammenhang mit Glargin (Lantus - Toujeo hat die selbe Wirkweise) beschrieben gefunden und selbst auch häufiger so erlebt.
Da ich Apidra und Lantus in den selben Spritzstellenbereichen verwende und Apidra sehr viel häufiger am Tag als Lantus spritze und damit noch NIE so eine schnelle Wirkung erlebt habe, auch wenn’s mal ein bisschen geblutet hat, kann ich der Gefäß-Theorie nicht folgen.
Ich gehe davon aus, dass aus bisher noch ungeklärten Gründen bei der Lantus-Injektion die Hexamer-Bildung ab und zu unterbleiben und das Insulin völlig ungebremst direkt wirksam werden kann.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 27.05.2017 14:31:34 | IP (Hash): 1234051455
Aber.....
Wenn das Basal ungebremst wirkt, dann müssten riesige KH Mengen vertilgt werden, um da eine
adequate Gegenreaktion zu erzielen. Von einen Wert von 22 mg/dl, trotz verlangsamter Wirkung durch Fett in Schokolade, in so kurzer Zeit wieder hochzukommen spricht, meiner Meinung nach, nicht für ein Problem des Basal.
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Bearbeitet von User am 27.05.2017 14:32:48. Grund: Vertippt -
am 27.05.2017 16:20:15 | IP (Hash): 543117001
Sich intravenös mit Insulin in ne ernsthafte Hypo zu spritzen, fällt wegen der knapp 5 Minuten kurzen Halbwertzeit vom Insulin im Blut wirklich äußerst schwer.
Wer also z.B. ne halbe Stunde nach dem intravenösen Spritzen noch 2IE aktiv im Blut haben will, muss sich eben ne halbe Stunde zuvor 64IE dafür in die Vene eingefüllt haben.
Die 13IE Toujeo, die hier zur Diskussion stehen, wären daher intravenös wahrscheinlich nicht einmal bemerkt worden.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 28.05.2017 10:54:13 | IP (Hash): 1529927506
Cracktros schrieb:
Aber.....
Wenn das Basal ungebremst wirkt, dann müssten riesige KH Mengen vertilgt werden, um da eine
adequate Gegenreaktion zu erzielen.
Hallo Cracktros,
die kurze Halbwertszeit von 5 Minuten im Blut ist etwas ganz anderes als solche Mengen Insulin im Unterhautfettgewebe, die nur Stück für Stück in den Blutkreislauf übergeben werden. Wenn man davon ausgeht, dass das Insulin bei solchen Lantus-Lows ungebremst im Blut ankommt, dann passt das schon.
Der schnelle Abbau von zuviel Insulin ist übrigens der Grund dafür, dass die Phase 1 der Insulinausschüttung bei Stoffwechselgesunden ruhig auch zu hoch ausfallen darf. Die kurzen BZ-Tiefs können bei denen problemlos durch die Leber ausgeglichen werden.
Bearbeitet von User am 28.05.2017 11:22:45. Grund: . -
Cracktros
Rang: Gastam 28.05.2017 11:37:51 | IP (Hash): 1850124036
Hallo Reiner,
im Nachbarforum -insulinclub.de- gibt es des öfteren Berichte von Typ 1 Diabetiker/innen .-Besonders oft sind es LADA Diabetiker- in der Remissionsphase. Hier wird von diesen unerklärlichen Unterzuckerungen Berichtetet.
In der Literatur wird die Remissionsphase als Phase mit fallenden Insulinbedarf ,dargestellt, der Zeitweise (einige Stunden, einige Tage) sogar zum vollständigen ausbleiben des externen Insulinbedarfs führen kann.
Wenn man bedenkt, dass die Halbwertszeit von Insulin, im Blut, ca 7 Minuten beträgt (Durchschnittswert aller Literatur, die mir zur Verfügung steht), dann dürften die paar Einheiten Basal kaum etwas ausgemacht haben.
Hätten sie etwas ausgemacht, hätte die langsamem Schokolade dazu geführt, dass die Werte noch stärker gesunken wehren.
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Bearbeitet von User am 28.05.2017 13:25:18. Grund: , -
am 29.05.2017 08:00:45 | IP (Hash): 2108455638
Claudi811 schrieb:
Um 20:30 Uhr ... 118 mg/dl (letzte Mahlzeit gegen 16:00 Uhr),
gegen 21:45 Uhr ... 22 mg/dl.
Claudi811 schrieb:
21:30 Uhr 13 Einheiten Toujeo gespritzt,
Zeitraum von 15 Minuten bis zum Bemerken der Unterzuckerung).
hjt_Jürgen schrieb:
Sich intravenös mit Insulin in ne ernsthafte Hypo zu spritzen, fällt wegen der knapp 5 Minuten kurzen Halbwertzeit vom Insulin im Blut wirklich äußerst schwer.
Wer also z.B. ne halbe Stunde nach dem intravenösen Spritzen noch 2IE aktiv im Blut haben will, muss sich eben ne halbe Stunde zuvor 64IE dafür in die Vene eingefüllt haben.
Die 13IE Toujeo, die hier zur Diskussion stehen, wären daher intravenös wahrscheinlich nicht einmal bemerkt worden.
15 Minuten nach Basalgabe 90 mg/dl gesenkt – die 13 Einheiten Toujeo haben prima gewirkt. Und ziemlich schnell.
Die "Gefäß-Theorie" wurde häufig in der Form berichtet, etliche T1 nutzen intravenöse Insulingabe als "Turbo" gegen hohe Werte – auch wenn Elfe meint, Frauen hätten am Bein keine goßen Gefäße...
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Elfe
Rang: Gastam 30.05.2017 00:48:49 | IP (Hash): 545685971
@TypEinser
Claudia wird wissen, wie zu Basal zu spritzen ist.
Dabei ein großes Gefäß zu treffen, ist höchst unwahrscheinlich.
'Intravenös' Insulin gegen jeden Verstand bewusst zu missbrauchen und bewusst ein großes Gefäß auszuwählen ist nicht Gegenstand der Ausgangsfrage. Basal ist sowieso für so einen Unsinn ungeeignet. (:-(
Jenseits von der Toujeo-Gabe muss auch der Tagesablauf hinterfragt werden:
Mahlzeit/Insulin ge-/verschätzt, erhöhter Verbrauch durch Belastung auch unabhängig von Sport u.a.m.
Bearbeitet von User am 30.05.2017 00:51:52. Grund: Text