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Was ist wichtiger? Lantus oder Apidra?

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 15.05.2018
    am 16.05.2018 09:30:35 | IP (Hash): 2041476165
    Hallo, ich habe Folgendes Problem:
    Ich leide seit ca. zwei Jahren an Diabetes Typ 1 und benötige deswegen Lantus und Apidra.
    Da ich von beiden Medikamenten täglich unterschiedliche Mengen benötige, sind sie zu verschiedenen Zeiten aufgebraucht und kaufe daher zeitlich versetzt 10er-Packs von den beiden Präparaten. Leider neigen sich meine Vorräte beider Insulin-Typen demnächst zur selben Zeit dem Ende zu. Da ich Sozialhilfeempfänger bin, kann ich mir nur eines der beiden Präparate pro Monat leisten und muss im Juni auf das andere verzichten.

    Welcher Insulintyp ist der wichtigere? Und was passiert, wenn ich auf den anderen verzichte?
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    am 16.05.2018 10:00:06 | IP (Hash): 179810240
    Hallo!

    Beide Insuline sind gleichwichtig – und der Arzt verschreibt Dir die. Ich wüsste nicht wie man die in der Apotheke gegen bares kaufen kann?

    Du bist doch Krankenversichert? Wenn nicht, kannst Du nach § 264 SGB V bei einer zuständigen Krankenkasse versichert werden.
    Von der Zuzahlung kannst Du dich bei geringem Einkommen befreien lassen.

    Frag einfach bei der örtlichen Krankenkasse (AOK) nach. Die helfen Dir bestimmt.
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    Mitglied seit: 15.05.2018
    am 16.05.2018 10:10:31 | IP (Hash): 2041476165
    +++Ich wüsste nicht wie man die in der Apotheke gegen bares kaufen kann?+++

    ???????

    +++Du bist doch Krankenversichert? Wenn nicht, kannst Du nach § 264 SGB V bei einer zuständigen Krankenkasse versichert werden.+++

    Ja, ich bin "freiwillig" gesetzlich versichert. Ich kann zwar eine Befreiung beantragen, müsste dafür aber 96 € im Voraus zahlen.
  • Dibein

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    am 16.05.2018 10:40:00 | IP (Hash): 1503005598
    Hallo Oliver,

    Wenn deine Zuzahlungsbemessungsgrenze bei 96€ im Jahr liegt, hast du dieses doch bereits beim ersten Kauf von Insulin überschritten und kannst dann (wenn die höhe deines Jahreseinkommens bekannt ist) auch für das laufende Jahr eine Befreiung beantragen und bekommst dann eine entsprechende Versicherungskarte auch im laufenden Jahr. So ist das jedenfalls bei der DAK.
    Sprich da mit deiner KK die können dir da weiterhelfen.

    Viele Grüße

    Dirk


    ---
    Zuckerkrank
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    am 16.05.2018 10:57:54 | IP (Hash): 2041476165
    Erst mal danke für eure Antworten, jedoch weiß ich nicht, was ihr so für Präparate kauft.
    Ein 10er-Pack Insulin-Pens kostet mich 10 €. Ein 5er-Pack kostet 7,50 €, bezogen auf einen Pen also deutlich mehr, und kommt für mich deshalb gar nicht erst in Frage.
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    am 16.05.2018 10:59:41 | IP (Hash): 179810240
    Oliver86 schrieb:
    +++Ich wüsste nicht wie man die in der Apotheke gegen bares kaufen kann?+++

    ???????
    Ja, ich bin "freiwillig" gesetzlich versichert. Ich kann zwar eine Befreiung beantragen, müsste dafür aber 96 € im Voraus zahlen.





    Ich stelle mir gerade die Frage, wie Du zu Deinem Insulin kommst – und warum das bei Dir monatlich läuft? An und für sich gibt's jedes Quartal den Bedarf über Rezepte beim Arzt, einige haben eine Jahresverordnung.

    Da Du gesetzlich versichert bist dürfte es dann keine Probleme geben – oder sehe ich da was falsch?

    96 Euro im Voraus muss ja nicht sein, als Diabetiker schaffst Du die ganz locker mit diesem (Stempel)-Heftchen. Dein Apotheker hilft Dir hier auch gerne weiter.
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    am 16.05.2018 10:59:47 | IP (Hash): 179810240
    – doppel –
    Bearbeitet von User am 16.05.2018 11:03:34. Grund: .
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    am 16.05.2018 11:02:37 | IP (Hash): 179810240
    Oliver86 schrieb:
    Erst mal danke für eure Antworten, jedoch weiß ich nicht, was ihr so für Präparate kauft.
    Ein 10er-Pack Insulin-Pens kostet mich 10 €. Ein 5er-Pack kostet 7,50 €, bezogen auf einen Pen also deutlich mehr, und kommt für mich deshalb gar nicht erst in Frage.





    Hmmm.

    Lass Dich von der Zuzahlung befreien.
    Da läuft bei Dir einiges nicht so richtig...
    Als T1 sind beide Insuline wichtig,.
    96 Euro Zuzahlung im Jahr kommen bei Dir locker zusammen, da kann man sich locker von befreien lassen.
    Und warum das MONATLICH laufen muss ist mir schleierhaft.
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    am 16.05.2018 11:07:56 | IP (Hash): 2041476165
    Hm, vermutlich läuft die Diabetes-Behandlung in Schleswig-Holstein komplett anders ab als in anderen Bundesländern. Anders kann ich mir eure Beiträge nicht erklären.
    Ich kann mir nicht 96 € auf einen Schlag leisten.
    Bearbeitet von User am 16.05.2018 11:10:07. Grund: Wort vergessen
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    am 16.05.2018 12:00:30 | IP (Hash): 179810240
    Oliver86 schrieb:
    Hm, vermutlich läuft die Diabetes-Behandlung in Schleswig-Holstein komplett anders ab als in anderen Bundesländern. Anders kann ich mir eure Beiträge nicht erklären.
    Ich kann mir nicht 96 € auf einen Schlag leisten.




    Das ist überall gleich.

    Und als T1 brauchst Du BEIDE Insuline!

    Und die 96 Euro muss man nicht gleich zahlen...
    https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/zuzahlungen-die-regeln-fuer-eine-befreiung-bei-der-krankenkasse-11108


    Erzähl uns doch mal, ob Du bei einem Diabetologen oder Hausarzt bist und in welchen Intervallen Du Rezepte bekommst.
  • Cracktros

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    am 16.05.2018 13:06:56 | IP (Hash): 145397802
    Wie kommst du auf 96,- € Zuzahlung im Jahr? Als Typ-1-Diabetiker bist du chronisch Krank. Die belastungsgrenze liegt nicht bei 2 % sondern bei 1% des Einkommens. Somit müssten Singels bei ca. der Helfe des oben genanten Höhstbetrages liegen.
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    am 16.05.2018 14:39:36 | IP (Hash): 2041476165
    TypEinser schrieb:
    Das ist überall gleich.

    Erzähl uns doch mal, ob Du bei einem Diabetologen oder Hausarzt bist und in welchen Intervallen Du Rezepte bekommst.



    Ich bin bei einer Diabetologin in Behandlung und sie stellt mir die Rezepte bei Bedarf aus.
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    am 16.05.2018 14:44:36 | IP (Hash): 2041476165
    Cracktros schrieb:
    Wie kommst du auf 96,- € Zuzahlung im Jahr? Als Typ-1-Diabetiker bist du chronisch Krank. Die belastungsgrenze liegt nicht bei 2 % sondern bei 1% des Einkommens. Somit müssten Singels bei ca. der Helfe des oben genanten Höhstbetrages liegen.



    Das hat mir die Krankenkasse vor ca. 1 Jahr so geschrieben; ich sollte innerhalb von 14 Tagen 96 € zahlen, um dann irgend so eine Karte zu erhalten, mit der ich die Rezepte dann "kostenlos" einlösen kann.
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    am 16.05.2018 15:39:59 | IP (Hash): 179810240
    Oliver86 schrieb:
    ich sollte innerhalb von 14 Tagen 96 € zahlen, um dann irgend so eine Karte zu erhalten, mit der ich die Rezepte dann "kostenlos" einlösen kann.



    Diese "Irgend so eine Karte" befreit DIch von der Zuzahlung und somit von alle Deinen Problemen rund um die Kostenfrage zum Insulin.

    Hast Du denn noch Quittungen von der Apotheke von 2018?
    Die kannst Du einreichen, Deine "einmalige Zuzahlung" von 96 Euro verringert sich dann um den bereits gezahlten Betrag.

    Mir wäre meine Gesundheit die Aktion wert....
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 16.05.2018 16:02:12 | IP (Hash): 145397802
    Oliver86 schrieb:
    Cracktros schrieb:
    Wie kommst du auf 96,- € Zuzahlung im Jahr? Als Typ-1-Diabetiker bist du chronisch Krank. Die belastungsgrenze liegt nicht bei 2 % sondern bei 1% des Einkommens. Somit müssten Singels bei ca. der Helfe des oben genanten Höhstbetrages liegen.



    Das hat mir die Krankenkasse vor ca. 1 Jahr so geschrieben; ich sollte innerhalb von 14 Tagen 96 € zahlen, um dann irgend so eine Karte zu erhalten, mit der ich die Rezepte dann "kostenlos" einlösen kann.



    Du musst einen Antrag, dass du Chroniker bist bei der Krankenversicherung einreichen, mit Bescheinigung vom Arzt.
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    am 16.05.2018 17:31:08 | IP (Hash): 1169565893
    Hallo Oliver,

    für 2018 wären das entsprechend dem Regelsatz 2018 an Zuzahlung 49,92 €.
    (siehe z.B. hier https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/zuzahlungen-die-regeln-fuer-eine-befreiung-bei-der-krankenkasse-11108 )
    Wenn du die nicht im Voraus bezahlen kannst, dann sammele die Quittungen bis de Betrag fast voll ist und stelle dann den Antrag.

    Auch wenn die anderen es schon deutlich genug gesagt haben, von mir auch noch mal ganz deutlich: Du kannst weder auf das Basalinsulin noch auf das Mahlzeitinsulin (außer wenn du zu einer Mahlzeit nichts isst) verzichten und auch nicht einfach die Dosis verringern. Du brauchst unbedingt beide Insuline in der richtigen Menge.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 16.05.2018 17:32:59. Grund: .
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    am 17.05.2018 09:59:28 | IP (Hash): 2126089479
    Das stimmt nicht mit 96.00€!!!!
    Du bist hartz 4 Empfänger und musst maximal 41.00€ zahlen. Und wenn du es nicht hast, dann sammeln die Bons von der Apotheke bis die Summe zusammen hast
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    Mitglied seit: 15.05.2018
    am 18.05.2018 15:32:23 | IP (Hash): 895350735
    Um mal auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen, was passiert, wenn man eines der beiden Präparate weglässt?
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    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 18.05.2018 15:44:06 | IP (Hash): 179810240
    Oliver86 schrieb:
    Um mal auf meine Ausgangsfrage zurückzukommen, was passiert, wenn man eines der beiden Präparate weglässt?




    Nach 2 Jahren T1 solltest Du das doch echt selbst wissen!

    Lässt Du Dein Basalinsulin weg musst Du die fehlende Basis mit regelmäßigen kleine Bolusgaben (so alle 2 bis 3 Stunden) ausgleichen, das ganze dann mit mehr oder wenigen BZ-Buckeln,

    lässt Du Dein Bolusinsulin weg fällt schon mal alles mit Kohlenhydraten in der Ernährung aus, dazu wirst Du heftig auf Kalorien aus Fett und Eiweiß achten müssen, weil sonst die Glukoneogenese für steigenden Blutzucker sorgt.
    Und Du hast dann ja kein Insulin zur Korrektur mehr... und mit Basal korrigieren wird schwierig.

    Wenn Du wirklich wegen ACHTUNDVIERZIG EURO im JAHR auf ICT verzichten willst geht das dann mit der altbwährten CT –
    Ein Kombiinsulin und ein Essplan gibt's beim Doc.
    Da allerdings Deine Tages-Insulinmenge dann wahrscheinlich etwas steigen wird, wirst Du mehr Insulinpakete brauchen – und schon steigt die Zuzahlung.

    Ich empfehle Dir DRINGEND, eine Befreiung der Zuzahlung zu bekommen und Deine Therapie vernünftig weiterzumachen.

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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 18.05.2018 17:05:37 | IP (Hash): 554481883
    Die Folgen von 0 KH in der Ernährung, um nur das Basal zu Benötigen, kannst Du -für Typ-1-Diabetes- in diesem Video begutachten. Ergebnis der HbA1c liegt bei 10. Das er sich dabei ,angeblich, wohlfühlt ist erstaunlich

    https://www.ardmediathek.de/tv/Die-Ern%C3%A4hrungs-Docs/Mit-Insulin-und-Ern%C3%A4hrung-Diabetes-Typ-1/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=26111552&documentId=49795120.


    Bearbeitet von User am 18.05.2018 17:16:16. Grund: -
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    Beiträge: 8
    Mitglied seit: 15.05.2018
    am 31.05.2018 21:04:26 | IP (Hash): 1654865623
    Zunächst einmal danke an alle, die mir geantwortet habe.
    Wie ich diese Woche gelernt habe, genügt es nicht, eine chronische Krankheit wie Diabetes Typ 1 zu haben, um krankenversicherungsrechtlich als chronisch krank zu gelten; man muss zusätzlich mindestens ein Jahr in einer gesetzlich anerkannten Behandlungseinrichtung in Behandlung gewesen sein. Deswegen galt für mich im letzten Jahr noch die 2%-Bemessungsgrenze in Höhe von 96 €. Ab sofort muss ich nur noch 48 € pro Jahr bezahlen. 😊
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  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 31.05.2018 23:03:52 | IP (Hash): 571545178
    Schön dass Du dich, mit neue Informationen , meldest.
    Stimmt, dass hatte ich nicht mehr parat.
    Hofentlich hilft dir das so, dass Deine Therapie ohne Einschränkungen möglich ist. Es wäre ethisch nich vertretbar, wenn jemand Benachteiligung dieser Art im kauf nehmen müsste.