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Bin seit 9 Jahren in der Grauzone

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    am 14.11.2018 13:37:56 | IP (Hash): 1792948350
    Hallo,
    bin seit ca. 9 Jahren in der Grauzone, Langzeitwert variierend von 6,1 bis 6,5. Aktuelles Alter 57.
    Vor neun Jahren hatte ich kurz Metformin bekommen, welches ich nicht vertragen habe.
    Danach wurde das Medikament abgesetzt und ich konnte bis vor kurzem ausschließlich durch Ernährung und Sport das ganze im Prädiabetesbereich halten. Es wurden bei mehreren Untersuchungen keine Schäden am Körper festgestellt.
    Mitte September wurde bei mir HB1AC von 6,7 gemessen, sechs Wochen später 6,6 (nüchtern 97), Tendenz fallend. Zwischen beiden Messungen habe ich bewusst 2,5kg abgenommen.
    Der Hausarzt verschrieb mir trotzdem Januvia 50, 1x täglich, das ich auch nicht vetrage (Schwindel und starke Kopfschmerzen). Da ich voll berufstätig bin, kann ich mir diesen Zustand auf Dauer nicht vorstellen.
    Ohne Medikamente habe ich keinerlei Beschwerden.
    Was tun?


  • Michael74

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    am 14.11.2018 14:15:30 | IP (Hash): 220798829

    Hi Gottfried
    Die grauzone hast du mit hba1c verlassen un d bist in die gemeinde der diabetiker eingetreten. Dazu alles gute. Gib dem medikament ein wenig zeit, es muss sich einschleichen und dein körper ist dem zu hohen bz der letzten jahre gewöhnt. Daher jetzt der schwindel. Das wird sich geben wenn dein körper die gesunden bz werte sozusagen akzeptierst.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 14.11.2018 14:41:04 | IP (Hash): 145430705
    Michael74 schrieb:

    Hi Gottfried
    Die grauzone hast du mit hba1c verlassen un d bist in die gemeinde der diabetiker eingetreten. Dazu alles gute. Gib dem medikament ein wenig zeit, es muss sich einschleichen und dein körper ist dem zu hohen bz der letzten jahre gewöhnt. Daher jetzt der schwindel. Das wird sich geben wenn dein körper die gesunden bz werte sozusagen akzeptierst.


    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.



    Hallo Gottfried!

    Mit den "hohen Blutzuckerwerten" wie Michaela schreibt haben die Nebenwirkungen nicht viel zu tun....

    Medikamenten wie Metformin oder auch Januvia sollte man mittels "einschleichen", sprich erst mit niedriger Dosis beginnen eine Chance geben! Deine Werte sind noch schön niedrig, Dein Arzt beginnt schon früh, das ganze im Zaum zu halten - das ist sehr gut.
    Eventuell hilft schon der Umstieg auf einen anderen Medikament-Hersteller!
    Sprech Deinen Arzt umgehend auf die Nebenwirkungen und Alternativen an.
    Bearbeitet von User am 14.11.2018 14:41:58. Grund: .
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    am 14.11.2018 15:08:08 | IP (Hash): 1887394490
    Bis 7 bewegst Du dich im Beich einer sehr guten Diabetes-Behandlung mit sehr wenigen diabetischen Folgekrankheiten pro 100.000 Betroffene. Aus der Sicht spricht erstmal NICHTS dagegen, dass Du das auch weiter so machst, wenigstens so lange, wie Dir das ohne Medis gelingt.

    Die selbe Statistik sagt aber auch, dass ein weiteres und munteres Ansteigen des Blutzuckers aus Deinem aktuell noch sehr guten Bereich mit jedem Jahr näher rückt, das man darin zubringt. Und klar kannst Du der eine von X Nummern hunderttausend sein, der davon verschont bleibt ;)
    Und dann sagen neuere Erkenntnisse, dass sich wahrscheinlich sehr viel länger und vielleicht sogar lebenslang ohne Medis und mit wirklich gesundem Blutzucker leben lässt, wenn man den Blutzucker zunächst mal in einer Art Pferdekur (6 Wochen mit 600-800kcal/Tag, Newcastle Programm) in den gesunden Bereich absenkt, dieses Absenken mit dem Abschmelzen auf mittleres Normalgewicht konsolidiert und das dann hält.

    Auf der anderen Seite halt die normale Diabetesentwicklung mit nem BZ, der für gleiches Essen & Trinken immer höher ansteigen will und zu seiner einigermaßen ausreichenden Begrenzung immer mehr Medikation und meistens recht bald auch 4-5mal am Tag und öfter Insulin braucht.

    NOCH kannst Du wahrscheinlich wählen. Daumendrück

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 14.11.2018 21:16:00 | IP (Hash): 363004256
    Gottfried schrieb:
    Ohne Medikamente habe ich keinerlei Beschwerden.
    Was tun?

    Hallo Gottfried,

    das hat Diabetes so an sich, dass er eigentlich keinerlei Beschwerden macht. Die kommen erst, wenn der BZ entgleist bzw. wenn dann nach etlichen Jahren die ersten diabetischen Folgeerkrankungen auftreten.

    Wenn die Beschwerden mit dem DPP4-Hemmer Januvia nicht besser werden, dann rede mit deinem Arzt darüber, dass du andere Medikamente ausprobieren kannst. Noch möglich und naheliegend wäre z.B. ein SGLT2-Hemmer der mit anders gelagerten Nebenwirkungen verbunden ist. Wenn du das Metformin nicht langsam eingeschlichen bzw. nur kurze Zeit probiert hast, dann wäre auch damit ein erneuter Versuch sinnvoll. Ohne Anfangsprobleme geht es bei Metformin nicht ab. Von vielen wird es aber vertragen, wenn es langsam eingeschlichen wird. Metformin wäre, wenn du es verträgst, das sinnvollste Eingangsmedikament, weil es ein sicheres Medikament und nicht so stark wie die Medikamente der nächsten Stufe ist.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    am 15.11.2018 11:12:21 | IP (Hash): 1792948350
    Ich danke herzlich für die wertvollen Beiträge.
    Vor neun Jahren hat man bei mir plötzlich HB1AC von über 10% festgestellt.
    Nach der radikalen Essensumstellung kam ich wieder in den "normalen" (HB1AC unter 6,5%) Bereich.
    Bisher konnte ich die Werte immer mit Gewichtsreduzierung im Schach halten.
    Das Problem sehe ich bei mir bei den späten Mahlzeiten. Ich aß bis vor kurzem gerne auch kurz vor dem Schlafen. Deshalb kam immer wieder das Jojo-Effekt beim Gewicht zurück.
    Dieses habe ich vor zwei Monaten geändert und bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich wieder
    bald im Prädiabetesbereich lande. Nur diesmal möchte ich abnehmen und das Gewicht halten.
    Die Nüchternwerte liegen wieder im Bereich zwischen 90 und 98mg/dl, wie früher.

    P.S.
    Metformin macht meine Beine kraftlos und zitternd, so dass ich kein Auto fahren kann.
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    am 15.11.2018 11:51:24 | IP (Hash): 1559309878
    Gottfried schrieb:
    Metformin macht meine Beine kraftlos und zitternd, so dass ich kein Auto fahren kann.

    Hallo Gottfried,

    das ist eigentlich keine typische Nebenwirkung von Metformin aber eine typische Nebenwirkung der Statine. Wenn du ein Statin (Cholesterinsenker) einnnimmst, dann beobachte das noch mal ganz sorgfältig.

    Viel Erfolg bei deinen anderen Bemühungen, Rainer

    ____
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    am 15.11.2018 12:07:41 | IP (Hash): 1792948350
    Hallo Rainer,

    außer 1 x täglich Januvia 50 (seit ein paar Tagen) nahm und nehme ich keine anderen Medikamente ein.

    Gruß

    Gottfried
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    am 15.11.2018 17:46:41 | IP (Hash): 1559309878
    Hallo Gottfried,

    dann scheint es, falls es nach dem Absetzen von Metformin verschwunden ist, ziemlich sicher damit zusammen zu hängen.

    Du solltest von deinem Arzt mal den Viatamin-B12-Status feststellen lassen. Metformin kann B12-Mangel verursachen, dazu würden deine Symptome passen. So ein Mangel tritt zwar normal erst nach Langzeiteinnahme von Metformin auf, aber vielleicht hattest du ja vorher schon zu wenig.

    Vitamin-B12-Mangel lässt sich mit ärztlicher Hilfe beheben. Wenn du welchen hast, dann sollte der auch unabhängig von der Metformineinnahme behoben werden. Daraus würde sich aber wieder die Chance ergeben, doch mit Metformin zurecht zu kommen. Ich kann dir nur raten, so eine Chance dann zu nutzen. Diese kleine aber gute Unterstützung kannst du sehr gut gebrauchen, wenn du deinen Diabetes langfristig hauptsächlich mit Ernährung im Griff behalten willst.

    Alles Gute, Rainer
    ____
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    am 19.11.2018 13:04:13 | IP (Hash): 1792948350
    Herzlichen Dank Rainer für Deine Ratschläge.
    Mein Ziel ist wieder im Prädiabetesbereich zu landen, um Januvia abzusetzen.
    Die nächste HBA1C-Untersuchung wird ca. Ende Januar/Anfang Februar 2019 stattfinden,
    dann kann ich auch den Hausarzt bzgl. Vitamin B12 ansprechen.
    Habe seit 8 Wochen 5 kg abgenommen, die Nüchternwerte werden immer besser
    (Durchschnitt der letzten 14 Tage liegt bei 94mg/dl).

    Es sind jetzt drei Faktoren, die neu bzw. geändert worden sind:

    1. Letzte Mahlzeit bis spätestens 21 Uhr - vor 8 Wochen neu eingeführt.
    2. Drei Mal Sport pro Woche je ca. 75 Minuten (30 Minuten Krafttraining, anschließend 45 Minuten Crosstrainerlauf (7-8km) mit variabler Belastung). Für die Gewichtsabnahme ist drei Mal pro Woche erforderlich, fürs Gewichthalten ist zwei Mal pro Woche ausreichend. Die Inhalte habe ich mir während der neun Jahre selbst ausgearbeitet.
    3. Einnahme von Januvia 50, 1 x täglich seit sechs Tagen.

    Ich werde die Ergebnisse hier entsprechend aktualisieren.
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    am 20.12.2018 10:49:49 | IP (Hash): 1792948350
    Hallo,
    hier ein kurzer Zwischenbericht:

    ich habe seit September insgesamt 6kg abgenommen, der durchschnittliche Nüchternwert der letzten 30 Tage liegt bei 89mg/dl.
    Im letzten Monat habe ich "nur" 1kg abgenommen, aber der Bauchumfang ist viel kleiner geworden und gleichzeitig wurden Muskeln durch regelmaßiges Krafttraining
    und ca. 30km/Woche Crosstrainerlauf aufgebaut.
    Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass der HBA1C-Wert ziemlich weit nach unten gerutscht ist, denn Nüchternwerte unter 90mg/dl hatte ich in den letzten 9 Jahren selten.

    Ich wünsche allen ein fröhliches Weihnachtsfest

    Gottfried
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    am 20.12.2018 11:20:32 | IP (Hash): 13715764
    Glückwunsch - das klingt sehr gut. :=)

    Ich wünsche ebenfalls ein frohes Fest, weiter so gutes Gelingen und bei der nächsten Untersuchung ein gutes HbA1c.

    Rainer
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    am 22.01.2019 09:24:03 | IP (Hash): 1792948350
    Sehr erfreuliche Nachrichten:

    1. Insgesamt 7kg abgenommen.
    2. Durchschnittlicher Nüchternwert der letzten 30 Tage liegt bei 87mg/dl.
    3. Neuer HBA1C-Wert 5,7%.

    Der Hausarzt fragte nur: was haben Sie gemacht?

    Und ich antwortete ihm und hier allen als eine mögliche Hilfe im Kampf gegen Diabetes:

    - ich habe seit September 2018 7kg abgenommen,
    - ich esse sehr wenig Kohlenhydrate und spätestens bis 21 Uhr,
    - ich mache vier Mal pro Woche Sport wie folgt :
    30-45 Minuten Krafttraining und direkt danach 7,5 bis 8km Lauf auf dem Crosstrainer mit variabler Belastung.

    Wenn sich der Trend in den nächsten drei Monaten fortsetzt, dann werden die Tabletten (Januvia 50) abgesetzt.


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    am 22.01.2019 10:30:07 | IP (Hash): 1912684865
    SUUUPER und weiterso :)

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    am 18.03.2024 22:29:20 | IP (Hash): 1125122427
    Hallo zusammen,

    es sind mittlerweile 16 Jahre, wo ich mich in der "Grauzone" befinde.
    Keine Diabetesschäden feststellbar. Aufgrund der Covid-Pandemie und geschlossener Fittnessstudios betrug mein HbA1c-Wert im Dezember 2022 6,5%. Seit Dezember 2022 gehe ich wieder regelmäßig
    (ca. zwei Mal pro Woche) ins Fittnessstudio. HbA1c pendelt zwischen 6,0 - 6,1%.
    Ich habe weitere 6 kg abgenommen, dann mächtig Muskelmasse aufgebaut, dadurch wieder 3 kg zugenommen. Bin ganz fit, nehme überhaupt keine Medikamente, Blutdruck 125-135/80-90.
    Bin jetzt 63 Jahre alt und in Vollzeitjob.

    Kann mir jemand erklären, warum man diesen Zustand Prädiabetes nennt?
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    am 18.03.2024 23:24:07 | IP (Hash): 361801377
    Hast du super gemacht,prima.
    Beharrlichkeit (Sturkopf?) und Motivation. DIY Heilung, sozusagen. :)

    --------------------------------------------------------
    DM2 in Remission ohne Medikamente
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    am 19.03.2024 09:11:50 | IP (Hash): 154822215
    Hallo Gottfried,

    schön, dass du dich wieder meldest und uns einen aktuellen Stand gibst.

    Zu sehen, dass es geht und über die Jahre einen Verlauf zu sehen, kann vielen neudiagmostizierten Typ2ern hier Mut machen, das richtige zu tun.

    Dir weiterhin alles Gute. Du hast es ja gut drauf...


    ______________________
    ehemaliger Diabetiker
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    am 19.03.2024 13:14:41 | IP (Hash): 1125122427
    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für Eure Posts.

    Unten meine Tipps für alle "Kämpfer":

    verlasst euch nicht ganz auf die Ärzte. Auch bei Prädiabetes wollten sie mich mit Tabletten füttern.
    "Dank" der Metformin-Unverträglichkeit - siehe meine ersten Beiträge, habe ich über die 16 Jahre folgendes erarbeitet:

    1. Ernährung
    - keine Tabletten genommen (bis auf 6 Monate in 2018, 1 x Januvia 50)
    - keine Butter, keine Margarine, keine Soßen, keine Mayonnaise, sehr selten Ketchup, Ausnahme: Senf
    - "Dunkles" Brot
    - Süßigkeiten: Schokolade ab 80% Kakao-Inhalt, selbst gebackene Kuchen: normales Rezept, die Zuckermenge um 60-70% reduziert
    - Obstsorten: regelmäßig Äpfel, Kiwi, seltener Orangen, Mandarinen
    - Fleischkonsum mit über 90% Geflügel, Fisch, beides auf Rapsöl gebraten
    - leichtes (!!!) Abendessen z.B. Seitenbacher Müsli zuckerarm mit Alpro Natur Joghurt, Apfel

    2. Bewegung / Sport:
    - dienstags und donnerstags Fitnessstudio je ca. 100 Min.: pro Session 20 Min. Fahrradfahren mit variabler Belastung, 80 Min. fortgeschrittenes Krafttraining
    - samstags und sonntags oder mindestens einmal pro Wochenende Crosstrainerlauf zu Hause, so lange bis 500 kcal verbrannt sind (bei mir dauert es ca. 48 Min.)
    - von Frühling bis Anfang Herbst: Gartenarbeit und werktags Fahrradfahren zur Arbeit (nur 5 km insgesamt aber immerhin)

    Auch wenn man keine Lust hat, muß man regelmäßig trainieren!

    Der schlimmste Zeitraum ist für mich jedes Jahr zwischen November und Ende Februar. Ende Januar / Anfang Februar steigt bei mir leicht der HbA1c.
    Ich denke, es wäre für mich wesentlich leichter es unter Kontrolle zu halten, wenn ich nicht arbeiten müsste. Bei Vollzeitjob ist es für mich in den winterlichen Monaten schwer.
    Auch die Erkältungskrankheiten im Winter haben einen negativen Einfluß, weil man nicht trainieren kann.

    Ich messe täglich nüchtern den Blutzucker. Erfahrungsgemäß entspricht bei mir der Durchschnittswert von 90-91mg/dl dem HbA1c von 6,0%.
    Anhand dieser Messungen weiß ich sofort, ob ich mich entspannen kann oder bei dem Punkt 1. etwas korrigieren muß,
    denn die schlechteren Werte werden in erster Linie durch die falsche Ernährung verursacht!
    Bei HbA1c von 6,0% herrscht bei mir die totale Entspannung.

    Viele Grüße
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    am 19.03.2024 17:06:39 | IP (Hash): 1132724795
    Gottfried schrieb:
    Kann mir jemand erklären, warum man diesen Zustand Prädiabetes nennt?



    Hallo Gottfried...der Zustand mit HbA1c um die 6 heißt nicht mehr Prädiabetes...das ist schlicht und ergreifend Diabetes...

    Sorry, dass ich dich da enttäuschen muss...
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    am 19.03.2024 22:10:23 | IP (Hash): 1125122427
    Hallo Zuckerle,
    da muß ich Dich enttäuschen,
    die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die folgenden Richtlinien für die Interpretation von HbA1c-Werten festgelegt:
    ein HbA1c-Wert von weniger als 5,7% wird im Allgemeinen als normal angesehen,
    ein HbA1c-Wert zwischen 5,7% und 6,4% deutet auf ein erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes hin und wird als erhöhtes Nüchternplasmaglukose- oder Prädiabetes-Stadium betrachtet
    und ein HbA1c-Wert von 6,5% oder höher wird als Diabetes diagnostiziert.
    Danach orientiert sich auch mein Arzt.

    Meine 16-jährige Geschichte zeigt, dass die Blutzuckerwerte im Hba1c-Bereich zwischen 5,7 und 6,4% müssen nicht medikamentös behandelt werden, wenn man permanent sich entsprechend ernährt und Sport treibt. Regelmäßige Untersuchungen auf evtl. gesundheitliche Schäden bleiben negativ, der Blutdruck lag noch vor ca. 10 Jahren im Bereich 140-150/90-95 heute liegt er im Normalbereich.

    Mein Arzt hat sich gefragt, warum ich bei normalen Blutzuckerwerten im nüchternen Zustand einen erhöhten Hba1c habe. Er ist der Meinung, dass es mit der Intensität der Sportaktivität zusammen hängt.
    Ich habe nämlich auch einen leicht erhöhten Kreatinin-Wert.
    Erhöhte Hba1c- und Kreatinin-Werte sind bei Leistungssportlern typisch.
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    am 19.03.2024 22:24:24 | IP (Hash): 220553997
    Gottfried schrieb:
    Hallo Zuckerle,
    da muß ich Dich enttäuschen,...
    und ein HbA1c-Wert von 6,5% oder höher wird als Diabetes diagnostiziert.
    Danach orientiert sich auch mein Arzt.


    Das ist jetzt ein Fach-Simpel-Ei ;)

    Die Sorte Eier mag ich, und in diesem Fall geht sogar noch eins drauf! Denn Prä- oder Pre-diabetes ist bislang nirgendwo als Krankheit definiert. Genannt(!) wird so immer häufiger auch von Diabetologen der Bereich zwischen der schwammig definierten Obergrenze von gesundem Blutzucker und den eindeutig definierten Diabetes-Diagnose-Grenzwerten.

    UND während der Bereich bis zur Diagnose als Vor gilt, ist er nach der Diagnose der optimale Behandlungs-Bereich. Und auch wenn der nach der Diagnose ohne Medis erreicht und eingehalten wird, wird da kein Prä- oder Pre- mehr, sondern da bleibt der Diabetes, wenn man einmal ärztlich vermessen so einen Diagnose-Grenzwert - damals deine 6,7 - überschritten hat.

    Daumendrück für weiter so gesundes Gelingen :)

    ----------------------------------------------
    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 20.03.2024 09:37:21 | IP (Hash): 1125122427
    "...UND während der Bereich bis zur Diagnose als Vor gilt, ist er nach der Diagnose der optimale Behandlungs-Bereich...."

    Prädiabetes oder die Grauzone wird sogar als "optimaler Ziel-Behandlungsbereich" bezeichnet.
    Da kann ich mich bei einem dauerhaften Hba1c von 6,0-6,1% wirklich total entspannen ohne, dass ich Tabletten schlucken muß.
    Mit "ärztlicher Behandlung" hat mein Fall nichts zu tun, es ist auschließlich eine Art regelmäßige Kontrolle.
    Der Behandlungsplan, sprich Ernährung und Sportaktivität wurden ausschließlich von mir über die Jahre ausgearbeitet und modifiziert. Leider wird so etwas von den meisten Ärzten und allen Krankenkassen überhaupt nicht unterstützt.
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    am 20.03.2024 10:25:35 | IP (Hash): 27159878
    Mit Deinem HbA1c bist du in guter Gesellschaft: Unser Muster Typ 2 Hans Lauber
    (Fit wie ein Diabetiker: Messen! Essen! Laufen!: Messen! Essen! Laufen! So besiegen Sie Ihren Lifestyle - Diabetes. Natürlich und ohne Medikamente. https://amzn.eu/d/ixdxxgG )
    hat sich da auch über viele Jahre gehalten. Hat allerdings wohl wirklich geglaubt, dass sein T2D schließlich endgültig weg wäre, und die eigene Kontrolle zu den Akten gelegt. Mit dem nächsten HbA1c Ergebnis über 7. - Ok, hat er inzwischen wohl wieder eingefangen.

    Persönlich bezeichne ich das nicht als besiegen, sondern als gemeinsamen Erfolg von meinem engsten Lebenspartner T2D und mir: Wenn ich mal aus unserer gesunden Spur aus-schludere, zeigt er mir das direkt mit der nächsten BZ-Messung. Eine eindeutigere Orientierungs-Hilfe kann ich mir nicht vorstellen :)

    Allerdings wird solche Orientierungs-Hilfe von der DDG praktisch in doppelter Hinsicht abgelehnt. Einmal wg des Messens und dann wg des sich danach Richtens. Mit T2D ohne Insulin soll man am besten gar nicht messen, und der Arzt bestimmt den Zielrahmen für den BZ.

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    am 20.03.2024 13:02:01 | IP (Hash): 1125122427
    Noch eine Ergänzung bzgl. der "Behandlungskosten":

    ich habe bei meiner Krankenkasse die finanzielle Unterstützung für die Teststreifen und für das Fitnessstudio angefragt, beides wurde abgelehnt. Metformin und Co. dagegen könnte ich kostenlos ohne Einschränkungen bekommen.

    Dass ich mit meiner Methode eine von mir früher nicht gekannte körperliche Fittness aufgebaut habe, den Blutdruck normalisiert habe, Cholesterinwerte wie bei einem Jugendlichen habe interessiert die Krankenkasse nicht.

    Diabetes ist für sie ein Milliardengeschäft, so läuft der Hase in Wirklichkeit.

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    am 20.03.2024 19:27:17 | IP (Hash): 27159878
    Gottfried schrieb:
    Diabetes ist für sie ein Milliardengeschäft, so läuft der Hase in Wirklichkeit.


    Wie sollte für die kranken Kassen ein Milliardengeschäft sein, wenn für immer mehr Millionen Menschen mit T2D und immer mehr Folgekrankheiten immer mehr ärztliche Leistungen bezahlt werden müssen? Seit sie anteilsmäßig für chronisch Kranke aus dem GKV-Beitragstopf nehmen dürfen, sind sie besonders interessiert an T2D, die nix bis möglichst wenig kosten, aber ein durchlaufender geringer Aufwand für die gezielte Gesunderhaltung würde sich schon auf 10 Jahre gerechnet super verzinsen.

    Nur ist unser Gesundheitssystem auf dem Auge mit voller Absicht völlig blind, denn bei uns herrscht ärztliche Behandlungshoheit. Nicht die Kassen bestimmen, was wie und mit welchem Ergebnis zu behandeln ist, sondern das ist allein die Angelegenheit unserer ärztlichen Zunft: Die approbierte Kraft stellt die Diagnose und die approbierte Kraft bestimmt die Behandlung = Einstellung. Und die richtet sich nach den Leitlinien, die die entsprechende Fachgesellschaft dafür beschlossen hat.

    Diese sogenannte Einstellung ist heute weitgehend verwaltungsmäßig und vor allem juristisch zementiert. Mit jeder ernsthaften ärztlichen Abweichung davon wird der Job riskiert. Und die immer hoffnungsloser überlaufenen Praxen sind praktisch heilfroh über diese Fachvorgaben, denn damit kosten die meisten Behandlungen sehr viel weniger Hirnschmalz und Zeit, als für die wirklich individuelle in jedem Einzelfall notwendig wäre.

    Wer mehr/gesünder will, kann sich nur selbst sachlich schlau und ein persönliches DIY Projekt davon machen. Viele, die hier mitschreiben, liefern alltäglich gelingende Beispiele dafür, du doch auch :)

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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