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Unsicher bezüglich Blutzuckerwerten
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am 21.09.2018 09:57:04 | IP (Hash): 1912763262
Mir will dieses ganze Hab-ich-oder-nicht-Diagnose-Gestreite vor dem Hintergrund der normal üblichen Diabetes-Behandlung im Rahmen von HBA1c 6-7 überhaupt keinen Sinn machen. Denn wenn dieser Rahmen ohne Medis eingehalten werden kann, werden allenfalls leichte Medis dafür verordnet, dass der Arzt einen Tätigkeitsnachweis abrechnen kann. Keineswegs dazu, den BZ in den völlig gesunden Bereich zu senken und darin zu halten, denn so eine absolut scharfe Einstellung lässt sich nur kurzzeitig in Sonderfällen verordnen.
Man kann auch zu hohen Blutdruck haben, und wir kennen alle die unendlichen Diskussionen darum, ab wann Hochdruck oder d noch n icht. Und wir können munter streiten, ob 139 noch kein Hochdruck, aber 141 absolut behandlungsbedürftiger - und dann völlig verzweifeln, weil der Blutdruck wie auch der Blutzucker über den Tag und die Nacht situationsabhängig gewaltig schwankt.
Und anders als beim zu hohen Blutdruck haben wir vom hohen Blutzucker betroffenen jede Menge Möglichkeiten, unseren eigenen situativ so gesund zu steuern, wie wir wollen, also auch völlig gesund. Und spätestens dann kann es auch keine diabetesbedingten Folgen geben, denn die entstehen alle ausschließlich durch höher als gesunden BZ egal ob mit oder ohne Diagnose und nicht dadurch, dass der zu hoch ansteigen könnte, wenn man ihn lassen würde.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Zolletta
Rang: Gastam 21.09.2018 10:22:10 | IP (Hash): 526563806
Das ist natürlich prinzipiell schon richtig, was Du schreibst, dennoch finde ich Diagnoserichtlinien und deren Gültigkeit in Bezug auf Krankheiten grundsätzlich wichtig und richtig.
Und doch, ich empfinde es schon als entscheidenden Unterschied, ob ich nun Diabetes habe oder nicht. Wenn ich ihn habe, bedeutet dies nämlich für mich durchaus eine Art Verzicht und Reglement mit denen ich dann zwar irgendwie leben können muss, aber nicht wollen würde, wenn ich es nicht müsste. Ich esse zum Beispiel wirklich gerne ab und an mal Gummibärchen. Ich kann darauf verzichten, natürlich, aber ich würde sie doch lieber essen, wenn sie für mich keine Gefahr darstellen bzw. ggf. Folgeschäden bedeuten. Falls ich Diabetes habe, ist für mich auch ein ganz großer Teil der "Unschuld" gegenüber dem Essen und Spontaneität dahin. Wie gesagt, ich bin weder eine große Liebhaberin von Unmengen an Kohlenhydraten noch schaufle ich ganz Süßwarenläden in mich hinein. Ich esse aber durchaus gern mal spontan, wenn es mich danach gelüstet, vor dem Einschlafen noch ein paar Rippen Schokolade. Tja, da würde ich dann immer denken: Darf ich das noch oder haben sich meine Zuckerwerte schon wieder verschlechtert und ich schaufle mir gerade mein eigenes Grab, übertrieben gesagt.
Und wenn ich, wovon Michael ja offenbar ausgeht, mit einem NZB von 92 und einem HbA1c von 5 % doch schon Diabetes haben kann, dann würde ja was mit den Diagnoserichtlinien nicht stimmen und es bestünde Handlungsbedarf. Ich persönlich nehme ja nach wie vor an, dass dem nicht so ist, da ich wissenschaftlichen Erkenntnissen an sich schon vertraue, aber es ist ja auch klar, dass man verunsichert wird, wenn man solche Sachen gesagt bekommt über eine Krankheit, mit der man keinerlei Erfahrung hat. -
am 21.09.2018 12:07:48 | IP (Hash): 1912763262
"...haben wir vom hohen Blutzucker betroffenen jede Menge Möglichkeiten, unseren eigenen situativ so gesund zu steuern, wie wir wollen, also auch völlig gesund. Und spätestens dann kann es auch keine diabetesbedingten Folgen geben, denn die entstehen alle ausschließlich durch höher als gesunden BZ egal ob mit oder ohne Diagnose und nicht dadurch, dass der zu hoch ansteigen könnte, wenn man ihn lassen würde."
hab ich vorhin geschrieben und das auch so gemeint: Wer Bedenken wg Diabetes und Schäden durch zu hohen BZ hat, sollte sich nach meiner Meinung nicht nach einer noch so sorgfältigen und umfassenden Diagnose richten, sondern 24/7 für den BZ in völlig gesunden Grenzen sorgen, also Spitzen über 140-160 möglichst systematisch vermeiden und wenigstens 12 von 24 Stunden den BZ deutlich unter 100 halten. Denn wenn auch vergleichsweise selten, so treten doch immer mal wieder diabetische Schäden mit dem BZ eindeutig unterhalb der Diagnosegrenzwerte aber im sogenannt prädiabetischen Bereich auf.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
Michael74
Rang: Gastam 21.09.2018 14:13:44 | IP (Hash): 1359633396
Ich habe niemals irgendwie gesagt dass bei dir etwas herauskommt odef nicht, ich bin doch nicht dr. Rainer und stelle hier im netz diagnosen. Es ist nur so dass bei einem niedrigen hba1c wert meinerseits dpäter beim ogtt ein diabetes diagnostiziert wurde. Bei purea war es genauso und wir sind wohl keine einzelfälle. Daher wird der hba1c in der diagnose ja auch von den meissten , eben auch deiner diabetologin, nicht verwendet.
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
Zolletta
Rang: Gastam 21.09.2018 14:21:01 | IP (Hash): 526563806
Auch ich habe durchaus das gemeint, was ich schrieb.
Aber wenn 140 bis 160 kein Problem ist, dann habe ich ja ohnehin kein großes Problem, denn auf 160 kam ich nur mit vielen Kohlenhydraten und meist bleibe ich unter 140 ... -
Zolletta
Rang: Gastam 21.09.2018 14:37:15 | IP (Hash): 526563806
Wie gesagt, meine Diabetologin verwendet den eigentlich schon für die Diagnose bzw. gemeinsam mit den NBZ zum Ausschluss von Diabetes. Und auch die meisten anderen Diabetologen, von denen ich im Netz gelesen habe, machen das wohl so. Es ging nur um den Kinderwunsch, damit klar ist, ob ich eine Glucoseintoleranz habe etc.
Wenn es allerdings hier schon zwei Leute gibt, wo der HbA1c so "falsch" war, wären ja die Richtlinien grundsätzlich neu zu überdenken. Dann müsste ja allerdings auch fast jeder einen Glucosetoleranztest machen ... -
Elfe
Rang: Gastam 21.09.2018 18:54:32 | IP (Hash): 255277267
Zolletta schrieb:
Auch ich habe durchaus das gemeint, was ich schrieb.
Aber wenn 140 bis 160 kein Problem ist, dann habe ich ja ohnehin kein großes Problem, denn auf 160 kam ich nur mit vielen Kohlenhydraten und meist bleibe ich unter 140 ...
Genauso ist das !
Die Leitlinien der DDG haben ihre Berechtigung und Kriterien der Diagnose sind fundiert durch Studien, Beobachtungen etc.
Wie schon gesagt: Datenlage zu Blutzuckerwerten bei Gesunden in objektiver Betrachtung ist mehr als dünn.
Diabetes heißt übersetzt: Honigsüßer Durchfluss (s. Wiki)
Ab ca. 180 mg/dl ist so die Nierenschwelle, ab dann ist Zucker im Urin nachweisbar (Jahrzehnte zur Diagnose und Behandlung üblich).
Dies ist auch mein persönlicher BZ-Wert nicht zu überschreiten (als bereits INSULINER).
Statements sind hier im Forum rein subjektiv.
Dabei wundert mich persönlich die Hypochonder-Sicht von Michael bzgl. HbA1c als 'Diabetiker ohne Medikamente' mit Zitat zu purea 'Teste Bauchspeicheldrüse'.
Die wissen doch gar nicht, worauf es ankommt, wenn man wirklich betroffen ist.
Jürgens Sicht auf 160er erschließt sich mir auch nicht, ebenso wenig sein Insulin-Handling (bevorzuge andere Handlungsweise IE/BE per logisch nachvollziehbar).
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 21.09.2018 18:58:04. Grund: Korrektur Format -
Zolletta
Rang: Gastam 24.09.2018 11:56:39 | IP (Hash): 526563806
Ich hatte ja gesagt, dass ich mich noch einmal melde, wenn ich den Toleranztest gemacht habe. Das war heute der Fall. Tja, was soll ich sagen - leider, wie ich schon befürchtet hatte - alles andere als zufriedenstellend, wenn man so will sind alle Werte aus der Norm.
101 nüchtern, 172 nach 1ST, 159 (!) nach zwei Stunden.
Also habe ich zu allen anderen Problemen, und das sind leider nicht wenige, auch noch eine ausgewachsene Glucosetoleranzstörung und vermutlich dann bald zusätzlich Diabetes.
Außerdem habe ich feststellen dürfen, dass mein Messgerät Mist misst, nämlich viel zu niedrig. Laut meinem Messgerät hatte ich nüchtern nämlich 90, nach einer Stunde 162 und nach 2 Stunden 139, also wäre alles soweit einigermaßen in der Norm gewesen.
Meinen tollen HbA1c von 5, der zuletzt gemessen wurde und meine Nüchternglucose von 92 kann ich mir also in die Haare schmieren.
Die anderen Werte kommen noch, wer weiß, vielleicht kann ich mich am Ende doch noch an einem beginnenden Typ 1 oder irgendwas anderem tollen erfreuen.
Ich muss das erstmal verdauen ... ich bin irgendwie sprachlos, wie man immer so in die Scheiße langen kann. Ja, ich weiß, nun wird man mir wieder sagen, das ist harmlos gegenüber den Diabetikern, aber ich betrachte die GesaMTSchau meines Lebens, die Bilanz und die ist zum k... -
Michael74
Rang: Gastam 24.09.2018 14:34:12 | IP (Hash): 1359633396
Tja, ich wollte dier keine angst machen aber es ist nunmal so dass der hba1c keine wertigkeit in der diagnose besitzt. Ich habe dies ja leider auch erfahren und bin wie purea auch hier dafür fertig gemacht worden. Daher wird er über kurz oder lang aus der diagnose verschwinden.
Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung. -
Zolletta
Rang: Gastam 24.09.2018 14:57:58 | IP (Hash): 526563806
In der Diagnose von Diabetes vielleicht doch, was weiß ich, den habe ich ja (noch) nicht. In Bezug auf mögliche Störungen scheint er tatsächlich keine zuverlässige Aussage zu liefern, sonst hätte mein Test heute morgen anders ausgesehen. Gut, eine gewisse Störungsanfälligkeit wird auch dem OGTT nachgesagt, das kann beim NBZ schon sein, der war das letzte Mal ja auch o.k. und ich habe heute Nacht sauschlecht geschlafen ... Aber der Zwei-Stunden-Wert war de facto viel zu hoch. Und an die Kohlenhydratzufuhr habe ich mich ja gehalten.
Meine Handlungsoptionen sind jetzt auch wieder begrenzt. Ich kriege keine Medikamente, sondern nur die allgemeine Empfehlung, "auf die Ernähung" zu achten, was ich aber schon seit Jahren tue.
Damit kann ich mich für mein Gefühl jetzt nur hinsetzen und abwarten bis der Prädiabetes zum Diabetes wird. Und das ist ein so richtiges Scheiß-Gefühl ...