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Mathilda fragt
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am 28.08.2017 11:55:08 | IP (Hash): 1546713639
Guten morgen
Bezüglich meines Ehegatten habe ich eine Frage. Ich bin selbst Diabetikerin und mein Mann ist erblich vorbelastet was ja irgendwann wohl automatisch zum Diabetes führt. Nun wird bei Ihrer Betriebsuntersuchung der hba1c zur Diagnose eingesetzt. Bei mir wird dieser Wert zur Kontrolle verwendet. Meine Diabetologin findet dies auch eigenartig als ich Ihr von der Untersuchung meines Mannes erzählt habe und verwies darauf das dies eigentlich so nicht gemacht wird.
Meinem Mann ist das alles egal aber ich weiss nicht so recht weiter. Vielleicht finde ich hier ja Tipps denn ich mache mir schon Gedanken um ihn.
Gruß -
am 28.08.2017 12:15:56 | IP (Hash): 1963798711
Bei Nichtdiabetikern gilt der HBA1c ab 6,5 als Diabetes und ab 5,7 als Prädiabetes. Vielleicht wartet Ihr erstmal das Ergebnis der Betriebsuntersuchung ab? Und wenn Ihr dann Zweifel an nem Nichtdiabetes habt, oder wenn Du ungeduldig bist, lass ihn doch mal morgens vor dem Frühstück mit Deinem Gerät seinen Nüchtern-BZ testen. Würde zwr nicht für die Diagnose reichen, aber mit über 125mg/dl oder 7mmol/l würde Deine Diabetologin das sofort überprüfen wollen :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 28.08.2017 13:58:08 | IP (Hash): 1400677933
HbA1c gehört nicht in eine Betriebsuntersuchung und erwähne hier dass
Diabetiker beruflich und für Karriere bereits benachteiligt werden.
Kontaktiere mal die Arbeiter Gewerkschaft und frage dort.
Wird der HIV-Test auch ausgeführt ?
.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.08.2017 14:54:44 | IP (Hash): 1546713639
Adhka schrieb:
HbA1c gehört nicht in eine Betriebsuntersuchung und erwähne hier dass
Diabetiker beruflich und für Karriere bereits benachteiligt werden.
Kontaktiere mal die Arbeiter Gewerkschaft und frage dort.
Wird der HIV-Test auch ausgeführt ?
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danke euch beiden.....wie gesagt ich finde es auch komisch und denke wie ihr beiden dass der sichere weg des nüchternwertes sinnvoller wäre...danke euch -
am 28.08.2017 15:18:50 | IP (Hash): 1856628033
Mathilda schrieb:
danke euch beiden.....wie gesagt ich finde es auch komisch und denke wie ihr beiden dass der sichere weg des nüchternwertes sinnvoller wäre...danke euch
Nein, das ist es nicht. Seit 2011, also doch schon etliche Jahre, wird das HbA1c zur Diagnose genutzt und von der DDG auch empfohlen in ihren Praxisleitliniern empfohlen.
Siehe dazu z.B. hier http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2014/DuS_S2-14_DDG_S96-S99_Definition-Klassifikation-Diagnostik.pdf mit dem Ablaufschema für die Diagnose auf 4. und 5. Seite.
Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass deine Diabetologing das wirklich eigenartig findet und noch nichts davon gehört haben will. Möglich wäre bestenfalls, dass sie zu den Gegnern der HbA1c-Diagnistik gehört und immer noch lieber auf den Nüchternwert setzt.
Und auch noch eine Korrektur zu dieser Aussage:
Mathilda schrieb:
... mein Mann ist erblich vorbelastet was ja irgendwann wohl automatisch zum Diabetes führt..
Diabetes (außer MODY) wird nicht 1:1 vererbt. Vererbt wird lediglich ein höheres Risko, an Diabetes zu erkranken. Wie dein Mann mit diesem erhöhten Risko umgeht, hat er selber in der Hand. Mit dir als erfahrene Diabetikerin in der Familie, hat er bestimmt gute Chancen, größere Gefahren zu meiden.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 28.08.2017 15:54:16. Grund: . -
am 28.08.2017 15:37:57 | IP (Hash): 1963798711
Mathilda schrieb:
... und denke wie ihr beiden dass der sichere weg des nüchternwertes sinnvoller wäre...danke euch
Hab ich nicht geschrieben, sondern nur auf Deine Möglichkeit des Selbertestens hingewiesen. Warum nutzt Du die eigentlich nicht, wo Du doch offensichtlich Bedenken hast?
Im Rahmen einer Betriebsunersuchung ist der HBA1c Test übrigens der einzig sinnvolle von allen Zuckertests, weil er nicht vom Essen oder/und Aktivitäten vorher beeinflusst werden kann.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 28.08.2017 15:54:24 | IP (Hash): 1400677933
Normalerweise wird ein Hämogramm / Blutbild gemacht und dort
nach Standards sind die Glukose oder HbA1c zusätzliche Tests.
Das Problem wenn das durch eine Betriebsuntersuchung gemacht
wird, ist dass man nicht weiss was die Geschäftsleitung dann
mit den persönlichen Resultaten macht und wie bekannt dann
Angestellte mit ev. Diabetes verdacht bereits benachteiligt.
Man darf da in der heutigen Zeit nicht zu Naiv sein !!
.
Bearbeitet von User am 28.08.2017 16:48:34. Grund: . -
am 28.08.2017 19:00:15 | IP (Hash): 933627155
die diabetologin findet es nur eigenartig..
.sie sagte so würde kein arzt vorgehen -
am 28.08.2017 19:00:16 | IP (Hash): 933627155
die diabetologin findet es nur eigenartig..
.sie sagte so würde kein arzt vorgehen -
am 28.08.2017 19:14:24 | IP (Hash): 1704603689
Adhka schrieb:
Das Problem wenn das durch eine Betriebsuntersuchung gemacht
wird, ist dass man nicht weiss was die Geschäftsleitung dann
mit den persönlichen Resultaten macht und wie bekannt dann
Angestellte mit ev. Diabetes verdacht bereits benachteiligt.
.
Grundsätzlich erfährt der Vorgesetzte vom Betriebsarzt nur, ob der Untersuchte gesundheitlich für den geplanten Arbeitsbereich geeignet ist, mehr nicht.
Diagnosen unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht!