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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten

  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 01.09.2018 18:28:32 | IP (Hash): 1133006485
    Ach noch was: Interessanterweise war ich gerade eben nach meinem heutigen tollen Glucosetest plötzlich fast im Unterzucker, gemessene knapp 60 mg/dl, ich hatte schon ein ganz schwummriges Gefühl.
    Insulin scheint mein Körper ja schon ziemlich viel auszuschütten, nur offenbar zu spät oder verzögert. Aber vermutlich ist das das typische Bild einer Glucose-Intoleranz, so gut kenne ich mich da ja nicht aus.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 15:05:07 | IP (Hash): 526563806
    Ich habe jetzt einen Termin bei der Diabetologin, allerdings erst in zwei Wochen.
    Jetzt wollte ich nochmal kurz was fragen: Das, was Du, Jürgen, mit "steuern" meintest, ist doch, dass ich, wenn ich nach 5 Gummibärchen Spitzen von max. 130 habe und nach 10 Gummibärchen Spitzen von 175, ich dann diese 5 Gummibärchen bedenkenlos essen kann? (Damit könnte ich ganz gut leben, mehr mag ich eigentlich eh nicht).
    Ich verstehe allerdings immer noch nicht so ganz, wie das bei mir läuft: Vor ein paar Tagen habe ich Abends 150 g Weintrauben gegessen, weil ich Lust darauf hatte und das mal testen wollte. Da ist ja schon einiges an Zucker drin. Nach einer Stunde war der Wert 107. Auch 50 g M&Ms habe ich am Abend schon gegessen, auch danach lag der Wert bei ca. 110 nach einer Stunde. Ein anderes mal maß ich nach einem kleinen Stück Wassermelone und ein paar M&Ms nach einer Stunde 160. Ich bin mir da halt schon unsicher, was ich essen kann. Bisher habe ich immer kleine Portionen über den Tag verteilt gegessen, damit fühlte ich mich am wohlsten. Grundsätzlich müsste ich aber eher ein paar Kilo zunehmen und das geht zumindest bei mir mit Kohlenhydraten halt doch am besten.
    Naja, hilft wohl alles nichts, ich muss den Termin bei der Ärztin abwarten, auch wenn mich richtig arg davor graut.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 03.09.2018 16:12:39 | IP (Hash): 1579799512
    Beobachte mal, was und wann du vorher gegessen hast. Je länger die Essenspause ist, desto heftiger reagiert der BZ. Das ist besonders bei einer gestörten Phase 1 der Insulinausschüttung so, die übrigens bei einer Diabetesentwicklung häufig als erstes schwächelt. Besonders gut gehen Süßes bzw. Früchte als Nachtisch nach einer größeren Mahlzeit. Auch mehrere kleine Mahlzeiten dürften für dich sinnvoll sein, sowohl für den BZ als auch für dein Gewicht. Die maximal drei Mahlzeiten empfiehlt man denjenigen, die nicht weiter zunehmen dürfen. Das ist bei dir ja anders.

    Wenn du behauptest, dass das Zunehmen mit KH am besten geht, dann hast du wohl noch viel zu wenig Fett in deinen Mahlzeiten. Fett hat nur geringen Einfluss auf den BZ, sättigt gut und verfeinert jedes Gericht. Teste das mal mit gesunder Butter, gesundem Oliveöl und anderen guten Sachen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 16:27:34 | IP (Hash): 526563806
    Hallo Rainer, o.k., das erklärt manches. Dann scheine ich tatsächlich genau das Problem zu haben. Denn die beiden Male, als der Blutzucker auf die Süßigkeiten nicht so stark bzw. kaum reagiert hat, waren nicht direkt, aber ca. 2 Stunden nach einer Mahlzeit. In der Früh sieht das anders aus. Da hatte ich nach ca. 70 g M&M auf beinahe nüchternen Magen (supergesund ich weiß), eine Spitze von 160. Auch noch nicht total schlimm, richtig schlimm war nur die Reaktion auf diese Dextro-Energy-Zeugs, von daher kann ich mir ungefähr ausmalen, wie es bei einem Glucosetoleranztest endet. Allerdings müsste ich dann die Tage davor sicherlich mehr Kohlenhydrate essen, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Genau diese Phase-1-Sache scheine ich ja zu haben, da bei mir der Blutzuckerspiegel auch nach vielen Kohlenhydraten noch sehr gut sinkt. Kann man etwas gegen diese Phase-1-Schwäche tun, ohne Medikamente?

    Ich esse schon relativ viel Fett, genau die Dinge, von denen Du geschrieben hast, aber davon nehme ich nicht so sehr zu.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 17:49:09 | IP (Hash): 1537440488
    Hallo Zolletta,
    wäre besser, du würdest dich auf gute Mahlzeiten einstellen, anstatt mit irgendwelchem Süßigkeiten deine Blutzuckerreaktion zu testen.

    Selbst ein tiefer 60er BZ-Wert lässt sich erklären, wenn man vorher mit Zucker den BZ hochgejagt hat und dann die Insulinproduktion/Reaktion einsetzt.
    Habe solches bei meinem - gesunden - Partner gemessen (bin selber insulinpflichtig), der sich schwummrig fühlte - und dann 'meine' Dextros verputzte.
    Von gesunden Menschen gibt es nur eine dürftige Datenlage (für Normalos). Alles was man so finden kann, bezieht sich eher auf Diabetiker.

    Der dabei genannte 60er-Wert als Unterzucker ist aber ein Sicherheitswert.
    Mein Zielwert ist 100 mg/dl, dann ist 60 mg/dl die untere Grenze, wo man mit Zucker zum Anheben reagieren soll.
    Das, was man spürt, ist der Unterschied zwischen den BZ-Werten, aber nicht der absolute Wert !

    Zunehmen wäre ganz wichtig, musste ich damals auch (ähnlicher BMI zusätzlich zum Diabetes).
    Essensplan vom Arzt erhalten: Fettmenge erhöhen.
    Praktikabel für mich ist, Milchprodukte in hoher Fettstufe nutzen (kein Magerzeugs), Obst/Eis aber bitte mit Sahne, mal ne Handvoll Nüsse. (Fettes Fleisch wie Eisbein eher nicht so meins.)

    Wichtig ist auch genügend Eiweiß (Protein) für Erhalt der Muskeln
    https://www.eucell.de/ernaehrung/lebensmittellisten/makro-und-mikronaehrstoffgehalt/proteine/biologische-wertigkeit-der-proteine-in-lebensmitteln.html

    Als INSULINER ist bei mir Obst eher Nachtisch - Apfel geht auch pur als Zwischenmahlzeit.
    Fertigfruchtjoghurt nicht (viel zu viel Zucker drin), sondern Naturjoghurt + Obst selber zusammenrühren.

    Als Nascherei gerne Riegel Schokolade und Chips/Flips.
    Verpönt unter den Gesundheitsaposteln ;-).
    Kommt aber auf den Blickwinkel an.
    Kohlenhydrate sind flankiert durch Eiweiß und Fett, lassen den BZ nur langsam ansteigen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 03.09.2018 17:50:02. Grund: Korrektur Schreibfehler
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:04:28 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Elfe,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Im Grunde genommen ist meine Situation gerade etwas blöd und ich kann wohl nur warten, was bei einer genaueren Untersuchung durch die Diabetologin herauskommt. Durch meine sehr zarte Konstitution bin ich sicherlich nur schwer mit dem "Durchschnittsmenschen" vergleichbar, das habe ich auch schon bei anderen Sachen bemerkt (Dosierung von Medikamenten zum Beispiel). Dazu kommt, dass ich offenbar jahrelang - ohne es so recht wahrzunehmen - eher lowcarb gelebt habe und auch da der Körper wohl anders reagiert, wenn er auf einmal so viel Zucker bekommt. Ich mache mir halt etwas Sorgen, versuche mich gerade aber nicht verrückt zu machen. Mit der Kombination von leicht erhöhtem Nüchternblutzucker, der aber noch in der offiziellem Norm liegt, schlanker Statur, niedrigem Blutdruck und keinem Diabetiker in der nahen Verwandtschaft bin ich halt nie "aufgefallen". Wäre der unerfüllte Kinderwunsch nicht, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, überhaupt meinen Blutzucker zu messen. Vielleicht habe ich genau diese Werte schon mein Leben lang und es sind meine ganz persönlichen Werte, was weiß ich.
    Liebe Grüße und drückt mir die Daumen!
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:22:29 | IP (Hash): 1133006485
    @ Rainer: Inzwischen weiß ich auch, wie ich darauf komme, dass Insulinresistenz bei mir einmal ausgeschlossen wurde. Und zwar war ich Anfang 2015 einmal beim Endokrinologen, wo wirklich sehr viel bestimmt wurde, unter anderem Insulin und Blutzucker. Insulin war bei 3,3, Blutzucker bei 80. Mit dieser HOMA-Rechnungsformel ergibt das irgendetwas um 0,65. ABER: Diese Entnahme war damals gar nicht nüchtern, das weiß ich ganz genau, sondern am Abend, einige Zeit nach der letzten Mahlzeit, also insofern schon irgendwie nüchtern, aber eben nicht morgens. Zwischen den Mahlzeiten sinkt mein BZ auch heute noch z.T. unter 90. Und außerdem ist das Ganze nun ja auch schon über drei Jahre her, da kann sich viel geändert haben. Der HBA1c lag damals bei 5. Naja, hilft wohl nur ausharren und sehen, wo ich mit meinem Blutzucker heute stehe.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 18:36:46 | IP (Hash): 1141523286
    Liebe Zolletta,
    Untersuchung bei Diabetologin zu deiner Sicherheit/Beruhigung ist schon gut.
    Leider ist es mir nicht gelungen, deine Befürchtungen zu zerstreuen.

    Den 'Durchschnittsmenschen' gibt es im Übrigen nicht. Jeder von uns hat eigene Erbanlagen, eigene Verhaltensweisen. Auf einem - leider prominent propagierten Vorurteil beruht, daß Diabetiker übergewichtig sind und zuviel essen.

    Bei meiner Diagnose - insulinpflichtiger Diabetes - hatte ich eine ähnliche körperliche Konstitution mit Untergewicht, niedrigem Blutdruck und Wassereinlagerungen.
    Und jedes dieser Symptome wurde extra angegangen.
    Zunehmen (wie beschrieben), auf Inhaltsstoffe der Nahrung achten (brauchte zu Anfang Tabletten, Infusionen und Spritzen zum Aufpäppeln), dann lieber lecker essen :-).

    Was dich eigentlich nervös macht, ist dein vermuteter hoher Nüchternwert.
    Der 'Nüchternwert' ist als Diagnoseparameter unzuverlässig, m. E. nicht geeignet.
    Allgemein wohl nicht so bekannt, der Morgenwert ist von dem hormonellen Geschehen des Organismus abhängig.
    Weiß ich selber erst seit der INSULINER-Schulung. Gegen 2/3 Uhr in der Nacht bereitet sich der Körper auf Wachwerden vor und schüttet verschiedene Hormone aus (Gegenhormone zum Insulin) und lassen den Blutzucker ansteigen, hat nichts mit essen zu tun, ist auch nicht bei jedem so deutlich.
    (Für mich bedeutete das, den Morgenanstieg mit extra Insulin wegspritzen zu müssen.)

    Eine Fehlerquelle für deine selbst gemessenen größer 100 können auch am Meßgerät bzw. Handhabung liegen.
    BZ-Meßgeräte haben eine Ungenauigkeit von 15 %, das ist einiges !
    Du schreibst, daß du große Schwankungen beim Messen feststellst.
    Wichtig ist, Sensor/Teststreifen in der Mitte anfassen - nicht an den Kontakten, nicht vorn.
    Nach Entnahme des Sensors Behältnis sofort schließen - empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit.
    Ich piekse erst, habe mit Stück Kleenex ersten Blutstropfen abgewischt, entnehme erst dann Sensor und messe mit zweitem Blutstropfen. Hört sich pingelig an, musste ich aber sogar üben vor Augen des Diabetologen.

    Wie du in der Veröffentlichung der DDG auf Abbildung 1 sehen kannst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen - dein HbA1c mit 5 ist super, den oGTT hast du eigentlich schon selbst gemacht mit deinem Dextro-Zeugs.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2017/dus_2017_S2_Praxisempfehlungen_3971961_Müller-Wieland_Definition__2__Online-PDF.PDF
    Nüchternwert in der Praxis mit kleiner 100 ist s.o. nicht über zu bewerten.
    Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin erhöhen den Blutzucker - pünktlich zum Termin erscheinen zu müssen und Weißkitteleffekt könnten Grund sein.

    Bitte nicht so viel Gedanken machen und ruhiger werden.
    Gruß Elfe
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 19:02:57 | IP (Hash): 1133006485
    Liebe Elfe,
    nein, mit meinem Nüchternwert habe ich gar nicht so das große Problem (der Hba1c wurde vor 3 Jahren so gut gemessen, es kann sein, dass er inzwischen viel höher ist, ich befürchte das fast). Mein Problem ist die Tatsache, dass ich nach diesem Dextero-Zeugs, das nur 56 g Traubenzucker enthielt und längst keine 75 nach 1 Stunde einen Wert von 260 (!) gemessen habe und nach zwei Stunden immer noch einen von 168, was ja schon bei 75 g viel zu hoch wäre. Ich möchte gar nicht wissen, was bei 75 g Glucose dann rauskommt. Diabetes nehme ich an, da werde ich nach zwei Stunden locker noch über 200 liegen. Und ja, das macht mir Angst, denn ich habe wirklich schon so viele Probleme im Leben, hatte es immer so schwer, dass mir jetzt auch noch ein Diabetes zusätzlich, von dem ich mir gar nicht erklären kann, woher er kommt, vermutlich das Genick brechen wird. Wenn ich jetzt noch dauernd Blutzucker messen und dann irgendwann Insulin spritzen muss, das packe ich einfach nicht mehr.
    Dass ich irgendwas habe, liegt ja klar auf der Hand, ich kann nur hoffen, dass ich es mit der Ernährung noch möglichst lange im Griff haben kann. Denn wenn ich normal esse und dann messe, sind die Werte bis auf ein paar Ausrutscher, die nach einer Stunde auf 160 gingen, eigentlich in Ordnung. Nach zwei Stunden war ich jedenfalls immer unter 140.
    Ich gestehe, dass ich momentan gar nicht recht weiß, wohin mit mir. Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las. Hat mir kein Arzt je gesagt.
    Liebe Grüße, Zolletta
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 05.09.2018 16:25:52 | IP (Hash): 799802607
    Zolletta schrieb:
    Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las.

    Hallo Zoletta,

    rede mit dem Diabetologen auch darüber. Wenn du ein Medikament zur BZ-Senkung nehmen sollst, dann würde sich für dich vielleicht ein SGLT2-Hemmer besonders anbieten. Neben der BZ-Senkung, genauer gesagt neben dem glätten der BZ-Spitzen, sorgt der nämlich auch für Entwässerung.

    Ich drück dir übrigens die Daumen, dass du an einen Diabetologen kommst, mit dem du deine Probleme gut besprechen kannst und der mit dir gemeinsam nach Lösungen sucht. :=)

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 05.09.2018 17:40:40 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    danke für den Tipp, ich hoffe auch, dass ich mal an eine gute Ärztin komme und nicht, wie es mir schon öfter passiert ist, an jemanden, der alles gleich vom Tisch wischt bzw. nicht richtig mit mir kommuniziert. Ob ich jetzt schon Medikamente bekomme, wird vermutlich fraglich sein, denn wenn ich normal esse, gibt es ja so gut wie keine Spitzen, aber naja, das muss ich dann wohl dem Arzt überlassen. Wichtig ist dann halt auch, dass das Medikament sich nicht mit meinem Kinderwunsch beißt. Es ist schon seltsam: Heute Mittag gab es bei uns Buffet und ich hatte Kartoffelauflauf, Nudelsalat, Reissalat und Kuchen. Alles in verträglichen Grenzen, versteht sich, aber schon so, dass ich normal satt war. Blutzucker nach einer Stunde: 107. Keine Ahnung. Die größten Spitzen habe ich tatsächlich letzte Woche vor meiner Periode gemessen, vielleicht ist der BZ in dieser Zeit höher, meine so was mal gelesen zu haben.
    Leider dauert es ja noch ein bisschen bis zum Termin. Am Freitag habe ich erst mal eine Blutabnahme im Rahmen des Checkups bei meiner Hausärztin. Ich hoffe, dass mein Kreatinin-Wert nicht zu stark erhöht ist, der kratzt schon seit längerem an der Grenze, aber der Nephrologe hat seinerzeit nichts gefunden ...
    Liebe Grüße, Z.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 10.09.2018 20:15:30 | IP (Hash): 1133006485
    Heute Abend habe ich meine Blutwerte bei der Hausärztin geholt. Kreatinin und Harnsäure wie immer leicht erhöht, aber wohl tolerabel, Nüchternblutzucker bei 92 mg/dl, also leider ebenfalls leicht zu hoch. Den HbA1c fordert sie auf meine Bitte hin nach.
    Aber irgendwas stimmt so oder so nicht. Hatte mich die letzten Tage so gefreut, weil der Blutzucker auch bei kohlenhydratreicheren Speisen absolut in der Norm war, also unter 140 nach dem Essen und nach zwei Stunden unter 100, dann heute Mittag nach einem kleinen Müsli und einem Brot wieder 155-160 und heute Abend nach zwei Maiskolben ebenso. Ich könnte noch verzweifeln. Meine Hausärztin findet das normal, aber nach allem, was ich hier gelesen habe, ist es das wohl leider nicht.
    Und schließlich als Höhepunkt des Tages außerdem noch die Nachricht, dass wieder eine meiner Bekannten glückliche Mutter geworden ist. Ich bin so fertig mit der Welt.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 07:18:10 | IP (Hash): 296795987
    Du machst dich systhematisch kaputt. Du hast ganz normale BZ Werte und heulst hier die ganze Zeit herum. Deine Ärztin sagt dass alles okay sei, aber du willst es niocht glauben; am besten finde ich aber den Spruch: Nach allem was ich hier gehört habe, ist es nicht in Ordnung..................Dass ist nunmal in Foren so, das man dort verrückt gemacht wird, was ist daran neu?
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    am 11.09.2018 09:20:14 | IP (Hash): 746089703
    hjt_Jürgen schrieb:
    Vielleicht gehst Du's insgesamt mal ein bisschen lockerer an und siehst ne gelungene Schwangerschaft nicht als Ziel, sondern als aus Deiner Sicht tollen Bonus eben wenn alles gelingt und zusammen passt? Nicht umsonst gehen viele Geschichten "Ehrlich? Wir hatten die Bemühungen schon längst aufgegeben und überhaupt nicht mehr damit gerechnet" ;)


    Wie Du megatief als Höhepunkt der Tages den gelungenen Stapellauf bei einer Bekannten abfeierst, sagt mir, dass Du 24/7 emotional absolut verkrampft rumläufst und dich verrückt machst. Nein, ich glaube wie Michael nicht, dass die Verbesserung irgend eines Deiner Blutwerte den Durchbruch bringt, weil ne Schwangerschaft halt auch mit allen erfüllten besten Voraussetzungen nicht zu zwingen geht. Lass los!

    Wenn Ihr euch ganz sicher seid, dass Ihr unbedingt ein Kind wollt und damit praktisch für die nächsten 20 Jahre mit allen Pros und Cons noch einmal ein Stück weit aufwachsen wollt, könntet Ihr doch eins aufnehmen/adoptieren, oder?

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • robbi

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 09:26:22 | IP (Hash): 1813703259
    Zoletta, ich will dir nicht zu nahe treten, aber du brauchst einen Psychiater
    und keine Blutzucker Medis oder sonst etwas anderes
  • Zolletta

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    am 11.09.2018 10:03:51 | IP (Hash): 526563806
    Ja, dass ich kein Kind bekommen kann, während allen Freundinnen und Bekannten das wie nebenher gelingt, macht mich kaputt! Dass dann alle, wirklich alle, immer mit Adoption kommen, hilft mir leider nicht weiter. Denn in meinem Alter KANN man in Deutschland gar kein Kind mehr adoptieren und selbst, wenn man jünger ist, ist es mehr als schwierig. Es sagt sich immer so leicht: "Lass los!" Das höre ich meist von Leuten, die selbst - meist problemlos - Kinder bekommen haben und für die das Ganze nie ein Problem darstellte. Das ist ja eigentlich nicht das Thema hier in einem Diabetes-Forum, aber ich wollte darauf reagiert haben.

    Zu den Blutzuckerwerten: Hier und auch woanders, also auf Fachseiten, ist immer die Rede davon, dass der Blutzucker, egal nach welchem Essen und Trinken, nicht über 140 steigen darf, wenn man gesund ist. Bei mir steigt er aber nach allem, was ein bisschen Kohlenhydrate enthält, auf 160, zum Teil auf 170. Und ich esse fürwahr keine riesigen Portionen. Das liegt ja ganz klar schon im ungesunden Bereich. Mein Vater hatte mit Ende 40 einen schweren Schlaganfall (allerdings keinen Diabetes, jedenfalls keinen bekannten), es ist irgendwie klar, dass ich mir Sorgen mache.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 10:05:57 | IP (Hash): 526563806
    @ robbi, sorry, aber damit bist Du mir ganz klar zu nahe getreten. Dass man Frauen, die keine Kinder bekommen können und darunter leiden, gleich als einen Fall für die Psychatrie hinstellt, macht mich echt fassungslos.
    Was einen Psychologen betrifft: Da war ich schon, mehrfach, es hat nicht das Geringste geholfen.
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.09.2018 11:18:27 | IP (Hash): 746089703
    Dass Adoption für Euch nicht mehr möglich ist, habe ich nicht gewusst, hätte ich vorher nachschaun sollen, sorry.
    Persönlich habe ich n ie Kinder kriegen können. Schreibe aus der Opa-Perspektive und kenne die diversen Schwierigkeiten nur aus den Umfeldern meiner Kinder, wo u.a. damals auch eine der völlig gesunden Frauen an reihenweisen vorzeitigen Abgängen schier verzweifelt ist. Damals hab ich gelernt, dass die Mehrzahl der anscheinend völlig normalen Schwangerschaften bei völlig gesunden Frauen eben nicht in die Geburt mündet, und damit stelle ich mir Deine Situation noch ne zusätzliche Nummer verkrampfter vor.

    Wenn höher als gesunder Zucker so eine gravierende Rolle spielen würde, wie Du dir einredest, dürften die meisten Frauen mit Diabetes überhaupt keine Kinder kriegen. Aber es kriegen sogar welche mit viiiiel zu hohem Blutzucker Kinder, die dann halt deutlich schwerer sind und direkt nach der Entbindung erstmal an den Glukose-Tropf müssen, weil ihre Insulinausgabe an die hohe Zuckerbelastung durch die Mutter gewöhnt ist und für das Anpassen an die normale eigene erst einmal einige Tage Hilfe braucht.

    Auch wenn ich Dir dringend zum Loslassen rate, kann ich Deinen Wunsch nur respektieren und Dir in jedem Fall gutes Gelingen wünschen. Daumendrück :)


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  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:28:04 | IP (Hash): 526563806
    Danke für Deine einfühlsamen Worte. Ja, in der Tat, die Situation ist vollkommen schrecklich und verzweifelnd. Ich versuche schon so lange, damit klarzukommen, habe aber einsehen müssen, dass dies nie der Fall sein wird. Es stimmt, dass viele Schwangerschaften in einer Fehlgeburt münden. In meiner Umgebung hatte aber niemand eine und ich hatte acht (!). Das finde ich so himmelschreiend ungerecht. Und darf mir dann noch von den glücklichen Mamas anhören, dass ich halt Pech hatte, was aber nicht so schlimm ist, da sie selbst ja Kinder haben, was natürlich viel wichtiger ist.
    Du selbst hast ja offenbar auch Kinder und Enkel, stell Dir vor, wie einsam und traurig Dein Leben ohne das alles wäre.
    Ich würde alles tun für ein Kind bzw. wenigstens eine kleine Familie (habe mir immer eine große gewünscht, was mir aber aufgrund schlimmer Erfahrungen und Verlassenwerden frühzeitig verwehrt wurde). Aber das interessiert natürlich nicht und ich bin so völlig hilflos.

    Für mich bedeuten meine Werte – nach allem, was ich nüchtern betrachtet zusammentragen konnte – dass ich auf jeden Fall Prädiabetes habe. Mit der Ernährung kann ich offensichtlich auch nicht mehr viel machen, denn dann dürfte ich so gut wie gar nichts mehr essen, außer Salat, Gemüse und Käsefondue (überspitzt gesagt). Mit Tabletten könnte ich vielleicht noch leben, aber wenn ich dann zusätzlich zu allen anderen Problemen irgendwann noch Insulin spritzen müsste, das würde ich einfach nicht mehr packen.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:36:01 | IP (Hash): 296795987
    Dann hast du ja eine selbstdiagnose gestellt. Glückwunsch frau Doktor. In Deutschland gibt es aber nicht die diagnose prädiabetes da dieses nicht als krankheit gilt. Es ist bestimmt hart mit den 8 fehlgeburten, aber mit deinem. Gesunden bz hat dass nix zu tun....da musst du dir nen anderen schuldigen suchen
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 11:51:29 | IP (Hash): 526563806
    Danke, dass Du mich so freundlich mit dem Doktortitel anredest, den ich tatsächlich besitze, allerdings nicht in Medizin ...
    Es mag sein, dass die FG nichts mit dem BZ zu tun haben, wobei das nicht klar ist, weil eine Insulinresistenz durchaus dafür verantwortlich sein kann. Gesund ist mein BZ, wie man in so gut wie jeder fachlichen Dokumentation lesen kann, nämlich tatsächlich nicht. Weder der erhöhte Nüchternblutzucker von 92 noch die postprandialen Spitzen. Aber egal.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 13:23:50 | IP (Hash): 296795987
    Der erhöhte bz von 92....weisst du was...bis vor wenigen jahren war der bz bis 110 gesund...nun wurde er immer weiter runtergeschraubt und zwar auf 100...hier sind leute die den ganzen tag mit ihrem bz im diabetischen bereich kämpfen und müssen sich nun diesen schwachsinn anhören....mach dir dann lieber gedanken, wenn du ja soviele medizinische artikel liest, dass eine geburt einer schon über 35 jährigen als risikogeburt für dass kind gilt. Bei einer 40 jährigen muss man schon garnicht mehr darüber reden. Das ist realistischer als einen nbz von 92 als krank darzustellen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 13:32:12 | IP (Hash): 526563806
    Ich weiß nicht, ob es Dir irgendwie Spaß macht oder gut tut, mich hier zu verletzen. Du musst Dir meinen "Schwachsinn" doch gar nicht anhören, klick halt nicht drauf. Dazu, dass ich mir erlaube, auch in meinem fortgeschrittenen Alter nach so vielen Fehlgeburten ein Kind zu wünschen, möchte ich mich nicht mehr äußern. Es war schon grundsätzlich ein Fehler, das hier überhaupt zu erwähnen. Was weißt Du schon von meinem Leben und davon, was mir widerfahren ist? Vielleicht hätte ich auch gerne mit 25 ein Kind gehabt, aber es war einfach nicht möglich. Zum Beispiel, weil ich nicht den richtigen Partner hatte. Im übrigen kenne alleine ich 5 über 40- bzw. über 40jährige, die ganz problemlos gesunde Kinder gekriegt haben. Deine "Statistik" stimmt da nicht ganz (und ja, ich kenne durchaus medizinische Artikel zu dem Thema).
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.09.2018 14:03:45 | IP (Hash): 746089703
    Sorry, aber 8 Fehlgeburten würden mir sagen, dass der Organismus in irgendeiner Weise defekt ist, die definitiv nichts mit Diabetes zu tun hat. Denn wenn der vor 8 oder 10 Jahren schon als Prädiabetes da gewesen wäre und so gestört hätte, wie Du jetzt vermutest, hättest Du längst einen voll entwickelten Typ2 und würdest für Deinen BZ so wie jetzt sehr akribisch Insulin spritzen müssen. Und ALLE Ärzte würden Dir versichern, dass Dein BZ so wie er ist, wenn Du ihn im so gesunden Rahmen hältst, völlig in Ordnung und optimal sei. Wenige Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes kriegen das so hin.

    Bisher ist nicht möglich, einen Diabetes zu beseitigen, weil bislang niemand einen Plan hat, was den bei Typ1 oder Typ2 wirklich auslöst. Alle Behandlung besteht wesentlich darin, den Blutzucker in einem Bereich zu halten, in dem er ideal keine und meistens erst nach Jahren irgendwelche Folgen/Schäden verursacht. Und zwar normal mit einem sehr viel weiter gefassten Vorgaberahmen, als in der Schwangerschaft.
    Für die Schwangerschaft ist als Medikament zur BZ-Regelung ausschließlich Insulin zugelassen. Du hättest mit Deinen leicht prädiabetischen Werten also gute Chancen, im Falle einer Schwangerschaft so etwa ab dem 3. Monat seeeehr feinfühlig dosiert Insulin spritzen zu müssen.

    In meinen Umfeldern sehe ich jeden Tag zufriedene und unzufriedene, glückliche und unglückliche Menschen, und zwar aus Deiner Sicht wahrscheinlich erstaunlich/unglaublich unabhängig von Familienstand und Familiengrößen und Gesundheit und …
    Also bitte nicht: Alle kinderlosen Ehepaare sind unglücklich - vielleicht nur noch getoppt von kinderlosen Singles!

    Aus meiner Sicht sind die gefühlsmäßige Selbsteinschätzung und Bewertung und damit der Grad der jeweiligen persönlich erlebten Zufriedenheit absolut abhängig von der ganz persönlichen Erwartung und Zielsetzung. Und das trifft auch dann zu, wenn sich ein Jahre lang mit aller Kraft verfolgtes Ziel als unerreichbar erweist/erwiesen hat. Dann gilt es, loszulassen und sich neu auszurichten.
    Und in Fällen wie Deinem kann die mit so einer konstruktiven Neuausrichtung gelöste psychische und physische Verkrampfung tatsächlich zum ursprünglich angestrebten Ziel führen.

    Noch mal zum Zucker: Wo der in Deinen Verlaufshöhen hinderlich aussehen kann, ist das eher nicht der dieser mehr oder weniger leicht erhöhte BZ, sondern der erheblich erhöhe Insulinumsatz dahinter schon bei völlig gesundem BZ. Der HOMA-Index sagt, wie gesund BZ und Insulin zusammen passen.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 15:02:04 | IP (Hash): 526563806
    In der Tat scheint etwas mit meinem Körper fundamental nicht zu stimmen, und ich habe ja auch schon lange versucht, herauszufinden, was es ist. Nur ohne Ergebnis. Die Fehlgeburten/Abgänge hatte ich allerdings alle in den letzten drei/vier Jahren, vorher hatten wir es vergeblich versucht. Selbst die Frauenärztin war in meinem Fall komplett ratlos, da sie meinte, selbst wenn man davon ausgeht, dass in meinem Alter 80 % der Eizellen genetisch defekt sind, müsste bei 8 Schwangerschaften einmal eine dabei gewesen sein, die noch funktioniert. Ist aber nicht so.

    Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber das mit diesem HOMA-Index möchte ich ja von der Diabetologin einmal überprüfen lassen, denn meine Hausärztin macht das nicht. Wenn ich dafür ein Kind kriegen könnte, würde ich in einer SS natürlich auch Insulin in Kauf nehmen.

    Zum Thema loslassen: Keiner weiß, wie sehr ich in der letzten Zeit versucht habe, genau das zu tun, mit Hilfe von zwei Psychologen. Es hat einfach nicht geklappt, der tiefe Wunsch bricht sich immer wieder Bahn und jedesmal, wenn ich dann glückliche Mütter sehe, fange ich an zu weinen. Für mich, Zolletta, ist mein Leben so einfach komplett unvollständig. Und ich sage nicht, dass es für andere Menschen nicht komplett anders aussehen kann.