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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten

  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 13.08.2018 18:06:44 | IP (Hash): 433077454
    Hallo liebes Forum,
    ich (knapp über 40) habe folgendes Problem. Nach mehreren Fehlgeburten habe ich mir aufgrund eines immer noch bestehenden Kinderwunsches ein Blutzuckermessgerät besorgt, einfach, um mal zu sehen, ob da etwas nicht stimmt, das hat mir eine befreundete Ärztin empfohlen.
    Ich habe nun eine Zeit lang immer wieder gemessen (Tagesprofile) und bin etwas verunsichert.
    Der Nüchternwert liegt immer knapp um die 100, wobei es sehr darauf ankommt, wann ich messe, um 7 Uhr morgens ist eher höher als um 8 oder 9 Uhr (also, wenn ich später aufstehe, meine ich, ohne vorherige Bewegung). Da war er zuletzt bei 90/93, um 7 auch schon mal bei 103/6. Wobei das Gerät (Akku check aviva) auch ziemliche Schwankungen ausgibt, sogar bei ein und demselben Blutstropfen.
    Die Werte nach dem Essen waren bei viel Kohlenhydraten (Nudeln) nach 1 Stunde zwischen 124 und 132, nach kohlenhydratarmen Speisen bei 108-118, zwei Stunden später war der Wert wieder so bei ca. 100, später meist drunter.
    Ich weiß nicht, was ich nun daraus folgern muss. Ich bin sehr schlank (ca. 45 kg auf 163 cm), mittel sportlich und ernähre mich schon gesund, also ausgewogen, nicht viel Süßes, kein Rauchen, Alkohol in Maßen, an den Schrauben könnte ich also nicht viel drehen.
    Ich muss dazu sagen, dass ich Schilddrüsenmedikamente nehmen muss und ein schwaches Diuretikum (kaliumsparend) wegen Wassereinlagerungen, bei beidem habe ich gelesen, dass es Einfluss auf den Blutzucker haben kann. Diabetes liegt bei uns nicht in der Familie.
    Alte Arztbefunde zeigen, dass mein Nüchternzucker auch in 2013 immer um die 92-101 lag, der Hba1c lag dabei immer genau bei 5.
    Ich weiß nun nicht, ob das Ganze für mich Konsequenzen hat, ob ich deswegen schon zum Arzt muss (leider - das gebe ich zu - bin ich in Folge meiner Fehlgeburten leicht hypochondrisch veranlagt und fürchte immer das Schlimmste). Deswegen wollte ich gerne hier, wo so viele "Profis" versammelt sind, einmal eine Einschätzung holen. Man liest so viel Unterschiedliches: Einmal dass der Wert eine Stunde nach dem Essen bis max. 140, aber auch bis 160 max. steigen darf, dann, dass er 120 nicht überschreiten sollte etc. Ich bin einfach sehr verunsichert.
    In einer etwaigen Schwangerschaft wären die Werte für einen Gestationsdiabetes ja noch viel strenger, das heißt, ich hätte den quasi aufgrund meines Nüchternwertes jetzt schon und müsste dann automatisch Insulin spritzen?! Das macht mir große Angst.
    Jedem, der sich die Mühe macht mir zu antworten, danke ich vorab sehr herzlich!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 13.08.2018 19:45:42 | IP (Hash): 1955652671
    Hallo Zoletta,

    von den BZ-Werten her kannst du erst mal ganz ruhig bleiben, die sehen sehr gesund aus. Selbst wenn deine Nüchternwert zwischen 90 und 100 liegen sollten, ist das außerhalb einer SS vollkommen in Ordnung. Ob sie wirklich so hoch sind, ist fraglich. Dazu reicht die Genauigkeit der Handmessgeräte nicht aus.

    Wenn du Probleme mit unerfülltem KiWu hast, dann bitte deine Ärztin mal, dass sie einen oGTT mit Insulinmessung macht oder dich zu so einer Untersuchung überweist. Es wäre möglich, dass eine Insulinresistenz deinen KiWu behindert. Die Insulinresistenz kann sich auf die BZ-Werte auswirken, muss aber nicht. Die Insulinresistenz lässt sich nur mit dem oGTT mit zusätzlicher Insulinmessung aufspüren.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 13.08.2018 20:31:22 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Rainer,
    dank Dir für Deine rasche Antwort. Das Problem ist, bei mir wurde tatsächlich im Zuge der Kinderwunschbehandlung schon so gut wie alles gemessen, was irgendwie möglich ist. Der spezielle Test, von dem Du sprichst, wurde noch nicht gemacht, aber ich fürchte, meine Ärztin, die ohnehin alles auf mein Alter schiebt (und vielleicht hat sie ja recht), wird das nicht wirklich machen wollen. Ich glaube, eine Insulinresistenz wurde sogar irgendwie schon mal beim Endokrinologen ausgeschlossen, ich bin mir aber nicht sicher.
    Mein Mann meint ja, und leider da hat er da wohl nicht Unrecht, ich soll mir lieber einen guten Psychologen suchen, anstatt ständig Stellvertreterprobleme, wie jetzt etwa den zu hohen Nüchternblutzucker zu finden, meine Hausärztin belächelt mich zum Teil schon als Hypochonder, ich kann es ihr nicht mal verdenken.
    Ich werde mal checken lassen, ob mein Schilddrüsenhormon vielleicht etwas zu hoch eingestellt ist, denn das scheint mir vom Empfinden her so zu sein und das kann wohl den Nüchternblutzucker auch beeinflussen. Und sollte ich wirklich nochmal schwanger werden, werde ich den oGGT möglichst vorziehen, das kann dann sicher nicht schaden. So wie er jetzt ist, scheint der Blutzucker ja jedenfalls nicht in höchstem Maße behandlungsbedürftig ...
    Danke für Deine Mühe und Deine Zeit!
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 14.08.2018 17:17:36 | IP (Hash): 2101959859
    Hallo Zolletta,

    bin der Meinung, daß dich deine befreundete Ärztin (welche Fachrichtung ?) vollkommen fehlgeleitet hat.
    Bei einem HbA1c-Wert von 5 kannst du davon ausgehen, daß Diabetes nicht dein Problem ist.
    Der sogenannte Nüchternwert ist sehr unzuverlässig.
    Schon beim Aufwachen mitten in der Nacht wird ein Hormoncocktail in den Körper abgegeben, was den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.
    Auch bitte bedenken, daß ein Handblutzuckermessgerät einen Schwankungsbreite von plus/minus 15 % haben darf, daß einzelne Werte um die 100 nicht über zu bewerten sind.
    Selbst wenn du den Nüchternwert beim Arzt messen lässt, ist dieser nicht unbedingt aussagekräftig.
    Du musst da erst mal hinkommen, bist aufgeregt … Stresshormone als Gegenhormon zum Insulin treiben den Blutzucker hoch.
    Zur Diagnose werden deshalb HbA1c und oGTT herangezogen, wobei gemessen wird, wie dein Körper eine Zuckerlösung verarbeiten kann.
    Messen nach Mahlzeiten ist auch ein wenig tricki.
    Je nach Mahlzeitzusammenstellung leicht/schwerverdaulich macht es Sinn, später als nach einer Stunde zu messen - zwei/drei sogar. Pizza ist z.B. sehr schwer verdaulich wie auch Fleisch/Fett, Stück Obsttorte ist da wesentlich schneller im Blut zu messen.

    Was mir zu deinem Kinderwunsch eher auffällt, ist dein sehr niedriges Körpergewicht mit 45 kg bei 163 cm Größe = BMI kleiner 17 !.
    Du hast ev. auch schon mal davon gehört, daß bei besonders schlanken Frauen (Sportlerinnen im Training) die Menstruation aussetzt, kein geregelter Zyklus stattfindet.
    Könnte auch ein Grund bei dir sein, zumal du dich jetzt noch mehr inhaltlich mit Essen beschäftigst.
    Ganz normal gesund nach Appetit essen und ein paar Kilo zunehmen wären gut - + nicht messen !

    Auf ein anderes Hilfsmittel zum Kinderwunsch möchte ich dich hinweisen (gerade zufällig gelesen in der Zeitung - Startup aus Deutschland …).
    Dabei geht es darum, viele Parameter zu messen, um die fruchtbaren Tage herauszufinden.
    Die These ist, daß bei der gängigen Temperaturmethode die fruchtbaren Tage schon längst vorbei sein können.
    Andere Werte können jedoch im Vorfeld schon anzeigen, wann eine Schwangerschaft möglich ist und euch zwei beiden genügend Zeit gibt.
    Du trägst ein Armband, mit dem alles mögliche aufgezeichnet und per App anschaulich aufgearbeitet wird - siehe
    https://www.avawomen.com/de/
    https://www.avawomen.com/de/wie-funktioniert-ava/

    Gruß Elfe
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 14.08.2018 17:55:47 | IP (Hash): 1740590096
    Wieso kann sie davon ausgehen dass diabetes bei hba1c um 5 nicht ihr problem ist. Da kann auch ein störung vorliegen elfchen
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 07:35:29 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Elfchen,
    danke für Deinen langen Beitrag: Also, was den Kinderwunsch betrifft, bin ich schon so lange dabei, dass ich wirklich der Totalexperte bin. Ich messe seit Jahren die Temperatur, benutze Ovutests und kontrolliere den Zervixschleim. Wir haben immer so Verkehr gehabt, dass es passt. Mein Zyklus ist ganz regelmäßig und trotz meines fortgeschrittenen Alters habe ich jeden Zyklus einen Eisprung gehabt, was die Temperatur doch sehr zuverlässig zeigt. Von mir wurden zig Hormonprofile erstellt. Ich leide unter einer genetisch bedingten Blutgerinnungsstörung, Faktor V heterozygot, deswegen habe ich in der letzten SS Heparin gespritzt, hat auch nichts genutzt, trotzdem FG. Dass ich zum momentanen Zeitpunkt Diabetes habe, halte ich nach allem, was ich gelesen habe, für ausgeschlossen, mir ging es eben um diesen Nüchternwert. Ich denke tatsächlich, dass mein Schilddrüsenmedikament minimal zu hoch dosiert ist (es ist sehr schwierig das genau zu treffen) und auch das mit dafür verantwortlich ist. Heute morgen lag der Nüchternwert bei 91.
    Ich denke aber auch, dass es besser ist, aufzuhören zu messen. Ich habe ja einige Tage lang gemessen, auch nach sehr kohlenhydratlastigen Mahlzeiten kam ich nie über 135 (und das Messgerät schwankt wirklich), ich habe auch eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden danach gemessen, da war nichts auffällig. Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.
    Du hast völlig Recht, ich darf mich nicht verrückt machen, das mit den Fehlgeburten ist ja schlimm genug, ich leide da wirklich sehr darunter.
    Danke jedenfalls für Deine Anteilnahme.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 07:39:54 | IP (Hash): 433077454
    Hallo Elfchen,
    danke für Deinen langen Beitrag: Also, was den Kinderwunsch betrifft, bin ich schon so lange dabei, dass ich wirklich der Totalexperte bin. Ich messe seit Jahren die Temperatur, benutze Ovutests und kontrolliere den Zervixschleim. Wir haben immer so Verkehr gehabt, dass es passt. Mein Zyklus ist ganz regelmäßig und trotz meines fortgeschrittenen Alters habe ich jeden Zyklus einen Eisprung gehabt, was die Temperatur doch sehr zuverlässig zeigt. Von mir wurden zig Hormonprofile erstellt. Ich leide unter einer genetisch bedingten Blutgerinnungsstörung, Faktor V heterozygot, deswegen habe ich in der letzten SS Heparin gespritzt, hat auch nichts genutzt, trotzdem FG. Dass ich zum momentanen Zeitpunkt Diabetes habe, halte ich nach allem, was ich gelesen habe, für ausgeschlossen, mir ging es eben um diesen Nüchternwert. Ich denke tatsächlich, dass mein Schilddrüsenmedikament minimal zu hoch dosiert ist (es ist sehr schwierig das genau zu treffen) und auch das mit dafür verantwortlich ist. Heute morgen lag der Nüchternwert bei 91.
    Ich denke aber auch, dass es besser ist, aufzuhören zu messen. Ich habe ja einige Tage lang gemessen, auch nach sehr kohlenhydratlastigen Mahlzeiten kam ich nie über 135 (und das Messgerät schwankt wirklich), ich habe auch eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden danach gemessen, da war nichts auffällig. Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.
    Du hast völlig Recht, ich darf mich nicht verrückt machen, das mit den Fehlgeburten ist ja schlimm genug, ich leide da wirklich sehr darunter.
    Danke jedenfalls für Deine Anteilnahme.
    P.S.: Die Ärztin war Endokrinologin.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 15.08.2018 08:42:20 | IP (Hash): 766281365
    Zolletta schrieb:
    Einen oGGT habe ich noch nicht gemacht, weiß aber auch nicht, ob das bei meinen momentanen anderen Baustellen Priorität hat.

    Hallo Zoletta,

    deine Messungen unter Live-Bedingungen sind für den BZ aussagefähiger als ein oGTT, den kannst du dir bei deinen guten BZ-Werten sparen. Wenn Insulinresistenz, die bei deiner Statur zwar unwahrscheinlich aber nicht unmöglich wäre, bereits ausgeschlossen wurde, würde auch ein oGTT mit zusätzlicher Insulinmessung nichts weiter bringen.

    Alles Gute und Erfolg bei deinem KiWu, Rainer
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 15.08.2018 20:55:42 | IP (Hash): 433077454
    Dank Dir Rainer, das ist sehr nett von Dir, ich habe aufgrund meines Alters inzwischen sehr wenig Hoffnung, würde mir aber so sehr wünschen, dass es noch einmal klappt.
    Das Problem bei so vielen Fehlgeburten ist vermutlich auch, dass man irgendwann verzweifelt nach einem Grund sucht. Ich hatte mich jetzt eben auf den Blutzucker fixiert. Ich weiß natürlich nicht, was in ein paar Jahren sein wird, aber momentan scheint da ja kein großes Problem vorzuliegen.
    Ich habe im übrigen sogar mal versucht, zumindest den kleinen Zuckertest zu imitieren, habe allerdings nach ca. 40 g Traubenzucker schlapp gemacht. Mehr habe ich einfach nicht runterbekommen. Von daher sind das nun natürlich keine Laborbedingungen. Nach einer Stunde habe ich 127/134 gemessen, noch einmal eine Stunde später 89. Mit 75 g sähe das sicher anders aus, aber ich möchte es nicht ausprobieren, allein bei dem Gedanken daran wird mir schlecht ... Vielleicht habe ich ja auch schon eine Störung, wie Michael schreibt, keine Ahnung, zumindest im normalen Leben und Essen scheint sie mich dann jedoch nicht zu beeinflussen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 10:10:09 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo, da bin ich nochmal, scheinbar hatte ich mit meinem Riecher doch recht, denn in denn letzten Tagen werden meine Blutzuckerwerte immer schlechter. Der Nüchternblutzucker liegt unvermindert zwischen 90 und 100, allerdings sind die Werte nach dem Essen förmlich explodiert. Nach einem kleinen Pudding heute morgen hatte ich nach einer Stunde 180 (!). Auch das mit den 50 g Traubenzucker habe ich wiederholt, da kam ich nach einer Stunde auf 170, nach einer halben war ich sogar auf 192. Ich möchte gar nicht wissen, wie es bei 75 g aussähe, da komme ich ja locker auf 250.
    Nach einer Semmel mit Belag, die genausoviel Kohlenhydrate hatte, wie heute der Pudding heute morgen kam ich vor zwei Tagen erstaunlicherweise nur auf 132 nach einer Stunde, nach 2 war ich auf 110, danach auf 95.
    Und bei demselben Pudding war ich vor einer Woche noch nach einer Stunde bei 127.
    Es scheint kein rechtes Schema zu geben.

    Das alles bedeutet wohl, dass ich auf jeden Fall eine deutlich gestörte Glucosetoleranz habe, vielleicht doch auch eine Insulinresistenz, denn ich habe noch einmal nachgesehen, das wurde noch nicht ausgeschlossen. Mich hielten wohl immer alle für zu schlank. Ich werde nun also den Gang zum Diabetologen antreten, etwas anderes bleibt mir ja nicht.
    Nur traue ich mich jetzt schon fast nichts mehr essen, weil ich Angst habe, Schäden davonzutragen.

    Eine Frage hätte ich grundsätzlich noch, da sich hier ja viele gut auskennen: Ich habe gestern, weil es mir aufgrund meines unerfüllten Kinderwunsches so extrem schlecht ging, den ganzen Tag fast nichts gegessen, kann es auch deswegen sein, dass die Werte heute höher sind, dass der Körper also sozusagen überschießend reagiert? Eine Störung liegt sicher vor, es fragt sich nur, wie schlimm sie ist und ob ich sie noch ohne Medikamente in den Griff kriege.
    Ich esse allgemein eher kohlenhydratarm, nicht weil ich eine bestimmte Diät machen würde, aber weil ich keinen sehr süßen Zahn habe und Gemüse, Käse etc. bevorzuge. Danach sind die Werte auch noch wie vor normal.

    Danke nochmal für Eure Hilfe, ich bin so verzweifelt, eigentlich sollte es in diesem Monat nochmal mit einem Zyklus der künstlichen Befruchtung losgehen und jetzt muss ich stattdessen zum Diabetologen. Ich könnte langsam nur noch weinen, immer ist was anderes.
    Liebe Grüße, Zolletta


  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 11:42:35 | IP (Hash): 1133006485
    Ach, noch zur Ergänzung: Auch nach dem Pudding ging der Wert nach ca. 2 Stunden wieder auf 111, nach 2,5 auf 85 zurück, allerdings frage ich mich schon, wie es bei einem Gehalt von gerade mal 29 g Kohlenhydraten zu solch extremen Ausschlägen kommen kann?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 01.09.2018 11:49:07 | IP (Hash): 329160154
    Zolletta schrieb:
    Ich habe gestern, weil es mir aufgrund meines unerfüllten Kinderwunsches so extrem schlecht ging, den ganzen Tag fast nichts gegessen, kann es auch deswegen sein, dass die Werte heute höher sind, dass der Körper also sozusagen überschießend reagiert?

    Ja, das ist so.

    Du hast keine "deutlich gestörte Glucosetoleranz", allenfalls eine leicht gestörte. Wenn allerdings Insulinresistenz noch nicht geprüft wurde, dann lohnt sich der Gang zum Arzt. Insulinresistenz kann sich bei den BZ-Werten zeigen, muss aber nicht. Insofern könntest du auch mit einer leicht gestörten Glukosetoleranz unter Umständen eine kräftige Insulinresistenz aufweisen. Ich drück dir die Daumen, dass es nicht so ist und dass IR bei dir ausgeschlossen werden kann.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 13:14:31 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    danke für Deine schnelle Antwort. Ja, das werde ich auf jeden Fall machen. Mir ist der Unterschied zwischen Insulinresistenz und gestörter Glucosetoleranz noch nicht klar und auch nicht die Konsequenzen.
    Führt beides unwiderruflich zu Diabetes? Die Leute, von denen ich gelesen habe, dass sie unter Insulinresistenz leiden, mussten immer Metformin nehmen. Das wäre für mich deswegen nicht so toll, weil das wohl auf Leber und Nieren geht und meine Nierenwerte schon seit Jahren leicht erhöht sind. Wirklich im Rahmen, aber weitere Belastungen wären wohl nicht so gut.
    Nach allem, was ich hier so gelesen habe, halte ich den Anstieg meiner Blutzuckerwerte aber doch für besorgniserregend. Es heißt hier immer, die Werte nach dem Essen dürften nie über 140, am besten nicht über 120 gehen. Und bei mir ist es jetzt ja schon sehr viel mehr. Anscheinend sind solche Spitzen ja auch schon gefährlich bezüglich Folgeschäden.
    Aber das Rätselraten nutzt wohl wenig, ich muss eben zum Arzt. Es ist nur so frustrierend, dass sich der Kinderwunsch immer weiter verschiebt und ich eh schon so alt bin. Aber andererseits ist das Ganze eben so teuer, dass man das nicht mal "eben so" stemmen kann und Risikofaktoren schon von vorneherein ausgeschaltet werden sollten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 01.09.2018 14:39:17 | IP (Hash): 329160154
    Zolletta schrieb:
    Es heißt hier immer, die Werte nach dem Essen dürften nie über 140, am besten nicht über 120 gehen.

    Nein, das heißt es nicht immer. Hier ist mal eine seriöse Untersuchung, in welchem Bereich sich der BZ bei Stoffwechselgesunden bewegt:
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
    Sondersituationen, in denen der BZ mal höher gehen kann, wie z.B. nach deinem Fastentag, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.

    Insulinresistenz kann bei manchen zu Diabetes führen, während sie bei anderen nur die Insulinausgabe erhöht und nicht zu Diabetes, höchstens zu leicht erhöhten BZ-Werten führt. Für deinen KiWu ist es aber unabhängig vom Diabetes wichtig, eventuell vorhandene IR zu diagnostizieren. Metformin ist übrigens bei etwas verschlechterten Nierenwerten kein Problem, nur bei ganz schlechten. Es schädigt auch nicht die Nieren, es besteht dann nur ein erhöhtes Risiko von bestimmten Nebenwirkungen. Aber das wird dir dein Arzt schon erklären, falls Metformin bei dir sinnvoll wird.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 14:50:05 | IP (Hash): 1133006485
    Also ich kanns echt nicht beschönigen.
    Ich habe vorhin einmal zwei Beutel von dem da getrunken
    https://www.dextro-energy.de/produkte/liquid-gel/cherry--caffeine
    (keine Werbung, nur wegen der Nährwertangaben)
    Da sind noch nicht mal 75 g Glukose drin.
    Mein Wert nach einer Stunde lag bei 260 (!)
    Nach zwei Stunden immer noch über 200

    Gut, vielleicht hat das in dem Getränk enthaltene Koffein den Blutzuckerspiegel zusätzlich nach oben getrieben, aber das sind nun ja auf jeden Fall Werte im diabetischen Bereich.
    Vor zwei Wochen war das alles noch nicht so krass, hoffentlich bin ich nicht am Ende dabei, einen Typ-1-Diabetes zu entwickeln.

    Ich habe schon richtig Angst vor dem Glucose-Toleranztest, da wird vermutlich noch Schlimmeres rauskommen. Damit kann ich den Kinderwunsch dann wohl endgültig abhaken ...



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    am 01.09.2018 15:25:28 | IP (Hash): 1499852603
    Viele Frauen haben mit Diabetes gesunde Kinder bekommen. Da geht es nicht um Angst vor schon Diagnose oder noch nicht, sondern darum, dass Du möglichst schnell lernst, Deine defekte Automatik passend zu unterstützen und Deinen Blutzucker 24/7 praktisch völlig gesund zu steuern. Zuckermäßig ist das dann die beste Voraussetzung für die Erfüllung Deines Wunsches. Daumendrück :)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 15:33:31 | IP (Hash): 1133006485
    Nachtrag: Kurz nach den 2 Stunden bei 167.
    Nutzt nur vermutlich alles nix, weil ja der Zweistundenwert "zählt" und es außerdem noch nicht mal 75 g Glucose waren. Abgesehen davon natürlich auch noch viel zu hoch.
    Allerdings wäre mit eine Glucoseintoleranz noch lieber als ein manifester Diabetes, weil ich da vielleicht noch was steuern kann mit Ernährung und Verzicht, anstatt gleich Insulin zu spritzen oder Tabletten zu nehmen.
    Oh Mann, ich hab schon so viel Sorgen, auch gesundheitlich, jetzt noch das ...
    Ich werde nun, bis ich zum Diabetologen kann, was wohl erst in zwei Wochen sein wird, sporadisch nach normalen Mahlzeiten weitermessen und mir das aufschreiben, vermutlich ist das für ihn dann ja auch nicht unwichtig, wie es sich im normalen Leben verhält.

    Keine Ahnung, ob diese katastrophalen Werte tatsächlich daher kommen, dass ich gestern außer einem Avocado und ein paar Schokolinsen nichts gegessen habe, oder ob es allgemein daran liegt, dass ich aus Mangel an Appetit recht wenig esse und der Körper nicht daran gewöhnt ist oder ob die Werte allgemein nur deswegen im normalen Bereich lagen, WEIL ich so wenig esse. Ich hab richtig Angst.


  • Zolletta

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    am 01.09.2018 15:35:53 | IP (Hash): 1133006485
    Danke Jürgen, für Deine aufmunternden Worte, ich kann mich gerade einfach nur schwer damit abfinden, dass ich jetzt auch noch Diabetes haben soll. Ich habe immer gesund gelebt, nie geraucht, keinen Bluthochdruck, kein Übergewicht, keine nahen Verwandten, die Diabetiker sind. Und trotzdem ...
    Vielleicht bessert es sich noch ein bisschen, wenn ich das Diuretikum, das ich eine Zeitlang genommen habe, komplett ausgeschlichen habe, aber so richtig toll wird es wohl auch dann nicht werden ...
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 15:54:30 | IP (Hash): 1133006485
    Nach knapp drei Stunden war der Wert jetzt wieder bei ca. 100

    Noch zwei Fragen: Muss ich bei so relativ kurzfristig erhöhten Werten schon mit Spätfolgen rechnen?
    Und: Wie oft messen ist jetzt in meinem Fall sinnvoll. Ich möchte mich zum einen nicht total fertig machen, zum anderen sind die Streifen so teuer, dass ich es mir auf Dauer nicht leisten kann, ständig zu messen ...
    Danke noch vielmals für Eure Hilfe, Ihr seid wirklich nett und ich fühle mich mit der Sache nicht so allein.
    Ich werde Euch auf jeden Fall wissen lassen, was am Ende beim Arzt rauskam.
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    am 01.09.2018 17:10:54 | IP (Hash): 1499852603
    Vorgabe in einer Schwangerschaft ist nüchtern max 90 und in der Spitze etwa 1 Stunde nach den Mahlzeiten max 140. Alles spricht dafür, dass frau das schon vorher so hält.

    Einfachster Weg dahin aus meiner Sicht:
    Du isst jetzt ne Woche normal gesund KH-betont und schreibst auf, was Du isst und was Du direkt vor und ne Stunde nach dem Essen misst.
    Das Protokoll besprichst Du dann einschließlich Kinderwunsch mit Diabetologen oder -gin. Bin mir einigermaßen sicher, dass Du dann wenigstens erst einmal die Teststreifen verschrieben bekommst und vielleicht auch etwas Medi, so dass Du damit dann eine gute Chance hast, Deinen BZ einigermaßen locker und nicht dauernd verkniffen gesund zu steuern. Daumendrück :)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 01.09.2018 17:21:56 | IP (Hash): 329160154
    Ich hätte folgende Ratschläge für dich:
    1.) Höre bis zum Arzttermin auf zu messen, außer Stress bringt dir das nichts. Von gelegentlich auftretenden kurzzeitigen BZ-Spitzen werden keine Folgeerkrankungen entstehen.
    2.) Wenn es zum oGTT kommt, dann musst du unbedingt 3 Tage lang davor mindestens 150g KH essen, sonst werden sowohl die BZ-Werte als auch eventuell mitgemessene Insulinwerte verfälscht.

    Selbst wenn bei der Untersuchung Diabetes, Prädibetes oder Insulinresistenz rauskommt, nimm es als Ansatz zur richtigen Behandlung, nicht als Todesurteil für deinen Kinderwunsch.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 17:26:33 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Jürgen,
    ja, so werde ich es machen, das ist auf jeden Fall eine gute Idee. Wobei ich wie gesagt bei einigermaßen normalem Essen bisher (ich sagte betont: bisher!) keine großen Ausrutscher hatte. Selbst nach Nudeln mit Limo hatte ich vor zwei Wochen eine Stunde nach Essen 128! Mein Körper scheint nur mit großen Mengen Glucose bzw. vielen Kohlenhydraten überhaupt nicht klarzukommen, da kann ich mir ja nix vormachen.
    Ich hoffe echt, ich erwische einen guten Arzt, der mich nicht noch zusätzlich entmutigt, denn davon habe ich in meiner verzweifelten Kinderwunschzeit so viele kennengelernt ... Zitat: "Sie sind über 40, was wollen Sie, da können Sie nur noch mit Fehlgeburten rechnen, 80 % Ihrer Eizellen sind Schrott." Ich war über 40 achtmal schwanger und nie hat es geklappt ...
    Meine Hausärztin meinte, mein Metabolismus sei aufgrund des relativ massiven Untergewichts (bei ihr in der Praxis waren es zuletzt leider knapp unter 43 kg, bin aber eben am zunehmen!) nicht mit einem normalgewichtigen Menschen zu vergleichen und das beträfe alle Stoffwechselvorgänge. Mein Zuckerwert fährt auch echt Achterbahn 3,5 Stunden nach meinem heutigen Test war er bei 81, also zumindest runter geht es doch noch.
    Aber gerade mit dieser Zuckergeschichte ist auf keinen Fall zu spaßen, da bin ich durch Eure Beiträge hier echt gewarnt. Zumindest weiß ich, wie man sich vernünftig ernährt und kenne auch den ungefähren glykämischen Index vieler Lebensmittel, da sollte ich das einigermaßen ohne riesige Spitzen hinbekommen ...
  • Zolletta

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    am 01.09.2018 17:29:09 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    das mit den Kohlenhydraten scheint ziemlich entscheidend, das habe ich überall gelesen, ich werde versuchen, mich daran zu halten, sonst ist der Test ja wirklich nicht aussagekräftig.
    Danke, dass Ihr hier so viel Zeit in mich investiert und mir zugehört habt, das hat mir wirklich geholfen!
    Liebe Grüße!
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    am 01.09.2018 18:18:03 | IP (Hash): 1499852603
    Vielleicht gehst Du's insgesamt mal ein bisschen lockerer an und siehst ne gelungene Schwangerschaft nicht als Ziel, sondern als aus Deiner Sicht tollen Bonus eben wenn alles gelingt und zusammen passt? Nicht umsonst gehen viele Geschichten "Ehrlich? Wir hatten die Bemühungen schon längst aufgegeben und überhaupt nicht mehr damit gerechnet" ;)

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 18:25:47 | IP (Hash): 1133006485
    Ich verstehe schon, was Du sagen willst, lieber Jürgen, nur nach so vielen gescheiterten Schwangerschaften ist das eben schwierig zu realisieren. Und jetzt bin ich noch dazu in einem Alter, in dem die biologische Uhr gefühlt von Tag zu Tag weiter tickt und es schon sehr unwahrscheinlich ist, dass es ohne Hilfe überhaupt noch klappen kann, selbst mit Hilfe wird es schwierig. Ich wünsche mir aber halt so sehr ein kleines Wesen, das ich knuddeln, erziehen, nerven und mit Zucker vollstopfen kann, auf dass es baldigst einen Diabetes entwickelt :-)
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 18:28:32 | IP (Hash): 1133006485
    Ach noch was: Interessanterweise war ich gerade eben nach meinem heutigen tollen Glucosetest plötzlich fast im Unterzucker, gemessene knapp 60 mg/dl, ich hatte schon ein ganz schwummriges Gefühl.
    Insulin scheint mein Körper ja schon ziemlich viel auszuschütten, nur offenbar zu spät oder verzögert. Aber vermutlich ist das das typische Bild einer Glucose-Intoleranz, so gut kenne ich mich da ja nicht aus.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 15:05:07 | IP (Hash): 526563806
    Ich habe jetzt einen Termin bei der Diabetologin, allerdings erst in zwei Wochen.
    Jetzt wollte ich nochmal kurz was fragen: Das, was Du, Jürgen, mit "steuern" meintest, ist doch, dass ich, wenn ich nach 5 Gummibärchen Spitzen von max. 130 habe und nach 10 Gummibärchen Spitzen von 175, ich dann diese 5 Gummibärchen bedenkenlos essen kann? (Damit könnte ich ganz gut leben, mehr mag ich eigentlich eh nicht).
    Ich verstehe allerdings immer noch nicht so ganz, wie das bei mir läuft: Vor ein paar Tagen habe ich Abends 150 g Weintrauben gegessen, weil ich Lust darauf hatte und das mal testen wollte. Da ist ja schon einiges an Zucker drin. Nach einer Stunde war der Wert 107. Auch 50 g M&Ms habe ich am Abend schon gegessen, auch danach lag der Wert bei ca. 110 nach einer Stunde. Ein anderes mal maß ich nach einem kleinen Stück Wassermelone und ein paar M&Ms nach einer Stunde 160. Ich bin mir da halt schon unsicher, was ich essen kann. Bisher habe ich immer kleine Portionen über den Tag verteilt gegessen, damit fühlte ich mich am wohlsten. Grundsätzlich müsste ich aber eher ein paar Kilo zunehmen und das geht zumindest bei mir mit Kohlenhydraten halt doch am besten.
    Naja, hilft wohl alles nichts, ich muss den Termin bei der Ärztin abwarten, auch wenn mich richtig arg davor graut.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.09.2018 16:12:39 | IP (Hash): 1579799512
    Beobachte mal, was und wann du vorher gegessen hast. Je länger die Essenspause ist, desto heftiger reagiert der BZ. Das ist besonders bei einer gestörten Phase 1 der Insulinausschüttung so, die übrigens bei einer Diabetesentwicklung häufig als erstes schwächelt. Besonders gut gehen Süßes bzw. Früchte als Nachtisch nach einer größeren Mahlzeit. Auch mehrere kleine Mahlzeiten dürften für dich sinnvoll sein, sowohl für den BZ als auch für dein Gewicht. Die maximal drei Mahlzeiten empfiehlt man denjenigen, die nicht weiter zunehmen dürfen. Das ist bei dir ja anders.

    Wenn du behauptest, dass das Zunehmen mit KH am besten geht, dann hast du wohl noch viel zu wenig Fett in deinen Mahlzeiten. Fett hat nur geringen Einfluss auf den BZ, sättigt gut und verfeinert jedes Gericht. Teste das mal mit gesunder Butter, gesundem Oliveöl und anderen guten Sachen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 16:27:34 | IP (Hash): 526563806
    Hallo Rainer, o.k., das erklärt manches. Dann scheine ich tatsächlich genau das Problem zu haben. Denn die beiden Male, als der Blutzucker auf die Süßigkeiten nicht so stark bzw. kaum reagiert hat, waren nicht direkt, aber ca. 2 Stunden nach einer Mahlzeit. In der Früh sieht das anders aus. Da hatte ich nach ca. 70 g M&M auf beinahe nüchternen Magen (supergesund ich weiß), eine Spitze von 160. Auch noch nicht total schlimm, richtig schlimm war nur die Reaktion auf diese Dextro-Energy-Zeugs, von daher kann ich mir ungefähr ausmalen, wie es bei einem Glucosetoleranztest endet. Allerdings müsste ich dann die Tage davor sicherlich mehr Kohlenhydrate essen, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Genau diese Phase-1-Sache scheine ich ja zu haben, da bei mir der Blutzuckerspiegel auch nach vielen Kohlenhydraten noch sehr gut sinkt. Kann man etwas gegen diese Phase-1-Schwäche tun, ohne Medikamente?

    Ich esse schon relativ viel Fett, genau die Dinge, von denen Du geschrieben hast, aber davon nehme ich nicht so sehr zu.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 17:49:09 | IP (Hash): 1537440488
    Hallo Zolletta,
    wäre besser, du würdest dich auf gute Mahlzeiten einstellen, anstatt mit irgendwelchem Süßigkeiten deine Blutzuckerreaktion zu testen.

    Selbst ein tiefer 60er BZ-Wert lässt sich erklären, wenn man vorher mit Zucker den BZ hochgejagt hat und dann die Insulinproduktion/Reaktion einsetzt.
    Habe solches bei meinem - gesunden - Partner gemessen (bin selber insulinpflichtig), der sich schwummrig fühlte - und dann 'meine' Dextros verputzte.
    Von gesunden Menschen gibt es nur eine dürftige Datenlage (für Normalos). Alles was man so finden kann, bezieht sich eher auf Diabetiker.

    Der dabei genannte 60er-Wert als Unterzucker ist aber ein Sicherheitswert.
    Mein Zielwert ist 100 mg/dl, dann ist 60 mg/dl die untere Grenze, wo man mit Zucker zum Anheben reagieren soll.
    Das, was man spürt, ist der Unterschied zwischen den BZ-Werten, aber nicht der absolute Wert !

    Zunehmen wäre ganz wichtig, musste ich damals auch (ähnlicher BMI zusätzlich zum Diabetes).
    Essensplan vom Arzt erhalten: Fettmenge erhöhen.
    Praktikabel für mich ist, Milchprodukte in hoher Fettstufe nutzen (kein Magerzeugs), Obst/Eis aber bitte mit Sahne, mal ne Handvoll Nüsse. (Fettes Fleisch wie Eisbein eher nicht so meins.)

    Wichtig ist auch genügend Eiweiß (Protein) für Erhalt der Muskeln
    https://www.eucell.de/ernaehrung/lebensmittellisten/makro-und-mikronaehrstoffgehalt/proteine/biologische-wertigkeit-der-proteine-in-lebensmitteln.html

    Als INSULINER ist bei mir Obst eher Nachtisch - Apfel geht auch pur als Zwischenmahlzeit.
    Fertigfruchtjoghurt nicht (viel zu viel Zucker drin), sondern Naturjoghurt + Obst selber zusammenrühren.

    Als Nascherei gerne Riegel Schokolade und Chips/Flips.
    Verpönt unter den Gesundheitsaposteln ;-).
    Kommt aber auf den Blickwinkel an.
    Kohlenhydrate sind flankiert durch Eiweiß und Fett, lassen den BZ nur langsam ansteigen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 03.09.2018 17:50:02. Grund: Korrektur Schreibfehler
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:04:28 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Elfe,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Im Grunde genommen ist meine Situation gerade etwas blöd und ich kann wohl nur warten, was bei einer genaueren Untersuchung durch die Diabetologin herauskommt. Durch meine sehr zarte Konstitution bin ich sicherlich nur schwer mit dem "Durchschnittsmenschen" vergleichbar, das habe ich auch schon bei anderen Sachen bemerkt (Dosierung von Medikamenten zum Beispiel). Dazu kommt, dass ich offenbar jahrelang - ohne es so recht wahrzunehmen - eher lowcarb gelebt habe und auch da der Körper wohl anders reagiert, wenn er auf einmal so viel Zucker bekommt. Ich mache mir halt etwas Sorgen, versuche mich gerade aber nicht verrückt zu machen. Mit der Kombination von leicht erhöhtem Nüchternblutzucker, der aber noch in der offiziellem Norm liegt, schlanker Statur, niedrigem Blutdruck und keinem Diabetiker in der nahen Verwandtschaft bin ich halt nie "aufgefallen". Wäre der unerfüllte Kinderwunsch nicht, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, überhaupt meinen Blutzucker zu messen. Vielleicht habe ich genau diese Werte schon mein Leben lang und es sind meine ganz persönlichen Werte, was weiß ich.
    Liebe Grüße und drückt mir die Daumen!
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:22:29 | IP (Hash): 1133006485
    @ Rainer: Inzwischen weiß ich auch, wie ich darauf komme, dass Insulinresistenz bei mir einmal ausgeschlossen wurde. Und zwar war ich Anfang 2015 einmal beim Endokrinologen, wo wirklich sehr viel bestimmt wurde, unter anderem Insulin und Blutzucker. Insulin war bei 3,3, Blutzucker bei 80. Mit dieser HOMA-Rechnungsformel ergibt das irgendetwas um 0,65. ABER: Diese Entnahme war damals gar nicht nüchtern, das weiß ich ganz genau, sondern am Abend, einige Zeit nach der letzten Mahlzeit, also insofern schon irgendwie nüchtern, aber eben nicht morgens. Zwischen den Mahlzeiten sinkt mein BZ auch heute noch z.T. unter 90. Und außerdem ist das Ganze nun ja auch schon über drei Jahre her, da kann sich viel geändert haben. Der HBA1c lag damals bei 5. Naja, hilft wohl nur ausharren und sehen, wo ich mit meinem Blutzucker heute stehe.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 18:36:46 | IP (Hash): 1141523286
    Liebe Zolletta,
    Untersuchung bei Diabetologin zu deiner Sicherheit/Beruhigung ist schon gut.
    Leider ist es mir nicht gelungen, deine Befürchtungen zu zerstreuen.

    Den 'Durchschnittsmenschen' gibt es im Übrigen nicht. Jeder von uns hat eigene Erbanlagen, eigene Verhaltensweisen. Auf einem - leider prominent propagierten Vorurteil beruht, daß Diabetiker übergewichtig sind und zuviel essen.

    Bei meiner Diagnose - insulinpflichtiger Diabetes - hatte ich eine ähnliche körperliche Konstitution mit Untergewicht, niedrigem Blutdruck und Wassereinlagerungen.
    Und jedes dieser Symptome wurde extra angegangen.
    Zunehmen (wie beschrieben), auf Inhaltsstoffe der Nahrung achten (brauchte zu Anfang Tabletten, Infusionen und Spritzen zum Aufpäppeln), dann lieber lecker essen :-).

    Was dich eigentlich nervös macht, ist dein vermuteter hoher Nüchternwert.
    Der 'Nüchternwert' ist als Diagnoseparameter unzuverlässig, m. E. nicht geeignet.
    Allgemein wohl nicht so bekannt, der Morgenwert ist von dem hormonellen Geschehen des Organismus abhängig.
    Weiß ich selber erst seit der INSULINER-Schulung. Gegen 2/3 Uhr in der Nacht bereitet sich der Körper auf Wachwerden vor und schüttet verschiedene Hormone aus (Gegenhormone zum Insulin) und lassen den Blutzucker ansteigen, hat nichts mit essen zu tun, ist auch nicht bei jedem so deutlich.
    (Für mich bedeutete das, den Morgenanstieg mit extra Insulin wegspritzen zu müssen.)

    Eine Fehlerquelle für deine selbst gemessenen größer 100 können auch am Meßgerät bzw. Handhabung liegen.
    BZ-Meßgeräte haben eine Ungenauigkeit von 15 %, das ist einiges !
    Du schreibst, daß du große Schwankungen beim Messen feststellst.
    Wichtig ist, Sensor/Teststreifen in der Mitte anfassen - nicht an den Kontakten, nicht vorn.
    Nach Entnahme des Sensors Behältnis sofort schließen - empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit.
    Ich piekse erst, habe mit Stück Kleenex ersten Blutstropfen abgewischt, entnehme erst dann Sensor und messe mit zweitem Blutstropfen. Hört sich pingelig an, musste ich aber sogar üben vor Augen des Diabetologen.

    Wie du in der Veröffentlichung der DDG auf Abbildung 1 sehen kannst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen - dein HbA1c mit 5 ist super, den oGTT hast du eigentlich schon selbst gemacht mit deinem Dextro-Zeugs.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2017/dus_2017_S2_Praxisempfehlungen_3971961_Müller-Wieland_Definition__2__Online-PDF.PDF
    Nüchternwert in der Praxis mit kleiner 100 ist s.o. nicht über zu bewerten.
    Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin erhöhen den Blutzucker - pünktlich zum Termin erscheinen zu müssen und Weißkitteleffekt könnten Grund sein.

    Bitte nicht so viel Gedanken machen und ruhiger werden.
    Gruß Elfe
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 19:02:57 | IP (Hash): 1133006485
    Liebe Elfe,
    nein, mit meinem Nüchternwert habe ich gar nicht so das große Problem (der Hba1c wurde vor 3 Jahren so gut gemessen, es kann sein, dass er inzwischen viel höher ist, ich befürchte das fast). Mein Problem ist die Tatsache, dass ich nach diesem Dextero-Zeugs, das nur 56 g Traubenzucker enthielt und längst keine 75 nach 1 Stunde einen Wert von 260 (!) gemessen habe und nach zwei Stunden immer noch einen von 168, was ja schon bei 75 g viel zu hoch wäre. Ich möchte gar nicht wissen, was bei 75 g Glucose dann rauskommt. Diabetes nehme ich an, da werde ich nach zwei Stunden locker noch über 200 liegen. Und ja, das macht mir Angst, denn ich habe wirklich schon so viele Probleme im Leben, hatte es immer so schwer, dass mir jetzt auch noch ein Diabetes zusätzlich, von dem ich mir gar nicht erklären kann, woher er kommt, vermutlich das Genick brechen wird. Wenn ich jetzt noch dauernd Blutzucker messen und dann irgendwann Insulin spritzen muss, das packe ich einfach nicht mehr.
    Dass ich irgendwas habe, liegt ja klar auf der Hand, ich kann nur hoffen, dass ich es mit der Ernährung noch möglichst lange im Griff haben kann. Denn wenn ich normal esse und dann messe, sind die Werte bis auf ein paar Ausrutscher, die nach einer Stunde auf 160 gingen, eigentlich in Ordnung. Nach zwei Stunden war ich jedenfalls immer unter 140.
    Ich gestehe, dass ich momentan gar nicht recht weiß, wohin mit mir. Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las. Hat mir kein Arzt je gesagt.
    Liebe Grüße, Zolletta
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 05.09.2018 16:25:52 | IP (Hash): 799802607
    Zolletta schrieb:
    Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las.

    Hallo Zoletta,

    rede mit dem Diabetologen auch darüber. Wenn du ein Medikament zur BZ-Senkung nehmen sollst, dann würde sich für dich vielleicht ein SGLT2-Hemmer besonders anbieten. Neben der BZ-Senkung, genauer gesagt neben dem glätten der BZ-Spitzen, sorgt der nämlich auch für Entwässerung.

    Ich drück dir übrigens die Daumen, dass du an einen Diabetologen kommst, mit dem du deine Probleme gut besprechen kannst und der mit dir gemeinsam nach Lösungen sucht. :=)

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 05.09.2018 17:40:40 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    danke für den Tipp, ich hoffe auch, dass ich mal an eine gute Ärztin komme und nicht, wie es mir schon öfter passiert ist, an jemanden, der alles gleich vom Tisch wischt bzw. nicht richtig mit mir kommuniziert. Ob ich jetzt schon Medikamente bekomme, wird vermutlich fraglich sein, denn wenn ich normal esse, gibt es ja so gut wie keine Spitzen, aber naja, das muss ich dann wohl dem Arzt überlassen. Wichtig ist dann halt auch, dass das Medikament sich nicht mit meinem Kinderwunsch beißt. Es ist schon seltsam: Heute Mittag gab es bei uns Buffet und ich hatte Kartoffelauflauf, Nudelsalat, Reissalat und Kuchen. Alles in verträglichen Grenzen, versteht sich, aber schon so, dass ich normal satt war. Blutzucker nach einer Stunde: 107. Keine Ahnung. Die größten Spitzen habe ich tatsächlich letzte Woche vor meiner Periode gemessen, vielleicht ist der BZ in dieser Zeit höher, meine so was mal gelesen zu haben.
    Leider dauert es ja noch ein bisschen bis zum Termin. Am Freitag habe ich erst mal eine Blutabnahme im Rahmen des Checkups bei meiner Hausärztin. Ich hoffe, dass mein Kreatinin-Wert nicht zu stark erhöht ist, der kratzt schon seit längerem an der Grenze, aber der Nephrologe hat seinerzeit nichts gefunden ...
    Liebe Grüße, Z.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 10.09.2018 20:15:30 | IP (Hash): 1133006485
    Heute Abend habe ich meine Blutwerte bei der Hausärztin geholt. Kreatinin und Harnsäure wie immer leicht erhöht, aber wohl tolerabel, Nüchternblutzucker bei 92 mg/dl, also leider ebenfalls leicht zu hoch. Den HbA1c fordert sie auf meine Bitte hin nach.
    Aber irgendwas stimmt so oder so nicht. Hatte mich die letzten Tage so gefreut, weil der Blutzucker auch bei kohlenhydratreicheren Speisen absolut in der Norm war, also unter 140 nach dem Essen und nach zwei Stunden unter 100, dann heute Mittag nach einem kleinen Müsli und einem Brot wieder 155-160 und heute Abend nach zwei Maiskolben ebenso. Ich könnte noch verzweifeln. Meine Hausärztin findet das normal, aber nach allem, was ich hier gelesen habe, ist es das wohl leider nicht.
    Und schließlich als Höhepunkt des Tages außerdem noch die Nachricht, dass wieder eine meiner Bekannten glückliche Mutter geworden ist. Ich bin so fertig mit der Welt.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 07:18:10 | IP (Hash): 296795987
    Du machst dich systhematisch kaputt. Du hast ganz normale BZ Werte und heulst hier die ganze Zeit herum. Deine Ärztin sagt dass alles okay sei, aber du willst es niocht glauben; am besten finde ich aber den Spruch: Nach allem was ich hier gehört habe, ist es nicht in Ordnung..................Dass ist nunmal in Foren so, das man dort verrückt gemacht wird, was ist daran neu?
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    am 11.09.2018 09:20:14 | IP (Hash): 746089703
    hjt_Jürgen schrieb:
    Vielleicht gehst Du's insgesamt mal ein bisschen lockerer an und siehst ne gelungene Schwangerschaft nicht als Ziel, sondern als aus Deiner Sicht tollen Bonus eben wenn alles gelingt und zusammen passt? Nicht umsonst gehen viele Geschichten "Ehrlich? Wir hatten die Bemühungen schon längst aufgegeben und überhaupt nicht mehr damit gerechnet" ;)


    Wie Du megatief als Höhepunkt der Tages den gelungenen Stapellauf bei einer Bekannten abfeierst, sagt mir, dass Du 24/7 emotional absolut verkrampft rumläufst und dich verrückt machst. Nein, ich glaube wie Michael nicht, dass die Verbesserung irgend eines Deiner Blutwerte den Durchbruch bringt, weil ne Schwangerschaft halt auch mit allen erfüllten besten Voraussetzungen nicht zu zwingen geht. Lass los!

    Wenn Ihr euch ganz sicher seid, dass Ihr unbedingt ein Kind wollt und damit praktisch für die nächsten 20 Jahre mit allen Pros und Cons noch einmal ein Stück weit aufwachsen wollt, könntet Ihr doch eins aufnehmen/adoptieren, oder?

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  • robbi

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 09:26:22 | IP (Hash): 1813703259
    Zoletta, ich will dir nicht zu nahe treten, aber du brauchst einen Psychiater
    und keine Blutzucker Medis oder sonst etwas anderes
  • Zolletta

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    am 11.09.2018 10:03:51 | IP (Hash): 526563806
    Ja, dass ich kein Kind bekommen kann, während allen Freundinnen und Bekannten das wie nebenher gelingt, macht mich kaputt! Dass dann alle, wirklich alle, immer mit Adoption kommen, hilft mir leider nicht weiter. Denn in meinem Alter KANN man in Deutschland gar kein Kind mehr adoptieren und selbst, wenn man jünger ist, ist es mehr als schwierig. Es sagt sich immer so leicht: "Lass los!" Das höre ich meist von Leuten, die selbst - meist problemlos - Kinder bekommen haben und für die das Ganze nie ein Problem darstellte. Das ist ja eigentlich nicht das Thema hier in einem Diabetes-Forum, aber ich wollte darauf reagiert haben.

    Zu den Blutzuckerwerten: Hier und auch woanders, also auf Fachseiten, ist immer die Rede davon, dass der Blutzucker, egal nach welchem Essen und Trinken, nicht über 140 steigen darf, wenn man gesund ist. Bei mir steigt er aber nach allem, was ein bisschen Kohlenhydrate enthält, auf 160, zum Teil auf 170. Und ich esse fürwahr keine riesigen Portionen. Das liegt ja ganz klar schon im ungesunden Bereich. Mein Vater hatte mit Ende 40 einen schweren Schlaganfall (allerdings keinen Diabetes, jedenfalls keinen bekannten), es ist irgendwie klar, dass ich mir Sorgen mache.
  • Zolletta

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    am 11.09.2018 10:05:57 | IP (Hash): 526563806
    @ robbi, sorry, aber damit bist Du mir ganz klar zu nahe getreten. Dass man Frauen, die keine Kinder bekommen können und darunter leiden, gleich als einen Fall für die Psychatrie hinstellt, macht mich echt fassungslos.
    Was einen Psychologen betrifft: Da war ich schon, mehrfach, es hat nicht das Geringste geholfen.
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    am 11.09.2018 11:18:27 | IP (Hash): 746089703
    Dass Adoption für Euch nicht mehr möglich ist, habe ich nicht gewusst, hätte ich vorher nachschaun sollen, sorry.
    Persönlich habe ich n ie Kinder kriegen können. Schreibe aus der Opa-Perspektive und kenne die diversen Schwierigkeiten nur aus den Umfeldern meiner Kinder, wo u.a. damals auch eine der völlig gesunden Frauen an reihenweisen vorzeitigen Abgängen schier verzweifelt ist. Damals hab ich gelernt, dass die Mehrzahl der anscheinend völlig normalen Schwangerschaften bei völlig gesunden Frauen eben nicht in die Geburt mündet, und damit stelle ich mir Deine Situation noch ne zusätzliche Nummer verkrampfter vor.

    Wenn höher als gesunder Zucker so eine gravierende Rolle spielen würde, wie Du dir einredest, dürften die meisten Frauen mit Diabetes überhaupt keine Kinder kriegen. Aber es kriegen sogar welche mit viiiiel zu hohem Blutzucker Kinder, die dann halt deutlich schwerer sind und direkt nach der Entbindung erstmal an den Glukose-Tropf müssen, weil ihre Insulinausgabe an die hohe Zuckerbelastung durch die Mutter gewöhnt ist und für das Anpassen an die normale eigene erst einmal einige Tage Hilfe braucht.

    Auch wenn ich Dir dringend zum Loslassen rate, kann ich Deinen Wunsch nur respektieren und Dir in jedem Fall gutes Gelingen wünschen. Daumendrück :)


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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:28:04 | IP (Hash): 526563806
    Danke für Deine einfühlsamen Worte. Ja, in der Tat, die Situation ist vollkommen schrecklich und verzweifelnd. Ich versuche schon so lange, damit klarzukommen, habe aber einsehen müssen, dass dies nie der Fall sein wird. Es stimmt, dass viele Schwangerschaften in einer Fehlgeburt münden. In meiner Umgebung hatte aber niemand eine und ich hatte acht (!). Das finde ich so himmelschreiend ungerecht. Und darf mir dann noch von den glücklichen Mamas anhören, dass ich halt Pech hatte, was aber nicht so schlimm ist, da sie selbst ja Kinder haben, was natürlich viel wichtiger ist.
    Du selbst hast ja offenbar auch Kinder und Enkel, stell Dir vor, wie einsam und traurig Dein Leben ohne das alles wäre.
    Ich würde alles tun für ein Kind bzw. wenigstens eine kleine Familie (habe mir immer eine große gewünscht, was mir aber aufgrund schlimmer Erfahrungen und Verlassenwerden frühzeitig verwehrt wurde). Aber das interessiert natürlich nicht und ich bin so völlig hilflos.

    Für mich bedeuten meine Werte – nach allem, was ich nüchtern betrachtet zusammentragen konnte – dass ich auf jeden Fall Prädiabetes habe. Mit der Ernährung kann ich offensichtlich auch nicht mehr viel machen, denn dann dürfte ich so gut wie gar nichts mehr essen, außer Salat, Gemüse und Käsefondue (überspitzt gesagt). Mit Tabletten könnte ich vielleicht noch leben, aber wenn ich dann zusätzlich zu allen anderen Problemen irgendwann noch Insulin spritzen müsste, das würde ich einfach nicht mehr packen.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:36:01 | IP (Hash): 296795987
    Dann hast du ja eine selbstdiagnose gestellt. Glückwunsch frau Doktor. In Deutschland gibt es aber nicht die diagnose prädiabetes da dieses nicht als krankheit gilt. Es ist bestimmt hart mit den 8 fehlgeburten, aber mit deinem. Gesunden bz hat dass nix zu tun....da musst du dir nen anderen schuldigen suchen
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:51:29 | IP (Hash): 526563806
    Danke, dass Du mich so freundlich mit dem Doktortitel anredest, den ich tatsächlich besitze, allerdings nicht in Medizin ...
    Es mag sein, dass die FG nichts mit dem BZ zu tun haben, wobei das nicht klar ist, weil eine Insulinresistenz durchaus dafür verantwortlich sein kann. Gesund ist mein BZ, wie man in so gut wie jeder fachlichen Dokumentation lesen kann, nämlich tatsächlich nicht. Weder der erhöhte Nüchternblutzucker von 92 noch die postprandialen Spitzen. Aber egal.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 13:23:50 | IP (Hash): 296795987
    Der erhöhte bz von 92....weisst du was...bis vor wenigen jahren war der bz bis 110 gesund...nun wurde er immer weiter runtergeschraubt und zwar auf 100...hier sind leute die den ganzen tag mit ihrem bz im diabetischen bereich kämpfen und müssen sich nun diesen schwachsinn anhören....mach dir dann lieber gedanken, wenn du ja soviele medizinische artikel liest, dass eine geburt einer schon über 35 jährigen als risikogeburt für dass kind gilt. Bei einer 40 jährigen muss man schon garnicht mehr darüber reden. Das ist realistischer als einen nbz von 92 als krank darzustellen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 13:32:12 | IP (Hash): 526563806
    Ich weiß nicht, ob es Dir irgendwie Spaß macht oder gut tut, mich hier zu verletzen. Du musst Dir meinen "Schwachsinn" doch gar nicht anhören, klick halt nicht drauf. Dazu, dass ich mir erlaube, auch in meinem fortgeschrittenen Alter nach so vielen Fehlgeburten ein Kind zu wünschen, möchte ich mich nicht mehr äußern. Es war schon grundsätzlich ein Fehler, das hier überhaupt zu erwähnen. Was weißt Du schon von meinem Leben und davon, was mir widerfahren ist? Vielleicht hätte ich auch gerne mit 25 ein Kind gehabt, aber es war einfach nicht möglich. Zum Beispiel, weil ich nicht den richtigen Partner hatte. Im übrigen kenne alleine ich 5 über 40- bzw. über 40jährige, die ganz problemlos gesunde Kinder gekriegt haben. Deine "Statistik" stimmt da nicht ganz (und ja, ich kenne durchaus medizinische Artikel zu dem Thema).
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.09.2018 14:03:45 | IP (Hash): 746089703
    Sorry, aber 8 Fehlgeburten würden mir sagen, dass der Organismus in irgendeiner Weise defekt ist, die definitiv nichts mit Diabetes zu tun hat. Denn wenn der vor 8 oder 10 Jahren schon als Prädiabetes da gewesen wäre und so gestört hätte, wie Du jetzt vermutest, hättest Du längst einen voll entwickelten Typ2 und würdest für Deinen BZ so wie jetzt sehr akribisch Insulin spritzen müssen. Und ALLE Ärzte würden Dir versichern, dass Dein BZ so wie er ist, wenn Du ihn im so gesunden Rahmen hältst, völlig in Ordnung und optimal sei. Wenige Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes kriegen das so hin.

    Bisher ist nicht möglich, einen Diabetes zu beseitigen, weil bislang niemand einen Plan hat, was den bei Typ1 oder Typ2 wirklich auslöst. Alle Behandlung besteht wesentlich darin, den Blutzucker in einem Bereich zu halten, in dem er ideal keine und meistens erst nach Jahren irgendwelche Folgen/Schäden verursacht. Und zwar normal mit einem sehr viel weiter gefassten Vorgaberahmen, als in der Schwangerschaft.
    Für die Schwangerschaft ist als Medikament zur BZ-Regelung ausschließlich Insulin zugelassen. Du hättest mit Deinen leicht prädiabetischen Werten also gute Chancen, im Falle einer Schwangerschaft so etwa ab dem 3. Monat seeeehr feinfühlig dosiert Insulin spritzen zu müssen.

    In meinen Umfeldern sehe ich jeden Tag zufriedene und unzufriedene, glückliche und unglückliche Menschen, und zwar aus Deiner Sicht wahrscheinlich erstaunlich/unglaublich unabhängig von Familienstand und Familiengrößen und Gesundheit und …
    Also bitte nicht: Alle kinderlosen Ehepaare sind unglücklich - vielleicht nur noch getoppt von kinderlosen Singles!

    Aus meiner Sicht sind die gefühlsmäßige Selbsteinschätzung und Bewertung und damit der Grad der jeweiligen persönlich erlebten Zufriedenheit absolut abhängig von der ganz persönlichen Erwartung und Zielsetzung. Und das trifft auch dann zu, wenn sich ein Jahre lang mit aller Kraft verfolgtes Ziel als unerreichbar erweist/erwiesen hat. Dann gilt es, loszulassen und sich neu auszurichten.
    Und in Fällen wie Deinem kann die mit so einer konstruktiven Neuausrichtung gelöste psychische und physische Verkrampfung tatsächlich zum ursprünglich angestrebten Ziel führen.

    Noch mal zum Zucker: Wo der in Deinen Verlaufshöhen hinderlich aussehen kann, ist das eher nicht der dieser mehr oder weniger leicht erhöhte BZ, sondern der erheblich erhöhe Insulinumsatz dahinter schon bei völlig gesundem BZ. Der HOMA-Index sagt, wie gesund BZ und Insulin zusammen passen.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 15:02:04 | IP (Hash): 526563806
    In der Tat scheint etwas mit meinem Körper fundamental nicht zu stimmen, und ich habe ja auch schon lange versucht, herauszufinden, was es ist. Nur ohne Ergebnis. Die Fehlgeburten/Abgänge hatte ich allerdings alle in den letzten drei/vier Jahren, vorher hatten wir es vergeblich versucht. Selbst die Frauenärztin war in meinem Fall komplett ratlos, da sie meinte, selbst wenn man davon ausgeht, dass in meinem Alter 80 % der Eizellen genetisch defekt sind, müsste bei 8 Schwangerschaften einmal eine dabei gewesen sein, die noch funktioniert. Ist aber nicht so.

    Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber das mit diesem HOMA-Index möchte ich ja von der Diabetologin einmal überprüfen lassen, denn meine Hausärztin macht das nicht. Wenn ich dafür ein Kind kriegen könnte, würde ich in einer SS natürlich auch Insulin in Kauf nehmen.

    Zum Thema loslassen: Keiner weiß, wie sehr ich in der letzten Zeit versucht habe, genau das zu tun, mit Hilfe von zwei Psychologen. Es hat einfach nicht geklappt, der tiefe Wunsch bricht sich immer wieder Bahn und jedesmal, wenn ich dann glückliche Mütter sehe, fange ich an zu weinen. Für mich, Zolletta, ist mein Leben so einfach komplett unvollständig. Und ich sage nicht, dass es für andere Menschen nicht komplett anders aussehen kann.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 15:07:16 | IP (Hash): 296795987
    Vielleicht solltest du dich einweisen lassen, was du so von deinem seelenleben erzählst klngt nicht gut. Vielleicht brauchst du medikamentöse hilfe. Wünsch dir alles liebe.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 15:37:46 | IP (Hash): 526563806
    Vielleicht hättest Du Dir nach dem, was ich oben geschrieben habe, diesen Kommentar verkneifen können/sollen? Aus welchem Grund sollte ich mich bitte einweisen lassen, weil ich einen unerfüllten Kinderwunsch nicht verwinden kann? Medikamentöse "Hilfe" im Sinne von Psychopharmaka, was Du wohl meinst, wäre da wohl eher kontrakproduktiv.
    Bearbeitet von User am 11.09.2018 15:38:22. Grund: Tippfehler
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 17:49:23 | IP (Hash): 296795987
    Ich finde den text von jürgen super. Du solltest eonfach lernen loszulassen. Du suchst einen schuldigen für dein problem und wählst den nicht vorhandenen diabetes. Dein hba1c wird sicher auch bei 5 bis 5,4 liegen aber dass wird dich auch nicht davon abhalten zu denken dass deine werte zu hoch sind. Daher meine idee mit der therapie. Das war nicht böse gemeint.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 18:49:31 | IP (Hash): 1133006485
    Das mit dem HbA1c wird man sehen, aber selbst wenn er in der Norm wäre, habe ich nicht zuletzt hier gelernt, dass das nichts über eine etwaige Störung aussagt, ggf. sogar von Dir selbst, ich erinnere mich nicht mehr.
    Was Therapien betrifft: Es gibt gravierende Unterschiede zwischen Psychotherapien - die ich mehrfach erfolglos probiert habe - und "einweisen" lassen bzw. Medikamenteneinnahme. Psychopharmaka habe ich vor langen Jahren einmal wegen eines Tinnitus probiert, der mich sehr belastet hat und unter dem ich im übrigen heute noch leide -- es hat rein gar nichts gebracht, außer katastrophalsten Nebenwirkungen. Dieses Zeug würde ich nie wieder anfassen, ganz abgesehen davon, dass es bei Kinderwunsch absolut kontraindiziert ist.
    Bezüglich der guten Ratschläge:
    Hast Du denn einen unerfüllten Kinderwunsch? Falls ja, wie gehst du damit um?
    Aber lass mich raten: Du hast entweder noch keine Kinder, Du hast Kinder oder Du willst keine haben. Solche Tipps kommen nämlich immer von Menschen, die das Problem einfach nicht kennen.
    Ich möchte in diesem Forum aber auch nicht mehr darüber sprechen. Das Blutzuckerproblem - und ich gehe nach wie vor davon aus, dass es besteht - werde ich mit der Ärztin besprechen und kann nur hoffen, dass ich da ernst bzw. ernster genommen werde. Einen Schlaganfall in relativ jungen Jahren wie bei meinem Vater würde ich gerne vermeiden.
    Ich suche im übrigen auch keinen "Schuldigen" für meinen unerfüllten Kinderwunsch. Wenn es einen gibt, ist es das Leben selbst, das mich seit meiner Geburt in jeder Hinsicht stiefmüttlerlich behandelt hat (bei meiner Lebensgeschichte blieb im übrigen drei von drei Psychologen nur noch der Mund offen stehen) und mit DEM Thema möchte ich hier wirklich nicht mehr anfangen.

    Danke also für alle Ratschläge bezüglich des Blutzuckers, die ich bekommen habe.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 18:50:31 | IP (Hash): 1133006485
    Michael74 schrieb:
    Wieso kann sie davon ausgehen dass diabetes bei hba1c um 5 nicht ihr problem ist. Da kann auch ein störung vorliegen elfchen



    Ja, das mit der Störung, warst tatsächlich du!
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    am 11.09.2018 19:01:42 | IP (Hash): 746089703
    Auch wenn sich’s für Dich gegenwärtig so anfühlt, als wärst Du mit dem Problem alleine, befindest Du dich weltweit in millionenfacher Gesellschaft mit der weit überwiegenden Mehrzahl der Betroffeninnen in Ländern/Gesellschaften, in denen Frauen noch immer als 2. Klasse Mensch gelten und ohne Kinder zudem auch noch als völlig mangelhaft. War bei uns vor 50-60 Jahren auch noch so, bis unsere Gesellschaft akzeptieren gelernt hat, dass sich die traditionelle Frauenrolle mit den vielen gefallenen Soldaten nicht aufrecht erhalten ließ und dass sich die Frauen, die der Krieg ohne Männer und mit Kindern und ohne in den Trümmern des neuen Friedens ausgesetzt hatte, längst als vollwertige Mitglieder - nix 2. Klasse! - bewährt hatten.

    Und noch viel mehr Millionen Frauen wie Du haben dieses finstere Tal mit den Jahren durchgestanden und auf der anderen Seite zu vorher nicht so gesehenen Möglichkeiten persönlicher Zufriedenheit gefunden. Auch wenn Dir kein Kind mehr gelingen sollte, bin ich mir aus meiner 71 Jahre alten Perspektive sicher, dass auch Du in einigen Jahren Deinen Frieden mit Deinem Schicksal schließen und die eine oder andere Aufgabe als Deine und darin Zufriedenheit und Glück finden wirst. Sicher ganz anders, als Du dir heute mit einem Kind erträumst, und die Erinnerung an diesen Traum wird sicher bleiben, aber sie wird nach und nach nachlassen, Dein Leben und Dein Fühlen zu dominieren und Dir mehr und mehr Raum geben, Dich immer uneingeschränkter von Bitterkeit und Tränen mit jeder Frau in Deinen Umfeldern zu freuen, die ein Kind bekommt. Daumendrück :)

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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 19:11:00 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Jürgen,
    da kann ich leider GANZ SICHER sagen, dass das nie passieren wird. Ganz sicher nicht. Und ich kenne auch niemanden, dem das wirklich gelungen ist. Ich kenne tatsächlich entfernt eine ältere Frau, die auch kein Kind haben durfte und sie hat mir einmal gesagt, dass sie das nie verwunden hat und ihr Leben als gescheitert empfindet.
    Genau so geht es mir auch, schon jetzt. Ich habe trotz wahnsinniger Mühen, Fleiß und allseits bescheinigter Intelligenz, nichts von dem erreicht, was ich mir im Leben einmal erträumt habe. Weder beruflich noch privat. Einfach, weil ich nie auch nur ein Quäntchen Glück hatte. Hätte ich die Wahl, leider habe ich sie ja nicht, ich würde ohne zu zögern wählen, nie geboren worden zu sein, wenn ich mein jetziges Leben ansehe. Aber eigentlich wollte ich zu diesen Dingen nichts mehr schreiben, weil dann gleich wieder Leute auf den Plan treten, die mir erklären, wie unmöglich diese Haltung ist und dass ich mich doch besser einweisen lassen soll, wenn ich (unverschuldet) keine Freude am Leben habe. Und überhaupt, wie ich auf die Idee komme, ein Kind zu wollen, wenn ich doch selbst lieber nicht auf dieser Welt gewesen wäre. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz und das alles hat ja auch mit Diabetes und Blutzucker nichts mehr zu tun.
    Dir wünsche ich auch alles Gute und danke für Deine Mühe, ich hoffe sehr, dass mir die Diabetologin nächste Woche helfen kann und es noch eine Lösung für mich gibt, sonst weiß ich tatsächlich nicht mehr weiter ...
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 19.09.2018 11:53:28 | IP (Hash): 526563806
    Da mir hier einige so bereitwillig und freundlich geholfen haben, möchte ich mich nochmal melden.
    Meine Hausärztin hat vor zwei Wochen nüchtern 92 gemesen und einen HbA1c von 5 (so wie die letzten Jahre).
    Die Diabetologin möchte trotzdem eine Glucosetoleranztest machen und den HOMA bestimmen, also wird das nächsten Montag gemacht.
    Allerdings wird nur am Anfang und nach zwei Stunden gemessen, weil ich nicht schwanger bin. Und die höchsten Werte hatte ich de facto immer nach einer Stunde ...
    Überhaupt nahm die Diabetologin den 1-Stunden-Wert nicht so wichtig, wie es mir ausgehend von den Diskussionen hier und auch anderweitigen Infos im Netz schien.
    Aber ich kann ja nichts anderes machen als der Ärztin hier zu vertrauen. Sie erwartet auch nichts Gravierendes.
  • Michael74

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    am 19.09.2018 12:28:58 | IP (Hash): 1359633396
    Hi zoletta.
    Vertraue deiner ärztin, welche so wie auch andere diabetologen den hba1c in der diagnose nicht vertrauen und ihm im gesunden bereich keine wertschätzung schenken. Eine richtige diagnose ist notwendig.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 19.09.2018 12:42:04 | IP (Hash): 526563806
    Wie gesagt, ich mache es, aber sie hat eigentlich schon gesagt, dass für sie der HbA1c entscheidend ist und Diabetes eigentlich komplett ausgeschlossen ist und dass sie es nur wegen des Kinderwunsches macht bzw. zu meiner Beruhigung.
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    am 19.09.2018 17:01:28 | IP (Hash): 773230457
    Hallo Zoletta,

    macht die Diabetologin wenigstens einen oGTT mit Insulinmessung?

    Eine kräftige Insulinresistenz kann man auch am 2h-Wert und oft auch schon am Nüchternwert erkennen.
    Bearbeitet von User am 19.09.2018 17:02:55. Grund: .
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    am 19.09.2018 17:49:55 | IP (Hash): 502693731
    Und bitte, noch einmal für das sachlich richtige Verständnis, vielleicht auch bei der Diabetologin: Insulinresistenz bedeutet nicht zwangsläufig irgendwie auch nur ein bisschen erhöhter BZ, sondern im Verhältnis zum jeweiligen BZ mehr oder weniger gewaltig erhöhter Insulin-Umsatz!!!

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  • Michael74

    Rang: Gast
    am 19.09.2018 18:08:54 | IP (Hash): 1359633396
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und bitte, noch einmal für das sachlich richtige Verständnis, vielleicht auch bei der Diabetologin: Insulinresistenz bedeutet nicht zwangsläufig irgendwie auch nur ein bisschen erhöhter BZ, sondern im Verhältnis zum jeweiligen BZ mehr oder weniger gewaltig erhöhter Insulin-Umsatz!!!

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    Vielleicht könntest Du eine Kopie dieses Beitrages von Jürgen mit zu der Diabetologin nahmen, damit sie auch weiß, worauf sie zu achen hat; häufig wird dies von Diabetologen übershen wenn sie nicht fachkompetente Hilfe erhalten.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 19.09.2018 18:10:33 | IP (Hash): 1359633396
    Rainer schrieb:
    Hallo Zoletta,

    macht die Diabetologin wenigstens einen oGTT mit Insulinmessung?

    Eine kräftige Insulinresistenz kann man auch am 2h-Wert und oft auch schon am Nüchternwert erkennen.



    Bitte auch nochmal den Hinweis von Dr. Rainer der Diabetoligin zukommen lassen; danke.
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    am 19.09.2018 19:15:44 | IP (Hash): 1895408449
    Michael74 schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und bitte, noch einmal für das sachlich richtige Verständnis, vielleicht auch bei der Diabetologin: Insulinresistenz bedeutet nicht zwangsläufig irgendwie auch nur ein bisschen erhöhter BZ, sondern im Verhältnis zum jeweiligen BZ mehr oder weniger gewaltig erhöhter Insulin-Umsatz!!!

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    Vielleicht könntest Du eine Kopie dieses Beitrages von Jürgen mit zu der Diabetologin nahmen, damit sie auch weiß, worauf sie zu achen hat; häufig wird dies von Diabetologen übershen wenn sie nicht fachkompetente Hilfe erhalten.


    Ich weiß, dass Du's nicht für möglich hältst, aber ich hab schon einige gestandene Diabetologen erlebt, die IR ausschließlich bei erhöhtem BZ vermuten und überprüfen.

    Der Hintergrund ist einfach: Diabetologen haben zu 90% mit den Folgen von zu hohem BZ zu tun. BZs im Bereich der Diagnosegrenzen und noch darunter sind für die meisten von ihnen Amateur- und Hobby-Größen, die mit richtiger Arbeit nix zu tun haben.

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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 11:27:51 | IP (Hash): 526563806
    Also, wenn ich das richtig verstanden habe, wird der HOMA bestimmt, es werden da nüchtern Laborwerte gemacht. Und dann wird der Glucosetoleranztest gemacht, allerdings nur mit Messung nach 2 Stunden, das andere mit Messung nach einer Stunde wird wohl bei Schwangere gemacht. Ich denke auch nicht, dass das Insulin ein zweites Mal bestimmt wird.

    Ich persönlich ärgere mich inzwischen, dass ich mich so verrückt gemacht habe/mache und die Geister, die ich rief, jetzt sozusagen ausbaden muss. Ich muss da nächste Woche hin und vorher mindestens täglich 150 g Kohlenhydrate zu mir nehmen, was mich gewaltig schafft, weil ich es nicht gut vertrage. Außerdem bekomme ich auf der Arbeit Probleme, aufgrund mehrfacher Abwesenheit bin und die KB folgt ja erst nächsten Monat ...
    Ich hatte gehofft, dass man aufgrund meiner zwar leicht erhöhten Nüchternwerte und meines normalen HbA1c damit auskommt, zunächst noch eine Insulinresistenz auszuschließen und den oGTT erst im Falle einer tatsächlichen Schwangerschaft macht. Sie war auch sichtlich hin und hergerissen und hat mehrfach gemeint, dass sie nicht denkt, dass der OGTT irgendwas erbringen wird, aber für den Fall der Fälle, naja ... Nun habe ich riesigen Stress und ich fühle mich im Grunde noch schlechter.
    Aber wie gesagt: Ich bin selbst schuld, habe das Theater gemacht, jetzt muss ich es ausbaden, da kann ich mir nicht leidtun und auch anderen nicht :-)
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 11:28:42 | IP (Hash): 526563806
    Ach ja, was Insulinresistenz ist, hat die Ärztin de facto sehr kompetent gewusst.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 12:03:58 | IP (Hash): 1359633396
    Zolletta schrieb:
    Ach ja, was Insulinresistenz ist, hat die Ärztin de facto sehr kompetent gewusst.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.

    Aber doch erst nachdem du ihr die hilfestellung von Dr. Rainer und Jüregen gegeben hast, oder?
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 12:47:03 | IP (Hash): 526563806
    Nein, de facto nicht.
    Gut, Ihr seid hier die Diabetiker und habt sicher Eure Erfahrungen, die ich natürlich weder in Abrede stellen möchte noch kann. Ich selbst habe in anderen Kontexten auch so manches erlebt, aber Ärzten grundsätzlich Inkompetenz unterstellen zu wollen, finde ich doch etwas heikel und auch erstaunlich.
    Ich meine, wenn ich das richtig sehe, ist die Definition von Insulinresistenz doch etwas für einen Diabetologen sehr Zentrales und vom Prinzip her sogar für einen einigermaßen gebildeten Laien nachvollziehbar ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Diabetologe wirklich nicht wissen soll, was das ist. Auch meine Hausärztin war da sehr gut informiert ebenso wie die Kinderwunschärztin.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 12:49:21 | IP (Hash): 526563806
    Ach ja, die Ärztin sagte übrigens auch, dass Insulinresistenz aus ihrer Praxiserfahrung wohl weit überwiegend bei kräftigeren Leuten vorkommt, bei dünnen aber nicht ausgeschlossen ist. Deswegen soll es bei mir ja auch überprüft werden. Zumal es beim Kinderwunsch ggf. eine Rolle spielen kann.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 14:29:01 | IP (Hash): 526563806
    Unabhängig davon haben meine eine Zeitlang durchgezogenen Messungen aber doch dazu beigetragen, ein bisschen zu erkunden, was für mich persönlich gesünder scheint und was weniger. Mein Blutzucker verhält sich zu 80 % normal, auch mit Schokolade und Keksriegeln hat er eigentlich keine Probleme, ebenso wenig mit Weintrauben. Was er "nicht mag" sind Fertiggerichte aller Art wie Asia Nudeln, Gummibärchen etc.
    Da geht er 1 Stunde nach dem Essen auf ca. 160/170, nach zwei Stunden ist er aber auch dann wieder normal. Gut, das zeigt wohl auch der HbA1c, dass die Spitzen nur eher kurz sein können, sonst müsste isch das ja darin wiederspiegeln, wenn ich richtig verstanden habe.
    Im Sinne meiner Gesundheit werde ich auf bestimme Sachen dann wohl in Zukunft verzichten oder sie aber nur noch sehr selten essen (manchmal bestelle ich einfach gerne beim Inder, muss aber nicht so oft sein ...)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.09.2018 14:35:56 | IP (Hash): 799802575
    Zolletta schrieb:
    Im Sinne meiner Gesundheit werde ich auf bestimme Sachen dann wohl in Zukunft verzichten oder sie aber nur noch sehr selten essen (manchmal bestelle ich einfach gerne beim Inder, muss aber nicht so oft sein ...)

    Das ist eine gute Strategie, auch mit den gelegentlichen Ausnahmen.

    Es freut mich für dich, dass du bei der Diabetologin die komplette Untersuchung bekommst. Auf das Ergebnis bin ich gespannt.

    Alles Gute, Rainer

    Übrigens: Zum Umgang mit den sinnbefreiten Beiträgen von Michaela gibt es eine einfache Strategie: 'skip' - nicht weiter beachten.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 15:24:34 | IP (Hash): 526563806
    Ich hoffe ja immer noch, dass nicht allzu viel bzw. nichts Schlimmes herauskommt. Wobei ich mir nach hohen Messungen, die Gott sei Dank nicht so häufig vorkamen, natürlich immer wieder Sorgen machte. Aber es ist schon mal vorteilhaft, zu wissen, dass manche Dinge für einen halt nicht so gut sind. Die Diabetogin sagte im übrigen auch, sie sei der Meinung, stark zuckerhaltige Getränke wie Cola, Limo etc. seien für niemanden gut, auch nicht für komplett Gesunde, jedenfalls nicht in den oft konsumierten Mengen.

    Michaela? Michael74?
    Naja, sagen wir so, ich war schon ein bisschen erstaunt über den Ratschlag, Ausdrucke aus dem Forum mit zum Arzt zu nehmen. Käme wohl etwas seltsam rüber, oder?

    Ich musste aber doch sehr über einen Artikel lachen, in dem ein Diabetologe beschrieb, wie er mit Kollegen ein Blutzuckergerät getestet hat, das den Zuckerwert offenbar dauerhaft in Echtzeit abbildet. Die haben dann wohl Süßkram wie Dominosteine gegessen und Orangensaft getrunken und einige von ihnen wurden recht hektisch, weil der Blutzucker doch ziemlich anstieg, worauf sie sofort ihren Langzeitwert bestimmen ließen und manche auch einen OGTT durchführten, was dann aber alles unauffällig war. In dem Artikel ging es glaube ich darum, welche Werte nach dem Essen denn nun als komplett normal zu gelten hätten und dass es gar nicht so einfach sei, das abschließend und allgemein festzulegen.

    Bei meiner Mutter ist es zum Beispiel auch so, dass sie Werte hat wie ich (sie ist allerdings um die 80), dass sie aber keinen Diabetes hat und auch nie einen Schwangerschaftsdiabetes hatte. Kann natürlich sein, dass ich auch da, wie in vielen anderen hormonellen Dingen (Periode etc.) nach ihr gehe ...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 20.09.2018 16:41:37 | IP (Hash): 799802575
    Hallo Zoletta,

    ich finde diese Untersuchung zur Frage, wie ein gesunder BZ verläuft, gut:
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar
    Interessant sind neben der dicke Mittellinie die Grenzen, in denen ein gesunder BZ durchaus verlaufen kann.

    Zwischen total gesund und krank (Diabetes) existiert dann ein großer Bereich, in dem die BZ-Automatik nicht mehr ganz gesund reagiert aber noch lange kein Diabetes vorliegt. In diesem Bereich kann man sich Gedanken machen, wenn wie bei dir bestimmte Probleme vorliegen oder wenn man für sich ein erhöhtes Diabetesrisiko vermutet. Man muss es aber nicht unbedingt tun, wenn man sich ansonsten bester Gesundheit erfreut. Jeden für krank zu erklären, bei dem die BZ-Automatik nicht mehr ganz gesund reagiert, wie Michaela das gerne möchte, ist einfach Blödsinn.

    Beste Grüße und ein gutes Ergebnis, Rainer


    Übrigens Michael / Michaela stammt aus ihrem Vorstellungsthread
    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/11666/Neu-im-Club
    Eigentlich ist das nicht groß erwähnenswert aber bei ihr deshalb besonders lustig, weil sie bereits mehrfach bestritten hat, jemals Michaela gewesen zu sein.
    Michael74 schrieb:
    Mit schönem Gruß Michael, der eigentlich Michaela heißt :)


    Bearbeitet von User am 21.09.2018 11:37:05. Grund: .
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 20:19:41 | IP (Hash): 1359633396

    Für was der dr. Rainer alles zeit hat. Tipps an die kollegen bzgl. Der verwendung des ogtt, diagnosestellung im internet un dann auch noch die zeit finden threats zu finden. Ich persönlich ziehe meinen hut. So konnte es aber auch als hausmeister in leipzig nicht funktionieren....




    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 20:49:20 | IP (Hash): 1133006485
    Liebe(r) Michael(a),
    was ich bei Dir aber auch nicht ganz verstehe: In Deinem Vorstellungsthread hast Du geschrieben, dass Du trotz HbA1c von 5,3 mit Diabetes diagnostiziert wurdest, weil Dein oGGT nach zwei Stunden bei über 200 war. Später schriebst Du, dass Der Diabetologe aufgrund des HbA1c Diabetes doch ausschließt und hast Dich mit den anderen darüber gestritten, dass sie einen Langzeitwert unter 5,7 nicht als Ausschlusskriterium anerkennen wollen (unter anderem mit Rainer, wenn ich mich recht erinnere).
    Mir sagst Du nun, dass ich Glück habe, dass meine Diabetologin den Test trotz der anderen unauffälligen Werte machen möchte, weil das untersucht werden muss.
    Tut mir leid, die Logik des Ganzen verschließt sich mir etwas oder aber ich nicht insulin-, sondern ironieresistent.
    Ich habe mich inzwischen selbst umfangreich informiert und bin eigentlich auch geneigt zu glauben, dass es gesunde Automatiken gibt, die niedriger funktionieren und solche die grundsätzlich etwas höher laufen, wie das ja auch in der von Rainer geposteten Graphik, auf die ich auch gestoßen war, verdeutlicht wird.
    Abgesehen davon aber, denke ich auch, dass es gesund scheint, sehr hohe Spitzen möglichst zu vermeiden, weil das auf Dauer schadhaft sein kann. Darauf zu achten, was man zu sich nimmt, kann sicher nie schaden, zumal wenn man älter wird und nicht mehr alles so kompensieren kann wie in jüngeren Jahren.

    Gut, ich habe es losgetreten, jetzt mache ich den Test auch, ich werde ja sehen, was er bringt, aber mich würde mit den Voraussetzungen schon auch sehr wundern - rein logisch - wenn da jetzt manifester Diabetes rauskommen sollte. Naja, ich werde es dann ja sehen, momentan kämpfe ich noch mit den Kohlenhydraten :-)
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 21:49:58 | IP (Hash): 1359633396
    Ich denke alles ist bei dir möglich. Wie du schon sagtest wurde bei mir ein duabetes trotz 5,3 diabetes festgwstellt und sowohl purea wie auch ich, der es ähnlich erging wurden daraufhin von rainer und anderen rabauken hier zum abschuss freigegeben und zu lächerlichkeit freigegeben. Daher kannst du nur mit ironie hier überleben. Gestern erzählen dir hier alle wie sicher der hba1c in der diagnose ist und morgen wenn alle was anderes sagen sitzen sie auf dem Zug.
    Bzgl Rainer.....schaumal in anderen foren welchen level er da hat. Dort nervt er alle mit seinen büchern über low cost bis er ignoriert wird. Dir wünsch ich viel erfolg. Gruss michaela, die eigentlich ernie heisst, aber auch die ironie versteht der hausmeister aus leipzig nicht.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 20.09.2018 23:00:58 | IP (Hash): 1133006485
    Was Ihr hier untereinander austragt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber meinst Du nicht, dass Du mir da etwas Angst machen willst. denn gerade, dass bei mir "alles möglich" ist, halte ich nach allem, was ich mir angelesen habe, eigentlich für unmöglich.
    Wenn ich mit einem vom Labor gemessenen NBZ von 92 mg/dl, der zwar im höheren Bereich des Normalen liegt, aber eben im Bereich des Normalen und gleichzeitig einem HbA1c von 5% trotzdem manifesten Diabetes hätte, wären sämtliche Richtlinien, von denen ich gelesen habe, hinfällig.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 21.09.2018 08:12:22 | IP (Hash): 1359633396
    Ich will dir keine angst machen, wie gesagt mein nbz war auch bei 100 ähnlch wie deine 92 und der hba1c bei 5,3.....bei dir wird aber alles okay sein.. .ixh schreibe einfach nicht mehr. Für rainer und jürgen ist dies hier ihr spielplatz wo kein anderer drau darf und wenn er es wagt wird er vertrieben. Ciao

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

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    am 21.09.2018 08:36:07 | IP (Hash): 526563806
    Darum, wessen Spielwiese dieses Forum ist, geht es doch an der Stelle gar nicht. Ich wunderte mich nur über Deine widersprüchlichen Aussagen: Zunächst sagtest Du, Du hättest Diabetes, weil Dein oGGT nach 2 Stunden noch bei über 200 lag, dann schriebst Du, der Arzt habe den Diabetes aufgrund Deiner anderen Werte ausgeschlossen. Was denn nun?
    Im übrigen hat das zumindest meinerseits nichts mit Jürgen oder Rainer zu tun, ich habe mir durchaus selbst ein ganz gutes Bild von der Krankheit machen können und von dem, was seriöse Ärzte sagen. Als jemand, der selbst jahrelang geforscht hat, wenn auch nicht auf medizinischem Gebeit, schafft man es schon einigermaßen, sich Infos zusammenzustellen und auch Unglaubwürdiges auszusortieren.
    Dennoch war mir der Austausch mit Betroffenen, die seit Jahren mit dem Thema umgehen, wichtig.
    Und wenn das stimmt, was Du schreibst, dann wärst Du ja ein extremer Sonderfall, der von großem medizinischen Interesse sein müsste, weil er die Diagnosekriterien ganz grundsätzlich in Frage stellt.
    Mir ist aber immer noch nicht klar, ob Du nun wirklich diagnostizierten und behandlungsbedürftigen Diabetes hast, oder nicht.
    Die Frage, ob der HbA1c zur Diagnose bzw. Ausschluss ausreicht oder nicht, wird hier ja offensichtlich immer wieder heiß diskutiert. Was ich mich halt schon frage, ist wie die geballte wissenschaftliche Welt so komplett irren können soll. Ich meine, gerade bei Diabetes wurde sicherlich mehr als eine intensiv kontrollierte und seriöse Studie durchgeführt ...
    Wenn ich einen durchschnittlichen Blutzuckerwert von 5 % habe, KANN rein faktisch der Zuckerwert nicht mehrere Stunden in astronomischen Höhen gewesen sein. Gut, wenn es eine Fehlmessung aufgrund von Blutarmut ist, dann vielleicht schon, dem widersprechen aber im Grunde ja auch die meist komplett normalen postprandialen Werte. Bei mir sind die Werte seit mindestens fünf Jahren (das letzte umfassende, mir vorliegende Blutbild ist von 2013) so, vermutlich hätte sich da schon längst ein manifester Diabetes entwickelt, oder auch nicht, was weiß ich.
    Deswegen gehe ich ja zum Arzt, allerdings inzwischen mit immer schlechterem Gefühl, weil ich aufgrund dessen, was mir hier immer wieder gesagt wurde, doch Angst habe. Auch meine Schuld, ich weiß, ich kann mich dem letztlich nicht entziehen und hätte es wohl lassen sollen, zu fragen.
    In der Tat habe ich am meisten Angst davor, dass der OGTT aufgrund meiner Statur und meines nicht gerade hohen Kohlenhydratkonsums in den letzten Jahren (ist einfach meine normale Ernährungsform) erhöht sein wird und ich mir hinterher noch mehr Sorgen mache.
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    am 21.09.2018 09:57:04 | IP (Hash): 1912763262
    Mir will dieses ganze Hab-ich-oder-nicht-Diagnose-Gestreite vor dem Hintergrund der normal üblichen Diabetes-Behandlung im Rahmen von HBA1c 6-7 überhaupt keinen Sinn machen. Denn wenn dieser Rahmen ohne Medis eingehalten werden kann, werden allenfalls leichte Medis dafür verordnet, dass der Arzt einen Tätigkeitsnachweis abrechnen kann. Keineswegs dazu, den BZ in den völlig gesunden Bereich zu senken und darin zu halten, denn so eine absolut scharfe Einstellung lässt sich nur kurzzeitig in Sonderfällen verordnen.

    Man kann auch zu hohen Blutdruck haben, und wir kennen alle die unendlichen Diskussionen darum, ab wann Hochdruck oder d noch n icht. Und wir können munter streiten, ob 139 noch kein Hochdruck, aber 141 absolut behandlungsbedürftiger - und dann völlig verzweifeln, weil der Blutdruck wie auch der Blutzucker über den Tag und die Nacht situationsabhängig gewaltig schwankt.

    Und anders als beim zu hohen Blutdruck haben wir vom hohen Blutzucker betroffenen jede Menge Möglichkeiten, unseren eigenen situativ so gesund zu steuern, wie wir wollen, also auch völlig gesund. Und spätestens dann kann es auch keine diabetesbedingten Folgen geben, denn die entstehen alle ausschließlich durch höher als gesunden BZ egal ob mit oder ohne Diagnose und nicht dadurch, dass der zu hoch ansteigen könnte, wenn man ihn lassen würde.

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  • Zolletta

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    am 21.09.2018 10:22:10 | IP (Hash): 526563806
    Das ist natürlich prinzipiell schon richtig, was Du schreibst, dennoch finde ich Diagnoserichtlinien und deren Gültigkeit in Bezug auf Krankheiten grundsätzlich wichtig und richtig.
    Und doch, ich empfinde es schon als entscheidenden Unterschied, ob ich nun Diabetes habe oder nicht. Wenn ich ihn habe, bedeutet dies nämlich für mich durchaus eine Art Verzicht und Reglement mit denen ich dann zwar irgendwie leben können muss, aber nicht wollen würde, wenn ich es nicht müsste. Ich esse zum Beispiel wirklich gerne ab und an mal Gummibärchen. Ich kann darauf verzichten, natürlich, aber ich würde sie doch lieber essen, wenn sie für mich keine Gefahr darstellen bzw. ggf. Folgeschäden bedeuten. Falls ich Diabetes habe, ist für mich auch ein ganz großer Teil der "Unschuld" gegenüber dem Essen und Spontaneität dahin. Wie gesagt, ich bin weder eine große Liebhaberin von Unmengen an Kohlenhydraten noch schaufle ich ganz Süßwarenläden in mich hinein. Ich esse aber durchaus gern mal spontan, wenn es mich danach gelüstet, vor dem Einschlafen noch ein paar Rippen Schokolade. Tja, da würde ich dann immer denken: Darf ich das noch oder haben sich meine Zuckerwerte schon wieder verschlechtert und ich schaufle mir gerade mein eigenes Grab, übertrieben gesagt.
    Und wenn ich, wovon Michael ja offenbar ausgeht, mit einem NZB von 92 und einem HbA1c von 5 % doch schon Diabetes haben kann, dann würde ja was mit den Diagnoserichtlinien nicht stimmen und es bestünde Handlungsbedarf. Ich persönlich nehme ja nach wie vor an, dass dem nicht so ist, da ich wissenschaftlichen Erkenntnissen an sich schon vertraue, aber es ist ja auch klar, dass man verunsichert wird, wenn man solche Sachen gesagt bekommt über eine Krankheit, mit der man keinerlei Erfahrung hat.
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    am 21.09.2018 12:07:48 | IP (Hash): 1912763262
    "...haben wir vom hohen Blutzucker betroffenen jede Menge Möglichkeiten, unseren eigenen situativ so gesund zu steuern, wie wir wollen, also auch völlig gesund. Und spätestens dann kann es auch keine diabetesbedingten Folgen geben, denn die entstehen alle ausschließlich durch höher als gesunden BZ egal ob mit oder ohne Diagnose und nicht dadurch, dass der zu hoch ansteigen könnte, wenn man ihn lassen würde."

    hab ich vorhin geschrieben und das auch so gemeint: Wer Bedenken wg Diabetes und Schäden durch zu hohen BZ hat, sollte sich nach meiner Meinung nicht nach einer noch so sorgfältigen und umfassenden Diagnose richten, sondern 24/7 für den BZ in völlig gesunden Grenzen sorgen, also Spitzen über 140-160 möglichst systematisch vermeiden und wenigstens 12 von 24 Stunden den BZ deutlich unter 100 halten. Denn wenn auch vergleichsweise selten, so treten doch immer mal wieder diabetische Schäden mit dem BZ eindeutig unterhalb der Diagnosegrenzwerte aber im sogenannt prädiabetischen Bereich auf.


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  • Michael74

    Rang: Gast
    am 21.09.2018 14:13:44 | IP (Hash): 1359633396

    Ich habe niemals irgendwie gesagt dass bei dir etwas herauskommt odef nicht, ich bin doch nicht dr. Rainer und stelle hier im netz diagnosen. Es ist nur so dass bei einem niedrigen hba1c wert meinerseits dpäter beim ogtt ein diabetes diagnostiziert wurde. Bei purea war es genauso und wir sind wohl keine einzelfälle. Daher wird der hba1c in der diagnose ja auch von den meissten , eben auch deiner diabetologin, nicht verwendet.



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 21.09.2018 14:21:01 | IP (Hash): 526563806
    Auch ich habe durchaus das gemeint, was ich schrieb.
    Aber wenn 140 bis 160 kein Problem ist, dann habe ich ja ohnehin kein großes Problem, denn auf 160 kam ich nur mit vielen Kohlenhydraten und meist bleibe ich unter 140 ...
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 21.09.2018 14:37:15 | IP (Hash): 526563806
    Wie gesagt, meine Diabetologin verwendet den eigentlich schon für die Diagnose bzw. gemeinsam mit den NBZ zum Ausschluss von Diabetes. Und auch die meisten anderen Diabetologen, von denen ich im Netz gelesen habe, machen das wohl so. Es ging nur um den Kinderwunsch, damit klar ist, ob ich eine Glucoseintoleranz habe etc.
    Wenn es allerdings hier schon zwei Leute gibt, wo der HbA1c so "falsch" war, wären ja die Richtlinien grundsätzlich neu zu überdenken. Dann müsste ja allerdings auch fast jeder einen Glucosetoleranztest machen ...
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 21.09.2018 18:54:32 | IP (Hash): 255277267
    Zolletta schrieb:
    Auch ich habe durchaus das gemeint, was ich schrieb.
    Aber wenn 140 bis 160 kein Problem ist, dann habe ich ja ohnehin kein großes Problem, denn auf 160 kam ich nur mit vielen Kohlenhydraten und meist bleibe ich unter 140 ...


    Genauso ist das !
    Die Leitlinien der DDG haben ihre Berechtigung und Kriterien der Diagnose sind fundiert durch Studien, Beobachtungen etc.
    Wie schon gesagt: Datenlage zu Blutzuckerwerten bei Gesunden in objektiver Betrachtung ist mehr als dünn.

    Diabetes heißt übersetzt: Honigsüßer Durchfluss (s. Wiki)
    Ab ca. 180 mg/dl ist so die Nierenschwelle, ab dann ist Zucker im Urin nachweisbar (Jahrzehnte zur Diagnose und Behandlung üblich).
    Dies ist auch mein persönlicher BZ-Wert nicht zu überschreiten (als bereits INSULINER).

    Statements sind hier im Forum rein subjektiv.
    Dabei wundert mich persönlich die Hypochonder-Sicht von Michael bzgl. HbA1c als 'Diabetiker ohne Medikamente' mit Zitat zu purea 'Teste Bauchspeicheldrüse'.
    Die wissen doch gar nicht, worauf es ankommt, wenn man wirklich betroffen ist.
    Jürgens Sicht auf 160er erschließt sich mir auch nicht, ebenso wenig sein Insulin-Handling (bevorzuge andere Handlungsweise IE/BE per logisch nachvollziehbar).

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 21.09.2018 18:58:04. Grund: Korrektur Format
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 11:56:39 | IP (Hash): 526563806
    Ich hatte ja gesagt, dass ich mich noch einmal melde, wenn ich den Toleranztest gemacht habe. Das war heute der Fall. Tja, was soll ich sagen - leider, wie ich schon befürchtet hatte - alles andere als zufriedenstellend, wenn man so will sind alle Werte aus der Norm.
    101 nüchtern, 172 nach 1ST, 159 (!) nach zwei Stunden.
    Also habe ich zu allen anderen Problemen, und das sind leider nicht wenige, auch noch eine ausgewachsene Glucosetoleranzstörung und vermutlich dann bald zusätzlich Diabetes.
    Außerdem habe ich feststellen dürfen, dass mein Messgerät Mist misst, nämlich viel zu niedrig. Laut meinem Messgerät hatte ich nüchtern nämlich 90, nach einer Stunde 162 und nach 2 Stunden 139, also wäre alles soweit einigermaßen in der Norm gewesen.
    Meinen tollen HbA1c von 5, der zuletzt gemessen wurde und meine Nüchternglucose von 92 kann ich mir also in die Haare schmieren.
    Die anderen Werte kommen noch, wer weiß, vielleicht kann ich mich am Ende doch noch an einem beginnenden Typ 1 oder irgendwas anderem tollen erfreuen.

    Ich muss das erstmal verdauen ... ich bin irgendwie sprachlos, wie man immer so in die Scheiße langen kann. Ja, ich weiß, nun wird man mir wieder sagen, das ist harmlos gegenüber den Diabetikern, aber ich betrachte die GesaMTSchau meines Lebens, die Bilanz und die ist zum k...
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 14:34:12 | IP (Hash): 1359633396

    Tja, ich wollte dier keine angst machen aber es ist nunmal so dass der hba1c keine wertigkeit in der diagnose besitzt. Ich habe dies ja leider auch erfahren und bin wie purea auch hier dafür fertig gemacht worden. Daher wird er über kurz oder lang aus der diagnose verschwinden.



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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 14:57:58 | IP (Hash): 526563806
    In der Diagnose von Diabetes vielleicht doch, was weiß ich, den habe ich ja (noch) nicht. In Bezug auf mögliche Störungen scheint er tatsächlich keine zuverlässige Aussage zu liefern, sonst hätte mein Test heute morgen anders ausgesehen. Gut, eine gewisse Störungsanfälligkeit wird auch dem OGTT nachgesagt, das kann beim NBZ schon sein, der war das letzte Mal ja auch o.k. und ich habe heute Nacht sauschlecht geschlafen ... Aber der Zwei-Stunden-Wert war de facto viel zu hoch. Und an die Kohlenhydratzufuhr habe ich mich ja gehalten.
    Meine Handlungsoptionen sind jetzt auch wieder begrenzt. Ich kriege keine Medikamente, sondern nur die allgemeine Empfehlung, "auf die Ernähung" zu achten, was ich aber schon seit Jahren tue.
    Damit kann ich mich für mein Gefühl jetzt nur hinsetzen und abwarten bis der Prädiabetes zum Diabetes wird. Und das ist ein so richtiges Scheiß-Gefühl ...
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 15:06:01 | IP (Hash): 1359633396

    Ich kenne jemanden der hba1c 5,2 hatte und bei seinem ersten ogtt 210....danach hat die ärztin den test wiederholt und dann hatte er 160.....wer weiss vielleicht hätte er bei noch einem weiteren 120 gehsbt. Die ärztin fand die 160 auch sehr eigenartig wegen dem 5,2er wert


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    am 24.09.2018 15:39:07 | IP (Hash): 1867587142
    Wo Du jetzt weißt, wie weit Dein Gerät von der ärztlichen Messung abweicht, kannst Du Deine Messungen ab sofort um etwa den Wert korrigieren. Und immer etwa, denn auch wenn die Zahlen zwischen den 10er Schritten schön genau aussehen, geben sie doch nicht mehr als die Tendenz, also eher zum Zehner drunter oder zum Zehner drüber.

    OK, Du hast eine sogenannte Glukosetoleranzstörung. Dabei liegen alle Deine Blutzucker-Messwerte auch unter erhöhter Belastung und völlig ohne Medis im Bereich einer sehr guten Diabetes-Behandlung praktisch nahe gesund, und es spricht sehr viel dafür, dass sich da nix weiter entwickeln muss, vor allem, wenn Du normal weiter BZ-schonend isst. Also absolut kein Grund, einen Strick zu kaufen und sich zu erschießen.

    Kurzfristig interessant wird vielleicht der HOMA-Index. Wenn der deutlich über normal sein sollte, kann das auf eine Empfängnisbehinderung hinweisen, die sich zwar nicht garantiert, aber in vielen Fällen mit Metformin ausräumen lässt. Gilt zwar dabei immer noch als off-label Gebrauch, aber wird wohl von immer mehr Gyns so gehandhabt.

    Ich mag nicht, wie Du dauernd den Kopf so tief hängen lässt, dass Du bei einem Deiner nächsten Schritte selbst drüber stolperst ;(

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 15:52:48 | IP (Hash): 526563806
    Hallo Jürgen,
    vielen Dank für Deinen Versuch der Aufmunterung, auch wenn er bei mir heute wohl nicht auf sehr fruchtbaren Boden fällt. Ich weiß ihn dennoch zu schätzen. Also: Messen soll ich gar nicht mehr, werde ich auch nicht mehr machen, wenn dann höchstens sporadisch, weil ich mir die Messstreifen gar nicht leisten kann, die sind ja schon schweineteuer und ich habe extrem viel Geld dafür ausgegeben. Über die in meinen Augen ziemlich starken Abweichungen zumm Messgerät war ich aber doch erstaunt.
    Auch finde ich es schon deprimierend, dass der gute HbA1c-Wert und die zuletzt noch normale Nüchternglucose so gar nichts über einen wirklich gesunden Blutzucker aussagen.
    Ich fragte mich halt noch immer, ob die erhöhten Werte mit meiner Körperkonstitution und meiner insgesamt über Jahre hinweg relativ kohlenhydratarmen Ernährung zu tun haben können, aber, was es auch sei ... ich werde es nicht erfahren. Ich muss mich jetzt mit einem weiteren Problem in meinem Leben abfinden und kann nur hoffen, dass die restlichen Untersuchungen nicht noch Schlimmeres zutage fördern.
    Das gehört zwar eigentlich nicht hier her, aber Du hast schon recht, insgesamt bin ich mit meinem Leben brutal unzufrieden. Das Schlimmste ist, dass ich seit Jahren um Verbesserungen kämpfe, ich im Gegenzug aber nur einen Rückschlag nach dem nächsten einstecken darf und inzwischen einfach keine Kraft mehr habe. Ach, und ich sag's nur der Vollständigkeit halber: Falls jetzt der Rat mit einem Psychologen kommt, da war ich schon, der konnte mir überhaupt nicht helfen und war selbst darüber überrascht, dass ein Mensch fast ausschließlich Pech im Leben haben kann. Das fand sogar ich dann schon beinahe beeindruckend.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 17:00:04 | IP (Hash): 526563806
    Aber was sagt, dass letztlich aus? Im Grunde genommen doch, dass auch der OGTT irgendwie störanfällig ist. Zwischen 210 und 160 liegt ja auch so einiges.
    Ich habe nun eben das Vergnügen, in der Maschinerie drin zu sein. Jetzt soll ich jedes Jahr so einen blöden OGTT machen. Schon der heute war für mich die totale Tortur.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 19:05:04 | IP (Hash): 1359633396

    Der ist wohl auch gegenüber stress sehr anfällig. Da du ja, ohne dir zu nahe treten zu wollen, phsychisch sehr labil wirkst und wahrscheinlich sehr erregt warst wärend des ogtt könnte dies einen einfluss im negativen sinn gehabt haben. Vielleicht würde er anders aussehen wenn du deine phsysche im griff hast.
    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 24.09.2018 22:42:57 | IP (Hash): 1133006485
    Dass ich jetzt als psychisch labil hingestellt werde, war mir schon fast klar. Angesichts meines Daseins ist das vermutlich auch kein wunder. Aber heute morgen war, außer, dass es mich tierisch genervt hat, dass mich die Ärztin quasi gezwungen hat, da heute morgen reinzukommen, in einer Woche, in der es überhaupt nicht passte und ich um 6.00 Uhr aufstehen musste und danach den ganzen Tag nicht mehr leistungsfähig war wegen des "tollen" Ergebnisses, war nichts. Jetzt soll ich den Scheiß auch noch einmal pro Jahr machen, aber ich habe schon beschlossen, das mach ich nicht. Wenn ich wenigstens außer der "Ernährungsempfehlung" was rumgekommen wäre. Dann hat die Ärztin auch noch ständig wahnsinnig sensibel von der "Schwangerschaft" gesprochen, die sich eh nicht mehr einstellen wird. Ach ja, und zur Krönung dufte ich bei der dritten Blutabnahme noch neben einer glücklichen Mami sitzen, die er Neugeborenes hätschelte. Mehr Mist geht echt nicht mehr, auch wenn mich hier keiner versteht.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 25.09.2018 07:43:00 | IP (Hash): 1359633396
    Die ärztin hat dich nicht gzwungen sondern du hast solange gebohrt bis sie den ogtt gemacht hat...dies hast du selver gesagt. Ob du ih n jetzt jährlich wiederholst ist deine sache und ich wüsste auch nicht ob ichs machen würde. Ansonten finde ich im gesamten threat den letzten beitrag von jürgen am besten. Du hast eine glukosestörung aber die muss sich nicht weiter verschärfen sonsern kann genauso stehen bleiben und dann hat sich garnichts verändert.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 25.09.2018 08:14:44 | IP (Hash): 526563806
    Dann habe ich das falsch dargestellt, wobei ich doch glaube geschrieben zu haben, dass ich darum gebeten hatte, die Insulinresistenz noch zu untersuchen und den OGTT möglichst nur dann zu machen, falls ich tatsächlich nochmal schwanger wäre, was ja ohnehin komplett unwahrscheinlich ist.
    Die Ärztin war es dann, die sagte, nein, das müssen wir jetzt machen, sonst ist es zu spät etc.
    Und was kam raus? Nix, außer: auf die Ernährung achten. Und ein weiteres Damoklesschwert, das über mir schwebt, denn über die Wahrscheinlichkeiten, mit dem Befund Diabetes zu bekommen, habe ich mich informiert und die sind doch sehr hoch. Da ich in meinem ganzen Leben noch nie das Glück hatte, dass etwas für mich letztlich zum besseren ausgeschlagen hat, weiß ich, worauf ich mich einstellen kann.
    Ich habe mich in den letzten Jahren ja schon recht gesund ernährt und eher weniger als zu viel gegessen und trotzdem bin ich jetzt in der Situation, hat also eh nix gebracht.
    Eins finde ich allerdings tatsächlich: Man sollte die Wissenschaft schon mal drauf aufmerksam machen, dass dieser HbA1c vielleicht zur Einstellung von Diabetikern taugt, aber letztlich nichts über einen gesunden Blutzuckerverlauf aussagt. Denn 5 %, wie bei mir sind ja mehr als "gesund" und trotzdem habe ich so eine doch nicht geringfügige Störung ...
    Bearbeitet von User am 25.09.2018 08:29:18. Grund: Tippfehler
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 25.09.2018 09:12:42 | IP (Hash): 1359633396
    Den wert nutzt doch schon seit jahren kein arzt mehr zum ausschluss. Das war doch von beginn an klar als der versuch gestartet wurde. Dann sollte dir bewusst werden dass jede schreckliche krankheit wie ein damoklesschwert über dir hängt.viel spass beim nachdenken was du alles bekommen hast. Mein freund ist letzte woche an krebs gestorben mit 40 jahren. Vor einem jahr war er kerngesund.

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    am 25.09.2018 09:25:23 | IP (Hash): 1847315451
    Super. Die Wissenschaft weiß bis heute nicht, was Diabetes ist. Der wird bislang mit willkürlich gesetzten Grenzwerten vom Hauptsymptom definniert, dem höher als allgemein als gesund gesehenen Blutzucker. Und wo die Grenzen willkürlich gesetzt sind, kommt es auf ein halbes Pfund mehr oder weniger zur Diagnose nicht wirklich an, vor allem nicht unterhalb des Rahmens, der für die ordentliche Diabetesbehandlung gilt.

    Es ist absoluter Schwachsinn zu glauben, dass sich mit irgendeinem BZ-Wert oder einer Kombination daraus die Entwicklung eines Diabetes für irgendeine Zeit sicher ausschließen lässt.
    Und es ist absoluter Schwachsinn zu glauben, dass bei einem völlig gesunden (auch das ist statistisch basierte willkürliche Definition) BZ nicht viel mehr als normal an Insulin in Umlauf sein und damit eine erhebliche Insulinresistenz vorliegen könnte.

    Charakteristisch für Diabetes Typ1 und Typ2 ist, dass der BZ damit unbehandelt immer höher anzusteigen pflegt. Mit Typ1 mit nachweislich immer weniger bis keinem eigenem Insulin, meistens innerhalb weniger Wochen bis Monate, mit Typ2 mit nachweislich immer mehr eigenem Insulin, meistens über Jahre, bis sich die Insulinausgabe auch hier verringert. Wird mit dem HOMA Index bestimmt.

    Und den BZ bei voll entwickeltem Diabetes 24/7 ordentlich bis gesund steuern ist keine Hexerei, sondern mit der Gewöhnung daran eine eher leichtere Übung. In meinen Augen eine leichte und leicht ausgleichbare Behinderung. Jeder appe Arm und jedes lahme Bein behindert um Welten mehr.

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