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Sind wir T2er schuld an unserem Diabetes?
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Michael
Rang: Gastam 04.12.2008 14:29:00
ich verstehe wie immer nur Bahnhof
Aber ich denke auch dass Typ 2 von anderen sachen ausgelöst wird als Übergewicht
Bei mir in der Firma sind 80% übergewichtig und keiner hat Diabetes
Ich bekomme es und ich denke dass mein Körper rumspinnt weil ich mir irgendwann mal Viren und Bakterien eingefangen habe von Michael -
Nora
Rang: Gastam 04.12.2008 14:50:37
@ Michael: hattest du nicht in einem anderen Thema geschrieben, dass du übergewichtig bist?? Und jetzt willst du dir einreden, dass Viren/Bakterien deinen Diabetes ausgelöst haben???
Warum Viren/Bakterien nicht als Auslöser für Typ 2 angesehen werden??? Weil es nicht passt!! bei T 1 werden die ß-Zellen vom eigenen Immunsystem zerstört.. man geht davon aus, dass bei Infekten Viren eindringen, die von ihrer Oberflächenstruktur ähnlich wie die Betas sind und daher das Immunsystem quasi aus Versehen, diese mitzerstört... klingt logisch, oder?? bei Typ 2 passt das nicht, das Insulin ist ja vorhanden, Betas auch (zumindest bei Entstehung/Beginn des DM)... bei Typ 2 passt komischerweise eher, dass das Insulin nicht mehr richtig wirken kann, weil die Zellen von dem viele Jahre lang davor zu viel an Insulin (aufgrund von falscher und zu viel Ernährung und zu wenig Bewegung) nicht mehr richtig darauf reagieren...
Ich will nicht sagen, dass Typ 2er schuld sind an ihrem DM. Mein Opa war z.B. immer schlank, hat viel Sport getrieben und trotzdem Typ 2 bekommen... klar, die Gene spielen da auf jeden fall mit eine Rolle und wie gesagt: nicht jeder Typ 2 er ist übergewichtig.. diejenigen haben dann wohl einfach Pech gehabt, wie die Typ 1 er auch... aber die Mehrzahl der Typ 2 er ist nunmal übergewichtig und auch schon lange Zeit davor.... ich denke nicht, dass erst der Diabetes war und dann das Übergewicht.. denn mal ehrlich, hätte man den DM dann nicht schon früher entdecken müssen (bzw. eine Glucostoleranzstörung)?? Sorry, aber wenn ich beim Diabetologen im Wartezimmer sitze, um mich rum fast nur Übergewichtige und sich dann eine wirklich übergewichtige Frau noch im Wartezimmer einen Schokoriegel reinschiebt frage ich mich schon, ob sie nicht vielleicht doch ein bisschen Schuld ist...?!? Ich fühle mich von solchen Sachen ehrlich gesagt ein bisschen angegriffen (wahrscheinlich mein problem, okay). Ich mache superviel Sport, achte genau auf meine Ernährung, bin sehr schlank und bekomme trotzdem manchmal von Leuten gesagt, ich hätte wohl als Kind nicht so viel Süßes essen sollen (was ich nicht habe). Und dann nervt es, jedes Mal erklären zu müssen, dass Typ 1 eine andere Krankheit ist als Typ 2 usw. Das passt jetzt nicht richtig hierher, musste ich nur mal loswerden...
auf jeden fall: ich denke schon, dass sich die Wissenschaftlicher nicht alle täuschen... wie gesagt: es gibt auch Typ 2 er, die nicht übergewichtig sind...
Gruß,
Nora -
Tom
Rang: Gastam 04.12.2008 14:59:21
Nora, wenn du das nächste Mal im Wartezimmer sitzt, guck dir mal etwas genauer an, an welchen Körperstellen die Leute dick sind. Ich weiß nicht, ob es bei Männern auch zutrifft, bei Frauen ist es vor allem der Bauch, die haben oft keine dicken Arme oder Beine.... von Tom -
J ürgen
Rang: Gastam 04.12.2008 15:18:04
Das ist ein wichtiger und gern übersehener Punkt: Als DM-förderlich gilt den Gewichtsbefürwortern ausschließlich das viszerale Fett, also das innerbäuchliche. Denn nur das produziert Hormone, die mit DM in Verbindung gebracht werden.
Keinem Gramm von dem, was draußen vielleicht rum schwabbelt, wird wissenschaftlich diese Wirkung zugeodnet - dafür aber populistisch umso mehr, wie wir ja auch hier wieder schön lesen können. von J ürgen -
Rainer
Rang: Gastam 04.12.2008 15:29:54
Hallo Anonymus,
der Spruch „betroffene Hunde bellen“ ist hier vollkommen fehl am Platz. Ich persönlich bin übrigens nicht betroffen - mein BMI ist 21, was in meinem Alter (55) schon als Untergewicht geächtet wird.
Schädlich an der Schuld-These der Mediziner ist, dass sich alle die Augen vor den wahren Ursachen des Diabetes verkleistern lassen. Die werden gar nicht erst betrachtet, was am Ende dazu führt, dass die Krankheit auch nicht korrekt behandelt werden kann. Ich denke schon, dass wir Diabetiker uns stark machen müssen, um diese falsche Einstellung zu ändern. Die Häme wäre leicht zu ertragen, die falsche Behandlung ist es nicht.
Was wir brauchen, sind viel mehr Publikationen, die Jürgens Punkt 1, 2 und 3 deutlich in den Mittelpunkt stellen. Mit diesen Tipps können wir Diabetiker unsere Krankheit wirkungsvoll in den Griff bekommen und brauchen uns nicht vor den heute noch als unausweichlich geltenden Folgeerkrankungen zu fürchten.
Hallo Nora,
ich glaube dir gern, dass es auch die Frau mit dem Schokoriegel gibt. Viele von den Leuten im Wartezimmer geben sich aber erhebliche Mühe, ihr Gewicht zu senken. Sie schaffen es nicht, weil sie eben eine Stoffwechselerkrankung haben, die die Energie nicht in die Muskelzellen schiebt und verbrennt, sondern fein säuberlich als Fett ablagert. Leider haben die meisten noch nicht einmal etwas davon gehört, dass das nur mit den KH passiert. Von den Fachleuten wird denen soger befohlen, sich "gesund" und hauptsächlichst von KH zu ernähren - aber das ist wohl schon ein neues Thema.
von Rainer -
Michael
Rang: Gastam 04.12.2008 15:37:45
ich weiß nicht.....ich werde mir mal den Spaß machen und an Weihnahcten bei einigen Leuten nach einem Festagsessen den BZ zu messen...könnte ja fast wetten dass 50% über 140 kommen
Ich meine so bekloppt keine die Wissenschaft ja net sein von Michael -
Jürgen
Rang: Gastam 04.12.2008 16:02:12
Moin Michael,
wenn der BZ nach dem Essen hoch ansteigt, fehlt die Phase1. Schon 1986 hat man in einem viel beachteten Experiment gesunden Probanden die selbe Menge Glukose einmal oral zugeführt und ein anderes mal intravenös.
Dabei wurde bliebig oft reproduzierbar beobachtet, dass nach dem Einfüllen via Futterluke der BZ erstaunlich wenig und das Insulin erstaunlich anstieg, Phase1, wenn die Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf über ging. Und wo dann nach ein paar Minuten das erste Insulin durch war und noch etwas erhöhter BZ, dann machte die Insulinkurve noch einmal einen kleinen Bogen, eben die Phase2.
Und ebenso wurde beobachtet, dass nach dem intravenösen Einfüllen der Glukose der BZ erst mächtig ansteigen musste, bis endlich Insulin kam, und zwar genau so lange nach dem Eintreffen der Glukose im Blut, wie im oralen Versuch, also die Phase2, und die stieg nun im Gegensatz zum oralen Versuch sehr hoch und lang an und mobilisierte so deutlich immer deutlich mehr Insulin, als beim oralen Versuch beide Phasen zusammen für die selbe Menge Glukose. - Und mehr Insulinumsatz bedeutet halt zwangsläufig mehr Fettansatz, eben Insulinmast. Dafür ist nämlich völlig unerheblich, woher das zuviele Insulin kommt.
Bisdann, Jürgen
viel Spaß bei Deinem Weihnachtstest! Wahrscheinlich wirst Du dich über die Streubreite wundern ;-) -
Grünkohl
Rang: Gastam 04.12.2008 16:06:51
Die "Getroffensten" bellen am lautesten -
ich hatte übrigens nur festgestellt, dass auch
Übergewicht eine der Möglichkeiten ist....
Wenn man im Betrieb 80% Übergewichtige ohne
DM hat, arbeitet man in einem "Betrieb der Dicken".
Wieviele der Typ2 sind denn übergewichtig? 80%?
Ihr könnt weiter reden oder denken (wünschen),
was ihr wollt, aber das "Recht" steht mir auch zu -
ich sage, dass ein BMI >25 kg/m² eine Ursache
von DM Typ2 sein kann. -
klausdn
Rang: Gastam 04.12.2008 16:15:09
natürlich können 99% aller ärzte irren,
oder ist schon vergessen daß zugegeben wurde, daß in usa weit über eine halbe million brüste amputiert wurden um hinterher festzustellen es war gar kein grund da.
oder ist schon vergessen daß menschen mit magengeschwüren , zu völlig sinnlosen brei/rollkuren gezwungwn wurden, daß manche weil angeblich streß der auslöser war ihre berufe aufgaben,
daß vielen von ärzten die magennerven durchgetrennt wurden.
bis dann zwei docs aus down under kamen, und bewiesen daß es ein bakterium ist.
und da gibt es noch viele andere beispiele.
von klausdn -
J ürgen
Rang: Gastam 04.12.2008 16:53:10
Das Irren ist doch gar nicht notwendig. Es reicht doch, wenn der Antrieb nicht reicht, Diagnosekriterien zu revidieren.
Wenn bei Erreichen der Typ2-Diagnose-Schwellen (zeitnah und nicht verschleppt!), die in den 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts verwaltungsmäßig gesetzt und seitdem kaum verändert wurden, über 10% der Betroffenen schon diabetische Netzhautschäden und noch mehr Gefäßauffälligkeiten haben, muss der Typ2 doch sehr viel früher anfangen, oder?
Und auch wenn 140 mg/dl nach 2 Stunden nach allem, was ich sehen kann, noch zu hoch sind, aber die Europäische Fachempfehlung sagt, dass Diabetiker sich so behandeln sollen, dass 2 Stunden nach den Mahlzeiten 140 mg/dl nicht überschritten werden.
AAABER: Wer noch nicht als Diabetiker diagnostiziert ist, darf erst noch so lange und medizinoffiziell gesund nach dem Essen über 140 produzieren, bis 2 Stunden nach dem Standard-Input OGTT mit endlich über 200 auch hier dann gesund nur noch bis 140 gilt. Absehlut geniehjahl! von J ürgen