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Diabetes Typ 1 und Fettstoffwechselstörung. Wer hat diese Kombi noch?

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    am 24.11.2017 16:33:29 | IP (Hash): 491097169
    Hallo, ich bin neu hier, 33 Jahre und habe seit 18 Jahren Diabetes Typ 1. Seit diesem März auch eine Fettstoffwechselstörung. Diese Kombi ist schwer miteinander zu vereinbaren, besonders wenn man noch eine Hormonerkrankung dazu hat. Da ich ein Sonderfall sei, laut meinem Arzt , suche ich ein paar Leute denen es, Ansatzweise oder genauso ergeht wie mir um sich ein bisschen auszutauschen oder zum Ideensammeln.
    Ich würde mich sehr über ein paar Meldungen freuen.
    Liebe Grüße
    Cari :-)
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    am 24.11.2017 17:03:36 | IP (Hash): 1491880935
    Hallo Cari,

    viele Ärzte sind aktuell geneigt, bereits ein leicht erhöhtes GesaMTCholesterin als Fettstoffwechselstörung einzuordnen, ohne weiter die Zusammensetzung der einzelnen Cholesterinfraktionen zu betrachten. Wie sind denn deine Einzelwerte für LDL- und HDL-Cholesterin sowie für die Triglyceride?

    Eine "Fettsoffwechselstörung" bei alleiniger Betrachtung des Gesamtcholesterins habe ich mit einem Wert von 270mg/dl auch zu bieten. Wegen der guten Zusammensetzung LDL-/HDL-Cholesterin von 2,5 (unter 3) und Triglycewriden von 78mg/dl (unter 150) mache weder ich noch mein Hausarzt, der von Haus aus Kardiologe ist, sich darüber Sorgen.

    Schreib mal deine Einzelwerte, vielleicht hast du auch eine gute Zusammensetzung und brauchst dir darüber keine großen Gedanlen zu machen.

    Beste Grüße, Rainer
  • Elfe

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    am 24.11.2017 18:54:16 | IP (Hash): 1510242877
    Hallo Cari,
    beides betrifft mich auch - so grundsätzlich.
    LADA-Diabetes wurde bei mir allerdings erst im Alter von 40 Jahren diagnostiziert, Monate später zusätzlich eine Pankreasinsuffizienz.
    Brauche Insulin und Fettverdauungsenzyme als Medikament, um KHs und Fette überhaupt aufnehmen zu können.

    Zusätzlich habe ich gerade die aktuellen Blutwerte erhalten, die ähnlich sind seit Jahren, und auf einmal Grund für Statine-Verschreibung :-( sein sollen:
    Gesamt-Cholesterin 287, ungewöhnlich hoch 'gutes' HDL 124 mg/dl mit LDL/HDL 1,1 und Triglyceride 75 mg/dl.

    So insgesamt werde ich es jetzt mit mehr natürlichen Cholesterinsenkern versuchen und mehr Bewegung in den Alltag einbauen:
    https://www.welt.de/gesundheit/article13204636/Das-sind-die-zehn-besten-Cholesterin-Senker.html

    Gruß Elfe
    @Rainer: Die Fettwerte-Diskussion beruhte auf empfohlen durch weltweite Diabetes-Gremien, die bei 2ern strenger ist, als bei 1ern (bei mir aktuell keine Statine).
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    am 24.11.2017 21:41:09 | IP (Hash): 1491880935
    Elfe schrieb:
    Die Fettwerte-Diskussion beruhte auf empfohlen durch weltweite Diabetes-Gremien, die bei 2ern strenger ist, als bei 1ern.

    Warum erzählst du das? Carli hat doch extra darauf hingewiesen, dass sie Typ1-Diabetikerin ist.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 24.11.2017 23:38:42 | IP (Hash): 1510242877
    Gelöscht - ist für Cari nicht interessant
    Bearbeitet von User am 27.11.2017 18:46:07. Grund: s.o.
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    am 26.11.2017 09:09:40 | IP (Hash): 793749967
    Ach so, du wolltest meinem Arzt einen klugen Hinweis geben.

    Er wird sich bestimmt sehr darüber freuen und sich für den wertvollen Hinweis bedanken- :lol:
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 27.11.2017 01:31:10 | IP (Hash): 1510242877
    Gelöscht - ist für Cari nicht interessant.
    Bearbeitet von User am 27.11.2017 18:47:18. Grund: s.o.
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    am 27.11.2017 16:02:48 | IP (Hash): 491097169
    Hallo Rainer,
    nun mein größtes Problem sind die Triglyceriden. Damit habe ich schon seit Jahren Probleme. Sie lagen schon bei knapp 3000. Zwischenzeitlich mal bei 2600. Durch Leberfasten habe ich es geschafft sie auf 500 zu bekommen.
    Lg Cari
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    am 27.11.2017 19:40:54 | IP (Hash): 962579077
    Hallo Cari,

    dass du die Triglyceride von 3000 auf 500 runter bekommen hast, ist ganz gewaltig. Darüber kannst du dich auf jeden Fall sehr freuen. Dass du sie selbst mit Leberfasten nicht weiter absenken konntest, deutet darauf hin, dass du genetisch vorbelastet bist und dass es sich sehr wahrscheinlich um eine primäre bzw. eine familiäre Hypertriglyceridämie handelt. Dabei wirst du auch mit noch so großen Anstrengungen deine TG-Werte nicht mehr wesentlich nach unten bekommen.

    Ich habe dazu hier www.diabetes-news.de/wissen/fettstoffwechselstorungen/primaere-hypercholesterinaemie eine gute Aussage gefunden:
    "a) Familiäre Hypertriglyceridämie
    Bei dieser Erkrankung sind die Triglyceride meist zwischen 150 und 500 mg/dl und häufig ist das HDL niedrig. Sofern keine weiteren Risikofaktoren vorliegen, ist eine Behandlung nicht erforderlich."

    Wenn du deine BZ-Werte gut im Griff hat, brauchst du den Typ1-Diabetes wohl nicht als zusätzlichen Risikofaktor zu betrachten. Schön wäre es, wenn du einen Arzt findest, der sich mit der familiäre Hypertriglyceridämie gut auskennt. Der kann dir vielleicht deine großen Sorgen etwas nehmen. Ärzte, die sich nicht richtig damit auskennen, geben dir eher das Gefühl, dass du und dein Typ1-Diabetes an den hohen TG-Werten Schuld sind. Ich glaube nicht, dass es so ist.

    LG Rainer
    Bearbeitet von User am 27.11.2017 20:10:25. Grund: .
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    am 28.11.2017 11:23:57 | IP (Hash): 491097169
    Hallo Rainer,
    ich habe seit März einen neuen Diabetologen der auch Ernährungstherapeut ist. Ich muss sagen das dieser seit Jahren mal etwas bewegt hat. Er hat ein sehr großes Blutbild gemacht und gleich, anhand meiner zu hohen Werte, vermutet das es eine angebohrene Fettstoffwechselerkrankung sein könnte. So war es leider nun auch.
    Ich wurde mit Tabletten die letzten Jahre zugeworfen und nie brachten sie den gewünschten Effekt. Von den Ärzten bekam ich immer die Schuld unkonsequent zu sein weil meine Werte nicht stimmten. Das entmutigte mich dann doch sehr!
    Der Stand jetzt ist so, dass ich zwar abgenommen habe aber meine Werte machen was sie wollen.
    Das ist ja mein Problem. Meine Werte sind alles andere als gut. Es gibt Phasen da läuft es auf unerklärchliche Weise gut und dann wieder schlecht, obwohl ich nichts verändere. Das verstehe ich nicht so recht. Ich kann es nur auf meine Hormonproblematik schieben die sich damit zeigt ??
    Mein Arzt weiß leider nun auch nicht mehr so recht was er noch tun soll.
    Von den zu hohen Zuckerwerten habe ich Löcher im Nierenfilter bekommen. Das gefällt mir garnicht !
    Aber immerhin danke ich Dir für die Info mit der Familieären Hypertriglyceridämie

    Lg Cari
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    am 28.11.2017 11:35:23 | IP (Hash): 491097169
    P.S erlaube mir die Frage, woher kennst du dich so gut aus in diesen Dingen?
    Lg
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    am 28.11.2017 17:43:49 | IP (Hash): 622108599
    Cari schrieb:
    Von den zu hohen Zuckerwerten habe ich Löcher im Nierenfilter bekommen. Das gefällt mir garnicht !


    Ich lese das mal als saloppe Beschreibung von nem MÄCHTIGEN Grund dafür, die Haltung zum Blutzucker gründlich zu überdenken. In allen Fällen, die ich mit positivem Ausgang kenne, hat eindeutig die sehr gesunde Blutzucker-STEUERUNG für die Wiederherstellung und den Erhalt der gesunden Nierenfunktion gesorgt - und ganz nebenbei auch noch für den gesunden Blutdruck mit weniger bis gar keinen Tabletten.

    Sehr gesund bedeutet in Zahlen eine Schwankungsbreite von Minimum vor zu Maximum nach dem Essen von maximal um 60mg/dl bei nüchtern um 100. Mir ist bewusst, dass das zuerst mal ne gewaltige Umstellung bedeutet, aber der Funktionserhalt der Wasserwerke wär sie mir wert.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 29.11.2017 12:13:17 | IP (Hash): 155399150
    Hallo,
    genau das ist ja mein Problem. Ich kann minen Blutzucker nicht grad so mal ändern. Deswegen habe ich mich ja hier angemeldet um Leute kennzulernen dene es genauso geht. Ich bin in ärztlicher Behalndlung.
    Ich finde den Satz ziemlich als Vorwurf.
    .... MÄCHTIGEN Grund dafür, die Haltung zum Blutzucker gründlich zu überdenken!
    Ich überdenke das schon länger aber keiner kann mir so recht helfen.
    Wenns mir gut gehen würde würde ich keine Leute suchen denen es genauso geht.
    Außerdem sind nicht meine Nieren geschädigt. Die arbeiten ganz Normal !
    Ich brauche hier Unterstützung und keine Vorträge, da mir diese Fettstoffwechselgeschichte ziemlich alles vermießt.Aber das müsste eigeltich klar sein wenn man die Beiträge aufmerksam gelesen hätte.
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    am 29.11.2017 12:37:06 | IP (Hash): 740101735
    Sorry, da hab ich Dich missverstanden. Löcher im Nierenfilter habe ich so verstanden, als wenn das Funktionsstörungen bedeutet.

    Den Blutzucker können wir mit ICT selbstverstädnlich in dem Rahmen steuern, den wir haben wollen. Dafür müssen wir nur passend spritzen. Herausfinden, was jeweils passt, macht die Angelegenheit schwierig, aber doch nicht unmöglich.
    Die ärztliche Einstellung kann da nur immer bis etwa da hin reichen. Den "Rest" müssen die, die ich mit nicht weiter fortschreitenden Netzhaut- oder Nierenstörungen kenne, seit Jahren selbst leisten. Kein Vorwurf. Nur ein Hinweis.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 29.11.2017 12:48:23. Grund: Ergänzung
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.12.2017 19:34:33 | IP (Hash): 1938833493
    Hallo Cari,
    habe ja schon ansatzweise beschrieben, was so meine Kombi betrifft.
    Fettverdauungsprobleme zeigen sich jedoch sofort, so daß ich für Auswahl nicht unbedingt Laborwerte brauche, die dich so niederschmettern.

    Auch zur Anpassung der Triglycerid-Werte kannst du über Ernährung einiges bewirken (nicht so extrem wie 'Leberfasten'), Fette-Beurteilung dabei besonders wichtig:
    http://www.assmann-stiftung.de/ernaehrung/ernaehrung-triglyceride/
    http://www.assmann-stiftung.de/ernaehrung/lebensmittelliste-ubersicht/

    Ernährungsempfehlungen bzgl. Fettproblematik und Diabetes abgleichen notwendig, in Kleinigkeiten nur, da gar nicht so unterschiedlich.

    Für gute BZ-Werte muss ich auch einen hohen Aufwand betreiben.
    Fettgehalt und Verdaulichkeit einschätzen, Insulin je nach dem vor oder nach Mahlzeit, z.T. einrechnen von sogen. FPE-Einheiten. Gibt da einiges an 'Stellschrauben'.

    Dein Begriff 'Hormonproblematik' ist diffus - Hormone im Organismus gibt es deren viele.
    Bitte näher beschreiben, um antworten zu können.

    Gruß Elfe
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    am 03.12.2017 13:06:12 | IP (Hash): 1155932182
    Hallo Cari,

    zur familiären Hypertriglyceridämie:

    Dich könnte vielleicht interessieren, dass sich ein neuer Wirkstoff zur Senkung der Triglyceride in der Entwicklung befindet: die Pemafibrate. Hier ist dazu mal eine etwas ältere Bescheibung in deutsch
    www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/bahnbrechende-prominent-studie-zur-erforschung-von-praventionsmaWnahmen-bei-herzerkrankungen-von-diabetespatienten-mit-hohen-triglycerid--und-niedrigen-hdl-c-werten-564981701.html
    Die aktuellen Ergebnisse (in englisch), die du mit der Suche finden kannst, sehen recht gut aus. Es wird schon noch ein paar Jahre dauern, bis das Medikament zur Verfügung steht. Das ist aber kein Problem, da sich das Risiko für Herz-, Kreislauferkrankungen auch erst über viele Jahre herausbildet.

    Verlasse dich aber nicht nur auf zukünftige Medikamente. Betrachte die lieber nur als Ergänzung zu deinen eigenen Bemühungen, mit denen du ja bisher schon so große Erfolge hattest. Du solltest dir auch von niemanden eine fettreduzierte Ernährung einreden lassen. Die Tatsache, dass mehr Fett die Triglyceride senken kann, ist in der Medizin bestens bekannt. Dies ist sogar so weit erwiesen, dass selbst die DGE, die ja nun wirklich nicht viel für Fett übrig hat, es in ihrer aktuellen KH-Leitlinie bestätigen musste.

    Zur BZ-Einstellung:

    Es ist schwer, dir mit so wenig Informationen vernünftige Ratschläge zu geben. Hormonschwankungen oder andere Ursachen für BZ-Schwankungen kommen bei allen Typ1-Diabetikern vor. Wichtig ist, dass du mit solchen Schwankungen umgehen kannst und die Insulindosis entsprechend dem Bedarf erhöhst oder erniedrigst. Beherrscht du die Insulinanpassung gut, hast du eine kompetente Schulung bekommen? Wenn nicht, hake bei deinem Diabetologen vielleicht noch mal nach. Echte Fragen zur Insulineinstellung solltest du besser in einem INSULINERforum, z.B. Insulinclub.de stellen. Mit etwas Unterstützung lassen sich ziemlich viele Probleme gut lösen. Ich drück dir die Daumen, dass du gute Unterstützung findest und deine BZ-Führung immer besser hinbekommst.

    Alles Gute, Rainer
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.12.2017 02:00:52 | IP (Hash): 1938833493
    Hallo Cari.
    'mehr Fett' ist viel zu allgemein.

    Gibt da durchaus Unterschiede: Pflanzlich/tierisch, gesättigt/ungesättigt, 'gehärtet'.

    Link zur Triglyceride-Ernährungsempfehlung bereits berichtet.

    Gruß Elfe