Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

erhöhte Blutzuckerwerte bedeuten immer gesundheitsrisiken?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 51
    Mitglied seit: 15.07.2018
    am 31.01.2019 15:20:14 | IP (Hash): 1199446936
    Hallo,

    seit nunmehr vielen Monaten sind wir dabei Blutzuckerwerte zu verbessern. Und wir gingen eigentlich auch davon aus, dass es vielversprechend aussah. Mein Mann ist 48 und hat in seinem Lebensalltag sehr viel verändert, angefangen vom Essen bishin zur täglichen Bewegung.

    Nun hatten wir letztens ein Gespräch mit einem Bekannten, der Diabetes hat ( allerdings muss er sich schon spritzen). Und dieser meinte Werte die sich im Rahmen von 130 bis 200 , insbesondere Morgenwerte von bis zu 150 teilweise, seien ganz und gar nicht normal. Wir dachten bisher das sei besser, immerhin fing er bei knapp über 300 an.

    Er meinte auch das Verhalten seines Arztes sei auch unangebracht. Er hätte schon längst auf Medikamente eingestellt werden müssen. Schliesslich müssten, ja wie bei einem Gesunden Menschen, Werte zw 100 und 120 angestrebt bzw gehalten werden. Diese Werte die wir seit Monaten erhoben haben,seien IMMER zu hoch gewesen, und deswegen liessen sich mögliche Folgen auch nicht ausschliessen.

    Wir sind nun etwas irritiert, aber je länger wir dessen these uns durch den kopf gehen lassen haben, hat es uns schon irgendwie zum Denken gebracht.

    Sein Arzt hat ja wie gesagt Diabetes anhand des ersten LZ wert bei 8 diagnostiziert. Auch trotz des verbesserten LZ Wert von vor 3 Monaten etwa. Und er hat aber KEINE symptome oder Beschwerden , trotz der Diagnose.

    und nun hören wir eben, so Sachen wie oben beschrieben. Bzw. es wäre nur eine Frage der Zeit, bis man Folgeerkrankungen entwickelt, zum Teil gravierende.

    Dabei hat er wirklich sehr viel verändert in seinem Alltagsleben. Aber Werte , Wunschwerte wie bei einem Gesunden, kann man das wirklich noch erwarten ?

    Sein Arzt hatihm bis heute nicht Medis verordnet, lediglich eine Schulung, und Vorsorgeuntersuchungen wie Augentests.

    die ganze Sache hat uns nun schon etwas durcheinandergebracht. Soll er seinen Arzt explizit auf Medis ansprechen, um die Werte noch mehr runter zu bekommen ?

    Wir waren echt froh, das die vielen Monate der BZ sich einigermassen stabilisiert hat. Aber ja, unter 100, oder unter 110 ist er sehr sehr selten. vielmehr zw 130 und 170 nach dem Essen. Wobei letzteres nur bei Ausnahmen wie Honig Brot Nutella entsteht nach 2 , 3 Stunden.

    Nüchtern bewegt er sich immer noch zwischen 130 (bestenfalls) und 150. Leider.

    Vielleicht kann jemand mal dazu schreiben, hat uns etwas aufgewühlt das Ganze. ich kann mir immer noch nicht vorstellen, das das noch weiter runter müsste. und ob man mit solchen Werten definitiv Mit Folgen rechnen muss...

    lg
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 54
    Mitglied seit: 01.10.2018
    am 31.01.2019 18:12:16 | IP (Hash): 233706338
    waterfall18 schrieb:
    ob man mit solchen Werten definitiv Mit Folgen rechnen muss...



    Das Blöde am Diabetes ist, dass fast nichts definitiv feststeht. Fast alles basiert auf statistischen Zusammenhängen. Statistik sagt zwar etwas über die Wahrscheinlichkeit aber nichts über den konkreten Einzelfall. Sonst hätte der rauchende Helmut Schmidt niemals fast 97 Jahre alt werden dürfen ;-)

    Was nach meinem laienhaften Kenntnisstand bis heute gilt, ist, weil es in den biologischen Vorgängen begründet ist, dass Werte ab etwa 180 mg/dl direkt zu einer Schädigung der Gefäße führen und somit soweit irgendwie möglich vermieden werden sollen. Solche Gefäßschäden sind es, die für Augen- und viele Fußprobleme ebenso sorgen, wie für große Zahlen von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Ansonsten ist da viel Theorie und Glauben, die von manchen Studien gestützt werden und von anderen wiederum nicht.

    Und dann beginnt der Streit um sprachliche Feinheiten. Euer Bekannter hat völlig Recht, dass z. B. Nüchternwerte um 150 mg/dl oder nach dem Essen 200 mg/dl "ganz und gar nicht normal" sind. "Normal" heißen in der Medizin aber Werte, die einfach ausgedrückt für einen gesunden Menschen im Rahmen der Bandbreite liegen, die die Meisten schadlos und bei einigermaßen Wohlbefinden langfristig überleben.

    Da scheint es erstmal logisch richtig, dass ich als Diabetiker alles tun sollte, um meine Werte so weit zu drücken, dass sie denen eines Gesunden gleichen. Garantiert mir das ein Leben ohne Spätschäden? Nein! Erhöht es die Wahrscheinlichkeit für ein Leben ohne Spätschäden? Viele sagen ja, manche sagen nein, denn ein Diabetiker ist nun mal kein Gesunder.

    Bevor ich mich jetzt womöglich noch in Rage schreibe, mache ich es lieber kurz. Erstens: Versucht so weit irgend möglich, den Anstieg nach dem Essen im Bereich bis maximal 160 mg/dl zu halten. Oben schrieb ich von 180 mg/dl. Zur Zeit könnt ihr aber nur punktuell messen und wisst somit nicht, ob ihr damit tatsächlich den Höchstwert auch erwischt. Bei 160 mg/dl wäre da noch etwas "Puffer". Zweitens: Versucht den HbA1c möglichst in den Bereich von 6,5 - 7 % zu bekommen. Leider hast du dazu keinen aktuellen Wert geschrieben. Wenn ihr diese _beiden_ Eckpunkte erreicht, wäre seeehr viel geschafft. Und wenn ihr merkt, dass das für euch nicht zu erreichen ist, dann sollte ernsthaft über Medikamente nachgedacht werden.

    Ich drück die Daumen und wünsche gutes Gelingen.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 34
    Mitglied seit: 07.12.2018
    am 31.01.2019 19:29:24 | IP (Hash): 707358842
    Hallo,

    ich will mich hier nicht über BZ Werte auslassen. Aber wenn ich euren Beitrag richtig lese , habe ich die Vermutung, dass ihr bei eurem Hausarzt in Behandlung seid.
    Von einem Diabetologen sind solche Sprüche eigentlich nicht zu erwarten.
    Hausärzte haben ein kleineres Budget wie ein Diabetologe und Diabetiker sind nun mal eine kostspielige Spezies.
    Musste ich vor ein paar Monaten am eigenen Leib erfahren.
    Hab mich zum Diabetologen überweisen lassen und meine Nüchternwerte, die um die 300 mg/dl lagen sind inzwischen unter 120, an manche Tagen sogar unter 100 mg/dl.
    Muss zwar fünfmal spritzen aber mir gehts hervorragend.
    Kann euch den Diabetologen nur wärmtens empfehlen.

    Gruß Helmut
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 51
    Mitglied seit: 15.07.2018
    am 31.01.2019 19:34:35 | IP (Hash): 1199446936
    hallo,

    zunächst danke für die sehr hilfreiche und informative Antwort.

    Beim ersten LZ Wert , der um die 8 betrug, wurde ihm die Diagnose gestellt. Beim zweiten Mal betrug er an die 7. ( habe jetzt die endziffer nicht mehr im Kopf).

    Nach wie vor besteht das Problem mit den Nüchternwerte. Die variieren immer zwischen 130 und 150. Ich muss dazu sagen, das wir abends vor dem TV manchmal bisschen "naschen". Aber WENN dann nur eine Handvoll Vollkornprodukte, Obst oder einen Salat. Es fällt meinem Mann schwer ganz darauf zu verzichten.

    Frühstücken tun wir nicht, nach der Arbeit nachmittags kochen wir dann, der BZ ist vorher sehr stabil ( 110 bis 120) , und bewegt sich trotz gutem Mittagessen ( Vollkornnudeln oder Reis, Fleisch, Gemüse, etc) nur sehr wenig , bis etwa an die 140 maximal.

    Problematisch ist erst wieder das Abendessen, da haben wir bis jetzt wohl nicht das passende Brot oder Semmeln gefunden. Da sind Werte meistens um die 150 bis 160. jeweils 2 bis 3 Stunden danach.
    Dieses Phänomen kann ich mir immer noch nicht erklären, denn Mittags sind es auch KH (nudeln reis) sowie abends, und doch so grosse Unerschiede bei den Werten.

    Bei Süssigkeiten die wir eher sehr selten essen, in Form von 2 Stückchen Schokolade zb, oder Kuchen 2 Stückchen, da waren die Werte danach nicht höher wie 140. ABER es ist immer unterschiedlich es gibt auch mal etliche Ausnahmen.

    aber wie gesagt, es wurde bisher nie aus ärztlicher Sicht Medikamente angeboten.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1413
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 31.01.2019 19:56:05 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo,

    lasst euch mal nicht verunsichern, durch euren Bekannten.
    Ist der ein 2er mit Insulin? Der hat wohl einiges nicht verstanden.

    Morgennüchternwerte werden zur Diabetes-Diagnose herangezogen, ist ja eh schon klar bei deinem Mann. Aber bitte direkt nach Wachwerden direkt noch auf der Bettkante messen, nicht erst am Frühstückstisch.
    Würde der Arzt es für nötig halten, ein Medikament zu verschreiben, hätte er das gesagt.
    Vorsorgeuntersuchungen sind ganz normal, einmal Augenarzt pro Jahr sowieso für jeden auch bzgl. anderer Augenerkrankungen (ohne Diabetes).
    Bei der Schulung wird euch etwas über Kohlenhydrate erzählt, was ihr eh schon berücksichtigt bei Ernährung.
    ~
    Wie schon erzählt, bin ich als 1er eingestuft und muss eigen fehlendes Insulin durch äußerliches ersetzen. Um dafür die Dosis zu finden, wird einiges in Schulung mehr erklärt.

    Gegen Morgen gegen 3 Uhr in der Nacht wird zum Wachwerden so alles mögliche an Hormonen, auch Gegenhormonen zum Insulin ausgeschüttet, was einen BZ-Anstieg bewirkt. Den ihr messen könnt und gar nichts mit dem Abendessen zu tun hat.

    'Normale' Blutzuckerwerte sind eher Glauben. Die statistische Datenlage ist da sehr dürftig, weil das kaum gemessen wird, als Vorsorgekriterium ist der HbA1c-Wert anerkannt.
    War bei 8 und ist jetzt wo ?

    Selbst mal über 200 sind nicht schlimm, da die Nierenschwelle kaum überschritten wird, da wird dann kurzeitig Zucker über Urin ausgeschieden.
    Ich persönlich soll sogar kurzzeitige Ausflüge um die 270 tolerieren, um nicht mit externen Insulin in Unterzucker zu geraten, da eher Augenmerk meines Arztes.
    Und trotz wirklich großer BZ-Schwankungen sind bei mir keinerlei Folgeerkrankungen zu erkennen (seit vielen Jahren).

    :-) Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4165
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.01.2019 20:28:47 | IP (Hash): 1843708629
    Elfe schrieb:
    Morgennüchternwerte werden zur Diabetes-Diagnose herangezogen, ist ja eh schon klar bei deinem Mann. Aber bitte direkt nach Wachwerden direkt noch auf der Bettkante messen, nicht erst am Frühstückstisch.


    Stimmt, deswegen kommt der Dok bei uns auch für den Nüchternwert auch immer um 6 Uhr morgens zum Hausbesuch ;)

    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1413
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 01.02.2019 00:33:37 | IP (Hash): 1755877297
    @Jürgen
    Eben nicht !
    Und keineswegs lustig, spar dir deinen ;-) Smiley. Und du Jürgen, hast nix verstanden.

    Bis wir beim Arzt zur BZ-Bestimmung angelangt sind, haben wir schon etliche Stresssituationen erlebt, mit Gegenhormon-Ausschüttung zum Insulin - pünktlich zum Termin erscheinen, Stau/Auto oder Bus pünktlich u.a.. Der sogen. Nüchternwert beim Arzt ist sehr sehr ungenau !
    Wird ev. herangezogen als erster Hinweis zu weiteren Werteerhebung, mehr nicht.

    @waterfall
    Tagsüber sind Kohlenhydrate schon wichtig, die werden da benötigt und auch verbraucht, daher sind die Mittags-KHs nicht so auffällig wie abends.
    Gegen abendliche warme Mahlzeit ist aber nichts einzuwenden, wenn genügend Zeit ist, bis zum Schlafengehen.
    So abendlich vor'm TV, ja, dann Appetit.
    So angeblich 'gesundes' Obst enthält Kohlenhydrate, Salat kurz vor Schlafengehen belastet die Verdauung in der Nacht.
    So 50 g Nüsse werden per äußerlich gegebenen Insulin gar nicht angerechnet.
    Zartbitterschokolade per einem Riegel reicht per Appetit & Sättigung schon und bei Schokolade mit ganzen Haselnüssen per Riegel ist der KH-Gehalt auch nicht hoch. Genießen und auf der Zunge zergehen lassen.
    Eine andere Möglichkeit wäre, ev. zuckerfreie Bonbons zu lutschen. Mal durchprobieren, ob's schmeckt.
    Bearbeitet von User am 01.02.2019 00:34:47. Grund: +
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 4165
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.02.2019 08:15:01 | IP (Hash): 2134918625
    Elfe schrieb:
    @Jürgen
    Eben nicht !
    Und keineswegs lustig, spar dir deinen ;-) Smiley. Und du Jürgen, hast nix verstanden.

    Bis wir beim Arzt zur BZ-Bestimmung angelangt sind, haben wir schon etliche Stresssituationen erlebt, mit Gegenhormon-Ausschüttung zum Insulin - pünktlich zum Termin erscheinen, Stau/Auto oder Bus pünktlich u.a.. Der sogen. Nüchternwert beim Arzt ist sehr sehr ungenau !
    Wird ev. herangezogen als erster Hinweis zu weiteren Werteerhebung, mehr nicht.


    Morgens nüchtern BEIM ARZT ist nun mal der erste Schlüsselwert jeder Behandlung. Gesund steigt der auch vom Aufstehen bis zum Frühstück keine 20 und mehr mg/dl an. Da werden all die Hormone und was sonst noch rech kurz ausgebügelt.

    Seit ich keinen Morgenanstieg (Dawn-Phänomen mehr pflege, auf der Bettkante 80 und ne Stunde weiter zum Frühstück 160), sehe ich im Scan mit dem Aufstehen nen kleinen Anstieg so von 80 auf 90, der aber ne Stunde weiter schon wieder von selbst abgesunken ist. Meinen Morgenanstieg habe ich mit meinem Leberfett abgeben können.

    Viele Typ2 können gewaltig von ihrer Leberentfettung profitieren, also 4-6 Wochen nur 600-800 kcal/Tag und auf Normalgewicht abspecken und halten. Damit kann in weit mehr als 50% aller Fälle der Blutzucker-Verlauf wieder völlig normalisiert werden, also morgens nüchtern und vor den Mahlzeiten unter 90mg/dl und kein Morgenanstieg! Und wer dann so isst und sich so bewegt, dass er in der Spitze ne Stunde nach dem Essen meistens unter 140 bleibt, braucht auch keine Diabetes-Risiken zu fürchten :)


    ----------------------------------------------
    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1413
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 01.02.2019 17:34:45 | IP (Hash): 1755877297
    Hallo Jürgen,

    ich kann dir nicht zustimmen.
    Du müsstest doch eigentlich besser wissen, als ICTler mit zwei Insulinen, daß der sogenannte Nüchternwert beim Arzt bei der Behandlung dann keine Rolle spielt.
    Wie gut man selbst klargekommen ist, wird beim Arzt zuerst anhand des HbA1c-Wertes beurteilt, und auch zu tiefe/hohe Einzelwerte besprochen.
    Mein Blutzuckerwert wird immer fettgedruckt als zu hoch auf dem Laborblatt ausgewiesen.
    Und wenn ich kleiner 100 mg/dl liege, kommt schon das Fachpersonal angelaufen mit Traubenzucker.

    Kann sein, daß du den nicht mehr vorhandenen Morgenanstieg deiner Gewichtsabnahme zu verdanken hast - wurde denn deine Leber wirklich mal auf Fett untersucht !?

    Selber habe ich auch einen Morgenanstieg und finde die biologische Erklärung der Gegenhormone viel plausibler.
    Und eben auch, weil man ab und an mit Weckerstellen den BZ um 2/3 Uhr messen soll, um ggfs. das Basalinsulin zu überprüfen. Ist der BZ-Anstieg später erst beim Aufstehen zu sehen, beruht das auf Hormonausschüttung gegen Morgen.
    Ich habe lange Zeit den Dawn-Effekt um 6 Uhr mit 1-2 Einheiten kurzwirkendem Insulin weggespritzt, auch am Wochenende.
    Gute Erfahrung habe ich mittlerweile damit gemacht, die zweite Basaldosis erst wirklich vor Schlafengehen zu geben, auch z.T. erst nach Mitternacht.
    Fett, schon gar nicht Leberfett, war und ist kein Thema bei mir mit BMI ca. 19.

    waterfall18 schrieb:

    Frühstücken tun wir nicht, nach der Arbeit nachmittags kochen wir dann, der BZ ist vorher sehr stabil ( 110 bis 120) , und bewegt sich trotz gutem Mittagessen ( Vollkornnudeln oder Reis, Fleisch, Gemüse, etc) nur sehr wenig , bis etwa an die 140 maximal.


    Ohne Frühstück, wenn ich nüchtern zur Blutabnahme zum Arzt muss, habe ich immer einen Blutzuckeranstieg.
    Davon mal abgesehen, bin ich mit Frühstück und Pott Kaffee viel leistungsfähiger im Alltag.
    Ein anderer Effekt ist, daß sich durch 'morgens satt' nicht so ein Heißhunger aufbaut, den man dann doch abends in Ruhe kompensieren möchte.

    Ja, es gibt durchaus Menschen, die morgens früh nichts herunterkriegen können.
    Dennoch wäre mein Rat, zumindest eine Frühstückspause einzulegen (belegtes Brot + vorgeschnittenes Obst, Rohkost z.B.).
    Bearbeitet von User am 01.02.2019 17:39:43. Grund: Format
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 51
    Mitglied seit: 15.07.2018
    am 01.02.2019 20:40:16 | IP (Hash): 1199446936
    guten Abend,

    erst einmal herzlichen Dank für all die Antworten. Und auch dir Elfe,

    Das mit dem Abends vor dem Zu Bett gehen essen ist so eine Sache. Und dennoch glaube ich so langsam auch der hohe Wert liegt nicht an der Mahlzeit vom (spät) Abend davor. Denn gestern zb gönnten wir uns Magerquark mit Blaubeeren, Haferflocken , und der Morgenwert war 134. Und das ist im Vergleich der sonst immer gemessenen Werten sehr niedrig.

    Der letzte LZ Wert vom letzten Jahr Dezember war um die 7, 2 , weiss die letzte Zahl nicht mehr so ganz korrekt.

    Das grösste Poblem , bzw Ursache liegtwohl am Gewicht. Mein Mann wog damals knapp über 90, bei einer Grösse von 1, 72. Mittlerweile wiegt er 84.