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Diabetischer Fuss - Spezialist gesucht
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Rene
Rang: Gastam 30.11.2008 18:46:09
Unser Vater (50 Jahre alt) ist seit 2005 Diabetiker (Diabetes mellitus Typ II). Die Werte sind soweit ganz gut eingestellt und muss sich zur Zeit kein Insulin spritzen.
Seit ca. 5 Wochen hat er nun jedoch eine offene Wunde am Fuß, welche nicht mehr heilt. Zunächst wurde durch den Hausarzt eine Röntgentherapie mit einer "Trockenwundheilung" durchgeführt. Da nach zwei Behandlungen die Wundheilung sich nicht verbesserte, wurde er zu einem im örtlichen Krankenhaus ansässigen Dermatologen verwiesen, welcher lediglich meinte, dass sei nicht weiter schlimm. Man sollte die Wunde nicht verbinden - das müsse so mit einer Wundsalbe heilen.
Nachdem weiterhin keine Besserung eintrat, suchte mein Vater eine andere Hautärztin auf, welche Ihn nunmehr seit ca. 2 Wochen täglich behandelt.
Wie sich jedoch am letzten Freitag herausgestellt hat, scheint es so als dann eine Behandlung nicht mehr sinnvoll ist und er wurde in die Chirurgie bzw. zur Gefäßchirurgie im örtlichen Krankenhaus verwiesen. Man hat ihm angekündigt, dass ein Teil des Fußes wohl amputiert werden muss. Das wird nun über die Gefäßchirurgie wohl veranlasst.
Nun stellt sich uns hier wirklich die Frage, ob nach so kurzer Zeit, dass schon nötig ist. Grundsätzlich vertraut man ja den Aussagen seines Arztes, aber in diesem Fall haben meine wir Zweifel, dass dies schon erforderlich sein soll - vor allem nach den vielen dargestellten Problemen nach einer Amputation und weil unser Vater durchaus mit 50 noch zu jung dafür ist.
Im Internet haben wir gehofft, einen Spezialisten in der Nähe zu finden. Mein Vater stammt aus Aue in Sachsen.
Kann vielleicht irgendwer einen Spezialisten hier empfehlen..... Für jeden Tip sind wir dankbar! von Rene -
Grünkohl
Rang: Gastam 30.11.2008 21:24:37
Bin zwar auch aus Sachsen, allerdings aus Leipzig.
Dort könnte ich dir die Universitätsklinik in der
Liebigstrasse empfehlen (ist allerdings ein Stück
von Aue entfernt). Wenn dem wirklich so wäre,
dass nach einer Fusswunde ein Teil des Fusses amputiert werden müsste, gehört der Dermatologe erschossen! Allerdings würde ich es erst mal bei
einem ortsansässigen Podologen hinterfragen,
ob oder ob nicht. Oder mal beim Diabetologen fragen. Findest du über Google. -
Pozilei
Rang: Gastam 30.11.2008 22:13:55
Hallo,
es gibt eine Alternative (die Kassen zahlen das jetzt) zur Amputation: HBO (siehe Link)
http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2008/081125e.html von Pozilei -
thomas2002
Rang: Gastam 30.11.2008 23:33:01
der venenspezialist nennt sich phlebologe. vor einer opperation auf jedenfall einen unabhängigen aufsuchen. von thomas2002 -
Grünkohl
Rang: Gastam 01.12.2008 00:04:15
Das verstehe ich jetzt aber nicht. Was hat denn ein
Phlebologe mit einer offenen Stelle am Bein zu tun? -
Ralf
Rang: Gastam 01.12.2008 06:30:19
Rene,
hat nicht direkt mit deinem Problem zu tun. Wie normal sind denn die Werte? Offentsichtlich hat dein Vater Durchblutungsstörungen, und die, weil seine Werte über längeren Zeitraum deutlich erhört waren.
HIer riecht es verdammt nach einer Klage gegen die Ärzteschaft!.
Deinen Vater alles Gute von Ralf -
Rene
Rang: Gastam 01.12.2008 11:49:17
Danke für die zahlreichen Hinweise schonmal..... Mein Vater ist daran nicht ganz schuldlos.... der geht immer nur dann zum Arzt, wenn wirklich nix mehr geht *nerv*
Wohne nicht mehr daheim und hab das leider eben zu spät jetzt erst mitbekommen...
Die Vorgehensweise der Ärzteschaft ist mir aber schon auch sehr schleierhaft. Wie kann man über mehrere Wochen das so hinziehen lassen.
Immerhin hat die jetztige Dermatologin es einigermaßen in den Griff bekommen
-wohlgemerkt zu der ist mein Vater auf eigene Faust hin-.
Morgen ist erstmal nen Termin beim Gefäßchirurgen angesagt.... mal schaun was da nun raus kommt......
Danke! von Rene -
Tom
Rang: Gastam 01.12.2008 15:07:49
Für solche schwierigen Wundheilungsverläufe wird erfolgreich die Hyperbarmedizin eingesetzt. Ich habe nach einem Unfall selbst schon mal in so einem U-Boot gesessen. Wo es diese Kliniken überall gibt, weiß ich nicht, aber in Leipzig steht auf jeden Fall eine.
Dort bin ich auch DMlern mit bereits nekrotischem Gewebe und Brandverletzten begegnet. Der Hintergrund diesere Behandlung, die sehr erfolgreich ist, dass durch den Überdruck, wie er in einem U-Boot herrscht, der Sauerstoff besser auch an schlechter durchblutete Stellen gelangt und so die Wundheilung beschleunigt wurde. Hier der link dazu:
http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=hyperbarmedizin&spell=1
von Tom -
Rene
Rang: Gastam 05.12.2008 00:12:34
Danke für die ganzen Info's und Hinweise.... So..mein Vater wurde nun gestern operiert und es wurden 3 mittlere Zehen entfernt..... Nun hoffen wir mal das die Wundheilung gut verläuft und es dabei bleibt......... Alles in allem ein sehr unbefriedigendes Ergebnis besonders in der kürze der Zeit.... aber dennoch zumindest "nur" die Zehen.... von Rene -
Tom
Rang: Gastam 09.12.2008 12:33:17
Lieber Rene,
falls es mit der Wundheilung dennoch Probleme geben sollte, noch mal mein Tipp für die Hyperbarmedizin. Die wirkt wirklich Wunder. von Tom -
Markus
Rang: Gastam 10.12.2008 21:43:45
Hallo Rene,
mein rat an Euch .......unbedingt einen Diabetologen, ( Facharzt für Diabetes) hinzuziehen, nach der OP erst recht der Hausarzt hat über Diabetes leider nur ein Allgemeinwissen. Frage am Rande , habt Ihr schon mal was von einem HbA1c-Wert gehört ? nur dieser Wert ist aussagekräftig über einen guten BZ-Spiegel ( wird bei mir alle 3 Monate gemessen). Selbst Der Diabetologe kann sich mache BZ. schwankung nicht erklären und muß selber erst ausprobieren was wirk und was nicht.
Ein diabetischer Fuß entwickelt sich auch nur über Jahre erhötem BZ ( ca.5-10) und Diabetes tut leider nicht weh wie andere Krankheiten. Ich persönlich gehe alle drei monate zu meinem Diabetologen um mit Ihm meine Werte, Erfahrungen und Ungereimtheiten zu besprechen. von Markus -
Grünkohl
Rang: Gastam 13.12.2008 20:37:04
He, Markus,
das mit dem HbA1c dürfte etwas anders liegen.
Er ist eben kein Mass für den BZ-Spiegel/Verlauf.
Wer einen von 5 hat, muss nicht automatisch
konstante Werte um 100 mg/dl haben. Auch sehr
hohe Werte, durch Hypos kompensiert, ergeben
diesen A1c. Am zu hohen A1c sieht man aber
auf jeden Fall, dass der DM Sch.... geführt wird!
>>entwickelt sich auch nur über Jahre erhöhtem
BZ ( ca.5-10)<< Die 5 kann ja wohl kaum stimmen,
das hat jeder "Gesunde" (wobei ich denke 5-10
ist der HbA1c-Wert, da 5mmol/l ja sogar nur
90mg/dl wären). -
René
Rang: Gastam 13.12.2008 21:01:52
Also wie bereits geschrieben sind die 3 mittleren Zehen ab. Mein Vater hat jetzt so ein Vacu-Teil an der Wunde zur Unterstützung der Wundheilung. Mal schaun, was am Montag die Ärzte sagen..... Mittlerweile wurde er wieder auf Insulin-Spritzen umgestellt. Die Zuckerwerte hatten in den letzten Tagen wieder deutlich über 10 gelegen.... von René -
Grünkohl
Rang: Gastam 14.12.2008 01:09:56
Hallo René, du hast zwar oben geschrieben, dass
du ein "Ossi" bist (bin selber einen! ), aber die
meisten werden mit deiner 10 nicht viel anzu-
fangen wissen - schreib doch bitte die mmol/l
mit dazu oder gib's in mg/dl (x18) an, weil die
"Wessis" so ihren BZ messen...
Ansonsten alles Gute für "Papa"!! -
thomas2002
Rang: Gastam 14.12.2008 18:44:38
hallo rene,
lese gerade, daß die leute geschnippelet haben, und die chirugen sind schnell dabei, es gibt dafür auch mehr geld. daher auch mein rat, die fachärzte rundrum zu belämmern.
10 mmol ist eine bescheidene einstellung, sodaß ich euch/dem alten nur raten kann, an eine anständige schulung teilzunehmen. als wessi kenne ich halt nur das diabetesdorf althausen in bad mergentheim des doc teupe. der macht in 18 tagen etwa 100 unterrichtseinheiten, und da ist fast alles dabei. ggf kann der, oder eure kranke kasse euch einige fachkliniken nennen, die eine gescheite schulung anbieten, auf jedenfall mehr, als die üblichen fußwaschkurse. von thomas2002 -
Lis
Rang: Gastam 16.12.2008 13:46:29
x18? Wenn du den Umrechnungsfaktor schon kennst, kannst du dir den Wert doch auch selbst umrechnen, oder? von Lis -
Grünkohl
Rang: Gastam 16.12.2008 13:57:49
Ich schon (als Alt-Ossi), aber können das
alle, die den Faktor nicht kennen? Ausserdem
ging es um die Masseinheiten und nicht um
den Umrechnungsfaktor. Ziel verfehlt!!! ;-)