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    am 11.10.2017 14:44:24 | IP (Hash): 1991334395
    Hallo, ich bin neu hier.
    Bin seit fast 10 Jahren Diabetikerin und seit 2 Jahren spritze ich 1 mal täglich das Langzeit-Insulin Abasaglar (24 E) am Abend und nehme noch dazu Metformin.
    Meine Zuckerwerte sind sehr schlecht, zwischen 16-20 mmol- auch am Morgen nüchtern oder wenn ich am Tage kaum was esse. Wie kann das sein, das meine Zuckerwerte dann so hoch sind, bin verzweifelt.
    Wer kann mir eine Antwort oder einen Rat geben?
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    am 11.10.2017 15:16:17 | IP (Hash): 2108455638
    Hallo!

    Du bist in letzter Zeit permanent auf so hohen Werten?

    Da Du Dein Lanzeit-Insulin nicht angepasst hast nehme ich an, dass Du über Deine Insulin nicht bescheid weißt – 
    also ab zum Diabetologen.

    Falls der Dich schon länger mit hohen Werten alleine lässt oder gar "nur" der Hausarzt am werkeln ist:

    Such Dir einen guten Diabetologen.

    Da ist mit ein paar Tipps aus dem Forum echt nicht zu helfen...
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    am 11.10.2017 15:23:04 | IP (Hash): 688584431
    TypEinser schrieb:
    Hallo!

    Du bist in letzter Zeit permanent auf so hohen Werten?

    Da Du Dein Lanzeit-Insulin nicht angepasst hast nehme ich an, dass Du über Deine Insulin nicht bescheid weißt – 
    also ab zum Diabetologen.

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    Weil du tot umfallen würdest wenn nur dann Glucose im Blut wäre wenn du was isst. Deine Leber macht ihren Job und versorgt den Körper dauerhaft mit Glucose, auch wenn du nichts isst.
    Bei gesunden regelt Insulin das in einen normalen Bereich. Bei Diabetiker nicht.
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    am 11.10.2017 15:30:07 | IP (Hash): 2108455638
    Heliflieger schrieb:
    TypEinser schrieb:
    Hallo!

    Du bist in letzter Zeit permanent auf so hohen Werten?

    Da Du Dein Lanzeit-Insulin nicht angepasst hast nehme ich an, dass Du über Deine Insulin nicht bescheid weißt – 
    also ab zum Diabetologen.

    Falls der Dich schon länger mit hohen Werten alleine lässt oder gar "nur" der Hausarzt am werkeln ist:

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    Weil du tot umfallen würdest wenn nur dann Glucose im Blut wäre wenn du was isst. Deine Leber macht ihren Job und versorgt den Körper dauerhaft mit Glucose, auch wenn du nichts isst.
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    Danke für den Tipp! ;-))

    Da Träumerin offensichtlich nicht weiß, was ein Basalinsulin ist, wie man es anpasst und warum man auch Insulin braucht wenn man "nichts isst", bleibt nur der Tipp: Diabetologe, Schulung.
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    am 11.10.2017 16:05:08 | IP (Hash): 1109753274
    ...und vor allem die Frage: Warum hier im Forum fragen und warum nicht schon längst beim Arzt - der ja immerhin das Insulin verschreibt???

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 11.10.2017 16:11:59 | IP (Hash): 2108455638
    Man könnte ja was zu Insulin schreiben...

    Aber, liebe Träumerin, um das Insulin erfolgreich anpassen zu können brauchst Du etwas mehr Hintergrundwissen.

    Aktuell scheint es so zu sein:
    Der Arzt hat Dir eine Dosis Insulin und dazu Metformin verschrieben, und seitdem machst Du das ganze so.

    Zu welchen Tageszeiten misst Du denn den Blutzucker? Bekommst Du die Teststreifen vom Arzt verschrieben?

    Und die Kernfrage: Machst Du die Diabetes-Therapie beim Hausarzt oder beim Diabetologen?
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    am 11.10.2017 17:21:54 | IP (Hash): 688584431
    TypEinser schrieb:
    Heliflieger schrieb:
    TypEinser schrieb:
    Hallo!

    Du bist in letzter Zeit permanent auf so hohen Werten?

    Da Du Dein Lanzeit-Insulin nicht angepasst hast nehme ich an, dass Du über Deine Insulin nicht bescheid weißt – 
    also ab zum Diabetologen.

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    Weil du tot umfallen würdest wenn nur dann Glucose im Blut wäre wenn du was isst. Deine Leber macht ihren Job und versorgt den Körper dauerhaft mit Glucose, auch wenn du nichts isst.
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    Danke für den Tipp! ;-))

    Da Träumerin offensichtlich nicht weiß, was ein Basalinsulin ist, wie man es anpasst und warum man auch Insulin braucht wenn man "nichts isst", bleibt nur der Tipp: Diabetologe, Schulung.



    Sorry, ich wollte "träumerin" antworten, bin wohl verrutscht :-(
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    am 11.10.2017 21:47:42 | IP (Hash): 1373018522
    Jetzt muss ich auch mal eine blöde Frage stellen
    Träumerin hat in Ihrem ersten Beitrag geschrieben Zuckerwerte 16 - 20 mmol
    was soll das bitte für ein Wert sein ?
    HbA1c ?
    Also wenn das der HbA1c Wert ist dann müsste die Frau ja einen Zuckerschock haben wenn man bedenkt das ein Normalwert bei ca. 5, 2 - 5,7 liegt ?

    Diabetiker aller Länder vereinigt euch !
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    am 11.10.2017 21:53:17 | IP (Hash): 688584431
    GeneralLee schrieb:
    Jetzt muss ich auch mal eine blöde Frage stellen
    Träumerin hat in Ihrem ersten Beitrag geschrieben Zuckerwerte 16 - 20 mmol
    was soll das bitte für ein Wert sein ?
    HbA1c ?
    Also wenn das der HbA1c Wert ist dann müsste die Frau ja einen Zuckerschock haben wenn man bedenkt das ein Normalwert bei ca. 5, 2 - 5,7 liegt ?

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    Ach was, mol ist nur eine andere Einheit.
    So als würdest du Unzen statt Gramm nehmen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mol


    mmol sind dementsprechend Millimol, so wie Milligramm, aber andere Einheit.

    Gramm, Kilo, Pfund sind Gewichtseinheiten, mol gibt eine Stoffmenge an, also soundsoviele Atome bzw. Moleküle.
    Bearbeitet von User am 11.10.2017 21:55:42. Grund: Erklärung
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    am 11.10.2017 22:11:14 | IP (Hash): 583301886
    General_Lee schrieb:
    Jetzt muss ich auch mal eine blöde Frage stellen
    Träumerin hat in Ihrem ersten Beitrag geschrieben Zuckerwerte 16 - 20 mmol
    was soll das bitte für ein Wert sein ?

    Hallo GL,

    die mg/dl sind eigentlich die alten Maßeinheiten. Vor vielen Jahren haben sich die Mediziner in irgendwelchen Gremien mal darauf verständigt, die Maßeinheiten für die ganzen Blutwerte, nicht nur für den BZ, auf SI-Einheiten (Standard International) umzustellen. Einige Länder haben umgestellt, z.B. Frankreich, Schweiz, ... und andere nicht, z.B. USA und BRD. Die Ex-DDR hat mit umgestellt und deshalb ist Deutschland heute zweigeteilt in mg/dl- und in mmol/l- Messer.

    Wenn du wissen willst, wie hoch der BZ von Träumerin bei 16 ... 29 mmol/l in mg/dl ist, dann musst du die Werte mal 18 nehmen. Das ist schon ein sehr hoher BZ mit 288 ... 360mg/dl, Träumerin sollte wirklich nicht mehr abwarten und ganz schnell zu einem kompetenten Diabetologen gehen.
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    am 12.10.2017 06:11:39 | IP (Hash): 1373018522
    Danke Rainer
    wieder etwas klüger geworden !
    @Träumerin
    darf man fragen wie dein täglicher Speiseplan so aussieht ?
    Da ich meine Diabetes über die Ernährung regle, würde es mich schon interessieren wie dein Speiseplan aussieht. Vielleicht kann man für´s erste auch schon mal etwas Schadensbegrenzung machen durch eine andere Ernährung ?
    Würde mich freuen von dir zu lesen !

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    am 14.10.2017 13:59:32 | IP (Hash): 1253718017
    Danke für eure Antworten.
    Ich bin wirklich nur beim Hausarzt in Behandlung wegen meines Zuckers (Typ 2).
    Ich strebe keinen ideal Zuckerwert an, wenn ich den Langzeitwert von 10-12 mmol habe bin ich zufrieden, aber leider schaffe ich nicht mal das.
    Ich wollte eigentlich nie Insulin spritzen, doch mein Hausarzt konnte mich doch überzeugen, wenigstens 1x täglich das Langzeitinsulin zu spritzen.
    Dazu muß ich sagen, dass ich mit 50 Jahren an Parkinson erkrankt bin und ich, egal welche super Werte ich auch hätte, ich in meiner Lebensqualität durch Parkinson sehr eingeschränkt bin und bewegungstechnisch nicht viel geht.
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    am 14.10.2017 14:13:48 | IP (Hash): 1253718017
    Danke für eure Antworten.
    Ich bin wirklich nur beim Hausarzt in Behandlung wegen meines Zuckers (Typ 2).
    Ich strebe keinen ideal Zuckerwert an, wenn ich den Langzeitwert von 10-12 mmol habe bin ich zufrieden, aber leider schaffe ich nicht mal das.
    Ich wollte eigentlich nie Insulin spritzen, doch mein Hausarzt konnte mich doch überzeugen, wenigstens 1x täglich das Langzeitinsulin zu spritzen.
    dazu muß ich sagen, das ich mit 50 Jahren an Parkinson erkrankt bin und ich, welche super Werte ich auch hätte, ich in meiner Lebensqualität durch Parkinson sehr eingeschränkt bin und bewegungstechnisch nicht mehr viel geht...
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    am 14.10.2017 16:23:30 | IP (Hash): 1956549395
    träumerin schrieb:
    Dazu muß ich sagen, das ich mit 50 Jahren an Parkinson erkrankt bin und ich, welche super Werte ich auch hätte, ich in meiner Lebensqualität durch Parkinson sehr eingeschränkt bin und bewegungstechnisch nicht mehr viel geht...

    Hallo Träumerin.

    dass du in deiner Situation keine perfekten Werte anstrebst, kann ich gut verstehen. Allerdings machst du dir mir solchen schlechten Werten dein Leben noch viel schwerer. Unter so einem dauerhaft hohen BZ leidet dein Allgemeinbefinden enorm. Das häufige Wasserlassen ist eine Folge des hohen BZ, aber bei weitem nicht die einzige,

    Gehe wirklich zu einem Diabetologen und besprich mit ihm. wie du deine Werte mit einem für dich erträglichen Aufwand besser hinkrigen kannst. Die Erhöhung des Basalinsulins auf die erforderliche Dosis würde schon ein ganzes Stück weiter helfen ohne dass du dadurch mehr Aufwand hättest. Wahrscheinlich ist dann auch die Hinzunahme von Tabletten (z.B. ein DPP4-Hemmer) sehr sinnvoll. Damit wirst du bestimmt noch keine idealen BZ-Werte erreichen, aber zur Vermeidung der gröbsten Beschwerden könnte das vielleicht ausreichen.

    Alles Gute, Rainer
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    am 15.10.2017 13:43:15 | IP (Hash): 263244793
    Hallo ,

    bei uns gibt es keinen Diabetologen- und ins Krankenhaus gehe ich nicht.
    Diabetes und Parkinson haben viele ähnliche Symptome - wie das Wasser lassen, Probleme mit den Augen., mit dem Herzen... usw... . Die Ärzte können die Symptome gar nicht mehr zuordnen. Wenn mir so richtig schlecht ist, weiß auch kein Arzt, ob es vom Zucker kommt oder von den vielen Parkinsontabletten oder ob beides eine Rolle spielt.
    Meine Parkinson Erkrankung schreitet sehr schnell voran und deshalb würde mir ein Langzeitwert von 10-12 mmol reichen. Ich esse sehr wenig, habe kaum noch Appetit - doch meine Tages- Zuckerwerte sind immer hoch (16-20 mmol) und das kann ich nicht verstehen. Ist es dann nicht auch egal was ich esse?
    Als Diabetiker muß ich auf Zucker und Kohlenhydrate achten, wegen Parkinson sollte ich kein Eiweiß essen, da wird es mit der Ernährung schon schwierig.
    Mein Langzeitinsulin wurde ständig erhöht, habe auch 2x täglich gespritzt- die Werte bleiben gleich schlecht.
    Gibt es so was, das Langzeitinsulin keine Wirkung haben kann?
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 15.10.2017 14:02:54 | IP (Hash): 263244793
    Hallo,
    bei uns gibt es keinen Diabetologen - und ins KH gehe ich nicht.
    Diabetes und Parkinson haben viele ähnliche Symptome - wie das Wasser lassen, Probleme mit den Augen, mit dem Herzen... usw. Die Ärzte können die Symptome gar nicht mehr zuordnen.
    Wenn mir so richtig schlecht ist, weiß auch kein Arzt, ob es vom Zucker kommt oder von den vielen Parkinsontabletten oder ob beides eine Rolle spielt.
    Meine Parkinsonerkrankung schreitet sehr schnell voran und deshalb würde mir ein Langzeitwert von 10-12 mmol reichen. Ich esse sehr wenig, habe kaum Appetit- doch meine Tages-Zuckerwerte und Nüchternwerte sind immer hoch (16-20 mmol) und das kann ich nicht verstehen. Ist es dann nicht auch egal, was ich esse?
    Als Diabetiker muß ich auf Zucker und Kohlenhydrate achten, wegen Parkinson sollte ich kein Eiweiß essen, da wird es mit der Ernährung schon schwierig.
    Mein Langzeitinsulin wurde ständig erhöht, habe auch schon 2x täglich gespritzt- die Werte bleiben gleich schlecht.
    Gibt es so was, das Langzeitinsulin keine Wirkung haben kann?
    Träumerin

    Ich komme mit dem Schreiben nicht richtig klar, ich weiß nicht wo diese Nachricht immer landet....
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    am 15.10.2017 19:46:18 | IP (Hash): 528944371
    Dass Insulin keine Wirkung hätte, kommt höchst selten vor. Dann ist es in aller Regel verdorben, war gefroren oder über Wochen viel wärmer als 30°.

    Dass bei der einen 20 Einheiten Langzeit-Insulin für 24 Stunden reichen und der andere dafür 100 Einheiten braucht oder noch viel mehr und viele halt jede Menge dazwischen, ist völlig normal. Auch dass sich der Bedarf mit der Zeit verändert und meistens erhöht.
    Da müssen wir die Dosierung halt nach und nach so anpassen, dass wir morgens mit dem Blutzucker aufstehen, den wir haben wollen.
    Unter 10mmol/l morgens aufstehen könnte Deine allgemeine Befindlichkeit für den Tag vielleicht schon deutlich verbessern.

    Ich stelle mir als Außenstehender halt vor, dass mir die miese Befindlichkeit vom Parkinson schon reichen würde und dass ich die nicht zu allem Überfluss auch noch vom viel zu hohen Blutzucker erheblich verstärkt brauchte.
    Wie viel mehr vom Insulin Du für morgens unter 10mmol/l brauchst, kannst Du nur selbst in kleinen Schritten rausfinden, indem Du alle 2-3 Tage 2 Einheiten mehr nimmst, bis Du morgens die 10 oder 9und erreichst :)

    Dein Beitrag steht in der "Übersicht" immer so lange als erster, bis ein neuer Beitrag dazu kommt.

    ----------------------------------------------
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    am 16.10.2017 13:09:49 | IP (Hash): 2143133240

    Ich danke dir für deinen Rat, das ich alle 2-3 Tage 2 Einheiten mehr nehmen soll, bis ich Morgens 10 mmol erreiche.
    Das ist für mich ein guter Ansatzpunkt- so werde ich es machen.
    es grüßt die träumerin
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    am 16.10.2017 13:15:15 | IP (Hash): 2143133240
    Ich danke für deinen Rat, das ich alle 2-3 Tage 2 Einheiten mehr nehmen soll, bis ich Morgens 10 mmol erreiche.
    Das ist für mich ein Ansatzpunkt - so werde ich es machen.
    die träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 16.10.2017 19:12:50 | IP (Hash): 317917930
    träumerin schrieb:
    Meine Parkinsonerkrankung schreitet sehr schnell voran und deshalb würde mir ein Langzeitwert von 10-12 mmol reichen. Ich esse sehr wenig, habe kaum Appetit- doch meine Tages-Zuckerwerte und Nüchternwerte sind immer hoch (16-20 mmol) und das kann ich nicht verstehen. Ist es dann nicht auch egal, was ich esse?
    Als Diabetiker muß ich auf Zucker und Kohlenhydrate achten, wegen Parkinson sollte ich kein Eiweiß essen, da wird es mit der Ernährung schon schwierig.
    Mein Langzeitinsulin wurde ständig erhöht, habe auch schon 2x täglich gespritzt- die Werte bleiben gleich schlecht.


    Hallo Träumerin,
    dich plagt mehr deine Parkinsonerkrankung, darüber sich informieren wäre wichtig.
    Eiweiß ist nicht verboten, wie du meinst, gibt nur was zu beachten:
    http://www.parkinson-aktuell.de/leben-mit-parkinson/ernaehrung-und-rezepte/l-dopa-und-eiwei%C3%9F-bei-parkinson
    Medikamente vor oder nach Mahlzeiten einnehmen zu müssen (mit Wasser schlucken), ist nicht ungewöhnlich (habe auch solche).
    Regelmäßige Mahlzeiten sind auch bei Parkinson besonders wichtig
    http://www.parkinson-aktuell.de/leben-mit-parkinson/ernaehrung-und-rezepte

    Diese Ernährungsempfehlungen entsprechen durchaus auch den Empfehlungen für Diabetiker.
    Eiweiß aus Milchprodukten oder auch Soja (Pudding, Getränk z.B.) oder Spiegelei, weichgekochtes Ei sind leichter verdaulich als Fleisch (plage mich aus anderen Gründen mit Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen).

    Vielleicht schaust du dich mal auf dieser Website um
    http://www.parkinson-aktuell.de/
    auch unter 'Leben mit Parkinson'

    Gruß Elfe
    P.S.: Nach drei Tagen erhöhe auch ich Basalinsulin (anderes, aber morgens und abends).
    Allerdings vorsichtiger mit morgens + 1 Einheit, abends sogar nur + 1/2 Einheit.
    Kann auch sein, daß dir bei tageshohen BZ-Werten ein Diabetes-Medikament in Tablettenform (gibt' s unterschiedliche) helfen könnte.
    Bearbeitet von User am 16.10.2017 19:16:29. Grund: Korrektur Text
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    am 17.10.2017 14:20:05 | IP (Hash): 572797581
    Hallo Elfe,

    natürlich plagt mich meine Parkinsonerkrankung, ich kann sie nicht ignorieren, sie beherrscht meinen Tagesablauf - mein Leben.
    Ich habe jetzt schon (nach 7 Jahren Parkinson Diagnose)die höchste Dosis von L-Dopa und dazu noch die sogenannten "Verstärker", die auf den Tag bis zur Nacht verteilt werden müssen, damit ich etwas bewegungsfähig bin- heißt zum Beispiel: aus einer Tasse zu trinken....
    ... und dann muß ich mich auch noch mit meiner Diabetes beschäftigen, was mir auch viel Kraft kostet und die ich nicht in den Griff bekomme.

    Danke für deinen Tipp auf diese Website zu schauen, habe ich auch gemacht.
    Aber ich kenne natürlich diese Hinweise, wie man sich bei Parkinson ernähren sollte- aber es ist trotzdem nicht so einfach wie es aussieht.
    Ich werde erst einmal versuchen meine Zuckerwerte zu verbessern mit der oben genannten Methode - das könnte ein Weg sein....
    Gruß träumerin

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 17.10.2017 14:36:17 | IP (Hash): 572797581
    Hallo Elfe,

    natürlich plagt mich meine Parkinsonerkrankung, ich kann sie nicht ignorieren, sie beherrscht meinen Tagesablauf - mein Leben.
    Ich habe jetzt schon (nach 7 Jahren Parkinson) die höchste Dosis L-Dopa und noch dazu die sogenannten "Verstärker", die auf den Tag und Nacht verteilt werden müssen, damit ich etwas bewegungsfähig bin - heißt auch zum Beispiel - aus einer Tasse zu trinken...
    ...und dann muß ich mich auch noch mit meiner Diabetes beschäftigen,, die ich nicht in den Griff bekomme.

    Danke für deinen Tipp auf diese Website zu schauen - habe ich auch gemacht.
    Aber ich kenne natürlich diese Hinweise, wie man sich bei Parkinson ernähren sollte - aber es ist trotzdem nicht so einfach wie es aussieht.
    Ich werde erst einmal versuchen meine Zuckerwerte zu verbessern mit der obengenannten Methode - das könnte ein Weg sein..
    Gruß träumerin
  • Elfe

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    am 17.10.2017 19:22:32 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    mir ist es ganz wichtig, dir zu sagen, daß Ernährung ganz wichtig ist.
    Wenn du kaum noch etwas isst, schwächt dich das noch zusätzlich (Muskelabbau u.a.).

    Die Diabetes-Behandlung besteht nicht aus Hungern, sondern Abstimmung der Medikamente auf angepasste Ernährung.
    Du hast bereits ein neues Langzeitinsulin, was Kombinationen mit einem anderen AntiDiabetika durchaus vorsieht und den Blutzucker positiv beeinflussen könnte.
    Bitte spreche mit deinem Arzt darüber.
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2015/08/28/Ab-1-September-hat-Lantus-Konkurrenz

    Gruß Elfe
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    am 18.10.2017 13:51:32 | IP (Hash): 1738989042
    Hallo Elfe,

    das die Ernährung ganz wichtig ist, das weiß ich.
    Aber was macht man, wenn einem sehr oft so schlecht ist (wegen der Parkinsonmedikamente) , das man keinen Bissen runter kriegt oder keinen Appetit hat - und der Zuckerwert trotzdem sehr hoch ist? Ich verstehe es einfach nicht...
    Zum Langzeitinsulin am abend nehme ich noch früh und abends je 1000 mg Metformin.

    Gruß träumerin
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    am 18.10.2017 14:54:49 | IP (Hash): 673744327
    Typ1 wie Elfe übersehen meistens, dass bei uns Typ2 der meiste zu hohe Blutzucker davon kommt, dass unsere Leber die Ausgabe nicht mehr gesund begrenzt, sondern mehr oder weniger munter mehr ausgibt als notwendig ist und gebraucht wird, und dass diese Mehrausgabe durchaus sehr viel mehr BZ machen, kann, als die paar KHs, die wir essen. Da hilft dann die passende Menge Basal-Insulin, denn die bremst die übertriebene Ausgabe der Leber.

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    am 18.10.2017 15:52:40 | IP (Hash): 1738989042
    Das die Leber eine Rolle spielen könnte, habe ich schon mal gehört, aber die Zusammenhänge nicht wirklich verstanden.
    Aber ich glaube doch, das bei mir die Leber ein Grund sein könnte, das meine BZ-Werte ständig so hoch sind.
    Nun soll ich mir 3-4 mal am Tag ein anderes Insulin spritzen - das macht mir Angst...
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    am 18.10.2017 16:21:10 | IP (Hash): 673744327
    Die Leber ist das Schlüssel-Organ in unserem Stoffwechsel. ALLES, was wir essen und trinken, muss durch die Leber und wird darin mehr oder weniger bearbeitet und zwischengespeichert und aufbereitet, bevor es von der Leber gesund in genau der Menge in den Blutkreislauf in den ganzen Körper entlassen wird, die dort gebraucht wird. Bei uns mit Typ2 lässt die Leber infolge ihrer diabetisch defekten Steuerung halt mehr oder weniger sehr viel mehr raus, als unser Organismus braucht und verbraucht.

    Diesen Steuerdefekt können wir am wirksamsten mit Insulin ausgleichen. Denn mit der passenden Menge Insulin speichert die Leber mehr Glukose und produziert zudem nicht ganz so viel neue Glukose aus Eiweiß.

    Das Bremsen geht auch mit ner Tablette namens Metformin, und neuerdings kann man einen mehr oder weniger großen Teil der zuvielen Glukose mit einer neuen Sorte Tabletten auch auspinkeln. Allerdings ist Insulin bislang von allen Möglichkeiten die am gezieltesten dosierbare und die mit den wenigsten möglichen Nebenwirkungen.

    Welches Insulin darfst Du denn jetzt ausprobieren?

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    am 18.10.2017 17:05:25 | IP (Hash): 1738989042
    Danke für die ausführliche Erklärung zum Thema Leber, das ist sehr interessant zu wissen...
    Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
    Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.
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    am 18.10.2017 17:19:44 | IP (Hash): 1553264853
    träumerin schrieb:
    Ich weiß noch nicht welches Insulin ich bekomme, muß erst zum Termin in die Arztpraxis, dann wird alles mit dem Arzt besprochen. Ich habe Angst zu den Mahlzeiten zu spritzen, weil ich nicht gut essen kann, wegen meiner Parkinsonmedikamente. Ich weiß nicht, ob ich das hinkriege- das macht mir Angst.
    Ich hatte bis jetzt das Langzeitinsulin Abasaglar und die Tabletten Metformin.

    Hallo Träuimerin,

    Abasglar ist das gleiche wie Lantus, nur von einem anderen Hersteller. Wahrscheinlich kannst du das behalten, ich sehe wenigstens keinen Grund zum Wechseln. Die schrittweise Erhöhung aller 3 Tage, wie Jürgen sie dir vorgeschlagen hat, kannst du dir von deinem Arzt ja noch mal bestätigen lassen.

    Mit Mahlzeitinsulin könnte es bei dir wirklich schwierig werden, weil du nach dem Spritzen auch unbedingt die vorgesehene Menge essen musst. Rede mal mit deinem Arzt darüber, ob Tabletten für die Mahlzeiten nicht doch eventuell ausreichen könnten. Möglich wäre z.B. ein DPP4-Hemmer, eventuell Januvia. Das gibt es sogar als Kombimedikament Janumet zusammen mit Metformin, so dass du nicht mal mehr Tabletten schlucken müsstest. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Janumet zusammen mit der richtigen Dosis Basalinsulin (Abasglar oder Lantus) für dich bei vertretbaren Aufwand einen zufriedenstellenden BZ-Verlauf ergeben.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 19.10.2017 01:42:00 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    der von Rainer genannte DDP4-Hemmer hat einen Einfluss auf die körpereigene Insulinausgabe der eigenen Bauchspeicheldrüse und lässt das Insulin auch länger wirken.
    http://www.medizinfo.de/diabetes/therapie/dpp-4-hemmer.shtml

    Ob das allerdings zu deinen anderen Medikamenten und Befinden passt, kann dein Arzt dir sagen
    (siehe Eigenschaft 'verlangsamte Magenentleerung').

    Selbst wenn du Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommst, ist das nicht so schlimm, wie du glaubst.
    Im Gegenteil.
    Du kannst ganz gezielt und direkt die Kohlenhydrate deiner Mahlzeiten beeinflussen, ohne Umweg über Magen/DarMTRakt.
    Auch wenn du nur wenig isst, kannst du die wenigen Kohlenhydrate 'wegspritzen'.
    Mit diesen schnell wirksamen Insulinen ist es auch möglich, erst nach der Mahlzeit weniger zu spritzen, wenn du nicht mehr essen magst, was du dir eigentlich vorher gedacht hattest.
    So Sachen wie Suppen, Obst z.B. spritze ich vor der Mahlzeit, anderes eher nach der Mahlzeit (bes. Fleisch, Fettiges).
    Ein weiterer Pluspunkt des schnellen Insulins ist, daß du sogen. Korrektureinheiten spritzen kannst.
    Bedeutet, du kannst mit 1 Einheit zusätzlich zu hohen Blutzucker senken.
    Mein Anfängerwert war 50 mg/ml (2,8 mmol/l), liegt aber schon ziemlich lange bei 40 mg/ml (2,2 mmol/l).
    Bei hohen Werten spritze ich die Korrektureinheiten vor der Mahlzeit, bei sehr hohen Werten ggfs. mit Essen bis zu 15 min warten.
    Deine jetzige Einstellung ist jedenfalls unzureichend.
    Basaldosis zu erhöhen, wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit (wie von anderen schon geschrieben).

    Gruß Elfe
    @Jürgen hat wohl übersehen, daß der medizinische Fortschritt weitergangen ist, per Medikamente, siehe DPP-4 Hemmer, mit ganz anderen Wirkmechanismen für 2er besonders als Zielgruppe, damit körpereigenes Insulin besser wirken kann. Die Leber-These ist da zweitrangig.
    Bearbeitet von User am 19.10.2017 01:43:41. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 19.10.2017 07:18:13 | IP (Hash): 656943396
    Hallo Elfe,

    danke für deinen ausführlichen Beitrag.
    Ich bin noch etwas geschockt, das ich nun zu den Mahlzeiten spritzen soll und in meinem Kopf kreisen so viele Fragen herum.
    Kann ich auch mal eine oder auch 2 Mahlzeiten auslassen, wenn es mir nicht gut geht, wie ist es dann mit dem Spritzen?
    Zur Zeit esse ich am Tage 5- 6 kleine Mahlzeiten, meist nur ein paar Happen, aber wie soll das gehen, wenn ich das Mahlzeitinsulin spritzen soll? Da ich keine Nacht richtig schlafen kann, esse ich meistens eine Kleinigkeit (Joghurt, Reiswaffeln pur), - muß ich dann auch spritzen?
    Und wie weiß ich überhaupt, wieviel ich spritzen soll?
    Ich esse kaum Fleisch und Wurst.
    Das Langzeitinsulin, das ich noch habe, zeigt überhaupt keine Wirkung, habe jetzt sogar 2x täglich gespritzt und die Einheiten erhöht.
    Ich muß mich wohl auf eine Veränderung einstellen, aber das fällt mir sehr schwer...
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 19.10.2017 19:54:53 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    Ist das denn schon klar, daß du Mahlzeiteninsulin bekommst ?
    Oder zaubert dein Arzt ev. doch noch ein anderes Medikament in Tablettenform aus der Tasche, statt Metformin.

    Ja, du kannst Mahlzeiten auslassen.
    Ist ja Sinn von Mahlzeiteninsulin, nicht mehr mit der Uhr einem festen Ernährungsplan hinterher essen zu müssen, so wie früher.
    Du spritzt dann nur die Kohlenhydrate deiner Mahlzeit weg.
    Wenn es nur eine Minimenge wie ein paar Löffelchen Naturjoghurt ist, kann das auch ohne Mahlzeiteninsulin passen - sind 5 g Milchzucker in 100 g drin.
    Reiswaffeln sind so oder so keine gute Idee.
    Diese gepufften Dinger enthalten viel zu viel Kohlenhydrate (80 g in 100 g) und gehen ganz schnell ins Blut, da die kaum Ballaststoffe, Eiweiß oder Fett enthalten.
    http://fddb.info/db/de/lebensmittel/alnatura_reiswaffeln_natur/index.html
    Lass' diese Dinger mal weg,
    vielleicht zeigt schon dadurch ein niedriger Blutzuckerspiegel.

    Die Kohlenhydratangabe auf verpackten Lebensmitteln ist aufgedruckt,
    schaue mal, was du so alles in Schrank/Kühlschrank hast.
    Für unverpackte Lebensmittel wie Bäckerbrot, Obst, Gemüse, u.a. gibt es Tabellen mit KH-Gehalt, die man auf das Gewicht umrechnet.
    Eine digitale Waage mit Zuwiegefunktion bietet sich dazu an.

    Statt wie früher mit BE = 12 g zu rechnen, nimmt man heute 10 g, lässt sich leichter rechnen.
    Habe als kleine Hilfe zum Berechnen in der Schulung (und auch Apotheke) ein Faltblatt bekommen,
    gibt's mittlerweile auch online
    http://www.merian-apotheke.de/download/kh-tabellen.pdf
    Auch im Buchhandel sind Tabellen zu kaufen oder auch online weitere Tabellen verfügbar.

    Berechnet werden zuckerhaltige Lebensmittel wie Obst und Milch/Joghurt;
    stärkehaltige Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln.

    Alles andere nicht wie Gemüse (ausgen. Hülsenfrüchte), Handvoll Nüsse, Scheibe Käse, Frischkäse, Wurst, Fleisch, Ei.
    Also etliches, was man so zwischendurch auch mal essen kann, ohne gleich Insulin dafür spritzen zu müssen.
    Wenn du wirklich Mahlzeiteninsulin verschrieben bekommst, wäre eine entsprechende Schulung ganz gut, um dir mehr Sicherheit zu geben.

    Meine Anfangsdosis Mahlzeiteninsulin war damals 1 Einheit auf 10 g KH.
    Wird gegebenenfalls angepasst.
    Essen, spritzen, messen ob's passt, oder ev. erhöht werden muss.

    Du kannst also ganz gezielt deinen Blutzucker beeinflussen/senken ohne Tablette(n), die deine andere Medikamentation nicht beeinflusst.
    Da du dich schon mit Basalinsulin auskennst, ist doch ein weiterer Pen gar nicht so schlimm.

    Gruß Elfe
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    am 20.10.2017 07:09:46 | IP (Hash): 2083282051
    Hallo Elfe,

    ja es ist schon klar, das ich das Mahlzeitinsulin bekomme.
    Deine Ausführungen waren leicht verständlich erklärt und konnten mich etwas beruhigen aber ich habe doch Angst in eine Unterzuckerung zu rutschen. Weil ich ganz oft nicht abschätzen kann, wieviel ich essen werde, (wegen Schluckprobleme).

    Ich habe in euren Nachrichten von Blutzuckerwerten von 100 oder120, 150 usw. gelesen, damit kann ich nichts anfangen. Mein Meßgerät zeigt in mmol (9,8 mmol) an, damit kenne ich mich aus.
    Und mit dem Pen kann ich auch umgehen.
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    am 20.10.2017 09:04:28 | IP (Hash): 510122273
    2 verschiedene Einheiten für den selben Blutzucker, Milligramm pro Deziliter und Millimol pro Liter. 18mg/dl sind 1mmol/l. 10mmol/l auf Deinem Gerät entsprechen 180mg/dl auf meinem.

    Völlig gesunde Menschen messen morgens nüchtern maximal 5-5,5mmol und in der Spitze nach dem Einverleiben von viiiiiel Glukose um etwa 1 Stunde danach für ein paar Minuten 7-8.
    Für eine ernsthafte Unterzuckerung mit miesem Gefühl muss man unter 3 kommen, für vorübergehendes(!) Lichtaus unter 2.

    Wer sich über Jahre im Bereich von 10 und mehr aufgehalten hat, kann sich wg der langen Gewöhnung an den viel zu hohen BZ die ersten Tage bei gesunden 5 mies wie unterzuckert fühlen. Eine Absenkung in den gesünderen Bereich macht also schrittweise über mehrere Wochen Sinn.

    Als erstes Ziel würde ich mir an Deiner Stelle die meisten von 24 Stunden unter 10mmol/l vornehmen. Damit bist Du mit Deinen kleinen Futterportionen immer weit über miesen Unterzucker-Gefühlen und sammelst gleichzeitig Erfahrungen dazu, was Deinen Blutzucker wie hoch antreibt und wie viel Insulin Du für den Ausgleich dieses Antriebs brauchst.

    Ist also eine Art persönliche Entdeckungs-Reise. Du startest dazu mit den ersten ärztlichen Vorgaben, aber die müssen mit einer viel zu geringen Dosierung anfangen, weil Dein Arzt in dieser Hinsicht nichts mehr vermeiden will, als Dir eine Unzerzuckerung zu verordnen. Und mit Deinen konkreten Erfahrungen passt Ihr die Dosierung dann immer zutreffender an Deinen individuellen Bedarf an. Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

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    am 20.10.2017 18:29:30 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    deine Angst vor Unterzucker kann ich gut verstehen, hatte ich auch.

    Der Organismus 'signalisiert' beginnenden Unterzucker. Deutlich zu spüren mit Schwindelig (bes. im Stehen), Zittern und Schwitzen.
    'Erst handeln, dann messen' wird einem als Patient eingeschärft.
    Traubenzucker deponieren (auch für unterwegs), auch was zuckerhaltiges Trinken (Saft, Cola) hilft in Minutenschnelle.
    Habe zu Anfang besonders viel gemessen, um ein Gefühl für den Umgang zu bekommen.

    In deiner besonderen Situation würde ich empfehlen, dir deine Mahlzeit per Waage und KH-Gehalt zu berechnen, dann aber erst nach der Mahlzeit zu spritzen, wenn du wirklich weißt, was du geschafft hast.
    Wenn du meinst/fühlst, 'brauche nur kurze Pause', kannst du innerhalb von ca. 1 h auch schon Insulin geben, musst dann aber aufessen.

    Dieses mmol/l hat sich, bes. für langjährige Diabetiker und auch in der Literatur, nicht so wirklich durchgesetzt.
    Mol ist Anzahl von Teilchen, Herleitung für viele abstrakt.
    mg/ml ist da so 'griffiger'.
    Kann ich mir persönlich auch besser merken.
    Zielwert 100, Unterzucker 60, Nierenschwelle 180
    als die krummen mmol's
    3,3 - 5,6 - 10.

    Hier kannst du eine Tabelle finden, die beides vergleichend darstellt
    http://www.diabetiker-hannover.de/diab_hannover/mgdlmmol.htm#Umrechnungstabelle

    Gruß Elfe
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    am 20.10.2017 20:53:51 | IP (Hash): 2083282051
    Hallo Elfe,
    ja, die Angst vor Unterzuckerung ist wohl mein größtes Problem.
    Und wie du schreibst, sind Schwindlig sein,, zittern und schwitzen Anzeichen einer Unterzuckerung - aber genau diese Symptome werden auch durch Parkinson ausgelöst. Nun bleibt die Frage, wie ich dieses auseinander halten kann- wahrscheinlich durch BZ-Messung?!
    Ich bin mit den mmol Werten gut klar gekommen, kenne ja nichts anderes.
    Habe ich das richtig verstanden, das ich auch eine Mahlzeit auslassen kann und dann natürlich auch nicht spritzen soll?
    Ach, so viel Neues stürmt auf mich ein, bin nicht sicher, ob ich das auch schaffen kann...
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    Mitglied seit: 18.08.2017
    am 21.10.2017 16:38:21 | IP (Hash): 688584431
    träumerin schrieb:
    Hallo Elfe,
    ja, die Angst vor Unterzuckerung ist wohl mein größtes Problem.
    Und wie du schreibst, sind Schwindlig sein,, zittern und schwitzen Anzeichen einer Unterzuckerung - aber genau diese Symptome werden auch durch Parkinson ausgelöst. Nun bleibt die Frage, wie ich dieses auseinander halten kann- wahrscheinlich durch BZ-Messung?!
    Ich bin mit den mmol Werten gut klar gekommen, kenne ja nichts anderes.
    Habe ich das richtig verstanden, das ich auch eine Mahlzeit auslassen kann und dann natürlich auch nicht spritzen soll?
    Ach, so viel Neues stürmt auf mich ein, bin nicht sicher, ob ich das auch schaffen kann...



    In dem Fall wäre es sinnvoll trotz T2 ein CGM zu beantragen. Es misst dauerhaft den BZ und warnt dich wenn zu hoch oder zu niedrig.

    Ich hoffe dein Arzt spielt bei dem Papierkrieg mit, aber ich sehe keine andere Chance wenn Parkinson Symptome identisch mit denen der Hypo sind.

    Und einen Teststreifen einführen, Pieksen und zum Teststreifen führen kannst du nur schlecht bis garnicht, solltest du zumindest sagen, sonst wird es nix mit dem CGM.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 21.10.2017 17:17:47 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,
    ja, du kannst Mahlzeiten auslassen.
    Das Mahlzeiteninsulin kannst du spritzen zu den Mahlzeiten, aber wenn du nur kleine Mengen isst - wie etwas Joghurt -, würde ich das nicht spritzen, sondern erst ab 10 g Kohlenhydrate.
    So fein ist der Pen nicht, auch nicht mein Halbschrittpen (eigentlich für Kinder).
    Am besten besprichst du das mit deinem Arzt, wie du vorgehen sollst, bei deinem Schluckproblem.

    Auch kannst du per diesem schnell wirkenden Insulin hohe Werte korrigieren.
    Wie schon geschrieben, fängt man da vorsichtig an und geht davon aus, daß eine Einheit Insulin den Blutzucker um 2,8 mmol/l senkt.

    Was aber auch noch wichtig ist, das Basalinsulin zu berücksichtigen.
    Du hast selbst ohne Arzt die Menge erhöht, wenn ich das richtig behalten habe.
    Beide Insuline zusammen beeinflussen den Blutzucker.
    Basal soll nur den Grundstoffwechsel unterstützen, aber nicht senken.
    Würde auch unnötig die Einschätzung des Mahlzeiteninsulins erschweren.

    Die beschriebenen Unterzucker-Symptome sind nur die eindeutigsten, gibt auch noch andere.
    In der Schulung konnten wir uns als Teilnehmer darauf einigen, daß Sehstörungen auftreten.
    Bei mir ist es z.B. Blendwirkung beim Zeitunglesen und Buchstaben verschwimmen.

    Aber besser ist es natürlich, Unterzucker zu vermeiden.
    Nach Mahlzeiten BZ messen, ob KH-Schätzung und Insulinmenge gepasst hat.
    Zu beachten ist dabei auch, wie lange dein neues Insulin wirkt.
    Das Novorapid (benutze ich) wirkt bis zu 4 h, messe aber schon nach 3 h und korrigiere dann (mit Insulin oder ein paar Gummibärchen, je nach BZ-Wert).
    Wenn die Wirkung des Insulins vorüber ist, musst du auch nicht mehr mit Unterzucker rechnen, bleibt gleichmäßig (ohne körperliche Anstrengung).

    Auf jeden Fall, wenn dir komisch ist und du kannst das nicht zuordnen, wäre eine BZ-Messung angebracht. Wenn dir ganz komisch ist, vorsorglich schon Traubenzucker nehmen, 5 - 10 g.
    Bei mir sind die Hauptsymptome der Unterzuckerung auch nicht mehr so deutlich zu spüren bzw. einzuschätzen, z.B. im Sommer - wenn man sowieso schon schwitzt, manchmal klappt auch mein Kreislauf zusammen.

    Liebe Träumerin, das schaffst du ganz bestimmt.
    Deine Fragen beim Arzt ansprechen, vielleicht machst du dir ein paar Stichworte, damit du nichts vergisst, so ein Termin ist schnell vorbei.

    Gruß Elfe
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    am 22.10.2017 07:07:50 | IP (Hash): 1787193914

    Hallo Elfe,

    das sind ja echt viele Sachen, die ich mir merken muß.
    Benutzt man bei dem Mahlzeitinsulin denn einen anderen Pen, als bei Langzeitinsulin? Denn du schreibst, das du einen Halbschrittpen hast, davon habe ich noch nie was gehört- das ist alles neu für mich.
    Den BZ nach dem Essen leuchtet mir ein, aber muß ich auch schon vor dem Essen den BZ messen?
    Bekommt man denn genug "Teststreifen" ( bei mir steht Sensoren drauf) zum BZ messen vom Arzt verschrieben?
    Bei mir könnte es mit dem Spritzen und BZ messen Probleme geben, wegen meines Tremor.
    Einmal spritzen am Tage habe ich noch gerade so geschafft, notfalls auch verschoben, bis es ging, aber die gleiche Prozedur mehrmals am Tag?
    Ich bin gerade nicht sehr optimistisch - aber schön, das du mir Mut machst.

    Die Träumerin
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    am 22.10.2017 09:19:39 | IP (Hash): 772279819
    Wie Du's beschreibst, solltest Du dringend mit Deinem Arzt über häusliche Pflege sprechen. Ich weiß von vielen INSULINERn, die täglich 3mal zum Messen und Spritzen von einer Pflegekraft besucht werden.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.10.2017 01:38:26 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,

    ja, auch vor den Mahlzeiten - bei KH-Anteil mit Mahlzeiteninsulin nötig -, wird der BZ-Wert gemessen.
    Grund: Die Höhe des Wertes zeigt, ob man bereits Korrektureinheiten zur errechneten Insulinmenge einbeziehen kann/muss, oder bei besonders hohen Werten sogar eine Wartezeit bis zum Essen eingehalten werden soll.
    Nach der Mahlzeit wird nach 2 - 3 h überprüft, ob Insulin und KH-Schätzung gepasst hat.

    Bei drei Hauptmahlzeiten muss also mindestens 4 - 5 x gemessen werden.
    Vor Frühstück (ersetzt Nüchternwert), vor Mittagessen, vor Abendessen und auch vor Schlafengehen !

    Wenn du zwischendurch etwas anderes isst, ohne anzurechnende KHs (paar Nüsse, Scheibe Käse, auch Löffelchen Joghurt) bleibt dir eine solche Prozedur erspart.

    Bei den Blutzuckermessgeräten könntest du ev. noch ein größeres Bekommen auch mit nicht so kleinen Sensoren (hast du recht für korrekte Bezeichnung), aber das Spritzen bleibt natürlich.
    Die Trefferfläche ist zwar groß, aber bis zu 10 Sekunden sollte schon gewartet werden bis zum Herausziehen der Pennadel.

    Was mich immer noch wundert, ist, daß du von Metformin direkt auf Mahlzeiteninsulin umgestellt werden sollst und nicht doch die beschriebenen DDP4-Hemmer u. a. zumindest für eine Zeit ausprobiert werden können (zumal mit deiner Parkinsonerkrankung).

    Diabetologen gibt's an deinem Wohnort nicht, hast du geschrieben.
    Gibt aber durchaus auch Allgemeinärzte, die sich per Fortbildung mit Diabetes auskennen, und das per Internetauftritt auch darstellen.
    Dafür bitte für deinen Wohnort online recherchieren und ggfs. Hausarzt wechseln.

    Ein Allgemeinmediziner ist auch ein Facharzt, der den Patienten durchaus gesamt im Überblick hat und auch an andere Spezialisten überweisen kann, Arztbriefe sammelt und einschätzt.
    Selbst mein Internist-Diabetologe ist sich nicht zu schade, zu speziellen internistischen Untersuchungen mich zu anderen Kollegen (Magen/Darm, Herz) zu überweisen, ist mittlerweile auch mein 'Hausarzt'.

    Gruß Elfe
    P.S.: Tut mir leid, daß ich dich mit dem Begriff 'Halbschrittpen' verwirrt habe.
    Bedeutet eigentlich nur, daß statt eine ganze Einheit Insulin per Drehen und Klick Dosierungen mit halben Einheiten möglich ist.
    Als besonders insulinempfindlich, mit anderem Diabeteshintergrund als deiner.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 24.10.2017 13:42:57 | IP (Hash): 1166989400
    Hallo Elfe,

    ich habe nachdem das Metformin nicht mehr ausgereicht hatte vor fast 3 Jahren das Langzeitinsulin dazu verschrieben bekommen und dieses 1x täglich am Abend gespritzt und nun zeigt auch dieses kaum Wirkung.. Nach der letzten Blutuntersuchung hat mich meine Hausärztin angerufen und gesagt, das ich mich nun zu den Mahlzeiten spritzen muß....
    Wir haben keinen Diabetologen mehr in meinem Wohnort (ist in Rente gegangen) und zu meiner Hausärztin gehe ich schon 25 Jahre .
    Bei uns herrscht jetzt schon ein Hausarztmangel, einfach wechseln ist nicht möglich, viele nehmen schon keine neuen Patienten mehr an.
    Kann man sich nicht das Mahlzeitinsulin immer etwas weniger spritzen, als man ausgerechnet hätte, weil ich keinen idealen Blutzuckerwert anstrebe und ich vor allem große Angst vor einer Unterzuckerung habe.
    Mit Parkinson, wie ich ihn erlebe, will man nicht wirklich (sehr) alt werden.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.10.2017 17:19:58 | IP (Hash): 181266960
    Hallo Träumerin,

    wenn du schon so lange zu deiner Hausärztin gehst, habt ihr bestimmt ein gutes Vertrauensverhältnis zueinander, auch viel wert.
    Vielleicht kannst du sie doch mal fragen nach anderem Medikament.

    Ja, du kannst natürlich etwas weniger Insulin spritzen.
    Eigentlich werden aber solche schwierigen Lebensumstände wie bei dir in einem angepassten = höheren BZ-Zielwert berücksichtigt, wird dir deine Ärztin sagen.
    Dabei sind 2 h nach dem Essen BZ-Werte zwischen 7,8 - 11 mmol/l durchaus o.k..
    Und damit bist du weit vom befürchteten Unterzucker weg (3,3 - 3,9 mmol/l).
    Du brauchst auch erst einmal Erfahrungswerte, wie das Insulin bei dir wirkt.
    Die Menge wird vorsichtig zu Anfang sein, dann ggfs. angepasst.
    Auf jeden Fall hast du eine bessere Möglichkeit als jetzt, die Höhe der Einzelwerte und Langzeitwert beeinflussen zu können.

    Gruß Elfe
    Quelle für oben genannte Werte siehe Seite 25 und 28
    http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/NVL_Typ-2_Therapie-lang_Apr_2014.pdf
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 25.10.2017 21:19:54 | IP (Hash): 2107039421
    Hallo Elfe,

    Ja, ich habe ein gutes Vertrauensverhältnis zu meiner Hausärztin.
    Bei einer Umstellung auf Mahlzeitinsulin, wie wird man da begleitet- muß man dann ins KH zur Einstellung oder reicht eine Diabetiker- Schulung aus?
    Für mich hört sich das alles kompliziert an, was man so beachten muß.
    Und die Angst vor einer Unterzuckerung bleibt, denn bisher war das kein Thema für mich...

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.10.2017 17:39:56 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    ich war selber nicht im Krankenhaus, sondern wurde ambulant eingestellt in Der Diabetologen-Praxis.
    Mahlzeiteninsulin kam für mich plötzlich, am selben Tag noch.
    Nach Gespräch, was ich denn als Sättigungsbeilage (Brot, Kartoffeln z.B mit Kurzerklärung zur KE-Einschätzung) so zu mir nehme, hatten wir uns auf 4 KE pro Hauptmahlzeit geeinigt, die mit 4 Einheiten Insulin zu berücksichtigen sein sollten.
    Eintrag ins ausgehändigte Blutzuckertagebuch in rot: 4 KHE und 4 Einheiten bei Bolus.
    Bespiel für online verfügbar:
    https://www.lilly-diabetes.de/_Assets/global-assets/pdf/ICT_Tagebuch_Online.pdf

    Hatte dann noch ein paar Einzeltermine bei der Diabetesassistentin in der Praxis, um Kohlenhydrate in Lebensmitteln einschätzen zu können.
    Die Schulung lief über mehrere Abendtermine (nach der Arbeit), da wird dann eher so allgemeines vermittelt, wie KH-Einschätzung per Augenmaß, Korrektureinheiten, Grenzwerte Unterzucker und beheben mit Traubenzucker, Saft ... .
    Die aber eigentliche Insulinanpassung Einheiten zu KH, BZ Beurteilung und Vorgehen wird immer durch den Arzt bestimmt.

    Die Grundlage der Behandlung mit Mahlzeiteninsulin ist,
    zu 10 g KH der Nahrung entsprechende Einheiten Insulin zu spritzen.
    Ist BZ zu hoch, wird Insulinmenge langsam erhöht.

    Die Berechnung auf KHE-Faktor dient dazu, mit Essen und Zeitpunkt flexibel zu bleiben zu können.
    Bei 1 und einer KE gibt's eine Einheit, bei vier KE dann vier Einheiten usw.

    Da du dich mit Diabetes schon länger beschäftigst und auch schon den Umgang mit Insulinpen kennst, hast du mehr Ahnung als ich damals.
    Musste damals sogar vor Augen des Arztes üben, wie Ampulle in Pen eingesetzt und Kanülen aufgeschraubt werden.

    Wie schon beschrieben, BZ messen und Traubenzucker/süßes Getränk griffbereit zu haben sollten dir die Angst eigentlich nehmen.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 27.10.2017 15:10:49 | IP (Hash): 1583391531
    Hallo Elfe,

    du mußtest dich von jetzt auf gleich spritzen, ohne das du dich darauf vorbereiten konntest - das stelle ich mir sehr schlimm vor.
    Ich habe hier in den "Nachrichten" etwas reingelesen und über dich erfahren, das deine Bauchspeicheldrüse nicht mehr arbeitet, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wie bist du denn damals mit dieser Diagnose umgegangen?
    Mir fällt es schwer meine Diagnose Diabetes und Parkinson anzunehmen.

    Du schreibst, 4 KHE und 4 Einheiten bei Bolus. Was ist Bolus- ich habe das Wort noch nie gehört.

    Ich habe auch ein paar Probleme mit dem PC - bin noch ein Neuling, muß mich erst "durchwursteln", wie und wo ich hier schreiben kann.
    Bin dann hier gelandet, ich weiß nicht, ob das okay ist - aber ich freue mich, das ich mit dir ( und vielleicht auch mit anderen) Nachrichten austauschen kann.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 27.10.2017 18:53:20 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    war ein Albtraum damals, habe zuhause dann gesagt: Kann mich mal jemand kneifen ?
    Insulingabe war da doch das kleinste Problem, konnte ich logisch nachvollziehen.

    Bin dennoch anschließend regelrecht verhungert, trotz Insulin.
    Die Bauchspeicheldrüse hat über viele Jahre lang ihre Funktion aufgegeben, Umwege zur Diagnose sogar stationär.
    Ist mittlerweile so klein, daß das sogar im ambulanten Ultraschall zu sehen ist.

    Mein Diabetologen/Internist hat das ganz lapidar kommentiert: Insulin- und Verdauungsenzyme-Menge werden sich erhöhen.
    Genauso ist es gekommen: Mahlzeiteninsulin erhöht, Verzögerungsinsulin kam später dazu, Kreon als Verdauungsenzym auf 10 g Fett berechnet.

    Anfangs-Mahlzeiteninsulin war heftig, weiteres nicht so, war einfach froh, daß endlich eine Diagnose stand und mir per Medikamente geholfen werden konnte.

    Basis-Bolus-Therapie ist so eine Begrifflichkeit bei der Diabetes-Behandlung oder auch ICT = Intensivierte Insulintherapie.
    Mit Basis wird das Verzögerungsinsulin bezeichnet, für Grundstoffwechsel, was du schon hast;
    als Bolus wird das Mahlzeiteninsulin (kurze Wirkung) auch genannt.
    https://www.diabetes-ratgeber.net/Insulin/Intensivierte-Insulintherapie-ICT-27680.html

    Bin einfach froh, daß es entsprechende Medikamente gibt und noch lebe.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 28.10.2017 17:19:47 | IP (Hash): 1427296969

    Hallo Elfe,

    da hast du wirklich schwierige Zeiten hinter dir, schreibe ich so lapidar - ohne zu wissen, wie es dir heute geht.
    Da hatte ich es in gewisser Hinsicht doch leichter, die Diagnose Parkinson stand gleich fest, die Medikation stellt sich eher als schwierig heraus - bis heute.
    Und ich habe noch den Vorteil, das ich mich mit dem Spritzen von Langzeitinsulin auskenne, wenn ich mich bald das Mahlzeitinsulin spritzen muß. Aber da bleiben noch die zitternden Hände, die dann 3-4 mal den BZ messen sollen uund spritzen. Das wird schwierig.

    Deinen letzten Satz finde ich (für dich) gut

    aber ich brauche wohl noch Zeit, um das auch mal sagen zu können...

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 28.10.2017 18:53:11 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    Diagnose bei mir hat Jahre gedauert, aber dann in der Behandlung gar nicht so schwierig, durch Medikamente lassen sich die fehlenden Funktionen der Bauchspeicheldrüse gut ersetzen.

    Deine Grunderkrankung Parkinson ist da ganz was anderes, diese akzeptieren zu können.
    Die Medikamenteneinstellung hat ein Facharzt vorgenommen ?
    Erhältst du weitere Behandlung/Hilfen in Form von Physiotherapie, Ergotherapie, Schlucktherapie z.B. ?
    Psychologische Hilfe wäre auch angebracht.

    Hier findest du ein Forum speziell für Parkinson-Erkrankte, was dir vielleicht helfen könnte
    http://www.parkinson-web.de/content/forum/index_ger.html
    https://www.parkinson-web.de/forum/forums/show/1.page

    Ich schreibe dir auch gerne weiter, auch als emotionale Stütze für dich, wenn du magst.

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 29.10.2017 14:50:23 | IP (Hash): 1022759648

    Hallo Elfe,

    meine Hausärztin hat mich vor 7 Jahren, als die ersten Anzeichen da waren, gleich zum Neurologen überwiesen bzw. ich mußte mir erst einen Neurologen suchen, denn in meinem Wohnort gibt es keinen. Einen Termin zu bekommen war nicht leicht, es gab Termine in 7-8 Monaten und gab Praxen die keine Patienten mehr annehmen. Also, man hatte keine Wahl.
    Bin mit meinem Neurologen nicht so zufrieden, bekomme mein Rezept und das war es. Ich bekomme nur Physiotherapie.
    In einem Parkinson Forum bin ich seit 2013 angemeldet- und das hilft mir auch weiter, unter anderem kann man dort auch Fragen an eine Expertin/Ärztin stellen.
    Ja, als nun der Schock kam, das ich mich mit dem Mahlzeitinsulin spritzen soll, habe ich mich in meiner Verzweiflung hier angemeldet.
    Und ich bin froh, dich hier "kennengelernt" zu haben.
    Ich würde mich auch gerne weiter mit dir schreiben.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 30.10.2017 19:21:09 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    kannst du dir denn nicht einen anderen Neurologen suchen, der mehr auf dich eingeht ?
    Würde dir eine Fachklinik oder Kur ev. eine Besserung bringen ?
    Würde da nichts unversucht lassen, auch wenn's aufwändig ist.

    Gut, daß du bereits in einem Parkinson-Forum Mitglied bist.
    Habe mich betr. deines Themas nur eingelesen.

    Mahlzeiteninsulin ist zur Therapie gar nicht so schwierig einschl. Unterzuckervermeidung.
    Dein Symptom der zitternden Hände in praktischem Umgang mit kleinen Sensoren, Kanülen, Spritzen machen mich allerdings ratlos.

    Herzlichst Elfe
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    am 30.10.2017 20:00:21 | IP (Hash): 688584431
    träumerin schrieb:


    Mit Parkinson, wie ich ihn erlebe, will man nicht wirklich (sehr) alt werden.

    Es grüßt die Träumerin



    Sag sowas nicht ...
    Was sind deine Ziele für die nahe Zukunft ?

    Wenn du nicht alt werden willst, kannst du das Insulin einfach weg lassen.

    Aber du willst doch, oder ?
    Bist du mit Parkinson in guten Händen, oder bei einem Landarzt ?
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    am 30.10.2017 21:08:33 | IP (Hash): 989900458

    Hallo,

    ich habe keine wirklichen Ziele für die Zukunft, ich lebe im Augenblick...
    Ich bin bei einem Neurologen in Behandlung und bekomme meine Medikamente, die ich seit 7 Jahren "austeste" und die schlimme Nebenwirkungen haben - aber ich habe ja keine Wahl.
    Mit dem Mahlzeiteninsulin hadere ich noch, weil es mir Angst macht...

    Die Träumerin
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    am 31.10.2017 11:24:37 | IP (Hash): 825982199
    Die Firma Haselmeier hat ihren Diapen wohl eingestellt. Der wurde mit dem Verschließen gespannt, und wenn man die Dosis gewählt hatte, hat man den Pen ohne Hautfalte auf die Spritzstelle gedrückt und mit Druck auf den Clip ausgelöst. Seit ich das vor vielen Jahren gesehen hab, spritze ich auch mit normalen Pens mit 1 Hand ohne Hautfalte. Und zwar zügig. Das flutscht zwar nicht so plötzlich wie beim Diapen, bei dem die gespannte Feder die Nadel ins Fell jagt, aber schnell genug dafür, dass auch die zitterigste Hand auf diese Weise die Nadel problemlos voll einstechen kann. Und wer dann nicht die Kraft im Daumen hat, die Dosis raus zu drücken, der nimmt einen der halbautomatischen Pens, die es noch gibt und die auf einen leichten Druck am Auslöser die voreingestellte Dosis abgeben.

    Mit den 2 Insulinen heißt Deine Behandlung ICT (Intensified Conventional Therapy = kennt man wie Handy nur in D und nicht unter englischen Muttersprachlern) und qualifiziert Dich inzwischen bei einigen Krankenkassen für das Messen mit dem Abbott FreeStyle Libre http://www.freestylelibre.de/ . Damit pappst Du dir alle 14 Tage einen neuen Sensor an (firmenoffiziell am Arm, aber meine sitzen z.B. am Bauch) und kannst den dann jederzeit ohne Pieks auslesen, indem Du dem mit dem zugehörigen Lesegerät ausreichend nahe kommst. Also überhaupt kein feinmechanisches Gefummel mehr und zudem der Vorteil, dass Du in der Anzeige zum aktuellen Wert auch den Verlauf in den Stunden zuvor siehst. Damit entgeht Dir kein zu niedriger und kein zu hoher BZ. Damit kannst Du IMMER eben mal nach Deinem BZ schauen, ohne jedes Gefummel, locker durch die Kleidung und bei mir auch durch den diccksten Annorak. Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 01.11.2017 10:10:45 | IP (Hash): 2108455638
    träumerin schrieb:

    ich habe keine wirklichen Ziele für die Zukunft, ich lebe im Augenblick...

    .....
    Mit dem Mahlzeiteninsulin hadere ich noch, weil es mir Angst macht...




    Hi!

    Irgendwie lohnt es sich doch immer, ein Ziel in der Zukunft zu haben, oder?

    Und wenn es nur darum geht, den jetzigen Zustand nicht deutlich zu verschlimmern... so blöd sich das jetzt auch anhört.


    Mit einem Mahlzeiten (Bolus)-Insulin kannst Du das Risiko weiterer Schäden an Deinem Körper minimieren, und das ganze hört sich schlimmer an als es ist.
    Rede mit Deinem Arzt oder einer Diabetesberaterin über Deine Ängste, über die Therapiemöglichkeiten und zeige dem Diabetes damit mal ordentlich den Mittelfinger. Langfristig lohnt sich das!
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 01.11.2017 13:49:37 | IP (Hash): 593187372

    Hallo Elfe,

    ich habe deine Nachricht gar nicht gleich gefunden, ich habe ein paar Schwierigkeiten mich hier zurecht zu finden - naja, das wird schon.
    Ich habe schon mal den Neurologen gewechselt, aber es ist wirklich sehr schwer überhaupt einen Neurologen zu finden- und einen "Guten" noch dazu..
    So lange mein Blutzucker nicht eingestellt ist und noch einige andere "Baustellen" im Wege stehen, macht es keinen Sinn in eine Fachklinik zu gehen.
    Bei meinem letzten Klinikaufenthalt auf der Neurologischen Station wegen Parkinson, hat man sich nur noch um meine Zuckerwerte und dann um eine beim MRT festgestellte Spinalstenose am Halswirbel gekümmert- sollte am besten gleich zur OP.
    Um meine Parkinsonerkrankung hat man sich kaum gekümmert.
    Und das schlimmste sind die Nächte, da ich kaum schlafen kann- aber noch schlimmer ist es dann in einer Klinik mit mehreren in einem Zimmer.- still zu liegen und warten bis die unendlich scheinende Nacht zu Ende geht.
    Ich höre jetzt auf zu jammern, aber das Probleme die sind da - auch wenn es für Außenstehende vielleicht schwer zu verstehen ist.
    Ich weiß noch nicht, wie mein Weg weiter geht bin noch am grübeln.

    Es grüßt die Träumerin

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    Mitglied seit: 18.08.2017
    am 01.11.2017 17:57:57 | IP (Hash): 688584431
    träumerin schrieb:

    Hallo Elfe,

    ich habe deine Nachricht gar nicht gleich gefunden, ich habe ein paar Schwierigkeiten mich hier zurecht zu finden - naja, das wird schon.
    Ich habe schon mal den Neurologen gewechselt, aber es ist wirklich sehr schwer überhaupt einen Neurologen zu finden- und einen "Guten" noch dazu..
    So lange mein Blutzucker nicht eingestellt ist und noch einige andere "Baustellen" im Wege stehen, macht es keinen Sinn in eine Fachklinik zu gehen.
    Bei meinem letzten Klinikaufenthalt auf der Neurologischen Station wegen Parkinson, hat man sich nur noch um meine Zuckerwerte und dann um eine beim MRT festgestellte Spinalstenose am Halswirbel gekümmert- sollte am besten gleich zur OP.
    Um meine Parkinsonerkrankung hat man sich kaum gekümmert.
    Und das schlimmste sind die Nächte, da ich kaum schlafen kann- aber noch schlimmer ist es dann in einer Klinik mit mehreren in einem Zimmer.- still zu liegen und warten bis die unendlich scheinende Nacht zu Ende geht.
    Ich höre jetzt auf zu jammern, aber das Probleme die sind da - auch wenn es für Außenstehende vielleicht schwer zu verstehen ist.
    Ich weiß noch nicht, wie mein Weg weiter geht bin noch am grübeln.

    Es grüßt die Träumerin




    Mein Stiefvater hatte eine Spinalkanalstenose an der HWS und es schleifen lassen. Er war von heute auf morgen halsabwärts gelähmt, starb 1 Jahr später an den üblichen Folgen, Wundliegen, Lungenentzündung.

    Kein Wunder, dass sie nur die Stenose im Auge hatten.

    Kann es sein, dass du durch deine Krankheit auch etwas ( oder sehr) depressiv bist ?
    Das meine ich nicht negativ, aber auch da solltest du dir evtl Hilfe holen ?
    Evtl. sind auch die Medis schuld.
    Normal würde ich das per PN schreiben, aber ich habe gelesen du findest dich nicht gut zurecht.

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.11.2017 18:41:26 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    die Beiträge werden zeitlich der Reihe nach angezeigt - antwortende Beiträge ansehen, was zeitlich nach deinem Beitrag eingestellt wurde, können auch mehrere sein.
    ~
    Au weia, Spinalstenose, auch das noch.
    Vor einer Op sollten alle anderen Möglichkeiten genutzt werden und unbedingt vor einer Op mindestens eine weitere ärztliche Meinung einholen.
    http://www.leading-medicine-guide.de/Medizinische-Fachartikel/Spinalkanalstenose

    Bei einem Klinikaufenthalt sollte sich in erster Linie um den einweisenden Grund gekümmert werden, in deinem Fall Parkinson, was dir am meisten zu schaffen macht:
    Eine gute Medikamenteneinstellung, die den Tremor verhindern und dich besser schlucken lassen.

    Zuckerwerte werden m. E. besser ambulant eingestellt, wie es bei dir gerade ansteht.
    Habe bei meinen Klinikaufenthalten meine Pens und BZ-Messgerät mitgenommen, sogar Lebensmittelwaage, Traubenzucker; selbst gemessen und gespritzt.
    (Insulinampullen habe ich vom KH bekommen, ansonsten selbst gekümmert).

    Diese Mehrbettzimmer im Krankenhaus sind furchtbar, keine Privatsphäre.
    Bin auch schon nachts durch die Gänge gewandert oder habe auch halbe Nacht im Fernsehraum verbracht.
    Mit Kuschelbademantel und Kuschelsocken ausgerüstet, besser, als wachliegen im Bett und immer unruhiger zu werden.

    Mit jammern hat dein Anliegen nichts zu tun, eher mit einer Lawine der Ereignisse,
    die es zu strukturieren und eines nach dem anderen in Angriff zu nehmen gilt.

    BZ und zwei Insuline ist noch dein kleinstes Problem.
    Rein logisch: KH-Menge zu Insulineinheiten, was du direkt zuhause und ambulant hinbekommen kannst.
    Gute Medikamenteneinstellung und Therapie zu Parkinson wäre m.E. wichtig(er).
    ~
    Wie kommst du denn zuhause aktuell zurecht ?
    Warum kannst du nachts nicht schlafen ? Grübel-grübel oder Schmerzen aufgrund der Stenose ?
    Was isst du denn so, außer Joghurt und Reiswaffeln ?
    Hast du eine Mikrowelle ?
    Ist mein bestes 'Küchengerät', um Müslimilch oder auch Gemüsegerichte schnell erwärmen zu können.
    War zeitweise sogar mal Babynahrung im Glas, püriert und nahrhaft (als ich gar nicht mehr wusste, was an Nahrung vertragen wird).

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 01.11.2017 21:30:52 | IP (Hash): 593187372
    Hallo Elfe,

    Von der Spinalstenose merke ich (noch) nichts, kein kribbeln in den Armen/Händen, keine Bewegungseinschränkungen in dieser Hinsicht. So eine OP am Halswirbel ist auch nicht ohne, das entscheidet man nicht sofort. Zu mir ans Krankenhausbett kam ein Neurochirurg und hat mich fast schon zur OP gedrängt- das wäre eine Routine OP.

    Ich denke auch, wie du es gemacht hast im Krankenhaus alle deine "Diabetes. Utensilien" mit zunehmen und alles selbst in die Hand zu nehmen ist das Beste was du tun konntest. So würde ich es , mit der jetzigen Erfahrung, auch machen.

    Zu Hause geht es einigermaßen, jeder Tag ist anders- nein, ich kann sagen, die Befindlichkeit ändert sich auch oft stündlich, mal kann ich gehen und in der nächsten Minute geht nichts mehr. Ich passe mich den On und Off- Phasen an- was bleibt mir anderes übrig.
    Ich schlafe höchstens 1 Stunde am Stück, dann 1 bis 2 Stunden wach- so geht es die ganze Nacht über Jahre schon. Nein grübeln tue ich nicht, es sind die Muskelversteifungen die mich nicht schlafen lassen, ich kann mich im Bett nicht drehen, unkontrollierte Zuckungen...

    Ich habe eine Mikrowelle und auch ein Mixer zum Smoothies zu machen.
    Und du wirst lachen, ich habe mir früher auch Babynahrung gekauft.
    Ich esse gern Suppen- gern auch püriert.
    Aber ich esse so gut wie keine Wurst und Fleisch- mag ich nicht. (bin kein Vegetarier)
    Und das ist wohl schon nicht so gut bei der Ernährung eines Diabetikers- und leider mag ich auch Hülsenfrüchte.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 02.11.2017 18:47:12 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    schon mal gut, daß dir die Stenose keine Beschwerden macht.

    So wenig schlafen ist nicht gut, macht einen alleine schon fertig.
    Kannst du denn tagsüber mal ein Nickerchen machen ?
    Sind die Muskelversteifungen dann nicht so schlimm ?
    Gibt es ev. ein paar Übungen aus der Physiotherapie, die auch zuhause machen könntest ?
    Könnte Wärme ev. helfen ?

    Nachtschlaf ist auch so mein Problem, sobald ich ins Bett gehe.
    Schlafe besser im Fernsehsessel ein und liege dann allerdings Stunden wach im Bett.

    Ich esse auch gerne Eintöpfe und Gemüsegerichte, Wurst nur als Aufschnitt auf Brot, Fleisch wenig.
    Aber Hühnerei esse ich gern als weich gekocht, Spiegel/Rührei.
    Milch im Müsli morgens und Joghurt angerührt süß mit Süßstoff oder herzhaft mit Kräutern etc. auf Kartoffel oder als Salatsoße (muss auf laktosefreie Produkte zurückgreifen).
    Denke, der tierischen Inhaltsstoffe ist damit genüge getan.

    Hülsenfrüchte kannst du gerne essen, da bitte kein 'Leider'.
    Den größten KH-Anteil hat da Mais.
    Bohnen, Erbsen, Linsen haben gar nicht so viele.
    Was ich lernen musste - bereits mit Mahlzeiteninsulin - wie Hülsenfrüchte beim Insulin berücksichtigt werden:
    Tiefkühl - wie Erbsen z.B. - gar nicht,
    bei Konserven unbedingt nur das Abtropfgewicht anrechnen (bei gekochten Hülsenfrüchten ist die Stärke durch das Erhitzen schon ein wenig aufgeschlossen),
    bei gekauftem Linseneintopf z,B. nehme ich die aufgedruckten KH-Menge zur Berücksichtigung.

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 03.11.2017 21:00:52 | IP (Hash): 680823379
    Hallo Elfe,

    Ja, das ich so wenig schlafen kann und das über so eine lange Zeit zehrt an meinen Kräften, ich habe alles Pflanzliche versucht , nichts hilft. Schlaftabletten nehme ich nicht.
    Am Tage nicke ich mal mehr, mal weniger ein - aber nur Minuten. Es fehlt einfach die Tiefschlafphase.

    Am Tage sind meine Muskelverspannungen nicht ganz so schlimm, aber doch sehr unberechenbar.

    Ich staune immer mehr, was man bei der Ernährung alles beachten muß - z. Bsp. was du über Erbsen schreibst. Ich weiß gar nicht, ob ich mir alles merken kann, oje.
    Aber es ist sehr interessant was du hier schreibst.

    Ich habe mal eine Frage: Was ist, wenn man einen Magen-Darm-Infekt hätte und so 1-2 Tage nichts essen könnte bzw. nichts drinnen bleibt, wie verhält sich das dann mit dem Spritzen?

    Das war es für heute,
    es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.11.2017 00:02:08 | IP (Hash): 996396308
    Hallo Träumerin,
    hast du zum Ruhigwerden mal Baldrian versucht - Tropfen oder Tabletten/Dragée - oder
    Hopfen/Melisse-Tee (gibt's von Meßmer oder Teekanne) im Supermarkt.

    Bezgl. Hülsenfrüchte bitte nur merken: Sind o.k..
    Bitte nicht zu viele Nahrungsmittel vermeintlich weglassen.
    Wieviel KHs in Lebensmitteln enthalten sind, lässt sich lesen auf Inhaltsangaben der Packungen, in Tabellen und online.

    Wenn du gar nichts essen kannst bzw. nichts bei dir behältst, wird KEIN Mahlzeiteninsulin gespritzt.
    Viel Flüssigkeit trinken und trotzdem mal BZ messen.
    Basalinsulin bleibt, ev. eine Korrektureinheit schnelles Insulin nötig oder auch nicht, aufgrund BZ-Wert.

    Mahlzeiteninsulin wird nicht wie irgendein Medikament gegeben, was du so kennst.
    Wird wirklich nur passend zu den Mahlzeiten !mit KH-Anteil! gespritzt, um diese BZ-mäßig zu berücksichtigen.

    In deinem speziellen Fall mit kleinen Mengen Essen ev. aufsummieren und erst ab 20 g KH Insulin geben, also nicht zu früh und zuviel.

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 90
    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 04.11.2017 15:02:39 | IP (Hash): 1260209656
    Hallo Elfe,

    wie ich sehe, konntest du heute Nacht auch nicht schlafen.
    Ich wollte da auch schon antworten, aber mein Tremor war so stark, das ich die PC- Maus nicht händeln konnte.
    Ich habe schon alles Pflanzliche in jeglicher Form ausprobiert, aber nichts hilft.
    Habe dann 2 Stunden ruhige Musik gehört.

    Das ich Hülsenfrüchte essen darf ist schon mal gut.
    Heute früh habe ich eine kleine Weißbrotschnitte (ich weiß, das Weißbrot nicht gut ist, aber sonst hätte ich nichts runter gekriegt) gegessen, Eine Hälfte nur mit Butter, die andere mit Pflaumenmus- dazu Pfefferminztee ungesüßt.
    3 Stunden später war mein BZ 19,8 mmol. Dazwischen nichts gegessen oder getrunken.
    Zum Mittag nur 3 Gabeln Spagetti mit Tomatensoße gegessen- keinen Appetit,
    habe mich gezwungen, weil ich doch so viele Tabletten einnehmen muß...
    Appetit (dann klappt es besser mit dem essen) verspüre ich fast nur spät Abends oder in der Nacht,wenn ich nicht schlafen kann, aber das ist doch auch wieder nicht gut.

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.11.2017 19:00:11 | IP (Hash): 547640094
    Hallo Träumerin,
    tut mir echt leid, daß du so eine schlimme Nacht hinter dir hast.
    Für mich als Nachteule ist Mitternacht wach sein ganz normal, vor 2 Uhr kaum ins Bett.

    Dein BZ-Wert ist wirklich viel viel zu hoch mit 19,8 mmol/l = 350 mg/dl.
    Weißbrot ist wirklich nicht gut, schon gar nicht mit Pflaumenmus.
    Spagetti und Tomatensauce oben drauf sind's auch nicht wirklich.

    Musst du wirklich etwas essen, um deine Tabletten zu nehmen ?
    Die Bezeichnung 'Stunden vor' oder 'zum Essen' beschreibt eigentlich, wann welche Medikamente wirken. Essen könnte Aufnahme des Medikamentes behindern - deshalb Abstand, manches ist besser verträglich bzw. stört Aufnahme nicht.

    Nur der Tabletten wegen, etwas hinein zu zwingen, ist nicht gut.
    Vielleicht reicht auch nur ein halbes Scheibchen Mischbrot ohne was, durch Getränk quellend füllt das ein wenig den Magen.

    Nicht gar so spät abends nach Appetit zu essen, ist m.E. auch o.k.
    Abendessen werktags ist auch so eher meins, mit was, schon beschrieben.

    Vielleicht kann es dir gelingen, mit besser angepasster Ernährung von den hohen BZ-Werten wegzukommen, daß Tabletten und Langzeitinsulin wohl möglich ausreichen.
    Zur Zeit hat deine Ärztin gar keine andere Möglichkeit, als dir Mahlzeiteninsulin zu verschreiben
    (bin selber mit ca. 23 mmol/l = größer 400 mg/ml beim Arzt aufgeschlagen mit Mahlzeiteninsulin sofort).

    Herzlichst Elfe
    P.S.: Musik macht mich eher wacher.
    Lesen ist da eher so angebracht, darf aber nicht zu spannend sein.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 04.11.2017 23:57:55 | IP (Hash): 1260209656
    Hallo Elfe,

    ich versuche idealer weise zwischen 23 -24 Uhr in den Schlaf zu kommen, aber das klappt fast nie.

    Ich müßte theoretisch nicht zu allen Tabletten etwas essen, aber gerade früh, auf leeren Magen, wo schon mehrere Tabletten genommen werden müssen, vertrage ich so nicht.

    Da ich immer nur abends oder auch nachts, wenn ich nicht schlafen kann Appetit habe, kann ich mir nicht wirklich erklären.
    Aber kann es sein, das ich durch das Langzeitinsulin, das am Abend (ca. 18 Uhr) gespritzt wird dieser Appetit ausgelöst wird?

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 05.11.2017 18:36:51 | IP (Hash): 547640094
    Hallo Träumerin,
    denke nicht, daß dein Appetit durch Basalinsulin ausgelöst wird, sondern eher mit Entspannung gegen Abend und nicht mehr auf 'muss etwas essen müssen' beruht.
    18 Uhr für Langzeitinsulin finde ich ungewöhnlich früh.
    22 Uhr ist da eigentlich so eine Zeitempfehlung.
    Gebe selber Langzeitinsulin morgens und nachts (später als 22 Uhr) mit keinerlei Auswirkung auf Appetit.

    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 06.11.2017 17:07:50 | IP (Hash): 1780475473
    Hallo Elfe,

    bevor ich das Langzeitinsulin gespritzt habe, hatte ich keinen vermehrten Appetit am Abend und in der Nacht, das hat mich doch stutzig gemacht.
    Nun ja, ich werde es wohl nicht heraus finden.
    Ich weiß noch immer nicht, wie es nun weiter gehen soll.
    Für mich heißtm Mahlzeitinsulin zu spritzen, die Ernährung umzustellen - und eigentlich, das essen zu müssen, was ich eigentlichh nicht mag ( außer meine geliebten Hülsenfrüchte und die kann man auch nicht jeden Tag essen).
    Vielleicht lebe ich dann 10 Jahre länger ---- aber ich weiß (noch) gar nicht, ob ich das will...
    Heute ist wieder ein schlechter Tag, ich kann nicht mal spritzen oder mit dem Löffel essen...
    da hilft auch ken Optimismus

    es grüßt die träumerin
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    am 06.11.2017 17:42:51 | IP (Hash): 1295624142
    träumerin schrieb:
    Für mich heißtm Mahlzeitinsulin zu spritzen, die Ernährung umzustellen - und eigentlich, das essen zu müssen, was ich eigentlichh nicht mag


    Warum? Das Insulin zum Essen richtest Du doch in erster Linie nach dem Essen und nicht das Essen nach dem Insulin, oder was hab ich da missverstanden?

    ----------------------------------------------
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  • Elfe

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    am 06.11.2017 19:03:08 | IP (Hash): 374639984
    Hallo Träumerin,
    die Ernährung müsstest du schon jetzt umstellen, deine Werte sind viel zu hoch!

    Das Mahlzeiteninsulin ermöglicht dir jedenfalls eine größere Palette an Lebensmitteln, die du essen könntest, als ohne.
    Da ist wenig verboten, wie flüssiges zuckerhaltiges oder Zucker pur in Naschzeug.
    Ansonsten geht so einiges, auch Marmelade auf Brot.
    Würde dir essensmäßig jedenfalls auch ein Stück Lebensqualität bringen.

    Das schlimme an schlecht eingestelltem Diabetes ist nicht die Lebenserwartung, sondern die Folgeerkrankungen mit ev. besonderen Einschränkungen in der selbstständigen Lebensführung.
    Da dich die Parkinson-Erkrankung schon grundsätzlich einschränkt, wäre eine gute Diabeteseinstellung gerade gut, um nicht noch für weiteres Ungemach zu sorgen.

    Vielleicht wird deine Mahlzeiteninsulineinstellung gar nicht so arg, wie bei mir (als 1er).
    Als 2er haben Laeya als Betroffene und Angehörige als sorgend berichtet, daß anhand von Blutzuckerwerten lt. Plan eine bestimmte Menge an Einheiten gegeben werden soll - und wohl auch funktioniert.

    Werde dich nach Kräften unterstützen, wenn du dich nun wirklich für das Mahlzeiteninsulin entscheidest. Versprochen.

    Herzlichst Elfe
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    am 06.11.2017 19:29:43 | IP (Hash): 1295624142
    Elfe schrieb:
    ... sondern die Folgeerkrankungen mit ev. besonderen Einschränkungen in der selbstständigen Lebensführung.


    Sorry, wenn ich mich hier direkt einmische - hatte ich ja oben schon, aber wie ich vor vielen Jahren mal bei mir selbst und seitdem bei vielen Betroffenen in der Selbsthilfe erlebt hab, mach viel zu hoher BZ schlicht beständig schlapp, und schon wenig Bewegung kann erschöpfen. Das ist die direkte Einschränkung im ohnehin belasteten Alltag, und die lässt sich im Zeitrahmen weniger Wochen mit gesünderem Blutzucker direkt beseitigen. Also nicht irgendwann mal keine Folgekrankheiten, sondern zuallererst hier und jetzt die sofort wirksame alltägliche Entlastung von Schlapp und stattdessen wieder spürbar mehr Leben. Daumendrück :)

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    am 06.11.2017 21:08:27 | IP (Hash): 1780475473
    ich bin überzeugt, das ein gut eingestellter Blutzucker im Alltag Entlastung bringt, gar keine Frage.
    Aber der Weg bis dahin ist für mich sehr schwierig und selbst, wenn ich es zu einem "gesünderen" Blutzucker schaffen würde - bleibt mein Parkinson im fortgeschrittenen Stadium...
    ... deshalb weiß ich (noch) nicht wie es weiter gehen soll.
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    am 06.11.2017 22:24:19 | IP (Hash): 1295624142
    Grundsätzlich:
    1. Was Du mit Deinem Diabetes machen willst, ist ausschließlich Dein Ding. Das gilt auch gegenüber Deinen Ärzten und auch für Deinen Parkinson.
    2. Wenn Du Deinen Diabetes gesünder führst, verbesserst Du damit deutlich Dein alltägliches Befinden. Aber dafür müsstest Du dich in Deinen Diabetes wie in Deinen Parkinson ein gutes Stück weit rein arbeiten und die beiden miteinander möglichst verträglich und für Dich erträglich zu halten.

    Interessante Hilfe für Dich, wenn Du Deinen Diabetes gesünder und damit für Dich weniger schlappig steuern willst :
    http://www.FreeStylelibre.de/ Also nicht jeden Tag mehrmals der Fingerpieks, sondern alle 14 Tage einen neuen Sensor anpappen und dann einfach nach Bedarf zu jeder Zeit auslesen, indem Du das Lesegerät nahe an den Sensor hältst oder jemand das für Dich macht.
    Wahrscheinlich reicht Dein Tremor schon jetzt als ärztliche Begründung für die Genehmigung des Systems durch Deine Krankenkasse, bestimmt aber dann, wenn dazu auch noch das Insulin zum Essen kommt.

    Klar kannst Du dagegen halten, dass Dir wg Deines Parkinsons eh nix mehr viel weiter helfen wird. Aber könnte dem doofen P mit dem gesünderen Blutzucker noch möglichst viel möglichst erträgliches Leben abluchsen nicht doch vielleicht die erträglichere Perspektive sein?

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    am 07.11.2017 05:04:07 | IP (Hash): 945352830

    Das weiß ich nicht.
    Um das herauszufinden habe ich mich in diesem Forum angemeldet..
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    am 07.11.2017 09:18:44 | IP (Hash): 1116918144
    Naja, wir können Dir hier bestenfalls mit Info und unseren persönlichen Erfahrungen zu ner gedanklichen Grundlage verhelfen. Davon nehmen und das dann wirklich tagtäglich machen und konkret erleben, wie das dann zu Dir passt, und dann entscheiden, ob das dann weiter wirklich Deins ist, oder ob Du das doch nicht magst und Du lieber wieder zurück gehst, diesen Weg können wir Dir nicht abnehmen. Wir können Dich nur nach unseren Kräften konstruktiv begleiten, so weit Du das magst.

    Aber so lange Du über diesen Weg nachdenkst, kann nicht wirklich was erträglicher für Dich werden. Das kann es nur von da an, wo Du dich konkret auf diesen Weg machst.

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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 08.11.2017 00:27:07 | IP (Hash): 33641383
    hjt_Jürgen schrieb:

    Aber so lange Du über diesen Weg nachdenkst, kann nicht wirklich was erträglicher für Dich werden. Das kann es nur von da an, wo Du dich konkret auf diesen Weg machst.


    Hallo Träumerin,
    wir begleiten dich hier nun fast einen Monat und wenn ich könnte (Wohnort?), würde ich dich zum Arzttermin ziehen/schubsen/begleiten.
    Trau dich, mit deiner Ärztin zu sprechen und probiere das Mahlzeiteninsulin aus.
    Aktuell hat hier Frankie-13 als 2er geschrieben, daß Mahlzeiteninsulineinheiten zuerst auf BZ-Werten zum Essen beruht, also langsamer Einstieg.
    Wenn's wirklich nicht funktionieren sollte, kannst du dich kurzzeitig immer noch mit deiner Ärztin besprechen.

    Herzlichst Elfe
    Bearbeitet von User am 08.11.2017 00:29:14. Grund: Korrektur Text
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    am 09.11.2017 14:37:41 | IP (Hash): 8147590

    Hallo Elfe,

    vielleicht könnte ich Jemanden gebrauchen, der mich zieht/ schubst oder an die Hand nimmt - aber ich bin immer noch wie gelähmt.
    Und ich weiß auch nicht, warum ich mich dieses mal so "anstelle" - das Andere habe ich doch auch geschafft...
    Aber wenn ich so die anderen Nachrichten lese, die ihr euch schreibt, dann verstehe ich einen großen Teil nicht- wie eine andere Welt,, zu der ich nicht gehöre und irgendwie auch nicht gehören will.
    Dazu kommt noch, das die meisten von euch sehr diszipliniert bei der Ernährung sind und ihre Blutzuckerwerte ganz genau im Auge behalten.
    Das bin ich nicht - ich brauche wohl noch Zeit, aber vielleicht habe ich die Zeit nicht....

    Es grüßt die Träumerin
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    am 09.11.2017 15:23:57 | IP (Hash): 2108455638
    träumerin schrieb:

    Und ich weiß auch nicht, warum ich mich dieses mal so "anstelle" - das Andere habe ich doch auch geschafft...



    Ganz einfach: Man hat keinen Bock auf "neue" Krankheiten.
    Und es ist ja nicht so, dass man sich als Diabetiker mit Hurra in die Materie reinsteigert. Schließlich geht es um das, was man vorher praktisch unbeschwert machen konnte: Sich leckere Dinge unter die Nase schieben (ok, wenn ein paar Kilos am Hosenbund kneifen dann nicht mehr so, aber im Prinzip ;-))

    Wenn Du mit Deinem Diabetologen ein Mahlzeiteninsulin mit in die Therapie nimmst, wäre die Auswahl der Lebensmittel kein großes Thema mehr – bei Dir geht es bei Deinen Begleitumständen doch darum, mehr Lebensqualität zu erreichen und zu halten.
    Da würde ich persönlich den Genuss einer (Zwangs-)Diät echt vorziehen (für Kritiker: Ja, so sehe ich das).
    Man muss es ja nicht so dolle übertreiben ;-))

    Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen – ICT (Langzeit und Bolusinsulin) schaffst Du ganz bestimmt!
  • Elfe

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    am 10.11.2017 00:33:08 | IP (Hash): 1020396949
    Hallo Träumerin,
    ich nehme dich gerne an die Hand, wenn auch nur online möglich.

    Wir sind hier im Forum ganz unterschiedliche Betroffene,
    was Alter bei Diagnose angeht, als auch andere Erkrankungen mit Diabetes zusätzlich obendrauf, oder bereits Folgeerkrankungen durch hohe BZ-Werte.

    Bin wie du auch eher speziell als Patient.
    Gemeinsames Medikament 'Mahlzeiteninsulin' verbindet uns, mit Fragen zum Umgang.

    Dieses ist nicht so einfach, wie Tabletten zu schlucken, hat durchaus aber einen logischen = berechenbaren Hintergrund.
    Wird auf KH-Gehalt bezogen, korrigieren von hohen BZ-Werten ist auch möglich.

    Herzlichst Elfe
    Bearbeitet von User am 10.11.2017 00:35:12. Grund: Korrektur Text
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    am 12.11.2017 13:29:39 | IP (Hash): 676946179

    Hallo Elfe,

    es tut mir gut, zu wissen, das ich hier im Forum Ansprechpartner, insbesondere dich Elfe habe.
    Es macht für mich auch nur Sinn, sich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen, die sich aus eigener Erfahrung in die Situation hinein versetzen können.

    Zur Zeit kann ich wieder kaum was essen, keinen Appetit, kriege einfach nichts runter- nicht mal meine Lieblingsessen. Ich versuche es immer wieder, aber es geht nicht.
    Aber auf den Rippen habe ich noch genug, da ich eigentlich schlecht abnehme, weil ich durch Parkinson nur eingeschränkt bewegungsfähig bin. Aber nun habe ich doch in kurzer Zeit 4 kg verloren- aber das ist für mich kein Problem.

    Ich wünsche dir liebe Elfe und allen Anderen einen schönen Sonntag.
    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 13.11.2017 00:54:04 | IP (Hash): 1381516941
    Hallo Träumerin,
    habe gerade besonders an dich gedacht.
    Gab im TV gerade eine Sendung, in der für einen karitativen Zweck Gewinnsumme eingesetzt werden soll für
    https://www.parkinson.ch/
    Spenderin wollte über persönliche Verhältnisse zu familiärem Angehörigen nichts sagen, wirkte jedoch emotional ergriffen, wie damit umzugehen ist, wechselhafte Probleme - so wie du das auch so beschreibst.
    Zu Parkinson speziell kann ich dir auch nur mein Mitgefühl ausdrücken.

    So Appetit-mäßig schon mehr.
    Brauche nicht nur Mahlzeiteninsulin (neben Basal), sondern noch Abschätzung zu zwei weiteren Medikamenten. Ach nee, so oftmals.

    Körpergewicht als Diabetes-Parameter ist m.E. ziemlich ungenau und sollte nicht im deinem Fokus liegen.

    Herzlichst Elfe
    Bearbeitet von User am 13.11.2017 00:57:11. Grund: Korrektur Text
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 14.11.2017 14:45:09 | IP (Hash): 1731122744

    Hallo Elfe,

    Parkinson ist schon eine sch.... Krankheit, aber welche ist das nicht.
    Aber es ist besonders schwer, wenn man in seinem Umfeld Niemanden hat mit dem man wirklich reden kann.
    Die einen sagen, ach du mußt Insulin spritzen - na dann spritzt du eben, machen andere auch...
    ... oder ach, du hast Parkinson, da gibt es doch Medikamente und Michael J. Fox hat das doch auch und der dreht noch Filme...
    Da will man auch nicht mehr reden. Vielleicht bin ich da aber auch etwas übersensibel.
    Bin aber froh, das es Foren gibt, wo man sich austauschen kann - das hilft schon weiter.
    Als ich von meinem Parkinson erfuhr, habe ich angefangen Gedichte zu schreiben um meine Gedanken zu ordnen und zu verarbeiten.
    Und nun kommt die nächste Herausforderung....
    der ich mich stellen sollte - und immer noch zögere...

    Es grüßt die Träumerin
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 14.11.2017 16:21:45 | IP (Hash): 97716885
    Hallo Träumerin,

    lebe nicht gegen Deine Krankheiten - lebe mit ihnen; arrangiere Dich mit Ihnen, betrachte sie als zu Dir gehörend, zu Deinem - und nur Deinem Eigentum.
    Ich bin jetzt 70 Jahre alt, habe seit ca. 30 Jhren Diabetes Typ 2, angefangen mit Tabletten gegenzusteuern, später mit Spritzen - heute: 4 - 5x Kurzzeitinsulin vor den Mahlzeiten / zwischendurch, 1x Langzeitinsulin zur Nacht.
    Na und ?? Es ist mein Diabetes mit dem ich mache was ich will, nicht er mit mir. Ich esse Alles was schmeckt, habe ich meine Fressphase auf Süßes auch mal eine Tüte Haribo Gummibärchen am Stück. Na und ... ?
    Danach reguliere ich meinen Diabetes wieder ein und lebe mit ihm.
    Habe Mut, tu auch mal in der Gaststätte den Blutzucker messen und durch die Bluse eine Injektion Insulin vornehmen. Nur geistlose Menschen werden "negativ" reagieren, ist den der Ton eines Meßgerätes unangenehmer als der Klingelton eines Handys am Mittagstisch ?

    Gut, ich habe mein Leben zum großen Teil hinter mir, ich will es aber noch lange genießen. Aber,,,,, und darüber bin ich mir im Klaren, es geht nur mit meinen Krankheiten - niemals gegen sie.

    Völlig überspitzt formuliert: sei stolz was Du hast, lass es Dir von Niemandem nehmen


    Viel Erfolg im Leben
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.11.2017 17:16:39 | IP (Hash): 476968455
    Hallo Träumerin,
    habe mich in Parkinson ein wenig eingelesen, echt Sch... .

    War heute beim Diabetologen und habe ein Faltblatt mitgenommen zur "Deutsche Parkinson Vereinigung e.V."
    Dieses Angebot ist leider kostenpflichtig mit Mitgliedsbeitrag 1/2 jährlich mit 23 €,
    Schnuppermitgliedschaft ist auch möglich, ob das überhaupt was für dich ist.
    Inhalte der Web-Site lassen sich ohne Anmeldung leider nicht vollständig öffnen, aber anhand der Überschriften kannst du ev. schon einiges bewerten, ob die Themen dich überhaupt ansprechen.

    Oben genannter Flyer der hiesigen Regional-Gruppe (NRW) bieten zusätzlich Möglichkeiten:
    Persönliche Kontakte zu schließen, Erfahrungen auszutauschen, fachbezogene Vorträge, gesellige Veranstaltungen und Ausflüge.
    Hier kannst du nach Regionalgruppen in deiner Wohngegend suchen
    https://www.parkinson-vereinigung.de/kontakte
    und dich auch sonst mal durch die Inhalte durchklicken.

    Liebe Träumerin, fürchte, daß ich dich durch meine Klein-klein-Erklärung zu sehr verwirrt habe. °~°
    Versuch doch einfach das Mahlzeiteninsulin mal aus.
    Auf jeden Fall hast du damit mehr Möglichkeiten in der Lebensmittelauswahl als ohne.
    Und wenn du kaum etwas isst, brauchst du auch nicht jedes mal zu spritzen.
    Auf jeden Fall bleibt dir die Möglichkeit, hohe BZ-Werte mit Korrektureinheiten zu senken, in bessere Bereiche von 10 - 13 mmol/l als aktuell bis zu 20 mmol/l.

    Bei mir ist auch nicht alles perfekt, trotz redlichem Bemühen starke BZ-Schwankungen.
    Und heute - ohne Frühstück nüchtern zum Arzt - war der BZ auf ca. 12 mmol/l bis wieder zu Hause angestiegen.
    Dann eben Korrektureinheiten + für's mittlerweile Mittagsbrot und noch mal Korrektur nach 4 h, weil noch über Zielwert. Lieber vorsichtig, als in, von dir so gefürchteten Unterzucker zu geraten (aber auch nicht schlimm, BZ ist per Traubenzucker oder Saft in Minutenschnelle anzuheben).

    Herzlichst Elfe
    P.S.: Zum Gedichteschreiben fehlt mir das Talent.
    Tagebuch führen zum Gedankensortieren ist mein Hilfsmittel, mit eher Aufschreiben der positiven Momente, warum es sich lohnt zu leben (negatives als 'Erfahrung' abhaken).
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    am 15.11.2017 14:08:51 | IP (Hash): 1602110261

    Hallo Elfe,

    es freut mich das du auch Interesse für die Parkinson- Erkrankung zeigst und du dich sogar ein wenig eingelesen hast.
    Ist ja, wie bei vielen Krankheiten, der Verlauf ist sehr unterschiedlich.
    Ich bin in dem Forum, die von der Deutschen Parkinson Vereinigung in Zusammenarbeit mit der Gertrudis-Parkinsonklinik in Biskirchen geführt wird. Diese ist sehr gut, man bekommt eine ärztliche Beratung, Antworten aus soziale Fragen vom Expertenteam und wir können uns auch austauschen.

    Aber noch was anderes.
    ich habe jetzt von Trulicity (Wirkstoff Dulaglutid) gehört, das wird nur einmal wöchentlich gespritzt, hast du schon mal was davon gehört?

    Tagebuch schreiben ist auch gut- das ist dann nur für dich- um deine Gedanken zu ordnen.
    Meine Gedichte können auch andere lesen, z. Bsp. im Parkinsonforum im Thread "Gedichte", wo auch noch andere "Schreiberlinge" sind

    Es grüßt die Träumerin
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    am 15.11.2017 16:05:17 | IP (Hash): 1248569964
    Verstärkt essenabhängig die eigene Insulinausgabe (typisches Typ2 Medi für wenn die ersten Tabletten nicht mehr für HBa1c 7,5 reichen) und verringert bei manchen Usern den Appetit. Sorry, aber bei hohem Insulin-Bedarf KEINE Alternative zu Insulin aus dem Pen :(

    ----------------------------------------------
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 15.11.2017 17:44:43 | IP (Hash): 569687605
    Hallo Träumerin,
    ich selber kenne das Trulicity mit dem Wirkstoff Dulaglutid nicht persönlich.
    Für 1er wie mich bringt das nichts.

    Ist ein Medikament für 2er, wie schon Jürgen geschrieben hat.
    Mag sein, daß es zur Regulierung der hohen BZ-Werte nicht so viel bringt.

    Bin allerdings auf einen interessanten Fachartikel gestoßen, daß dieses Medikament aus der Klasse der GLP-1-Rezeptoragonisten Symptome von Parkinsonpatienten verbessern könnte
    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=70886
    Darin wird - noch nicht - das Prüfpräparat (anderes aus der Substanzklasse) als Medikament zur Parkinson-Therapie empfohlen.
    Da du aber auch Diabetikerin bist, könnte dir das schon aufgrund des Diabetes verschrieben werden.
    Wäre doch toll, wenn dir das so und so helfen könnte.

    Stelle doch diese Frage mal im Parkinson-Forum an die Experten.

    Zweimal wurde die Frage im Parkinson-Forum schon beantwortet, allerdings in 2015
    "mit Dulaglutid können Sie nichts falsch machen", siehe
    https://www.parkinson-web.de/forum/posts/list/564420.page#1765363
    Zwei Jahre später gibt es ev. mehr Erkenntnisse in der Expertenrunde.

    Herzlichst Elfe
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    am 16.11.2017 20:47:59 | IP (Hash): 1450043252

    Hallo Elfe,

    Vielleicht habt ihr Beide recht und dieses Trulicity könnte nicht viel bringen. Ich werde mich mit der Userin, die darüber kurz berichtet hat, noch mal in Verbindung setzen.
    Und ich werde mich im Parkinson-Forum infformieren - Danke für deinen Tipp. :-)

    Ich fasse mich heute mal kurz, es geht mir nicht gut, es ist nichts gesundheitliches, habe ganz viel Stress.
    Ich werde versuchen zu schlafen (wenn es geht), bin so richtig kaputt...

    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 17.11.2017 18:47:52 | IP (Hash): 569687605
    Hallo Träumerin,
    hoffe, du hattest eine gute Nacht.

    Möchte dir empfehlen, im Parkinson-Forum im Suchfeld 'Diabetes' einzugeben, da wirst du dann Betroffene finden, auf die beides betrifft.
    M. E. ist Grunderkrankung Parkinson erheblich mit Diabetes zusätzlich.

    Zu Diabetes bzgl. Dosierung Insuline kann ich dich gerne beraten - was, wann, wieviel.
    Herzlichst Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 19.11.2017 02:22:11 | IP (Hash): 1598373825

    Hallo Elfe,

    ich kann wieder nicht schlafen, so wie jede Nacht- ich schaffe keine 2 Stunden am Stück zu schlafen.

    Ich werde gern auf dein Angebot zurückkommen - wenn es so weit ist....
    Wie lange mußt du dich eigentlich schon spritzen?
    Ich denke mal, du hattest nicht die Wahl, lange zu überlegen, ob du spritzen sollst.

    Vielleicht stelle ich mich da an- aber ich bin gerade an einem Punkt, wo mir alles egal ist.
    wegen Parkinson, habe ich mich sehr zurückgezogen, bin nicht mehr gern unter Menschen- es fällt mir auch schwer zu sprechen und wenn ich daran denke, das ich dann auch noch bei jeder Mahlzeit den BZ messen und mich spritzen muß - was auf Grund meiner verlangsamten Bewegung eine Ewigkeit dauert - dann kriege ich Panik.
    Ich bin (zur Zeit) ein schwieriger Fall- vielleicht ein hoffnungsloser Fall, obwohl sich viele um mich bemühen. Und das macht mich schon wieder traurig- fühle mich undankbar...


    Es grüßt die Träumerin
  • Rang: Mitglied
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    Mitglied seit: 19.11.2017
    am 19.11.2017 13:13:37 | IP (Hash): 1488308206
    hallo ich bin auch neu hier
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.11.2017 22:05:54 | IP (Hash): 1187361868
    Hallo Träumerin,

    vielleicht ist das eine interessante Information für dich:
    Medscape Deutschland berichtete über die Zulassung eines neuen Medikaments gegen MS, von dem großes erwartet wird. Rede mal mit deinem Arzt darüber, vielleicht kann das neue Medikament auch für dich Besserung bringen.

    Ich zitiere mal den entsprechenden Absatz, weil Artikel nur von angemeldeten Nutzern gelesen werden kann.
    "Ocrevus® (Ocrelizumab, Roche Registration Limited) ist ein neuartiger MS-Antikörper. Für Patienten mit schubförmig-remittierender MS (RRMS) wird er eine weitere Therapieoption darstellen, aber für Patienten mit primär progredienter MS (PPMS) ist es ein Therapiedurchbruch. Es ist das erste in der EU zugelassene Arzneimittel für diese Form der Multiplen Sklerose, für die es bislang keine krankheitsmodifizierende Therapie gab."

    Quelle: https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4906519?nlid=119129_3122&src=WNL_topwk_171119_MSCPEDIT_DE&uac=211778HN&faf=1
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 11.10.2017
    am 19.11.2017 22:24:16 | IP (Hash): 620362638

    Danke für die Mitteilung und auch interessante Information, aber hier liegt ein Mißverständnis vor, ich habe nicht MS sondern Parkinson und Diabetes.

    Aber vielleicht ist hier Jemand im Forum, der diese Info nutzen kann.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.11.2017 23:02:52 | IP (Hash): 1187361868
    Entschuldige bitte - da habe ich die nicht gut genug zugehört.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 20.11.2017 18:44:25 | IP (Hash): 1510242877
    Hallo Träumerin,
    seit 2001 muss ich Insulin spritzen, zu Anfang nur Mahlzeiteninsulin und später auch Langzeitinsulin zusätzlich, beide Insuline in Mengen deutlich gesteigert im Krankheitsverlauf.
    Sind also schon etliche Jahre.
    Wurde und werde ambulant gut betreut.
    Im Laufe der Zeit hat sich auch langsam mein Essverhalten geändert:
    Zu Anfang ging's nur darum, das Mahlzeiteninsulin richtig zu dosieren - mit Vermeidung der größten Süßigkeiten (Saft, Zucker-Bonbons), aber im Vergleich der KH-haltigen Lebensmitteln auch zum Sättigungswert lieber Kartoffeln statt Nudeln, Obst eher als Nachtisch u.a.m..

    Die Hoffnung zum Leben für dich selbst musst du in dir fühlen!
    Gar nicht mehr unter Menschen zu gehen ist verständlich, aber nicht gut.
    So allein dreht man sich im Kreis, Impulse von anderen können durchaus positives bewirken.

    Raff' dich auf und mache einen Termin bei der Hausärztin mit Verschreibung des Mahlzeiteninsulins und wie du damit umgehen sollst.
    Wäre ein guter Jahresabschluss, statt in das neue Jahr zu schieben.

    Thema Nachtschlaf ist auch mein Problem, neben Veranlagung Eule statt Lerche.
    Vermeide Kaffee ab mittags, dann eher koffeinfrei,
    Tees sind abends Melisse, Melisse/Hopfen, 'Entspannungstees' von Meßmer (Teekanne).
    Zwingen zu Bett gehen lt. Uhrzeit bringt nichts,
    Dann lieber Aufbleiben mit TV, Lesen o.a.

    Herzlichst Elfe
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 22.11.2017 02:04:09 | IP (Hash): 1510242877
    Hallo Träumerin,
    möchte heutigen Tagesthemen-Moderator zitieren
    "Leben ist das, was man plant und anderes passiert."

    Geplant war bei mir eigentlich: Abhaken der Arzttermine und Ruhe zu haben in Advents-/Weihnachtszeit.
    Denkste :-(
    Bei Abschlussblutuntersuchung Diabetes steht Frage: Statine (bei HDL 'gutes' hoch, in Summe auch GesaMTCholesterin)
    Augenarzt: Neue Brille
    Zum Zahnarzttermin vereinbaren musste ich mich selbst 'treten', Krone(n) wohl wieder nötig, hatte ich über letzten Jahreswechsel schon, mit allem möglichen anderem der Zahnmedizin ...
    Na denn, besser jetzt, als über die Feiertage bei einem Vertretungsarzt zu landen.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 22.11.2017 11:43:46 | IP (Hash): 569612046

    Hallo Elfe,

    zu mir paßt eher: " Ich lebe im Augenblick, denn der Augenblick ist das Leben".

    Das kann ich verstehen,, das du die Advents- und Weihnachtszeit in Ruhe verbringen wolltest- das hätte ich mir auch gewünscht.
    Auch ich bin seit längerer Zeit in zahnärztlicher Dauerbehandlung und es tun sich immer mehr "Baustellen" auf. Zur Zeit gibt es eine (?) Wurzelbehandlung und mindestens eine Krone muß auch noch sein.
    Und das Thema Hausarzt- Termin ist auch noch nicht vom Tisch- nur verschoben.
    ( bis Zahnarztbehandlung abgeschlossen ist)
    Die Zahnarzttermine sind für beide Seiten ein Horror, für den Zahnarzt, wegen meinem Gezappel auf dem Zahnarztstuhl, Zahnarzt ist Stress- und da helfen auch meine Tabletten nicht richtig und es gibt einiges zu beachten...
    Und zur Vertretung zu müssen ist ja ganz schlimm, das möchte man vermeiden.
    Da hoffen wir mal, das es mit der Zahnbehandlung nicht so schlimm wird....

    Es grüßt dich die Träumerin
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    am 22.11.2017 22:08:03 | IP (Hash): 26180464
    Hallo zusammen,
    ich bin auch relativ neu, obwohl schon bisschen aktiv im Forum geworden. Habe diesen Thread erst jetzt entdeckt.
    Ich danke euch, dass ihr euch gegenseitig helft und unterstützt. Es ist wichtig die Menschen um sich zu haben, die einen verstehen

    Liebe Grüße,
    SarahK
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    am 22.11.2017 22:09:38 | IP (Hash): 26180464
    Hallo zusammen,
    ich bin auch relativ neu, obwohl schon bisschen aktiv im Forum geworden. Habe diesen Thread erst jetzt entdeckt.
    Ich danke euch, dass ihr euch gegenseitig helft und unterstützt. Es ist wichtig die Menschen um sich zu haben, die einen verstehen

    Liebe Grüße,
    SarahK
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    am 24.11.2017 20:56:23 | IP (Hash): 609692230

    Hallo Elfe,
    auch dieser Tag geht langsam zu Ende und ich hoffe, dass ich endlich etwas schlafen kann - an den letzten 2 Tagen war fast nur wach. Und nun fühle ich mich schlapp und leer.
    IIch hätte manchmal Appetit auf frisches Obst, welches wäre denn in meinem Fall am besten geeignet?
    Ich schaffe es nicht mehr weiter zu schreiben, meinne Hände wollen nicht mehr...
    Es grüßt die Träumerin
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 25.11.2017 00:43:37 | IP (Hash): 1510242877
    Hallo Träumerin,
    als frisches jahreszeitliches hiesiges Obst wären Apfel und Birne ganz gut = 90 g enthalten 10 g Zucker und zeigen sich nicht gar so schnell im Blutzucker.

    Wäre allerdings mit Mahlzeiteninsulin besser zu berücksichtigen.
    Kannst du den Mahlzeiteninsulinverschreibungstermin nicht doch noch dieses Jahr wahrnehmen ?
    Würde dich gerne dazu überzeugen und nicht erst Zahnbehandlung abzuhaken.

    Habe selbst Diabetologentermin nebst Rezept mit Medikamentenabholung und Kanülen/Sensoren-Erhalt erledigt.
    Zahnarzttermin am Montag, mal sehen ... .
    Ab Montag haben wir allerdings diese traurigen Novembertage geschafft und gehen in hoffnungsfrohe Advents-/Weihnachtszeit.

    Herzlichst Elfe