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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten
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Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 10:03:51 | IP (Hash): 526563806
Ja, dass ich kein Kind bekommen kann, während allen Freundinnen und Bekannten das wie nebenher gelingt, macht mich kaputt! Dass dann alle, wirklich alle, immer mit Adoption kommen, hilft mir leider nicht weiter. Denn in meinem Alter KANN man in Deutschland gar kein Kind mehr adoptieren und selbst, wenn man jünger ist, ist es mehr als schwierig. Es sagt sich immer so leicht: "Lass los!" Das höre ich meist von Leuten, die selbst - meist problemlos - Kinder bekommen haben und für die das Ganze nie ein Problem darstellte. Das ist ja eigentlich nicht das Thema hier in einem Diabetes-Forum, aber ich wollte darauf reagiert haben.
Zu den Blutzuckerwerten: Hier und auch woanders, also auf Fachseiten, ist immer die Rede davon, dass der Blutzucker, egal nach welchem Essen und Trinken, nicht über 140 steigen darf, wenn man gesund ist. Bei mir steigt er aber nach allem, was ein bisschen Kohlenhydrate enthält, auf 160, zum Teil auf 170. Und ich esse fürwahr keine riesigen Portionen. Das liegt ja ganz klar schon im ungesunden Bereich. Mein Vater hatte mit Ende 40 einen schweren Schlaganfall (allerdings keinen Diabetes, jedenfalls keinen bekannten), es ist irgendwie klar, dass ich mir Sorgen mache. -
Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 10:05:57 | IP (Hash): 526563806
@ robbi, sorry, aber damit bist Du mir ganz klar zu nahe getreten. Dass man Frauen, die keine Kinder bekommen können und darunter leiden, gleich als einen Fall für die Psychatrie hinstellt, macht mich echt fassungslos.
Was einen Psychologen betrifft: Da war ich schon, mehrfach, es hat nicht das Geringste geholfen. -
am 11.09.2018 11:18:27 | IP (Hash): 746089703
Dass Adoption für Euch nicht mehr möglich ist, habe ich nicht gewusst, hätte ich vorher nachschaun sollen, sorry.
Persönlich habe ich n ie Kinder kriegen können. Schreibe aus der Opa-Perspektive und kenne die diversen Schwierigkeiten nur aus den Umfeldern meiner Kinder, wo u.a. damals auch eine der völlig gesunden Frauen an reihenweisen vorzeitigen Abgängen schier verzweifelt ist. Damals hab ich gelernt, dass die Mehrzahl der anscheinend völlig normalen Schwangerschaften bei völlig gesunden Frauen eben nicht in die Geburt mündet, und damit stelle ich mir Deine Situation noch ne zusätzliche Nummer verkrampfter vor.
Wenn höher als gesunder Zucker so eine gravierende Rolle spielen würde, wie Du dir einredest, dürften die meisten Frauen mit Diabetes überhaupt keine Kinder kriegen. Aber es kriegen sogar welche mit viiiiel zu hohem Blutzucker Kinder, die dann halt deutlich schwerer sind und direkt nach der Entbindung erstmal an den Glukose-Tropf müssen, weil ihre Insulinausgabe an die hohe Zuckerbelastung durch die Mutter gewöhnt ist und für das Anpassen an die normale eigene erst einmal einige Tage Hilfe braucht.
Auch wenn ich Dir dringend zum Loslassen rate, kann ich Deinen Wunsch nur respektieren und Dir in jedem Fall gutes Gelingen wünschen. Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 11:28:04 | IP (Hash): 526563806
Danke für Deine einfühlsamen Worte. Ja, in der Tat, die Situation ist vollkommen schrecklich und verzweifelnd. Ich versuche schon so lange, damit klarzukommen, habe aber einsehen müssen, dass dies nie der Fall sein wird. Es stimmt, dass viele Schwangerschaften in einer Fehlgeburt münden. In meiner Umgebung hatte aber niemand eine und ich hatte acht (!). Das finde ich so himmelschreiend ungerecht. Und darf mir dann noch von den glücklichen Mamas anhören, dass ich halt Pech hatte, was aber nicht so schlimm ist, da sie selbst ja Kinder haben, was natürlich viel wichtiger ist.
Du selbst hast ja offenbar auch Kinder und Enkel, stell Dir vor, wie einsam und traurig Dein Leben ohne das alles wäre.
Ich würde alles tun für ein Kind bzw. wenigstens eine kleine Familie (habe mir immer eine große gewünscht, was mir aber aufgrund schlimmer Erfahrungen und Verlassenwerden frühzeitig verwehrt wurde). Aber das interessiert natürlich nicht und ich bin so völlig hilflos.
Für mich bedeuten meine Werte – nach allem, was ich nüchtern betrachtet zusammentragen konnte – dass ich auf jeden Fall Prädiabetes habe. Mit der Ernährung kann ich offensichtlich auch nicht mehr viel machen, denn dann dürfte ich so gut wie gar nichts mehr essen, außer Salat, Gemüse und Käsefondue (überspitzt gesagt). Mit Tabletten könnte ich vielleicht noch leben, aber wenn ich dann zusätzlich zu allen anderen Problemen irgendwann noch Insulin spritzen müsste, das würde ich einfach nicht mehr packen. -
Michael74
Rang: Gastam 11.09.2018 11:36:01 | IP (Hash): 296795987
Dann hast du ja eine selbstdiagnose gestellt. Glückwunsch frau Doktor. In Deutschland gibt es aber nicht die diagnose prädiabetes da dieses nicht als krankheit gilt. Es ist bestimmt hart mit den 8 fehlgeburten, aber mit deinem. Gesunden bz hat dass nix zu tun....da musst du dir nen anderen schuldigen suchen -
Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 11:51:29 | IP (Hash): 526563806
Danke, dass Du mich so freundlich mit dem Doktortitel anredest, den ich tatsächlich besitze, allerdings nicht in Medizin ...
Es mag sein, dass die FG nichts mit dem BZ zu tun haben, wobei das nicht klar ist, weil eine Insulinresistenz durchaus dafür verantwortlich sein kann. Gesund ist mein BZ, wie man in so gut wie jeder fachlichen Dokumentation lesen kann, nämlich tatsächlich nicht. Weder der erhöhte Nüchternblutzucker von 92 noch die postprandialen Spitzen. Aber egal.
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Michael74
Rang: Gastam 11.09.2018 13:23:50 | IP (Hash): 296795987
Der erhöhte bz von 92....weisst du was...bis vor wenigen jahren war der bz bis 110 gesund...nun wurde er immer weiter runtergeschraubt und zwar auf 100...hier sind leute die den ganzen tag mit ihrem bz im diabetischen bereich kämpfen und müssen sich nun diesen schwachsinn anhören....mach dir dann lieber gedanken, wenn du ja soviele medizinische artikel liest, dass eine geburt einer schon über 35 jährigen als risikogeburt für dass kind gilt. Bei einer 40 jährigen muss man schon garnicht mehr darüber reden. Das ist realistischer als einen nbz von 92 als krank darzustellen. -
Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 13:32:12 | IP (Hash): 526563806
Ich weiß nicht, ob es Dir irgendwie Spaß macht oder gut tut, mich hier zu verletzen. Du musst Dir meinen "Schwachsinn" doch gar nicht anhören, klick halt nicht drauf. Dazu, dass ich mir erlaube, auch in meinem fortgeschrittenen Alter nach so vielen Fehlgeburten ein Kind zu wünschen, möchte ich mich nicht mehr äußern. Es war schon grundsätzlich ein Fehler, das hier überhaupt zu erwähnen. Was weißt Du schon von meinem Leben und davon, was mir widerfahren ist? Vielleicht hätte ich auch gerne mit 25 ein Kind gehabt, aber es war einfach nicht möglich. Zum Beispiel, weil ich nicht den richtigen Partner hatte. Im übrigen kenne alleine ich 5 über 40- bzw. über 40jährige, die ganz problemlos gesunde Kinder gekriegt haben. Deine "Statistik" stimmt da nicht ganz (und ja, ich kenne durchaus medizinische Artikel zu dem Thema). -
am 11.09.2018 14:03:45 | IP (Hash): 746089703
Sorry, aber 8 Fehlgeburten würden mir sagen, dass der Organismus in irgendeiner Weise defekt ist, die definitiv nichts mit Diabetes zu tun hat. Denn wenn der vor 8 oder 10 Jahren schon als Prädiabetes da gewesen wäre und so gestört hätte, wie Du jetzt vermutest, hättest Du längst einen voll entwickelten Typ2 und würdest für Deinen BZ so wie jetzt sehr akribisch Insulin spritzen müssen. Und ALLE Ärzte würden Dir versichern, dass Dein BZ so wie er ist, wenn Du ihn im so gesunden Rahmen hältst, völlig in Ordnung und optimal sei. Wenige Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes kriegen das so hin.
Bisher ist nicht möglich, einen Diabetes zu beseitigen, weil bislang niemand einen Plan hat, was den bei Typ1 oder Typ2 wirklich auslöst. Alle Behandlung besteht wesentlich darin, den Blutzucker in einem Bereich zu halten, in dem er ideal keine und meistens erst nach Jahren irgendwelche Folgen/Schäden verursacht. Und zwar normal mit einem sehr viel weiter gefassten Vorgaberahmen, als in der Schwangerschaft.
Für die Schwangerschaft ist als Medikament zur BZ-Regelung ausschließlich Insulin zugelassen. Du hättest mit Deinen leicht prädiabetischen Werten also gute Chancen, im Falle einer Schwangerschaft so etwa ab dem 3. Monat seeeehr feinfühlig dosiert Insulin spritzen zu müssen.
In meinen Umfeldern sehe ich jeden Tag zufriedene und unzufriedene, glückliche und unglückliche Menschen, und zwar aus Deiner Sicht wahrscheinlich erstaunlich/unglaublich unabhängig von Familienstand und Familiengrößen und Gesundheit und …
Also bitte nicht: Alle kinderlosen Ehepaare sind unglücklich - vielleicht nur noch getoppt von kinderlosen Singles!
Aus meiner Sicht sind die gefühlsmäßige Selbsteinschätzung und Bewertung und damit der Grad der jeweiligen persönlich erlebten Zufriedenheit absolut abhängig von der ganz persönlichen Erwartung und Zielsetzung. Und das trifft auch dann zu, wenn sich ein Jahre lang mit aller Kraft verfolgtes Ziel als unerreichbar erweist/erwiesen hat. Dann gilt es, loszulassen und sich neu auszurichten.
Und in Fällen wie Deinem kann die mit so einer konstruktiven Neuausrichtung gelöste psychische und physische Verkrampfung tatsächlich zum ursprünglich angestrebten Ziel führen.
Noch mal zum Zucker: Wo der in Deinen Verlaufshöhen hinderlich aussehen kann, ist das eher nicht der dieser mehr oder weniger leicht erhöhte BZ, sondern der erheblich erhöhe Insulinumsatz dahinter schon bei völlig gesundem BZ. Der HOMA-Index sagt, wie gesund BZ und Insulin zusammen passen.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Zolletta
Rang: Gastam 11.09.2018 15:02:04 | IP (Hash): 526563806
In der Tat scheint etwas mit meinem Körper fundamental nicht zu stimmen, und ich habe ja auch schon lange versucht, herauszufinden, was es ist. Nur ohne Ergebnis. Die Fehlgeburten/Abgänge hatte ich allerdings alle in den letzten drei/vier Jahren, vorher hatten wir es vergeblich versucht. Selbst die Frauenärztin war in meinem Fall komplett ratlos, da sie meinte, selbst wenn man davon ausgeht, dass in meinem Alter 80 % der Eizellen genetisch defekt sind, müsste bei 8 Schwangerschaften einmal eine dabei gewesen sein, die noch funktioniert. Ist aber nicht so.
Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber das mit diesem HOMA-Index möchte ich ja von der Diabetologin einmal überprüfen lassen, denn meine Hausärztin macht das nicht. Wenn ich dafür ein Kind kriegen könnte, würde ich in einer SS natürlich auch Insulin in Kauf nehmen.
Zum Thema loslassen: Keiner weiß, wie sehr ich in der letzten Zeit versucht habe, genau das zu tun, mit Hilfe von zwei Psychologen. Es hat einfach nicht geklappt, der tiefe Wunsch bricht sich immer wieder Bahn und jedesmal, wenn ich dann glückliche Mütter sehe, fange ich an zu weinen. Für mich, Zolletta, ist mein Leben so einfach komplett unvollständig. Und ich sage nicht, dass es für andere Menschen nicht komplett anders aussehen kann.