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Schwangerschaftsdiabetes und viele Fragen

  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.11.2018 00:59:49 | IP (Hash): 971389618
    Doch, wurde bei mir schon darauf hingewiesen, allerdings nicht in so Prozenten.
    Besprochen wurde, daß eigene Handmessgerät in der Praxis gegenmessen zu lassen.
    Vor Fingerpieksen in der Praxis das Gerät vorbereiten und aus dem gleichen Blutstropfen für BZ- und HbA1c-Bestimmung auch in den Sensor des Handgerätes einziehen lassen.
    Dann kann man sehen, in wie weit Praxis-Wert und Handgerät auseinanderliegen.
    Wenn zu arg, neues Messgerät erhalten (bzw. verschreiben lassen) bzw. Abweichung einrechnen (+/-)

    Wenn dieses in der Praxis nicht besprochen/angeboten wird, kann man selber mit einer Testlösung (passend zum Messgerät) aus der Apotheke kontrollieren
    https://www.diabetes-ratgeber.net/Blutzucker/So-kontrollieren-Sie-Ihr-Messgeraet-54134_6.html
    Hier wird darauf hingewiesen, daß dabei der angegebene Bereich auf dem Sensorenbehältnis eingehalten wird:
    Bei meinem steht drauf - Zielwert 130 mg/dl mit Zielbereich 116-144 ~ 10 % +/-
    Um den Zielwert, den wir einhalten sollen, genauer - bei bes. tiefen oder hohen kann die Abweichung in % größer ausfallen. Aber dann nicht so wichtig, weil bei UZ bzw. zu hohen Werten dann auch so zu erkennen. Also die DIN Norm +/- 15 % Abweichung ist da relativ zu sehen.

    Ich selber finde es jedenfalls erstaunlich, daß wir überhaupt so ein Messgerät für zuhause zur Verfügung haben.
    Wenn man sich vor Augen führt:
    Auf kleinstem Raum findet ein biochemischer Prozess statt, mit wenigen Mikrolitern Blut, die dann noch auf Deziliter hoch gerechnet werden
    https://flexikon.doccheck.com/de/Blutzuckermessgerät

    @Ini bzgl. Brötchen mit Rührei
    So'n Mehrkornbrötchen ist z.T. Augenwischerei, rechne jedenfalls Brötchen mit Schätzwert 20 g = 1 BE
    Kennst du "Strammer Max" ?
    Scheibe Brot (+ Streichfett) mit gekochtem Schinken und Spiegelei(ern).
    Lecker, zu jeder Tageszeit, geht fix, auch BZ-mäßig durch mehr Schinken (auch andere Wurstsorten möglich).
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 23.11.2018 01:37:16 | IP (Hash): 145430705
    ...mit jeder neuen Dose Teststreifen ist der "Abgleich" hinfällig...

    Ratschlag #2 von Rainer sagt schon alles.
    So kann der BZ schön im Rahmen gehalten werden, steht da Mal ne 175 ist das eben so.

    Eingreifen muß man wenn man nach ein paar Messungen einen deutlichen Trend nach oben sieht - drücke die Daumen dass es so nicht kommt.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.11.2018 02:24:45 | IP (Hash): 971389618
    TypEinser schrieb:
    ...mit jeder neuen Dose Teststreifen ist der "Abgleich" hinfällig...


    Wieso diese Skepsis ?
    Sensoren unterliegen dem Qualitätsmanagements des Herstellers, also Zielwert/Bereich ist aufgedruckt.

    Man selber muss natürlich auch auf Umgang mit Sensoren achten - entnehmen, Behältnis sofort schließen.
    Die Innenwand hat eine dicke Schicht, um Luftfeuchtigkeit abzufangen.

    Blutzuckermessung ist Vertrauen auf ein gesamtes Meßsystem - Gerät + Sensoren + ggfs. Testlösung.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 23.11.2018 04:20:00 | IP (Hash): 145430705
    Keine Skepsis - sondern Erfahrung!

    Früher gab's zu jeder Dose einen Kalibrierungschip für das Testgerät, mittlerweile hat selbst Roche mit dem "schwarzen Chip" eine weitere Fehlerquelle ausgeschlossen - dann zeigt die Testkiste eben mal mehr oder weniger. Ist ja auch erlaubt und reicht für unsere Zwecke und wirklich aus.
    Und genau aus diesen Gründen sind die BZ-Testgeräte nicht zu Diagnosezwecke geeignet.
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    am 23.11.2018 06:34:48 | IP (Hash): 575933667
    Elfe schrieb:
    Wieso diese Skepsis ?


    Stell dir vor, ich möchte messen, wie groß mein Sohn ist. Ich gehe zur Schublade, hole zwei Zollstöcke, das Kind stellt sich gerade aufrecht in den Türrahmen und ich messe: Mit dem ersten Zollstock 100 cm und mit dem zweiten Zollstock 106 cm. Ich weiß nicht wie es dir ginge, aber mich würde es misstrauisch machen.

    Sinngemäß genau das habe ich mit zwei BZ-Teststreifen gemacht. Ein mal den Finger angestochen und mit dem selben Gerät mit zwei Teststreifen aus der selben Dose aus dem selben Bluttropfen den BZ bestimmt: Abweichung von 6 mg/dl.

    Darum diese Skepsis. Oder besser gesagt, daher die Einsicht, dass es sich bei dem angezeigten Ergebnis nicht um einen exakten, die Realität widerspiegelnden Messwert, sondern eher um eine Annäherung handelt.
    Bearbeitet von User am 23.11.2018 06:39:27. Grund: Ergänzung
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    am 23.11.2018 08:48:22 | IP (Hash): 558768233
    Carlos2 schrieb:
    Darum diese Skepsis. Oder besser gesagt, daher die Einsicht, dass es sich bei dem angezeigten Ergebnis nicht um einen exakten, die Realität widerspiegelnden Messwert, sondern eher um eine Annäherung handelt.


    Genau die Annäherung ist die Realität. Selbst im Labor bei der BZ-Bestimmung ist das dann nicht die Realität, weil auf dem Weg dahin die roten Blutkörperchen von der Glukose gefressen haben. Zwar bei zeitlich kurzem und gut gekühltem Transport wenig, aber bestimmt messbar und nicht für alle einheitlich.
    Ok, die Menge für's Labor ist größer, so dass die äußeren Einflüsse von was auf oder an der Haut geringer sind, aber wenn z.B. der morgentliche Nüchternwert bestimmt werden soll, so kann der beim selben Menschen, auch beim selben gesunden, im Zeitraum von ner halben bis ner Stunde um 10-20% schwanken. Bei Menschen mit Prädiabetes oder Diabetes noch sehr viel weiter. Also welcher Wert ist dann der reale Nüchternwert, der um 6 oder der um 7 oder der um 8 oder der um ...?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 23.11.2018 18:00:19 | IP (Hash): 971389618
    TypEinser schrieb:
    Keine Skepsis - sondern Erfahrung!
    Früher gab's zu jeder Dose einen Kalibrierungschip für das Testgerät, mittlerweile hat selbst Roche mit dem "schwarzen Chip" eine weitere Fehlerquelle ausgeschlossen - dann zeigt die Testkiste eben mal mehr oder weniger. Ist ja auch erlaubt und reicht für unsere Zwecke und wirklich aus.
    Und genau aus diesen Gründen sind die BZ-Testgeräte nicht zu Diagnosezwecke geeignet.


    Ja, TypEinser, da hast du vollkommen recht !
    Zu Diagnosezwecke sind die Handgeräte nicht geeignet, aber dennoch geeignet, für BZ-Wertbestimmung bzw. Steuerung für zuhause.
    Auch für Schwangere, wenn wir uns an Fragestellerin Ini erinnern.
    Selbst bei Schwangerschaften ist ein gewisser Bereich angegeben, also nicht per Punkt eine definierte Zahl.

    Der Kalibrierungssensor ist in der weiteren Entwicklung wohl nicht mehr notwendig.
    Zumal die damalige DIN Norm noch +/- 20 % Abweichung erlaubt hatte.

    Transport in ein externes Labor beeinhaltet Risiken.
    Deshalb bin ich froh, daß direkt in der Praxis Blut- und Langzeitwert direkt gemessen werden kann.
    Mit einer HPLC, nicht so ein verkapseltes Gerät.

    Für mich ist der vierteljährliche HbA1c-Wert ganz wichtig (und natürlich ausschließen von Folgeschäden).
    Dann kann ich nicht so viel falsch gemacht haben, trotz schwankender Werte im Bereich von ca. 40 bis paar 300er.

    Habe mal ein altes Messgerät, solange die Testsensoren reichten, gegen das neue gegen gemessen.
    Auweia, da war ein Unterschied von bis zu 30 mg/dl zu sehen.
    Da wurde mir im Nachhinein noch mulmig, obwohl auch damit die Wertekontrolle gut gelang.

    Was man nicht vergessen darf, daß jeder Wert nur eine Momentaufnahme ist, mit anderen Einflussgrößen (Hormone z.B. wie Adrenalin - lässt BZ und Blutdruck steigen).

    P.S.: Die 'blutige' Messung scheint noch immer genauer zu sein als mit Libre. Entnehme das aus Gespräch mit meinem Arzt, der bei meinen dokumentierten Werten nachfragte: Blutig oder Libre-Sensor ? Und sagte auch, das Libre ist im unteren Bereich ungenau. Soso, angepriesen immer wieder und dann das. Bleibe skeptisch, auch zum Libre 2.
    Bearbeitet von User am 23.11.2018 18:03:45. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 25.11.2018 13:09:35 | IP (Hash): 1084405609
    Ich muss noch mal was fragen... Ich esse nun seit 4 Tagen jeden Abend als letzte Mahlzeit nur Rührei mit etwas Obst, weil abends mein Blutzucker bei einer kohlenhydratreicheren Mahlzeit immer viele Stunden im Bereich um die 115-120 geblieben ist. Jetzt hab ich um 20 Uhr Werte um die 85 und mein Nüchternwert morgens ist auch etwas niedriger (ca. 77 statt 82). Das kann ich ja auch alles nachvollziehen. Aber plötzlich sind meine Werte auch tagsüber viel besser? Eine Stunde nach den Mahlzeiten bei 120 und nach zwei Stunden teilweise schon wieder auf Nüchternniveau. Ist das Zufall oder liegt das wirklich daran, dass ich abends kaum mehr Kohlenhydrate esse?

    LG Ini
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    am 25.11.2018 14:55:42 | IP (Hash): 33628159
    Mit niedrigeren Spitzen nach den Mahlzeiten wird häufig auch ein deutlich niedrigerer Verlauf über Nacht und zwischen den Mahlzeiten beobachtet. Gratuliere und weiter Daumendrück :)

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 26.11.2018 09:07:44 | IP (Hash): 1121917051
    Ich noch mal... Hab gerade meinen Hba1c von letzter Woche bekommen. Der liegt bei 4,5%. Ist das nicht sogar extrem / zu niedrig? 🙈 Zumindest kann ich wohl davon ausgehen, dass ich vor der Ernährungsumstellung (ca. 2-3 Wochen vor der Blutentnahme) nicht schon wochenlang mit zu hohen Blutzuckerwerten rumgelaufen bin?