Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Unterzuckerung
-
am 04.04.2018 12:16:36 | IP (Hash): 1515796631
CGM Graph von jemanden der nachts an einer Unterzuckerung gestorben ist:
http://media.springernature.com/full/springer-static/image/art%3A10.1186%2F1475-2840-12-135/MediaObjects/12933_2013_Article_724_Fig3_HTML.jpg -
am 04.04.2018 14:48:42 | IP (Hash): 1416682796
Der Graph meines aktuellen Liebre Sensors sieht mich demnach seit ner Woche ununterbrochen völlig abgelebt ;)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 04.04.2018 15:51:18 | IP (Hash): 1416682796
Mit der Einführung mobiler BZ-Testgeräte in den 80ger Jahren des vorigen Jahrhunderts konnten die Notfall-Ärzte und -Sanitäter bei jedem Bewusstlosen mit Alk-Fahne sofort bestimmen, ob Bewusstlosigkeit infolge Alkohol oder Unterzucker.
In der Folge wurden die alkoholisierten Hypos halt nicht mehr wie die einfach nur infolge Alkohol Bewusstlosen zum Ausnüchtern in Zellen liegen gelassen, bis die Augen von selbst wieder aufgingen, sondern sehr viel schneller mit ner Glukose Infusion geweckt.
Wenn mit diesem Wecken auffällig mehr Betroffene als mit dem einfachen Ausschlafen am Leben geblieben wären, wäre die Fachliteratur voll von so eindeutigen Belegen.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 04.04.2018 15:55:36 | IP (Hash): 1436297331
Moin moin,
In meinen knapp 6 Jahren Rettungsdiensterfahrung, habe ich noch niemanden an einer reinen Unterzuckerung sterben sehen.
Es geht vielmehr um die Auswirkung einer Unterzuckerung an der man sterben kann. Bei leichten unterzuckerungen kann es zum beispiel zum Kopfsturz kommen und somit zu einer Hirnblutung.
Bei schwereren Unterzuckerungen mit bewusstlosigkeit sind jegliche Schutzfunktionen des Körpers ausgesetzt, somit kann es zum Beispiel zum Ersticken durch Fremdkörper (Zunge, eigener Mageninhalt), kommen.
Weiter können Krampfanfälle die wiederum Hirnblutungen oder Verlegung der Atemwege zur Folge haben kann.
-
Elfe
Rang: Gastam 05.04.2018 19:31:44 | IP (Hash): 1938838843
Hallo Hagen,
vielen Dank für deinen Beitrag mit einer ganz anderen Erfahrung - als wirklicher Retter in der Not in akuten Fällen.
Eine dritte Sichtweise zu sonst Gegenüber Einzelpatient und behandelnden Diabetologen, der ja erst im Nachhinein vom Rettungseinsatz und Krankenhaus informiert wird.
Mein Diabetologe warnt mich jedenfalls vor tiefen Hypos - glaube ihm schon die Erfahrungen in der Patientenübersicht - kommt aber eher so theoretisch herüber.
Wie ist denn deine persönliche Meinung zu Hypos als junger 1er + Rettungsdienst ?
Ich selber fand die Panikmache der Schulungsreferenten mehr als überflüssig (variierende Hypo-Grenze mal 50, mal 60 mg/dl).
Mein Diabeteloge bemängelt 30er-Werte bzgl. Krampfgefahr ~ o.k. eingesehen.
Gruß Elfe -
Cracktros
Rang: Gastam 05.04.2018 23:45:10 | IP (Hash): 785707384
Die Warscheinlichkeit, dass ein Rettungsanitäter, mit seinem 8 Jahren berufserfahrung, solch einen Fall erlebt dürfte recht gering.
1. Ist die Anzahl der Typ-1- Diabetiker sehr gering.
2. Das sterberisiko im relevanten Alter niedrig, und die Unterzuckerung ist nur 1 Grund von vielen zu sterben.
3. Die verteilung der Lebensmittelpunkte von Menschen mit Typ-1-Diabetes ist nicht über die Gesamte Republick gleich. Arbeiten also ein Sani in einem Gebiet denen wenige Menschen mit Typ-1-Diabetes leben, dann ist die Warscheinlichkeit so etwas zu erleben noch niedrieger.
Wer aber die zitierten Studien betrachtet hat, der wird festelen, das z.B. der Tod durch Unfall oder gar Suizid gesondert betrachtet wird.
Das Thema unterschiedliche Länder, unterschiedliche Gesundheitssystem ist nur von daher interessant, weill die Untersuchungen Trends aufzeigen: Unterzuckerungen können Weltweit zum Tode führen. -
am 06.04.2018 20:59:39 | IP (Hash): 2002310767
Aber in keiner dieser Studien ist ein Ableben infolge Hypo eindeutig untersucht und belegt. Sondern diese Fälle sind alle nur Annahmen.
Dagegen gibt es jede Menge gut dokumentierte Fälle, in denen nicht einmal Suizid Anstrengungen mit irrsinnigen Mengen an Insulin das Licht für immer ausgeknipst haben, sondern nur für mehrere bis viele Stunden, allerdings gewaltig zu Lasten aller verstandesmäßigen Fähigkeiten. Der Verlust muss wohl deutlich eher als der des Lebens einzutreten, findet aber indem Studien keine Beachtung, oder hab ich da was übersehen?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Cracktros
Rang: Gastam 06.04.2018 21:21:59 | IP (Hash): 770245549
Es würde kein Mensch, an UZ Sterben, wenn jemand -rechtzeitig- Hilfe holen würde. Also gibt es keine Augenzeugen: Aber, es gibt Morde, bei denen Insulin eine Mordwaffe war. Erst jüngst Thema in den Medien. Was für eine blööööde Idee. Eine unsichere Methode, da sie nicht bei jeden Menschen Funktioniert und gut Nachweisbar ist.
Und es gibt dokumentierte erfolgreiche Suizide z.B. bei einem Häftling in einer Anstalt. Insulin wurde dort als einzige Mittel verwendet. Ergänzung: auch blöööd es hätte, leicht, dazu kommen können, dass er es überlebt hätte und schwere Hirnschäden davon trägt.
Bearbeitet von User am 06.04.2018 21:26:19. Grund: ergänzung -
Cracktros
Rang: Gastam 06.04.2018 21:30:43 | IP (Hash): 770245549
hjt_Jürgen schrieb:
...sind 14,5% infolge einer Unterzuckerung oder Ketoazidose gestorben.
Die beiden Extrem-Situationen in einem Topf sind interessant. Dabei kann ne Ketoazidose noch Stunden nach dem Ableben diagnostiziert werden, ne schwere Hypo allenfalls noch ne halbe Stunde danach, kann also meistens nur angenommen, vermutet, interpretiert werden. Am Ende einfach, weil sich beim T1 kein Anzeichen für ne Ketoazidose ergeben hat. Also muss es ne Hypo gewesen sein?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ich habe bewusst beide Zahlen, also Hypo und Ketoazidose, zusammengerechnet.
Hier, in diesem Forum gerät ja eh alles Durcheinander.
Nein, so einfach wie oben beschrieben ist es nicht: In einige Studien gibt es Autopsieberichte, die die tödliche UZ nachweisen. -
am 07.10.2018 23:07:26 | IP (Hash): 109105759
ein Spinner, der in nem T1 Thread von infolge künstlichem Zucker verätzten Betas bei Typ2 faselt https://www.facebook.com/linus.schlinke/videos/1935685153166077/
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.