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Mehr als Gestörte Glukosetoleranz ?
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am 03.04.2018 22:31:48 | IP (Hash): 903125164
Hallo Forum,
ich habe heute kommentarlos folgende Laborwerte vom (neuen) Hauarzt bekommen (Nüchternblutzucker =120 mg/dL und HbA1c = 5,6%) womit ich die Kriterien für die Diagnose (Prä-) Diabetes mehr oder minder knapp verfehle. In den letzten Wochen habe ich, da ich weiß, daß ich gefährdet bin und etwas Sehstörungen hatte, mehrfach mit einem Contour Next selbst gemessen. Dabei zeigten sich Nüchtenwerte zwischen etwa 100 bis 120 mg/dL. Nach einer KH-reichen Mahlzeit gehen meine Werte allerdings hoch auf 230 bis 240 mg/dL, was mir natürlich erschrocken hat. Was soll ich tun? Beim Hausarzt um einen oGTT bitten order einen Termin beim Diabetologen machen?
Viele Grüße,
Omnom -
am 03.04.2018 22:37:04 | IP (Hash): 1333182364
Hallo Omnom!
Deinem Text entnehme ich, dass Du über Blutzucker und Kohlenhydrate mehr weißt als etliche T2 und einige T1.
Deshalb wäre ein Besuch beim Facharzt nicht schlecht - Dein HA findet das ganze wohl noch unwichtig...
Wobei Werte über 200 auf dem BZ-Schätzeisen nicht sein müssen und bei Dir eine frühe Therapie viel Elend vorbeugen kann. -
am 03.04.2018 23:12:57 | IP (Hash): 363003235
Hallo Omnon,
ich sehe 2 Möglichkaiten:
1. Weiter so machen mit Essen und Bewegung wie bisher und abwarten, bis du die Diagnoseschwellen überschreitest, was wahrscheinlich in ca. 1 Jahr so weit sein dürfte.
oder
2. Nicht abwarten und dich sofort um diabetesgeeignete Ernährung und Bewegung bemühen. wie du es nach der Diagnose sowohl vom Hausarzt als auch vom Diabetologen ärztlich verordnet bekommen würdest.
Mit 2. sind deine Chancen sehr viel besser, die Diabetesentwicklung ein Stück weit zurück drehen zu können. Was für dich diabetesgeeignet ist, kannst du sehr gut mit deinem BZ-Messgerät herausfinden. Der einzige Vorteil einer Diagnose wäre, dass du vielleicht einmalig 50 Teststreifen auf Rezept spendiert bekommst. Ich denke nicht, dass es sich dafür lohnt, die BZ-Werte erst mal weiter nach oben gehen zu lassen - entscheiden musst du das für dich.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michael74
Rang: Gastam 04.04.2018 12:44:32 | IP (Hash): 1707310839
Rainer schrieb:
Hallo Omnon,
ich sehe 2 Möglichkaiten:
1. Weiter so machen mit Essen und Bewegung wie bisher und abwarten, bis du die Diagnoseschwellen überschreitest, was wahrscheinlich in ca. 1 Jahr so weit sein dürfte.
oder
2. Nicht abwarten und dich sofort um diabetesgeeignete Ernährung und Bewegung bemühen. wie du es nach der Diagnose sowohl vom Hausarzt als auch vom Diabetologen ärztlich verordnet bekommen würdest.
Mit 2. sind deine Chancen sehr viel besser, die Diabetesentwicklung ein Stück weit zurück drehen zu können. Was für dich diabetesgeeignet ist, kannst du sehr gut mit deinem BZ-Messgerät herausfinden. Der einzige Vorteil einer Diagnose wäre, dass du vielleicht einmalig 50 Teststreifen auf Rezept spendiert bekommst. Ich denke nicht, dass es sich dafür lohnt, die BZ-Werte erst mal weiter nach oben gehen zu lassen - entscheiden musst du das für dich.
Hallo Rainer
Woher weisst Du wie sein Bewegungsmuster bzw Essgewohnheiten aussehen?. Vielleicht ist er ja ein sportlicher Typ, der den ganzen Tag in Bewegung ist; oder kennt ihr euch persönlich? -
am 04.04.2018 19:06:44 | IP (Hash): 1635018311
Zunächst mal vielen Dank für die Antworten.
@TypEinser: Ja, ich habe mich mit dem Thema Diabetes seit längerem beschäftigt, da ich weiß, daß meine Glukosetoleranz nicht ok ist und ich mich danach richten muß oder sollte ;-) was leider nicht immer gelingt, d. h. ich versuche mich KH-arm zu ernären.
@Rainer: Ich gebe zu, ich war in letzer Zeit viel zu faul, ich bin 44 Jahre alt und auch massiv übergewichtig und versuche mich wenigstens zu 2 bis 3 Std. körperlicher Bewegung in der Woche zu zwingen, was leider nicht ganz einfach ist, da ich noch mit weiteren chrionischen Krankheiten zu kämpfen habe. Natürlich hast Du völlig recht, daß mir die Ernennung um Diabetiker außer einalig den erwähnten Teststreifen nichts bringen wird. Ich mache mir halt mehr wegen der Spitzenwerte Sorgen und bin eben nicht sicher, ob oder besser wann ich mit Medikamenten anfange.
@Michael74: Wie schon geschrieben, ich bin leider kein sportlicher Typ der den ganzen Tag in Bewegung ist, es ist leider das Gegenteil der Fall.
Ich wede morgen mal beim Facharzt anrufen... -
am 04.04.2018 20:29:15 | IP (Hash): 1169565863
Omnom schrieb:
Ich mache mir halt mehr wegen der Spitzenwerte Sorgen und bin eben nicht sicher, ob oder besser wann ich mit Medikamenten anfange.
Es ist schon denkbar, dass z.B. die zeitige Gabe von Metformin für dich hilfreich wäre. Allerdings sehe ich deine Chancen, bei deinem HbA1c von 5,6% von irgend einem Arzt ein Diabetesmedikament verschrieben zu bekommen bei 0,00. Ein oGTT würde nur dann Sinn machen, wenn du nach einer KH-reichen Mahlzeit nach 2 Stunden noch Werte um die 200mg/dl hast. Höhere Werte nach 1 Stunde bringen keinen Arzt aus der Ruhe.
Besser ist, du versuchst mit deiner Ernährung diese Spitzen möglichst zu vermeiden. Mit deinem BZ-Messgerät kannst du herausfinden, was du problemlos essen kannst und was du eher selten auf deinen Speiseplan nehmen solltest. Wenn du die KH bereits moderat reduzierst, dann kannst du (unter Beachtung der Gesamtkalorien) durchaus mehr Fett und Eiweiß zu dir nehmen. Beides lässt den BZ langsamer und nicht so hoch ansteigen. Bei manchen funktioniert das aucn mit Vollkornprodukten, aber das klappt nicht bei allen gleich gut. Eiweiß und Fett, besonders solche Sachen wie gesunde Butter, schmecken meist auch besser.
Viel Erfolg, Rainer -
am 08.04.2018 05:49:43 | IP (Hash): 321563775
hbA1c 5,6%, Nüchternwerte um 120 = Prädiabetes
So solltst du an die Sache herangehen. Deine Werte und deine körperliche Konditon bieten sehr gute Voraussetzungen dafür, dass du mit den beiden Stellschrauben Ernährung und Bewegung schnell erfreuliche Ergebnisse erzielen wirst. Richte dich, um die Spitzen zu vermeiden, nach dem glykämischen Index deiner Nahrung. https://jumk.de/glyx/