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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten

  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 13.08.2018 18:06:44 | IP (Hash): 433077454
    Hallo liebes Forum,
    ich (knapp über 40) habe folgendes Problem. Nach mehreren Fehlgeburten habe ich mir aufgrund eines immer noch bestehenden Kinderwunsches ein Blutzuckermessgerät besorgt, einfach, um mal zu sehen, ob da etwas nicht stimmt, das hat mir eine befreundete Ärztin empfohlen.
    Ich habe nun eine Zeit lang immer wieder gemessen (Tagesprofile) und bin etwas verunsichert.
    Der Nüchternwert liegt immer knapp um die 100, wobei es sehr darauf ankommt, wann ich messe, um 7 Uhr morgens ist eher höher als um 8 oder 9 Uhr (also, wenn ich später aufstehe, meine ich, ohne vorherige Bewegung). Da war er zuletzt bei 90/93, um 7 auch schon mal bei 103/6. Wobei das Gerät (Akku check aviva) auch ziemliche Schwankungen ausgibt, sogar bei ein und demselben Blutstropfen.
    Die Werte nach dem Essen waren bei viel Kohlenhydraten (Nudeln) nach 1 Stunde zwischen 124 und 132, nach kohlenhydratarmen Speisen bei 108-118, zwei Stunden später war der Wert wieder so bei ca. 100, später meist drunter.
    Ich weiß nicht, was ich nun daraus folgern muss. Ich bin sehr schlank (ca. 45 kg auf 163 cm), mittel sportlich und ernähre mich schon gesund, also ausgewogen, nicht viel Süßes, kein Rauchen, Alkohol in Maßen, an den Schrauben könnte ich also nicht viel drehen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich Schilddrüsenmedikamente nehmen muss und ein schwaches Diuretikum (kaliumsparend) wegen Wassereinlagerungen, bei beidem habe ich gelesen, dass es Einfluss auf den Blutzucker haben kann. Diabetes liegt bei uns nicht in der Familie.
    Alte Arztbefunde zeigen, dass mein Nüchternzucker auch in 2013 immer um die 92-101 lag, der Hba1c lag dabei immer genau bei 5.
    Ich weiß nun nicht, ob das Ganze für mich Konsequenzen hat, ob ich deswegen schon zum Arzt muss (leider - das gebe ich zu - bin ich in Folge meiner Fehlgeburten leicht hypochondrisch veranlagt und fürchte immer das Schlimmste). Deswegen wollte ich gerne hier, wo so viele "Profis" versammelt sind, einmal eine Einschätzung holen. Man liest so viel Unterschiedliches: Einmal dass der Wert eine Stunde nach dem Essen bis max. 140, aber auch bis 160 max. steigen darf, dann, dass er 120 nicht überschreiten sollte etc. Ich bin einfach sehr verunsichert.
    In einer etwaigen Schwangerschaft wären die Werte für einen Gestationsdiabetes ja noch viel strenger, das heißt, ich hätte den quasi aufgrund meines Nüchternwertes jetzt schon und müsste dann automatisch Insulin spritzen?! Das macht mir große Angst.
    Jedem, der sich die Mühe macht mir zu antworten, danke ich vorab sehr herzlich!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 13.08.2018 19:45:42 | IP (Hash): 1955652671
    Hallo Zoletta,

    von den BZ-Werten her kannst du erst mal ganz ruhig bleiben, die sehen sehr gesund aus. Selbst wenn deine Nüchternwert zwischen 90 und 100 liegen sollten, ist das außerhalb einer SS vollkommen in Ordnung. Ob sie wirklich so hoch sind, ist fraglich. Dazu reicht die Genauigkeit der Handmessgeräte nicht aus.

    Wenn du Probleme mit unerfülltem KiWu hast, dann bitte deine Ärztin mal, dass sie einen oGTT mit Insulinmessung macht oder dich zu so einer Untersuchung überweist. Es wäre möglich, dass eine Insulinresistenz deinen KiWu behindert. Die Insulinresistenz kann sich auf die BZ-Werte auswirken, muss aber nicht. Die Insulinresistenz lässt sich nur mit dem oGTT mit zusätzlicher Insulinmessung aufspüren.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 13.08.2018 20:31:22 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Rainer,
    dank Dir für Deine rasche Antwort. Das Problem ist, bei mir wurde tatsächlich im Zuge der Kinderwunschbehandlung schon so gut wie alles gemessen, was irgendwie möglich ist. Der spezielle Test, von dem Du sprichst, wurde noch nicht gemacht, aber ich fürchte, meine Ärztin, die ohnehin alles auf mein Alter schiebt (und vielleicht hat sie ja recht), wird das nicht wirklich machen wollen. Ich glaube, eine Insulinresistenz wurde sogar irgendwie schon mal beim Endokrinologen ausgeschlossen, ich bin mir aber nicht sicher.
    Mein Mann meint ja, und leider da hat er da wohl nicht Unrecht, ich soll mir lieber einen guten Psychologen suchen, anstatt ständig Stellvertreterprobleme, wie jetzt etwa den zu hohen Nüchternblutzucker zu finden, meine Hausärztin belächelt mich zum Teil schon als Hypochonder, ich kann es ihr nicht mal verdenken.
    Ich werde mal checken lassen, ob mein Schilddrüsenhormon vielleicht etwas zu hoch eingestellt ist, denn das scheint mir vom Empfinden her so zu sein und das kann wohl den Nüchternblutzucker auch beeinflussen. Und sollte ich wirklich nochmal schwanger werden, werde ich den oGGT möglichst vorziehen, das kann dann sicher nicht schaden. So wie er jetzt ist, scheint der Blutzucker ja jedenfalls nicht in höchstem Maße behandlungsbedürftig ...
    Danke für Deine Mühe und Deine Zeit!
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.08.2018 17:17:36 | IP (Hash): 2101959859
    Hallo Zolletta,

    bin der Meinung, daß dich deine befreundete Ärztin (welche Fachrichtung ?) vollkommen fehlgeleitet hat.
    Bei einem HbA1c-Wert von 5 kannst du davon ausgehen, daß Diabetes nicht dein Problem ist.
    Der sogenannte Nüchternwert ist sehr unzuverlässig.
    Schon beim Aufwachen mitten in der Nacht wird ein Hormoncocktail in den Körper abgegeben, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.
    Auch bitte bedenken, daß ein Handblutzuckermessgerät einen Schwankungsbreite von plus/minus 15 % haben darf, daß einzelne Werte um die 100 nicht über zu bewerten sind.
    Selbst wenn du den Nüchternwert beim Arzt messen lässt, ist dieser nicht unbedingt aussagekräftig.
    Du musst da erst mal hinkommen, bist aufgeregt … Stresshormone als Gegenhormon zum Insulin treiben den Blutzucker hoch.
    Zur Diagnose werden deshalb HbA1c und oGTT herangezogen, wobei gemessen wird, wie dein Körper eine Zuckerlösung verarbeiten kann.
    Messen nach Mahlzeiten ist auch ein wenig tricki.
    Je nach Mahlzeitzusammenstellung leicht/schwerverdaulich macht es Sinn, später als nach einer Stunde zu messen - zwei/drei sogar. Pizza ist z.B. sehr schwer verdaulich wie auch Fleisch/Fett, Stück Obsttorte ist da wesentlich schneller im Blut zu messen.

    Was mir zu deinem Kinderwunsch eher auffällt, ist dein sehr niedriges Körpergewicht mit 45 kg bei 163 cm Größe = BMI kleiner 17 !.
    Du hast ev. auch schon mal davon gehört, daß bei besonders schlanken Frauen (Sportlerinnen im Training) die Menstruation aussetzt, kein geregelter Zyklus stattfindet.
    Könnte auch ein Grund bei dir sein, zumal du dich jetzt noch mehr inhaltlich mit Essen beschäftigst.
    Ganz normal gesund nach Appetit essen und ein paar Kilo zunehmen wären gut - + nicht messen !

    Auf ein anderes Hilfsmittel zum Kinderwunsch möchte ich dich hinweisen (gerade zufällig gelesen in der Zeitung - Startup aus Deutschland …).
    Dabei geht es darum, viele Parameter zu messen, um die fruchtbaren Tage herauszufinden.
    Die These ist, daß bei der gängigen Temperaturmethode die fruchtbaren Tage schon längst vorbei sein können.
    Andere Werte können jedoch im Vorfeld schon anzeigen, wann eine Schwangerschaft möglich ist und euch zwei beiden genügend Zeit gibt.
    Du trägst ein Armband, mit dem alles mögliche aufgezeichnet und per App anschaulich aufgearbeitet wird - siehe
    https://www.avawomen.com/de/
    https://www.avawomen.com/de/wie-funktioniert-ava/

    Gruß Elfe
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 14.08.2018 17:55:47 | IP (Hash): 1740590096
    Wieso kann sie davon ausgehen dass diabetes bei hba1c um 5 nicht ihr problem ist. Da kann auch ein störung vorliegen elfchen
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 07:35:29 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Elfchen,
    danke für Deinen langen Beitrag: Also, was den Kinderwunsch betrifft, bin ich schon so lange dabei, dass ich wirklich der Totalexperte bin. Ich messe seit Jahren die Temperatur, benutze Ovutests und kontrolliere den Zervixschleim. Wir haben immer so Verkehr gehabt, dass es passt. Mein Zyklus ist ganz regelmäßig und trotz meines fortgeschrittenen Alters habe ich jeden Zyklus einen Eisprung gehabt, was die Temperatur doch sehr zuverlässig zeigt. Von mir wurden zig Hormonprofile erstellt. Ich leide unter einer genetisch bedingten Blutgerinnungsstörung, Faktor V heterozygot, deswegen habe ich in der letzten SS Heparin gespritzt, hat auch nichts genutzt, trotzdem FG. Dass ich zum momentanen Zeitpunkt Diabetes habe, halte ich nach allem, was ich gelesen habe, für ausgeschlossen, mir ging es eben um diesen Nüchternwert. Ich denke tatsächlich, dass mein Schilddrüsenmedikament minimal zu hoch dosiert ist (es ist sehr schwierig das genau zu treffen) und auch das mit dafür verantwortlich ist. Heute morgen lag der Nüchternwert bei 91.
    Ich denke aber auch, dass es besser ist, aufzuhören zu messen. Ich habe ja einige Tage lang gemessen, auch nach sehr kohlenhydratlastigen Mahlzeiten kam ich nie über 135 (und das Messgerät schwankt wirklich), ich habe auch eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden danach gemessen, da war nichts auffällig. Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.
    Du hast völlig Recht, ich darf mich nicht verrückt machen, das mit den Fehlgeburten ist ja schlimm genug, ich leide da wirklich sehr darunter.
    Danke jedenfalls für Deine Anteilnahme.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 07:39:54 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Elfchen,
    danke für Deinen langen Beitrag: Also, was den Kinderwunsch betrifft, bin ich schon so lange dabei, dass ich wirklich der Totalexperte bin. Ich messe seit Jahren die Temperatur, benutze Ovutests und kontrolliere den Zervixschleim. Wir haben immer so Verkehr gehabt, dass es passt. Mein Zyklus ist ganz regelmäßig und trotz meines fortgeschrittenen Alters habe ich jeden Zyklus einen Eisprung gehabt, was die Temperatur doch sehr zuverlässig zeigt. Von mir wurden zig Hormonprofile erstellt. Ich leide unter einer genetisch bedingten Blutgerinnungsstörung, Faktor V heterozygot, deswegen habe ich in der letzten SS Heparin gespritzt, hat auch nichts genutzt, trotzdem FG. Dass ich zum momentanen Zeitpunkt Diabetes habe, halte ich nach allem, was ich gelesen habe, für ausgeschlossen, mir ging es eben um diesen Nüchternwert. Ich denke tatsächlich, dass mein Schilddrüsenmedikament minimal zu hoch dosiert ist (es ist sehr schwierig das genau zu treffen) und auch das mit dafür verantwortlich ist. Heute morgen lag der Nüchternwert bei 91.
    Ich denke aber auch, dass es besser ist, aufzuhören zu messen. Ich habe ja einige Tage lang gemessen, auch nach sehr kohlenhydratlastigen Mahlzeiten kam ich nie über 135 (und das Messgerät schwankt wirklich), ich habe auch eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden danach gemessen, da war nichts auffällig. Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.
    Du hast völlig Recht, ich darf mich nicht verrückt machen, das mit den Fehlgeburten ist ja schlimm genug, ich leide da wirklich sehr darunter.
    Danke jedenfalls für Deine Anteilnahme.
    P.S.: Die Ärztin war Endokrinologin.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 15.08.2018 08:42:20 | IP (Hash): 766281365
    Zolletta schrieb:
    Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.

    Hallo Zoletta,

    deine Messungen unter Live-Bedingungen sind für den BZ aussagefähiger als ein oGTT, den kannst du dir bei deinen guten BZ-Werten sparen. Wenn Insulinresistenz, die bei deiner Statur zwar unwahrscheinlich aber nicht unmöglich wäre, bereits ausgeschlossen wurde, würde auch ein oGTT mit zusätzlicher Insulinmessung nichts weiter bringen.

    Alles Gute und Erfolg bei deinem KiWu, Rainer
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 20:55:42 | IP (Hash): 433077454
    Dank Dir Rainer, das ist sehr nett von Dir, ich habe aufgrund meines Alters inzwischen sehr wenig Hoffnung, würde mir aber so sehr wünschen, dass es noch einmal klappt.
    Das Problem bei so vielen Fehlgeburten ist vermutlich auch, dass man irgendwann verzweifelt nach einem Grund sucht. Ich hatte mich jetzt eben auf den Blutzucker fixiert. Ich weiß natürlich nicht, was in ein paar Jahren sein wird, aber momentan scheint da ja kein großes Problem vorzuliegen.
    Ich habe im übrigen sogar mal versucht, zumindest den kleinen Zuckertest zu imitieren, habe allerdings nach ca. 40 g Traubenzucker schlapp gemacht. Mehr habe ich einfach nicht runterbekommen. Von daher sind das nun natürlich keine Laborbedingungen. Nach einer Stunde habe ich 127/134 gemessen, noch einmal eine Stunde später 89. Mit 75 g sähe das sicher anders aus, aber ich möchte es nicht ausprobieren, allein bei dem Gedanken daran wird mir schlecht ... Vielleicht habe ich ja auch schon eine Störung, wie Michael schreibt, keine Ahnung, zumindest im normalen Leben und Essen scheint sie mich dann jedoch nicht zu beeinflussen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 10:10:09 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo, da bin ich nochmal, scheinbar hatte ich mit meinem Riecher doch recht, denn in denn letzten Tagen werden meine Blutzuckerwerte immer schlechter. Der Nüchternblutzucker liegt unvermindert zwischen 90 und 100, allerdings sind die Werte nach dem Essen förmlich explodiert. Nach einem kleinen Pudding heute morgen hatte ich nach einer Stunde 180 (!). Auch das mit den 50 g Traubenzucker habe ich wiederholt, da kam ich nach einer Stunde auf 170, nach einer halben war ich sogar auf 192. Ich möchte gar nicht wissen, wie es bei 75 g aussähe, da komme ich ja locker auf 250.
    Nach einer Semmel mit Belag, die genausoviel Kohlenhydrate hatte, wie heute der Pudding heute morgen kam ich vor zwei Tagen erstaunlicherweise nur auf 132 nach einer Stunde, nach 2 war ich auf 110, danach auf 95.
    Und bei demselben Pudding war ich vor einer Woche noch nach einer Stunde bei 127.
    Es scheint kein rechtes Schema zu geben.

    Das alles bedeutet wohl, dass ich auf jeden Fall eine deutlich gestörte Glucosetoleranz habe, vielleicht doch auch eine Insulinresistenz, denn ich habe noch einmal nachgesehen, das wurde noch nicht ausgeschlossen. Mich hielten wohl immer alle für zu schlank. Ich werde nun also den Gang zum Diabetologen antreten, etwas anderes bleibt mir ja nicht.
    Nur traue ich mich jetzt schon fast nichts mehr essen, weil ich Angst habe, Schäden davonzutragen.

    Eine Frage hätte ich grundsätzlich noch, da sich hier ja viele gut auskennen: Ich habe gestern, weil es mir aufgrund meines unerfüllten Kinderwunsches so extrem schlecht ging, den ganzen Tag fast nichts gegessen, kann es auch deswegen sein, dass die Werte heute höher sind, dass der Körper also sozusagen überschießend reagiert? Eine Störung liegt sicher vor, es fragt sich nur, wie schlimm sie ist und ob ich sie noch ohne Medikamente in den Griff kriege.
    Ich esse allgemein eher kohlenhydratarm, nicht weil ich eine bestimmte Diät machen würde, aber weil ich keinen sehr süßen Zahn habe und Gemüse, Käse etc. bevorzuge. Danach sind die Werte auch noch wie vor normal.

    Danke nochmal für Eure Hilfe, ich bin so verzweifelt, eigentlich sollte es in diesem Monat nochmal mit einem Zyklus der künstlichen Befruchtung losgehen und jetzt muss ich stattdessen zum Diabetologen. Ich könnte langsam nur noch weinen, immer ist was anderes.
    Liebe Grüße, Zolletta


  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 11:42:35 | IP (Hash): 1133006485
    Ach, noch zur Ergänzung: Auch nach dem Pudding ging der Wert nach ca. 2 Stunden wieder auf 111, nach 2,5 auf 85 zurück, allerdings frage ich mich schon, wie es bei einem Gehalt von gerade mal 29 g Kohlenhydraten zu solch extremen Ausschlägen kommen kann?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 01.09.2018 11:49:07 | IP (Hash): 329160154
    Zolletta schrieb:
    Ich habe gestern, weil es mir aufgrund meines unerfüllten Kinderwunsches so extrem schlecht ging, den ganzen Tag fast nichts gegessen, kann es auch deswegen sein, dass die Werte heute höher sind, dass der Körper also sozusagen überschießend reagiert?

    Ja, das ist so.

    Du hast keine "deutlich gestörte Glucosetoleranz", allenfalls eine leicht gestörte. Wenn allerdings Insulinresistenz noch nicht geprüft wurde, dann lohnt sich der Gang zum Arzt. Insulinresistenz kann sich bei den BZ-Werten zeigen, muss aber nicht. Insofern könntest du auch mit einer leicht gestörten Glukosetoleranz unter Umständen eine kräftige Insulinresistenz aufweisen. Ich drück dir die Daumen, dass es nicht so ist und dass IR bei dir ausgeschlossen werden kann.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 13:14:31 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    danke für Deine schnelle Antwort. Ja, das werde ich auf jeden Fall machen. Mir ist der Unterschied zwischen Insulinresistenz und gestörter Glucosetoleranz noch nicht klar und auch nicht die Konsequenzen.
    Führt beides unwiderruflich zu Diabetes? Die Leute, von denen ich gelesen habe, dass sie unter Insulinresistenz leiden, mussten immer Metformin nehmen. Das wäre für mich deswegen nicht so toll, weil das wohl auf Leber und Nieren geht und meine Nierenwerte schon seit Jahren leicht erhöht sind. Wirklich im Rahmen, aber weitere Belastungen wären wohl nicht so gut.
    Nach allem, was ich hier so gelesen habe, halte ich den Anstieg meiner Blutzuckerwerte aber doch für besorgniserregend. Es heißt hier immer, die Werte nach dem Essen dürften nie über 140, am besten nicht über 120 gehen. Und bei mir ist es jetzt ja schon sehr viel mehr. Anscheinend sind solche Spitzen ja auch schon gefährlich bezüglich Folgeschäden.
    Aber das Rätselraten nutzt wohl wenig, ich muss eben zum Arzt. Es ist nur so frustrierend, dass sich der Kinderwunsch immer weiter verschiebt und ich eh schon so alt bin. Aber andererseits ist das Ganze eben so teuer, dass man das nicht mal "eben so" stemmen kann und Risikofaktoren schon von vorneherein ausgeschaltet werden sollten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 01.09.2018 14:39:17 | IP (Hash): 329160154
    Zolletta schrieb:
    Es heißt hier immer, die Werte nach dem Essen dürften nie über 140, am besten nicht über 120 gehen.

    Nein, das heißt es nicht immer. Hier ist mal eine seriöse Untersuchung, in welchem Bereich sich der BZ bei Stoffwechselgesunden bewegt:
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
    Sondersituationen, in denen der BZ mal höher gehen kann, wie z.B. nach deinem Fastentag, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

    Insulinresistenz kann bei manchen zu Diabetes führen, während sie bei anderen nur die Insulinausgabe erhöht und nicht zu Diabetes, höchstens zu leicht erhöhten BZ-Werten führt. Für deinen KiWu ist es aber unabhängig vom Diabetes wichtig, eventuell vorhandene IR zu diagnostizieren. Metformin ist übrigens bei etwas verschlechterten Nierenwerten kein Problem, nur bei ganz schlechten. Es schädigt auch nicht die Nieren, es besteht dann nur ein erhöhtes Risiko von bestimmten Nebenwirkungen. Aber das wird dir dein Arzt schon erklären, falls Metformin bei dir sinnvoll wird.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 14:50:05 | IP (Hash): 1133006485
    Also ich kanns echt nicht beschönigen.
    Ich habe vorhin einmal zwei Beutel von dem da getrunken
    https://www.dextro-energy.de/produkte/liquid-gel/cherry--caffeine
    (keine Werbung, nur wegen der Nährwertangaben)
    Da sind noch nicht mal 75 g Glukose drin.
    Mein Wert nach einer Stunde lag bei 260 (!)
    Nach zwei Stunden immer noch über 200

    Gut, vielleicht hat das in dem Getränk enthaltene Koffein den Blutzuckerspiegel zusätzlich nach oben getrieben, aber das sind nun ja auf jeden Fall Werte im diabetischen Bereich.
    Vor zwei Wochen war das alles noch nicht so krass, hoffentlich bin ich nicht am Ende dabei, einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln.

    Ich habe schon richtig Angst vor dem Glucose-Toleranztest, da wird vermutlich noch Schlimmeres rauskommen. Damit kann ich den Kinderwunsch dann wohl endgültig abhaken ...



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    am 01.09.2018 15:25:28 | IP (Hash): 1499852603
    Viele Frauen haben mit Diabetes gesunde Kinder bekommen. Da geht es nicht um Angst vor schon Diagnose oder noch nicht, sondern darum, dass Du möglichst schnell lernst, Deine defekte Automatik passend zu unterstützen und Deinen Blutzucker 24/7 praktisch völlig gesund zu steuern. Zuckermäßig ist das dann die beste Voraussetzung für die Erfüllung Deines Wunsches. Daumendrück :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 15:33:31 | IP (Hash): 1133006485
    Nachtrag: Kurz nach den 2 Stunden bei 167.
    Nutzt nur vermutlich alles nix, weil ja der Zweistundenwert "zählt" und es außerdem noch nicht mal 75 g Glucose waren. Abgesehen davon natürlich auch noch viel zu hoch.
    Allerdings wäre mit eine Glucoseintoleranz noch lieber als ein manifester Diabetes, weil ich da vielleicht noch was steuern kann mit Ernährung und Verzicht, anstatt gleich Insulin zu spritzen oder Tabletten zu nehmen.
    Oh Mann, ich hab schon so viel Sorgen, auch gesundheitlich, jetzt noch das ...
    Ich werde nun, bis ich zum Diabetologen kann, was wohl erst in zwei Wochen sein wird, sporadisch nach normalen Mahlzeiten weitermessen und mir das aufschreiben, vermutlich ist das für ihn dann ja auch nicht unwichtig, wie es sich im normalen Leben verhält.

    Keine Ahnung, ob diese katastrophalen Werte tatsächlich daher kommen, dass ich gestern außer einem Avocado und ein paar Schokolinsen nichts gegessen habe, oder ob es allgemein daran liegt, dass ich aus Mangel an Appetit recht wenig esse und der Körper nicht daran gewöhnt ist oder ob die Werte allgemein nur deswegen im normalen Bereich lagen, WEIL ich so wenig esse. Ich hab richtig Angst.


  • Zolletta

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    am 01.09.2018 15:35:53 | IP (Hash): 1133006485
    Danke Jürgen, für Deine aufmunternden Worte, ich kann mich gerade einfach nur schwer damit abfinden, dass ich jetzt auch noch Diabetes haben soll. Ich habe immer gesund gelebt, nie geraucht, keinen Bluthochdruck, kein Übergewicht, keine nahen Verwandten, die Diabetiker sind. Und trotzdem ...
    Vielleicht bessert es sich noch ein bisschen, wenn ich das Diuretikum, das ich eine Zeitlang genommen habe, komplett ausgeschlichen habe, aber so richtig toll wird es wohl auch dann nicht werden ...
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 15:54:30 | IP (Hash): 1133006485
    Nach knapp drei Stunden war der Wert jetzt wieder bei ca. 100

    Noch zwei Fragen: Muss ich bei so relativ kurzfristig erhöhten Werten schon mit Spätfolgen rechnen?
    Und: Wie oft messen ist jetzt in meinem Fall sinnvoll. Ich möchte mich zum einen nicht total fertig machen, zum anderen sind die Streifen so teuer, dass ich es mir auf Dauer nicht leisten kann, ständig zu messen ...
    Danke noch vielmals für Eure Hilfe, Ihr seid wirklich nett und ich fühle mich mit der Sache nicht so allein.
    Ich werde Euch auf jeden Fall wissen lassen, was am Ende beim Arzt rauskam.
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    am 01.09.2018 17:10:54 | IP (Hash): 1499852603
    Vorgabe in einer Schwangerschaft ist nüchtern max 90 und in der Spitze etwa 1 Stunde nach den Mahlzeiten max 140. Alles spricht dafür, dass frau das schon vorher so hält.

    Einfachster Weg dahin aus meiner Sicht:
    Du isst jetzt ne Woche normal gesund KH-betont und schreibst auf, was Du isst und was Du direkt vor und ne Stunde nach dem Essen misst.
    Das Protokoll besprichst Du dann einschließlich Kinderwunsch mit Diabetologen oder -gin. Bin mir einigermaßen sicher, dass Du dann wenigstens erst einmal die Teststreifen verschrieben bekommst und vielleicht auch etwas Medi, so dass Du damit dann eine gute Chance hast, Deinen BZ einigermaßen locker und nicht dauernd verkniffen gesund zu steuern. Daumendrück :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 01.09.2018 17:21:56 | IP (Hash): 329160154
    Ich hätte folgende Ratschläge für dich:
    1.) Höre bis zum Arzttermin auf zu messen, außer Stress bringt dir das nichts. Von gelegentlich auftretenden kurzzeitigen BZ-Spitzen werden keine Folgeerkrankungen entstehen.
    2.) Wenn es zum oGTT kommt, dann musst du unbedingt 3 Tage lang davor mindestens 150g KH essen, sonst werden sowohl die BZ-Werte als auch eventuell mitgemessene Insulinwerte verfälscht.

    Selbst wenn bei der Untersuchung Diabetes, Prädibetes oder Insulinresistenz rauskommt, nimm es als Ansatz zur richtigen Behandlung, nicht als Todesurteil für deinen Kinderwunsch.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 17:26:33 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Jürgen,
    ja, so werde ich es machen, das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Wobei ich wie gesagt bei einigermaßen normalem Essen bisher (ich sagte betont: bisher!) keine großen Ausrutscher hatte. Selbst nach Nudeln mit Limo hatte ich vor zwei Wochen eine Stunde nach Essen 128! Mein Körper scheint nur mit großen Mengen Glucose bzw. vielen Kohlenhydraten überhaupt nicht klarzukommen, da kann ich mir ja nix vormachen.
    Ich hoffe echt, ich erwische einen guten Arzt, der mich nicht noch zusätzlich entmutigt, denn davon habe ich in meiner verzweifelten Kinderwunschzeit so viele kennengelernt ... Zitat: "Sie sind über 40, was wollen Sie, da können Sie nur noch mit Fehlgeburten rechnen, 80 % Ihrer Eizellen sind Schrott." Ich war über 40 achtmal schwanger und nie hat es geklappt ...
    Meine Hausärztin meinte, mein Metabolismus sei aufgrund des relativ massiven Untergewichts (bei ihr in der Praxis waren es zuletzt leider knapp unter 43 kg, bin aber eben am zunehmen!) nicht mit einem normalgewichtigen Menschen zu vergleichen und das beträfe alle Stoffwechselvorgänge. Mein Zuckerwert fährt auch echt Achterbahn 3,5 Stunden nach meinem heutigen Test war er bei 81, also zumindest runter geht es doch noch.
    Aber gerade mit dieser Zuckergeschichte ist auf keinen Fall zu spaßen, da bin ich durch Eure Beiträge hier echt gewarnt. Zumindest weiß ich, wie man sich vernünftig ernährt und kenne auch den ungefähren glykämischen Index vieler Lebensmittel, da sollte ich das einigermaßen ohne riesige Spitzen hinbekommen ...
  • Zolletta

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    am 01.09.2018 17:29:09 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    das mit den Kohlenhydraten scheint ziemlich entscheidend, das habe ich überall gelesen, ich werde versuchen, mich daran zu halten, sonst ist der Test ja wirklich nicht aussagekräftig.
    Danke, dass Ihr hier so viel Zeit in mich investiert und mir zugehört habt, das hat mir wirklich geholfen!
    Liebe Grüße!
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.09.2018 18:18:03 | IP (Hash): 1499852603
    Vielleicht gehst Du's insgesamt mal ein bisschen lockerer an und siehst ne gelungene Schwangerschaft nicht als Ziel, sondern als aus Deiner Sicht tollen Bonus eben wenn alles gelingt und zusammen passt? Nicht umsonst gehen viele Geschichten "Ehrlich? Wir hatten die Bemühungen schon längst aufgegeben und überhaupt nicht mehr damit gerechnet" ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 18:25:47 | IP (Hash): 1133006485
    Ich verstehe schon, was Du sagen willst, lieber Jürgen, nur nach so vielen gescheiterten Schwangerschaften ist das eben schwierig zu realisieren. Und jetzt bin ich noch dazu in einem Alter, in dem die biologische Uhr gefühlt von Tag zu Tag weiter tickt und es schon sehr unwahrscheinlich ist, dass es ohne Hilfe überhaupt noch klappen kann, selbst mit Hilfe wird es schwierig. Ich wünsche mir aber halt so sehr ein kleines Wesen, das ich knuddeln, erziehen, nerven und mit Zucker vollstopfen kann, auf dass es baldigst einen Diabetes entwickelt :-)