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Neu hier - Prädiabetes

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    Mitglied seit: 27.11.2018
    am 27.11.2018 21:32:15 | IP (Hash): 936966302
    Hallo

    Ich bin neu hier und wollte mich kurz vorstellen. Ich bin 46 Jahre alt, mein Vater ist seit langer Zeit schon Diabetiker Typ 2 und nun scheint sich das bei mir auch einzustellen.

    War kürzlich zur Blutentnahme, der Nüchtern-Wert war 126. Danach wurde nochmal Blut entnommen für den Langzeitwert, der war bei 6,0.

    Ich habe sofort meine Ernährung umgestellt und seitdem (etwa 4 Wochen her) 4 Kilo abgenommen. Hab aber immer noch gute 15 -20 Kilo zuviel. Der Nüchtern-Wert ist jetzt meistens so bei 111, er war auch schon bei 99 einen Tag. Ich messe jeden 2-3 Tag morgens, hab mir vom Vater ein Gerät geliehen und Teststreifen dazu geholt.

    Ich esse nun keinen Zucker, keine Süßigkeiten, kein süßes Obst und kein Weißmehl mehr. Stattdessen Vollkorn-Brot, Hartweizen-Nudeln wenn überhaupt Nudeln, mehr Gemüse - roh und gekocht - und insgesamt viel weniger. Mache Intervallfasten, morgens lasse ich das Frühstück weg, das aber schon vor der Diagnose.

    Problematisch ist es mit der Bewegung. Ich laufe zwar mehr Treppen jetzt, aber ich bin alleinerziehend und habe kaum Freiraum für Sport. Zusätzlich habe ich schon seit der Kindheit Arthrose in den Knien, bin also eingeschränkt mit den möglichen Sportarten.

    Ich suche hier den Austausch und Tipps zu meiner Situation - freue mich über Feedback von Euch. Ich habe auch schon einige Beiträge gelesen und werde noch weiterlesen. Ich hab noch etwas Schwierigkeiten mit den ganzen Abkürzungen...

    Viele Grüße
    Stern
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    am 27.11.2018 21:51:07 | IP (Hash): 745799319
    Hallo Stern

    das klingt recht gut wie du das machst - ich wünsche dir viel Erfolg.

    Du musst dir kein Messgerät borgen. Das bekommst du von den meisten Herstellern kostenlos zugeschickt. Suche den Hersteller, zu dem deine Streifen passen und schreibe eine eMail oder rufe bei der Hotline an. Die Teststreifen musst du allerdings alleine kaufen. Vielleicht verschreibt dir deine Ärztin die ersten 50, frage ihn mal danach.

    Das Weglassen des Frühstücks kann evtl. nicht gut sein. Viele Typ 2er berichten, dass am Morgen der BZ immer weiter ansteigt, bis sie etwas gegessen haben. Überprüfe das mal mit deinem Messgerät. Falls es bei dir auch so ist und du lieber trotzdem nicht frühstücken willst, dann nimm wenigstens eine kleine Kleinigkeit. Vielleicht unterbricht das bereits den Anstieg. Das musst du ausprobieren.

    Alles Gute, Rainer
    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 28.11.2018 14:17:38. Grund: .
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    am 27.11.2018 22:25:55 | IP (Hash): 936966302
    Danke Rainer, das teste ich - ich hab bisher immer nur morgens nüchtern gemessen.

    Eine Frage kam mir eben noch, nämlich ob ich mich jetzt schon mal bei einem Diabetologen melden sollte? Meine Hausärztin begeistert mich nicht so wirklich, aber für die bisherigen Themen - ich bin selten krank und brauch dann höchstens mal ne Krankschreibung - war es ok bei ihr. Unter anderem sagte sie mir, dass sie mir keine Ernährungsberatung verordnet, weil ich dazu nicht übergewichtig genug wäre. Das war am gleichen Tag, als sie mir den Nüchternwert 126 mitgeteilt hat...

    Ich hab jetzt halt viel recherchiert, aber so eine Begleitung wäre vielleicht schon hilfreich.
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    am 27.11.2018 22:36:23 | IP (Hash): 745799319
    Ja, das wäre sinnvoll.

    Ein Diabetologe wird auch besser einschätzen können, ob vielleicht eine andere Diabetesform (LADA, MODY) vorliegen könnte und das bei Bedarf abprüfen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Michael74

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    am 28.11.2018 08:42:55 | IP (Hash): 599975733
    Ich würde schon einen diabetologen aufsuchen. Deine ärztin scheint sich nicht so zu interessieren. 20kg zu viel auf den rippen würden einen schon dazu bringen zur ernährungsberatung zu gehen und wären auch vorteilhaft für die athrose im knie. Wobei du dass ja anscheinend gut im griff hast mit dem abnehmen.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
    Bearbeitet von User am 28.11.2018 08:46:51. Grund: Verbesserung
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    am 28.11.2018 17:08:16 | IP (Hash): 936966302
    Hall9,

    Heute habe ich mal durch den Tag durch immer wieder gemessen. Der Blutzucker stieg nicht an über den Morgen ohne Frühstück. Nach dem Aufstehen waren es 111, ca. 1 Stunde später 104 und dann kurz vor Mittag 100.

    Erschreckt hat mich der Wert 1,5 Stunden nach dem Essen, da war er bei 170. Dann nach 3,5 Stunden nach dem Essen waren es 128. Das ist doch beides zu hoch oder?

    Dafür wäre jetzt die Ernährungsberatung eben gut, denn ich vermute, ich hab noch nicht den Dreh raus. Heute Mittag gab es zum Beispiel Weizenrisotto, das ist nach einem Rezept für Diabetiker gemacht. Dazu eine halbe Mango und ein Naturjoghurt. Vermutlich sind das dann aber doch zu viele KH?!

    An anderen Tagen esse ich mittags und abends jeweils 2 Vollkornbrotscheiben mit etwas Butter/Rapsöl-Gemisch und Wurst oder Käse. Dazu Rohkost, mittags meistens ein Apfel.

    Ich esse nicht so viel Fleisch, ab und zu mal Fisch (Makrele oder Matjes).

    Müsste ich doch öfter als zweimal am Tag essen und dann bei den Mahlzeiten weniger? Ich möchte wirklich gerne diese Werte senken... das macht mich im Moment echt ein bissel nervös.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 28.11.2018 18:51:23 | IP (Hash): 553061172
    Und deswegen sind deine werte dann ein wenig hoch. Eeil du dich auregst. Wobei die 128 auch bei einem stoffwechselgesunden normal sind.

    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 28.11.2018 21:06:09 | IP (Hash): 936966302
    Lieb gemeint, aber so sehr rege ich mich am Tag dann doch nicht auf, als dass das die 170 erklären würde.

    Ich glaube, ich muss halt wirklich noch bei der Ernährung schauen - vielleicht hat da ja noch jemand eine Meinung dazu. Von Rainer habe ich hier und da schon den Link zu diesem LOGI-Forum gefunden, das schaue ich mir mal an.
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    am 28.11.2018 21:23:42 | IP (Hash): 766281360
    Hallo Stern,

    schön, dass das mit dem Frühstück weglassen bei dir klappt. Dann kannst du bei deinen zwei Mahlzeiten bleiben. Es wäre zwar gut, wenn du dein Essen auf 3, 4 oder 5 kleinere Mahlzeiten verteilen könnstest. Aber das wird wohl kaum funktionieren, ohne dass du insgesamt mehr isst. Deshalb bleibe lieber bei Mittag und Abends. Du musst aber wissen, dass der BZ bei der ersen Mahlzeit am Tag stärker reagiert. Das was die anderen beim Frühstück feststellen, passiert bei dir dann beim Mittagessen.

    Wenn du weißt, dass die BZ-Spitze nach der Mahlzeit bei dir ca, nach 1,5 Stunden auftritt, dann versuche dein Essen so zu gestalten, dass du nach 1,5 Stunden möglichst unter 140 bleibst. Ernährungsberatung oder andere Empfehlungen können dir lediglich Anhaltspunkte dafür geben. Die individuellen Unterschiede sind aber so groß, dass du das geeignete Essen für dich alleine finden musst. Grob gesprochen musst du am besonders auf Menge und Qualität der Kohlenhydrate achten. Dass ein Weizenrisotto besonders gut ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Auch mit Obst musst du bei der Menge vorsichtig sein. Dein Messgerät wird die sagen, was alles für dich und deinen BZ geeignet ist. Als Buch kann ich dir "Stopp Diabetes" von Gonder, Richert wärmstens empfehlen.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
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    am 29.11.2018 22:17:30 | IP (Hash): 936966302
    Danke nochmals Rainer. Das Buch sah interessant aus, ich habe es wirklich bestellt. Das LOGI-Forum fand ich eher etwas unübersichtlich, aber ich hatte auch noch nicht so viel Zeit dafür.

    Ich habe jetzt für Mitte Januar einen Termin beim Diabetologen. Mein Vater geht auch zu dem und fühlt sich da gut versorgt. Bis dahin mache ich mal so weiter mit der Ernährung und etwas mehr Bewegung.
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    am 09.12.2018 11:46:33 | IP (Hash): 2146819946
    Jetzt habe ich ein paar Tage ganz gut durchgehalten, so gut wie keine Kohlenhydrate mehr zu mir zu nehmen. Mal war der Nüchternwert bei 104, am nächsten Tag bei 112. Das konnte ich mir in dem Moment nicht erklären.

    Heute habe ich dann zwei Mehrkornbrötchen gefrühstückt, ausnahmsweise, da ich ja sonst nicht frühstücke. Nach 2 Stunden hatte ich noch 169.... das lasse ich also wohl besser sein...

    Meine Freundin hat mir ein Brotrezept geschickt, kein Mehl aber recht viele Eier und viel Haferkleie und Weizenkleie. Ich bin unsicher, Haferkleie hat doch eine hohe glykämische Last oder? Andererseits soll Hafer ja angeblich helfen, den Langzeitwert zu senken. Wie geht denn das?

  • Michael74

    Rang: Gast
    am 09.12.2018 13:50:55 | IP (Hash): 553061172

    Ich frage mich weshalb du bei diesen werten keinen ogtt empfohlen bekommst. Ich bin mir sicher dass du dabei über 200 kommen würdest und du daraufhin zum diabetiker erklärt wirst und dadurch auch medikamentöse hilfe in anspruch nehmen kannst.....trau dich



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    am 09.12.2018 15:03:12 | IP (Hash): 1062545016
    Stern schrieb:
    Mal war der Nüchternwert bei 104, am nächsten Tag bei 112. Das konnte ich mir in dem Moment nicht erklären.

    Da mach dir mal keine Gedanken. Dein Körper ist keine Maschine, der jeden Tag gleich funktioniert. Das ist völlig okay und du bist auf einem guten Weg.

    Ich weiß, dass man mit dem Wort "Messgerät" ein genaues Ergebnis verbindet. Für den Blutzucker wäre der Begriff "Schätzgerät" zutreffender. Die Messwerte müssen in 95 % der Fälle im Bereich von +- 15 % des tatsächlichen Wertes liegen. Auch wenn dein Gerät mal 90 und mal 110 anzeigt, kann dass in beiden Fällen ein tatsächlicher Wert von 100 mg/dl sein. Ich habe mal mit dem _selben_ Gerät mit 2 Teststreifen aus der _selben_ Dose aus dem _selben_ Tropfen Blut gemessen. Das Ergebnis war eine Differenz von 6 mg/dl. Damit muss man einfach leben.
    Bearbeitet von User am 09.12.2018 15:03:31. Grund: .
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    am 09.12.2018 16:49:07 | IP (Hash): 307751499
    Stern schrieb:
    Mal war der Nüchternwert bei 104, am nächsten Tag bei 112. Das konnte ich mir in dem Moment nicht erklären.

    Zum einen musst du die Messtoleranzen (siehe Beitrag von Carlos) berücksichtigen. Außerdem interessiert beim Nüchtern-BZ nur, wo er sich gewöhnlich aufhält. Es kommen immer wieder mal Ausreißer vor, die man sich nicht erklären kann. Das brauchst du auch nicht. Solche Ausreißer haben keine Bedeutung, die kannst du einfach streichen.

    Dem Hafer und besonders der Haferkleie wird ein positiver Effekt auf den BZ nachgesagt. Es wirkt aber nicht bei jedem gleich. Deshalb kannst du ausprobieren, welche Wirkung die Kleiebrötchen bei dir haben und wenn das vertretbar ist und sie dir sogar noch schmecken, dann hast du etwas Gutes für dich gefunden. Wenn nicht, dann musst du weiter suchen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 09.12.2018 16:50:16. Grund: .
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  • Michael74

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    am 09.12.2018 19:02:30 | IP (Hash): 553061172

    Beim nichtdiabetiker gibt es keine aussreisser 🤗👍😲
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    am 09.12.2018 19:37:08 | IP (Hash): 2146819946
    Der OGTT ist geplant für den 15. Januar, da habe ich den ersten Termin beim Diabetologen.

    Nach Möglichkeit möchte ich möglichst lange ohne Medikamente auskommen - ich bin gespannt, was Der Diabetologe sagt.



  • Michael74

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    am 09.12.2018 20:06:05 | IP (Hash): 553061172

    Ein tipp stern
    Vertrau dem diabetologen, der weiss was sache ist. Es ist ein zu gefährliches spiel sich von tipps eines amateures aus dem forum leiten zu lassen, der dich überhaupt nicht kennt, dies ist ein gewagtes spiel. Der arzt hat nicht umsonst studiert, die leute aus dem forum kennst du überhaupt nicht. Der ogtt wird wahrscheinlich einen diabetes darstellen. Vertrau dem diabetologen dann in seiner Meinung.



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    am 09.12.2018 20:35:25 | IP (Hash): 140411414
    Michael74 schrieb:

    Beim nichtdiabetiker gibt es keine aussreisser 🤗👍😲
    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.




    ... sprach Michaela...

    Professionell voll daneben. Wie immer halt.
    Aber sowas muss ein nicht-moderiertes Forum aushalten können. ;)
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    am 09.12.2018 21:04:03 | IP (Hash): 307751499
    Stern schrieb:
    Der OGTT ist geplant für den 15. Januar, da habe ich den ersten Termin beim Diabetologen.

    Gut, dass du dich zum Besuch beim Diabetologen entschlossen hast. Ich wünsche dir einen kompetenten Arzt, der auch deine Wünsche in die Therapieentscheidung einbezieht.

    Wahrscheinlich weißt du es, aber vorsichtshalber möchte ich dich noch einmal darauf hinweisen. In Vorbereitung auf den oGTT musst du die 3 Tage davor mindestens je 150g KH essen. Wenn du das nicht tust, dann besteht die Gefahr, dass die BZ-Werte falsch zu hoch ausfallen. Das hätte zwar den Vorteil, dass du dann die Diagnosegrenzen ziemlich sicher überschreiten würdest und als Diabetiker behandelt wirst. Wo du wirklich mit deinem Prädiabetes/Diabetes stehst, erfährst du dann aber nicht.

    Viel Erfolg mit deinem Diabetologen, Rainer

    ____
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    am 18.12.2018 20:28:40 | IP (Hash): 1327666170
    Ja, das mit den 3 Tagen Kohlehydrate zu mir nehmen, sagte die Helferin am Telefon auch. Dann kann ich ja mal wieder ein bisschen Schoki... naja, mal sehen...

    Heute morgen war der Blutzuckerwert bei 95 nüchtern und nachdem ich das Kind zur Schule gebracht hatte. Das ist die richtige Richtung.

    Das Brotrezept mit der vielen Haferkleie ist gut, 2 Stunden nach einer Mahlzeit mit 2 Scheiben davon war der Wert bei 107.

    6,5 Kilo weg seit Ende Oktober... so langsam gewöhne ich mich an die andere Ernährung und komme auch mit dem Kochen klar. Koche halt jetzt meist auf 3-4 Herdplatten, weil das Kind sowas wie Zucchini nicht isst... heute zum Beispiel Nudeln mit Carbonara für das Kind und Zucchini-Tomatengemüse mit Feta überbacken für mich. Geht schon, bräuchte nur jemanden, der meine Küche jetzt aufräumt... :-)
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    am 18.12.2018 21:11:41 | IP (Hash): 1559310038
    Beim Küche aufräumen kann ich dir leider nicht helfen, aber wenn das dein einziges Problem ist, dann bist du sehr gut dabei. :=)

    Dein Abnehmerfolg und die Entwicklung deiner BZ-Werte klingen auf jeden Fall gut.

    Weiter viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 06.01.2019 23:26:32. Grund: .
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    am 20.12.2018 05:37:46 | IP (Hash): 1966760661
    Hallo Stern,

    ich schreibe als noch nicht insulinpflichtiger LADA Diabetiker - sprich, ich betrachte mich derzeit dem Typ 2 zugehörig. Diagnosewert HbA1c war 17,8%, Gewicht 85kg. Alter heute 55 Jahre. Mir wurde Metformin verschrieben, welches ich bis vor ein paar Wochen, ohne jegliche Nebenwirkungen nahm. 1-0-1 je 850mg.
    Daten heute: HbA1c 5,6 % (von letztem Samstag), Gewicht schwankt zwischen 59 und 62kg. Keine Medikamente mehr.

    Nun meine Meinung und Erfahrung zu Unterzucker, Leistungsfähikeit und Kohlehydrate.
    Anfangs, als ich diese hohen Werte hatte, da hatte ich manchmal 'Unterzuckersymptome'. Die Messwerte zeigten dann aber einen Betrag, der weit von Unterzucker entfernt war! Ist man sehr hohe Werte gewohnt, dann löst ein schnelles Absinken des Zuckerspiegels (200 nach 100) solche Symptome aus. Über 4 Jahre habe ich meinen Blutzucker mehr und mehr gesenkt. Heute schaffe ich es nicht mehr, Unterzuckersymptome auszulösen. Der tiefste Wert, welchen ich erreichen kann liegt bei ca. 60 mg/dl.
    Übrigens, ich habe Jürgens Ansatz verwendet: 1h nach dem Essen max. 140 mg/dl, 2 Stunden danach max. 120 mg/dl. Danke dafür, Jürgen.
    Heute habe ich oft maximal 120mg/dl nach dem Essen.

    Zur Leitungsfähigkeit kann ich auch was sagen. Mit den hohen Werte bin ich an jeder roten Ampel eingeschlafen und war nur noch müde. Zu nichts zu gebrauchen.
    Mit den aktuellen Werten bin ich wie neugeboren. Ich lebe und arbeite in China. 60-80 Wochenstunden können es schon sein. Nebenher bereite ich mich auf das nächste Level Chinesisch vor. 3 von 6 habe ich bereits erreicht. Ich lerne auch mit einem Blutzucker von 85 mg/dl problemlos. Körperlich bin ich auch so fit, wie eigentlich die letzten 25 Jahre nicht. Ich laufe täglich ca. 40-50 Stockwerke in Aufwärtsrichtung. Nebenher benutze ich noch das Fahrrad. Es läuft gut.

    Zu den Kohlehydraten muss ich sagen, dass ich keiner 'Ideologie' folge. Ich versuche sie zu vermeiden und habe gelernt, dass ich trotzdem genügend davon mitbekomme. Wieso das? Nun, ich lebe nach dem Motto 'Was braucht mein Körper?' und 'Was hat mein Körper für einen Nutzen, wenn ich dies jetzt vertilge?' Da fällt dann ziemlich viel durchs Raster. Obst dagegen nicht. Nur, dann esse ich keine Unmengen. Coke Zero würde meinen Zucker nicht beeinflussen, fällt aber weg, weil mein Körper nix davon braucht, bzw. sinnvoll verwerten kann.
    Alles Gute Dir!


    Bearbeitet von User am 20.12.2018 06:04:01. Grund: .
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    Mitglied seit: 27.11.2018
    am 20.12.2018 09:35:36 | IP (Hash): 1327666170
    Das mit der Leistungsfähigkeit ist interessant, danke skytower für Deine Beschreibung. Ich war ja deshalb Ende Oktober bei der Ärztin, weil ich so extrem fertig und müde und kurzatmig war. Ich gehe sonst möglichst nicht zum Arzt... da muss es schon echt blöd sein.

    Bei der Untersuchung kam dann der zu hohe Zuckerwert heraus und ein Schilddrüsenpoblem. Das ist aber mittlerweile abgeklärt, L-Thyroxin habe ich in niedriger Dosierung bekommen, soll es jetzt aber schon wieder absetzen, weil ich es nicht brauche. Ich dachte erst, die Erschöpfung kommt dann eher von der Schilddrüse, passt aber nicht damit zusammen, dass ich die Tabletten absetzen soll, finde ich.

    Jedenfalls geht es mir jetzt deutlich besser als im Oktober, ich habe mehr Kraft und schlafe abends nicht mehr auf der Couch ein, sondern kann auch wieder meinen Haushalt in Ordnung halten und abends noch was am PC machen.

    Sehr beeindruckend, wie sehr diese andere Ernährungsform das beeinflusst. Und warum wird eigentlich so viel Müll verkauft, viele Lebensmittel sind doch für keinen Menschen gut?! Gut, das ist jetzt ein bisschen ab vom Thema...

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    am 20.12.2018 11:18:28 | IP (Hash): 457776740
    Mit dem BZ beständig über 200 war ich früher immer tierisch müde. Seit BZ die meisten von 24 Stunden 70-100 und alle paar Wochen mal ein Ausflug bis an oder gar über 200 komme ich auch gut ohne Mittagschlaf aus. Der war während meiner HBA1C um 7 Zeit für mich notwendiger Standard.


    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 21.12.2018 18:38:16 | IP (Hash): 1920901007
    Ich selber bemerke hohen Blutzucker gar nicht, allenfalls ev. mal Kopfweh mit Klopfen in den Schläfen, muss also wirklich messen.

    Diagnose war bei mir im Januar, also vorher wirklich noch mit so üblichen Weihnachtsplätzchen u.a. Kohlenhydraten °~°. Bin dann mit über 400 mg/dl bei Hausärztin aufgefallen und am gleichen Tag noch an Schwerpunktpraxis überwiesen worden.

    In der Anfangszeit mit dem Mahlzeiteninsulin bin ich dann öfter in den Unterzucker abgerauscht.
    Schrecklich und beängstigend im morgendlichen Berufsverkehr, obwohl doch Stress (pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und was gibt's zu erledigen) den Blutzucker angeblich durch Stresshormone ansteigen lässt.
    Arme super schwer am Lenkrad und Erschrecken bei jedem Fußgänger am Straßenrand, die ich nur noch schemenhaft wahrgenommen habe. Hatte Angst, daß ich ev. Situationen eben nicht mehr so richtig einschätzen kann und jemanden verletze. °~°

    Gar keine Kohlenhydrate geht bei mir nicht - bin dann vermindert leistungsfähig.
    Morgens brauche ich diese besonders (Müsli auf Haferflockenbasis, mit Körnern etc.), hält lange satt und kann bis zum Abendbrot durchaus ohne Essen durchhalten, zwischendurch tut's auch mal ne Scheibe Käse (ohne KHs).
    Die Kombination der KHs mit anderen Bestandteilen, die den Blutzuckeranstieg verlangsamen - auch mit unterschätzen Ballaststoffen ist da wichtig (neben Fett und Eiweiß).

    Manches übliche, ist da Augenwischerei, wie z.B. Vollkornnudeln.
    Die nehmen viel weniger Wasser auf und sind im Vergleich zu normalen Nudeln nach Abwiegen gekocht dann marginal im KH-Gehalt (KH Trockengewicht ist auf Packung angegeben und ausrechnen).

    Brot und Kartoffel ist sonst so mein bevorzugter Sattmacher, was sich per KH-Gehalt auch gut einschätzen lässt. Kombiniert mit Kräuterquark, Ei (Spiegelei auf Brot) - Fleisch auch so nicht meins, Fisch auch nicht ('Quadratfisch' ohne Augen).
    Als schnelles Brotrezept möchte ich dieses besonders empfehlen mit ca. 3,3 BE (lässt variieren durch Mehlsorten und Körner)
    https://www.chefkoch.de/rezepte/116481049185488/3-Minuten-Brot.html


    @Skytower
    Denke auch, daß du mit deiner jetzigen Einschätzung Typ 2 eher richtig liegst, so wie du ohne Medikamente mittlerweile klarkommst.
    Mit LADA bei dir war ich sowieso schon skeptisch - nur Metformin.
    Brauche selbst von Anfang an Insulin - mit steigender Dosis im Verlauf über Jahre.

    Spannend, daß du in China lebst.
    Hast du dich vor Ort mal zu TCM informiert?
    Ist ein ganz anderer Denkansatz, den Menschen insgesamt wahrzunehmen (Yin und Yang), statt hier aufgrund von Blutwerten mit Medikamenten zu reagieren.
    Hierzulande wird zumindest Akupunktur mittlerweile anerkannt und angewendet.
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    am 24.12.2018 04:03:35 | IP (Hash): 1093402607
    Das war am selben Tag, als sie mir den nüchternen Wert sagte.
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    am 06.01.2019 21:26:39 | IP (Hash): 1267430667
    Juliana, ich glaub, Du warst im falschen Thread oder?

    So, Stand heute sind 8,5 kg weg. Am besten funktioniert das Abnehmen, wenn ich Kohlenhydrate in Form von Brot, Nudeln etc. Komplett weglasse.

    Jetzt soll ich ja ab Samstag wieder Kohlenhydrate essen, wegen des oGTT am Dienstag. Ich frage mich bzw. Euch, wieviel denn? Ich hab eigentlich keine Lust, mir da jetzt die KH wieder reinzuhauen und wieder zuzunehmen. Gerade habe ich mich gut an alles gewöhnt, die Blutzuckerwerte sind auch gesunken. Mag nicht wieder alles kaputt machen...
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    am 06.01.2019 21:40:03 | IP (Hash): 1157148279
    Mindestens 150g pro Tag für 3 Tage. Wenn du verwertbare oGTT-Werte haben willst, dann musst du das unbedingt tun. Wenn nicht, dann erhältst du falsch hohe Werte, weil dein Stoffwechsel dann auf die 75g Traubenzucker überreagiert. Die 3 Tage sind nicht angenehm, sie werden dich aber bestimmt auch nicht umhauen. Du bist ja ansonsten sehr gut in der Spur.

    Ich wünsche dir gute Werte beim oGTT,
    Rainer
    Bearbeitet von User am 06.01.2019 21:41:16. Grund: .
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    am 08.01.2019 08:39:35 | IP (Hash): 2085731408
    Rainer schrieb:

    Das Weglassen des Frühstücks kann evtl. nicht gut sein. Viele Typ 2er berichten, dass am Morgen der BZ immer weiter ansteigt, bis sie etwas gegessen haben. Überprüfe das mal mit deinem Messgerät.

    Das kann ich bestätigen. Bei mir fällt der erhöhte Nüchternwert in der Früh erst nach dem Frühstück.
    ____
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    am 15.01.2019 13:29:47 | IP (Hash): 167754755
    So, heute war der oGTT beim Diabetologen, neben diversen anderen Untersuchungen dort.

    Der Wert nach einer Stunde war 219, nach zwei Stunden 168.

    Die Diagnose Diabetes wurde gestellt, es ist zwar eigentlich immer noch im Grenzbereich, aber wir haben uns darauf geeinigt, weil es dann eben die Möglichkeit gibt, damit entsprechend umzugehen.

    Demnächst habe ich eine Schulung und weitere Termine in de Praxis. Die Ärztin meinte noch, ich solle nicht zu sehr Low Carb leben, weil ich dann automatisch mehr Fett und Eiweiß essen würde, was wiederum die Insulinresistenz fördern würde. Aber ich glaube, ich hab das insgesamt ganz gut im Griff.

    Medikamente nehme ich vorerst noch nicht.
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    am 15.01.2019 16:13:00 | IP (Hash): 1962597675
    Hallo Stern,

    das macht deine Ärztin gut. Zu deiner Beruhigung kannst du dir aber sagen, dass du mit dem 2-Stunden-Wert von 168 noch weit von der Diabetesgrenze 200 weg bist und mitten im Bereich für Prädiabetes (140 ... 199) liegst. Aber die Schulung und die regelmäßige Überwachung sind Vorteile, die viel wert sind und die du nun mal nur mit einer Diabetesdiagnose bekommst.

    Die Behauptung, dass mehr Fett und Eiweiß zu einer patologischen (krankhaften) Insulinresistenz führen können, stimmt so nicht, obwohl man es öfter mal hört. Behauptet wird das allerdings auch nur für ketogene Ernährung, bei der du dauerhaft unter 50g KH pro Tag bleiben müsstest. Ich glaube kaum, dass du die KH so weit reduzieren willst. Bei allem, was darüber liegt, brauchst du gar nichts zu befürchten.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 15.01.2019 16:13:24. Grund: .
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  • Michael74

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    am 15.01.2019 16:31:41 | IP (Hash): 159538760

    Hba1c nochmal gemessen worden?



    Auch wenn sich die Ideen und Vorschläge meinerseits sehr professionell und logisch anhören, ersetzen sie nicht den Gang zum Doktor, um sich dies bestätigen zu lassen; sie dienen nur einer ersten Beratung.
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    am 15.01.2019 18:24:09 | IP (Hash): 167754755
    Danke Rainer, ich denke auch, der eingeschlagene Weg passt schon - unter 50 g KH war ich vermutlich bisher sowieso nicht, durch Obst und so.

    Blut wurde abgenommen, HBa1c folgt also.
  • Elfe

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    am 15.01.2019 19:20:06 | IP (Hash): 584552573
    Hallo Stern,

    eine gute Entscheidung deinerseits, weiterhin in Diabetes-Behandlung zu bleiben mit vierteljährlicher Kontrolle von aktuellem BZ- und Langzeit-Wert.

    In der Schulung wirst du mehr zu passender Ernährung erfahren: Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett sind nur Obergriffe - da gibt's durchaus Feinheiten: Einfach-/Zweifach/Vielfach-Zucker (Stärke), pflanzliche/tierische Eiweiße und Fette, was man bestenfalls daraus auswählen kann, u.a. auch Ballaststoffe.

    Fett und Eiweiß flankiert Kohlenhydrate in der Blutzuckerverwertung und verhindert Blutzuckerspitzen.
    'Insulinresistenz' ist per Begriff da missverständlich.
    Ebenso zum natürlichen Biorhythmus, wo die Insulinempfindlichkeit unterschiedlich ist - morgens & abends höher, mittags & nachts niedriger.
    Habe deshalb unterschiedliche Faktoren (1:2) zum extern gegebenen Insulin, um dieses zu berücksichtigen.
    Nur mal so, falls du dich wunderst, daß gleiche Menge KHs über den Tag so unterschiedliche BZ-Werte ergeben.

    Gruß Elfe
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    am 15.01.2019 19:55:49 | IP (Hash): 167754755
    Ja, ich bin gespannt auf die Schulung. Insgesamt fühlte ich mich in der Praxis da gut aufgehoben, meine Hausärztin ist ja immer so komisch, da mag ich nicht mehr hingehen.

    Ich bin heute Abend total erledigt. Mein Bauch tut weh, mein Kopf ist schwer und ich habe den Eindruck, ich könnte im Stehen einschlafen. Kann einen so ein Test so schlauchen ?
    Zusätzlich habe ich natürlich letzte Nacht eher schlecht geschlafen und musste sehr früh raus. Um 12 Uhr habe ich das erste Mal richtig getrunken und um 13 h gegessen, nachdem der Test und alle Untersuchungen durch waren.

    Vielleicht sollte ich diesen Tag jetzt einfach abhaken und gleich schlafen gehen - wenn der Junior schläft, der ist gerade im Bett verschwunden.
  • Elfe

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    am 16.01.2019 16:51:48 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Stern,

    geht es dir heute nach Guter Nacht besser ?
    So ein Tag wie gestern schlaucht, sowohl per Aufregung als auch körperlich.
    Die Menge Zucker in der Testlösung ist schon verhältnismäßig groß, die aus dem Körper herausgespült werden muss und entzieht dem Körper Wasser - was alleine für sich zu Kopfschmerzen führen kann. Bauchweh durch die Zuckerlösung kann auch vorkommen, da ja nichts weiter die Magenschleimhaut schützen kann.

    Auch jenseits der Schulung und Diabetes kann man sich gut über gesunde Ernährung informieren.
    Wird für jeden Menschen empfohlen, eigentlich.
    Finde dieses ganz gut in der Übersicht
    https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/fm/10-Regeln-der-DGE.pdf
    Unterscheidet sich kaum von Empfehlungen zu Diabetes, persönliche Anpassung aber durchaus möglich.

    Magst du deine Hausärztin generell nicht ?
    Ev. dann wechseln zu einem anderen, denn ein Hausarzt ist zuständig für auch andere Erkrankungen als erster Ansprechpartner für Überweisungen, Rezepte, AU.

    Liebe Grüße
    Elfe
    Bearbeitet von User am 16.01.2019 16:55:04. Grund: x
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    am 16.01.2019 17:18:06 | IP (Hash): 167754755
    Ja, heute geht es mir wesentlich besser - ich habe sehr fest und gut geschlafen.

    Ich war früher bei einem anderen Hausarzt, der gut ist, aber dort muss man immer unendlich lange warten. Deswegen hatte ich zu der neuen Ärztin gewechselt, da kommt man schneller durch und sie ist im Gegensatz zu dem alten Arzt fußläufig zu erreichen. Ich gehe jetzt wieder zu dem alten Arzt - ich brauche einen Arzt, dem ich vertraue, eben für die anderen Themen außer dem Diabetes.

    Danke für den Link den schau ich mir an.

    Heute morgen hatte ich übrigens einen Nüchternwert von 119, das ist quasi Negativrekord, seitdem ich die Ernährung umgestellt hatte. Die Tage mit KH und der Test von gestern haben wohl ihre Spuren hinterlassen.
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    am 27.01.2019 15:11:41 | IP (Hash): 55632961
    Jetzt muss ich mal wieder um Rat fragen - Rainer hatte schon mal auf das Phänomen hingewiesen, dass ohne Frühstück der BZ-Wert steigen könnte und die Reaktion aufs Mittagessen dann heftiger ausfallen könnte. Und ich hab dazu noch einen Artikel gefunden hier: http://www.diabetes-deutschland.de/news482.html

    Ich habe heute nicht gefrühstückt, nur im Laufe des Vormittags zwei Tassen Kaffee mit Milch getrunken.
    Nüchternwert heute war 100 :-)

    Wert vor dem Mittagessen: 113 :-(
    Mittagessen war: Quinoa mit Hähnchengeschnetzeltem und Erbsen, die Soße bestand aus Sahne, Wasser und etwa Speisestärke zum Andicken. Nachtisch: eine Kiwi.

    Eine Stunde nach dem Mittagessen war dann der Wert 179, zwei Stunden danach 149. Ich wundere mich darüber, dass sie so hoch gegangen sind.

    Ist das mit dem Frühstück vielleicht der Grund? Oder ist Quinoa doch nicht so gut wie gedacht?
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    am 27.01.2019 15:27:22 | IP (Hash): 1406913862
    Die Frage kannst Du dir nur selbst beantworten, indem Du wenigstens noch 2 Tage genauso wie heute isst und misst. Dabei könntest Du vielleicht keine und vielleicht erhebliche Unterschiede feststellen.
    Und indem Du dann 3 Tage bis auf ein kleines Frühstück so wie die 3 Tage ohne isst und misst. Und auch dabei könntest Du vielleicht keine und vielleicht erhebliche Unterschiede feststellen.

    Und indem Du die beiden 3-Tages-Päckchen miteinander vergleichst und schaust, ob sich da in Deinen Aufzeichnungen eine Tendenz andeutet?

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
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    am 28.01.2019 11:15:12 | IP (Hash): 638826815
    Danke euch für die vielen Tipps und alles Gute an Alle :-)

    LG Sandra
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    am 05.02.2019 20:07:42 | IP (Hash): 1255790380
    So, heute war Wiedervorstellung bei der Diabetologin. Die beste Nachricht war, dass mein Langzeitwert auf 5,5 gesunken ist, von anfangs 6,0. Ohne jegliche Medikamente, „nur“ mit der Ernährungsumstellung und 10 kg weniger in 3 Monaten. Danke nochmal an Rainer und Jürgen, Eure Infos dazu am Anfang waren Gold wert. Auch den anderen natürlich Danke für die Hilfe!

    Die Werte nach dem Essen sind zu hoch, wenn schnelle Kohlenhydrate im Spiel sind - das darf noch besser werden. Die Ärztin sprach Metformin an, meinte aber, sie würde es auch mitgehen, wenn ich sage, ich mache mit der Ernährung so weiter und verliere noch etwas Gewicht. So haben wir uns geeinigt, wir beobachten erst einmal weiter.

    Ich bin schon ganz glücklich, aber bleibe eisern dabei. Im April sind die Schulungen, da wird noch einmal Blut abgenommen und ein paar Tage später das Ergebnis besprochen. Bis dahin mache ich noch ein paar Tagesprofile.

    Blöd ist, dass die Krankenkasse keine Teststreifen zahlt, weil ich nicht insulinpflichtig bin. Aber das ist mir an anderer Stelle auch schon aufgefallen, dass für Prophylaxe wenig übernommen wird. Naja, egal.
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    am 05.02.2019 20:21:00 | IP (Hash): 793805144
    Super! Weiter Daumendrück :)

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    am 05.02.2019 22:23:40 | IP (Hash): 773230681
    Hallo Stern,

    ich freue mich für dich und wünsche dir weiter so viel Erfolg. :=)

    Das mit dem Selbszahlen der Teststreifen ist wirklich nicht schön, Ich musste meine Teststreifen auch immer selber bezahlen und habe mich am Anfang auch darüber geärgert. Rückblickend weiß ich, dass das eine ausgezeichnete Investition in meine Gesundheit war. Heute muss ich nur noch manchmal messen, um zu sehen, ob noch alles in Ordnung ist. Dafür brauche ich nicht mehr viel Geld auszugeben.

    Alles Gute, Rainer
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    am 14.04.2019 20:40:05 | IP (Hash): 883171601
    Hallo,

    mittlerweile waren die Schulungen und ich konnte feststellen, dass ich doch schon ganz gut informiert war. Die Schulungen halte ich aber für sehr sinnvoll, denn da waren auch Teilnehmer dabei, die mit dem Thema Diabetes noch total überfordert waren. Die haben da gute Hilfestellung bekommen.

    Wiedervorstellung war auch - Langzeitwert war jetzt 5,2, jippieh ! 12 Kilo abgenommen seit Ende Oktober. Ich komme mit der Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten gut hin mittlerweile - mit der Zeit entwickelt sich ja ein gewisses Gespür für die Dinge, die ok sind und Rezepte etablieren sich.

    Ich bin gerade ganz zufrieden so - Medikamente und Insulin spritzen ist momentan kein Thema und das darf auch noch möglichst lange so bleiben.
    Spannend wird es nächste Woche im Urlaub - unterwegs essen finde ich nämlich schon noch schwierig, wir haben Hotel mit Frühstück und tagsüber sind wir halt unterwegs. Mal sehen, wie ich da um die Bäckereien und Cafés herumkomme...
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    am 14.04.2019 21:11:15 | IP (Hash): 1236923784
    Glückwunsch und weiter so viel Erfolg. :=)

    Um den Urlaub mach dir mal nicht allzu große Sorgen. Wenn du nicht gerade total über die Stränge schlägst, kann eine nicht ganz so passende Ernährung in der kurzen Urlaubszeit nicht wirklich Schaden anrichten.

    Schönen Urlaub, Rainer