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Insulinresistenz (und PCOS)
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am 13.12.2017 21:48:16 | IP (Hash): 1219058170
Hallo ihr,
ich habe erfahren, dass ich Insulinresistenz habe. Hängt bei mir mit PCOS zusammen, was schon länger bekannt ist. Hab den Arzt gewechselt, und sie hat dann nen OGT gemacht. Meine Werte sind:
Insulin basal: 16,4 (Norm: 1,9-13)
Insulin 120': 205 (Norm: 1,9-85)
Insulin 60': 229,8 (Norm: 1,9-101)
Ist das schon schlimm? Es dauert eine Zeit, bis ich meinen nächsten Termin habe. Mache mich gerade ziemlich wahnsinnig.
Zu mir: Ich bin 20, studiere (viel Stress, wenig Schlaf) und wiege ca 72 kg auf 1,67 m. Ansonsten mache ich 3 mal die Woche Sport.
Wahrscheinlich wäre Gewichtsreduktion ein Anfang. Kann ich die Insulinresistenz besiegen, d.h. heilen? Und wie genau hängt das mit PCOS zusammen? Und wie sieht es mit der Ernährung aus? Wenig Kohlenhydrate? Kann ich auch ohne Medikamente leben?
Liebe Grüße und vielen Dank! -
am 13.12.2017 22:15:51 | IP (Hash): 350238387
vielleicht zum besseren Verständnis http://www.logi-methode.de/fileadmin/user_upload/Presse/Fachliteratur/2011_PCO.de.pdf
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.12.2017 23:08:52 | IP (Hash): 1410073916
Hallo Kiles,
hier https://de.wikipedia.org/wiki/Insulin#/media/File:Glucose-insulin-day-german.svg (aus Wiki, Insulin) hast du mal einen normalen Verlauf von Insulin in Abhängigkeit von den Mahlzeiten bzw. auch dem oGTT. Deine Werte musst du mit 7 multiplizieren um auf die dort abgebildeten pmol/l zu kommen. Du siehst also, dass du eine kräftige IR hast, wobei das 5 ... 10-fache bei Insulinresistenz normal ist.
Insulinresistenz ist vermutlich die Hauptursache von PCOS. Dieses dürfte sich in dem Maß verbessern, wie es dir gelingt, die IR abzubauen. Neben deinem Sport ist eine Ernährung mit moderater KH-Reduzierung eine gute Idee. Einen kräftigen Erfolg könntest du wahrscheinlich mit einer Leberfastenkur erzielen.
Medikamente gegen Insulinresistenz gibt es eigentlich nicht so richtig. Metformin hilft ein kleines bisschen und wird deshalb häufig bei PCOS, besonders bei vorhandenm Kinderwunsch gegeben. Aber mit den zuvor beschriebenen Maßnahmen kommst du bestimmt ein ganzes Stück weiter.
Viel Erfolg, Rainer
Bearbeitet von User am 14.12.2017 15:53:47. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.12.2017 15:25:13 | IP (Hash): 1219058170
Ich danke Ihnen beiden für die Antworten. Werde jetzt auf jeden Fall mal die Kohlenhydrate stark reduzieren und abnehmen. Von Metformin hab ich auch schon gehört, aber ich spreche mal mit meiner Ärztin, ob die Insulinsensitivität allein durch die oben vorgeschlagenen Möglichkeiten wieder besser wird.
Grüße! -
am 14.12.2017 18:09:46 | IP (Hash): 687955220
Beobachte Deine Blutzuckerwerte. Das ist das A und O. Es nutzt Dir nichts, wenn Dir die Ärztin bspw. sagt, der Langzeitwert ist gut.
Ich habe auch PCO und da ich einen 10 Jahre einen lari-fari Gyn hatte wurde nichts gemacht. Bei mir kam auch noch hinzu, dass ich keinen Kinderwunsch hege. Dann machen viele Gynäkologen erst recht nichts . Dabei profitiert man als PCO-Patientin so sehr von Metformin und anderen Maßnahmen. Leider wird dies erst alles erwogen, wenn die inzwischen sehr dicke PCO-Frau (mit Hyperinsulinämie und IR abnehmen ist extrem schwer!) nicht schwanger wird. Ich (ohne starken Kinderwunsch) habe die notwendige Behandlung auch erst sehr spät bekommen, da ich das Glück hatte auf kompetente junge Ärzte zu treffen. Wenn ich mit Ende 20 bereits Metformin bekommen hätte/ um meine IR gewusst hätte, dann wäre auch die Gewichtszunahme (und der damit entstehende Teufelskreis) weniger dramatisch ausgefallen.
Verlass Dich nicht auf die Ärztin, sondern schau auf Deine Blutzuckerwerte!
3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.12.2017 18:21:02 | IP (Hash): 687955220
und vielleicht noch ergänzend:
Lasse Deine Schilddrüse checken. Viele PCOS haben Hashimoto, ich glücklicherweise nicht. Aber praktisch immer TSH-Werte zwischen 4,5-7. Hausarzt und ein Endokrinloge haben mir über Jahre gesagt, der Wert sei "adipositasbedingt". Wenn ich abnehme, dann würde auch der TSH sinken. Die neuen Ärzte sind der Meinung, dass es ratsam sei diesen mittels L Thyroxin zu senken. Inwiefern ich davon profitiere, wird die Zeit zeigen. -
am 14.12.2017 19:51:54 | IP (Hash): 1219058170
Dankeschön für die Antwort. Ja, bei mir hat der Gyn auch nichts gemacht, als ich mit 16 das erste Mal wegen meinen Beschwerden gekommen.
Meine Schilddrüsenwerte sind ok, die wurden mitgecheckt. Metformin hab ich bei der Ergebnisbesprechung auch direkt schon angeboten bekommen, genau wie die Pille. Ich denke, dass meine Ärztin schon sehr gut ist, werde aber selbst meine Blutzuckerwerte auch im Auge behalten. -
am 14.12.2017 20:27:57 | IP (Hash): 699720266
Hallo Klles,
Hast du denn auch dei BZ-Werte von dem oGTT? Weil du sie nicht mit genannt hast, bin ich davon ausgegangen, dass die voll in Ordnung waren. In der Tat ist es so, dass IR bei manchen mit erhöhten BZ-Werten einher geht, bei anderen bleiben die BZ-Werte dagegen vollkommen normal.
Wie waren denn deine BZ-Werte? -
am 14.12.2017 21:03:05 | IP (Hash): 1219058170
Hallo Rainer,
die Blutzuckerwerte waren vollkommen in Ordnung, fast genau in der Mitte der Norm. Die genauen Werte habe ich im Moment leider nicht bei mir, das werde ich erst nach diesem Wochenende beantworten können.