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Diabetes Typ2
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am 13.08.2017 21:28:39 | IP (Hash): 1269593110
Hallo Zusammen,
ich möchte euch was fragen. Zuvor gebe ich euch jedoch ein paar Infos über mich, damit meine Gedanken besser eingeschätzt werden könnnen
September 2016:
Rauchen aufgehört
Dezember 2016:
Größe 170cm, Ernährung ausschließlich Fast Food, sehr wenig Bewegung, 92 Kilo
Hausarzt sagt bei Routinekontrolle, dass meine Zuckerwerte erhöht sind (ich kenne die Zahlen von damals nicht mehr), dass ich aufpassen und in 3 Monaten einen neuen Termin machen soll
März 2017:
Gewicht abgenommen auf 76 Kilo, da ich die obligatorischen täglichen Chips und Süssigkeiten weggelassen habe. Allerdings habe ich weiterhin sehr ungesund gegessen und noch weniger Bewegung gehabt. HBA1C 12,9. Hausarzt tendiert zu Typ1 und überweist mich zum Diabetologen.
Diabetologe will mich auf Insulin setzen, da der HBA1C Wert sehr hoch ist. Auch er tendiert zu Typ 1. Ich weigere mich, bis finale Blutergebnisse da sind, die Typ 1 beweisen. Ich beharre darauf, dass durch mein Verhalten zu ändern. Ich fange an, mich über Diabetes zu informieren. Ändere Ernährung radikal (fettarm, kein Brot mehr, viel Grünzeug), Nüchternblutzucker sinkt von 300 auf 120, 2h nach Essen von 350 auf 130-140 (alles innerhalb von 14 Tagen, täglich mehrmals selber gemessen)
Beim nächsten Termin beim Diabetologen (ca. 14 Tage später) sagt er mir, dass es doch kein Typ1 ist und da meine Daten sich extrem verbessert haben, dass ich es mit Velmetia (50/1000 2 mal täglich) probieren soll. Eigentlich möchte ich keine Tabletten, da ich in den 2 Wochen nur durch mein Verhalten ein Rückgang der Werte bewiesen habe, aber ich will diesmal auf den Arzt hören.
Mai 2017:
Seit März Ernährung umgestellt + 2 mal täglich Velmetia = HBA1C ist auf 7,7 gesunken
Jetzt (August 2017):
Ernährungsumstellung konsequent beibehalten, Gewicht 69KG, ich fühle mich frisch und vital. Weiterhin 2 mal täglich Velmetia, HBA1C aktuell 5,0 (fünf komma null!!!) Arzt empfiehlt mir weiterhin Velmetia einzunehmen,
Jetzt meine Frage:
Wäre nicht die Zeit gekommen, die Tabletten abzusetzen und zu schauen, wie sich der Körper ohne Tabletten entwickelt?! Ich behalte natürlich meinen Lebenswandel bei allerdings geht ja HBA1C kaum besser als 5,0 und ich frage mich, warum der Arzt weiterhin will, dass ich 2 mal täglich so starke Tabletten nehmen soll?!
Danke für eure Meinung
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am 14.08.2017 02:20:17 | IP (Hash): 1681285744
Hallo Dersim
Wenn ich Du wäre würde ich den Arzt fragen für 3x täglich 500mg Metformin
bei deinem jetzigen Wert und wenn Du den HbA1c von max. 5,3% halten kannst ?
um vor Folgeerkrankungen sicher zu sein mit natürlich dem fortfahren des
geänderten Lebensstiel und so wäre dann der Pankreas nicht weiterhin
gestresst vom Sitagliptin was auch besser wäre.
Es wäre zu sehen, aber das müsstest Du mit deinem Arzt besprechen.
Dass Du jetzt so einen guten HbA1c hast unter den Medikamenten kannst
Du froh sein, da 5,0% in der Mitte des Normalgesunden ist.
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am 14.08.2017 11:08:25 | IP (Hash): 800816822
Ich bin auch sehr froh. Insbesondere (ich kenne mich jetzt nicht so gut aus), da es wohl nicht sehr oft vorkommt, in ca. 5 Monaten seinen HBA1C von 12,9 auf 5,0 zu senken. Die Krankheit hat mir wirklich die Augen geöffnet und gezeigt, wie lebenswert das Leben ist und dass man sehr viel selbst dafür tun kann, dass es einem gut geht (gilt natürlich insbesondere für Typ2). Mich beunruhigt nur das Sitagliptin. ich habe gelesen, dass es zu Krebs führen kann und ich denke, dass man Körper es jetzt auch ohne das Sitagliptin probieren sollte.
Ich habe mir folgendes überlegt: Wenn mein HBA1C auch in 3 Monaten unter 6 ist, reduziere ich Velmetia auf 1 Stück pro Tag. Sollte ich danach in 3 Monaten wieder einen HBA1C unter 6 haben, würde ich nach reinem Metformin fragen (also kein Sitagliptin mehr). Und wenn dann in 3 Monaten alles gut ist, das Metformin Stück für Stück reduzieren. Natürlich alles unter der Annahme dass sich bein HBA1C nicht signifikant verschlechtert.
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am 14.08.2017 11:15:04 | IP (Hash): 2108455638
Hallo!
Erstmal "Daumen rauf" für den guten HbA1c und die veränderte Lebensstil!
Was die Therapie und Diabetes-Zukunft angeht, das kann man echt schlecht planen.
Vertraue da auf Deinen Diabetologen und Deine Messwerte!
Der Start-HbA1c ist schon reichlich heftig, da würde ich Änderungen mit dem Arzt absprechen. Und eine passende Alternative zu Sitagliptin finden – das ist nun wirklich was komplett anderes als Metformin!
Weiter gute HbA1c! -
am 14.08.2017 11:23:09 | IP (Hash): 800816822
Dankeschön. Ist meine "Angst" vor Sitagliptin den begründet?! Natürlich ist es besser wenn es ohne geht (konnte ja auch zu Beginn komplett ohne Medikamente meine Werte gut verbessern), aber für den Fall der Fälle: Sprich was gegen Sitagliptin?! ich habe neben Krebs die Sorge, dass es meine Bauchspeicheldrüse derart "manipulieren" könnte, dass ich irgendwann gar kein Insulin mehr produziere -
am 14.08.2017 11:31:50 | IP (Hash): 2108455638
Jedes Medikament hat seine Nebenwirkungen.
Sitagliptin hat einen komplett anderen Wirkmechanismus als Metformin, eine Alternative wäre ein Basalinsulin. Wobei Sitagliptin dann nur wirkt, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, gespritztes Insulin zieht seine Wirkung durch, dadurch gibt es das Risiko einer Unterzuckerung.
Mach doch einfach einen Termin mit Deiner Diabetesberaterin. Zusammen mit dem Arzt kannst Du die ideal Kombination für Dich finden und gleichzeitg Risiken abwägen und besprechen. -
am 14.08.2017 11:39:07 | IP (Hash): 800816822
Mein Arzt sagt, da ich Velmetia gut vertrage und meine Werte so gut sind, dass ich es weiter nehmen soll. Und genau das irritiert mich. Ich habe viel gelesen und bei vielen sagen die Ärtze sogar bei HBa1c von 6 oder 7, dass noch keine Tabletten notwendig seien. Und mein Arzt will selbst bei 5 dass ich Velmetia weiternehme. Ich habe kein Problem damit dass ich Tabletten nehmen muss wenn es nicht anders geht. Aber man könnte doch jetzt bei 5 mal wirklich über eine Reduzierung zum test nachdenken?! -
am 14.08.2017 12:04:56 | IP (Hash): 2108455638
Dersim62 schrieb:
bei vielen sagen die Ärtze sogar bei HBa1c von 6 oder 7, dass noch keine Tabletten notwendig seien. Und mein Arzt will selbst bei 5 dass ich Velmetia weiternehme.
Weil Du einen modernen Arzt hast, der trotz guter Werte weiter Medikamente verschreibt.
Was sollst Du denn mit einem HbA1c von 7?
Das ist absolut unnütz und schadet mehr als der "Verzicht" auf eine oder zwei Tabletten täglich einbringt...
Jedes Quartal mit guten oder sehr guten HbA1c hast Du in Sachen Folgeschäden auf der Guthaben-Seite.
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am 14.08.2017 12:15:12 | IP (Hash): 800816822
Danke schön. Bin jetzt etwas beruhigt. Ich werde einfach weiter mein neues Programm durchziehen und in 3 Monaten bei guten Werten mit den Arzt sprechen, dass wir testweise die Tabletten auf 1 Stück pro Tag senken. Und über alles andere mache ich mir dann Gedanken wenn es soweit ist:-) -
am 14.08.2017 14:18:26 | IP (Hash): 1681285744
Dersim
Ich kann Dir zu deinem Arzt gratulieren und es scheint auch einer zu sein
welcher nichteinfach nach Schema-F vorgeht, sondern individuell sich mit
Zeit auch bemüht und das Resultat ist, dass ich das erst das zweitemal
hier sehen kann bei Dir nun mit HbA1c 5,0% und beim Anderen mit 5,3%.
Es ist auch besonders wichtig beim Diabetes, dass man bei der Behandlung
nicht von einem Extrem ins Andere geht, sondern in kleinen Schritten aber
zeitlich korrekt sich an die jeweiligen Situationen herantastet.
Wenn Du vom jetzigen Medikament auf eine pro Tag umsteigen würdest,
dann würde ich Dir empfehlen diese mit dem Tablettenteiler zu halbieren
und dann auch 2x täglich die halbierte Dosis einnehmen, aber das wie
immer natürlich in Absprachen mit deinem Arzt.
Wünsche auch Dir alles Gute im Gelingen
PS : Die Ärzte welche da ihren Standard von HbA1c 6-8% frönen, haben
an der heutigen Diabetes-Situation nichts zum Besseren verändert, wie
man klar sehen kann wenn man mit Chirurgen spricht, welche noch
heute bestätigen können, dass die täglich zu ca. 60% mit Diabetikern
zu tun haben, aber davon wird nicht in der Öffentlichkeit gesprochen !!
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