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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten

  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:04:28 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Elfe,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Im Grunde genommen ist meine Situation gerade etwas blöd und ich kann wohl nur warten, was bei einer genaueren Untersuchung durch die Diabetologin herauskommt. Durch meine sehr zarte Konstitution bin ich sicherlich nur schwer mit dem "Durchschnittsmenschen" vergleichbar, das habe ich auch schon bei anderen Sachen bemerkt (Dosierung von Medikamenten zum Beispiel). Dazu kommt, dass ich offenbar jahrelang - ohne es so recht wahrzunehmen - eher lowcarb gelebt habe und auch da der Körper wohl anders reagiert, wenn er auf einmal so viel Zucker bekommt. Ich mache mir halt etwas Sorgen, versuche mich gerade aber nicht verrückt zu machen. Mit der Kombination von leicht erhöhtem Nüchternblutzucker, der aber noch in der offiziellem Norm liegt, schlanker Statur, niedrigem Blutdruck und keinem Diabetiker in der nahen Verwandtschaft bin ich halt nie "aufgefallen". Wäre der unerfüllte Kinderwunsch nicht, wäre ich auch nie auf die Idee gekommen, überhaupt meinen Blutzucker zu messen. Vielleicht habe ich genau diese Werte schon mein Leben lang und es sind meine ganz persönlichen Werte, was weiß ich.
    Liebe Grüße und drückt mir die Daumen!
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 03.09.2018 19:22:29 | IP (Hash): 1133006485
    @ Rainer: Inzwischen weiß ich auch, wie ich darauf komme, dass Insulinresistenz bei mir einmal ausgeschlossen wurde. Und zwar war ich Anfang 2015 einmal beim Endokrinologen, wo wirklich sehr viel bestimmt wurde, unter anderem Insulin und Blutzucker. Insulin war bei 3,3, Blutzucker bei 80. Mit dieser HOMA-Rechnungsformel ergibt das irgendetwas um 0,65. ABER: Diese Entnahme war damals gar nicht nüchtern, das weiß ich ganz genau, sondern am Abend, einige Zeit nach der letzten Mahlzeit, also insofern schon irgendwie nüchtern, aber eben nicht morgens. Zwischen den Mahlzeiten sinkt mein BZ auch heute noch z.T. unter 90. Und außerdem ist das Ganze nun ja auch schon über drei Jahre her, da kann sich viel geändert haben. Der HBA1c lag damals bei 5. Naja, hilft wohl nur ausharren und sehen, wo ich mit meinem Blutzucker heute stehe.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 18:36:46 | IP (Hash): 1141523286
    Liebe Zolletta,
    Untersuchung bei Diabetologin zu deiner Sicherheit/Beruhigung ist schon gut.
    Leider ist es mir nicht gelungen, deine Befürchtungen zu zerstreuen.

    Den 'Durchschnittsmenschen' gibt es im Übrigen nicht. Jeder von uns hat eigene Erbanlagen, eigene Verhaltensweisen. Auf einem - leider prominent propagierten Vorurteil beruht, daß Diabetiker übergewichtig sind und zuviel essen.

    Bei meiner Diagnose - insulinpflichtiger Diabetes - hatte ich eine ähnliche körperliche Konstitution mit Untergewicht, niedrigem Blutdruck und Wassereinlagerungen.
    Und jedes dieser Symptome wurde extra angegangen.
    Zunehmen (wie beschrieben), auf Inhaltsstoffe der Nahrung achten (brauchte zu Anfang Tabletten, Infusionen und Spritzen zum Aufpäppeln), dann lieber lecker essen :-).

    Was dich eigentlich nervös macht, ist dein vermuteter hoher Nüchternwert.
    Der 'Nüchternwert' ist als Diagnoseparameter unzuverlässig, m. E. nicht geeignet.
    Allgemein wohl nicht so bekannt, der Morgenwert ist von dem hormonellen Geschehen des Organismus abhängig.
    Weiß ich selber erst seit der INSULINER-Schulung. Gegen 2/3 Uhr in der Nacht bereitet sich der Körper auf Wachwerden vor und schüttet verschiedene Hormone aus (Gegenhormone zum Insulin) und lassen den Blutzucker ansteigen, hat nichts mit essen zu tun, ist auch nicht bei jedem so deutlich.
    (Für mich bedeutete das, den Morgenanstieg mit extra Insulin wegspritzen zu müssen.)

    Eine Fehlerquelle für deine selbst gemessenen größer 100 können auch am Meßgerät bzw. Handhabung liegen.
    BZ-Meßgeräte haben eine Ungenauigkeit von 15 %, das ist einiges !
    Du schreibst, daß du große Schwankungen beim Messen feststellst.
    Wichtig ist, Sensor/Teststreifen in der Mitte anfassen - nicht an den Kontakten, nicht vorn.
    Nach Entnahme des Sensors Behältnis sofort schließen - empfindlich gegen Luftfeuchtigkeit.
    Ich piekse erst, habe mit Stück Kleenex ersten Blutstropfen abgewischt, entnehme erst dann Sensor und messe mit zweitem Blutstropfen. Hört sich pingelig an, musste ich aber sogar üben vor Augen des Diabetologen.

    Wie du in der Veröffentlichung der DDG auf Abbildung 1 sehen kannst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen - dein HbA1c mit 5 ist super, den oGTT hast du eigentlich schon selbst gemacht mit deinem Dextro-Zeugs.
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisempfehlungen/2017/dus_2017_S2_Praxisempfehlungen_3971961_Müller-Wieland_Definition__2__Online-PDF.PDF
    Nüchternwert in der Praxis mit kleiner 100 ist s.o. nicht über zu bewerten.
    Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin erhöhen den Blutzucker - pünktlich zum Termin erscheinen zu müssen und Weißkitteleffekt könnten Grund sein.

    Bitte nicht so viel Gedanken machen und ruhiger werden.
    Gruß Elfe
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 04.09.2018 19:02:57 | IP (Hash): 1133006485
    Liebe Elfe,
    nein, mit meinem Nüchternwert habe ich gar nicht so das große Problem (der Hba1c wurde vor 3 Jahren so gut gemessen, es kann sein, dass er inzwischen viel höher ist, ich befürchte das fast). Mein Problem ist die Tatsache, dass ich nach diesem Dextero-Zeugs, das nur 56 g Traubenzucker enthielt und längst keine 75 nach 1 Stunde einen Wert von 260 (!) gemessen habe und nach zwei Stunden immer noch einen von 168, was ja schon bei 75 g viel zu hoch wäre. Ich möchte gar nicht wissen, was bei 75 g Glucose dann rauskommt. Diabetes nehme ich an, da werde ich nach zwei Stunden locker noch über 200 liegen. Und ja, das macht mir Angst, denn ich habe wirklich schon so viele Probleme im Leben, hatte es immer so schwer, dass mir jetzt auch noch ein Diabetes zusätzlich, von dem ich mir gar nicht erklären kann, woher er kommt, vermutlich das Genick brechen wird. Wenn ich jetzt noch dauernd Blutzucker messen und dann irgendwann Insulin spritzen muss, das packe ich einfach nicht mehr.
    Dass ich irgendwas habe, liegt ja klar auf der Hand, ich kann nur hoffen, dass ich es mit der Ernährung noch möglichst lange im Griff haben kann. Denn wenn ich normal esse und dann messe, sind die Werte bis auf ein paar Ausrutscher, die nach einer Stunde auf 160 gingen, eigentlich in Ordnung. Nach zwei Stunden war ich jedenfalls immer unter 140.
    Ich gestehe, dass ich momentan gar nicht recht weiß, wohin mit mir. Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las. Hat mir kein Arzt je gesagt.
    Liebe Grüße, Zolletta
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 05.09.2018 16:25:52 | IP (Hash): 799802607
    Zolletta schrieb:
    Wassereinlagerungen habe ich übrigens auch, die wurden längere Zeit mit Diuretika behandelt (kaliumsparend und nicht sehr hoch dosiert), ich habe sie jetzt aber abgesetzt, weil die den Blutzucker ja auch nach oben treiben können, wie ich las.

    Hallo Zoletta,

    rede mit dem Diabetologen auch darüber. Wenn du ein Medikament zur BZ-Senkung nehmen sollst, dann würde sich für dich vielleicht ein SGLT2-Hemmer besonders anbieten. Neben der BZ-Senkung, genauer gesagt neben dem glätten der BZ-Spitzen, sorgt der nämlich auch für Entwässerung.

    Ich drück dir übrigens die Daumen, dass du an einen Diabetologen kommst, mit dem du deine Probleme gut besprechen kannst und der mit dir gemeinsam nach Lösungen sucht. :=)

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 05.09.2018 17:40:40 | IP (Hash): 1133006485
    Hallo Rainer,
    danke für den Tipp, ich hoffe auch, dass ich mal an eine gute Ärztin komme und nicht, wie es mir schon öfter passiert ist, an jemanden, der alles gleich vom Tisch wischt bzw. nicht richtig mit mir kommuniziert. Ob ich jetzt schon Medikamente bekomme, wird vermutlich fraglich sein, denn wenn ich normal esse, gibt es ja so gut wie keine Spitzen, aber naja, das muss ich dann wohl dem Arzt überlassen. Wichtig ist dann halt auch, dass das Medikament sich nicht mit meinem Kinderwunsch beißt. Es ist schon seltsam: Heute Mittag gab es bei uns Buffet und ich hatte Kartoffelauflauf, Nudelsalat, Reissalat und Kuchen. Alles in verträglichen Grenzen, versteht sich, aber schon so, dass ich normal satt war. Blutzucker nach einer Stunde: 107. Keine Ahnung. Die größten Spitzen habe ich tatsächlich letzte Woche vor meiner Periode gemessen, vielleicht ist der BZ in dieser Zeit höher, meine so was mal gelesen zu haben.
    Leider dauert es ja noch ein bisschen bis zum Termin. Am Freitag habe ich erst mal eine Blutabnahme im Rahmen des Checkups bei meiner Hausärztin. Ich hoffe, dass mein Kreatinin-Wert nicht zu stark erhöht ist, der kratzt schon seit längerem an der Grenze, aber der Nephrologe hat seinerzeit nichts gefunden ...
    Liebe Grüße, Z.
  • Zolletta

    Rang: Gast
    am 10.09.2018 20:15:30 | IP (Hash): 1133006485
    Heute Abend habe ich meine Blutwerte bei der Hausärztin geholt. Kreatinin und Harnsäure wie immer leicht erhöht, aber wohl tolerabel, Nüchternblutzucker bei 92 mg/dl, also leider ebenfalls leicht zu hoch. Den HbA1c fordert sie auf meine Bitte hin nach.
    Aber irgendwas stimmt so oder so nicht. Hatte mich die letzten Tage so gefreut, weil der Blutzucker auch bei kohlenhydratreicheren Speisen absolut in der Norm war, also unter 140 nach dem Essen und nach zwei Stunden unter 100, dann heute Mittag nach einem kleinen Müsli und einem Brot wieder 155-160 und heute Abend nach zwei Maiskolben ebenso. Ich könnte noch verzweifeln. Meine Hausärztin findet das normal, aber nach allem, was ich hier gelesen habe, ist es das wohl leider nicht.
    Und schließlich als Höhepunkt des Tages außerdem noch die Nachricht, dass wieder eine meiner Bekannten glückliche Mutter geworden ist. Ich bin so fertig mit der Welt.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 07:18:10 | IP (Hash): 296795987
    Du machst dich systhematisch kaputt. Du hast ganz normale BZ Werte und heulst hier die ganze Zeit herum. Deine Ärztin sagt dass alles okay sei, aber du willst es niocht glauben; am besten finde ich aber den Spruch: Nach allem was ich hier gehört habe, ist es nicht in Ordnung..................Dass ist nunmal in Foren so, das man dort verrückt gemacht wird, was ist daran neu?
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    am 11.09.2018 09:20:14 | IP (Hash): 746089703
    hjt_Jürgen schrieb:
    Vielleicht gehst Du's insgesamt mal ein bisschen lockerer an und siehst ne gelungene Schwangerschaft nicht als Ziel, sondern als aus Deiner Sicht tollen Bonus eben wenn alles gelingt und zusammen passt? Nicht umsonst gehen viele Geschichten "Ehrlich? Wir hatten die Bemühungen schon längst aufgegeben und überhaupt nicht mehr damit gerechnet" ;)


    Wie Du megatief als Höhepunkt der Tages den gelungenen Stapellauf bei einer Bekannten abfeierst, sagt mir, dass Du 24/7 emotional absolut verkrampft rumläufst und dich verrückt machst. Nein, ich glaube wie Michael nicht, dass die Verbesserung irgend eines Deiner Blutwerte den Durchbruch bringt, weil ne Schwangerschaft halt auch mit allen erfüllten besten Voraussetzungen nicht zu zwingen geht. Lass los!

    Wenn Ihr euch ganz sicher seid, dass Ihr unbedingt ein Kind wollt und damit praktisch für die nächsten 20 Jahre mit allen Pros und Cons noch einmal ein Stück weit aufwachsen wollt, könntet Ihr doch eins aufnehmen/adoptieren, oder?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • robbi

    Rang: Gast
    am 11.09.2018 09:26:22 | IP (Hash): 1813703259
    Zoletta, ich will dir nicht zu nahe treten, aber du brauchst einen Psychiater
    und keine Blutzucker Medis oder sonst etwas anderes